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Neu Zrcr Zitung

NZZ ZEITUNG FR DIE SCHWEIZ


gegrndet 1780

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56 V 236. Jg.

www.nzz.ch V Fr. 4.40 V 4.40

Schweizervolk rttelt
an der Energiewende
Schwarzer Sonntag fr Grnliberale und CVP
Die Grnliberalen haben
mit ihrer Volksinitiative fr
eine Energiesteuer eine brutale
Schlappe erlitten. Das Ergebnis
knne nicht als Verdikt gegen
die Energiewende interpretiert
werden, sagt Bundesrtin
Eveline Widmer-Schlumpf.
Rene Zeller

Langer Kampf um Gleichberechtigung: Amerikanerinnen lauschen Obamas Gedenkrede in Selma, Alabama.

BILL FRAKES / AP

Obama wrdigt die Brgerrechtsbewegung


50 Jahre nach dem Blutigen Sonntag versammeln sich Zehntausende in Selma
nach Montgomery, wobei erst der dritte,
von der Nationalgarde bewachte Zug ans
Ziel kam. Im gleichen Jahr trat die
Voting Rights Act in Kraft. Millionen
Schwarze konnten sich als Whler registrieren lassen. Seither habe sich viel getan, sagte Barack Obama bei der Gedenkfeier in Selma, aber der Marsch ist
noch nicht vorbei. Der Prsident wr-

Petrobras-Skandal
wird politisch

Verletzte Schweizer
aus Mali evakuiert

tjb. V Brasiliens Staatsanwaltschaft hat


dem Obersten Bundesgericht eine Liste
mit etlichen Politikern bergeben, gegen die eine Untersuchung erffnet
werden soll. Sie stehen im Verdacht, in
den milliardenschweren Korruptionsskandal um den lkonzern Petrobras
involviert zu sein. Der Skandal stellt die
Regierungskoalition von Prsidentin
Rousseff vor eine Zerreissprobe.
International, Seite 5
Kommentar, Seite 5

lu. V In der malischen Hauptstadt


Bamako haben Islamisten in der Nacht
auf den Samstag ein Lokal attackiert.
Fnf Personen wurden gettet, mindestens zehn erlitten Schussverletzungen.
Unter den Verletzten sind auch zwei
Schweizer Armeeangehrige. Sie wurden
von der Rega nach Bern geflogen. Der
Vorfall giesst neues l in die Debatte um
die Auslandeinstze der Armee, ber die
der Stnderat just in diesen Tagen bert.
International, Seite 3

WETTER
Ziemlich sonnig

Nordschweiz, Wallis, Nord- und Mittelbnden: Sonnig, zeitweise vorberziehende hohe Wolken. Am Morgen
im Flachland Dunst, lokal auch Nebelfelder mglich. Temperaturen bis 12
Grad. In den Bergen gute Fernsicht
und mssiger Nordostwind. Alpensdseite und Engadin: Ziemlich sonnig.
Seite 43

BRSEN UND MRKTE


Der EZB drohen Kapitalverluste

Die Europische Zentralbank (EZB)


startet ihr langgehegtes Programm
zum Kauf von Staatsanleihen. Doch
die Expansion ist nicht ohne Hrden.
Seite 21

digte die Vertreter der Brgerrechtsbewegung als Krieger der Gerechtigkeit, doch er kritisierte auch die Diskriminierung Schwarzer durch die Polizei.
Dass Schwarze und Weisse Jahrzehnte
nach der Rassentrennung noch ungleich
behandelt werden, bezweifelt nach den
Ereignissen in Ferguson niemand mehr.
International, Seite 5

P. S. V Der Kanton Nidwalden hat ein


Signal fr die Mehrsprachigkeit gesetzt.
Der Weg mit zwei Fremdsprachen in der
Primarschule wird fortgesetzt. Mit 61,72
Prozent Nein-Stimmen, und damit
berraschend deutlich, haben die Stimmenden eine Initiative der SVP abgelehnt, die nur eine Fremdsprache in der
Primarschule forderte und der das Frhfranzsisch zum Opfer gefallen wre.
Schweiz, Seite 9
Kommentar, Seite 9

Breiter Protest
gegen Netanyahu

MEINUNG & DEBATTE

Demokratie ist keine


Diktatur der Mehrheit

SPORT

Seite 4

Seite 17

Seite 36

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ZRICH UND REGION

PANORAMA

FEUILLETON

Seite 11

Seite 18

Seite 37

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ZRICH UND REGION

WIRTSCHAFT

CAMPUS

Seite 12

Seite 19

Seite 45

Glanz fr eine Nacht


am Zrcher Opernball

Spital Uster wird nicht


zur Aktiengesellschaft

Sportresultate 30

TV/Radio 41

Abstimmungsresultat in Prozent
Ja 24,6

Nein 75,4

Energiesteuer-Initiative
Abstimmungsresultat in Prozent
Ja 8,0
QUELLE: BUNDESAMT FR STATISTIK

Nein 92,0
NZZ-INFOGRAFIK / lea.

