Newsticker | TITANIC – Das endgültige Satiremagazin

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

 

 Beim Komponieren (1981) 


 

Fragment  

Auf dem Hausflur war leises Harmoniumspiel zu hören. Der Bürovorsteher führte mich zum hinteren Bereich des Erdgeschosses. Dort überwogen andere, wie mit primitiven Blasinstrumenten erzeugte, Geräusche.  „Bitte, hier hinein“, sagte der Bürovorsteher, indem er die Tür am Ende des Flurs öffnete. Ich erblickte einen mit leidend zitternder Stimme psalmodierenden Menschen und sonst nichts.  „Ja, ja“, gab der Bürovorsteher schuldbewußt zu, „ich habe Sie belogen. Aber Sie werden mir noch danken, wenn Sie erst verstehen, weshalb ich es tun mußte. Vielleicht auch nicht.“ Der psalmodierende Mensch jonglierte mit kleinen Hunden, schlug ohne jedes Taktgefühl eine Trommel und platzte zuletzt. Dabei entstand glücklicherweise keine Verunreinigung des Raums, sondern nur anhaltendes Schnarchen. Ich fiel stehend in tiefen Schlaf. Bei meinem Erwachen nach etwa zwei Stunden fühlte ich mich gut ausgeschlafen.   

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Fakt vs. Frage

Fakt: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat auf das enorme Arbeitspensum, das sein Personal derzeit wegen der Energiekrise bewältigen muss, aufmerksam gemacht und eindringlich vor Folgeschäden wie Burnout und Tinnitus gewarnt.  

Frage: Könnten besonders gestresste Mitarbeiter zur Erholung nicht vorübergehend ins Bundesverkehrsministerium wechseln?

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW38

Liebe Leser:innen,  

sie steht hier herum, noch kalt, und sie lacht mich stumm und hämisch an, ganz so, als wolle sie sagen: “Trau dich, Dax Werner, dreh mich doch nur ein kleines bisschen auf. Es ist gar nicht so schwer, wie du denkst. Möchtest du es nicht auch wohlig warm haben, jetzt, wo die Tage kürzer und die Nächte immer kälter werden?” Nein, halte ich staatsmännisch dagegen, wer jetzt nicht zittert und am Thermostat schwach wird, besorgt das Geschäft der Putins und Wagenknechts, schlimmer noch: er oder sie handelt, bedenkt man es recht zu Ende, am Ende noch gegen deutsche Staatsräson, nämlich die der schwarzen Null in memoriam Wolfgang Schäuble.  

Es stimmt natürlich: Mit der Energiepauschale in Höhe von 300 Euro materialisiert sich die unsichtbare Hand des Marktes für den Bruchteil einer Heizperiode, wird dann plötzlich doch kurz sichtbar und dreht den Heizregler für einige wenige Wintertage auf die luxuriöse Stufe zwei von fünf, in Erinnerung an die energiepolitisch unkomplizierteren Jahre unter Kohl, Schröder und Merkel.  

Allerdings nicht zu lange: Für eine vierköpfige Familie mit voraussichtlich 1.000 Euro Energie-Mehrkosten ist die Pauschale nicht viel mehr als ein finanzielles Stoßlüften, jedoch eines, das leise und zaghaft die von Olaf Scholz aus Liverpool angeeignete Fussball-Hymne anstimmt:  You'll Never Walk Alone.  

Denn Solidarität hat viele Gesichter und sie hat viel mit dem eigentlich unübersetzbaren “dedication” aus dem Englischen zu tun. Ein Schulfreund von mir wünschte sich einst eine Trompete von seinen Eltern und musste ganze fünf geschenklose Weihnachten auf sein Instrument warten. Heute spielt er mit Helene Fischer siebenmal hintereinander in der ausverkauften Lanxess Arena in Köln.  

Beharrlichkeit zahlt sich eben aus und wenn die Geschenke für unsere Kinder, Neffen und Nichten zum diesjährigen Weihnachtsfest kleiner ausfallen, dann hat das einen ganz bestimmten Grund: Nämlich den soliden Haushalt rund um die schwarze Null zu wuppen und damit eines der zentralen Wahlversprechen der FDP möglich zu machen. Es bietet sich an, die Jüngsten unserer Gesellschaft schon einmal prophylaktisch hierauf einzustimmen.  

So gewappnet fällt er dann auch nicht mehr so schwer, der zentrale Satz der kommenden Heizperiode: Die Heizung bleibt aus.  

