A–Z des wissenschaftlichen Schreibens

A–Z des wissenschaftlichen Schreibens

Nachschlagewerk zu Fragen des Zitierens und des wissenschaftlichen Schreibens.
Hier erfahren Sie, was in den Kurzbeleg gehört, wann etwas kursiv oder in eckige Klammern gesetzt wird, was ein Blockzitat ist, wie ein Lehrmittel oder der Lehrplan aufgeführt werden und  was selbständige und unselbständige Publikationen sind. 

Weitere Tipps und Hinweise zum Zitieren finden Sie im Blog des Schreibzentrums unter der Rubrik «Q&A Zitieren». Zum Beispiel: Was tun, wenn für den Quellennachweis wichtige Angaben fehlen? Kann man aus dem Duden oder einem E-Book zitieren? Was gehört überhaupt ins Literaturverzeichnis

Abbildungen (wie Illustrationen, Symbolbilder, Infografiken, Fotos, Zeichnungen, schematische Darstellungen usw.) werden in der Bildunterschrift fortlauffend nummeriert (Abb. 1 etc.) und sind mit einer aussagekräftigen Bildlegende zu versehen. Der Fliesstext sollte auf die verwendeten Abbildungen Bezug nehmen und deren Bedeutungszusammenhang erschliessen. Folglich reicht es nicht, einfach zu schreiben, die Ergebnisse der Erhebung seien in Abb. 3 dargestellt. Es muss vielmehr hervorgehoben und erläutert werden, was dort genau gezeigt wird, wie die Darstellung zu verstehen ist bzw. worauf Leserinnen und Leser ihr Augenmerk richten sollen:

Sowohl Tabellen als auch Grafiken sind in der Regel kompakt und können Informationen stark verdichtet und zugleich verständlich vermitteln. Allerdings sollten Sie Tabellen und Grafiken nicht für sich sprechen lassen, sondern in Ihren Text einbauen und Kernaussagen der Abbildung nochmal verschriftlichen. (Prexl 2019, 192)

Handelt es sich bei einer Abbildung um ein Bildzitat (also eine aus einem anderen Werk übernommene Abbildung), kann die Quelle in Klammern nachgewiesen werden (siehe Bildnachweis).

Literatur

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Die in einer schriftlichen Arbeit verwendeten und durchnummerierten Illustrationen bzw. Tabellen werden in einem eigenen Verzeichnis nach der Inhaltsübersicht (gelegentlich auch erst nach dem Literaturverzeichnis) gesondert aufgeführt. Die Abbildungen oder Tabellen werden einzeln mit Nummer, Titel bzw. Bildunterschrift und der Seitenzahl aufgelistet. Quellenangaben sind vor allem dann erforderlich, wenn diese nicht bereits als Bildnachweis in der Bildunterschrift enthalten sind. 

Im Kontext wissenschaftlicher Abschlussarbeiten meint der englische Ausdruck «Abstract» eine dem Text vorangestellte Kurzzusammenfassung. Dieser inhaltliche Abriss von ca. 200 Wörtern stellt in allgemeinverständlicher Sprache und ohne Wertung die wesentlichen Schritte im Überblick dar. Laut Helga Esselborn-Krumbiegel beschreibt das Abstract die zentralen Inhalte quasi ‹im Bonsai-Format›: «Es formuliert das Forschungsproblem, skizziert den Lösungsweg und stellt die Ergebnisse dar. [...] Es dient dazu, den Gedankengang möglichst knapp in einem einzigen Abschnitt zu umreissen, um die Scientific Community schnell und präzise ins Bild zu setzen» (Esselborn-Krumbiegel 2017, 100).

Nach der Lektüre eines Abstracts sollten Leserinnen und Leser demnach eine klare Vorstellung davon haben, was im vorliegenden Projekt wie untersucht wird, auf welche theoretischen Grundlagen oder Modelle sich die Arbeit stützt und zu welchen Ergebnissen diese gelangt.

«Die grosse Herausforderung», so Huemer et al., besteht darin, «inhaltlich präzise einen Ausblick zu geben, der gleichzeitig informativ ist und neugierig macht» (2012, 12). Anstelle austauschbarer Leerformeln (wie: «Die Einleitung führt in den Untersuchungsgegenstand ein, stellt die Fragestellung vor und gibt einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand») sollten daher aussagekräftige Formulierungen den Gegenstand der Arbeit konkret beleuchten und einen lebendigen Eindruck von Problemlage, Ziel und Methode der Arbeit vermitteln und bereits durchblicken lassen, welche fassbaren Ergebnisse bzw. Erkenntnisse daraus hervorgehen.

Häufiger Fehler: Das Abstract beschreibt die Arbeit sehr allgemein und unverbindlich als Abfolge von Kapiteln, ohne das Forschungsfeld genauer zu bezeichnen, zentrale Ansätze und Begriffe zu erwähnen oder das gewählte Vorgehen und (erwartete) Resultate zu benennen. 

Literatur

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2017. Richtig wissenschaftlich schreiben: Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen. UTB 3429. 5., aktualisierte Aufl. Paderborn: Ferdinand SchöninghHuemer, Birgit, Markus Rheindorf und Helmut Gruber. 2012. Abstract, Exposé und Förderantrag: Eine Schreibanleitung für Studierende und junge Forschende. UTB 3762. Wien: Böhlau.

Der Anhang einer Arbeit bietet Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich genauer über bestimmte Aspekte zu informieren, und belegt die eigene Sorgfältigkeit beim wissenschaftlichen Vorgehen. In den Anhang gehören deshalb sämtliche für die eigene Untersuchung benutzten Materialien wie Bilder, Interview-Transkripte oder Erhebungsinstrumente in Form von Fragebogen, Beobachtungsprotokollen, Interviewleitfäden oder Sequenzanalysen. Hingegen sollte der Anhang nicht zur Auslagerung von Inhalten dienen, damit die Arbeit den vorgegebenen Seitenumfang nicht sprengt.
Berit Sandberg fasst die wichtigsten Funktionen wie folgt zusammen:

In einen Anhang gehören grössere Abbildungen, doppelseitige Tabellen, Fragebögen, Transkripte von Interviews und lange Texte, die eine wesentliche Grundlage der Arbeit sind, wie zum Beispiel schwer zugängliche Gesetzestexte, Verordnungen, Satzungen oder (aus guten Gründen und ausnahmsweise) zitierte ‹graue Literatur›. Durch solche Anlagen wird gewährleistet, dass Dritte die Ergebnisse der Arbeit nachvollziehen und überprüfen können, was vor allem bei empirischen Studien wichtig ist. (Sandberg 2012, 92)

Damit der Anhang seine Funktion erfüllt, ist es entscheidend, im Text darauf darauf Bezug zu nehmen. In einer Arbeit, die sich auf Leitfadeninterviews stützt, stehen dann im Hauptteil zum einen exemplarische Aussagen aus den Interviews, gleichzeitig wird jedoch auf das vollständige Interviewtranskript im Anhang verwiesen. Wie beim Einsatz von Grafiken und Tabellen ist auch hier darauf zu achten, dass Leserinnen und Leser im Hauptteil durch den Text geführt und nicht einfach an den Anhang verwiesen werden. Zudem sollten die Materialien im Anhang angemessen aufbereitet sein, z.B. durch unmissverständliche Bezeichnung von Abbildungen oder durchnummerierte Zeilen in den transkribierten Interviews.  
Was die Darstellung des Anhangs angeht, weisen Aeppli et al. zudem darauf hin, dass sich Leserinnen und Leser darin gut zurechtfinden sollen.

Sind grössere, inhaltlich voneinander unterscheidbare Teile im Anhang unterzubringen, dann ist es sinnvoll und üblich, diese Bereiche durch Buchstaben zu gliedern (Anhang A, Anhang B etc.). Allenfalls empfiehlt es sich auch, diese Bereiche weiter zu gliedern (Anhang A.1, Anhang A.2). Falls die Gliederung komplex ist, kann ein Inhaltsverzeichnis dem Anhang vorangestellt werden. (Aeppli et al. 2016, 345)

Quellen: 

Aeppli, Jürg, Luciano Gasser, Eveline Gutzwiller und Annette Tettenborn. 2016. Empirisches wissenschaftliches Arbeiten: Ein Studienbuch für die Bildungswissenschaften. utb 4201. 4., durchgesehene Aufl. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt.Sandberg, Berit. 2012. Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat. Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.

Siehe auch Fussnoten und Anmerkungen

Bekannte Nachschlagewerke, Wörterbücher und Lexika werden normalerweise nur als Anmerkungen im Text nachgewiesen und nicht ins Literaturverzeichnis übernommen. Flechten Sie die Angaben zur verwendeten Quelle am besten in Ihren Fliesstext ein oder liefern Sie die nötigen Details in einer Fussnote. Online-Nachschlagewerke und elektronische Quellen sollten dabei möglichst analog zu gedruckten Quellen aufgeführt werden.

Da es sich oft um anonyme Einträge handelt (ohne Autorenangabe), wird das Werk (Website, CD-ROM o.Ä.), der Titel oder das Stichwort des Eintrags sowie Datum und (bei Online-Quellen) die URL angegeben. Sofern die Internetquelle kein Erstellungs- oder ein letztes Bearbeitungsdatum nennt, geben Sie das Datum Ihres Zugriffs an.

Beispiele mit wörtlichem Zitat und Quellenangabe im Fliesstext:

«Das Kürzel [s.v.] tritt bei Quellenangaben in wissenschaftlichen und historischen Texten auf und verweist auf ein Stichwort in einem alphabetisch geordneten Nachschlagewerk» (Wikipedia, s.v. «s. v.», letzte Änderung 27.3.2013, http://de.wikipedia.org/wiki/S._v.).
«Als Zitat werden wörtliche oder sinngemässe Übernahmen von Textstellen sowohl in wissenschaftlichen und Fachpublikationen als auch in anderen Zusammenhängen (Journalismus, öffentliche Debatte usw.) bezeichnet» (Wikipedia, s.v. «Zitieren von Internetquellen», letzte Änderung 3.1.2015, http://de.wikipedia.org/wiki/Zitieren_von_Internetquellen).
Laut Duden handelt es sich bei einem Zitat um eine «wörtlich angefŸührte Belegstelle» (Duden – Das Fremdwšörterbuch, 10. Aufl. [CD-ROM, Mannheim 2010], s.v. «Zitat».) bzw. um eine «wörtlich zitierte Textstelle» (Duden, s.v. «Zitat», Zugriff 24.10.2014, www.duden.de/rechtschreibung/Zitat).
Der Begriff des Schulwesens umfasst «einerseits die institutionellen Strukturen, in denen der Schulunterricht erteilt wird, andererseits die organisierte Vermittlung von Wissen durch eine Lehrperson (Lehrer) an einzelne Schüler oder an eine Gruppe (Klasse) von Schülern» (Historisches Lexikon der Schweiz (e-HLS), s.v. «Schulwesen», 21.11.2012, www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D10396.php).

Beispiel für eine Quellenangabe als Anmerkung in einer Fussnote:

1. Wikipedia, s.v. «Zitieren von Internetquellen», letzte Änderung 3.1.2015, de.wikipedia.org/wiki/Zitieren_von_Internetquellen.

2. Historisches Lexikon der Schweiz (e-HLS), s.v. «Schulwesen», 21.11.2012, hls-dhs-dss.ch/textes/d/D10396.php.

Auch Artikel aus Zeitungen und Publikumszeitschriften können direkt im Text (mit allen nötigen Angaben zu Autor, Artikeltitel, Datum, Seitenzahl oder URL bei Online-Ausgabe) nachgewiesen werden und gehören in der Regel nicht ins Literaturverzeichnis. Handelt es sich jedoch um substanzielle und fachlich relevante Beiträge, so können Sie diese wie andere Fachartikel unter dem Autor bzw. der Autorin im Literaturverzeichnis aufführen. Siehe Beispiel NZZ unter Literaturverzeichnis bzw. auf dem Zitier-Kompass.

Siehe Texte meistern S. 22–23.

Vergleiche auch den Beitrag von Alex Rickert im Lifelong Learning Blog vom 16. November 2021.

Weiterführende Literatur

Herrmann, Markus, Michael Hoppmann, Karsten Stölzgen und Jasmin Taraman. 2012. Schlüsselkompetenz Argumentation. UTB 3428. 2., aktualisierte Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Hunziker, Alexander W. 2017. «Die Argumentation – eine unbekannte Disziplin.» In Spass am wissenschaftlichen Arbeiten: So schreiben Sie eine gute Semester-, Bachelor- oder Masterarbeit, 80–85. 7. Aufl. Zürich: Verlag SKV.

Kruse, Otto. 2017. «Argumentieren, begründen und reflektieren.» In Kritisches Denken und Argumentieren: Eine Einführung für Studierende, 85–126. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft (mit UVK/Lucius München).

Posch, Claudia. 2014. Argumentieren, aber richtig: Praxisbuch für Studierende. Marburg: Tectum Verlag.Schwanecke, Christine. 2008. «Analysieren, Strukturieren, Argumentieren.» In Schlüsselkompetenzen: Qualifikationen für Studium und Beruf, hrsg. v. Vera Nünning, 78–90. Stuttgart: J.B. Metzler.

Beiträge aus einer Print- oder Online-Zeitschrift werden nach Autor und Jahr ins Literaturverzeichnis aufgenommen.

Wie das funktioniert, zeigt dieses kurze Video-Tutorial (in English).

Dokumentieren Sie (durch Punkte getrennt):

  • Autorschaft
  • Erscheinungsjahr
  • den genauen Titel des Aufsatzes (in Anführungszeichen)
  • den Titel der Zeitschrift (kursiv).

Geben Sie nach dem Zeitschriftentitel die Nummer des Bands und, sofern vorhanden, in Klammern die Heftnummer bzw. den Monat sowie (nach einem Doppelpunkt) den genauen Seitenumfang des Artikels an.

Beispiel Literaturverzeichnis Kommentar

Engelkamp, Johannes. 1991. «Bild und Ton aus der Sicht der kognitiven Psychologie.» Zeitschrift für Medienpsychologie 3 (4): 278–299.

Hardegger, Elisabeth und Barbara Zumsteg. «Ausbildung für die Praxis.» 2012. 4bis8: Fachzeitschrift für Kindergarten und Unterstufe 6 (Juni): 12–13.



Hramiak, Alison, Helen Boulton und Brian Irwin. 2009. «Trainee Teachers’ Use of Blogs as Private Reflections for Professional Development.» Learning, Media and Technology 34 (3): 259–269. doi:10.1080/17439880903141521.

Handelt es sich um eine Zeitschrift, die online erscheint (bzw. als Printausgabe sowie als E-Journal), wird am Schluss die URL oder DOI-Nummer angegeben. 
Um Missverständnisse bei der Trennung langer Internetadressen zu vermeiden, erfolgt der (manuelle) Zeilenumbruch jeweils vor einem Punkt, Komma, Binde- oder Unterstrich, wenn diese Teil der Internetadresse sind. 
Die DOI-Nummer (vgl. http://www.doi.org) wird mit Kleinbuchstaben und ohne Leerschlag nach dem Doppelpunkt angegeben. 

Bräuer, Gerd und Kirsten Schindler. 2010. «Authentische Schreibaufgaben im schulischen Fachunterricht.» ­Zeitschrift Schreiben, 15. Jan., 1–6. Zugriff 4.6.2014. zeitschrift-schreiben.eu/2010/braeuer_schindler_Schreibaufgaben.pdf.

Ohne Band- und Heftnummer: Liegt nur ein Datum vor, wird dieses (wie bei einer Zeitung oder einem Magazin) zwischen Kommas gesetzt.

Hoffmann, Bernward. 2005. «‹Kino macht Schule›: Filme als schulisches Lernmedium.» merz | medien + erziehung 3: 50–55.

Miller, Tobias und Anne Sauer. 2014. «‹Mutti hat gesagt, geh draussen spielen!›: Mobile Gaming aus pädagogischer Sicht.» merz | medien + erziehung 3 (Juni): 41–46.

Schiff, James. 2012. «Reading and Writing on Screen: Cinematic Adaptations of McEwan's Atonement and Cunningham's The Hours.» Critique: Studies in Contemporary Fiction 53 (2): 164–173. 
doi:10.1080/00111619.2012.641902.

Tait, R. Colin. 2011. «Robert De Niro’s Raging Bull: The History of a Performance and a Performance of History.» Canadian Journal of Film Studies / Revue canadienne d’études cinématographiques 20 (1): 20–40. filmstudies.ca/journal/cjfs/archives/authors/tait-r-colin.

 

 

Wenn der Artikeltitel ein Zitat enthält (hier: «Mutti hat gesagt, geh draussen spielen!»), wird dieses – wie ein Zitat im Zitat – in einfache Anführungen gesetzt. Nennt der Artikeltitel hingegen einen Buch oder Filmtitel (hier Atonement oder Raging Bull), wird dieser wie üblich kursiv gesetzt.
   

In wissenschaftlichen Arbeiten wird in der Regel mit aktueller Fachliteratur gearbeitet (vgl. Stand der Forschung). Da das Erscheinungsjahr eine Ausgabe genau bezeichnet, muss die jeweilige Auflage nicht zwingend angegeben werden. Dennoch stellt sie oft eine wertvolle Information dar, insbesondere wenn es sich um überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflagen handelt, die mit früheren Ausgaben nicht seitenidentisch sind. Der Hinweis auf die verwendete Auflage erfolgt im alphabetischen Literaturverzeichnis jeweils vor den bibliografischen Angaben zu Ort und Verlag. Beispiele:

Müller, Horst M. 2009. Arbeitsbuch Linguistik: Eine Einführung in die Sprachwissenschaft. 2., überarb. u. aktualis. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.Müller, Marion G. und Stephanie Geise. 2015. Grundlagen der Visuellen Kommunikation. UTB 2414. 2., völlig überarb. Aufl. Konstanz: UVK. Schadt, Thomas. 2012. Das Gefühl des Augenblicks: Zur Dramaturgie des Dokumentarfilms. 3., überarb. Aufl. Konstanz u. München: UVK Verlagsgesellschaft.Weidenmann, Bernd. 2002. «Abbilder in Multimediaanwendungen.» In Information und Lernen mit Multimedia und Internet: Lehrbuch für Studium und Praxis, hrsg. v. Ludwig J. Issing u. Paul Klimsa, 83–96. 3., vollst. überarb. Aufl. Weinheim: Beltz.

Bei Neuauflagen, Nachdrucken, kritischen oder digitalen Ausgaben (z.B. bei Klassikern) kann es sinnvoll sein, zusätzlich das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum (ohne weitere Informationen zur Erstausgabe) anzuführen. In der Literaturliste wird dieses Datum in Klammern vor das Jahr der benutzten Ausgabe gesetzt; im Kurzbeleg (der als Ganzes bereits in Klammer steht) werden entsprechend eckige Klammern verwendet.

Beispiele Kurzbeleg:
(Joyce [1922] 1982, 379] 
(Citizen Kane [1941] 2013)

Beispiele Literaturverzeichnis:
Citizen Kane. (1941) 2013. Regie: Orson Welles. Berlin: Studiocanal. Blu-ray, Special Edition.Joyce, James. (1922) 1982. Ulysses. Harmondsworth: Penguin.

Die an einer Publikation beteiligten Verfasserinnen und Verfasser (bzw. Herausgeberinnen und Herausgeber) werden im Literaturverzeichnis vollständig (inkl. Vornamen) aufgeführt. Sie erscheinen in der gleichen Reheinfolge, wie sie im betreffenden Werk genannt werden. Bei der erstgenannten Person wird der Nachname vorangestellt (damit der Eintrag in der alphabetischen Liste leicht zu finden ist). Weitere Verfasser/innen werden durch Kommas und zuletzt ein «und» abgetrennt.

Beispiele:

Berner, Hans, Urban Fraefel und Barbara Zumsteg, Hrsg. 2011. Didaktisch handeln und denken 1: Fokus angeleitetes Lernen. Zürich: Verlag Pestalozzianum.

