Reuschenberg (Adelsgeschlecht) – allmixo – Deutsche Enzyklopädie

Reuschenberg (Adelsgeschlecht)

 
von Reuschenberg (Ruischenberg oder Rauschenberg) war der Familienname eines rheinländischen Landadelsgeschlechts, welches seinen Stammsitz ursprünglich bei Elsdorf auf Burg Reuschenberg hatte. Die Herren von Reuschenberg etablierten sich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Seitenlinie derer von Esch und gründeten ihrerseits mehrere Nebenlinien. Im Einklang mit der Tradition der bisherigen genealogischen Forschung wird die Linie von und zu Reuschenberg nicht als Seiten-, sondern als Hauptlinie bezeichnet. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte das Geschlecht zu den führenden landadeligen Familien des Herzogtums Jülich.
Die Herren von Reuschenberg sind laut dem Genealogen Ernst von Oidtman nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Familie, deren Stammsitz Burg Reuschenberg an der Wupper war.Theodor Oppenhoff: Nachtrag zu dem Aufsatz über die Aachener Sternzunft. (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 18). Aachen 1896, S. 348.
Heinz Andermahr widerspricht dieser These ohne seine Gegenthese zu belegen. Er weist allerdings darauf hin, dass der Name Reuschenberg auf einen Berg verweist. Tatsächlich gibt es in der Umgebung von Elsdorf keine entsprechende geographische Erhöhung (Heinz Andermahr: Die Anfänge der Herren von Reuschenberg in Elsdorf – Eine Erwiderung auf Bernd Reuschenberg.In: Jahrbuch des Bergheimer Geschichtsvereins. Band 25, Bergheim 2016, S. 112.)

Namenskunde

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Die Schreibweise Reuschenberg entwickelte sich erst ab dem 17. Jahrhundert, zuvor dominierten zahlreiche Varianten der Schreibweise Ruischenberg, wie beispielsweise Rusenberg, Russchenbergh oder Ruyschenberch. Es handelt sich hierbei um eine Komposition aus dem Bestimmungswort „Reuschen“ und dem Grundwort „-berg“. Reuschen ist eine Weiterentwicklung der früheren Schreibweise Rusen oder Ruischen und lässt sich vermutlich auf das niederdeutsche Wort „Rusch“ (= Binsen) zurückführen.Deutsche Nachnamen. Website von Edwin Großgoerge. Abgerufen am 4. Januar 2018. Für diese Deutung würde die Anlage der Wasserburg in einer ehemals feuchten Senke sprechen. Morphologisch war diese Senke aufgrund des sehr flachen Reliefs kaum wahrnehmbar und fiel vermutlich eher durch den für einen feuchten Standort typischen Binsenbestand auf.Timo Bremer: Die Burganlage Reuschenberg, Rhein-Erft-Kreis, vom Hochmittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Dissertation. Universität Bonn, 2015, S. 96–97. Der Begriff „-berg“ erschließt sich für die Namensgebung nicht unmittelbar, da die Festung nicht in Berglage errichtet wurde. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Namensübertragung, da diese ursprünglich als Motte errichtet wurde, deren zentrales Element ein Gebäude auf einem künstlichen Hügel (= Berg) war. Im deutschsprachigen Raum lassen sich weitere Niederungsburgen mit einer vergleichbaren Wortzusammensetzung nachweisen (siehe Burg Warberg oder Burg Wellberg). Die Begriffe „Berg“ und „Burg“ wurden früher auch synonym verwendet. So lässt sich beispielsweise für die ehemalige Burg Neuerburg bei Rosellen (im Bereich des Niederrheinischen Tieflandes) belegen, dass diese im 18. Jahrhundert auch „Neuenberg“ genannt wurde.http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=185&id=2905&klassId=1&verzId=399&expandId=0&tektId=997&bestexpandId=996&suche=1 Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland, 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.4. Reichsbehörden, 1.4.1. Reichskammergericht, Reichskammergericht AA 0627, 115.05.02 Reichskammergericht, Teil II, C-D, C 890/2000. Abgerufen am 10. Oktober 2017. EtymologieEtymologisch entwickelten sich beide Begriffe offenbar aus derselben sprachlichen Wurzel.Heinrich Boxler: Die Burgnamengebung in der Nordostschweiz und in Graubünden. (= Studia Linguistica alemmanica. Forschungen zum alemannischen Sprachraum. Band 6). Frauenfeld/ Stuttgart 1976, S. 46.
Je nach verwandtschaftlicher Zugehörigkeit wurde der Familiennamen oft mit einem Namenszusatz versehen. Diese Ergänzungen beziehen sich meist auf das jeweilige Stammhaus, wie beispielsweise zu Setterich oder zu Selikum.Als Stammhaus wird ein Wohnsitz bezeichnet, welcher über Generationen von einer Familie bewohnt wurde. Im Gegensatz dazu kann jede Burg oder Schloss als Adelssitz bezeichnet werden – unabhängig von der Dauer der Nutzung als Wohnsitz.
Über mehrere Generationen verwendete Vornamen innerhalb einer Familie werden als Leitnamen bezeichnet. Neben dem vergleichsweise häufig verwendeten Vornamen Johannes (Johann) lassen sich Konrad (Cuno), Wilhelm und Heinrich über mehrere Generationen nachweisen.

Geschichte und Genealogie

miniStammbaum der Familie Reuschenberg (vor 1450)
Die landadelige Familie wurden 1278 erstmals mit Cuno de Rusenberg erwähnt. Bei Rusenberg handelt es sich allerdings nicht um den Familiennamen, sondern er übernahm den Namen seines Stammhauses der Burg Reuschenberg.Ernst von Oidtman: Ein Inventar des Rittersitzes Setterich vom Jahr 1687 (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 25). Aachen 1903, S. 365 ff.Heinz Andermahr widerspricht dieser These und geht davon aus, dass keine verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Familien von Reuschenberg und von Esch bestanden (Heinz Andermahr: Die Anfänge der Herren von Reuschenberg in Elsdorf – Eine Erwiderung auf Bernd Reuschenberg.In: Jahrbuch des Bergheimer Geschichtsvereins. Band 25, Bergheim 2016, S. 112.). Erst im Laufe des 14. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem ursprünglichen Beinamen der Familienname.
Bis Mitte des 14. Jahrhunderts ist bislang vergleichsweise wenig über die Familie von Reuschenberg bekannt, deren ursprünglicher Stammsitz bereits wenige Jahrzehnte nach der Erbauung um 1250 wieder verlassen wurde und anschließend verfiel. Welcher Rittersitz stattdessen nach 1250 genutzt wurde, ist bislang nicht bekannt. Erst ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts werden die jülich´schen Ritter mit Cuno von Reuschenberg historisch konkreter greifbar.
Cuno, Sohn von Gerard, und seine Frau Nesa von Setterich begründeten mit ihren Kindern um 1365 die erste Seitenlinie des Geschlechts. Zwischen 1350 und 1380 wird mehrfach ein Ritter namens Cuno von Giesendorf erwähnt, dessen Zuordnung unter Genealogen umstritten ist. Offenbar handelte es sich hier um zwei unterschiedliche Personen. Der eine Ritter war vermutlich Cuno von Reuschenberg, Herr zu Giesendorf (Historisches Archiv der Stadt Köln: 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2. Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv (HUA), Best 1 HUA 1990-2963 (1350-1375), U1 2810. Abgerufen am 7. Dezember 2017.) In einer Urkunde von 1373 wurde offenbar der Beiname Giesendorf statt des Familiennamens verwendet, denn er siegelte mit dem Reuschenberg’schen Wappen. Es lässt sich darüber hinaus ein weiterer Ritter namens Cuno von Giesendorf nachweisen, welcher allerdings ein anderes Siegel verwendete. Da dieses identisch mit dem der Herren von Esch war, entstammten beide demselben Sippenverband (http://giesendorf.de.tl/Geschichte.htm Heinrich Schläger: Geschichte von Giesendorf. Abgerufen am 25. September 2017.) Darüber hinaus lässt sich gegen Ende des 14. Jahrhunderts neben Cuno von Reuschenberg zu Setterich noch ein weiterer Cuno von Reuschenberg nachweisen. Dieser ließ sich im Jahr 1393 von der Stadt Köln als Söldner anwerben http://historischesarchivkoeln.de/en/lesesaal/verzeichnungseinheit/64391/Best.+1+U+1%7E4931+U+1%7E4931 Historisches Archiv der Stadt Köln: 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2 Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv Bestand 1, 4001-5925 (1388-1396), U K/4887. Abgerufen am 8. Dezember 2017. Durch Erbschaft seiner Frau und später auch ihren Verwandten kam nicht nur die Unterherrschaft Setterich in den Besitz der von Reuschenberg, sondern darüber hinaus auch Burg Laufenburg (Langerwehe)Laufenburg, sowie das Dorf und die Herrlichkeit Eicks. Während die ältere Stammlinie zu Reuschenberg vor 1440 erlosch, etablierte sich im Laufe der Zeit die Seitenlinie zu Setterich zu der einflussreichsten Linie des Geschlechts.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 694. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts bildeten sich durch Heirat und Erbschaft weitere Seitenlinien aus:

