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Das Ukraine-Update am Abend: Russlands Außenminister Lawrow macht unverschämte Aussage zum Krieg
Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der russische Präsident Wladimir Putin.
Foto: dpa Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der russische Präsident Wladimir Putin.

Das Wichtigste in Kürze

  • Russlands Außenminister Lawrow wirft dem Westen vor, einen Krieg gegen Russland angefangen zu haben.
  • Die Bürger der Ukraine würden dabei als "Verbrauchsmaterial" verheizt.
  • Deutschland will mehr Gepard-Panzer an die Ukraine liefern.
  • Die Ukraine dringt derweil auf mehr Patriot-Abwehrsysteme aus Deutschland

Das Ukraine-Update: Was heute passiert ist

Lawrow wirft Westen vor, Krieg gegen Russland angezettelt zu haben

Das russische Außenministerium wirft dem Westen vor, in der Ukraine einen Krieg gegen Russland zu führen. „Der Krieg, den der kollektive Westen gegen Russland losgetreten hat, wirkt sich auf die Lage der strategischen Stabilität aus„, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Konferenz in Moskau. Die Ukraine und ihre Bürger würden dabei als „Verbrauchsmaterial„ verheizt, erklärte der 73-jährige russische Chefdiplomat. Die Ukraine werde vom Westen zur Fortsetzung des Kriegs gedrängt, führte Lawrow dabei aus.

Russland hat vor gut neun Monaten, am 24. Februar 2022 die Ukraine überfallen. Den eigenen Angriffskrieg bezeichnet die russische Führung allerdings nur als „militärische Spezialoperation„ und rechtfertigt diesen immer wieder damit, dass er nur einem Angriff der Ukraine zuvorgekommen sei. Lawrow kritisierte einmal mehr die Unterstützung der Ukraine durch Länder der Nato. Russlands Sicherheitsdoktrin ziele darauf ab, jede Konfrontation zwischen den Atommächten zu verhindern, da es zu einer unkontrollierten Eskalation kommen könne. «Die westlichen Kollegen versuchen nun von diesem Teil der Formel abzuweichen», klagte er.

Die Ukraine sei in einen «Brückenkopf gegen russische Interessen verwandelt» worden, die Nato kein Verteidigungsbündnis mehr, sondern ein Aggressor. «Der expansionistische Globalismus, den dieser aggressive Block demonstriert, ist beispiellos.» Er sei sicher, dass die Mehrheit der Staaten die Gefahr erkenne, die diese neue Linie der Militärallianz bedeute, sagte Lawrow. Russland stellte er als eine Art Vorreiter gegen den westlichen Kolonialismus dar, um die Staaten Asiens und Afrikas auf seine Seite zu ziehen.

Deutschland will Ukraine weitere Gepard-Panzer liefern

Die Bundesregierung will der Ukraine weitere Flugabwehrkanonenpanzer Gepard zur Verteidigung gegen russische Angriffe geben. Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe in einem Gespräch mit Selenskyj deutlich gemacht, «dass wir noch mal eine Anzahl von Gepard-Panzern Richtung Ukraine auf die Reise schicken werden können», sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Aus dem Beständen des Herstellers KMW wurden bisher 30 der Panzer an die Ukraine geliefert.

Ukraine dringt auf deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba rief die Bundesregierung dazu auf, die Polen angebotenen Patriot-Flugabwehrsysteme an sein eigenes Land zu liefern. «Wenn Deutschland bereit ist, Patriots an Polen zu liefern, und Polen nichts dagegen hat, diese Patriots an die Ukraine zu übergeben, dann halte ich die Lösung für die Bundesregierung für offensichtlich», sagte Kuleba am Rande eines Treffens mit den Kollegen von Nato-Staaten in Bukarest. Deutschland hatte zuvor Warschau angeboten, deutsche Flugabwehrbatterien vom Typ Patriot in Polen zu stationieren. Polens Regierung regte dann aber eine Verlegung direkt in die Ukraine an.

Reichster Russe Mordaschow beklagt hohe Verluste nach Sanktionen

Der Milliardär Alexej Mordaschow, vor dem Krieg der reichste Mann Russlands, hat sich über hohe Verluste durch die westlichen Sanktionen beklagt. «Wir bei Severstal haben etwas mehr als 400 Millionen Dollar (400 Millionen Euro) verloren - die sind in Europa hängengeblieben, wurden als Waren- und Geldreserven beschlagnahmt», sagte der 57-Jährige am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es sei derzeit sehr schwer, Exporteinnahmen ins Land zurückzuführen, klagte er zugleich.

