Neue Honorarkonsulin soll Unternehmen in der Grenzregion beim Vernetzen helfen
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Wirtschaftstreffen

Neue Honorarkonsulin soll Unternehmen in der Grenzregion beim Vernetzen helfen

Uckermark/Stettin / Lesedauer: 2 min

Andreas Schwarze war beim Halbjahrestreffen des Wirtschaftskreises Metropolregion Szczecin (Stettin) dabei und berichtete dem Uckermark Kurier danach von interessanten Plänen.
Veröffentlicht:21.06.2024, 12:34

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Andreas Schwarze ist Autor des deutsch-polnischen Nachrichtenportals Polen.pl, welches unter anderem durch die Sanddorf-Stiftung getragen wird und der Völkerverständigung zwischen beiden Ländern dient. Er war dabei, als kürzlich die neue Honorarkonsulin der BRD vorgestellt wurde und hält diese Personalie auch für den Landkreis Uckermark für wichtig. Deshalb berichtete er der Redaktion von dem Ereignis: "23 Jahre deutsch-polnischer Wirtschaftskreis und 20 Jahre Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union sind schon zwei große Hausnummern. Zu diesen Anlässen und natürlich insbesondere zum gemeinsamen Gedankenaustausch hatte die federführende IHK Neubrandenburg zu Wochenbeginn in die Hafenmetropole Szczecin eingeladen."

Konzept kommt prächtig an

Der Wirtschaftskreis widme sich, so Schwarze, unermüdlich aktuellen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen, die das Miteinander in der Grenzregion bestimmen. Das Konzept komme prächtig an. "Auch das 'Haus der Wirtschaft' in Szczecin steht darüber hinaus mit einem breiten Leistungsangebot zur Verfügung. Hier finden Interessierte ihre Kooperationspartner, erschließen neue Absatzmärkte und erhalten nähere Informationen über den polnischen Markt. Zu den Leistungen gehören auch die Vermittlung von Partnern, Beratung zu Handelskontakten und Firmengründungen oder Informationen zu den Rahmenbedingungen für ein wirtschaftliches Engagement."

Doch auch die Vermittlung von Kontakten zu Behörden und Institutionen gehöre zum Portfolio, so Schwarze weiter: "In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass Schwedt/Oder seit jeher ein Service- und Beratungszentrum der Euroregion Pomerania e.V. hat. Dort wird Beratung und Unterstützung bei der Vermittlung und Anbahnung von Geschäftskontakten mit polnischen Partnern geleistet."

Eindrücke vom Halbjahrestreffen

Beim Halbjahrestreffen auf dem Gelände des "Park Hotel"zog man in zwangloser Atmosphäre Bilanz für die erste Hälfte 2024.

"IHK-Chef Dr. Wolfgang Blank betonte in seiner Ansprache, die Menschen sowohl auf polnischer als auch deutscher Seite seien in großer Sorge wegen der jüngsten Wahlergebnisse und den Prognosen für kommende Wahlen. Aus seiner Sicht gebe es keine Alternative zur EU. Polen sei inzwischen einer der wichtigsten Handelspartner von Deutschland und auf Platz 5 beim EU-Wirtschaftswachstum."

In einem Ausblick auf künftige Aktivitäten kündigte Blank Veranstaltungen zu Unternehmensansiedlungen in der Grenzregion und eine Energiefachkonferenz zur Thematik „Green Deal“ an.

Überraschungsgast begrüßt

Zudem, so Schwarze, soll eine Gewerbedatenbank im Internet entstehen, die grenzübergreifend funktioniert: "Überraschungsgast der Veranstaltung war Irena Stróżyńska. Die 53-Jährige arbeitete rund zehn Jahre als Vizechefin des Verbandes der polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania. Sie hat einen Abschluss in Germanistik (Universität Szczecin), arbeitete im Sekretariat der Institution, die das Interreg VI A-Programm verwaltet. Und ist Leiterin des polnisch-deutschen Teams gewesen, das bei der Beschaffung von EU-Förderungen hilft. Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte ihr erst Anfang Juni 2024 die Ernennung erteilt. An ihrer Vita erkennt man eine vielseitige Powerfrau und sicherlich die passgenaue Besetzung für diese Stelle."