  • zu Eicks und Rurich
  • zu Overbach und Rochette (bei Chaudfontaine/Belgien)
  • zu Selikum
  • zu Luppenau (heute Gut Lüppenau, bei Nideggen-Abenden)

Die Zeit bis zum Ewigen Landfrieden im Jahre 1495 war geprägt von Fehden. Dabei zeugen die überlieferten Streitigkeiten der Ritter von Reuschenberg mit der Reichsstadt Köln von deren Selbstbewusstsein.
Mindestens bis Ende des 16. Jahrhunderts waren die von Reuschenberg finanziell gut aufgestellt, denn zu ihren Gläubigern zählten auch die Herzöge von Jülich. Johann von und zu Reuschenberg lieh beispielsweise im Jahr 1499 dem Herzog Wilhelm IV. eine größere Summe. Dieser überschrieb ihm im Gegenzug das Dorf Grouven als Pfand.Heinrich Ferber: Geschichte der Familie Schenck von Nydeggen: insbesondere des Kriegsobristen Martin Schenk von Nydeggen. Köln/ Neuß 1860, S. 102.
Ab dem frühen 16. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts besetzten die von Reuschenberg aus den Linien zu Setterich, zu Selikum und zu Overbach wichtige Positionen innerhalb des Deutschen Ordens. Gemeinsam mit verwandten Ordensrittern, wie dem Landkomtur Caspar Christian von Neuhoff oder auch dem Komtur Wilhelm von Neuhoff, bildeten sie ein Netzwerk verwandtschaftlicher Beziehungen, insbesondere innerhalb der Ballei Alden Biesen. Der katholische Landkomtur Johann Heinrich von Reuschenberg aus dem Hause Setterich setzt sich ganz im Sinne der Gegenreformation für eine bessere Bildung innerhalb des Ordens ein und restrukturierte diesen innerhalb seines Herrschaftsbereiches.Gudrun Gersmann, Hans-Werner Langbrandtner (Hrsg.): Adlige Lebenswelten im Rheinland: kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. (= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. Band 3). Köln 2009, S. 237.
miniEntwicklung der Haupt- und Seitenlinien
Der Einfluss der Familie innerhalb des Herzogtums Jülich erreichte Ende des 16. Jahrhunderts einen Höhepunkt. Zu dieser Zeit lag die Regierungsgewalt praktisch in den Händen der katholischen Räte. Der psychisch kranke Herzog Johann Wilhelm III. war nicht in der Lage sich politisch durchsetzen. Der Zustand des mit Jakobe von Baden verheirateten Herzogs verschlechterte sich soweit, dass sich ab 1585 der Hofmarschall und ehemalige Erzieher des Herzogs Johann von Reuschenberg zu Setterich persönlich um in kümmerte. Jakobe von Baden wollte die Staatsgeschäfte im Namen ihres Mannes führen und stellte sich damit gegen die Interessen der katholischen Räte. Diese waren offenbar nicht gewillt die Gewalt über die Regierungsgeschäfte abzugeben und verweigerten sich ihren Anweisungen.E. Kühlwetter, F. Custodis (Hrsg.): Chronik des Beer von Lahr. 1594–1609. In: Original-Denkwürdigkeiten eines Zeitgenossen am Hofe Joh. Wilhelms III., Herzogs von Jüllich, Cleve, Berg. Nebst einem Anhange von Original-Briefen und Verhandlungen betreffend den Proceß der Herzogin Jakobe. Düsseldorf 1834, S. 5. Angeführt wurde der Widerstand von einer Schwägerin Jacobes, der Herzogin Sybille von Burgau. Diese klagte im Jahr 1595 Jacobe an, weil diese sich auf eine außereheliche Beziehung eingelassen hatte. Als Zeugen berief sie sich unter anderem auf den Oberstleutnant Johann von Reuschenberg zu Overbach. Inwieweit die von Reuschenberg in diesem Komplott involviert war, wurde bislang noch nicht geklärt. Immerhin lassen sich am herzoglichen Hof weitere Mitgliedern der Reuschenberg’schen Sippe nachweisen. Neben dem erwähnten Oberstleutnant und dem Hofmarschall aus dem Hause Setterich nahm der gleichnamige Johann von Reuschenberg zu Reuschenberg als Hofmeister ebenfalls eine zentrale Position am Hof ein. Es standen also demnach zeitgleich drei Mitglieder der Familie mit dem Namen Johann von Reuschenberg im Dienst des Herzogs. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass zu dieser Zeit Anna von Reuschenberg und ihre Schwester Margarethe Staatsjungfrauen der Herzogin Sybille waren.Brigitte Kasten (Bearb.): Die jülich-kleve-bergischen Hof-, Hofämter- und Regimentsordnungen 1456/1521 bis 1609. (= Residenzenforschung. Band 26). Ostfildern 2015, S. 519.
1639 wurden der Oberst und Kommandant zu Wolfenbüttel Johannes Ernst (genannt “Johann”) von Reuschenberg, sowie dessen Bruder der Landkomtur des Deutschen Ordens Heinrich Friedrich (genannt “Heinrich”) für ihre Verdienste vom Kaiser Ferdinand III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben.Bernd Reuschenberg: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2). Aachen 2012, S. 32. Die Standeserhebung galt ebenfalls für deren Geschwister und Nachkommen, allerdings bezog sich diese ausschließlich für die Seitenlinie zu Setterich. Nichtsdestotrotz übernahmen auch die anderen Linien den Titel Freiherr oder Freifrau – nur die entsprechende „Wappenverbesserung“, das freiherrliche Wappen, blieb den Herren zu Setterich vorbehalten.
Vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts starb mit dem letzten männlichen Nachkommen der Seitenlinie zu Selikum das Adelsgeschlecht von Reuschenberg aus.

Reuschenberg zu Reuschenberg

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! Stammliste von Reuschenberg zu Reuschenberg (ältere Linie)

  1. Gerard von Reuschenberg ⚭ N.N.Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 2 Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung, 2.2 Geistliche Provenienzen, 2.2.2 Einzelne Stifte und Klöster Pantaleon, Bestand 259 Pantaleon, U 1/160. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
    1. Cuno von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Setterich)
    2. Johann von Reuschenberg ⚭ N.N.
      1. Johann von ReuschenbergLandesarchiv NRW: Abteilung Rheinland, 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.1. Landesarchive, 1.1.2. Jülich-Berg, 1.1.2.1. Urkunden, Jülich, Urkunden AA 0021, 102.02.01-02 Jülich, Urkunden, U 626. Abgerufen am 9. Oktober 2017.