Meyen, Michael, Maria Löblich, Senta Pfaff-Rüdiger und Claudia Riesmeyer. 2011. Qualitative Forschung in der Kommunikationswissenschaft: Eine praxisorientierte Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schlütz, Daniela, Yvonne Stock, Jonas Walkenbach und Maik Zehrfeld. 2013. «Mein Freund, der Serienkiller: Fan-Beziehungen zum Hauptcharakter der Fernsehserie Dexter.» In Transnationale Serienkultur: Theorie, Ästhetik, Narration und Rezeption neuer Fernsehserien, hrsg. v. Susanne Eichner, Lothar Mikos u. Rainer Winter, 367–380. Film, Fernsehen, Medienkultur; Schriftenreihe der Hochschule für Film und Fernsehen «Konrad Wolf». Wiesbaden: Springer VS. doi:10.1007/978-3-531-93465-5_6.

Bei anonymen Werken oder fehlender Autorenangabe kann nach dem Titel bibliografiert werden, wobei grammatische Artikel für die Alphabetisierung im Literaturverzeichnis nicht berücksichtigt werden, also wird z.B. Der Koran unter K eingeordnet. Siehe auch Gesetzestexte.

Wie Lehrmittel oder  Lehrpläne können im Literaturverzeichnis auch bekannte Studien unter ihrem Titel aufgeführt werden. Dies erleichtert nicht nur das Auffinden der Quelle, sondern bietet die Möglichkeit, in der Anmoderation den Titel zu erwähnen und sich im Kurzbeleg auf Jahresangabe und Seitenzahl zu beschränken. Im Fliesstext heisst es zum Beispiel:

Laut KIM-Studie 2016 werden bei den 6- bis 13-Jährigen mit zunehmendem Alter «Idole aus den Bereichen TV/Film sowie aus Büchern oder Comics seltener genannt, während Personen aus der Sport- oder Musikbranche attraktiver werden» (2017, 20).

Der Eintrag im Literaturverzeichnis sieht dann wie folgt aus:
KIM-Studie 2016: Kindheit, Internet, Medien. 2017. Basisstudie zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger in Deutschland. Autoren: Sabine Feierabend (SWR Medienforschung), Theresa Plankenhorn (LFK) u. Thomas Rathgeb (LFK). Stuttgart: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest. Online verfügbar unter: https://www.mpfs.de/studien/kim-studie/2016/.

P.S. Laut Chicago Manual of Style werden in der Literaturliste bis zu 10 Autoren eines einzelnen Werks namentlich aufgeführt. Sind es mehr als 10, reichen die ersten 7 mit dem Zusatz et al. Handelt es sich beim Eintrag beispielsweise um ein Lehrmittel mit vielen beteiligten Autoren, empfiehlt es sich, dieses unter dem Titel aufzuführen und das Autorenteam nach Bedarf am Schluss zu ergänzen.

 

Bei Publikationen mit gleicher Autor- oder Herausgeberschaft aus dem gleichen Jahr werden die Jahrzahlen in Kurzbeleg und Literaturverzeichnis  durch Kleinbuchstaben unterschieden.
Kurzbeleg: 
(Krützen 2010a, 501)
(Krützen 2010b, 140)

Krützen, Michaela. 2010a. «The Hours: Drei Zeitstufen.» In Dramaturgien des Films: Das etwas andere Hollywood, 458–502. Frankfurt/M.: S. Fischer.

Krützen, Michaela. 2010b. «Unzuverlässiges Erzählen im Film: Das Lügenmärchen The Usual Suspects.» In Film im Literaturunterricht: Von der Frühgeschichte des Kinos bis zum Symmedium Computer, hrsg. v. Matthias Lorenz, 135–171. Freiburg im Breisgau: Fillibach Verlag.


Handelt es sich hingegen um verschiedene Verfasser/innen mit identischem Nachnamen und gleichem Erscheinungsjahr, kann im Kurzbeleg zur Unterscheidung die Initiale des Vornamens hinzugefügt werden, z.B.:
(P. Müller 2016, 27)
(F. Müller 2016, 68)

Auch Abbildungen sind – vor allem als Bildzitate – mit Quellenangaben zu versehen, sei es direkt in der Bildunterschrift (z.B. in Klammern nach der Bildlegende) bzw. im separaten Abbildungsverzeichnis.

Für einen vollständigen Bildnachweis sind folgende Informationen von Interesse: Von wem stammt das Bild (Fotografin, Künstler, Cartoonistin etc.) und worum handelt es sich beim Original (Pressefoto, Ölbild, Skulptur)? Wo bzw. in wessen Besitz befindet sich das Bild (Museum, Kunstsammlung, Fotoarchiv, Bildagentur)? Wann ist es entstanden bzw. wo wurde es bereits veröffentlicht (Kunstband, Ausstellungskatalog, Website des Künstlers)? 

Ist die Abbildung einem Werk entnommen, das in der Literaturliste aufgeführt wird (z.B. ein Lehrmittel, ein Artikel aus einer Fachzeitschrift, ein Fotoband), reicht ein Kurzbeleg. Andernfalls müssen die Angaben separat geliefert werden, so wie das auch bei anderen Zitaten üblich ist. Dies erfordert unter Umständen weitere Nachforschungen, denn oft erweist sich die erste Fundstelle (z.B. Google, ein Blog im Internet, YouTube oder Wikipedia) nicht als zitierfähige Quelle

Beispiel:


Die Bildunterschrift zu diesem
Bild könnte wie folgt lauten:

Abb. 2: «Wahre Geschichten», um 1930 (Foto: Hans Staub © Fotostiftung Schweiz)

Im Abbildungsverzeichnis könnte als Quelle auf die Plattform E-Pics der ETH Zürich verwiesen werden (e-pics FOTOSTIFTUNG SCHWEIZ Collection online). 

Zur Verwendung von Bildern aus dem Internet hält die ProLitteris Folgendes fest: 

Auch wer urheberrechtlich geschützte Werke aus dem Internet verwenden will, muss beim Urheber bzw. Rechteinhaber eine entsprechende Erlaubnis einholen. Der Download für sich selber sowie das Weiterverwenden solcher Werke innerhalb des engen persönlichen Bereichs ist von Gesetzes wegen gestattet. Dazu gehört allerdings nicht das Uploaden solcher Werke auf das Internet, auch nicht im Bereich von Facebook und ähnlicher Social-Media-Plattformen. Solche Verwendungen fallen unter das On-Demand-Recht gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. c URG.
(Quelle: prolitteris.ch/grundlagen/fragen-antworten/fragen-zum-bildrecht/. Zugriff: 12.1.2017)

Für weitere Inormationen zum Bildrecht siehe den Beitrag «Darf ich Bilder in meiner wissenschaftlichen Arbeit verwenden?» im Blog des Schreibzentrums (4.5.2022).

Zu einer Bildunterschrift gehört:

  • eine fortlaufende Nummer (Abb. 1, Abb. 2 etc.)
  • ein Titel (z.B. Burg Hülshoff) bzw. eine Legende, die als Lesehilfe eine aussagekräftige Kurzbeschreibung oder zusätzliche Informationen zum dargestellten Sachverhalt liefert (z.B. Geburtshaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff)
  • eine Quelle (siehe Bildnachweis).
Kurze Bildunterschriften – auch wenn sie aus einem ganzen Satz bestehen – werden in Bezug auf die Interpunktion wie Überschriften behandelt und ohne Schlusspunkt gesetzt. Sie erhalten jedoch die erforderlichen Kommas. Bildunterschriften, die aus mehreren Sätzen bestehen, erhalten die üblichen Kommas und Schlusspunkte, sie werden also wie gewöhnlicher Text behandelt. Haben sie eine Überschrift, dann steht diese ohne Punkt. Das erste Wort einer Bildunterschrift wird immer grossgeschrieben. (Duden – Richtiges und gutes Deutsch, 7. Aufl. [CD-ROM, Mannheim 2011], s.v. «Bildunterschrift».)

Längere Zitate (5 und mehr Zeilen) werden im Text als Blockzitate dargestellt: eingerückt und ohne Anführungszeichen. Der Kurzbeleg in Klammern folgt hier am Schluss ausnahmsweise nach der Interpunktion. (Bei Zitaten und Paraphrasen im Fliesstext folgt der Schlusspunkt nach dem Kurzbeleg.)

Beispiel:

Besteht das Blockzitat aus mehr als einem Abschnitt, werden die Absatzumbrüche des Originals übernommen. 

Hinweis: Blockzitate werden nicht kursiv gesetzt, es sei denn, die Passage ist bereits in der Originalquelle kursiv ausgezeichnet.

Siehe unter Internet.

Für Broschüren oder Handreichungen (wie etwa das Kompetenzstrukturmodell der PH Zürich) braucht es in einer wissenschaftlichen Arbeit oft keinen separaten Eintrag im Literaturverzeichnis, da es sich meist um graue Literatur und nicht um veröffentlichte Fachtexte handelt. Alle nötigen Angaben können entweder im Fliesstext genannt oder in einer Anmerkung ausführlicher ausgewiesen werden. 

Ansonsten kann eine publizierte Fachbroschüre analog zu einem Einzelwerk (mit Angabe der Autorschaft sowie der als Verlag fungierenden Institution) im Literaturverzeichnis nachgeweisen werden. Da es sich bei im Internet verfügbaren Broschüren in der Regel nicht um selbständige Werke handelt, wird der Titel in Anführungszeichen gesetzt. 

Beispiele

Abderhalden, Irene und Kerstin Jüngling, unter Mitarbeit von Cornelia Waser. 2019. «Selbstwirksamkeit: Eine Orientierungshilfe für Projekt- und Programmleitende der kantonalen Aktionsprogramme zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Lebenskompetenzen.» Bern: Gesundheitsförderung Schweiz. Verfügbar unter: gesundheitsfoerderung.ch/kantonale-aktionsprogramme/psychische-gesundheit/kinder-und-jugendliche/fokusthemen/selbstwirksamkeit.html bzw. iguk.de/wp-content/uploads/KJ_Selbstwirksamkeit-1.pdf. 

Auf der Website des Volksschulamts (VSA) Zürich werden in der Rubrik «Zeugnisse & Absenzen (6. Klasse Primar- bis 3. Klasse Sekundarschule)» diverse Reglemente, Broschüren, Formulare, Merkblätter sowie weitere Informationen angeboten. Unter anderem kann hier die Broschüre «Beurteilung und Schullaufbahnentscheide» (Neuauflage, gültig für 6. Klasse und Sekundarschule ab Schuljahr 2019/20) als PDF bezogen werden. Ein Nachweis dieses Dokuments ist in einer schriftlichen Arbeit ohne Weiteres möglich, da im Dokument (mit Impressum) Angaben zu Herausgeberschaft, Titel und Untertitel, Bezugsquelle (=Vertrieb bzw. Verlag), Auflage und Erscheinungsjahr zu finden sind. 

Ein Zitat aus der Broschüre im eigenen Text (mit bibliografischem Nachweis in einer Fussnotenanmerkung) könnte wie folgt aussehen: 

Wie die vom Volkschulamt des Kantons Zürich herausgegebene Broschüre «Beurteilung und Schullaufbahnentscheide» festhält, werden Schülerinnen und Schüler nach der 6. Klasse «ihren schulischen Leistungen entsprechend in eine der zwei oder drei Abteilungen der Sekundarstufe eingewiesen oder sie erfüllen die Aufnahmebedingungen ins Langgymnasium» (2018, 6).* 

 

* Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Volksschulamt, Hrsg. 2018. «Beurteilung und Schullaufbahnentscheide: Über das Förder, Notengeben und Zuteilen.» 3., überarb. Aufl. Zürich: Lehrmittelverlag des Kantons Zürich. Online verfügbar unter vsa.zh.ch/internet/bildungsdirektion/vsa/de/schulbetrieb_und_unterricht/zeugnisse_absenzen.html (Zugriff 17.5.2020). 

Es empfiehlt sich, hier auf die betreffende Webseite zu verlinken, wo das Dokument bezogen werden kann. Bei einem Link direkt auf das PDF (Zugriff 17.5.2020) ist für Leser:innen nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, in welcher Rubrik sich das Dokument befindet. Zudem funktioniert der Link nicht mehr, sobald das Dokument verschoben, umbenannt oder durch eine aktuelle Version ersetzt wird. (Das trifft in diesem Beispiel sogar auf die Webseite selbst zu. Bei einem Zugriff am 24. März 2020 lautete die Adresse noch: vsa.zh.ch/internet/bildungsdirektion/vsa/de/schulbetrieb_und_unterricht/zeugnisse_6ps_3sek.html.) 

Bei solch dynamischen URLs ist es daher ratsam, anstelle der Webseite die Navigation von der Startseite (Homepage) zur betreffenden Unterseite aufzuführen, in diesem Fall: vsa.zh.ch > Schulbetrieb & Unterricht > Zeugnisse & Absenzen. 

Ein selbstständiges, in sich geschlossenes Einzelwerk eines Autors oder eines Autorenteams, wenn es den Text gemeinsam verantwortet. 

Monografien sind Einzelschriften und widmen sich umfassend einem Thema, einem Sachverhalt oder einer Persönlichkeit, und zwar mit einem holistischen Anspruch. Sie können von einem oder von mehreren Autoren verfasst sein. Die Grenze der Monografie zu einem Lehrbuch sowie zu einem Handbuch ist dabei fliessend: Ein Lehrbuch richtet sich eher an Schüler und Studenten, eine Monografie eher an (Fach-)Kollegen. Allerdings kann auch eine Monografie durchaus ein Lehrbuch sein, wenn sie Inhalte umfassend und von mehreren Standpunkten aus aufbereitet. (Prexl 2019, 19)

Siehe auch Zitier-Kompass.

«Dokumententypen in Citavi.» https://www1.citavi.com/sub/manual6/de/index.html?referencetypeselectiondialog.html, zuletzt aktualisiert: 8. November 2017.

Beispiele: 

Andersen, Jens. 2015. Astrid Lindgren: Ihr Leben. Übers. v. Ulrich Sonnenberg. München: Deutsche Verlags-Anstalt. E-Book (ePub).

Bonfadelli, Heinz und Thomas N. Friemel. 2015. Medienwirkungsforschung. 5., überarb. Aufl. UTB 3451. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

Meyen, Michael, Maria Löblich, Senta Pfaff-Rüdi­ger und Claudia Riesmeyer. 2011. Qualitative Forschung in der Kommunikationswissenschaft: Eine praxisorientierte Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Ong, Walter J. (1982) 2016. Oralität und Literalität: Die Technologisierung des Wortes. Mit einem Vorwort v. Leif Kramp u. Andreas Hepp. Übersetzt von Wolfgang Schömel. 2. Aufl. Wiesbaden: Springer. 

Otto, Daniela. 2018. Lieben, Leiden und Begehren: Wie Filme unsere Beziehungen beeinflussen; Hollywoods geheime Liebesbotschaften entschlüsselt. Berlin: Springer. 

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Taylor, Marjorie. 1999. Imaginary Companions and the Children Who Create Them. New York u. Oxford: Oxford University Press.

Ein- oder mehrbändiges Werk mit gesonderten, einzeln verantworteten Beiträgen verschiedener Autoren, das in der Regel von einem Herausgeber(team) editiert wurde (siehe auch Wörterbuch oder Lexikon). Sammelwerke, die nicht in einem Verlag erschienen und nicht über den Buchhandel zu beziehen sind, sollten als Graue Literatur bibliografiert werden.

Wird in einer Arbeit auf einen oder mehrere Beiträge in einem Sammelband verwiesen oder wörtlich daraus zitiert, müssen im Kurzbeleg immer die Verfasser:innen des jeweiligen Beitrags genannt und deren Artikel aus dem Sammelband (als unselbständige Publikation) im alphabetischen Literaturverzeichnis einzeln aufgeführt werden.
Siehe dazu die Beispiele im Zitier-Kompass.

«Dokumententypen in Citavi.» https://www1.citavi.com/sub/manual6/de/index.html?referencetypeselectiondialog.html, zuletzt aktualisiert: 8. November 2017.

Beispiele: 

Arnold, Karl-Heinz, Uwe Sandfuchs und Jürgen Wiechmann, Hrsg. 2009. Handbuch Unterricht. 2., aktualisierte Aufl. UTB 8423. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.

Blömeke, Sigrid, Peter Reinhold, Gerhard Tulodziecki und Johannes Wildt, Hrsg. 2004. Handbuch Lehrerbildung. Braunschweig: Westermann.

Hasenberg, Peter, Markus Leniger und Reinhold Zwick, Hrsg. 2018. Familienbilder: Reflexionen und Konstruktionen zum Thema Familie im aktuellen Spielfilm. Marburg: Schüren Verlag.

Nünning, Vera und Ansgar Nünning, Hrsg. 2010. Methoden der literatur- und kulturwissenschaftlichen Textanalyse: Ansätze – Grundlagen – Modellanalysen. Stuttgart: J. B. Metzler. 

Theunert, Helga, Hrsg. 2006. Bilderwelten im Kopf: Interdisziplinäre Zugänge.. München: kopaed.

Oerter, Rolf und Leo Montada, Hrsg. 2008. Entwicklungspsychologie. 6., vollständig überarb. Aufl. Weinheim: Beltz.

Wende, Johannes, Hrsg. 2013. Sophia Coppola. Film-Konzepte 29. München: edition text+kritik.

Wulff, Hans Jürgen, Hrsg. 2003–. Das Lexikon der Filmbegriffe. Kiel: Christian-Albrechts-Universität, Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien. http://filmlexikon.uni-kiel.de.

In Fach- und Qualifizierungsarbeiten der Aus- und Weiterbildung verlangt die PH Zürich seit Januar 2015 die Zitierweise nach dem Chicago Manual of Style in der aktuellen Auflage. 

Für Beispiele siehe die Einträge unter Literaturverzeichnis und Kurzbelege bzw. den Zitier-Kompass.  

Als Literaturverwaltungsprogramm stellt die PH Zürich ihren Studierenden und Mitarbeitenden  kostenlos eine Campuslizenz für die Software Citavi zur Verfügung. Beratung und Workshops durch die Bibliothek. 

Innerhalb des PH-Netzwerkes oder via VPN kann auch auf die (englische) Website zugegriffen werden: chicagomanualofstyle.org (Datenbank, Suchmöglichkeit und weitere Tools).

The Chicago Manual of Style. 2010. 16th edition. Chicago: The University of Chicago Press.

The Chicago Manual of Style. 2017. 17th edition. Chicago: The University of Chicago Press.

Turabian, Kate L. 2013. A Manual for Writers of Research Papers, Theses, and Dissertations: Chicago Style for Students and Researchers. 8th edition. Revised by Wayne C. Booth, Gregory G. Colomb, Joseph M. Williams and the University of Chicago Press Editorial Staff. Chicago and London: The University of Chicago Press.

Für Fragen und Schulungen zu Citavi wenden Sie sich bitte an die Bibliotheksberatung

Weitere Infos unter stud.phzh.ch/citavi/

Meurer, Peter und Manfred Schluchter. 2017. «Wissenschaftliches Arbeiten mit Citavi 6: Hinweise zum Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten mit der Software ‹Citavi – Literaturverwaltung und Wissensorganisation›.» Auf Basis des Duden-Buchs Die schriftliche Arbeit – kurzgefasst von Jürg Niederhauser. Wädenswil, www.citavi.com/tutorial.

Als Basis-Hilfsmittel müssen Wörterbücher wie der Duden in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht zitiert werden (es sei denn, sie sind selbst Gegenstand der Untersuchung). Der Duden liefert zwar für viele Alltags- und Fachbegriffe griffige Kürzestdefinitionen, diese sind aber in einer Vertiefungs- oder Masterarbeit kaum von Nutzen (siehe Nachschlagewerke, Lexika, Wörterbücher). Bei der Verwendung zentraler Fachbegriffe sollte auf einschlägige Handbücher, Fachlexika oder Literatur aus dem jeweiligen Wissensgebiet Bezug genommen werden.