Athens Staatsfinanzen
Nidwalden bremst
ausser Kontrolle
Frhfranzsisch nicht
cri. V Fr Griechenland wird es eng.
Weil in allernchster Zeit eine Staatspleite droht, klammert sich Athen an
einen Notfallplan. Doch die Europische Zentralbank zieht vor dem Treffen
der Euro-Finanzminister am Montag
Grenzen und will dem hochverschuldeten Land kein frisches Geld geben. Die
volkswirtschaftliche Entwicklung ist so
schwach, dass an einem weiteren Hilfspaket kein Weg vorbeizufhren scheint.
Wirtschaft, Seite 20

INTERNATIONAL

CVP-Familieninitiative

Wenn Flchtlinge
Touristen beherbergen

Das Baltikum tritt


aus Moskaus Schatten

Immobilien 28

Veranstaltungen 40, 42

GESCHFT MIT DEM GENUSS

Wachsen oder schrumpfen:


Was Bierbrauer und Tabakhersteller unterscheidet

Wirtschaft, Seite 23

HYPOTHEKEN

Versicherer machen den


Banken bei den Hypotheken
Konkurrenz. Zu Recht?

Wirtschaft, Seite 25

Tanz mit dem Pferd

Die Heimat des FCBTrainers Paulo Sousa

Liao Yiwu ber die


Fotografien von Liu Xia

Nachhaltigkeit ein
Anliegen mit Tcken

Kino 42

Bildung 42

Redaktion und Verlag: Neue Zrcher Zeitung, Falkenstrasse 11, Postfach, 8021 Zrich, Telefon +41 44 258 11 11,
Leserservice/Abonnements: +41 44 258 15 30, weitere Angaben im Impressum Seite 38

Trauer 14

KEYSTONE

lu. V Mehrere zehntausend meist


schwarze Amerikaner sind am Wochenende nach Selma (Alabama) gekommen.
Sie gedachten dort des Protestmarschs,
mit dem 600 Personen vor 50 Jahren
friedlich fr ihre Brgerrechte eingetreten waren. Die Demonstranten wurden
von der Polizei brutal zusammengeschlagen. Es folgten zwei weitere Mrsche

Der Prsident der Grnliberalen, Martin Bumle, sprach zerknirscht von


einem schwarzen Sonntag fr seine
Partei. Zu beschnigen gab es tatschlich nichts. Das Schweizer Stimmvolk
hat der grnliberalen Volksinitiative
Energie- statt Mehrwertsteuer mit
einem Nein-Anteil von 92 Prozent ein
Begrbnis ersten Ranges bereitet.
Kopfschmerzen bereitet dieses Fiasko all jenen Parteien, die sich nach der
Reaktorkatastrophe von Fukushima zur
eidgenssischen Energiewende-Allianz
zusammengeschlossen haben. Regula
Rytz, Co-Prsidentin der Grnen, bte
sich in Schadensbegrenzung: Die Niederlage heisst nicht so viel. SP-Prsident Christian Levrat titulierte die
Grnliberalen als radikale Zauberlehrlinge, die energiepolitisch weit
bers Ziel hinausgeschossen htten.
Deshalb knne das Verdikt auch nicht
als prinzipieller Entscheid zu Lenkungsabgaben gewertet werden.
Exakt in diesem Sinne interpretierte
auch Bundesrtin Eveline Widmer-