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! Stammliste von Reuschenberg zu Reuschenberg (jüngere Linie)

  1. Konrad von Reuschenberg ⚭ Gertrud von WailhuysenHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 694.
    1. Johann von Reuschenberg ⚭ 1. Aleid Hurt von Schöneck,Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 696. 2. ⚭ Elisabeth Vels von Wevelinghoven
      1. Conrad von Reuschenberg
      2. Otto von Reuschenberg
      3. Stephan von Reuschenberg
      4. Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Selikum)
      5. Johann Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Luppenau)
      6. Hillaria von Reuschenberg ⚭ Herman von Bemmelsberg gen. HoinsteinLandschaftsverbandes Westfalen-Lippe: Haus Hameren, Urkunde 1577. Abgerufen am 3. Dezember 2017.
      7. Jakob von Reuschenberg ⚭ Agnes von Eynatten
        1. Elisabeth von Reuschenberg ⚭ Godart von Harff zu Harff
        2. Jacob von Reuschenberg
        3. Franz von Reuschenberg ⚭ Hermana von Steprath zu Höngen und Erp
        4. Johann von Reuschenberg ⚭ Agnes von Bremt zu Vlassrath
        5. Anna von Reuschenberg ⚭ Johann Carl Josef Freiherr Kolff von Vettelhoven zu Hausen
        6. Margarethe von Reuschenberg ⚭ Jobst von WerminghausenDavid Gropp, Kurt Röckener, Thomas Spohn: Das Viehhaus von 1749/50 auf Burg Klusenstein bei Hemer. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe. Erster Westfälischer Tag für Denkmalpflege 2004. Heft 1/04, Münster 2004, S. 4.
        7. Agnes von Reuschenberg ⚭ Ludbert von Wendt zu Holtfeldt
        8. Maria Sophia von Reuschenberg ⚭ Heinrich Spies von Büllesheim zu Bubenheim
        9. Elisabeth Maria von Reuschenberg
        10. Heinrich von Reuschenberg

; 13. Jahrhundert
Archäologische Untersuchungen belegen, dass die Burg Reuschenberg nach ihrer Erbauung um 1250 nur relativ kurz bewohnt war. Die Gebäude verfielen anschließend und wurden erst im Laufe des 15. Jahrhunderts wieder errichtet.Timo Bremer: Burg Reuschenberg bei Elsdorf. Archäologischer Befund und Schriftquellen im Vergleich. In: Die Burg in der Ebene. Petersberg 2016, S. 155. Erstmals wird 1278 mit Cuno de Rusenberg ein Mitglied der Familie erwähnt. Wahrscheinlich ist er identisch mit dem Vogt zu Esch, welcher 1287 als „Ritter C.“ erwähnt wurde. In diesem Jahr verpachtete Abt Godfried vom Kloster Pantaleon den Hof Esch dem zuvor erwähnten Ritter und seiner Frau.Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 2 Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung, 2.2 Geistliche Provenienzen, 2.2.2 Einzelne Stifte und Klöster, U 1/79. Abgerufen am 4. September 2017.
miniEntwicklung der Linie zu Reuschenberg
; 14. Jahrhundert
Um 1314 lässt sich Wolter von Esch gnt. Reuschenberg als Schultheiß zu Esch nachweisen.Benno Hilliger (Hrsg.): Rheinische Urbare: Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Die Urbare von St. Pantaleon in Köln, Band 1. (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 20/1). Bonn 1902, , S. 72. Den klösterlichen Fronhof zu Esch erbte nach seinem Tod sein ältester Sohn Theoderich Runhard von Esch. Dessen Bruder Gerard von Reuschenberg versuchte 1337 vergeblich ihm das Erbe streitig zu machen. Gerard kann insofern als Begründer der Linie zu Reuschenberg gelten, als dass er als erster mit dem Reuschenberg’schen Stammwappen ohne die Darstellung einer Lilie im Balken siegelte. Gerard hatte mindestens zwei Söhne: Johann und der nachgeborene Cuno.
; 15. Jahrhundert
Johann, Sohn von Johann, wurde 1412 als Knappe und Burgmann zu Bergheim erwähnt. Die Hauptlinie zu Reuschenberg endete zunächst mit dessen Tod vor 1435. Das Erbe ging anschließend an seinen gleichnamigen Cousin Johann von Reuschenberg zu Setterich, welcher seinerseits nur wenig später verstarb. Dessen Sohn Conrad erbte die Güter zu Reuschenberg und begründete so erneut die Linie zu Reuschenberg. Die Hauptlinie lässt sich folglich in eine ältere Linie und eine jüngere Linie unterteilen. Diese Unterteilung ist zu unterscheiden von der seit dem 17. Jahrhundert in vielen Publikationen erwähnte „jüngere“ und „ältere Linie“. Die Definition dieser früheren These bezieht sich darauf, dass sich die Linien zu Reuschenberg und zu Setterich bereits vor 1400 unabhängig voneinander entwickelten.Johann Gottfried von Redinghoven: Jülich’scher Adel. L bis Z, s.l, S. 224.
Johann, Sohn von Conrad, war einer der Erben seines Onkels Harper von Reuschenberg. Von diesem erbte er 1482 die Burg Laufenburg (Louvenberg), beziehungsweise wurde damit belehnt. Harper selbst wurde 1469 erstmals als Herr zu Louvenberg erwähnt.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 695. Die weiteren Besitzverhältnisse der Höhenburg bei Langerwehe konnten bislang nicht geklärt werden. Vermutlich blieb der Rittersitz für einige Generationen im Besitz der Herren zu Reuschenberg. Erst 1560 wurde mit Johann von Reuschenberg zu Luppenau wieder ein Herr von Louvenberg erwähnt (→ Reuschenberg zu Luppenau).
; 16. Jahrhundert
Die Brüder Conrad und Otto von Reuschenberg, beides Söhne von Johann, fielen 1552 während der Belagerung von Metz (→ Fürstenaufstand). In dieser kriegerischen Auseinandersetzung versuchten die kaiserlichen Truppen in den Jahren 1552 und 1553 vergeblich die französische Festung zu erobern. 1570 wurde deren Neffe Franz von Reuschenberg, Sohn von Jacob, mit dem Burghof zu Erb belehnt.
Heinrich, Sohn von Franz von Reuschenberg, war Oberstleutnant im Regiment von Oberst la Barotte unter der Führung von Moritz von Oranien. Er fiel in der Schlacht bei Turnhout (→ Spanisch-Niederländischer Krieg).O. V.: Eigentliche Erzehlung Welcher gestalt S. Excellentie Moritz von Nassav das Spanische Kriegsvolk auff der Tielschen Heyden Bey Turnhout geschlagen unnd einen herrlichen Sieg erobert. Geschehen in dem Jahr Anno 1597. In: Der Nassavische Lorbeerkranz oder Triumphwagen. Wahrhaftige Beschreibung und eigentliche Abbildung aller Züge und Victorian zu Wasser unnd zu Landt die Gott der Allmechtige den Hochmögenden Herrn Staten der Vereinigten Niderlendischen Provintzen verliehen hat, durch Raht und That des hochgebornen Fürsten und Herrn Mavrits von Nassav & c. Mit besondern Fleiß versamlet unnd mit vielen Kupfferstucken geziert. s. l. 1612, S. 132 (online Website der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Abgerufen am 30. Oktober 2017).
; 17. Jahrhundert
1608 wurde der Burghof mit Haus und Hofgebäuden an den Abt des Klosters von Siegburg verkauft.Landesarchiv NRW: 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.2. Geistliche Institute, 1.2.5. O– U, 940. Abgerufen am 24. August 2017.
Die jüngere Linie zu Reuschenberg endete 1622 mit dem Tod von Johann, Sohn von Franz. Burg Reuschenberg ging als Teil des Erbes in den Besitz seiner Töchter, beziehungsweise deren Ehemänner über. Nach Erbstreitigkeiten übernahm 1635 Dietrich von Zweibrüggen den ehemaligen Stammsitz und verkaufte diesen einige Jahre später an die Familie von Hanxler.Landesarchiv NRW: Abteilung Rheinland: 1. Behörden und Bestände vor 1816, 1.4. Reichsbehörden, 1.4.1. Reichskammergericht, 3230 – K 809/2186. Abgerufen am 24. August 2017. 1670 überlässt der schwer kranke Hermann von Hanxler die Burg Reuschenberg seinem Halbbruder Jobst Edmund von Reuschenberg zu Setterich.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 736.