Wird dieselbe Quelle mehrmals hintereinander genannt, so kann die Angabe in den folgenden Kurzbelegen durch ‹ebd.› oder ‹ebenda› abgekürzt werden (vgl. Karmasin u. Ribing 2014, 135). Die beiden Autoren empfehlen allerdings, «die Quelle immer ausführlich anzuführen. Sobald sich ein neuer Quellenverweis dazwischen schiebt, verweist das ebenda nicht mehr korrekt» (ebd.). Auch Helga Esselborn-Krumbiegel rät von dieser Praxis ab: «Die früher üblichen Verweise ‹ebd.› (ebenda) oder ‹a.a.O.› (am angegebenen Ort) sind heute nicht mehr üblich» (Esselborn-Krumbiegel 2014, 159). 

In englischen Publikationen finden sich analog die Abkürzungen ‹ibid.› (Lat. ibidem, an gleicher Stelle) beziehungsweise ‹op. cit.› (Lat. für opere citato, im angeführten Werk), gefolgt von einer Seitenzahl, wenn eine andere Stelle aus dem gleichen Werk zitiert wird (vgl. Broders 2015, 129). 

Literatur

Broders, Simone. 2015. Wissenschaftliches Arbeiten in Anglistik und Amerikanistik: Das Praxisbuch. UTB 4427. Paderborn: Wilhelm Fink.

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2014. Von der Idee zum Text: Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 4., aktualisierte Aufl. UTB 2334. Paderborn: Ferdinand Schöningh. 

Karmasin, Matthias und Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten: Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor-, Master- und Magisterarbeiten sowie Dissertationen. 8., aktualisierte Aufl. Wien: Facultas.

Digitale Veröffentlichungen wie E-Books werden analog zu Print-Materialien bibliografiert. Das Medienformat wird am Schluss des Eintrag aufgeführt, um anzuzeigen, dass mit einer elektronischen Version des Textes gearbeitet wurde, z.B. PDF-E-Book; Kindle; Adobe Digital Editions ePub; iBooks. Steht der Titel online zur Verfügung, wird die URL angegeben (vgl. Melville 1851). 

Andersen, Jens. 2015. Astrid Lindgren: Ihr Leben. Übers. v.  Ulrich Sonnenberg. München: Deutsche Verlags-Anstalt. E-Book (ePub). 

Brändli, Sabina und Stefan Baumann. 2017. Zoom in ferne Welten: Filmeinsatz in Geschichte und Geografie. Ein Lernobjekt der PH Zürich. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. E-Book (beook).

Gladwell, Malcolm. 2009. Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht. Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Frankfurt/M.: Campus. E-Book (ePub).

Melville, Herman. 1851. Moby-Dick; or, The Whale. New York: Harper & Brothers. http://mel.hofstra.edu/moby-dick-the-whale-proofs.html.

Pratchett, Terry, Ian Stewart und Jack Cohen. 2012. Die Philosophen der Rundwelt. Die Wissenschaft der Scheibenwelt 2. Übers. v. Andreas Brandhorst u. Erik Simon. München: Piper. E-Book (ePub).

Je nach Darstellungsart (Layout, Schriftgrösse, E-Book-Reader) weisen E-Books unterschiedliche Seitenzahlen auf. Deshalb wird bei Zitaten im Kurzbeleg am besten auf das jeweilige Kapitel oder den betreffenden Abschnitt verwiesen.

Da die meisten E-Books gleichzeitig als Printversion erhältlich sind, empfiehlt sich in einer wissenschaftlichen Arbeit mit dieser Ausgabe zu arbeiten. Ausnahme: PDF-E-Books mit identischer Paginierung wie die Printausgabe oder ePub-E-Books, welche die Seitenumbrüche der gedruckten Ausgabe im Text angeben (Gladwell 2009, 14–15):

 

 

 

Tipp: Mit der «Blick ins Buch!»-Funktion auf Amazon (Beispiel), bei Google Books (Beispiel) oder auf der betreffenden Verlagsseite (Beispiel) können gelegentlich Textstellen samt Seitenzahlen im gedruckten Buch online nachgeschlagen werden. Im Literaturverzeichnis muss dann (gemäss Impressum) die so konsultierte Ausgabe aufgeführt werden.  

 

Wörtliche Zitate aus anderen Werken werden in einer wissenschaftlichen Arbeit exakt so wiedergegeben, wie sie im Original erscheinen. Wird der Wortlaut oder die Schreibweise des Originals verändert, so sind diese Eingriffe (Auslassung, Ergänzung, Umformulierung) durch eckige Klammern zu kennzeichnen. (Ausnahme: Das deutsche Eszett [ß] darf bedenkenlos durch Doppel-S ersetzt werden.]

Hervorhebungen: Soll in einer zitierten Textpassage etwas durch Kursivsetzung betont werden, so kann dies im Kurzbeleg durch den Zusatz «meine Hervorhebung» angegeben werden. Kursivsetzungen im Orginalzitat werden hingegen einfach als solche übernommen (siehe Beispiel Todorov). Um Missverständnissen vorzubeugen, wird gelegenlich der Zusatz «Hervorhebung im Original» verwendet (siehe Beispiel Schrackmann et al.). Vgl. auch den Eintrag unter Kursiv.

Beispiele:

«Logische Bilder sind […] kulturelle Erfindungen zur Visualisierung von abstrakten Strukturen, Relationen, Mengen und Abläufen. Diese Darstellungscodes sind in hohem Masse konventionalisiert» (Weidenmann 1993, 16).

«Es [das Fantastische] scheint sich eher an der Grenze zwischen zwei Gattungen, nämlich zwischen dem Wunderbaren und dem Unheimlichen anzusiedeln, als dass es eine selbständige Gattung wäre. Eine der grossen Epochen der ‹übernatürlichen› Literatur, die des Schauerromans (the Gothic Novel), scheint dafür die Bestätigung zu erbringen» (Todorov [1972] 1992, 40). 

«Jetzt lag ihre Grossmutter im Sterben, also hatte Mary sich Tansey womöglich ausgedacht, um eine Leerstelle auszufüllen. […] Die ausgedachten Freunde waren für Mary immer wirklich gewesen, so wirklich wie ihr Bett und die Regale in ihrem Zimmer, so wirklich wie ihre übrige Familie» (Doyle 2012, 86, meine Hevorhebung). 

Schrackmann et al. (2008, 42) weisen darauf hin, dass sie die Kursivsetzung ihrer Quelle übernehmen:

In einer Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts München mit rund 880 Lehrerinnen und Lehrern, die das Internet im Unterricht mit den Kindern nutzten, bestätigten fast alle Lehrkräfte, «dass die Kinder beim Unterricht mit dem Internet selbständiger und aktiver mitarbeiten (93%), sich häufiger wechselseitig unterstützen (93%), leistungsbereiter (84%), konzentrierter und aufmerksamer (83%) sind (Feil 2007, 189; Hervorhebung im Original).

Wird nur ein Teilsatz als wörtliches Zitat übernommen und in den eigenen Text eingebettet, braucht es am Anfang und am Schluss des Zitats keine eckigen Klammern:

In seinem Artikel «Sie schreiben, wie sie talken» zeigt sich der Publizist und Übersetzer Felix Phillipp Ingold besorgt über den schleichenden Verfall der Literatursprache. Sie werde «zunehmend der Alltagssprache angenähert», beklagt er und gibt mit Verweis auf aktuelle Erfolgsautoren zu bedenken, dass sich «dieser Stil, der die Stillosigkeit zum Prinzip erhebt», bereits durchgesetzt habe (Neue Zürcher Zeitung, 2.2.2017, 37). 

 

Literaturangaben zu den Zitaten oben:

Doyle, Roddy. 2012. Mary, Tansey und die Reise in die Nacht. Aus dem Englischen von Andreas Steinhöfel. München: cbj.

Schrackmann, Iwan, Daniela Knüsel, Thomas Moser, Hartmut Mitzlaff und Dominik Petko. 2008. Computer und Internet in der Primarschule: Theorie und Praxis von ICT im Unterricht mit 20 Videobeispielen auf zwei DVDs. Oberentfelden: Sauerländer.

Todorov, Tzvetan. (1972) 1992. Einführung in die fantastische Literatur. Aus dem Französischen v. Karin Kersten, Senta Metz u. Caroline Neubaur. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch.

Weidenmann, Bernd. 1993.«Informierende Bilder.» In Wissenserwerb mit Bildern: Instruktionale Bilder in Printmedien, Film/Video und Computerprogrammen, hrsg. v. Bernd Weidenmann, 9–58. Bern: Hans Huber.

 

P.S. Eckige Klammern kommen auch zum Einsatz, wenn innerhalb einer Klammer noch einmal etwas in Klammern gesetzt wird, analog zu einfachen Anführungszeichen innerhalb eines Zitats, das bereits in Anführungszeichen steht (vgl. Beispiel Todorov).  

Das Erscheinungsjahr wird bei Büchern auf der Impressumsseite aufgeführt. Dieses muss sich nicht mit dem Datum des Copyrights decken. 

Wenn es sich bei der Publikation um eine Neuauflage oder eine Paperback-Ausgabe handelt, gilt jeweils das Erscheinungsjahr der aktuellen Ausgabe. Kurzbelege und Einträge im Literaturverzeichnis beziehen sich also immer auf die tatsächlich verwendete Ausgabe. (Hinweis: Im Literaturverzeichnis eines Buches aus dem Jahr 1999 können demnach keine Werke vorkommen, die nach 1999 erschienen sind.)

Beispiel Impressum und Eintrag im Literaturverzeichnis:

Krajewski, Markus. 2015. Lesen Schreiben Denken: Zur wissenschaftlichen Abschlussarbeit in 7 Schritten. 2., durchgesehene Aufl. Köln: Böhlau.

Für Internetseiten sowie aus dem Web heruntergeladene PDFs gilt das auf der Webseite oder im Dokument angeführte Erscheinungs- oder Erstellungsdatum bzw. das Datum der letzten Bearbeitung oder Änderung. Beispiele: 

«Faultiere.» 2019. In Klexikon – das Freie Kinderlexikon, hrsg. v. der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V. Letzte Änderung 27.3.2019. klexikon.zum.de/wiki/Faultiere.

Hartmann, Britta und Hans Jürgen Wulff. 2012. «Montagesequenz.» In Das Lexikon der Filmbegriffe, hrsg. v. Hans Jürgen Wulff. Kiel: Christian-Albrechts-Universität, Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien, 2011–. Letzte Änderung 13.10.2012. filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=259.

Lässt sich kein Datum ausfindig machen, wird im bibliografischen Nachweis anstelle des Erscheinungsjahrs die Akürzung «o.J.» (ohne Jahresangabe) verwendet und vor der URL das Zugriffsdatum angegeben. Siehe auch den Eintrag zu Internet

Sonderfall: Titel mit identischer Autorschaft und gleichem Erscheinungsjahr

Bei Publikationen mit exakt gleicher Autor- oder Herausgeberschaft aus dem gleichen Jahr werden die Jahrzahlen in Kurzbeleg sowie Literaturverzeichnis zur klaren Unterscheidung durch Kleinbuchstaben ergänzt, also z.B. 2021a und 2021b. 

Sonderfall: Datum der Erstveröffentlichung

Bei Neuausgaben historischer Werke oder von Klassikern kann es als Information aufschlussreich sein, zusätzlich zum aktuellen Erscheinungsjahr der verwendeten Ausgabe auch das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum (ohne weitere Angaben zur Erstausgabe) anzuführen. In der Literaturliste wird dieses Datum in Klammern vor das Jahr der benutzten Ausgabe gesetzt; im Kurzbeleg (der als Ganzes bereits in Klammer steht) werden entsprechend eckige Klammern verwendet.

Beispiele Kurzbeleg:
(Joyce [1922] 1982, 379] 
(Citizen Kane [1941] 2013)

Beispiele Literaturverzeichnis:
Citizen Kane. (1941) 2013. Regie: Orson Welles. Berlin: Studiocanal. Blu-ray, Special Edition.Joyce, James. (1922) 1982. Ulysses. Harmondsworth: Penguin.

In Zitaten kann das deutsche Eszett (ß) im Sinne der Vereinheitlichung durch ein Doppel-S (ss) ersetzt werden, zumal das Eszett nach alter und neuer Rechtschreibung unterschiedlich verwendet wird (vgl. auch die helvetische Ausnahmeregelung, Duden §25, E2). Bei historischen Texten empfiehlt es sich hingegen, genau der Schreibweise der Quelle zu folgen (so werden z.B. im späten 19. Jht. Thür und Thor noch mit h geschrieben). 

Bei mehr als drei Autoren oder Autorinnen bzw. Herausgebern und Herausgeberinnen wird im Kurz­beleg jeweils nur der erste Name mit dem Zusatz et al. (lat. et alii = und andere) genannt. Im Literaturverzeichnis werden hingegen bis zu zehn Namen alle Verfasser:innen aufgeführt (vgl. auch Autorenangaben).

Beispiel: Der Kurzbeleg (Blömeke et al. 2004) im Text verweist auf folgenden Eintrag (Vollbeleg) im Literaturverzeichnis:

Blömeke, Sigrid, Peter Reinhold, Gerhard Tulodziecki und Johannes Wildt, Hrsg. 2004. Handbuch Lehrerbildung. Braunschweig: Westermann.

Siehe Texte meistern S. 17.

Literatur

Schindler, Kirsten. 2011. «Das Exzerpt.» In Klausur, Protokoll, Essay: Kleine Texte optimal verfassen, 19–40. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Die Abkürzungen f. und ff. nach einer Seitengabe zeigen an, dass sich die zitierte oder paraphrasierte Textstelle auf die nächste beziehungsweise mehrere folgende Seiten erstreckt. Das ist kein Verbrechen. Das Chicago Manual of Style empfiehlt die Verwendung von ff. nur, wenn keine letzte Seite angeführt werden kann. Ebenso sei anstelle von f. besser die Ziffer der folgenden Seite zu nennen, also z.B. 145–146 (und nicht 145f.). 

Tipp: Der Bis-Strich (oder Streckenstrich) ist  etwas länger als Trenn- oder Bindestrich. Die Ziffern schliessen direkt an, ohne Leerschläge dazwischen. 

«Zu den Grundlagen einer Arbeit gehören immer auch Fachbegriffe», hält Helga Esselborn-Krumbiegel in ihrer Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben fest (2014, 153). So wie der Sport, die Politik oder die Rechtssprechung ihren eigenen Wortschatz haben, arbeiten auch wissenschaftliche Disziplinen mit speziellen Begriffen.

Wer zu einem bestimmten Thema schreibt, muss sich sowohl mit theoretischen wie terminologischen Grundlagen auseinandersetzen und sollte sich mit dem einschlägigen Jargon der betreffenden Fachgebiete vertraut machen. Gerade wenn über den Gebrauch zentraler Begriffe in der Fachwelt keine Einigkeit herrscht, «sollte man sich zunächst über den aktuellen Stand der Begriffsdiskussion informieren, um sich sodann begründet für eine Begriffsdefinition zu entscheiden» (ebd.). Unter anderem gilt es, zwischen Synomymen oder verwandten Ausdrücken zu unterscheiden und Relationen zwischen Ober- und Unterbegriffen zu klären.

Hierfür reicht der Duden oder ein Fremdwörterbuch nicht aus, «da fachsprachliche Definitionen darin meist zu knapp sind oder möglicherweise gar nicht erwähnt werden. Überprüfen sollte man gegebenenfalls auch das Verständnis von Fremdwörtern, die man aus der Alltagssprache zu kennen glaubt», wie Regine Schumacher (2017, 15) in ihrem Arbeitsbuch betont.

Folgende Leitfragen sind bei der Erarbeitung der relevanten Terminologie  hilfreich:

• Welcher Fachwortschatz ist für die Erarbeitung des Themas bzw. der Fragestellung notwendig?
• Was genau bezeichnen die ausgewählten Begriffe?
• Handelt es sich um Fachausdrücke, die eindeutig verwendet werden, oder weisen sie alternative Bedeutungen auf?
• Hat sich der Begriffsinhalt im Laufe der Zeit verändert?
• Gehören die relevanten Fachwörter zu (möglicherweise verschiedenen) Terminologiesystemen?
• In welcher Bedeutung und in welchem Kontext sollen die Begriffe im eigenen Text benutzt werden? (Schumacher 2017, 16; vgl. auch 17–18, wie sich Begriffserkärungen in den eigenen Text integrieren lassen)

Siehe auch Forschungsstand

Literatur
Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2014. Von der Idee zum Text: Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 4., aktualisierte Aufl. UTB 2334. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Jannidis, Fotis. 2008. «Begriffsbildung.» In Schlüsselkompetenzen: Qualifikationen für Studium und Beruf, hrsg. v. Vera Nünning, 64–77. Stuttgart: J.B. Metzler.

Schumacher, Regine. 2017. Schreiben in den Literaturwissenschaften: Ein Arbeitsbuch. UTB 4749. Paderborn: Wilhelm Fink.

 

«Mit Forschungsdesign bezeichnet man die äussere Form einer empirischen Studie. Gelegentlich wird auch von Untersuchungsplan, Forschungsarrangement, Forschungstypus, Forschungsstrategie oder Forschungskonzeption gesprochen. Gemeint ist damit jedenfalls der übergeordnete methodologische Plan, nach dem die Studie aufgebaut ist» (Hug u. Poscheschnik 2015, 70).

Hug, Theo und Gerald Poscheschnik. 2015. Empirisch forschen: Die Planung und Umsetzung von Projekten im Studium. Unter Mitarbeit von Bernd Lederer u. Anton Perzy. 2., überarb. Aufl. UTB 3357. Konstanz: UVK.

Wegener, Claudia und Lothar Mikos. 2017. «Wie lege ich eine Studie an?» In Qualitative Medienforschung: Ein Handbuch, 220–228. 2., völlig überarbeitete u. erweiterte Aufl. Konstanz: UVK (mit UVK Lucius München).

Um eine wissenschaftliche Arbeit anzufertigen, müssen Sie sich einen Überblick über den Forschungsstand und damit über die Quellen verschaffen, die zu dem Thema vorliegen, das Sie bearbeiten wollen. (Sandberg 2012, 65)

Zur eingehenden Beschäftigung mit einem wissenschaftlichen Thema gehört die Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstands (vgl. Texte meistern S. 12). – Welche Forschungsgebiete und Fachdisziplinen haben sich schon mit der gewählten oder einer verwandten Fragestellung befasst? Mit welchen Methoden wurde gearbeitet und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen bereits vor? 

Schon im Exposé sollte der derzeitige Erkenntnisstand der Forschung kurz umrissen und dadurch gezeigt werden, auf welchem Vorwissen die eigene Untersuchung aufbaut. Ein etwas ausführlicher Überblick fliesst in der Regel auch als Literaturbericht in die eigene Arbeit ein. Diese Darstellung fasst wichtige Ergbnisse bisheriger Studien oder Theorieansätze zusammen und kann auf Forschungslücken oder Widersprüche hinweisen. Denn nicht immer sind sich die ausgewiesenen Forscher·innen einig und oft sprechen sie nicht die gleiche Sprache. So gilt es unter anderem die zentralen Begriffe herauszuarbeiten, Positionen mit Verweis auf relevante Veröffentlichungen zu skizzieren, Modelle kritisch zu vergleichen und Ansätze argumentativ zu gewichten. 

Zur Erarbeitung und Darstellung des Forschungsstandes genügt es nicht, die einschlägige Literatur zu rezipieren und sozusagen ‹nachzuerzählen› oder in Auswahl zu zitieren. Vielmehr muss der Verf. sich durch die Auseinandersetzung mit der relevanten Literatur ein möglichst genaues Bild von dem Kenntnisstand erarbeiten, der die eigene Fragestellung betrifft. Diesen gilt es im Einleitungsteil der Arbeit kurz und präzise darzustellen. Ganz wichtig ist, dabei die Relevanz der dargestellten Forschungsergebnisse, Forschungsmethoden oder theoretischen Ansätze für die eigene Untersuchung im Blick zu behalten und in dieser Hinsicht irrelevante Angaben zu vermeiden. Die Darstellung des Forschungsstandes ist also eine beträchtliche eigenständige wissenschaftliche Leistung. (Stephany u. Froitzheim, 2009, 40)

Prexl, Lydia. 2017. Mit der Literaturübersicht die Bachelorarbeit meistern. Für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. UTB 4549. Konstanz u. München: UVK Verlagsgesellschaft mit UVK/Lucius.

Sandberg, Berit. 2012. Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat. Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.