Schlumpf das Nein zur grnliberalen


Initiative. Das Volk habe weiterhin Vertrauen in die Energiestrategie 2050. In
den nchsten Wochen werde die Landesregierung ihre Plne fr Lenkungsabgaben auf Energie vorlegen, die das
heutige Frdersystem sukzessive ablsen sollen. Das Volk sei fr machbare
Schritte, gab sich Widmer-Schlumpf
berzeugt. Auf brgerlicher Seite wird
das Ergebnis allerdings als klares Misstrauensvotum gegen die Energiestrategie 2050 interpretiert.
Auch die CVP-Volksinitiative fr
steuerbefreite Kinder- und Ausbildungszulagen war an der Urne chancenlos. Nur knapp 25 Prozent der Stimmenden leisteten den Christlichdemokraten
Support. Die Hoffnung der selbsternannten Familienpartei, mit der im
Wahljahr 2011 lancierten Initiative im
Wahljahr 2015 zu punkten, hat sich damit nicht erfllt. Die CVP versuchte die
Niederlage mit dem Hinweis zu relativieren, die Gegner der Initiative htten
es mit absurden Rechnungen verstanden, die Bevlkerung zu verwirren.
Schweiz, Seite 7 und 8

Im Reitunterricht herrscht oft noch der


althergebrachte militrische Kommandoton vor. Reiten lasse sich jedoch leichter ber das Fhlen als ber reine Anweisungen erlernen, meinen Experten.
Pferd und Reiter sind dabei als Einheit
zu betrachten, was den Unterricht zu
einem komplexen Unterfangen macht.
Bildung und Gesellschaft, Seite 46

Neu Zrcr Zitung

SEITE ZWEI

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56


INTERNATIONALE AUSGABE

INTERNATIONAL IN KRZE

AUFGEFALLEN

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Mit Humor und Tanz


gegen die Jihadisten

Aufschub fr verurteilte Australier

Monika Bolliger, Kairo V Wenn die gypter etwas knnen,


dann ist es lachen. Der Alltag in gypten mit seiner maroden
Infrastruktur und seiner absurden Brokratie ist ohne eine
gute Portion Humor auch gar nicht zu ertragen. Unbeliebt
macht sich in gypten, wer es nicht schafft, unangenehme
Situationen mit einem Lachen aufzulockern. Der hufig verwendete arabische Ausdruck fr diese Lebenshaltung heisst
bersetzt leichtes Blut. Das Klischee vom lustigen gypter
ist in der ganzen arabischen Welt verbreitet.
Als die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) krzlich mit der
grausamen Enthauptung von gyptischen Christen in Libyen
die ffentlichkeit schockierte, liess die Reaktion der gypter
nicht lange auf sich warten. Der IS will mit seinen inszenierten
Barbareien einschchtern und provozieren. Die gypter sind
nicht die Ersten, die diese Taktik mit Humor kontern. Im ganzen Nahen Osten haben Witze ber die Jihadisten-Organisation Konjunktur. In Japan nach der Geiselnahme von zwei
Staatsbrgern oder in Italien nach der Drohung des Islamischen Staates, Rom heimzusuchen, haben Brger die ISDrohgebrden ins Lcherliche gezogen. Die gypter wetteifern nun in den sozialen Medien, wer den lustigsten Videoclip zur Hymne der Terroristen ins Netz stellt. Manche
mgen die Videos geschmacklos gegenber den Opfern finden. Dass das Lachen aber auch die Furcht lst, lsst sich
kaum bestreiten.
Diverse tanzbare Remixes des eigentlich feierlich-ernsten
Jihadisten-Liedes kursieren nun im Internet. Die Videos dazu
reichen von tanzenden Katzen ber Szenen aus gyptischen
Filmen bis hin zur gyptischen Bauchtnzerin Safinaz, die zu
den mit einem Rhythmus unterlegten Klngen erotisch die
Hften schwingt und verfhrerisch in die Kamera blickt. Noch
weiter hat es ein Brautpaar getrieben, das auf seiner Hochzeit
die Gefangennahme in einem Kfig durch Vermummte mit
Messern in den Hnden inszeniert hat nur um dann im Kfig
wild zu tanzen zu beginnen. Die tanzbare Remix-Version der
Jihadisten-Hymne knnte bald zum Party-Hit werden.

(dpa/afp) V Die beiden in Indonesien zum


Tode verurteilten Australier erhalten
berraschend eine neue Chance vor Gericht. Die Beschwerde gegen einen Gerichtsentscheid im vergangenen Monat
sei angenommen worden, sagte ihr Anwalt am Samstag. Die beiden Mnner
argumentieren, der indonesische Prsident habe ihr Gnadengesuch nicht richtig geprft. Ein Gericht in Jakarta werde
diese Beschwerde nchsten Donnerstag
prfen, sagte ihr Anwalt. Die australische Regierung hatte in den vergangenen Tagen Beschwerde gegen die Behandlung der beiden eingelegt. Dabei
ging es um den Umgang von Polizeibeamten mit den zwei Australiern. Die
Regierung in Australien hatte in den vergangenen Wochen mehrmals versucht,
die Hinrichtung zu verhindern.
Ein Separatist blickt in Richtung einer Stellung der Regierungstruppen.