Ex-General Petraeus: Ukraine-Krieg wird mit Verhandlungslösung enden

Voraussetzung für den Reparationsplan der EU ist ein Friedensvertrag. Nach Meinung des früheren US-Viersternegenerals und einstigen CIA-Chefs David Petraeus wird der Krieg mit einer Verhandlungslösung enden. Einen militärischen Sieger werde es nicht geben, sagte Petraeus dem «Tagesspiegel» (Mittwoch). Aktuell seien allerdings weder der russische Präsident Wladimir Putin noch Selenskyj bereit, Verhandlungen aufzunehmen.

Scholz will Liefervertrag für F-35-Kampfjet noch in diesem Jahr

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will in Kürze die Bestellung des US-Kampfjets F-35 unter Dach und Fach bringen. Das Flugzeug gehöre zu den Rüstungsprojekten, für die „noch in diesem Jahr“ Lieferverträge geschlossen werden sollten, sagte Scholz am Mittwoch bei einer Sicherheitskonferenz in Berlin. Die US-Jets seien notwendig, damit Deutschland innerhalb der Nato weiter einen „Beitrag zur nuklearen Teilhabe“ leisten könne.

Bei der nuklearen Teilhabe geht es um das Abschreckungskonzept der Nato. Zwar verfügt Deutschland über keine Atombomben, im Kriegsfall könnten deutsche Jets aber US-Sprengköpfe transportieren. Diese Aufgabe übernehmen bisher die Tornados der Bundeswehr, die aber in den kommenden Jahren ersetzt werden müssen.

Scholz verwies ausdrücklich auf die Drohungen Russlands mit einem Einsatz von Atomwaffen vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts. „Solange Staaten wie Russland Nuklearwaffen als Teil ihres Bedrohungspotentials besitzen, braucht natürlich die Nato ein glaubwürdiges Abschreckungspotential“, sagte er. „Alles andere hieße, uns erpressbar zu machen.“ Deshalb habe sich die Bundesregierung für den Kauf der F-35 entschieden. 

Der Tarnkappen-Jet des US-Herstellers Lockheed Martin gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt. Im Gespräch waren bei der Grundsatzentscheidung der Bundesregierung für das Flugzeug 35 Maschinen. Finanziert wird der Kauf aus dem 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr, das Scholz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar angekündigt hatte. 

Bundestag verurteilt Holodomor als Völkermord

Der Bundestag hat die vor 90 Jahren gezielt herbeigeführte Hungersnot in der Ukraine offiziell als Völkermord anerkannt. Mit großer Mehrheit billigten die Abgeordneten am Mittwochabend einen gemeinsamen Antrag von Ampel-Koalition und Unionsfraktion, in dem von einem “menschenverachtenden Verbrechen“ die Rede ist. Unter der Verantwortung des sowjetischen Diktators Josef Stalin waren dem sogenannten Holodomor (“Mord durch Hunger“) in den Jahren 1932 und 1933 allein in der Ukraine bis zu vier Millionen Menschen zum Opfer gefallen.

Das Streben der sowjetischen Führung nach einer Kontrolle der Bauern sei damals mit der Unterdrückung der ukrainischen Lebensweise, Sprache und Kultur verschmolzen, heißt es in der Bundestags-Drucksache. “Damit liegt aus heutiger Perspektive eine historisch-politische Einordnung als Völkermord nahe. Der Deutsche Bundestag teilt eine solche Einordnung.“ Mehrere andere Länder hatten den Holodomor schon zuvor als Genozid am ukrainischen Volk eingestuft und verurteilt.

Das Ukraine-Update: Was in der Nacht passiert ist

  • ISW: Zweite Mobilisierungswelle bahnt sich in Russland an

Während die russische Armee mit veralteter Ausrüstung und fehlendem Material zu kämpfen hat, zeichnet sich in Russland die nächste Mobilisierungsrunde an. Das berichtet die Denkfabrik „Institut for the Study of War“ und beruft sich auf russische Medien. Laut des ISW würden einige russische Medien bereits von einer zweiten Mobilisierungswelle berichten. Auf den russischen Nachrichtenseiten würde über offizielle Aktionen berichtet werden, die „auf eine wahrscheinlich zweite Mobilisierungswelle hindeuten, auf die das russischen militärsystem höchst unvorbereitet ist.“

Dass die russischen Streitkräfte immer wieder mit Ausrüstungsengpässen und der Versorgung der Truppen zu kämpfen hat, ist ein altbekanntes Problem. Ein russischer Militärblogger behauptet indes, dass die russische Armee veraltete, minderwertige militärische Ausrüstung und Artillerie des Zweiten Weltkriegs einsetzen sollte, um die Versorgung der russischen Armee anzugehen.