Stephany, Ursula und Claudia Froitzheim. 2009. Arbeitstechniken Sprachwissenschaft: Vorbereitung und Erstellung einer sprachwissenschaftlichen Arbeit. UTB 3259. Paderborn: Wilhelm Fink.

Siehe Texte meistern S. 9–10.

 

Werden für eine auf Deutsch verfasste Arbeit Fachtexte aus einer anderen Sprache herangezogen, so können Zitate wörtlich übernommen, ins Deutsche übertragen oder auch paraphrasierend übersetzt werden. In jedem Fall ist ein Verweis auf die Originalquelle unerlässlich. 

Im folgenden Beispiel aus Bachmann und Becker-Mrotzek (2017, 37) werden fremdsprachliche Begriffe aus dem englischen Original in den eigenen Text eingeflochten:

In der Beschreibung der Funktion der Komponente «Aufmerksamkeit» (Attention) bleibt das Modell vage. Sie wird lediglich als eine «executive function» beschrieben, als die Fähigkeit «to maintain focus on a task in the face of distraction» (Hayes u. Olinghouse 2015, 486).

Für längere und für die Lesenden nicht ohne Weiteres verständliche Passagen bietet es sich an, dem Zitat eine  Übersetzung (z.B. als Anmerkung in einer Fussnote) beizufügen.

Rolf Dobelli (2017, 256–257) übernimmt in seinem Sachbuch einen englischen Fachbegriff und schlägt eine eigene Übersetzung vor:

Den zweiten Denkfehler nennt man Intentional Stance – ein Begriff, den der amerikanische Philosoph Daniel Dennett geprägt hat. Intentional Stance (auf Deutsch etwa «Absichtsvermutung») bedeutet: Hinter jeder Veränderung vermuten wir Absicht – ganz gleich, ob wirklich Absicht dahintersteckt oder nicht.

Christian Schwarz (2019, 32) gibt eine Passage der sowjetischen Linguistin Rozen als Blockzitat in eigener Übersetzung wieder und merkt dies anschliessend in seinem Kurzbeleg an:

Dennoch sieht Rozen den Gebrauch dieser Begriffe als völlig unauffälligen und normalen Teil der alltagssprachlichen Praktiken der Jugendlichen an:
Die sprachlich-kulturelle Praxis der jugendlichen DDR-Bürger wurde gänzlich innerhalb der Verhältnisse des sozialistischen Aufbaus geprägt. Für sie stellt sich diese Lexik keineswegs neu dar, sie ist normal und natürlich. (Rozen 1975, 11, Übersetzung C.S.)

Der Autor hätte hier auch die Möglichkeit gehabt, den russischen Originaltext zu zitieren und seine Übertragung in einer Fussnotenanmerkung beizufügen – oder umgekehrt.

Liegen fremdsprachliche Fachtexte bereits in deutscher Übersetzung vor, bietet es sich an, aus diesen Ausgaben zu zitieren. Hier ein Beispiel aus Gérard Genettes erzähltheoretischen Standardwerk (Genette 2010, 213):

Die Untersuchung der Fokalisierungen hat viel Tinte fliessen lassen und sicherlich ein wenig zu viel. Im Grunde ging es nur um eine Umformulierung, deren Hauptvorteil darin bestand, klassische Begriffe neu zu systematisieren: 1. Nullfokalisierung für «Erzählung mit allwissendem Erzähler» oder «Übersicht» [vision par derrière], 2. interne Fokalisierung für «Erzählung mit point of view, mit Reflektor, mit selektiver Allwissenheit, mit eingeschränktem Feld», oder «Mitsicht» [vision avec], 3. externe Fokalisierung für «objektive, behavioristische Technik» oder «Außensicht» [vision du dehors]. 


Quellen:
Bachmann, Thomas und Michael Becker-Mrotzek. 2017. «Schreibkompetenz und Textproduktion modellieren.» In Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik, hrsg. v. Michael Becker-Mrotzek, Joachim Grabowski u. Torsten Steinhoff, 25–53. Münster: Waxmann. Dobelli, Rolf. 2017. Die Kunst des guten Lebens: 52 überraschende Wege zum Gück. München: Piper. Genette, Gérard. 2010. Die Erzählung. Übersetzt von Andreas Knop, mit einem Nachwort von Jochen Vogt, überprüft und berichtigt von Isabel Kranz. UTB 8083.3., durchgesehene u. korrigierte Aufl. Paderborn: Wilhelm Fink.Schwarz, Christian. 2019. «Historische Entwicklung der Jugendsprachforschung.» In Jugendsprache: Eine Einführung, v. Nils Bahlo, Tabea Becker, Zeynep Kalkavan-Aydın, Netaya Lotze, Konstanze Marx, Christian Schwarz u. Yazgül Șimșek, 13–44. Berlin: J.B. Metzler.

In einer Fussnote lassen sich Anmerkungen und Zusatzinformationen unterbringen, wenn diese den Fliesstext unnötig unterbrechen oder längere Einschübe den Lesefluss stören würden. Vergleichbar mit Randbemerkungen eignen sich Fussnoten für erläuternde Kommentare, Hinweise auf ergänzende Beispiele und Vergleiche oder für Übersetzungen fremdsprachlicher Zitate.

Wichtig: Ein Text muss auch ohne Fussnoten verständlich sein. Zentrale Argumente oder Definitionen gehören folglich in den Haupttext.

Beim Autor-Jahr-System, wie es an der PH Zürich empfohlen wird, kommen Fussnoten auch zum Einsatz, um Quellen nachzuweisen, die nicht ins reguläre Literaturverzeichnis gehören (z.B. bei Zitaten aus der Tagespresse oder aus Nachschlagewerken, nichtwissenschaftlichen Webinhalten und «grauer» Literatur wie Skripten, Broschüren und unpublizierten Materialien).

Beispiel einer Fussnote in einem Artikel nach Autor-Jahr-System:

Das Chicago Manual kennt zwei formal unterschiedliche Varianten, um Belege und Literatur in einer wissenschaftlichen Arbeit zu dokumentieren. Neben dem von der PH empfohlenen Autor-Jahr-System können Quellen im Lauftext (anstelle eines Kurzbelegs in Klammern) alternativ auch mit einer Fussnote nachgewiesen werden. Die vollständigen Angaben zu den zitierten Werken werden dabei ebenfalls in einem alphabetischen Literaturverzeichnis aufgeführt, dieses wird aber nach Autoren und Titeln (nicht Autoren und Jahr) sortiert. Innerhalb einer Arbeit muss man sich für die eine oder andere Möglichkeit entscheiden.

Um Verwirrungen und Vermischungen zu vermeiden, folgen Anleitungen auf den Zitierseiten der PH sowie die Beispiele auf dem Zitier­kompass dem empfohlenen Autor-Jahr-System. Zur Versanschaulichung hier eine Gegenüberstelleung, wie die gleiche Textpassage in den jeweligen Systemen aussieht:

Fussnoten-Stil (mit Literaturverzeichnis) Autor-Jahr-System

... Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Medium sehr unter­schiedlich verwendet, zum Beispiel für bestimmte materielle Signal­träger und energetische Kanäle (wie Papier, Stein, Schallwellen, Licht), für technische Apparate (wie Fernseher, Handy, Spielkonsole) oder für gegen­ständliche Träger von Botschaften (wie Buch, DVD, CD). In einem weiteren Sinn werden zudem bestimmte Technologien, Kommunikationssysteme oder institutionelle Einrichtungen (z.B. Presse, Kino, Fernsehanstalten) und sogar Internetdienste wie Instagram, YouTube, Twitter und Facebook pauschal als Medien bezeichnet. Mit Thomas Mock können wir für unterschiedliche Fachdisziplinen fest­halten, «dass es sich bei ‹Medium› um einen heterogenen und äussert unklaren Begriff handelt».1

Für den schulischen Kontext, insbesondere mit Blick auf eine «digitale» Medien­bildung und das Fach «Medien und Informatik», erscheint es daher sinnvoll, eine Präzisierung vorzunehmen. «Für die Medienpädagogik», halten Tulodziecki, Herzig und Grafe in ihrem Grundlagenwerk fest, «erscheint es zweck­mässiger, den Medien­begriff auf technisch vermittelte Erfahrungsformen einzugrenzen» (meine Hervorhebung).2 Bereits das 2008 neu geschaffene Lehrmittel Medienkompass plädiert für eine klare terminologische Abgrenzung von Kodierungs­­systemen (wie etwa Sprache), Botschaften oder Textsorten (z.B. Comics, Spielfilm). Medien im engeren Sinn werden hier verstanden als «Hilfsmittel, mit denen sich Botschaften herstellen, aufzeichnen, bearbeiten, speichern, vervielfältigen, darstellen, abspielen und übermitteln lassen».3 Diese auf technische Geräte und Informations­träger zielende Definition wird zehn Jahre später auch ins Lehrmittel Connected 1 4 übernommen.

Als technische Geräte sind Medien zum einen also Werkzeuge zur Herstellung und Verarbeitung von Kommunikaten, zum anderen sind sie Vehikel und dienen der Speicherung, Übertragung und Ausgabe von Inhalten.5 In ihrer kommuni­kations­psychologi­schen Annäherung unterstreichen Six, Gleich und Gimmler vor allem die Vermittlungsfunktion von Medien und betonen deren Bedeutung für die menschliche Kommunikation:

Als Medien gelten [...] alle für die Beteiligung an Massenkommunikation und Medien-Individualkommunikation relevanten, auf Technologie beruhenden Mittel zur Kodierung und Übermittlung, zur Speicherung sowie zur Abrufung und Dekodierung von Information.6

Vor dem Hintergrund dieser disziplinären Verortungen und Differenzierungen soll im Rahmen der vorliegenden Untersuchung folgende Arbeitsdefinition des Medienbegriffs verwendet werden ...

... Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Medium sehr unterschiedlich verwendet, zum Beispiel für bestimmte materielle Signalträger und energetische Kanäle (wie Papier, Stein, Schallwellen, Licht), für technische Apparate (wie Fernseher, Handy, Spielkonsole) oder für gegen­ständliche Träger von Botschaften (wie Buch, DVD, CD). In einem weiteren Sinn werden zudem bestimmte Techno­logien, Kommunikations­systeme oder institutionelle Einrichtungen (z.B. Presse, Kino, Fernsehanstalten) und sogar Internetdienste wie Instagram, YouTube, Twitter und Facebook pauschal als Medien bezeichnet. Mit Thomas Mock können wir für unterschiedliche Fachdisziplinen festhalten, «dass es sich bei ‹Medium› um einen heterogenen und äussert unklaren Begriff handelt» (Mock 2006, 183; vgl. dazu auch das Kapitel 1, «Was sind Medien?», in Nieding, Ohler u. Rey 2015, 12ff.). 

Für den schulischen Kontext, insbesondere mit Blick auf eine «digitale» Medienbildung und das Fach «Medien und Informatik», erscheint es daher sinnvoll, eine Präzisierung vorzunehmen. «Für die Medienpädagogik», halten Tulodziecki, Herzig und Grafe in ihrem Grundlagenwerk fest, «erscheint es zweck­mässiger, den Medienbegriff auf technisch vermittelte Erfahrungsformen einzugrenzen» (Tulodziecki, Herzig u. Grafe 2010, 31, meine Hervorhebung). Bereits das 2008 neu geschaffene Lehrmittel Medienkompass plädiert für eine klare termino­logische Abgrenzung von Kodierungs­­systemen (wie etwa Sprache), Botschaften oder Textsorten (z.B. Comics, Spielfilm). Medien im engeren Sinn werden hier verstanden als «Hilfsmittel, mit denen sich Botschaften herstellen, aufzeichnen, bearbeiten, speichern, vervielfältigen, darstellen, abspielen und übermitteln lassen» (Medienkompass 1 2019, 6). Diese auf technische Geräte und Informations­träger zielende Definition wird zehn Jahre später auch ins Lehrmittel Connected 1 (2018, 14) übernommen.

Als technische Geräte sind Medien zum einen also Werkzeuge zur Herstellung und Verarbeitung von Kommunikaten, zum anderen sind sie Vehikel und dienen der Speicherung, Übertragung und Ausgabe von Inhalten (vgl. Medienkompass 1, Kommentar, 16). In ihrer kommunikations­psycho­logi­schen Annäherung unterstreichen Six, Gleich und Gimmler vor allem die Vermittlungsfunktion von Medien und betonen deren Bedeutung für die menschliche Kommunikation:

Als Medien gelten [...] alle für die Beteiligung an Massenkommunikation und Medien-Individualkommunikation relevanten, auf Technologie beruhenden Mittel zur Kodierung und Übermittlung, zur Speicherung sowie zur Abrufung und Dekodierung von Information. (Six, Gleich u. Gimmler 2007, 23)

Vor dem Hintergrund dieser disziplinären Verortungen und begrifflichen Differenzierungen soll im Rahmen der vorliegenden Untersuchung folgende Arbeitsdefinition des Medienbegriffs verwendet werden ...

———————

1      Mock, «Was ist ein Medium?», 183. Vgl. dazu auch Nieding, Ohler u. Rey, «Was sind Medien?», 12ff.2     Tulodziecki, Herzig u. Grafe, Medienbildung in Schule und Unterricht, 31.3     Medienkompass 1, 6.4     Connected 1, 14.5     Vgl. Medienkompass 1, Kommentar, 16.6     Six, Gleich u. Gimmler, «Kommuni­kations­psychologie», 23.

 
 

Literaturverzeichnis

Connected: Medien und Informatik 1. Zürich: Lehrmittel­verlag Zürich, 2018. Autorenteam: Werner Hartmann, Oiana Jurjevi, Fabienne Senn, Bettina Waldvogel und Urs Zuberbühler. Medienkompass 1: Medien und ICT für die Primarstufe. 7. Aufl. Zürich: Lehrmittel­verlag des Kantons Zürich, 2019. Autorenteam: Urs Ingold (Projektleitung), Daniel Ammann, Flurin Senn, Silvie Spiess, Friederike Tilemann.Medienkompass 1: Medien und ICT für die Primarstufe; Kommentar. 6. Aufl. Zürich: Lehrmittel­verlag des Kantons Zürich, 2019.Mock, Thomas. «Was ist ein Medium?» Publizistik 51.2 (Juni 2006): 183–200. DOI: 10.1007/s11616-006-0056-9.Nieding, Gerhild, Peter Ohler und Günter Daniel Rey. Lernen mit Medien. UTB 4001. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2015.

Six, Ulrike, Uli Gleich und Roland Gimmler. «Kommuni­kations­psychologie.» In Kommuni­kations­psychologie – Medien­psychologie: Lehrbuch, hrsg. v. Ulrike Six, Uli Gleich u. Roland Gimmler, 21–50. Weinheim: Beltz, 2007.

Tulodziecki, Gerhard, Bardo Herzig und Silke Grafe. Medienbildung in Schule und Unterricht: Grundlagen und Beispiele. UTB 3414. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt, 2010.

 

Literaturverzeichnis

Connected: Medien und Informatik 1. 2018. Zürich: Lehrmittel­verlag Zürich. Autorenteam: Werner Hartmann, Oiana Jurjevi, Fabienne Senn, Bettina Waldvogel und Urs Zuberbühler.

Medienkompass 1: Medien und ICT für die Primarstufe. 2019. 7. Aufl. Zürich: Lehrmittel­verlag des Kantons Zürich. Autorenteam: Urs Ingold (Projektleitung), Daniel Ammann, Flurin Senn, Silvie Spiess, Friederike Tilemann.

Medienkompass 1: Medien und ICT für die Primarstufe; Kommentar. 2019. 6. Aufl. Zürich: Lehrmittel­verlag des Kantons Zürich.

Mock, Thomas. 2006. «Was ist ein Medium?» Publizistik 51.2 (Juni): 183–200. DOI: 10.1007/s11616-006-0056-9.

Nieding, Gerhild, Peter Ohler und Günter Daniel Rey. 2015. Lernen mit Medien. UTB 4001. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Six, Ulrike, Uli Gleich und Roland Gimmler. 2007. «Kommuni­kations­psychologie.» In Kommuni­kationspsychologie – Medienpsychologie: Lehrbuch, hrsg. v. Ulrike Six, Uli Gleich u. Roland Gimmler, 21–50. Weinheim: Beltz.

Tulodziecki, Gerhard, Bardo Herzig und Silke Grafe. 2010. Medienbildung in Schule und Unterricht: Grundlagen und Beispiele. UTB 3414. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.

Hinweise zum geschlechtergerechten Formulieren und weiterführende Links finden Sie auf der Seite «Sprachregelung» der PH Zürich. Konkrete Beispiele und praktische Lösungsansätze für den alltäglichen Gebrauch bietet der «Leitfaden für einen geschlechtergerechten sprachlichen Auftritt» (PHZH, Dezember 2020).

Hinweis: Kurzformen wie «die Forscher:innen» sind möglich, müssen aber vermieden werden, wenn die männliche und die weibliche Form nicht den gleichen Wortstamm haben (z.B. Arzt, Ärztin), verschiedene Endungen aufweisen (Kollege, Kollegin) oder unterschiedlich dekliniert werden: «den Forschern und Forscherinnen», «die Tutoren und Tutorinnen».

Die Deutschen Gesellschaft für Psychologie fasst in ihren Richtlinien zur Manuskriptgestaltung passend zusammen:

Geschlechtergerechte Sprache zielt auf die wertschätzende Sichtbarmachung von Frauen und Männern in der Sprache. Empfehlenswert ist dafür entweder konsistent die Formen weiblichen und männlichen Geschlechts zu nennen oder eine Form zur Sichtbarmachung der Vielfalt des sozialen Geschlechts zu nutzen und diese jeweils mit anderen neutralisierenden Formulierungen zu kombinieren. Für die präzise, elegante und geschlechtergerechte Formulierung wissenschaftlicher Texte ist sprachliche Kreativität im Schreibprozess hilfreich. (Deutsche Gesellschaft für Psychologie 2016, 49)

Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Hrsg. 2016. Richtlinien zur Manuskriptgestaltung. 4., überarbeitete u. erweiterte Aufl. Göttingen: Hogrefe.

Weber, Mirija. 2021. «Gender-Stern, Gender-Gap oder Doppelpunkt?» mirija-weber.ch/sprache (Blog von Mirija Weber), 1. Mai 2021. mirija-weber.ch/gender-stern-gender-gap-oder-doppelpunkt.

Offizielle Gesetzestexte gelten als Allgemeingut und können im Text in vereinfachter Form belegt werden. Auf einen Eintrag im Literaturverzeichnis kann verzichtet werden. Nennen Sie beim erstmaligen Zitieren eines Erlasses den Namen des Gesetzes/der Verordnung etc. (mit der offiziellen Abkürzung und falls vorhanden dem offiziellen Kurztitel), den Paragraf bzw. Artikel, das Erlassdatum sowie die Ordnungsnummer des Erlasses.

Beispiele:

Das Bundesgesetz über Radio und Fernsehen vom 24. März 2006 (RTVG; SR 784.40) regelt den Schutz von Minderjährigen bezüglich Werbung im Kinderprogramm und verlangt in Art. 13 Abs. 2 ausdrücklich: «Sendungen für Kinder dürfen nicht durch Werbung unterbrochen werden.» 
Gemäss Art. 10 Bundesgesetz über die Berufsbildung vom 13. Dezember 2002 (Berufsbildungsgesetz, BBG; SR 412.10) räumen die «Anbieter der Bildung in beruflicher Praxis und der schulischen Bildung [...] den Lernenden angemessene Mitspracherechte ein».
Laut § 23 Volksschulgesetz vom 7. Februar 2005 (VSG; LS 412.100) haben Lehrpersonen «das Recht, im Rahmen des Lehrplans, der obligatorischen Lehrmittel, des Schulprogramms und der Beschlüsse der Schulkonferenz den Unterricht frei zu gestalten».

Wird im Folgenden erneut auf den bereits zitierten Erlass Bezug genommen, genügen Kurzangaben wie Art. 27 RTVG oder § 50 Abs. 2 VSG.

Übersicht der offiziellen Abkürzungen:

Artikel: Art.