Fortschritte bei Libyen-Gesprchen

VADIM GHIRDA / AP

(Reuters) V Bei den Friedensgesprchen


der libyschen Brgerkriegsparteien in
Marokko hat es nach Angaben der Vereinten Nationen Fortschritte gegeben.
Erstmals seien dabei auch Vertreter der
beiden rivalisierenden Regierungen direkt zusammengetroffen, nachdem sie in
vorherigen Gesprchsrunden getrennt
mit den Uno-Vermittlern beraten htten,
teilte der Sondergesandte Bernardino
Leon am Samstagabend mit. Es sei zwar
nur ein symbolisches Treffen und nicht
Teil der Verhandlungen gewesen, aber
es war wichtig. Die Gesprche sollen
nchste Woche fortgesetzt werden. Ziel
sind eine Einheitsregierung und eine
Waffenruhe, um den Demokratisierungsprozess wieder auf Kurs zu bringen.

Erneut ein Todesopfer im Donbass


(dpa) V Die Waffenruhe in der Ukraine
bleibt brchig. Die Organisation fr
Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) berichtete von Schssen
und Explosionen im Osten des Landes.
Laut der ukrainischen Armee wurde am
Wochenende ein Soldat gettet. Der
Beschuss durch prorussische Separatisten lasse zwar nach, doch wrden nun
Scharfschtzen verstrkt auf die Regierungstruppen angesetzt, warf der Militrsprecher Andrei Lyssenko in Kiew
den Aufstndischen am Sonntag vor.

Die Armee und die Separatisten beschuldigten sich gegenseitig, mehrmals


gegen die Feuerpause verstossen zu
haben, die seit dem 15. Februar gilt. Beobachter der OSZE berichteten von
mindestens fnfzig Explosionen in der
Nhe des zerstrten Donezker Flughafens. Es sei nicht klar gewesen, welche der Konfliktparteien den Beschuss
erffnet habe. Die OSZE-Beobachter
besttigten auch, sie htten gesehen,
wie schwere Kriegstechnik im Gebiet
der Front verlegt worden sei.

Tote bei Angriff von Jihadisten

Sitzungswoche des EU-Parlaments

In Strassburg beginnt die Plenartagung des Europaparlaments, die bis


zum 12. Mrz andauert. Am ersten
Tag befasst sich das Parlament mit der
Gleichberechtigung von Frauen und
Mnnern.

Apple prsentiert Neuheiten

In San Francisco findet die Neuheitenprsentation von Apple statt. Es wird


erwartet, dass der Konzern die Apple
Watch vorstellt. Tim Cook hatte angekndigt, dass die Smartwatch ab April
verkauft werde.

Vom Wesen der Liebe

Was ist Liebe, und wie verleiht man


ihr Bestand? Es gibt wohl kaum
einen Menschen, den diese Fragen
nicht beschftigen. Die amerikanische
Fotografin Lauren Fleishman suchte
die Antwort bei Paaren, deren Zuneigung sich in fnfzig und mehr Ehejahren bewhrt hat.

AUS DEM ARCHIV


Die USA unter Obama

Die bersteigerte Euphorie und Erwartung nach der Wahl von Barack
Obama als erstem schwarzem US-Prsidenten ist der Ernchterung gewichen. Seine zweite Amtszeit steht im
Zeichen der tiefen Wirtschafts- und
Schuldenkrise und der Herausforderung durch China und den Islamismus.

Bombenanschlge in gypten

(dpa) V In der gyptischen Stadt Alexandria sind am Sonntag zwei Bomben vor
einem westlichen Einkaufszentrum de-

Protest gegen Korruption in Ungarn

(dpa) V Rund 2000 Personen haben in


Budapest gegen die Korruption unter
der Regierung des rechtskonservativen
Ministerprsidenten Viktor Orban demonstriert. Zur Kundgebung am Sonntag hatte die liberale Oppositionspartei
Egytt aufgerufen. Sie wirft Orban den
undurchsichtigen Verkauf wertvoller Immobilien in der Budapester Innenstadt
vor. Darber hinaus habe der Regierungschef den Import von Erdgas in eine
Privatfirma mit Sitz im Kanton Zug ausgelagert, die von Orbans Strohmnnern
kontrolliert werde, so die Vorwrfe.