Kommt gut durch: Euer Dax Werner

 

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Schon wieder Sauerei bei Westfleisch

Die Westfleisch-Gruppe ist entsetzt über Filmaufnahmen, die kranke oder verletzte Schweine in ihren Betrieben zeigen und hat umgehend eine starke Reaktion angekündigt. Nach TITANIC-Informationen will der Konzern mit diesen Maßnahmen auf eine schnelle Verbesserung der "untragbaren Zustände" hinwirken:

  • Die Stallwände mit falschen Tönnies-Logos bekleben.
  • Ein Gegenvideo im Splatter-Stil drehen, das Vegetarier beim brutalen Zerstückeln von Baby-Gemüse zeigt.
  • Lustige Peppa-Wutz-Bildchen auf die Fleischverpackungen drucken.
  • In den Ställen Bewegungsmelder installieren, die beim widerrechtlichen Filmen eine Discokugel in Gang setzen und "Celebration" von Kool & the Gang abspielen.
  • Nach jeder Schlachtung einen Ehrensalut in die Luft feuern.
  • Den Trigema-Affen als Pressesprecher einstellen.
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Gefahr im Verzug

Der Europäische Gerichtshof hat die anlasslose Vorratsdatenspeicherung in Deutschland für rechtswidrig erklärt, lässt aber im Falle einer Bedrohung der nationalen Sicherheit Ausnahmen zu. Bei diesen Verdachtsfällen herrscht nach wie vor Alarmstufe Rot:  

Konkrete Hinweise auf akute staatsgefährdende Umtriebe:

  • Die FDP ist im Begriff, ein neues Parteiprogramm zu verabschieden. 
  • Die CSU greift nach dem Bundesverkehrsministerium  
  • Wolfgang Kubicki nähert sich mit Restalkohol im Blut einem Journalisten  

Gezielte Datenspeicherung von Straftätern mit erhöhter Rückfallgefahr:  

  • Der aus der Haft entlassene Boris Becker wird auf deutschem Boden in der Nähe einer Besenkammer gesichtet. 
  • Lothar Matthäus starrt länger als zwei Sekunden eine unverheiratete Frau aus dem europäischen Ausland an. 
  • Kardinal Woelki zeigt nach dem Rücktritt von Papst Franziskus auffälliges Interesse an einem Umzug nach Rom.  

24h Vollüberwachung von Orten mit Kriminalitätsschwerpunkt:  

  • Duisburger Hauptbahnhof wegen ästhetischer Verbrechen gegen die Menschlichkeit 
  • Münchner Oktoberfest wegen Planung schwerer staatsgefährdender Straftaten (Völlerei, Unzucht & Blasmusik)  

Zugriff auf IP-Adressen:  

  • Perverse schauen sich im Internet wiederholt Philipp Amthors Datingprofil an  
  • Jemand gibt im Zuge einer Google-Suche die Begriffe "Friedrich Merz", "Bundeskanzler" und "4ever" ein.
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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hey, Martin Huber (CSU)!

Wahrscheinlich, weil Sie Martin Huber heißen, wurden Sie, der Huaba-Martin, im Mai zum CSU-Generalsekretär gemacht. Was soll ein Martin Huber auch sonst tun in Bayern? Herzliche Glückwünsche nachträglich jedenfalls!

Als christsozialer Generalsekretär ist es natürlich Ihre wichtigste Aufgabe, für Stimmung zu sorgen. »Deutschland ist in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und außer Symbolfotos vor einer Turbine ist vom Kanzler nichts zu hören und zu sehen. D ist faktisch führungslos«, twitterten Sie neulich famos. Und legten wegen des großen Erfolgs (über 600 Faves!) zwei Tage später nach: »Deutschland ist in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und dabei vollkommen führungslos.«

Respekt, Huber (Martin)! Mit Ihrer digitalen Performance würden Sie auch ein Bierzelt im Metaverse zum Kochen bringen. Nur eine Frage haben wir jetzt: Im Zweiten Weltkrieg war »D« ja nun vieles, aber gewiss nicht »führungslos« … Herrscht demnach aktuell nicht eine noch größere Krise als damals?

Bitte um Antwort auf Twitter! Titanic

 Ganz unverbindlich, »Justlo«,

bewirbst Du Deine App mit einer wild tanzenden jungen und wenig bekleideten Frau und der Behauptung, wir könnten damit »Frauen ohne Verpflichtungen« finden. Das passt uns gut, denn als Freigeister haben auch wir recht wenige Verpflichtungen. Mit dieser »Frau ohne Verpflichtungen« könnten wir schon vormittags in den Zoo, mittags dann den ersten Aperol genießen, lange Radtouren auch wochentags unternehmen.

Du siehst, die App und die Frauen dort würden zu uns passen. Ausprobieren werden wir Justlo dennoch nicht. Wir lassen uns einfach ungern zu etwas verpflichten, deshalb wird es mit uns leider nichts.

Freiheit, Freiheit, ist das Einzige, was klickt, meint Titanic

 Lauterbach!

Lauterbach!

Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab Herbst bezeichnen Sie in einem Schaubild als »Winterreifen« bzw. »Schneeketten«. Offenbar setzen Sie beim »Corona-Fahrplan« in der Tradition von Bundesnotbremse und Corona-Ampel gerne auf Auto-Metaphern, damit die Maßnahmen auf möglichst breite Akzeptanz bei der pandemiemüden Bevölkerung stoßen.