Paragraf: § (bei mehreren Paragrafen: §§ 5-9)

Absatz/Absätze: Abs.

Buchstabe (Litera): Bst./lit.

Ziffer/Ziffern: Ziff.

 

In ihrem Standardwerk zu Forschungsmethoden und Evaluation definieren Jürgen Bortz und Nicola Döring «graue» Literatur wie folgt:

Dabei handelt es sich um interne Papers und Skripte, Forschungsberichte, Schriftenreihen, Vorträge etc., die von Forschungseinrichtungen oder Einzelpersonen selbst vervielfältigt werden und nicht öffentlich in Verlagen erscheinen (also keine ISSN-Nummer für Zeitschriften bzw. ISBN-Nummer für Bücher erhalten), dennoch aber teilweise in Bibliotheken verfügbar sind. Zur grauen Literatur zählen – im Unterschied zu Dissertationen, die publikationspflichtig sind – auch Diplom- und Magisterarbeiten, die in der Regel nur in der Bibliothek der Heimatuniversität der Autorin bzw. des Autors archiviert sind. (Bortz u. Döring 2006, 360)

Da es sich bei grauer Literatur also nicht um Veröffentlichungen im engeren Sinn handelt und zahlreiche Materialien aus dem Internet in diese Kategorie fallen, «ist die sorgfältige Prüfung der Relevanz und Zuverlässigkeit der Quelle sehr wichtig» (ebd.). 

Literatur

Bortz, Jürgen und Nicola Döring. 2006. Forschungsmethoden und Evaluation: für Human- und Sozialwissenschaftler. 4., überarb. Aufl. Berlin: Springer.

Das Internet bietet Zugang zu einer Fülle von Daten und Informationsquellen. Diese können in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden. Allerdings muss von Fall zu Fall geprüft werden, ob die Informationen verlässlich und für eine fachliche Arbeit von Belang sind; vgl. Internet (Glaubwürdigkeit), Zitierfähigkeit.
Werden Dokumente aus dem Internet zitiert, gelten die gleichen Richtlinien wie für gedruckte Publikationen (vgl. die Checklisten auf dem Zitier-Kompass). Um die genaue Autorschaft/Herausgeberschaft, Erscheinungsdatum u.Ä. in Erfahrung zu bringen, sind sehr oft weitere Recherchen nötig. Unterstützung bietet die Rechercheberatung der Bibliothek

Ist auf einer Website oder einem eingestellten PDF (z.B. in einem Impressum) nicht ersichtlich, welche Fachpersonen oder Institutionen hinter dem Angebot stehen und wann der Inhalt erstellt wurde, ist daher Vorsicht geboten. Unter Umständen empfiehlt es sich, auf andere Quellen auszuweichen und nach entsprechenden Belegen in gut dokumentierten Fachpublikationen zu suchen. (Siehe dazu auch den Blogbeitrag unter blog.phzh.ch/schreibzentrum/2020/05/wie-zitiere-ich-keine-quelle/.)
Möchte man eine Internetseite trotz fehlender Deklaration der Urheberschaft beispielsweise zur Illustration oder als Beleg für einen Sachverhalt zitieren, sollten nähere Angaben (Titel der Webseite, URL, Betreiber der Domain) direkt im Fliesstext (in der Anmoderation bzw. als Anmerkung in einer Fussnote) mitgeliefert werden. Beispiel:

So betont auch der Informationstext unter der Rubrik «Gesundheitsförderung» auf dem Internetportal der Stiftung éducation21 einen engen Bezug zwischen sogenannten «Lebenskompetenzen» und Anliegen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (education21.ch/de/bne/zugaenge/gesundheitsfoerderung).

Handelt es sich um Dokumente, die auch in gedruckter Form publiziert wurden (z.B. Zeitungsartikel, Zeitschriftenbeiträge, E-Books), empfiehlt es sich, die Print-Version (mit genauen Seitenangaben, Verlag, Erscheinungsjahr) zu zitieren und in der Literaturliste allenfalls die URL zusätzlich aufzuführen (z.B. mit dem Hinweis: Online verfügbar unter ...). Eine Angabe des Zugriffsdatums erübrigt sich; massgebend ist immer das Erscheinungsdatum. Beispiele:

Artikel aus Fachzeitschrift 

Bräuer, Gerd und Kirsten Schindler. 2010. «Authentische Schreib­aufgaben im schulischen Fachunterricht.» ­Zeitschrift Schreiben, 15. Jan. 2010, 1–6. zeitschrift-schreiben.eu/de/jahr/2010.

Ritterfeld, Ute, Sandra Niebuhr, Christoph Klimmt und Peter Vorderer. 2006. «Unterhaltsamer Mediengebrauch und Spracherwerb: Evidenz für Sprachlernprozesse durch die Rezeption eines Hörspiels bei Vorschulkindern.» Zeitschrift für Medienpsychologie 18 (2): 60–69. doi:10.1026/1617-6383.18.2.60.

Witz, Christina. «Sexting und sexuelle Grenzverletzungen an Schulen: Lehrpersonen als Ansprechpersonen bei nicht-konsensuellen Praktiken.» MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 17. Nov. 2021, 69–88. medienpaed.com/article/view/1286. 

 Zeitungsartikel

Doelker, Christian. 2011. «Medienaus­bildung als Lebensschule: Der Alltag – ‹online› und ‹offline›.» Neue Zürcher Zeitung, 29. Juni 2011, 67. Online verfügbar unter: nzz.ch/aktuell/startseite/medienausbildung-als-lebensschule-1.11095052.

Online-Lexikon

«Faultiere.» 2019. In Klexikon – das Freie Kinderlexikon, hrsg. v. der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V. Letzte Änderung 27.3.2019. klexikon.zum.de/wiki/Faultiere.

Hartmann, Britta und Hans Jürgen Wulff. 2012. «Montagesequenz.» In Das Lexikon der Filmbegriffe, hrsg. v. Hans Jürgen Wulff. Kiel: Christian-Albrechts-Universität, Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien, 2011–. Letzte Änderung 13.10.2012. filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=259.

Webseite (Webpage)

Volksschulamt Zürich. 2021. «Rechte und Pflichten der Eltern.» zh.ch/de/bildung/schulen/volksschule/rechte-und-pflichten-der-eltern.html. Zugriff: 1.12.2021.   

Website

Titel von Websites* werden laut Chicago Manual of Style im Text und in Anmerkungen nicht kursiv und ohne Anführungszeichen gesetzt, zum Beispiel: das Projekt Gutenberg, die Internet Movie Database (IMDb) oder soziale Netzwerkdienste wie Facebook.

*Website meint den gesamten Webauftritt, der unter einer bestimmten Webadresse zu finden ist. Eine Website besteht aus der Startseite und weiteren, untergeordneten Webseiten – nicht zu verwechseln mit einer einzelnen Webseite (engl. webpage).

PDF aus dem Internet (Siehe auch  Broschüren)

Abderhalden, Irene und Kerstin Jüngling, unter Mitarbeit von Cornelia Waser. 2019. «Selbstwirksamkeit: Eine Orientierungshilfe für Projekt- und Programmleitende der kantonalen Aktionsprogramme zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Lebenskompetenzen.» Bern: Gesundheitsförderung Schweiz. Verfügbar unter: gesundheitsfoerderung.ch/kantonale-aktionsprogramme/psychische-gesundheit/kinder-und-jugendliche/fokusthemen/selbstwirksamkeit.html bzw. iguk.de/wp-content/uploads/KJ_Selbstwirksamkeit-1.pdf. 

Gersbach, Sarah (Redaktion). 2018. «Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsförderung: viel versprechende Verbindungen.» éducation21. Bern: éducation21. PDF verfügbar unter: education21.ch/de/bne/zugaenge/gesundheitsfoerderung. 

Blogbeitrag

Titel von Blogs können kursiv gesetzt werden, wenn sie (analog zu Zeitschriften und Büchern) wie selbständige Veröffentlichungen erscheinen, z.B. die Encyclopaedia Britannica OnlineWikipedia oder die Online-Version des Oxford English Dictionary. Einzelne Beiträge und Postings werden dann wie Artikel in einer Zeitschrift (mit Erscheinungsdatum) nachgewiesen: 

Hustvedt, Siri. 2008. «Lifting, Lights, and Little People.» Migraine: Perspectives on a Headache (Blog), New York Times, 17. Feb. 2008. migraine.blogs.nytimes.com/2008/02/17/lifting-lights-and-little-people.

Wampfler, Philippe. 2014. «Die Wirksamkeit digitaler Medien in der Schule.» Schule Social Media (Blog von Philippe Wampfler), 11. Nov. 2014. schulesocialmedia.com/2014/11/11/die-wirksamkeit-­digitaler-medien-in-der-schule.

Weber, Mirija. 2021. «Kommas bei Infinitiven: Die wichtigsten Regeln – und ein einfacher Grundsatz.» mirija-weber.ch/sprache (Blog von Mirija Weber), 30. Dezember 2021. mirija-weber.ch/kommas-bei-infinitiven-die-wichtigsten-regeln-und-ein-einfacher-grundsatz.

Online-Video (Youtube, Vimeo, TED Talks etc.)

Dennett, Dan. «The illusion of Consciousness.» TED2003, Feb. 2003. ted.com/talks/dan_dennett_on_our_consciousness.

Gelderblom, Peet. 2016. «Hitchcock & De Palma Split Screen Bloodbath.» Vimeo, 25.11.2016. vimeo.com/193068848.

Iten, Oswald. 2017. «Ganz schön ambivalent: Soundtrackanalyse von Jackie.» Filmbulletin: Zeitschrift für Film und Kino 5: 62–63. Videoessay verfügbar unter: filmbulletin.ch/full/videoessay/2017-7-24_ganz-schon-ambivalent.

Pädagogische Hochschule Zürich. 2017. «Kompetenzorientierung – eine Übersicht.» Konzept & Idee: Marlen Fiechter und Susanna Larcher. Drehbuch: Susanna Larcher und Werner Burger. Zürich: PH Zürich, Digital Learning. YouTube, 14.6.2017. youtu.be/x1AQP4gYgzs.

Siehe auch die Beispiele unter Broschüren, Wikipedia, Youtube sowie den Blogbeitrag «Wie zitiere ich keine Quelle?» 



Was tun, wenn die verantwortlichen Betreiber oder Autoren einer Internetseite nicht namentlich genannt werden, wenn kein Erscheinungs- oder Aktualisierungsdatum aufgeführt wird etc. etc.? – Vergleichbar mit einer anonymen Notiz oder einem Infotainmentbeitrag aus der Tagespresse taugt der Inhalt einer Website in solchen Fällen höchstens zur Illustration oder für eine Randbemerkung. Die Frage lautet dann nicht, wie diese Internetquelle korrekt zitiert und im Literaturverzeichnis nachgewiesen wird, sondern ob die Inhalte den fachlichen Ansprüchen der Arbeit genügen (siehe auch Zitierfähigkeit) . 

Glaubwürdigkeits-Check

Unabhängig davon, ob es sich um gedruckte, audiovisuelle oder digitale Quellen handelt, müssen Informationen, die für schriftliche Arbeiten an der PH verwendet werden, stets kritisch beurteilt werden. Zur Einschätzung von Websites weisen Maurer und  Gurzeler in ihrem Handbuch Kompetenzen (2012, 46) auf folgende Aspekte hin: 

Stil und Aufmachung Ist die Struktur professionell und übersichtlich?
Ist die Site gepflegt und aktualisiert? Hat es keine ungültigen Links, nichtssagende Bilder, unnötige Animationen, Werbung usw.?
Vertrauenswürdigkeit Stehen hinter der Website vertrauenswürdige Quellen oder bekannte Fachpersonen?
Ist der Name des Webmasters aufgeführt? Wie ist die Qualität der Links?
Aktualität Wie aktuell ist der Inhalt? Wann wurde die Website das letzte Mal aktualisiert?
Verifizierbarkeit Lassen sich die Informationen mit anderen Dokumenten belegen?

Die Überprüfung einer Internetquelle kann auch entlang der folgenden Fragen von Saferinternet.at vorgenommen werden: 


(cc) Saferinternet.at lizenziert unter BY-SA

Siehe auch Beiträge aus dem Internet im Literaturverzeichnis oder den Eintrag zu Wikipedia.

Literatur

Maurer, Hanspeter und Beat Gurzeler. 2012. Handbuch Kompetenzen: Strategien zur Förderung überfachlicher Kompetenzen. 6. Aufl. Bern: hep verlag.

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Siehe den Blogbeitrag «Wo kommt der Punkt?»  

Zur Interpunktion bei Bildlegenden siehe den Eintrag Bildunterschrift.

Veröffentlichte Interviews – in Büchern, Zeitschriften, als Radio- oder Fernsehbeitrag oder in Internet – werden in wissenschaftlichen Arbeiten wie andere unselbständige Beiträge nachgewiesen.

Beispiel:

Auf die Frage, ob er in jungen Jahren Tagebuch geführt habe, antwort der norwegische Autor Karl Ove Knausgård: «Yes, I did, but I burned them when I was twenty-five or twenty-six» (Barron 2013).
Schreiben sei für ihn «eine konzentrierte Form des Denkens», hält der amerikanische Schriftsteller Don DeLillo in einem Interview fest. «Ich weiss nicht, wie ich über bestimmte Dinge denke, bis ich mich hinsetze und versuche, darüber zu schreiben» (DeLillo 1995, 89). Arbeit an der Sprache war auch für Friedrich Dürrenmatt Arbeit am Gedanken: «Schreiben ist eine dialektische Bewegung, Schreiben ist ein ständiges Fortschreiten an sich, ein Vertiefen; Schreiben ist eine Form des Denkens, eine ganz bestimmte Technik des Denkens» (Arnold 1990, 350).

Die entsprechenden Angaben im Literaturverzeichnis lauten dann wie folgt:

Arnold, Heinz Ludwig. 1990. Schriftsteller im Gespräch mit Heinz Ludwig Arnold I: Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen, Günter Grass, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt. Zürich: Haffmans.

Barron, Jesse. 2013. «Completely Without Dignity: An Interview with Karl Ove Knausgaard.» The Paris Review, 26.12.2013: http://www.theparisreview.org/blog/2013/12/26/completely-without-dignity-an-interview-with-karl-ove-knausgaard/.

DeLillo, Don. 1995. «Kennedy wurde im Film erschossen, Oswald im Fernsehen: Adam Begley im Gespräch mit Don DeLillo.» Neue Rundschau 2: 89–110.

Bei unveröffentlichten Interviews oder persönlichen Mitteilungen können nähere Angaben (Veranstaltung, Ort und Datum) direkt im Text untergebracht werden, z.B. in der Anmoderation («Wie die Autorin im Anschluss an ihre Lesung im Schulhaus Mattenbach in Winterthur sagte, sei es für sie ...»), in Klammern oder als kommentierte Anmerkung in einer Fussnote. Ein Nachweis im Literaturverzeichnis erübrigt sich.

Werden in einer empirischen Arbeit Aussagen aus einer eigenen Befragung zitiert oder zusammenfassend wiedergegeben, lässt sich auf die Interivewpassage im Anhang der Arbeit verweisen. Für eine klare Zuordnung empfiehlt es sich in diesem Fall, die beigefügte Transkription des Gesprächs mit Zeilennummerierung zu versehen.

Kapitel aus einem Buch sind unselbständige Publikationen und werden als Beiträge in einem Sammelband  separat ins Literaturverzeichnis aufgenommen (siehe Beispiele im «Zitier-Kompass»). Das gilt auch, wenn die Verfasser:innen des Beitrags mit der Herausgeberschaft des Sammelbandes identisch sind:

Kiesel, Andrea und Hans Spada. 2018. «Einführung.» In Lehrbuch Allgemeine Psychologie, hrsg. v. Andrea Kiesel und Hans Spada, 17–33. 4., vollständig überarbeitete u. erweiterte Aufl. Bern: Hogrefe.

In Ausnahmefällen kann auch ein Buchkapitel aus einer Monografie einzeln aufgeführt werden, etwa wenn für die eigene Arbeit nur dieses eine Kapitel berücksichtigt wurde und dieses eine inhaltliche Einheit bildet. Beispiel: In ihrer Monografie Dramaturgien des Films beschäftigt sich die Filmwissenschaftlerin Michaela Krützen in einem Unterkapitel auf S. 124–158 ausführlich mit dem Spielfilm Fight Club von David Fincher. Diese Analyse kann im Literaturverzeichnis wie folgt dokumentiert werden: 

Krützen, Michaela. 2010. «Fight Club: Ein Ich-Gestörter.» In Dramaturgien des Films: Das etwas andere Hollywood, 124–158. Frankfurt/M.: S. Fischer.

Beim folgenden Beispiel handelt es sich um eine Monografie von zwei Autorinnen:

Sturm, Afra und Mirjam Weder. 2015. Schreibkompetenz, Schreibmotivation, Schreibförderung: Grundlagen und Modelle zum Schreiben als soziale Praxis. Seelze: Kallmeyer.

Wie dem Inhaltsverzeichnis zu entnehmen ist, haben die beiden Autorinnen jedoch nicht alle Kapitel zu zweit verfasst. Entsprechend müsste Kapitel 4 (von Afra Sturm) einzeln wie folgt bibliografiert werden: 

Sturm, Afra. 2015. «Schreibstrategien.» In Schreibkompetenz, Schreibmotivation, Schreibförderung: Grundlagen und Modelle zum Schreiben als soziale Praxis, von Afra Sturm u. Mirjam Weder, 64–93. Seelze: Kallmeyer.

Möglich wäre es auch, ein Zitat im Text so anzumoderieren, dass die jeweilige Autorschaft des Kapitels klar hervorget – z.B.: Wie Afra Sturm in Kapitel 4 zu «Schreibstrategien» hervorhebt ... – und im Kurzbeleg auf die Monografie zu verweisen: (Sturm u. Weder 2015, 66). Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn aus unterschiedlichen Kapiteln zitiert wird und man diese nicht alle einzeln ins Literaturverzeichnis aufnehmen möchte. 

Viele Arbeiten an der PH Zürich (wie Leistungsnachweise, Portfolio) nehmen Bezug auf die 12 Standards der Ausbildung. Beschrieben werden diese unter anderem in der Broschüre «Kompetenzstrukturmodell» des Prorektorats Ausbildung. Da es sich bei dieser internen Publikation um sogenannte graue Literatur handelt, reicht es, wenn im Text auf die Handreichung verwiesen wird. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis ist nicht zwingend erforderlich. Ergänzende Angaben zur Broschüre können nach Bedarf als Anmerkung in einer Fussnote geliefert werden: 

Pädagogische Hochschule Zürich. 2018. «Kompetenzstrukturmodell: Ausbildungsmodell.» Zürich: PH Zürich, Prorektorat Ausbildung. https://tiny.phzh.ch/Kompetenzstrukturmodell

«Indirekte Zitate werden üblicherweise nicht in indirekter Rede wiedergegeben (also Indikativ statt Konjunktiv). Man kann den Konjunktiv allerdings verwenden, um sich als Verfasser von einer zitierten Aussage zu distanzieren oder diese als fragwürdig, zweifelhaft darzustellen (Die Autoren behaupten, es habe auf diesem Gebiet seit Jahren keinen Fortschritt gegeben)» (Kühtz 2016, 62–63, Hervorhebung im Original; s.a. Esselborn-Krumbiegel 2014, 117–118).

 

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2014.  Richtig wissenschaftlich schreiben: Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen. UTB 3429. 3., durchgesehene Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh. Kühtz, Stefan. 2016. Wissenschaftlich formulieren: Tipps und Textbausteine für Studium und Schule. UTB 3471. 4., erweiterte Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Titel selbstständiger Publikationen werden im Text sowie im Literaturverzeichnis kursiv gesetzt, um sie von Artikeln und Beiträgen abzuheben, die lediglich Teil eines Werkes sind und deshalb nur in Anführungszeichen stehen. 

Als selbständige Veröffentlichungen gelten Bücher (Romane, Sachtitel, wissenschaftliche Sammelbände mit Herausgeber, Lexika), Zeitschriften und Zeitungen, Theaterstücke, Kinofilme, DVDs, Musik-CDs, Hörbucher etc. 