(dpa) V Dem jemenitischen Verteidigungsminister Mahmud al-Subaihi ist die


Flucht aus der von schiitischen Aufstndischen beherrschten Hauptstadt Sanaa
gelungen. Er floh nach Angaben von
Sicherheitsbehrden am Sonntag in den
Sden des Landes- Im letzten Monat war
bereits Jemens Prsident Abed Rabbo
Mansur Hadi aus dem Hausarrest in die
sdliche Hafenstadt Aden geflohen.

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Residence erscheint vierteljhrlich und ist fr den Verkauf oder die Vermietung exklusiver Immobilienangebote
die beste Plattform. Das moderne, klassische Layout des Magazins und die bersichtliche Gliederung bieten
den Leserinnen und Lesern einen informativen Lesegenuss am Sonntag.

Minister flieht aus Sanaa

2013

Der amerikanische Prsident Barack


Obama empfngt EU-Rats-Prsident
Donald Tusk. Im Mittelpunkt der Gesprche wird der Kampf gegen die
Terrormiliz IS stehen.

1/

Obama empfngt Tusk

FOTO-TABLEAU

toniert. Dabei ist nach Angaben der


Nachrichten-Website Al-Masry alYum mindestens eine Person gettet
worden, fnf weitere seien verletzt worden. Unbekannte hatten die Sprengfallen vor einem Supermarkt der franzsischen Kette Carrefour angebracht. Bereits in der Nacht zum Samstag war es im
Norden der Hauptstadt Kairo zu einer
schweren Explosion vor einer Bankfiliale gekommen. Dabei waren zwei
Polizisten gettet und sechzehn weitere
Personen verletzt worden.

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HEUTE AKTUELL

(dpa) V Die islamistische Miliz Boko


Haram in Nigeria will sich laut eigenen
Angaben mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im Nahen Osten
verbnden. Der Chef von Boko Haram,
Abubakar Shekau, gab in einer Audiobotschaft bekannt, dem Anfhrer des IS
in Syrien und dem Irak, Abu Bakr alBaghdadi, die Treue zu schwren. Wir
versprechen unsere Gefolgschaft und
werden in schwierigen sowie in guten
Zeiten Gehorsam ben, sagte Shekau
auf Arabisch in der rund achtmintigen
Botschaft, die am Sonntag im Internet
mit englischer und franzsischer bersetzung verbreitet wurde. Er rief alle
Muslime der Welt auf, sich dem Bndnis
anzuschliessen. Nach Angaben der nigerianischen Behrden wurden am Samstag bei fnf Selbstmordanschlgen im
Nordosten des Landes 55 Personen gettet. Es wird vermutet, dass Boko
Haram hinter den Anschlgen steckt.

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Boko Haram will Allianz mit dem IS

HEUTE ONLINE

(af/ap) V Bei einem Angriff des libyschen


Ablegers des Islamischen Staats auf ein
lfeld im Sden Libyens sind am Freitag
nach Angaben eines Sprechers der lanlagen elf Personen gettet worden.
Nach dem Eintreffen von Verstrkung
habe die Armee das lfeld al-Ghani
wieder unter ihre Kontrolle gebracht.
Die Nationale lgesellschaft besttigte
die Angaben und erklrte, die Angreifer
htten die Anlage geplndert und die
Gebude in Brand gesteckt. Nach Angaben des sterreichischen Aussenministeriums werden neun auslndische
Arbeiter vermisst. Unter den Vermissten
seien ein sterreicher und ein Tscheche.
Die brigen sieben stammten aus NichtEU-Lndern.

Erscheinungsdatum

Anzeigenschluss

3. Mai

17. April

6. September

21. August

18. Oktober

2. Oktober

Residence
Das Magazin frWohnen und Immobilien

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Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

INTERNATIONAL

Neu Zrcr Zitung

Malis Jihadisten lassen sich nicht zhmen


Attentat auf einen Nachtklub in der Hauptstadt Bamako verletzte Schweizer Friedenssoldaten repatriiert
Terroristen haben beim Anschlag
auf einen Nachtklub in Bamako
fnf Personen gettet. Unter den
Verletzten befinden sich auch
zwei Schweizer Armeeangehrige. Zwei Jahre nach der franzsischen Militrintervention
rcken die Jihadisten wieder vor.