Reuschenberg zu Setterich

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! Stammliste von Reuschenberg zu Setterich

  1. Konrad (Cuno) von Reuschenberg ⚭ Agnes (Nesa) von SetterichHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 699.
    1. Adelheid (Aleid) von ReuschenbergGelders Archive: 0370 Heren en graven van Culemborg, Inventaris, 4. Regesten, 4.2.05. 401-500, Urkunde 423. Abgerufen am 23. Oktober 2017.
    2. Annegret (Grietgin) von Reuschenberg
    3. Johann von Reuschenberg ⚭ Catharina von HeinsbergSammlung Ernst von Oidtman: Mappe 993 Reuschenberg. Blatt 1, s. l.
      1. Elisabeth von Reuschenberg ⚭ Dietrich von Betgenhausen zu BetgenhausenHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 2: Mappe 86–147 (Bet–Bre). Köln 1992, S. 10.
      2. Barbara von Reuschenberg ⚭ Gerhard von der Linden gnt. van den EychoultzHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 716.
      3. Catharina von ReuschenbergHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 717.
      4. Grietgin von Reuschenberg
      5. Harper von Reuschenberg ⚭ Mechtild (Mettel) von der Horst
        1. Christine (Styng) von Reuschenberg
      6. Conrad von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Reuschenberg)
      7. Heinrich von Reuschenberg ⚭ 1. Heilwich von Horrich,Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 701. 2. ⚭ Gertrud Ketge von Ringsheim
        1. Conrad von Reuschenberg
        2. Heinrich von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Eicks und Rurich)
        3. Johann von Reuschenberg ⚭ Maria Margarethe von Grein zu Overbach und HasenfeldHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 700.
        4. Maria von Reuschenberg
        5. Katharina von Reuschenberg
        6. Franz von Reuschenberg
        7. Johann Wilhelm von Reuschenberg
        8. Johann Wilhelm von Reuschenberg
        9. Anna von Reuschenberg
        10. Margaretha von Reuschenberg ⚭ Johann von Holtorf zu Bollendorf
        11. Katharina von Reuschenberg ⚭ Gillis von Eynatten zur Neuerburg
        12. Maria Katharina von Reuschenberg
        13. N.N. von Reuschenberg
        14. Edmund von Reuschenberg ⚭ Philippina von Nesselrode zu Holtrop
        15. Gertrud von ReuschenbergHeinrich Candels: Das Zisterzienserinnenkloster St. Jöris in Eschweiler (1274-1802). (= Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen. Band 24). Mönchengladbach 1982, S. 102.
        16. Winand von Reuschenberg
        17. Wilhelm von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Overbach und Rochette)
        18. Maria Agnes von Reuschenberg ⚭ Caspar Huyn van Amstenrade zu Hausen
        19. Johann Heinrich von Reuschenberg
        20. Johann von Reuschenberg ⚭ 1. Maria von Gülpen, ⚭ 2. Julante Huyn von Amstenrath zu Rivieren
        21. Catharina von Reuschenberg
        22. Maria von Reuschenberg
        23. Edmund von Reuschenberg ⚭ Anna von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg
        24. Agnes von Reuschenberg
        25. Claudia von Reuschenberg
        26. Anna Maria von Reuschenberg ⚭ 1. Johann Wilhelm von Wittenhorst zu Endt und Holtum,Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31). Köln 1988, S. 72. 2. ⚭ Alexander von CortenbachBernd Reuschenberg: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2). Aachen 2012, S. 30.
        27. Johannes Ernst von ReuschenbergBernd Reuschenberg: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2). Aachen 2012, S. 29.
        28. Heinrich Friedrich von ReuschenbergBernd Reuschenberg: „Jesus Maria und kein Quartier!“ Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg zu Setterich in den Reichsfreiherrenstand erhoben. (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 2). Aachen 2012, S. 31.
        29. Franz von Reuschenberg
        30. Edmund von Reuschenberg ⚭ Anna Maria von Werminghausen
        31. Anna Margaretha von Reuschenberg ⚭ Johann Bernhard von dem Bongart und RickoltRegionaal Historisch Centrum Limburg: Archief van de heerlijkheid, Familie von Bongart, 01.193 Vrije Rijksheerlijkheid Wijnandsrade, 248. Abgerufen am 30. Oktober 2017.
        32. Johannes Franz von Reuschenberg
        33. Philippina Agnes von Reuschenberg ⚭ Degenhard von Wolff-Metternich zu Gracht, Rath und VorstGudrun Gersmann, Hans-Werner Langbrandtner (Hrsg.): Adlige Lebenswelten im Rheinland: kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. (= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. Band 3). Köln 2009, S. 73.
        34. Johannes von ReuschenbergGenealogische Werkgroep Waubach: GWW-2. CD-ROM Nr. 2: Familienbuch Setterich, s. l. 2009.
        35. Jobst Edmund von Reuschenberg ⚭ 1. Catharina Maria Antoinette von VirmondHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 727.
        36. Johann Severinus von Reuschenberg
        37. Anna Margaretha Agnes von Reuschenberg
        38. Maria Odilia Godfrieda von Reuschenberg ⚭ 1. Franz Damian Wilhelm von Bourscheid zu Burgbrohl,Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31). Köln 1988, S. 329. ⚭ 2. Ferdinand Waldbott von Bassenheim zu Bornheim und OlbrückLandeshauptarchiv Koblenz: Bestand 54,032 – Waldbott v. Bassenheim, Sachakte 464. Abgerufen am 12. Mai 2019
        39. Anna Maria von Reuschenberg ⚭ Leonhard Maximilian Cleuter (bürgerlich)
        40. Philippa von Reuschenberg
        41. Olympia von Reuschenberg
        42. Anna Gertrud Maria von Reuschenberg
        43. Alexander Ambrosius Johannes von Reuschenberg ⚭ Maria Elisabeth Raitz von Frentz zu Kendenich
        44. Johannes Sigismund Wilhelm von Reuschenberg
        45. Jobst Edmund Franz Christoph von Reuschenberg ⚭ 1. Maria Agnes Odilia Therese von Goltstein zu Breil
        46. Maria Elisabeth Theresia Alexandra von Reuschenberg ⚭ N. N. von Hoen zu NeuchâteauHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 734.
        47. Jobst Edmund Franz Christoph von Reuschenberg ⚭ 2. Maria Klara Emerentia Sofia von Virmond zu Neersen
        48. Maria Luise Anna Franziska von Reuschenberg (→ Linie Reuschenberg zu Selikum)
        49. Maria Theresia Odilia Ambrosia von Reuschenberg ⚭ Johann Maximilian Franz von Coudenhove zu Fraiteur und Setterich
        50. Maria Felicitas Odilia Franziska von Reuschenberg
        51. Maria Adolphina Theresa Catharina Sophia von Reuschenberg ⚭ Franz Karl von Forstmeister zu Gelnhausen
        52. Jobst Edmund von Reuschenberg ⚭ 2. Maria Cleuter (bürgerlich)Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 735.
        53. Maria Philippine Ernestina von Reuschenberg ⚭ 1. Franz Friedrich von Andler,Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 739. 2. ⚭ Rudolf Christoph Graf von Witten