Der Titel einer Sammlung von Aufsätzen oder Kurzgeschichten, die in Buchform erscheinen, wird demnach kursiv gesetzt, während eine einzelne Geschichte oder ein Artikel darin in Anführungszeichen steht. Das Gleiche gilt entsprechend für eine Zeitschrift mit unterschiedlichen Artikeln, eine Audio-CD mit mehreren Musikstücken, ein Programmgefäss in Radio oder Fernsehen mit einzelnen Sendebeiträgen oder einen Fotoband mit zahlreichen Abbildungen. Zu Internetseiten siehe Internet: Websites und Blogs.

Beispiele: 

Ingeborg Bachmanns Erzählung «Undine geht» erscheint 1961 in ihrem Erzählband Das dreissigste Jahr. Peter von Matt bezeichnet das Prosapoem in Liebesverrat: Die Treulosen in der Literatur als «eine der radikalsten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Verrat in der Liebe überhaupt» (von Matt 1989, 230).

 

Der Rocksong «Bohemian Rhapsody» war der erste Nummer-eins-Hit der britischen Gruppe Queen und wurde im Jahr 1975 auf dem Studioallbum A Night at the Opera veröffentlicht. 

 

Hinweis: Zitierte Passagen (ob in Anführungszeichen oder als Blockzitat) werden im Text nicht kursiv gesetzt, es sei denn, sie sind bereits im Original kursiv ausgezeichnet. Zu Hervorhebungen siehe auch den Eintrag unter eckige Klammern

Wenn in einer wissenschaftlichen Arbeit aus einer anderen Publikation zitiert oder auf verwendete Fachliteratur hingewiesen wird, ist die Quelle durch einen Kurzbeleg in Klammern anzugeben. Die Angaben nennen Autor und Jahrzahl der verwendeten Ausgabe sowie (nach einem Komma) die betreffende Seite, auf der die zitierte oder paraphrasierte Textstelle zu finden ist.

Beispiel

Der Psychologe Franz E. Weinert versteht unter Kompetenzen «die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen [...]» (Weinert 2014, 27).

Jeder Kurzbeleg im Text muss eindeutig auf einen Eintrag im Literaturverzeichnis verweisen. In diesem Beispiel lauten die vollständigen Angaben:

Weinert, Franz E. 2014. «Vergleichende Leistungsmessung in Schulen – eine umstrittene Selbstverständlichkeit.» In Leistungsmessungen in Schulen, hrsg. v. Franz E. Weinert, 17–31. 3., aktualisierte Aufl. Weinheim u. Basel: Beltz.

 

Bei Publikationen mit gleicher Autor- oder Herausgeberschaft aus dem gleichen Jahr werden die Jahrzahlen in Kurzbeleg sowie Literaturverzeichnis durch Kleinbuchstaben unterschieden, also z.B. 2019a und 2019b.
Handelt es sich hingegen um verschiedene Verfasser:innen mit identischem Nachnamen und gleichem Erscheinungsjahr, kann im Kurzbeleg zur Unterscheidung die Initiale des Vornamens hinzugefügt werden, z.B.:
(P. Müller 2016, 27)
(F. Müller 2016, 68)

Siehe auch Haupteintrag Kurzbeleg

Lehrmittel, didaktische Handreichungen und Studienbücher mit klar ausgewiesener Autor- bzw. Herausgeberschaft können wie andere Bücher und Sammelbände behandelt werden.

Bei Lehrmitteln, die unter ihrem Titel geläufig sind und in Texten so zitiert werden, empfiehlt es sich jedoch, diese Werke (vgl. Publikationen ohne Autorschaft) im Literaturverzeichnis unter ihrem Titel zu führen. Dafür spricht auch, dass die Autorinnen und Autoren in der Regel weder auf dem Umschlag noch auf dem Titelblatt namentlich erwähnt werden, sondern nur im Impressum aufgelistet sind. Die Mitglieder des Autorenteams können als Zusatzinformation dennoch am Schluss des Eintrags aufgeführt werden.

Bei längeren Werktiteln dürfen beim Kurzbeleg im Text verkürzte Formen verwendet werden, solange klar ist, auf welchen Eintrag im alphabetischen Literaturverzeichnis damit verwiesen wird, z.B.: (Sprachland Trainingsbuch 2010).

Beispiele:

Berner, Hans, Urban Fraefel und Barbara Zumsteg, Hrsg. 2011. Didaktisch handeln und denken 1: Fokus angeleitetes Lernen. Zürich: Verlag Pestalozzianum.

Luder, Reto, André Kunz und Cornelia Müller Bösch, Hrsg. 2014. Inklusive Pädagogik und Didaktik. Zürich: 2014 Publikationsstelle der PH Zürich. 

Medienkompass 2: Medien und ICT für die Sekundarstufe. 2020. 6. Aufl. Zürich: Lehrmittelverlag des Kantons Zürich. www.medienkompass.ch.

Medienkompass 2: Medien und ICT für die Sekundarstufe; Kommentar. 2019. 6. Aufl. Zürich: Lehrmittelverlag des Kantons Zürich. www.medienkompass.ch

Sprachland: Sprachlehrmittel für die Mittelstufe; Grundlagen. 2009. Zürich: Lehrmittelverlag des Kantons Zürich / Bern: schulverlag blmv. Inhaltliche Projektleitung: Elsbeth Büchel u. Ursina Gloor. http://www.sprachland.ch.

Sprachland: Sprachlehrmittel für die Mittelstufe; Trainingsbuch. 2010. Zürich: Lehrmittelverlag Zürich / Bern: Schulverlag plus. Autorenteam: Elsbeth Büchel, Harriet Bünzli, Ursina Gloor, Dieter Isler, Katharina Marti, Claudia Neugebauer, Christine Tresch, Nathalie Vital u. Michelle Waldispühl. http://www.sprachland.ch.

Beispiele

Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Hrsg. 2017. Lehrplan Volksschule: Gesamtausgabe. Lehrplan für die Volksschule des Kantons Zürich auf der Grundlage des Lehrplans 21, vom Bildungsrat des Kantons Zürich am 13. März 2017 erlassen. Zürich:  Bildungsdirektion des Kantons Zürich. zh.lehrplan.ch. (PDF verfügbar unter zh.lehrplan.ch/container/ZH_DE_Gesamtausgabe.pdf). 

Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK), Hrsg. 2016. «Medien und Informatik.» In Lehrplan 21: Gesamtausgabe. Von der D-EDK Plenarversammlung am 31.10.2014 zur Einführung in den Kantonen freigegebene Vorlage, bereinigte Fassung vom 29.2.2016, 479–497. Zugriff 5.2.2021. Luzern: D-EDK-Geschäftsstelle. v-ef.lehrplan.ch/container/V_EF_DE_Gesamtausgabe.pdf. 

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Hrsg. 2004. Bildungsplan 2004: Grundschule. Stuttgart: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Zugriff 18.3.2017. www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsplaene/Grundschule/Grundschule_Bildungsplan_Gesamt.pdf. 

Auf Inhalte von Lehrveranstaltungen, Vorlesungen, Referate, Schulungs- und Arbeitsunterlagen oder PowerPoint-Präsentationen kann zwar informell Bezug genommen werden, aber wie bei Modulskripten handelt es sich dabei um Tertiärquellen.
Da zu Unterrichtszwecken zusammengestellte Materialien sich meist auf fremde Quellen (Fachliteratur, Studienbücher, Forschungsergebnisse) stützen, sollten in einer wissenschaftlichen Arbeit diese Publikationen herangezogen und zitiert werden. 

Siehe auch graue Literatur, Lernobjekt, Skripte, Tertiärquellen.

Siehe die Einträge unter Selbstplagiat und Skripte

Die Lernobjekte der PH Zürich sind multimediale Lerneinheiten, die in Ausbildungsmodulen und zum Selbststudium zum Einsatz kommen. Wie andere Publikationen werden sie unter Angabe von Autorschaft, Titel etc. nachgewiesen. Sind die Lernobjekte nicht öffentlich zugänglich, werden sie als graue Literatur behandelt. 

Beispiele von Lernobjekten der PH Zürich, die als E-Books verfügbar sind.

Brändli, Sabina und Stefan Baumann. 2017. Zoom in ferne Welten: Filmeinsatz in Geschichte und Geografie. Ein Lernobjekt der PH Zürich. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. E-Book (beook).Bürgler-Hochuli, Beatrice, Urs Bisang, Andreas Hug und Lukas Richli. 2014. Geschichtsbewusstsein. Ein Lernobjekt der PH Zürich. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. E-Book (beook).

Egloff, Bruno und Thomas Zalokar. 2015. Sicherheit und Gesundheit im Schwimmunterricht. Ein Lernobjekt der PH Zürich. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. Lernobjekt (ILIAS), E-Book (beook).

Lienert Wolfisberg, Sonja. 2019. Motorische Entwicklung. Ein Lernobjekt der PH Zürich. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. Lernobjekt (ILIAS). Online öffentlich zugänglich unter: https://tiny.phzh.ch/motorische-entwicklung.

Loder Büchel, Laura. 2017. English in the Primary School Toolbox. Ein Lernobjekt der PH Zürich. 2. Aufl. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. E-Book (beook).Roost, Dominik. 2016. Filme erzählen Geschichten: Szenarien für den Unterricht. Dossiers Medien im Komtext. Ein Lernobjekt der PH Zürich. 2. Aufl. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. E-Book (beook).

Siehe auch Forschungsstand

Die traditionelle Literaturübersicht vermittelt einen Überblick über die vorhandene Literatur zu einem bestimmten Themengebiet. Dazu gibt der Schreibende in der Regel den aktuellen Stand der Forschung in einer komprimierten und übersichtlichen Darstellung wieder, interpretiert dieses Wissen und analysiert es kritisch. Eine gute Literaturübersicht geht also über eine reine Beschreibung der Sekundärtexte hinaus und zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Quellen auf. (Prexl 2017, 17)

 

Prexl, Lydia. 2017. Mit der Literaturübersicht die Bachelorarbeit meistern. Für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. UTB 4549. Konstanz u. München: UVK Verlagsgesellschaft mit UVK/Lucius. 

Die PH Zürich stellt ihren Mirarbeitenden und Studierenden eine Campuslizenz für Citavi zur Verfügung. Weitere Informationen und Einführungen bietet die Bibliotheksberatung

Literaturverwaltungsprogramme dienen dem Recherchieren, Sammeln, Verwalten und Zitieren von Quellen und Informationen. Sie erleichtern das wissenschaftliche Arbeiten und Forschen und erlauben den Nutzerinnen und Nutzern, sich eine eigene Datenbank mit Literaturhinweisen, Volltexten und Dokumenteninformationen anzulegen.

Auf dem Markt sind verschiedene – qualitativ vergleichbare – Programme im Einsatz, z.B. Citavi, Endnote, Zotero. Eine Übersicht über die gängigen Programme bietet die Website der Universitätsbibliothek der Technischen Universität München. 

Siehe Haupteintrag.

Zur Frage, was im Literaturverzeichnis oder im Text nachgewiesen wird, siehe auch den Eintrag Anmerkungen und die Ausführungen im Beitrag «Q&A Zitieren #1: Gehört das alles ins Literaturverzeichnis?» im Blog des Schreibzentrums. 

Grundlegende N[achschlagewerke] wie z. B. der Rechtschreib-DUDEN, eine chemische Formelsammlung wie das Periodensystem, die Logarithmentafel sowie das Who is Who? als Personennachschlagewerk gelten als Basis-Hilfsmittel, die weder in einer Fussnote zitiert noch im Literaturverzeichnis aufzuführen sind. Im Gegenteil: Das Referenzieren solcher Werke gilt als banal. (Haines 2009, 90)

 

Soll im Text auf einen substanziellen Eintrag in einem einschlägigen Handbuch oder Fachlexikon verwiesen werden, kann dieser wie ein Artikel aus einem Sammelband belegt werden. Meist sind hier die Verfasser/innen eines Beitrages sogar namentlich aufgeführt oder lassen sich anhand eines Kürzels identifizieren. 

Beispiele für Einträge im Literaturverzeichnis: 

Hartmann, Britta und Hans Jürgen Wulff. 2012. «Montagesequenz.» In Das Lexikon der Filmbegriffe, hrsg. v. Hans Jürgen Wulff. Kiel: Christian-Albrechts-Universität, Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien, 2011–. Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012. http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=259. 

Peters, Kathrin und Andrea Seier. 2014. «Gender Studies.» In Handbuch Medienwissenschaft, hrsg. v. Jens Schröter, Jens, unter Mitarbeit v. Simon Ruschmeyer u. Elisabeth Walke, 528–536. Stuttgart u. Weimar: J. B. Metzler.

Wagner, Ulrike. 2005. «Konvergenz.» In Grundbegriffe Medienpädagogik, hrsg. v. Jürgen Hüther u. Bernd Schorb, 222–228. 4., vollständig neu konzipierte Aufl. München: kopaed.

Wolf, Werner. 1998. «Illusionsbildung.» In Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie: Ansätze – Personen – Grundbegriffe, hrsg. v. Ansgar Nünning, 230–231. Stuttgart: J.B. Metzler.  

Bei gängigen Nachschlagewerken, Lexika oder Wörterbüchern ist hingegen kein Eintrag im Literaturverzeichnis erforderlich (siehe auch Wikipedia). Angaben zur verwendeten Quelle können direkt in den Fliesstext eingeflochten oder bei längeren Angaben als Anmerkung in einer Fussnote untergrebracht werden. Anstelle der Seitenzahl wird bei alphabetisch geordneten Nachschlagewerken mit dem Kürzel s.v. (für Lat. sub voce bzw. sub verbo) auf das Stichwort verwiesen, unter dem der Eintrag zu finden ist.  

Beispiele:

«Zu den Abkürzungen gehören Akronyme, Kurzwörter, Initialwörter, Buchstabenketten und Kürzel. [...] Das Wort ‹Abkürzung› wird durch die Abkürzung ‹Abk.› abgekürzt» (Wikipedia, s.v. «Abkürzung», letzte Änderung 5.11.2015, de.wikipedia.org/wiki/Abkürzung).

Der Begriff des Schulwesens umfasst «einerseits die institutionellen Strukturen, in denen der Schulunterricht erteilt wird, andererseits die organisierte Vermittlung von Wissen durch eine Lehrperson (Lehrer) an einzelne Schüler oder an eine Gruppe (Klasse) von Schülern» (Historisches Lexikon der Schweiz (e-HLS), s.v. «Schulwesen», 21.11.2012, www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D10396.php).

Laut Duden-Redaktion handelt es sich bei einem Zitat um eine «wörtlich angefŸührte Belegstelle» (Duden – Das Fremdwšörterbuch, 10. Aufl. [CD-ROM, Mannheim 2010], s.v. «Zitat».) bzw. um eine als Beleg dienende «wörtlich zitierte Textstelle» (Duden, s.v. «Zitat», Zugriff 6.12.2015, www.duden.de/rechtschreibung/Zitat).

 

Literatur

Haines, Maria. 2009. ABC der wissenschaftlichen Abschlussarbeit. UTB 3292. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

 

Siehe auch Tertiärquelle.

Paraphrasen sind Umschreibungen mit anderen Worten. Gelegentlich spricht man auch von «indirekten Zitaten». In wissenschaftlichen Texten kommen sie zum Zug, wenn eine Textquelle nicht wörtlich zitiert, sondern sinngemäss wiedergegeben werden soll. Wichtig: Bezieht sich die Paraphrase auf bestimmte Textpassagen oder ein ganzes Kapitel eines Werks, so muss im Kurzbeleg (ähnlich wie bei einem direkten Zitat) auch der Seitenumfang bzw. ein Hinweis auf das betreffende Kapitel genannt werden. (Wie bei wörtlichen Zitaten wird auch bei der Paraphrase der Kurzbeleg vor dem Schlusspunkt eingefügt.)

Eine Paraphrase soll nicht nur umformulieren, sondern eine Verständnisbrücke zur verwendeten Quelle bauen. Hierfür wird der Ausgangstext bezüglich Umfang und Schwierigkeitsgrad reduziert und dem eigenen Wortlaut angepasst. Deshalb rät die Schreibberaterin Helga Esselborn-Krumbiegel: «Vermeiden Sie blosse Paraphrasen. Formulieren Sie stattdessen das Wichtigste knapp und präzise!» (2017, 123).

Nützlich sind Umschreibungen für die Leserinnen und Leser vor allem dann, wenn sie den Ausgangstext verständlich zusammenfassen, einen theoretischen Ansatz oder einen Befund verdichten und dessen Kernpunkte und Bedeutung für die vorliegende Arbeit herausstreichen. Werden in einem Forschungsüberblick mehrere Basistexte einander gegenübergestellt, ist es für die Lesenden hilfreich, wenn die referierten Positionen in die gleiche Fachsprache «übersetzt» und erläutert werden. Zudem kann die Paraphrase, wie die Schreibforscherin Kirsten Schindler anmerkt, «über die Wiedergabe auch eine Interpretation des Ausgangstextes liefern» (2011, 24). 

Ähnliches gilt für die Auswertung von Interviews oder Zusammenfassungen, wie folgendes Blockzitat verdeutlicht: 

Paraphrasen werden dort für sinnvoll und/oder notwendig gehalten, wenn es darum geht, längere, auch von Verzögerungen gekennzeichnete Passagen zusammenzufassen, auf ihren gedanklichen Kern zu bringen oder gedankliche Varianten oder Erläuterungen zu bündeln. (Lange 2008, 52)

 

Literatur

Dahinden, Urs, Sabina Sturzenegger und Alessia C. Neuroni. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten in der Kommunikationswissenschaft. UTB 2787. 2., korrigierte und aktualisierte Aufl. Bern: Haupt.

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2017. «Komprimieren statt paraphrasieren.» In Richtig wissenschaftlich schreiben: Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen, 122–123. UTB 3429. 5., aktualisierte Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Lange, Bernward. 2008. «Imagination aus der Sicht von Grundschulkindern.» In Die Praxis der Qualitativen Inhaltsanalyse, hrsg. v. Philipp Mayring u. Michaela Gläser-Zikuda, 37–62. 2. Aufl. Weinheim u. Basel: Beltz.

Schindler, Kirsten. 2011. Klausur, Protokoll, Essay: Kleine Texte optimal verfassen. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Ulmi, Marianne, Gisela Bürki, Annette Verhein und Madeleine Marti. 2017. «Den Sinn von Paraphrasen und Zitaten verstehen.» In Textdiagnose und Schreibberatung: Fach- und Qualifizierungsarbeiten begleiten, 178–185. UTB 8544. 2., aktualisierte Aufl. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Um ein Plagiat handelt es sich, wenn in einem Text Passagen oder Gedanken aus einem anderen Text übernommen werden, ohne deren Quelle zu bezeichnen. Der Autor oder die Autorin weckt damit den Anschein, es handle sich um eigene Formulierungen oder Ideen (vgl. Voss 2017, 125; Prexl 2019, 106). Dies stellt einen Verstoss gegen die wissenschaftliche Redlichkeit dar. 

Eine besondere Aufgabe bei der Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit ist das Zitieren. Übernommenes fremdes Gedankengut ist in jedem Fall – egal ob als wörtliches oder sinngemässes Zitat – als solches kenntlich zu machen. [...] Das blosse Umformulieren von fremden Aussagen und Textpassagen, das Paraphrasieren, schützt Sie nicht vor einem Plagiatsvorwurf!
Kurz: Eigene Erkenntnisse und jene anderer Autor*innen müssen also jeweils erkennbar und nachvollziehbar sein. (Karamasin u. Ribing 2017, 19)

Siehe auch Paraphrase, Selbstplagiat, Plagiatsprävention


Karmasin, Matthias und Rainer Ribing. 2017. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten: Ein Leitfaden für Facharbeit/VWA, Seminararbeiten, Bachelor-, Master-, Magister- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen. 9., überarbeitete und aktualisierte Aufl. UTB 2774. Wien: Facultas.

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Voss, Rödiger. 2017. Wissenschaftliches Arbeiten ... leicht verständlich. 5., überarb. Aufl. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft (mit UVK/Lucius München).