Daniel Wechlin, Moskau

Beim Attentat auf ein Vergngungslokal in der malischen Hauptstadt Bamako sind am spten Freitagabend fnf
Personen gettet worden. Unter den
mindestens acht Verletzten befinden
sich auch zwei Schweizer Armeeangehrige, die zur Uno-Friedensmission fr
Mali (Minusma) gehren. Die Schweiz
untersttzt die Blauhelmtruppe von insgesamt 10 000 Mann mit drei Soldaten
und Offizieren. Laut Angaben der
Schweizer Armee sind die beiden verletzten Schweizer inzwischen ausser Lebensgefahr. Am Sonntag konnten sie
mit der Rettungsflugwacht Rega repatriiert werden (siehe Zusatzartikel).

Echo auf Charlie Hebdo

ALGERIEN

MALI

MAURETANIEN

Kidal

Timbuktu

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Bamako
BURKINA FASO

GUINEA
500 Kilometer

NZZ INFOGRAFIK / lea.

mit Restaurant im zentral gelegenen


Quartier Hippodrome. Er warf mehrere
Granaten in die Menge, danach schoss
er um sich. Laut der Agentur AFP rief
er: Tod den Weissen! Wie durch ein
Wunder kam nur ein einziger Klubgast,
ein Franzose, ums Leben. Die anderen
Todesopfer, ein Belgier und drei malische Sicherheitsleute, wurden whrend
der Flucht des Attentters aus einem
von einem Komplizen gesteuerten Auto
gettet. Von den Ttern fehlte am Sonntag offenbar jede Spur.
Die Verantwortung fr den Anschlag
bernahm der berchtigte algerische
Terrorist Mokhtar Belmokhtar. In einer
in Mauretanien verbreiteten Tonaufnahme sagte er, der Angriff sei die

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Spezialisten suchen nach dem Anschlag auf ein Vergngungslokal in Bamako nach Spuren.
Rache fr die Beleidigungen des Propheten durch die Charlie HebdoKarikaturen sowie die Ttung einer seiner Leutnants durch das franzsische
Militr im Dezember in Nordmali. Belmokhtar ist einer der Anfhrer der
maghrebinischen Kaida und mit Iyad
ag-Ghali verschwgert, einem Strippenzieher unter den Islamisten im IfoghasGebirge stlich von Kidal. Vor drei Jahren beherrschte und terrorisierte Iyad
mit seiner Gruppe Ansar ad-Din Timbuktu. Er soll sich in der Nhe von
Kidal versteckt halten.
Der Anschlag drfte das Vertrauen
der Malier in den Friedensprozess erschttern, der erst vor einer Woche mit
einer Einigung zwischen der Regierung,
verschiedenen Rebellenorganisationen
im Norden und regierungstreuen Milizen ein positives Zwischenergebnis erbracht hatte. Prsident Boubacar Keita
verurteilte die Attacke denn auch als
Versuch, die Vereinbarungen zu torpedieren. Tatschlich stehen diese bisher
bloss auf dem Papier. In den letzten
Monaten waren die unter algerischer
Vermittlung gefhrten Verhandlungen
und die Lage im unruhigen Norden
Malis erheblich auseinandergedriftet:
Whrend sich die Gesprchspartner im
Schneckentempo allmhlich nherkamen, wurden die Islamisten in Kidal
und Gao immer dreister.

Erneut Anschlag am Sonntag


Ein Grund liegt darin, dass sich Rebellen und Islamisten hufig in immer
neuen Formationen verbnden. Jeder
Tuareg-Clan will bei der vermeintlichen Neuordnung des Nordens mitreden, aber das geht nur, wenn er eine
eigene Splittergruppe bildet. Auch die