  • Nukleare Abrüstung: Russland lässt Gespräche mit den USA platzen

Russland hat den mit Spannung erwarteten Austausch mit den USA über Rüstungskontrollgüter verschoben. Die Sitzung werde „nicht zu den angegebenen Terminen stattfinden“, erklärte das russische Außenministerium der Agentur Tass. Sprecherin Maria Sacharowa beklagte eine „Feindseligkeit“ in den USA und warf Washington vor, einen „hybriden Krieg“ gegen Russland zu führen. Die Gespräche sollten eigentlich bis zum 6. Dezember in Kairo stattfinden. Dabei sollten Optionen über einen nuklearen Abrüstungsvertrag und Inspektionen im Rahmen des New Start Vertrages diskutiert werden.

  • Baerbock vergleicht Putins Kältetaktik mit Holocaust

Außenministerin Baerbock zeigte sich am Rande eines Treffens der Nato-Minister erschüttert über die russische Strategie. „Dass dieser brutale Bruch der Zivilisation so geführt wird - also ich hätte mir das in den letzten Jahren niemals vorstellen können“, sagte die Ministerin. „Wenn gezielt Infrastruktur bombardiert wird, dann nimmt man mutwillig in Kauf, dass Kinder, dass Alte, dass Familien erfrieren, dass sie verdursten, dass sie verhungern.„ Kremlchef Wladimir Putin setze “Kälte als Kriegswaffe“ ein.

Der Begriff „Bruch der Zivilisation“ wird oft als Beschreibung für den Holocaust genutzt, die nahezu weltweit gebräuchliche Bezeichnung für den Völkermord an Europas jüdischer Bevölkerung durch die Nationalsozialisten mit etwa sechs Millionen Toten.

  • Raketenangriffe in der Ukraine - Stromausfälle in Russland

Russlands Militär beschoss am Dienstag nach Angaben des ukrainischen Generalstabs zahlreiche Objekte der zivilen Infrastruktur in der Ukraine. Insgesamt seien 26 Luftangriffe sowie ein Raketenangriff registriert worden. „Und es besteht weiterhin die Gefahr, dass der Feind Raketenangriffe auf kritische Infrastruktureinrichtungen tief im Hinterland startet.“ Der Generalstab kritisierte einmal mehr, dass das Nachbarland Belarus den Angriffskrieg Russlands weiter unterstütze und weiterhin sein Territorium und seinen Luftraum für Raketen- und Luftangriffe zur Verfügung stelle.

„Die Situation an der Front ist schwierig“, sagte Selenskyj am Abend. „Trotz extrem großer russischer Verluste versuchen die Besatzer immer noch, in die Region Donezk vorzudringen, in der Region Luhansk Fuß zu fassen, in die Region Charkiw vorzudringen, sie planen irgendetwas im Süden.“ Dennoch stehe die Verteidigung aufrecht. „In diesem Jahr wird Russland hunderttausend getötete Soldaten verlieren und Gott weiß wie viele Söldner“, prophezeite der Präsident. Wie das amerikanische Institus für Kriegsstudien (ISW) berichtet, hätten die russischen Streitkräfte kleine Geländegewinne bei der umkämpften Stadt Bachmut erzielt. Die von russischer Seite vermeldeten großen Geländegewinne seien laut geolokalisiertem Filmmaterial aber „unwahrscheinlich“, so die Analysten.

In der an die Ukraine angrenzenden russischen Oblast Kursk führten mehrere nicht näher definierte Angriffe zu vorübergehenden Stromausfällen. Insgesamt seien elf Attacken registriert worden, die mehrere Anlagen der Stromversorgung trafen, teilte Gouverneur Roman Stawrowojt auf Telegram mit. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine.
Efrem Lukatsky/AP/dpa Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine: "Die Lage an der Front ist schwierig"

  • Selenskyj will Sondertribunal für Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Forderung nach einem Sondertribunal wegen des russischen Angriffskriegs gegen sein Land bekräftigt. Zwar arbeite die Ukraine bereits mit vielen Ländern und Organisationen wie dem Internationalen Strafgerichtshof zusammen, „damit jeder russische Mörder die verdiente Strafe erhält“, sagte er am Dienstagabend in seiner täglichen Videoansprache. „Aber leider reichen die verfügbaren internationalen Rechtsinstrumente für Gerechtigkeit nicht aus.“