; 14. Jahrhundert
Die Seitenlinie zu Setterich wurde von Cuno von Reuschenberg und dessen Ehefrau Nesa von Setterich vermutlich um 1360 begründet. Nesa brachte nach dem Tod ihres Vaters Johann von Louvenberg Setterich mit in die Ehe. Diese Nebenlinie war nicht nur die älteste, sondern auch die einflussreichste Linie innerhalb der Sippe. Macht und Einfluss des Hauses Setterich lassen sich auf die Tatsache zurückführen, dass Setterich eine jülich’sche Unterherrschaft war. Damit einher ging das Recht der Besitzer an den sogenannten Unterherrentagen teilzunehmen. Das wiederum erhöhte die Chance die Politik des Herzogs beeinflussen zu können, sowie sich attraktive Positionen am Hof oder der Landesherrlichen Verwaltung zu sichern. Mit dem Tod von Johann von Louvenberg wurde dessen Erbe unter seinen zwei Töchtern aufgeteilt. Nesa erhielt das Dorf und die Unterherrschaft Setterich, während Elisabeth Eicks und Louvenberg erhielt. Offenbar verstarb ihre Schwester und deren Ehemann kinderlos, denn Harper von Reuschenberg aus dem Hause Setterich wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts als Herr von Eicks und Louvenberg erwähnt. Weniger bekannt war bislang, dass Cuno und Nesa neben ihrem Sohn Johann auch noch zwei Töchter hatten.Gelders Archive: 0370 Heren en graven van Culemborg, Inventaris, 4. Regesten, 4.2.05. 401-500, Urkunde 423. Abgerufen am 8. September 2017. Kurz nach dem Sturz der Patrizier im Jahr 1396 (→ Kölner Verbundbrief) erklärte ihr Sohn gemeinsam mit anderen landadeligen Ritter der Reichsstadt Köln die Fehde.Leonard Ennen (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Stadt Köln. Band 6: Urkunden (1390–1397), Köln 1879, S. 478.
; 15. Jahrhundert
Knapp vier Jahre nach Beginn der Fehde schloss Johann von Reuschenberg mit den Ratsherren der Stadt Köln einen Waffenstillstand.Landesarchiv NRW: Historisches Archiv der Stadt Köln, 1 Stadt Köln, 1.1 Reichsstädtische Überlieferung, 1.1.2. Urkundliche Überlieferung, Haupturkundenarchiv (HUA), Best. 1 (HUA) 5926-6669 (1397-1400), U 6508A. Abgerufen am 25. September 2017. Um 1432 wurde er von Johann von Pallandt entführt und über längere Zeit gefangen gehalten. Herzog Adolf VII. von Jülich forderte im Jahr 1434 den Herrn von Pallandt zum wiederholten Mal auf den von ihm entführten Reuschenberg wieder frei zu lassen.Georg von Below (Hrsg.): Die Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band 1: 1400–1562. (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 11). Düsseldorf 1895, S. 227. Wann dieser letztlich wieder frei kam, ist nicht überliefert. Johann verstarb jedoch noch vor 1436 und hinterließ seinem Sohn Heinrich die Unterherrschaft Setterich.
Heinrich von Reuschenberg erbte 1446 die Burg Streversdorp von seinem verstorbenen Schwiegervater Johann von Horrich. Erst 1475 verkaufte er die Festung wieder an seinem Schwager Johann, dem gleichnamigen Sohn seines Schwiegervaters.Wolf D. Pfennig: Vom Pagen am kurkölnischen Hof zum Komtur des Deutschen Ordens. Zur Jugend- und Familiengeschichte Caspar Antons von Belderbusch. (= Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. Band 211). Köln 2008, S. 107. Spätestens 1469 erklärte er der Reichsstadt Köln die Fehde. Seine Worte an den Boten der Stadt sind schriftlich überliefert und zeugen von einem überraschend robusten Selbstbewusstsein:Goswin Freiherr von der Ropp (Bearb.): Hanserecesse: 1431–1476. Abteilung 2, Band 6, Leipzig 1890, S. 238.Friedrich-Arnold Lassotta: Formen der Armut im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit: Untersuchungen vornehmlich an Kölner Quellen des 14. bis 17. Jahrhunderts. Band 2, Köln 1993, S. 57.
Offensichtlich war der Unterhändler trotz der schwierigen Ausgangslage erfolgreich, denn Heinrich legte noch im selben Jahr vor dem Rat der Stadt Köln die Urfehde ab.Historisches Archiv der Stadt Köln: Stadt Köln/Reichsstädtische Überlieferung, Urkundliche Überlieferung, Best. 2 Urkundenkopiare (HUA Kop.) – 1157-1788, Kopiare, B 7 – Urfehdebuch – 1441-1474. Abgerufen am 6. Dezember 2017. Die Herrschaft Setterich wurde 1470, unabhängig von der Fehde mit der Stadt Köln, im Auftrag des Kölner Erzbischofs Ruprecht angegriffen. Angeblich hatte ein Einwohner Setterichs im Erzbistum#Hoch- und SpätmittelalterErzbistum einen Raub durchgeführt. Der Erzbischof kündigte Heinrich eine Fehde mit „rouffe, brant ind doitslach“ an.Klaus Peschke: 1470: Erzbischof Ruprecht kündigt Setterich die Fehde an mit rouffe, brant ind doitslach. (= Mitteilungen des Geschichtsvereins Baesweiler. Nr. 39). Baesweiler 2012, S. 8.
Johann von Reuschenberg, der älteste Sohn von Heinrich, erbte 1484 von seinem Onkel Harper das freiadelige Haus Eicks und Ländereien.Armin Tille (Bearb.): Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz. Band 1, (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 19). Bonn 1899, S. 23. Im Jahr 1500 wurde sein Bruder Heinrich von Reuschenberg als Herr zu Eicks erwähnt, dem späteren Gründer der Seitenlinie zu Eicks und Rurich. Offenbar hat Johann noch vor 1500 ihm die Güter zu Eicks überlassen.Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1467-1536. Band 2: Regesten 451-1050. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 22). Köln 1979, S. 190.
; 16. Jahrhundert
Maria Grein von Aldenhoven, Ehefrau von Johann, brachte Haus Overbach mit in ihre Ehe ein. Nach einem Vertrag von 1535 erbte offenbar der Artilleriemeister und spätere jülich’sche Rat Johann von Reuschenberg, Sohn von Johann, diesen Adelssitz von seinen Eltern.Der Artilleriemeister und jülich’sche Rat Johann von Reuschenberg wurde auch Wilhelm von Reuschenberg genannt. Die jeweilige Verwendung des Vornamens Johann oder Wilhelm lässt sich auch für dessen Bruder, dem Pastor von Barmen (heute Jülich-Barmen), nachweisen (Otto Reinhard Redlich (Bearb.): Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2/1: Visitationsprotokolle und Berichte, Jülich 1533–1589. (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28). Bonn 1911, S. 341.) Darüber hinaus hieß ein Neffe der beiden Brüder ebenfalls Wilhelm von Reuschenberg. Er war der Begründer der Seitenlinie zu Overbach und Rochette.
Die herausgehobene Stellung des Hauses Setterich unter den jülich’schen Landadel lässt sich dadurch belegen, dass Edmund von Reuschenberg, ebenfalls ein Sohn von Johann, spätestens 1525 zum Vertreter des niederländisch-westfälischen Kreises im Rahmen des Reichsregimentes unter Kaiser Karl V. ernannt wurde.Jürgen Arndt (Bearb.): Das Wappenbuch des Reichsherolds Caspar Sturm. (= Wappenbücher des Mittelalters. Band 1). Mit Beiträgen von Heinz Angermeier, Albert Barthelmeß, Heinz Duchhardt, Gerhard Hirschmann und Irmgard Höß, Neustadt/Aisch 1984, S. 58. Edmunds Ehefrau Philippina von Nesselrode erbte die Burg Holtrop von ihren Eltern und brachte somit den Rittersitz mit in die Ehe ein. Nach ihrem Tod ging der Rittersitz an ihren Sohn den Erbmarschall Wilhelm von Reuschenberg und damit an die Seitenlinie zu Overbach und Rochette.