Grenzen zu Terrorgruppen, die zu den


Verhandlungen offiziell nicht zugelassen waren, sind fliessend. Die wachsende Unsicherheit zeigte sich am Wochenende abgesehen von Bamako in
Gao, wo Bewohner zwei mutmassliche
Bombenleger lynchten. Und am Sonntag griffen Rebellen ein MinusmaQuartier in Kidal mit Raketen an. Laut
Agenturmeldungen wurden dabei ein
tschadischer Friedenssoldat und zwei
Kinder gettet.
In den weiten Wstengebieten im
Norden Malis entziehen sich ganze
administrative Regionen der Regierungsgewalt. Ein malischer Reporter
des Spiegels, der es krzlich wagte,
Kidal zu besuchen, die nrdlichste
Stadt, zeichnete ein dsteres Bild. Rebellen htten die Strasse von Gao nach
Kidal mit verborgenen Sprengkrpern
praktisch unpassierbar gemacht, schrieb
er. Kidal selber gleiche einer Geisterstadt, skulare Tuareg-Rebellen liessen
Drogen- und Waffenhndler sowie Islamisten frei gewhren. Die 750 in der
Stadt stationierten Friedenssoldaten haben sich in ihren Stellungen verbarrikadiert; kein Wunder: Bei Anschlgen
wurden letztes Jahr Dutzende von Blauhelmsoldaten gettet.
Whrend in Kidal ganz unverschmt
die Fahne des Mouvement national
pour lAzawad (MNLA), der TuaregRebellen, ber der Mairie weht, bleibt
die Rckkehr der Behrden in Gao und
Timbuktu weitgehend symbolisch.
Amtsdirektoren versehen pro forma
ihren Dienst, igeln sich aber in den
Bros ein. Krankenschwestern, Lehrer
oder Richter kommen nicht zur Arbeit.
Nur der Handel, der durch den TuaregAufstand von 2012 und die islamistische
Besetzung der Stdte im Norden zum

HAROUNA TRAORE / AP

Erliegen gekommen war, funktioniert


wieder; der Schmuggel mit Nahrungsmitteln und Gerten aus Nordafrika floriert sogar.
In Kidal zieht Iyad ag-Ghali aus seinem Versteck heraus mit die Fden, obwohl Amerika ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat und franzsische Spezialtruppen Jagd auf ihn machen. Er soll
ber grosse Waffenverstecke verfgen,
die laufend aus Sdlibyen aufgefllt
werden. Seine Islamisten von Ansar adDin gingen zumindest teilweise im Conseil pour lunite de lAzawad (HCUA)
auf eine der chamleonhaften Wandlungen, mit denen der Versuch der algerischen Vermittler, den Spreu vom Weizen (die Terroristen von den Rebellen)
zu trennen, unterlaufen wurde. Der
HCUA beteiligte sich an den Verhandlungen und bildete mit dem MNLA die
sogenannte Azawad-Allianz.

Gefhrdeter Friedensvertrag
In der Einigung von Algier von Ende
Februar anerkennt die Regierung erstmals ein gewisses Selbstbestimmungsrecht der Tuareg und Araber im Norden Azawad in der Bezeichnung der
Rebellen. Es soll in ein Autonomiestatut mnden. Der Vertrag war schon
vor dem Wochenende brchig, weil die
Azawad-Allianz noch ihre Anhnger
und Kmpfer zu dem Papier befragen
wollte. Zu den Unterzeichnern gehren
ausserdem regierungstreue Milizen ethnischer Songhay und Peulh, die vor drei
Jahren aus dem Norden vertrieben wurden. Fr diese Kreise, die gerne einem
populistischen Chauvinismus frnen,
knnte das Attentat von Bamako zum
Vorwand werden, sich von den Abmachungen zurckzuziehen.

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Festnahmen im Mordfall Nemzow


Im Mordfall Nemzow sind fnf
Verdchtige inhaftiert worden.
Eine Person soll ein Gestndnis
abgelegt haben. Die offizielle
Spur fhrt in den Nordkaukasus.
Doch die Skepsis ist gross.

Markus M. Haefliger, Nairobi

Das Attentat ist der erste gegen westliche Zivilisten gerichtete Anschlag in
Bamako seit Beginn der Krise in Mali
vor drei Jahren. Laut Augenzeugen
strmte der maskierte Terrorist um Mitternacht in das Lokal La Terrasse,
einen unter Auslndern beliebten Klub