In einer wissenschaftlichen Arbeit geben Verfasserinnen und Verfasser unmissverständlich an, auf welchen Daten und Textquellen ihre Erkenntnisse und Ergebnisse beruhen. Für Leserinnen und Leser «muss an jeder Stelle offenkundig sein, ob eigenes Gedankengut [...] dargeboten oder fremdes referiert wird» (Stephany u. Froitzheim 2009, 76). Dies gilt ohne Einschränung auch dann, wenn übernommene Inhalte lediglich zusammengefasst oder umformuliert werden (siehe Paraphrase).

Unter einem Plagiat versteht man also die Wiedergabe eines anderen Textes oder Gedankens ohne die Anzeige der zugrunde liegenden Quelle(n), die den Anschein weckt, der Gedanke sei vom Autor der Arbeit selbst. Grober geistiger Diebstahl wird von der titelvergebenden Hochschule mit ungenügenden Noten bestraft und kann zudem zum Schadensersatz gegenüber dem Urheber führen. (Voss 2017, 125)

Um Qualifizierungsarbeiten hinsichtlich Plagiaten zu überprüfen, setzen inzwischen viele Institutionen auf sogenannte «Plagiatssofware». So auch die PH Zürich. Bevor Studierende ihre Arbeiten definitiv einreichen, erhalten sie die Möglicheit, ihren Text in einem Selbsttest vorgängig überprüfen zu lassen (siehe Digital Learning: Plagiatsprävention). Wie sie dabei genau vorgehen und was die Prozentangaben zu bedeuten haben, zeigt ein kurzes Erklärvideo.
Da die Software in erster Linie nach identischen Textstellen in Publikationen, bisherigen Arbeiten und auf Webseiten sucht, werden mitunter «Treffer» angezeigt, die keinen Plagiatsverdacht nahelegen (vgl. Prexl 2019, 115–116). Dazu gehören beispielsweise Passagen, die durchaus korrekt zitiert und belegt sind, aber von der Software nicht als solche erkannt werden (z.B. Blockzitate oder Hinweise auf Standards im Kompetenzstrukturmodelle der PH Zürich). Das Gleiche gilt für allgemeine einleitende und überleitende Formulierungen, die praktisch in jeder Arbeit vorkommen. Deshalb ist es bei Prozentwerten im zweistelligen Bereich unumgänglich, die Auswertung genauer anzusehen und zu überprüfen, ob es sich bei den markierten Fundstellen tatsächlich um Zitate ohne Quellenverweis handelt.

Siehe auch Plagiat.

Stephany, Ursula und Claudia Froitzheim. 2009. Arbeitstechniken Sprachwissenschaft: Vorbereitung und Erstellung einer sprachwissenschaftlichen Arbeit. UTB 3259. Paderborn: Wilhelm Fink. Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.Voss, Rödiger. 2017. Wissenschaftliches Arbeiten ... leicht verständlich. 5., überarb. Aufl. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

Grundsätzlich ist es in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht sinnvoll, eine PowerPoint-Präsentation als Fachliteratur zu zitieren. Zum einen ist dies keine reguläre Veröffentlichung (und steht anderen Lesenden meist gar nicht zur Verfügung), zum anderen handelt es sich bei Inhalten solcher Tertiärquellen in der Regel nicht um eigene Erkenntnisse oder Forschungsergebnisse der Präsentierenden, sondern um die zusammenfassende Wiedergabe aus anderen Quellen. Mit anderen Worten: Die Autorinnen und Autoren von Folien oder entsprechender Handouts sind nicht die eigentlichen Urheber:innen. Daher bietet es sich an, sich vielmehr auf die zugrunde liegenden Quellen zu berufen und diese als Fachliteratur nachzuweisen.  

Siehe auch Lehrveranstaltung.

 

Unter Primärliteratur (oder: Primärquellen) werden in der Regel Publikationen und Materialien verstanden, die den Forschungsgegenstand bilden. Das sind beispielsweise historische, literarische oder theoretische Werke, die untersucht und interpretiert werden. Es kann sich ebenso um Filme, Kunstwerke, Architektur, Tagebücher, Briefe oder auch Statistiken, Gesetze und Archivbestände handeln, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit erforscht und ausgewertet werden.
Im Unterschied dazu beschreibt Sekundärliteratur die Publikationen über den gewählten Untersuchungsgegenstand sowie weitere theoretische Gundlagen, Studien und Werke (vgl. Niedermair 2010, 28–32; Prexl 2016, 28). Nicht zu verwechseln mit Sekundärzitat

Siehe auch Tertiärquelle

Beispiel:
Bei einer Arbeit über das Filmschaffen von Stanley Kubrick gehören Spiel- und Dokumentarfilme des Regisseurs sowie seine Drehbücher zu den Primärquellen. Bücher, Aufsätze und Dokumentationen über Kubrick (Biografie, Analysen, Kritik und Interpretationen seines Werks) oder film- und kulturwissenschaftliche Abhandlungen (z.B. zu Filmgeschichte, Studiosystemen, Produktionstechnik) und weitere Fachpublikationen zählen zu den Sekundärquellen. 

Literatur

Niedermair, Klaus. 2010. Recherchieren und Dokumentieren: Der richtige Umgang mit Literatur im Studium. Reihe Studieren, aber richtig. UTB 3356. Konstanz: UVK. 

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Rechercheberatung der Bibliothek

Siehe auch Tipps zur Recherche im Blog der Bibliothek (Rubrik Recherche), z.B. zu Themen wie Suchbegriffen, Google Scholar oder Datenbanken.

Literatur zum wissenschaftlichen Recherchieren: 

Bauder-Begerow, Irina. 2008. «Recherchieren.» In Schlüsselkompetenzen: Qualifikationen für Studium und Beruf, hrsg. v. Vera Nünning, 49–63. Stuttgart: J.B. Metzler.

Kollmann, Tobias, Andreas Kuckertz und Christoph Stöckmann. 2016. Das 1x1 des Wissenschaftlichen Arbeitens: Von der Idee bis zur Abgabe. 2., überarb. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler. (vgl. Kap. 3: «Literatur recherchieren und einschätzen») (auf dem Campus oder mit VPN auch als Online-Ressource)

Niedermair, Klaus. 2010. Recherchieren und Dokumentieren: Der richtige Umgang mit Literatur im Studium. UTB 3356. Konstanz: UVK. (auf dem Campus oder mit VPN auch als Online-Ressource)

Rost, Friedrich. 2012. Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. 7., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. (Kap. 8; auf dem Campus oder mit VPN auch als Online-Ressource)

Der «rote Faden» ist eine Metapher. In der Textlinguistik wird von Kohärenz gesprochen, wenn ein Text auf logischer und thematischer Ebene zusammenhängend strukturiert ist.

Ein Text unterscheidet sich von einer beliebigen Aneinanderreihung von Sätzen durch seine Kohärenz. Das heisst, dass die Textsätze in einem semantischen Gesamtzusammenhang stehen, indem sie einen einheitlichen Sachverhalt in konsistenter Weise beschreiben. Dabei kann man zwischen lokaler und globaler Kohärenz unterscheiden. Lokal kohärent ist ein Text dann, wenn zwischen unmittelbar aufeinanderfolgenden Sätzen ein thematischer Zusammenhang besteht. Global kohärent ist ein Text, wenn sämtliche Sätze in einem thematischen Gesamtzusammenhang stehen. Das Verstehen eines Texts verlangt, die lokalen und die globalen Kohärenzbeziehungen zu rekonstruieren.» (Schnotz 2011, 161)

Siehe auch Texte meistern S. 24.

Schnotz, Wolfgang. 2011. Pädagogische Psychologie kompakt. 2., überarb. u. erw. Aufl. Weinheim u. Basel: Beltz.

Ein Sekundärzitat – auch «Zweitzitat» oder «Zitat aus zweiter Hand» – meint die wörtliche Übernahme einer Textstelle, die bereits in der verwendeten Quelle als Zitat erscheint. (Nicht zu verwechseln mit Sekundärliteratur.)

Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich, möglichst auf die Originalquelle zurückzugreifen. «Grundsätzlich sollten Sie nicht aus zweiter Hand zitieren», hält Helga Esselborn-Krumbiegel in ihrem Ratgeber fest. «Nur wenn Sie den Originaltext nicht einsehen können, kennzeichnen Sie das Zitat mit dem Zusatz ‹zit. nach› (zitiert nach)» (Esselborn-Krumbiegel 2014, 159; vgl. hierzu auch Heimes 2011, 96–97 oder Sandberg 2012, 133). Laut Oertner, St. John und Thelen zeugen Sekundärzitate «von wenig Recherchekompetenz und sind grundsätzlich zu vermeiden» (2014, 42). Aus einer Sekundärquelle übernommene Zitate sollten demnach die Ausnahme bilden und nur dann zum Zug kommen, wenn das Original nicht mit vertretbarem Aufwand zu beschaffen ist oder «das Original in einer Sprache geschrieben wurde, deren Kenntnis man von Ihnen nicht erwarten kann» (Esselborn-Krumbiegel 2017, 127). Gemäss Chicago Manual of Style (chicagomanualofstyle.org/16/ch15/ch15_sec052.html) soll das Sekundärzitat im Text mit Verweis auf die Originalquelle angeführt werden, gefolgt von «zitiert nach» und dem Kurzbeleg zur Sekundärquelle.  

Beispiele

In Thorsten Leiendeckers Beitrag «Authentizität als literarischer Effekt» (im Sammelband von Pirker et al.) findet sich auf Seite 197 folgende Passage:

Die Lesenden lassen sich bewusst auf eine imaginäre Welt ein und versprechen sich davon in erster Linie vom literarischen Text unterhalten zu werden. Diese beiden Pole fiktiver Darstellung sind die Grundlage dafür, wie unterschiedlich ‹reale› Instanzen in Literatur eingebettet werden, um somit unterschiedliche Effekte zu erzielen: «Während die realen Objekte in der Regel als realer Teil der fiktiven Welt zum Hintergrund des Erzählten gehören und die Anbindung der fiktiven Welt zur realen sichern, stellen die nicht-realen und pseudo-realen Objekte die eigentlich fiktiven Objekte dar» (Zipfel 2001, 102). Zu der ersten Kategorie gehören diejenigen Figuren, Ereignisse und Orte, die eine Entsprechung außerhalb der Fiktion haben, welche ohne grössere Veränderung übernommen wurde.

Die hier zitierte Textstelle aus Zipfels Monografie Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität könnte in einer wissenschaftlichen Arbeit wie folgt als Sekundärzitat übernommen werden:

Für den Literaturwissenschaftler Frank Zipfel hingegen «stellen die nicht-realen und pseudo-realen Objekte die eigentlich fiktiven Objekte dar» (Zipfel 2001, 102, zitiert nach Leiendecker 2012, 197).

Da die gleiche Textstelle von Dominik Orth in seinem Buch Narrative Wirklichkeiten angeführt wird, könnte der Kurzbeleg auch wie folgt lauten: (Zipfel 2001, 102, zitiert nach Orth 2016, 62).

Im Literaturverzeichnis würden dann entweder Leiendecker (2012) oder Orth (2016) aufgeführt:

Leiendecker, Thorsten. 2012. «Authentizität als literarischer Effekt: Auf der Suche nach dem echten Shakespeare.» In Echte Geschichte: Authentizitätsfiktionen in populären Geschichtskulturen, hrsg. v. Eva Ulrike Pirker, Mark Rüdiger, Christa Klein, Thorsten Leiendecker, Carolyn Oesterle, Miriam Sénécheau und Michiko Uike-Bormann, 195–213. Bielefeld: transcript.Orth, Dominik. 2016. Narrative Wirklichkeiten: Eine Typologie pluraler Realitäten in Literatur und Film. Schriftenreihe zur Textualität des Films 6. Marburg: Schüren Verlag.

 

Mit der ungeprüften Verwendung eines Sekundärzitats besteht nicht zuletzt die Gefahr, dass die übernommene Textstelle ohne Kenntnis des ursprünglichen Kontextes falsch ausgelegt oder sogar mit Fehlern übernommen wird. «Indem Sie auf die Originalquelle zugreifen», legt Berit Sandberg deshalb nahe, «stellen Sie sicher, dass Sie nicht eventuelle Zitierfehler aus der Sekundärquelle übernehmen» (Sandberg 2012, 73–74). 

Dazu ein Beispiel: In einem Beitrag zur Filmsynchronisation zitiert der Medienwissenschaftler Joachim Paech den Filmtheoretiker und Kunstpsychologen Rudolf Arnheim: 

Rudolf Arnheim beginnt seine Philippika gegen die Nachsynchronisation ausgerechnet mit der Erinnerung an die Tatsache, dass «Bildkamera und Tonrezeptor zwei völlig getrennte Apparate [sind]. […] Der Synchronismus dient […] dazu, Bild und Ton so zueinander zu fügen, wie sie auch in der Wirklichkeit zugleich aufgetreten sind». (Paech 2012, 55) 

Als Quelle verweist Paech in einer Fussnote auf Arnheims Standardwerk Film als Kunst (München 1974, 292). Der erste Teil des Arnheim-Zitats könnte etwa wie folgt als Sekundärzitat übernommen werden: 

Laut Rudolf Arnheims Filmtheorie sind «Bildkamera und Tonrezeptor zwei völlig getrennte Apparate» (Arnheim 1974, 292, zitiert nach Paech 2012, 55). 

Im Literaturverzeichnis müsste dann lediglich Paech angeführt werden. Allerdings erfahren die Leserinnen und Leser bei dieser Zitierweise nicht, um welches Werk von Arnheim es sich genau handelt. Zudem zeigt eine Prüfung der Originalstelle bei Arnheim, dass Paech das Zitat nicht ganz korrekt wiedergibt. Der erste Teil des Zitats findet sich im Original auf Seite 291 und einige Wörter sind dort kursiv hervorgehoben: 

«Bekanntlich sind Bildkamera und Tonrezeptor zwei völlig getrennte Apparate […]» (Arnheim 1974, 291). 

 

Quellen

Arnheim, Rudolf. 1974. Film als Kunst. Mit einem Vorwort zur Neuausgabe. München: Hanser.

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2014. Von der Idee zum Text: Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 4., aktualisierte Aufl. UTB 2334. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2017. Richtig wissenschaftlich schreiben: Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen. UTB 3429. 5., aktualisierte Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Heimes, Silke. 2011. Schreiben im Studium: das PiiP-Prinzip. Mit 50 Tipps von Studierenden für Studierende. UTB 3457. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Oertner, Monika, Ilona St. John und Gabriele Thelen. 2014. Wissenschaftlich Schreiben: Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Paech, Joachim. 2012. «Synchronisation: Zur technischen Koppelung der Sinne.» In Übersetzung und Film: Das Kino als Translationsmedium, hrsg. v. Ulrich Meurer unter Mitarbeit von Maria Oikonomou, 45–61. Bielefeld: transcript.

Sandberg, Berit. 2012, Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat: Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.

Von selbständigen Veröffentlichungen spricht man bei Werken, die separat, als inhaltlich und physisch abgeschlossene Produkte bestehen und in Bibliothekskatalogen bzw. im Buchhandel mit eigenem Titel geführt werden. Typische Beispiele und Formate sind: 

  • Bücher (Monografien, Romane, Sachbücher, Sammelbände, Lehrmittel, Anthologien, Lexika, Wörterbücher etc., auch als E-Book oder Hörbuch-CD)
  • Filme (im Kino- oder Fernsehprogramm, auf DVD)
  • Theaterstücke, Kompositionen, Ballette – Shakespeares Hamlet, George Gershwins Rhapsody in Blue; Die Kameliendame von John Neumeier 
  • Gemälde, Fotografien und andere Werke der Kunstgeschichte – Leonardo da Vinics Mona Lisa; The Situation Room von Pete Souza
  • Radio- und Fernsehprogramme (wie Nachrichtensendungen, Kulturmagazine, TV-Serien, Unterhaltungsshows) – Der Literaturclub, Echo der Zeit, ZDF-History 
  • eigenständige Websites im Intenet (z.B. Wikipedia)

Titel selbständiger Werke werden im Fliesstext und im Literaturverzeichnis kursiv gesetzt. 

 

Bei unselbständigen Titeln handelt es sich um Teile selbständiger Publikationen, um Broschüren, Skripte, Internetseiten u.Ä. 

  • Kapitel in einem Buch
  • Beitrag in einem Herausgeberband oder einer Fachzeitschrift
  • Artikel in einem Magazin oder einer Zeitung
  • Gemälde oder Fotografie in einem Kunstband oder im Museum
  • Lexikoneintrag, Wikipedia-Artikel 
  • Gedicht oder Kurzgeschichte in einem Buch 
  • Musikstück, einzelner Song auf einer CD 
  • Blogbeitrag
  • Youtube-Video
  • Artikel oder Broschüre auf einer Website
  • Episode einer Serie, einzelner Sendebeitrag innerhalb eines Sendegefässes im Programm von Radio oder Fernsehen

Titel unselbständiger Werke werden im Fliesstext und im Literaturverzeichnis in Anführungszeichen gesetzt.

Als Eigen- oder Selbstplagiat versteht man im Wissenschaftsbetrieb die undeklarierte Wiederverwendung eigener Arbeiten. Um ein Plagiat im eigentlichen Sinn handelt es sich dabei nicht, weil hier nicht fremde Gedanken oder Textteile kopiert und als Eigenleistung ausgegeben werden. Dennoch liegt eine gewisse Täuschungsabsicht vor, wenn der aktuelle Text sich auf frühere Arbeiten stützt, aber als neues Werk präsentiert wird.

Um diesen Vorwurf auszuräumen (Stichwort «wissenschaftliche Redlichkeit»), empfiehlt es sich, im Text bzw. in einer Fussnote darauf hinzuweisen, welche Teile an eigene Vorarbeiten anknüpfen oder Textpassagen sogar wörtlich übernehmen. Handelt es sich um unveröffentlichte Vorarbeiten (z.B. Portfolio, Leistungsnachweise etc.), so werden diese auch nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen. Nähere Angaben (zu Modul, Thema, Semester etc.) können im Fliesstext eingeflochten oder in einer Anmerkung untergebracht werden.

 

Als von Lehrenden zusammengestellte Unterrichts- und Arbeitsmaterialien zählen Modulskripte zu den sogenannten Tertiärquellen. Wie bei Lehrbüchern, Wikipedia oder anderen Nachschlagewerken werden Inhalte aus der Fachliteratur und der wissenschaftlichen Forschung lediglich zusammengefasst oder im Überblick dargestellt. Dies bedeutet, dass die Autoren eines Skripts sich ihrerseits auf Primär- und Sekundärquellen stützen (vgl. auch graue Literatur). 

In schriftlichen Leistungsnachweisen und Portfolioeinträgen, die Bezug auf Modulinhalte nehmen, können Skripte vereinzelt als Quelle angeführt werden. Für selbständige Arbeiten mit wissenschaftlichem Anspruch (wie Vertiefungs- und Masterarbeiten) sollte hingeben direkt mit der einschlägigen Fachliteratur gearbeitet werden.  

Beispiel für bibliografische Nachweise von Skripten: 

Gollob, Rolf. 2007. «Zur Geschichte des Balkan (Südosteuropa): ‹Nur die Vergangenheit kann die Gegenwart erklären›.» Modulskript der Pädagogischen Hochschule Zürich BE 332. Sommerzwischensemester 2007.

Jäger, Marianna. 2005. «Der Integrationsprozess bei Migranten und Migrantinnen in der Schweiz. Urbanisierung – Akkulturation – Assimilation.» Modulskript der Pädagogischen Hochschule Zürich BE 331. Sommerzwischensemester 2007.

Schader, Basil. 2007. «Didaktik des Unterrichts in Sprachbetrachtung / Grammatik.» Unveröffentlichtes Modulskript, Fachbereich Deutsch/Deutsch als Zweitsprache, Fachgruppe Deutschdidaktik Primarstufe. Zürich: PH Zürich.

Siehe dazu den ausführlichen Citavi-Blogbeitrag von Jennifer Schultz (2020).

 

Literatur

Schultz, Jennifer.  2020. «Darf man Social Media zitieren?» Nützliche Irrtümer (Blog von Citavi), 28. Jan. www.citavi.com/de/nuetzliche-irrtuemer/artikel/darf-man-social-media-zitieren.