„Selbst vor dem Internationalen Strafgerichtshof ist es immer noch unmöglich, die höchste politische und militärische Führung Russlands für das Verbrechen der Aggression gegen unseren Staat – für das Hauptverbrechen – vor Gericht zu stellen“, beklagte Selenskyj. Daher werde neben dem Internationalen Strafgerichtshof ein Sondertribunal benötigt. „Und wir tun alles, um ein solches Tribunal zu schaffen.“ Der ukrainische Staatschef hatte schon im September vor der UN-Vollversammlung für ein Sondertribunal geworben.

In Zusammenarbeit mit westlichen Partnern müsse die notwendige Rechtsarchitektur entwickelt werden, damit das Tribunal funktioniere, damit wie nach dem Zweiten Weltkrieg wirklich für Gerechtigkeit gesorgt werden könne, forderte Selenskyj.

  • Scholz: Patriot-Flugabwehr soll in Polen stationiert werden

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat das Angebot erneuert, deutsche Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot in Polen zu stationieren. „Unser Angebot an die polnische Regierung zum Schutz des eigenen Landes ist immer noch nicht vom Tisch“, sagte Scholz am Dienstag in Berlin. Der Ukraine stellte Scholz weitere Unterstützung anderer Art für die Abwehr von Luftangriffen in Aussicht. „Gerade haben wir noch einmal neue Liefermöglichkeiten für Gepard auf den Weg gebracht“, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen. 30 Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard hat Deutschland der Ukraine schon zur Verfügung gestellt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht beim 25. Gewerkschaftstag des dbb Beamtenbund und Tarifunion.
Christophe Gateau/dpa Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): "Unser Angebot an Polen ist noch nicht vom Tisch."

Nachdem Mitte November eine Rakete auf polnischem Gebiet eingeschlagen war, hatte die Bundesregierung dem Nato-Partner Flugabwehrbatterien vom Typ Patriot zur Sicherung seines Luftraums angeboten. Warschau hält eine Stationierung auf ukrainischem Boden aber für sinnvoller. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sagte am Dienstag am Rande eines Nato-Außenministertreffens in Bukarest: „Patriots und Transformatoren sind das, was die Ukraine am meisten braucht.“

Lesen Sie auch: Das Ukraine-Update vom 29. November

Putin greift Ukraine an: Hintergrund-Infos zum Krieg

Mehr Nachrichten zum Krieg in der Ukraine

Estlands Verteidigungsminister ist sich sicher, dass Russland militärisch noch lernen wird. Ukrainischer Botschafter begrüßt die deutsche Holodomor-Resolution. Bundeskanzler Olaf Scholz ist überzeugt, dass Russland „diesen Krieg nicht gewinnen wird“. Alle aktuellen Stimmen und Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie im Ticker.

Der stellvertretende Leiter der russischen Marineschule in Wladiwostok ist tot. Er soll sich selbst erschossen haben. Seine Witwe macht seinen Vorgesetzten schwere Vorwürfe und fordert, Putin selbst solle die Ermittlungen leiten.

Wladimir Putin neuestes Narrativ zur Begründung des Krieges lautet: Russland verteidige in der Ukraine seine eigene Existenz. In der Tat droht dem Land der Ruin. Doch die Degradierung Russland wird in Wahrheit im Kreml verantwortet.

pnh/mit dpa
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Leser-Kommentare (6067)
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Heute, 30.11.2022 | 11:04 | Bernd Minzenmay

Holocaust?

Warum vom Schauplatz der russischen Verbrechen in der Ukraine so weit wegschweifen? Schon mal was vom Holodomor gehört? Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts liess Diktator Stalin 7 Mio (Die Schätzungen schwanken zwischen 4 und 12 Mio) Ukrainer elendlich verhungern. Er hat ihnen die Getreideernte und Lebensmittelvorräte weggenommen, um sie im Ausland gegen Devisenzahlungen an die Sowjetunion zu verhökern. Näheres bei Wikipedia.

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Weitere Kommentare (10)

Heute, 30.11.2022 | 10:18 | porcher wolfi  | 1 Antwort

Einfache Erklaerung

Die USA scheint über den Kriegsschauplatz seinen Großmachtfeind Russland platt machen zu wollen? Diese Ansicht vertritt übrigens auch Frau Schwarzer und diese Frau sagt generell das was sich andere nicht trauen oder zu feige sind um nicht in die Schusslinie zu kommen. Deswegen ist wohl auch derzeit generell nicht in Bälde an Frieden zu denken? Und wer will unter solcher Prämisse derzeit Atomare Gespräche?