Aber haben Sie das auch zu Ende gedacht? Es ist ja so, Lauterbach, dass Autofahrer höchst unterschiedlich vorgehen, was die Bereifung ihrer Pkw betrifft. Die einen gurken das ganze Jahr über mit Winterreifen durchs Land, andere ziehen sie erst drauf, wenn der erste Schnee fällt, und einige davon haben ihr Profil längst abgefahren. Und die wollen Sie alle gleichermaßen ansprechen? Da wundert es nicht, dass Sie inzwischen als »Joschka Fischer der Pandemiebekämpfung« gelten, der sowohl bei Maßnahmenbefürwortern als auch -gegnern unbeliebt ist.

Manchmal ist es besser, in der Spur zu bleiben, dann braucht’s am Ende womöglich auch gar keine Schneeketten gegen Infektionsketten.

Das zumindest raten Ihnen Ihre Verkehrsfunkerinnen von Titanic

 Scharf, Frankreich!

Aufgrund von Dürreausfällen gibt es kaum mehr Senf in Deinen Supermarktregalen. Vor allem der beliebte Dijon-Senf wird derzeit knapp. Da kommt ein Gastronom wie Pierre Grand-Girard in Douarnanez aus
der Bretagne schon mal in die »Bredouille«, wie die Tagesschau uns mittelscharf aufs Baguette zu schmieren versucht. Und ein Ende der Geschmacklosigkeit ist noch lange nicht in Sicht! Es wird wohl Jahre dauern, bis die Landwirtschaft so umgestellt ist, dass das goldfarbene Gold endlich wieder in Strömen fließt.

Vielleicht kannst Du Dich bis dahin ja mit etwas Ketchup über Wasser halten.

Deine pommes de terre von der Titanic

 Überrascht und beeindruckt, Porsche,

hat uns Deine ganzseitige Anzeige neulich in der Tageszeitung, ein echter Hingucker. In weißer Schrift auf einer abgedunkelten Fotocollage stand da »Sport ist eine Haltung. Sie ist das, was uns antreibt« und einige Nullsätze mehr, die in der Aussage gipfelten: »Denn wir sind«, und dann, in Riesenlettern: »SPORTMADE«.

Das ganze Blabla über dem schönen Wort »Sportmade« überlasen wir natürlich und dachten geradweg: »Ach, so nennen sie bei Porsche ihren wichtigsten Fürsprecher Christian Lindner?«

Macht die Fliege: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Tipp für Studenten (männlich)

Seit ich Mutter das Paket mit meiner Schmutzwäsche via Spedition mit Annahmebestätigung schicke, kann sie nicht mehr so tun, als hätte sie es nicht bekommen.

Leo Riegel

 Wenn Objektophilie auch für die Nachbarn zur Belastung wird

Ständiges Türenknallen im Treppenhaus.

Daniel Sibbe

 Zu unrecht vergessen

Ich wollte mich zu einem Selbstverteidigungskurs anmelden — Judo oder Karate. Schon nach dem Vorgespräch schickte mich der Lehrer wohlwollend nach Hause. Da gäbe es bei mir nichts zu verteidigen.

Patrick Fischer

 Sparmaßnahme

Auffallend viele Männer machen gerade mit ihren Partnerinnen Schluss. Vermutlich können sie sich bei den Preisen das ständige Gaslighting schlicht nicht mehr leisten.

Fabio Kühnemuth

 Schwarzlicht-Therapie

Geschenkidee für Freunde, die ständig zu gute Laune haben: Ein Kur-Urlaub in Bad Vibes.

Viola Müter

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 05.09.:

    TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen spricht bei 1LIVE Stories vom WDR über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" und liest daraus vor (auch bei Spotify und sonstigen Podcast-Plattformen).

  • 02.09.:

    Die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet über das aktuelle Editorial der neuen TITANIC-Intendantin Patricia Schlesinger.

  • 17.08.:

    DLF Kultur spricht mit Bernd Eilert über sein Buch »Meine Île de Ré«

  • 08.08.: Moritz Hürtgen und Dax Werner sprachen mi dem hr zum Thema "Sind wir alle zu ironisch?!"
  • 25.07.:

    Merkur.de fasst die Reaktionen auf einen Uwe-Seeler-Cartoon von TITANIC zusammen.

Titanic unterwegs
24.09.2022 Solingen, Cobra Max Goldt
24.09.2022 Lütjenburg, Galerie Richter Greser & Lenz: »Witze für Deutschland«
25.09.2022 Bernried am Starnberger See, Buchheim Museum Rudi Hurzlmeier: »Das weite Feld der Unvernunft«
25.09.2022 Kassel, Caricatura-Galerie »SYSTEMFEHLER² – Cartoons zum Irrsinn der Welt«