Nach dem Ewigen Landfrieden lässt sich zumindest für die Familie von Reuschenberg keine Fehde mehr nachweisen. Sie wurden offenbar ab dem 16. Jahrhundert in erster Linie von überregionalen Konflikten konfrontiert. So wurde 1542/43 die Burg Setterich während des 3. Geldrischen Erbfolgekrieg überfallen und niedergebrannt.A. Jürgens, W. Krüger: Archäologische Untersuchungen der mittelalterlichen Burganlage Baesweiler-Setterich, Kreis Aachen. In: Ausgrabungen im Rheinland 1981/82. Bonn 1983, S. 216. Mit der Reformation veränderten sich die politischen Rahmenbedingungen für das Herzogtum Jülich-Berg. Als Mitglied der herzoglichen Gesandtschaft nahm der jülich’sche Rat (Johann) Wilhelm von Reuschenberg im Jahr 1555 am Reichstag zu Augsburg teil und gehörten damit zu den Gründungsvätern des Augsburger Religionsfrieden.Alois Schröer: Die Reformation in Westfalen. Der Glaubenskampf einer Landschaft. Band 1, Münster 1979, S. 577. Obwohl Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg versuchte sich konfessionell neutral zu verhalten, befand sich das Herzogtum, insbesondere ab Mitte des 16. Jahrhunderts, zunehmend im Spannungsfeld der machtpolitischen Interessen der katholischen Dynastie der Habsburger (Spanische Niederlande und Österreich) einerseits und der protestantischen Fürsten andererseits. Die Ernennung eines Erziehers für den ältesten Sohn Wilhelms V. war insofern eine Angelegenheit auf höchster politischer Ebene. So bat der spanische Gesandte Luis de Requesens im Jahr 1575 den bayrischen Herzog Albrecht V. seinem Schwager Herzog Wilhelm V. dem Marschall Johann von Reuschenberg zu Setterich, Sohn von Edmund, als künftigen Hoffmeister zu empfehlen. Ziel war es dem zukünftigen Erbfolger Wilhelms V. einen katholischen Erzieher zur Seite zu stellen.Max Lossen: Der Kölnische Krieg. Vorgeschichte 1565–1581. Band 1, München 1882, S. 268.
Edmund von Reuschenberg, Sohn von Johann, heiratete um 1590 Anna von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg. Annas Stiefmutter Margarethe T’Serclaes war die Schwester des katholischen Feldmarschalls Graf von Tilly.Historischer Verein Alt-Tilly e. V.(Hrsg.): Die Grafen und Fürsten von Tilly a. d. H. der Herren T´Serclaes. Abgerufen am 30. November 2017. Diese verwandtschaftlichen Beziehungen trugen wahrscheinlich mit dazu bei, dass Johannes Ernst, Sohn von Edmund von Reuschenberg und Anna von Schwarzenberg, später als junger Offizier im Regiment „Geleen“ dienen durfte. Bei diesem Regiment handelt es sich um das ehemalige Eliteregiment „Anholt“. Dieses galt insbesondere in den frühen 1620er Jahren als Kaderschmiede der Bayrischen Armada.Edmund Strutz (Hrsg.): Rheinische Lebensbilder. Band. 1, Düsseldorf 1971, S. 67.
; 17. Jahrhundert
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Deutschland
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caption=Ehemalige Adelssitze der Familie Reuschenberg zu Setterich
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Edmund von Reuschenberg, ebenfalls ein Sohn von Edmund, kam 1629 durch eine Erbschaft seiner Frau Anna Maria von Werminghausen in den Besitz von Burg Klusenstein bei Hemer. Anna Marias Mutter war Margarethe von Reuschenberg zu Reuschenberg, eine Tochter von Franz.
Die Brüder Johannes Ernst und Heinrich Friedrich von Reuschenberg zu Setterich, beides Söhne von Edmund und seiner Frau Anna, wurden 1639 für ihre Verdienste während des Dreißigjährigen Krieges vom Kaiser Ferdinand III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben. 1648 übernahm für kurze Zeit der Feldmarschall Johannes Ernst Freiherr von Reuschenberg als stellvertretender kaiserlicher Generalfeldmarschall das Oberkommando über die vereinigte kaiserlich-bayerische Armee.Ernst Höfer: Vilshofen und das letzte Jahr des Dreißigjährigen Krieges. (= Vilshofener Jahrbuch. Band 6). Vilshofen 1998, S. 16. Für seine Verdienste für das Hildesheimer Stift wurde ihm im Jahr darauf das Amt Vienenburg bei Goslar, übertragen.Niedersächsisches Hauptstaatsarchiv Hannover: NLA HA, Hild. Br. 12, Nr. 349. Abgerufen am 6. September 2017.
Hermann Adrian Theodor von Hanxler verkauft 1670 seinem Halbbruder Jobst Edmund von Reuschenberg, Sohn von Edmund, die Burg und Güter zu Reuschenberg, welche bis zum Erlöschen dieser Linie Mitte des 18. Jahrhunderts in deren Besitz blieb. Jobst Edmund berichtete im Jahr 1684, dass jülich’sche Soldaten das Haus Setterich überfallen haben.Margarete Bruckhaus, Roland Rölker (Bearb.): Reichskammergericht P-R. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 8, Siegburg 1998, S. 454. In welchem Zusammenhang dieser Überfall stand, ist bislang noch unklar.
Alexander Ambrosius Johannes Freiherr von Reuschenberg, Sohn von Jobst Edmund, heiratete 1671 Maria Elisabeth Freiin Raitz von Frentz. Diese brachte als Erbin der Burg Neuerburg bei Neuss- Rosellen den Rittersitz mit in die Ehe ein.Wolfgang Antweiler, Brigitte Kasten (Bearb.): Reichskammergericht C–D. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 2, Siegburg 1988, S. 406.
1691 erbte Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg, Sohn von Alexander Ambrosius, von seiner Tante Amalie Agatha von der Leyen geb. von Frentz das Haus Saal südwestlich von Lückerath. Nach 1745 wurde das Haus an den kölnischen Bürgermeister Melchior Rutger von Kerich verkauft.Willi Ommer: Lückerath, ein Ortsteil in Bergisch Gladbach und seine Geschichte bis zur Zeit der Uraufnahme um 1830. (= Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins. Band 48) Bergisch Gladbach 2006, S. 127. Ein Jahr später übernahmen Johann Sigismund Wilhelm und dessen Bruder Jobst Edmund mit der Burg und Herrlichkeit von Kendenich in Hürth-Kenedich einen weiteren Erbteil ihrer Tante.Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, 1607-1852. Band 5: Regesten Nr. 2251 bis 3507. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 31). Köln 1988, S. 297.
; 18. Jahrhundert
Spätestens mit Beginn des 18. Jahrhunderts standen die Schulden der Familie in keinem ausgeglichenen Verhältnis zu den Einnahmen mehr. Insbesondere der katholische Domherr zu Trier und Hildesheim Johann Sigismund Wilhelm Freiherr von Reuschenberg gab sprichwörtlich ein Vermögen für seine langjährigen Reisen durch Europa, sowie den Ankauf von zum Teil seltenen Büchern aus.Jochen Bepler: Johannes Sigismund Wilhelm von Reuschenberg († 1703). In: Kirche und Adel in Norddeutschland, Das Aufschwörungsbuch des Hildesheimer Domkapitels. (= Quellen und Studien zur Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim. Band 3). Regensburg 2009, S. 95. Er setzte sich später in einer Reihe von Briefen mit dem Philosophen Leibniz über konfessionelle Differenzen auseinander.Richard Henry Popkin, Charles B. Schmitt (Hrsg.): Scepticism from the Renaissance to the Enlightenment. (= Wolfenbütteler Forschungen. Band 35). Wiesbaden 1987, S. 164–165. Offenbar schätzte der protestantische Gelehrte den streitbaren Domherren, denn er schrieb 1702, dass der Freiherr von Reuschenberg zum großen Verlust für das öffentliche Wohl von einem frühen Tod hinweggerafft wurde.Gottfried Wilhelm Leibniz: Der Briefwechsel mit Des Bosses. (= Philosophische Bibliothek. Band 585). Hrsg. v. Cornelius Zehetner. Hamburg 2007, S. 10.
Die uneheliche geborene Maria Philippine Ernestina Freiin von Reuschenberg zu Setterich, Tochter von Jobst Edmund, wurde 1717 in den Sternkreuzorden für hochadelige Damen aufgenommen.Bernd Reuschenberg: Bastarde der Familie von Reuschenberg – Eine Spurensuche. (= Jahrbuch des Geschichtsvereins Baesweiler e. V. Band 3). Aachen 2014, S. 95. Ihre adelige Halbschwester Odilia Godefrieda Freifrau von Reuschenberg zu Setterich war wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglied des Ordens.Michael Ranft: Der genealogische Archivarius. Band 5, Leipzig 1733, S. 214. Ermöglicht wurde die Aufnahme vermutlich jeweils durch deren gräflichen Ehemänner. Damit befanden sie sich die beiden Halbschwestern im direkten Umfeld der österreichischen Kaiserin. Zweifellos eine ungewöhnliche Karriere für landadelige Damen aus dem Rheinland. Offenbar hielten sich nicht nur die beiden Schwestern in Wien auf, denn ein junger Freiherr von Reuschenberg schaffte es am Wiener Hoftheater als Hauptdarsteller einer Komödie die besondere Aufmerksamkeit der Kaiserin Maria Theresia auf sich zu ziehen.Johann J. von Khevenhüller-Metsch: Zur Geschichte des Theaters am Wiener Hofe. Wien 1896, S. 4.
Die Seitenlinie zu Setterich endete 1745 mit dem Tod von Jobst Edmund. Aufgrund der finanziellen Belastungen, musste der gesamte Besitz 1746 versteigert werden.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 729.