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:06 | Thomas Karl

    Wolfi

    die USA wollen Russland nicht platt machen. Das ist ein Narrativ des Kreml, also eine Lüge. Warum sollten die USA das wollen. Da würde nur Chaos entstehen.

Heute, 30.11.2022 | 10:07 | porcher wolfi  | 1 Antwort

Einseitige Darstellungen.

die USA darf man hier nicht kritisieren, Verständnis für bestimmte Dinge zu Russland auch nicht, warum eigentlich? Haben wir hier in Deutschland den Weg zur Mediendiktatur ? Damit meine ich wir schreiben vor was der Leser zum Lesen bekommt, hinterfragen gilt nicht? Frau Baebock hat wohl im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst was Krieg bedeutet und welche Regeln da herrschen? Hat Sie unter anderem auch nie von den Umständen zum Irak Krieg gelesen?

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:10 | Thomas Karl

    Wolfi

    sie haben aber schon mitbekommen, wer diesen blödsinnigen Krieg begonnen hat, wer alleine für alle Opfer verantwortlich ist. 1991 stützte der Westen Russland, um ein Chaos zu verhindern. Putin ist der Täter, sonst niemand, außer seiner Gefolgsleute. Wir sind nicht auf dem Weg zur Mediendiktatur. Dies diskreditiert Sie und Ihren Kommentar mehr als deutlich.

Heute, 30.11.2022 | 09:43 | Joachim Frenz  | 1 Antwort

Staaten wie China

Nord Korea Iran etc werden Putins "Schmierentheater" alle Zeit unterstützen. Ja selbst bei der Türkei kann man nicht genug aufpassen, sie führt ebenfalls einen Angiffskrieg und das als Nato-Staat. Russland ist immer noch im Weltsicherheitsrat vertreten und das mit Veto-Recht. Wie lange will die Welt sich eigentlich noch anschauen wie einige offenbar geistig minderbemittelte Staatschefs der Welt Kriege aufdrücken? Und nacher spenden wir mal wieder und feiern andere Gedenktage. Es ist einfach nur zum K.

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:12 | Thomas Karl

    Joachim

    dann schauen Sie Sich mal die Kremltreuen Kommentare an. Da wird fleißig auf unsere Medien geschimpft. In Russland gibt es fast keine Medien, da gibt es nur Propaganda. Die Propagandaeinrichtungen sind in meinen Augen keine Medien.

Heute, 30.11.2022 | 09:38 | Kevin Jauchert  | 1 Antwort

Baerbocks Vergleiche

mit indirekt dem Holocaust zeugen von peinlichem Unwissen dieser „Völkerrechtlerin“ über das Kriegsvölkerrecht. Das Zerstören von Infrastruktur des Gegners gehört zu den völkerrechtlich ausdrücklich erlaubten Kriegshandlungen und war im 2. Weltkrieg der Schlüssel zum Erfolg der Alliierten. Soll die Zivilbevölkerung stattdessen zerbombt werden? Auf Bild wird bejubelt, dass wegen der Wetterlage bald 100.000 russische Soldaten erfrieren werden oder wegen fehlender Schützengräben von ukrainischen Sprengbomben zerfetzt werden können. Das sei von Vorteil für die bestausgerüsteten Ukrainer. Stattdessen müsste laut „Experten“ jetzt gelten: „Keine Verhandlungen! Keine Kampfpause! Der Winter wird der Ukraine helfen, große Landstriche zu befreien.“ Ja- massig quasi wehrlose j

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:16 | Thomas Karl

    Falsch Kevin

    im zweiten Weltkrieg brachte es nur wenig. Die Kriegsentscheidung war an der Front und in deren Nähe. Nein es ist nach UN kein legitimes Recht Infrastruktur auf Teufel komm raus zu bombardieren. Erst recht keine Krankenhäuser und Wohnhäuser. Es ist auf russ. Seite gar nichts legitim, da der Angriff völkerrechtswidrig war und ist!

Heute, 30.11.2022 | 09:27 | Frommholz Marco

Verhandeln? Mit Russland?

