Heiko von der Leyen

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Heiko Echter von der Leyen (* 2. Juni 1955 in Hannover) ist ein deutscher Arzt und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiko von der Leyen wurde geboren als Sohn des Arztes Ulrich von der Leyen (1918–1992) und seiner Frau Cornelia Maria, geb. Groth (1922–2014). Er absolvierte ein Studium der Medizin an der Universität Hamburg, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Stanford University, USA. 1986 wurde er in Hannover promoviert. Im Anschluss daran war er als Fakultätsmitglied der Stanford University mit dem Schwerpunkt Kardiovaskuläre Gentherapie weiterhin in der Forschung tätig.[1] 1998 habilitierte er sich an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)[2] und wurde dort 2002 zum außerplanmäßigen Professor für Innere Medizin und experimentelle Kardiologie ernannt (Abteilung Kardiologie und Angiologie)[3].

Zugleich war er für die im Juli 2001 gegründete Artiss GmbH in Hannover als Geschäftsführer tätig.[4] Die Artiss GmbH hatte sich – in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (Leibniz-Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe, LEBAO) – die Entwicklung neuer biologischer Mitral-Herzklappen auf der Basis von körpereigenen Zellen (aus dem Gefäßsystem des Empfängers, oder auch Stammzellen aus seinem Blut oder Knochenmark) zum Ziel gesetzt.[5][6] Am 6. Oktober 2005 gründeten die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die (am 1. April 2003 als Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft der Landeshauptstadt und Region Hannover gegründete) Hannoverimpuls GmbH die Hannover Clinical Trial Center GmbH (HCTC)[7] als Dienstleister für klinische Studien, deren Geschäftsführer von der Leyen wurde.

Seit September 2020 ist von der Leyen Medizinischer Direktor des amerikanischen biopharmazeutischen Unternehmens Orgenesis Inc., das sich auf die Entwicklung von Zell- und Gentherapien spezialisiert hat.[8]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiko von der Leyen ist mit der CDU-Politikerin Ursula von der Leyen (geb. Albrecht) verheiratet. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, allein dadurch, dass eine Firma, die den Ehemann eines hochrangigen Kommissionsmitglieds beschäftigt, EU- und nationale Fördergelder erhält, entstehe „grundsätzlich kein Interessenkonflikt“.[9] Das Paar hat sieben Kinder. Er ist ein Nachfahre der Krefelder Seidenweberfamilie Leyen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Streit über Stammzellengesetz. Kleines Forschungsgebiet sorgt für großes Brimborium, Der Spiegel vom 9. Mai 2007.
  2. Bekanntgabe der Habilitation von der Leyens (PDF; 887 kB) in Forschung & Lehre 1998, S. 216.
  3. Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische Verfahrenstechnik e. V. (APV), Mainz; hier: Lebenslauf: Heiko von der Leyen (PDF; 43 kB)
  4. MHH – Uni-Protokolle, 28. November 2001 – Personalien der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)
  5. Mitwachsende Herzklappen aus körpereigenen Zellen, idw – Informationsdienst Wissenschaft vom 16. September 2004
  6. Innovationshighlight. Venenklappen-Implantate mittels Tissue Engineering, BM für Wirtschaft u. Technologie, Kompetenznetze Deutschland. Ohne Datum
  7. hannoverimpuls GmbH / Chronik
  8. Ursula von der Leyens Ehemann ist seit dem Corona-Jahr Direktor eines Biopharma-Unternehmens. In: Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 8. Januar 2022, abgerufen am 24. Oktober 2022.
  9. Elke Bodderas und Benjamin Stibi, Heiko von der Leyens erstaunliche Geschäfte, In: Welt-am-Sonntag-Frühausgabe, 5. November 2022