Reuschenberg zu Eicks und Rurich

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! Stammliste von Reuschenberg zu Eicks und Rurich

  1. Heinrich von Reuschenberg ⚭ Sophie von RurichHerbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 702.
    1. Adam (Daem) von Reuschenberg
    2. Heilwig von Reuschenberg
    3. Margaretha von Reuschenberg ⚭ Stefan von Stommel zu Stockem
    4. Heinrich von Reuschenberg ⚭ 1. Agnes von Boedberg
      1. Heilwig von Reuschenberg
      2. Heinrich von Reuschenberg
    5. Heinrich von Reuschenberg ⚭ 2. Anna von Gymnich zu Vischel
      1. Margaretha von Reuschenberg ⚭ Adolf von Merfeldt zu Merveldt
      2. Anna Maria von Reuschenberg ⚭ Hermann von Hompesch zu Tetz, Eicks, Frauenberg und Bolheim
      3. Johann von Reuschenberg
      4. Maria von Reuschenberg
      5. Adolpha von Reuschenberg
      6. Heinrich von Reuschenberg ⚭ Barbara Scheiffart von Merode zu Nörvenich
        1. Reinhard Dietrich von Reuschenberg

miniSiegel Heinrichs von Reuschenberg zu Eicks (1521)
; 16. Jahrhundert
Diese Seitenlinie entwickelte sich Anfang des 16. Jahrhunderts durch die Heirat von Heinrich, dem Sohn von Heinrich von Reuschenberg zu Setterich, und Sophie von Rurich, welche als Erbin das Haus Rurich mit in die Ehe einbringt.
Heinrich erhält noch vor 1500 die Güter zu Eicks von seinem Bruder Johann von Reuschenberg zu Setterich.Jost Kloft (Bearb.): Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg. 1467–1536, Band 2: Regesten 451-1050. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 22). Köln 1979, S. 190. Der Besitz der Herrlichkeit Eicks war schon seit längerer Zeit umstritten. So kam es aufgrund dieser Streitigkeiten bereits 1450 zwischen Harper von Reuschenberg zu Setterich und den Grafen von Virnenburg und Saffenburg zu einer Fehde.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 715. Die Tatsache, dass die Herrlichkeit Eicks nur zu einem Teil den Herren von Reuschenberg gehörte, führte in Folge zu Streitigkeiten mit den Herren von Pallandt. Die langwierigen Auseinandersetzungen zogen sich bis in das Jahr 1576, als Johann von Pallandt zu Issem schließlich seinen Anteil an die Witwe Anna von Reuschenberg, geb. von Gymnich verkaufte.Engelhart von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloß Eicks. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29). Köln 1985, S. 136.
Vermutlich in den 1530er Jahren trat Heinrich von Reuschenberg (der Ältere) zum Calvinismus über. Bei einem Verhör um 1535 gab der Priester Giesbert van Breberen an, dass er das heilige Sakrament bei dem von Reuschenberg zu Rurich in beiderlei Formen empfangen habe (und damit evangelisch war). Van Breberen fiel vor allem durch seine Reise zu den Wiedertäufer nach Münster auf.Otto Reinhard Redlich: Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit. Band 2: Visitationsprotokolle und Berichte. Teil 1: Jülich 1533 – 1589. (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 28). Bonn 1911, S. 856. Der Augustinermönch und spätere Wiedertäufer Johann Klopreis gab ebenfalls an einem Reuschenberg gekannt zu haben. Angeblich hatte er bei diesem übernachtet.Joseph Niesert: Urkunden zur Geschichte der Münsterschen Wiedertäufer. (= Münstersche Urkundensammlung. Band 1). Coesfeld 1826, S. 109.
Heinrich der Ältere erbt 1534 die Burg Stockem bei Eupen, überlässt diese aber 1545 Johann von Groesbeek, dem Ehemann seiner Nichte Sophie von Stommel.Bulletin de la Société d’art et d’histoire du diocèse de Liège. Band 9, Liège 1895, S. 342.
Heinrich, der Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner ersten Frau Agnes von Boedberg, entführte 1567 die Nonne Elisabeth von Horrich und heiratete diese anschließend. Sehr wahrscheinlich war er psychisch krank, denn er wurde auch als „irrsinnig“ bezeichnet. Seine Familie hatte offenbar wenig Verständnis für seine Lage und verstieß ihn.Ernst von Oidtman: Boltheim bei Zülpich und seine Besitzer insbesondere die Herren von Hompesch. (= Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 6). Aachen 1884, S. 158–159 (online. Abgerufen am 30. Oktober 2017).
Johann von Reuschenberg zu Eicks und Rurich, Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner zweiten Frau Anna von Gymnich, war zunächst Domherr zu Trier, bevor er 1582 resignierte. Noch im Frühjahr desselben Jahres wurde er zum Procurator der Universität Orléans gewählt.Cornelia M. Ridderikhoff (Hrsg.): Troisième Livre des procurateurs de la nation germanique de l’ancienne Université d’Orléans 1567–1587. (= Education and Society in the Middle Ages and Renaissance. Vol. 45) Leiden 2013, S. 444. Er ertrank allerdings nur wenige Monate später beim Baden in der Loire bei Orléans.Cornelia M. Ridderikhoff (Hrsg.): Troisième Livre des procurateurs de la nation germanique de l’ancienne Université d’Orléans 1567–1587. (= Education and Society in the Middle Ages and Renaissance. Vol. 45). Leiden 2013, S. 457.
1594 wird Heinrich von Reuschenberg, Sohn von Heinrich (der Jüngere) und seiner zweiten Frau Anna von Gymnich, als Besitzer der Unterherrschaft Neurath erwähnt. Seine Ehefrau Barbara Scheiffart von Merode brachte als Erbin der halben Herrlichkeit Neurath dieser Güter mit in die Ehe ein.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 11: Mappe 832–915 (Mo–Pal). Köln 1996, S. 670. Ihr einziger gemeinsamer Sohn und Erbe Reinhard Dietrich verstarb 1612 in Düsseldorf. Mit seinem Tod erlosch die männliche Erbfolge der Linie zu Eicks und Rurich.
; 17. Jahrhundert
Im Jahr 1648, wurde Anna von Reuschenberg, geb. von Gymnich und ihrer Tochter Anna Maria wegen ihre „unkatholischen“ Religionsausübung verhört.Engelhart von Weichs (Bearb.): Inventar des Archivs von Schloß Eicks. (= Inventare nichtstaatlicher Archive. Band 29) Köln 1985, S. 244.