Was soll dieses ständige verhandeln wollen und Russland verschiebt oder sagt sogar alles ab? Was soll das? Wieso lässt sich die USA so vorführen? Wieso teilt nicht mal die USA und die NATO eine massive Aufrüstung seiner Streitkräfte mit? Man muss Russland, China, Iran usw. massiv Angst machen. Mit Waffen und Armeen, welche diese Länder vernichten können. Ständiges betteln um Abrüstung oder Kontrolle ist erbärmlich, angesichts der Aggression Russlands.

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Heute, 30.11.2022 | 09:23 | Marco Müller  | 2 Antworten

Krieg beenden!

An die Kriegstreiber hier! Einen Krieg gegen Russland kann niemand gewinnen ohne einen 3. Weltkrieg zu riskieren und deshalb muß eine politische Lösung gefunden werden. Nur so ist dieser Krieg zu beenden. Selensky muß sich mit Russland arrangieren so schwer es ihm auch fällt. Wenn man ihn dazu zwingen muß ist das eben so. Es muß jetzt endlich eine politische Lösung her sonst gehen wir alle unter! Militärisch ist Russland nicht zu besiegen dass sollten endlich alle begreifen!

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:21 | Thomas Karl

    Marco

    welche politische Kösung denn? Mit Putin? Der hält sich nicht an Verträge! Freie Bündniswahl aller ehem. Sow.Rep. 1997 in Paris NATO Russland Grundakte! Ukraine gab alle A-Waffen an RF ab, im Gegenzug wurde die territoriale Integrität garantiert. Putin wusste da schon, dass er sich nicht daran hält. Westl. Politiker, die das verhindern wollten, wurden vor dem 24.2. vorgeführt. Russ. ist besiegbar.

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Heute, 30.11.2022 | 09:18 | Chris Lech  | 2 Antworten

Wieso lässt Russland die

Gespräche mit den USA platzen. In einem anderen Artikel ist zu lesen, dass es keinen Stellvertreterkrieg gibt und die USA Milliarden investieren, um die Demokratie in der Ukraine zu verteidigen, was sie allerdings in Syrien und Jemen nicht machen, noch nicht einmal Geld investieren um den hungernden Menschen dort zu helfen. Also wäre es nicht sinnvoller, wenn die Ukraine und Russland versuchen würden zu reden?

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:24 | Thomas Karl

    Herr Lech

    was wollen Sie? Dass Russland behalten soll was es gestohlen hat? Wollen Sie, dass Russland nach einer Erholung den Rest auch noch holen will? Dass Russland Moldwien nimmt, vielleicht auch wieder die baltischen Staaten? Der Untergang der UdSSR war ein Segen, was Putin revidieren will.

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Heute, 30.11.2022 | 08:20 | Arnold Müller  | 3 Antworten

Selenskyi will Sondertribunal für

Russland. Wann kapiert man endlich das es so nicht funktioniert? Selenskyi stell Forderungen die so nicht machbar sind. Er ist das Opfer, ganz klar. Doch er will Russland komplett isolieren. Doch man muss dem russischen Volk klar machen das es einen Ausweg gibt, wenn die jetzige Führung weg ist. Oder besser gesagt wenn das jetzige System ausgedient hat. Mit Sondertribunale wird es so ausgehen als nach WK1. Man darf einem Volk nicht die Luft zum Atmen nehmen. Ich lese immer nur was Selenskyi will und fordert. Und er glaubt in allen Dingen recht zu haben. So funktioniert Politik nicht. Er soll sein Land bekommen . Die Verbrecher sollen ihre Strafe bekommen und gut ist. Das deutsche Volk hatte auch nicht die Kraft am Ende sich seinen Peinigern des Dritten Reiches entgegenzustellen.

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  • Heute, 30.11.2022 | 19:27 | Thomas Karl

    Arnold

    das hat damit nichts zu tun. Es gab Sondertribunale im ehemaligen Jugoslawien. Es bedarf sogar einen Kroaten. Warum soll das nicht funktionieren? Es kommt auf die Russen an, die hoffentlich irgendwann einmal aufwachen.

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Heute, 30.11.2022 | 08:16 | Konrad Vogeler

Hochmut

kommt vor dem Fall. Was nützt das modernste Material ohne Munition und Ersatzteile. Die bedauernswerten Russen verschiessen aus ihrem alten Geschützen und jämmerlichen Panzern jeden Tag 60000 Granaten. Wir zählen jede einzelne und mehr können wir auch nicht liefern. Die PH2000 steht im Moment wegen fehlender Ersatzteile schlicht in der Werkstatt still! Mal gucken, wer das länger aushält. Und unsere Träumer haben nach 9 Monaten noch nicht einmal angefangen, Nachschub zu bestellen.

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