In Lexika, Wörterbüchern, Online-Nachschlagewerken wie Wikipedia oder in Handbüchern und Skripten werden Inhalte aus der Fachliteratur und der wissenschaftlichen Forschung meist nur zusammengefasst oder im Überblick dargestellt. Die Beiträgerinnen und Beiträger solcher Tertiärquellen (z.B. eines Wikipedia-Artikels oder Lexikoneintrags) sind meist nicht die Urheber der Information, sondern referieren ihrerseits aus Primär- und Sekundärquellen

Tertiärquellen eignen sich als vorläufige Basisinformation und bieten einen ersten Überblick. In diesem Sinn können sie als Ausgangspunkt für weitere Recherchen nützlich sein. Für die vertiefte Auseinandersetzung mit einem Thema und als Grundlage für wissenschaftliche Facharbeiten sind Tertiärquellen jedoch ungeeignet.

Ein Referenzwerk liefert uns Orientierung und Überblick, es kann im Allgemeinen nicht als Begründung und Beleg verwendet und zitiert werden, zu diesem Zweck sollte man auf die darin angeführten Primär- und Sekundärquellen zurückgreifen. (Niedermair 2010, 32)

 

Literatur

Niedermair, Klaus. 2010. Recherchieren und Dokumentieren: Der richtige Umgang mit Literatur im Studium. Reihe Studieren, aber richtig. UTB 3356. Konstanz: UVK, 2010.

Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte: fedlex.admin.ch/eli/cc/1993/1798_1798_1798/de 

Siehe auch: prolitteris.ch/faq/

Adresse eines Webauftritts, einer einzelnen Webseite oder eines anderen Dokuments im Internet.

In bibliografischen Angaben kann auf ‹http://› und ‹www.› verzichtet werden.

Siehe auch Internet.

Ort, Verlag und Jahreszahl verweisen in den bibliografischen Angaben auf die verwendete Ausgabe eines Buches. Vorausgehende Zusätze wie 2., überarbeitete u. erweiterte Aufl. sind hilfreich, weil sie angeben, dass es sich bei einer Quelle um eine (aktualisierte oder unveränderte) Neuauflage eines bestehenden Titels handelt und die verschiedenen Ausgaben inhaltlich oder bezüglich der Paginierung voneinander abweichen.

Auf Angaben wie «GmbH & Co. KG» kann durchwegs verzichtet werden. Es interessiert lediglich der Name des Verlags (so wie er in der Regel auf der Haupttitelseite erscheint) und nicht dessen Rechtsform. Oft wird in der Zitation nicht einmal das Wort «Verlag» angegeben. Ebenso brauchen auch nicht alle Standorte eines Verlagshauses aufgezählt zu werden. In der Regel reicht die Nennung des Hauptsitzes oder zweier Standorte. Massgebend sind die Angaben im Impressum der jeweiligen Ausgabe: So kann etwa ein Buch aus dem Penguin Verlag in London, Toronto, New York oder gar in München erschienen sein. Wichtig ist, dass die verwendete Verlagsangabe unmissverständlich angegeben wird, damit keine Verwechslung möglich ist, z.B. München: Frankfurt/M.: S. Fischer ≠ München: Reinhard Fischer ≠  Berlin : Bertz + Fischer.

Beispiele:

Weinheim: Beltz & Gelberg
Weinheim: Beltz ODER Weinheim u. Basel: Beltz
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
München: kopaed
Weinheim: Juventa ODER Weinheim u. München: Juventa
Berlin: de Gruyter ODER Berlin u. New York: Walter de Gruyter
Amsterdam: John Benjamins ODER Amsterdam u. Philadelphia: John Benjamins
London: Penguin ODER London: Penguin [Books]
Bad Heilbrunn: Klinkhardt ODER Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt
Stuttgart: Reclam ODER Stuttgart: Philipp Reclam jun.

Abkürzungen wie vgl. oder s. bzw. s.a. sollten sehr sparsam verwendet werden. In Kurzbelegen sind sie in der Regel überflüssig. In Fussnotenanmerkungen kommen sie zum Einsatz, wenn wirklich ein «Vergleiche (dazu)» oder ein weiterführender Hinweis im Sinne von «Siehe (auch)» gemeint ist. (Die Praxis ist je nach Verlag, Fachzeitschrift und Zitationsstil unterschiedlich. So verlangt APA im Gegensatz zum Chicago Manual of Style auch bei der sinngemässen Wiedergabe ein «Vgl.».) 

Die folgenden Beispiele illustrieren die Verwendung von «vgl.» (in einm Kurzbeleg) bzw. «s.» (in einer Fussnote) für weiterführende Verweise und nennen dann mögliche Quellen:

Andere Autoren stellen das Modell explizit in Frage und distanzieren sich von diesem methodischen Ansatz (vgl. Miller-Bonhardt 2016).

 

   *  Weiterführenden Studien auf diesem Gebiet gelangen zu ähnlichen Ergebnissen, s. Henderson u. Folkmanoudis 1998, Henderson 2002 sowie Krakenbühl 2006. 

 

Siehe unter Internet.

Die freie Enzyklpädie Wikipedia (de.wikipedia.org) bietet sich gelegentlich als Erstinformation zu einem Thema oder für eine rasche Orientierung zu Einzelfragen und Stichworten an, taugt aber nicht als Quelle für Facharbeiten (vgl. u.a. Disterer 2011, 89–90; Karmasin u. Ribing 2014, 102; Voss 2017, 96–97). Wie bei anderen Tertiärquellen und Nachschlagewerken ohne ausgewiesene Autorschaft werden auch bei Wikipedia oft Inhalte aus nicht genau benannten oder überprüften Quellen zusammengetragen.

Aufgrund des gemeinschaftlichen Schreibens an einem Text ist es schwierig einzuschätzen, wie fundiert das auf Wikipedia präsentierte Wissen tatsächlich ist. Schreibt hier der Vertreter einer bestimmten Interessensgruppe oder ein renommierter Wissenschaftler? Ein PR-Fachmann oder ein Spassvogel, der absichtlich falsche Informationen (sogenannte Hoaxes) streut? Zwar werden mittlerweile auch bei Wikipedia viele Angaben und Argumente mit zusätzlichen Quellen untermauert; nichtsdestotrotz sind auch diese nicht immer zitierwürdig und aus akademischer Sicht zweifelhaft. (Prexl 2019, 132)

Eine Vertiefungs- oder Masterarbeit sollte sich weitgehend auf verbürgte Literatur sowie zugängliche und verlässliche Fachtexte stützen. Laut Markus Krajewski von der Universität Basel geht es beim Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten darum, «auf das gesicherte Wissen zu setzen. Dazu zählen sicher nicht: Wikipedia oder anderweitige, ‹mal eben schnell gegoogelte› Informationsbruchstücke». Der Professor für Medienwissenschaft geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet: «Wer Wikipedia zitiert, zeigt damit an, dass er/sie zu bequem gewesen ist, sich der richtigen Fachliteratur zuzuwenden, oder, schlimmer noch, sie gar nicht kennt» (Krajewski 2015, 94).

Beispiel mit wörtlichem Wikipedia-Zitat und Quellenangabe im Fliesstext: 

Laut Wikipedia handelt es sich bei einer Schreibblockade um «ein psychisches Phänomen, bei dessen Auftreten die Autoren dauerhaft oder vorübergehend nicht in der Lage sind zu schreiben» (Wikipedia, s.v. «Schreibblockade», letzte Änderung 14.2.2016, de.wikipedia.org/wiki /Schreibblockade). Die einschlägige Fachliteratur unterscheidet dabei ...

 

Siehe auch den Citavi-Blogbeitrag «Man darf doch nicht aus Wikipedia zitieren! Oder?» (Behrendt 2019). 

 

Literatur

Behrendt, Jana.  2019. «Man darf doch nicht aus Wikipedia zitieren! Oder?.» Nützliche Irrtümer (Blog von Citavi), 12. Feb. www.citavi.com/de/nuetzliche-irrtuemer/artikel/man-darf-doch-nicht-aus-wikipedia-zitieren-oder

Disterer, Georg. 2011. Studienarbeiten schreiben: Seminar-, Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten in den Wirtschaftswissenschaften. 6., vollst. überarb. u. erw. Aufl. Berlin u. Heidelberg: Springer. 

Karmasin, Matthias und Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten: Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor-, Master- und Magisterarbeiten sowie Dissertationen. 8., aktualisierte Aufl. Wien: Facultas.

Krajewski, Markus. 2015. Lesen Schreiben Denken: Zur wissenschaftlichen Abschlussarbeit in 7 Schritten. UTB 3858. 2. Aufl. Köln: Böhlau. 

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Voss, Rödiger. 2017. Wissenschaftliches Arbeiten ... leicht verständlich. 5., überarb. Aufl. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

«Wissenschaftliche Integrität bezeichnet den Anspruch und die Verpflichtung, die Regeln der Forschung und die Abmachungen der Wissenschaftswelt zu beachten und einzuhalten» (phzh.ch/de/Forschung/grundsatze/Wissenschaftliche-Integritat)

Policy Paper. Version vom 16. Januar 2014, verfügbar als  PDF.

Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt vor, wenn bewusst oder grob fahrlässig Falschangaben gemacht werden, wenn geistiges Eigentum anderer verletzt oder wenn deren Forschungstätigkeit auf andere Weise beeinträchtigt wird. Als schwerwiegendes Fehlverhalten gelten das Erfinden und das Verfälschen von Daten, z. B. durch Aussondern unerwünschter Ergebnisse oder durch die Manipulation von Abbildungen.» (Sandberg 2012, 51)

Sandberg, Berit. 2012. Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat. Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.

Wissenschaftliches Schreiben bedeutet, «ein Thema aus der Zufälligkeit der Wahrnehmung auf eine Ebene der Verallgemeinerbarkeit zu heben. Wer wissenschaftlich schreibt, produziert Wissen bzw. Erkenntnisse, und zwar so, dass andere Wissenschaftler/innen oder Praktiker/innen sie nutzen, weiterentwickeln und anwenden können» (Frank, Haacke u. Lahm 2013, 5). Zu den Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens gehört es, den Bezugsrahmen durch Verweis auf anerkannte Fachdisziplinen klarzumachen (s.a. Fachbegriffe, Forschungsstand, Literaturübersicht), das eigene Vorgehen angemessen darzustellen, seine Quellen (theoretische und empirische Grundlagen) offenzulegen und verwendete Zitate lückenlos zu belegen. Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen sollen für Leserinnen und Leser nachvollziehbar und überprüfbar sein. «Zu diesem Zweck muss die Argumentation schlüssig und konsistent sein, empirische Daten müssen nach anerkannten Methoden erhoben und ausgewertet werden, Experimente müssen exakt beschrieben werden» (Niedermair 2010, 28).

Wesentliches Merkmal eines wissenschaftlichen Textes ist, dass er sich auf andere wissenschaftliche Beiträge bezieht. Wenn Sie empirisch arbeiten, beruht ein Grossteil Ihrer For-schung auf selbstständig erhobenen Daten wie beispielsweise Umfragen, qualitativen Experteninterviews oder Experimenten. Neben diesen empirischen Informationen benötigen Sie jedoch immer auch ein Fundament, mit dessen Hilfe Sie Ihre Methoden verankern und Ihre Hypothesen ableiten. Insofern versteht es sich von selbst, dass Sie relevante Fachliteratur heranziehen und auswerten, um Ihre Forschungsfrage zu beantworten. (Prexl 2019, 17–18)

Litertatur
Frank, Andrea, Stefanie Haacke und Swantje Lahm. 2013. Schlüsselkompetenzen: Schreiben in Studium und Beruf. 2., aktualisierte u. erweiterte Aufl. Stuttgart: Metzler. Niedermair, Klaus. 2010. Recherchieren und Dokumentieren: Der richtige Umgang mit Literatur im Studium. Reihe Studieren, aber richtig. UTB 3356. Konstanz: UVK. Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Wie Lydia Prexl in ihrem Buch Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. anmerkt, gehören heute neben Blogbeiträgen, Online-Datenbanken oder Postings auf Social-Media-Kanälen zunehmend auch YouTube-Videos «zum wissenschaftlichen Alltag» (Prexl 2019, 15) und werden entsprechend auch in Fachveröffentlichungen erwähnt und zitiert.   

So verwenden Geisteswissenschaftler die Videos insbesondere in den Bereichen Kunst, Kultur und Geschichte, während Mediziner und Naturwissenschaftler zur Dokumentation von Experimenten, Laboranordnungen oder wissenschaftlichen Vorträgen auf YouTube zurückgreifen. In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wiederum werden vorzugsweise Videos zum aktuellen Weltgeschehen sowie Dokumentationen herangezogen.
Nichtsdestotrotz sollten Sie audiovisuelle Inhalte aufgrund der derzeit noch nicht umgesetzten Langzeitarchivierung nur sparsam nutzen. Darüber hinaus richten sich solche Sendungen oft an ein Laienpublikum und eignen sich daher meist eher zu Illustrationszwecken. (Prexl 2019, 176).

Ob Filme oder Videobeiträge auf DVD erschienen und in Bibliothekskatalogen nachgewiesen sind, ob es sich um eine Fernsehsendung, einen Internet-Podcast oder das Online-Angebot einer Streaming-Plattform bzw. eines Videoportals wie YouTube handelt, macht für die Zitation keinen Unterschied. Denn in jedem Fall muss das Produkt als solches identifiziert und nachgewiesen werden. Wie bei anderen publizierten Quellen braucht es hierfür bibliografische Angaben zu Autorschaft, Titel, Erscheinungs- oder Veröffentlichungsdatum und – analog zu Verlagsangaben – Hinweise zur Produktion und Distribution (z.B. in Form einer URL). 

Details zur Urheberschaft und weitere Informationen sollten bei einer professionellen Produktion in der Regel im Abspann (ähnlich einem Impressum im Buch) zu finden sein. YouTube ist in diesen Fällen also nur Fund- und Bezugsort, nicht die eigentliche Quelle. (Ein YouTube-Link lässt sich also mit einer Bibliothekssignatur vergleichen und reicht somit als alleinige Quellenangabe nicht aus.) 

Bei einem YouTube-Video steht der Werktitel in Anführungszeichen, da es sich in der Regel nicht um ein selbständiges Werk handelt. Die URL sollte dabei über die YouTube-Funktion «Teilen» kopiert und nicht der längeren Adresszeile im Browser entnommen werden. Beispiele: 

Pädagogische Hochschule Zürich. 2017. «Kompetenzorientierung – eine Übersicht.» Konzept & Idee: Marlen Fiechter und Susanna Larcher. Drehbuch: Susanna Larcher und Werner Burger. Zürich: PH Zürich, Digital Learning. youtu.be/x1AQP4gYgzs

Bei einem Spielfilm – als selbständiges Werk – wird der Titel entsprechend kursiv gesetzt: 

Waterloo. (Italien/UdSSR 1970) 2007. Regie: Sergej Bondartschuk. Berlin: Sony Pictures Entertainment. DVD. Online verfügbar unter youtu.be/1sOhpY5gIkA

 

Siehe auch den Blogbeitrag «Wie zitiere ich keine Quelle?» 

Literatur

Prexl, Lydia. 2019. Mit digitalen Quellen arbeiten: Richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube und Co. UTB 4420. 3., aktualisierte u. überarb. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh. 

Journalistische Artikel aus Tages- und Wochenzeitungen oder in Publikumszeitschriften können im Fliesstext einer wissenschaftlichen Arbeit direkt nachgewiesen werden. Die nötigen Angaben zu Autor, Artikeltitel, Datum, Seitenzahl bzw. URL der Online-Ausgabe lassen sich in Klammern ergänzen oder werden in einer Fussnotenanmerkung untergebracht. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis ist nicht erforderlich – es sei denn, der zitierte Artikel ist Teil des untersuchten Textkorpus oder leistet einen fachlich wichtigen Beitrag zum Thema der Arbeit.

Beispiel Quellenangabe im Fliesstext: 

In seinem Artikel «Sie schreiben, wie sie talken» zeigt sich der Publizist und Übersetzer Felix Phillipp Ingold besorgt über den schleichenden Verfall der Literatursprache. Sie werde «zunehmend der Alltagssprache angenähert», beklagt er, und gibt mit Verweis auf aktuelle Erfolgsautoren zu bedenken, dass sich «dieser Stil, der die Stillosigkeit zum Prinzip erhebt», bereits durchgesetzt habe (Neue Zürcher Zeitung, 2.2.2017, 37; online verfügbar unter: www.nzz.ch/feuilleton/stil-schreiben-wie-man-spricht-ld.142549). 

Beispiel für Nachweis im Literaturverzeichnis: 
Doelker, Christian. 2011. «Medienausbildung als Lebensschule: Der Alltag – ‹online› und ‹offline›.» Neue Zürcher Zeitung, 29. Juni, 67. Online verfügbar unter: http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/medienausbildung-als-lebensschule-1.11095052.

 

Zitierfähige Quellen liefern die notwendigen bibliografischen Angaben (bei Internetseiten z.B. Autor bzw. Organisation, Datum der letzten Aktualisierung). Zur Qualitätssicherung gehört, dass Informationen durch Verweis auf andere wissenschaftliche Arbeiten belegt werden (vgl. Broders 2015, 33f.). Unproblematisch sind in der Regel Webseiten von Universitäten, wissenschaftlichen Berufsverbänden, Museen, Bibliotheken und Regierungsinstitutionen (z.B. das Migrations- oder Volksschulamt des Kantons Zürich). Nicht zitierfähig sind private Webseiten, Fanpages, studentische Aufsätze und Hausarbeiten. Siehe auch Internetquellen (Glaubwürdigkeit)

Um im wissenschaftlichen Sinne zitierfähig zu sein, muss ein veröffentlichter Text den Kriterien guter wissenschaftlicher Praxis folgen und Verfahren zur Qualitätssicherung unterliegen, z.B. durch peer-review, eine qualifizierte Redaktion. (Borders 2015, 245)

Literatur

Broders, Simone. 2015. Wissenschaftliches Arbeiten in Anglistik und Amerikanistik: Das Praxisbuch. UTB 4427. Paderborn: Wilhelm Fink. 

Den Zitierkompass der PHZH zum Chicago Manual of Style können Sie hier herunterladen. 

Kurzanleitung im Blog des Schreibzentrums.

Siehe Eintrag unter dem Begriff «Sekundärzitat». 

Das Zugriffsdatum, d.h. der selbstdeklarierte Zeitpunkt, an dem eine Online-Quelle aufgerufen bzw. konsultiert wurde, ist nur von bedingtem Nutzen und kann schlecht überprüft werden. Aus diesem Grund verlangt das Chicago Manual of Style für elektronische Quellen im Grunde kein Zugriffsdatum, es sei denn, die Quelle lässt keine Rückschlüsse auf das Erscheinungsdatum oder die letzte Überarbeitung zu. 

Format der Datumsangabe ohne vorangestellte Nullen, zum Beispiel 9.8.2017 (nicht 09.08.17).

Ein Zugriffsdatum ist auch sinnvoll, wenn die URL nicht mehr verfügbar ist. Beispiel:

Becker-Mrotzek, Michael, Frank Schneider und Klaus Tetling. 2008. «Argumentierendes Schreiben – lehren und lernen: Vorschläge für einen systematischen Kompetenzaufbau in den Stufen 5 bis 8 – Erprobte Unterrichtsvorhaben mit Arbeitsmaterialien.» Bildungsportal Nordrhein-Westfalen. Zugriff 25.9.2014. www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/upload/netzwerk_NfUE/
deutsch/argumentieren_einfuehrung_lang.pdf.

Siehe auch Erscheinungsjahr

Siehe Eintrag unter dem Begriff «Sekundärzitat». 

Zusätzliche Informationen

Permalink für diese Seite: stud.phzh.ch/zitieren/az

Weitere Infos im Blog des Schreibzentrums in der Rubrik: Rund ums Zitieren

Zitierkompass

Zitierkompass der PH Zürich (Aktualisierung vom 3.12.2021)

Chicago Manual of Style

Hinweise zum Zitieren nach
dem Chicago Manual of Style
stud.phzh.ch/zitieren