Reuschenberg zu Overbach und Rochette

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! Stammliste von Reuschenberg zu Overbach und Rochette

  1. Wilhelm von Reuschenberg ⚭ Margarethe von Gülpen zu Roschette
    1. Emund von Reuschenberg
    2. Johann von Reuschenberg ⚭ 1. Margarethe von Loë zu Palsterkamp, 2. ⚭ Maria Sibylle von Plettenberg zu Schwarzenberg
      1. Constance von Reuschenberg ⚭ Jodocus von Kerckhoven
      2. Edmund von Reuschenberg
    3. Philippine von Reuschenberg ⚭ Adolf von Cortenbach zu Helmont und Oeckene
    4. Adam von ReuschenbergO. V.: Bulletin de l’Institut archéologique liégeois. Tome XXII, Liège 1891, S. 130 (online. Abgerufen am 30. Oktober 2017).
    5. Gertrud von Reuschenberg
    6. Wilhelm von Reuschenberg
    7. Johanna von Reuschenberg
    8. Franz von Reuschenberg
    9. Elisabeth von Reuschenberg
    10. Anna von Reuschenberg
    11. Catharina von Reuschenberg
    12. Florenz von Reuschenberg
    13. Agnes von Reuschenberg
    14. Heinrich von Reuschenberg
    15. Maria von Reuschenberg
    16. Catharina von Reuschenberg
    17. Margarethe von Reuschenberg

miniEpitaph des Johann von Reuschenberg zu Overbach
; 16. Jahrhundert
Wilhelm von Reuschenberg begründete Mitte des 16. Jahrhunderts mit seiner Frau Margarethe von Gülpen die Seitenlinie zu Overbach und Rochette. Margarethe war die Erbin von Rochette und brachte diesen Adelssitz mit in die Ehe. Nach dem Tod ihres Vaters erbte Wilhelm auch dessen Titel „Erbmarschall von Limburg“ und konnte so seinen Einfluss in zwei Herzogtümern gelten zu machen. Es konnte bislang weder das Datum seines Todes, bzw. seines Begräbnisses, noch der Ort seiner Grabstätte eindeutig belegt werden. Die verfügbaren Quellen widersprechen sich und geben die Jahre 1585, 1586 oder 1587 als Todesjahr an.Theodor Oppenhoff: Die Aachener Sternzunft. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Band 15, Aachen 1893, S. 237.Herbert M. Schleicher (Hrsg.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Köln. Band 12: Mappe 916–994 (Pam–Reu). Köln 1997, S. 720.Georg von Below: Landtagsakten von Jülich-Berg: 1400-1610. Band 2, (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 11). Düsseldorf 1907, S. 635–929. Darüber hinaus existieren von ihm zwei Grabsteine: einer in der Kirche St. Martinus im Jülicher Stadtteil Barmen und der andere in der belgischen Ortschaft Fonds de Forêt.Uwe Cormann: Die katholische Pfarrkirche St. Martinus in Barmen. In: Jülich, Stadt – Territorium – Geschichte: Festschrift zum 75jährigen Jubiläum des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e. V. Jülich 2000, S. 643.O. V.: Bulletin de l’Institut archéologique liégeois. Tome XXII, Liège 1891, S. 130–131.
Während des Truchsessischen Krieges entführten „Freibeuter“ Edmund von Reuschenberg zu Overbach, dem ältesten Sohn von Wilhelm. Dieser war der Komtur der Deutschordenskommende Ramersdorf. Bauern aus der Umgebung stellten die Entführer und befreiten ihn anschließend.Helmut Holtz: Die Deutschordenskommende Ramersdorf: Geschichte eines rheinischen Hauses des Deutschen Ritter-Ordens. Bonn 1961, S. 54.
; 17. Jahrhundert
Der Domherr zu Lüttich und Münster Heinrich von Reuschenberg zu Overbach, ein weiterer Sohn von Wilhelm, wurde 1605 des Landesfriedensbruchs angeklagt. Zuvor überfielen der Dekan des Stiftes Lüttich mit seinen Verbündeten Burg Horn. Heinrich wurde als Verwalter eingesetzt und ließ den zu Verhandlungen angereisten Burgherren Rene de Cerclair einkerkern. Er wurde anschließend wegen seiner Vorgehensweise kritisiert und zur Rechtfertigung zum Landtag geladen. Als studierter Jurist war es ihm allerdings offenbar möglich sein Vorgehen weitestgehend zu rechtfertigen.O. V.: Neueste Sammlung auserlesener Deductionen: worinn allerhand wichtige Fragen aus dem Staats- Lehen- und Privat-Recht, in verschiedenen bey denen höchsten Reichs-Gerichten anhängigen Rechts-Sachen, ausgeführt werden. Band 2, Wetzlar 1765, S. 40–44.
Die Witwe Philippine von Reuschenberg zu Overbach, Tochter von Wilhelm, verhandelte während des niederländisch-spanischen Krieges mit Moritz von Oranien und erreichte für die Stadt Helmond einen neutralen Status.Henk Roosenboom: Philippine van Ruyschenberg († 1618 of 1619), vrouwe van Helmond. In: Brabantse biografieën van bekende en onbekende Noord-Brabanders. Vol. 5, ‘s-Hertogenbosch 1999, S. 116.
Ein weitere Tochter Wilhelms war die Äbtissin und Zisterzienserin Anna von Reuschenberg zu Overbach. Diese wehrte sich nachhaltig gegen die strengen Vorschriften ihres Ordens und wurde aufgrund dessen 1626 zu einer Kerkerhaft verurteilt.P. C. Molhuysen, P. J. Blok (Hrsg.): Ruissenbergh, Anna. In: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Abgerufen am 3. Januar 2017. Wenige Jahre später besuchte sie die Heilquellen in Aachen, wo sie vermutlich an den Folgen der Haft verstarb.
Johann von Reuschenberg zu Overbach, Sohn von Wilhelm, wurde ab 1602 im Zusammenhang mit den Aachener Religionsunruhen mehrfach des Landfriedensbruch angeklagt.Hugo Altmann, Paul Hoffmann (Bearb.): Reichskammergericht A–B. In: Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv (Hrsg.): Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe A: Inventare staatlicher Archive, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände. Band 9, Teil 1, Siegburg 2003, S. 49–51. Während des während des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits sicherte er 1610 vergeblich die Festungsstadt Jülich im Auftrag von Erzherzog Leopold gegen eine Allianz protestantischer Truppen unter Führung von Moritz von Oranien (siehe Belagerung von Jülich). In den folgenden Jahren rekrutierte in Lothringen bei Straßburg Soldaten und stellte diesen den bestehenden Regimentern des Erzherzog Leopold zur Verfügung. Im Jahr 1619, ein Jahr nach Beginn des Dreißigjährigen Krieges, wurde dem Oberst Reuschenberg ein Patent erteilt aus fünf Fähnlein das kaiserliche Regiment zu Fuß „Ruischenberg“ zu bilden. Dieses Regiment ist nicht zu verwechseln mit dem 1635 nach dem Oberst Johannes Ernst von Reuschenberg zu Setterich benannten Regiment „Ruischenberg“ (ehemals Regiment „Anholt“, später Regiment „Geleen“). Während des „Großen Krieges“ gab es zwei Obristen mit Namen Johann von Reuschenberg mit entsprechen gleichnamigen Regimentern. Mit seinem Tode im Jahr 1638 erlosch die männliche Erbfolge dieser Seitenlinie.

Reuschenberg zu Selikum

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! Stammliste von Reuschenberg zu Selikum

  1. Johann Wilhelm von Reuschenberg ⚭ Maria Margarethe Spies von Büllesheim
    1. Johann von Reuschenberg
    2. Margarethe von Reuschenberg ⚭ Gerhard von Elmp zu Elmp
    3. Wilhelm Heinrich von Reuschenberg ⚭ Elisabeth Staël von Holstein
      1. Dietrich Stephan von Reuschenberg
      2. Mechtild von Reuschenberg ⚭ 1. Georg von Neuhoff zu Elbroich, ⚭ 2. Otto Ludwig von Blanckart zu Ahrweiler
      3. Anna von Reuschenberg
      4. Maria von Reuschenberg
      5. Elisabeth von Reuschenberg
      6. Mechtild von Reuschenberg
      7. Guda von Reuschenberg
      8. Johann Wilhelm von Reuschenberg ⚭

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