Russische Justiz
meldet Erfolge

h. Bern V Die zwei beim Attentat in


Mali verletzten Schweizer Armeeangehrigen sind am Sonntag von der Rega
evakuiert worden. Inzwischen ist in der
Schweiz die Debatte um die Auslandeinstze der Armee neu aufgeflammt.
Laut Armeeangaben sind die beiden
Schweizer inzwischen ausser Lebensgefahr. Ihr Zustand sei stabil, sagte
Mirco Baumann, Sprecher des Kompetenzzentrums fr friedensfrdernde
Einstze der Schweizer Armee (Swissint). Am Samstag waren die Verletzten
in Mali von Uno-rzten operiert und
dann nach Senegal gebracht worden.
Am Sonntag wurden sie von der Rettungsflugwacht (Rega) nach Bern-Belp
geflogen und von dort ins Spital bergefhrt. Zur Art ihrer Verletzungen
sagte der Swissint-Sprecher nur, dass es

sich um Schusswunden handle. Das Attentat in Mali ist einer der bisher
schwersten Zwischenflle mit Waffengewalt bei einem Auslandeinsatz der
Schweizer Armee, eventuell sogar der
schwerste berhaupt. Zwar sind seit
1954 sieben Schweizer Soldaten bei Auslandeinstzen ums Leben gekommen.
Waffengewalt war dabei aber nie im
Spiel; vielmehr handelte es sich um drei
Verkehrsunflle, zwei Suizide, einen Helikopterabsturz und einen Badeunfall.
Der Vorfall in Mali giesst neues l ins
Feuer der Debatte um die Auslandeinstze. Zuflligerweise debattiert der
Stnderat am Dienstag ber die Vorlage
zur Weiterentwicklung der Armee, mit
der auch die Auslandeinstze ausgeweitet werden sollen. Statt wie bisher 300
sollen bis zu 500 Armeeangehrige

gleichzeitig in der Friedensfrderung


eingesetzt werden.
Die SVP, die Auslandeinstzen seit je
kritisch gegenbersteht, sieht sich durch
den Vorfall in Mali besttigt und will im
Parlament Antrge auf Abschaffung der
Auslandeinstze einbringen. Politiker
der FDP und der CVP erteilten solchen
Plnen gegenber der NZZ am Sonntag aber bereits eine Absage.
Der Auslandeinsatz in Mali wurde im
August 2013 vom Bundesrat beschlossen. Derzeit arbeiten ein Schweizer
Stabsoffizier sowie zwei Munitionsspezialisten in Mali. Einer der beiden ein
Milizsoldat, der sich freiwillig zum Einsatz gemeldet hatte gehrt zu den Verletzten. Der zweite Verletzte ist einer
von zwei Armeeangestellten, die sich in
Mali auf Dienstreise befanden.

Eine Woche nach der Ermordung des


Kreml-Kritikers Boris Nemzow melden
die russischen Behrden mehrere Festnahmen von Tatverdchtigen. Nachdem
der Inlandgeheimdienst FSB am Samstag von zwei festgenommenen Personen
gesprochen hatte, teilte das Ermittlungskomitee mit, dass bis zum Sonntag
insgesamt fnf Personen in Gewahrsam
genommen worden seien. Sie stnden
im Verdacht, die Mordtat sowohl organisiert als auch durchgefhrt zu haben,
sagte Wladimir Markin, der Sprecher
der obersten Ermittlungsbehrde Russlands. Die fnf Mordverdchtigen wurden am Sonntagnachmittag dem Moskauer Basmanni-Bezirksgericht berstellt. Einer von ihnen hat die Beteiligung an der Tat nach Auskunft der Vorsitzenden Richterin Natalja Muschnikowa gestanden. Die anderen vier Verdchtigen bekannten sich als nicht
schuldig. Das Gericht ordnete fr alle
Untersuchungshaft an.

Spezialeinheit Nord
Wie sich die Festnahmen genau zugetragen haben, ist unklar. Bei den Verdchtigen handelt es sich laut den Behrden
um russische Staatsangehrige aus verschiedenen Teilen des Nordkaukasus. In
Inguschetien sollen drei von ihnen gestellt worden sein. In der Nachbarrepublik Tschetschenien sprengte sich laut
Medienberichten ein weiterer Tatverdchtiger mit einer Granate in die Luft,
als Sicherheitskrfte seine Wohnung in
Grosny umstellten. Zwei der festgenommenen Mnner sind Brder, die zuletzt bei Moskau lebten und fr eine private Sicherheitsfirma sowie fr ein
Transportunternehmen ttig waren. Jener Mann, der offenbar seine Tatbeteiligung einrumte, soll tschetschenischen
Sicherheitsstrukturen entstammen und
mehrere Jahre dem Bataillon Nord
angehrt haben. Dabei handelt es sich
um eine 2006 in Tschetschenien gegrndete militrische Spezialeinheit, die seit
2010 Teil der 46. Brigade der Streitkrfte des Innenministeriums der Russischen Fderation in Grosny ist.
Belastendes Material legten die Behrden nicht vor. Die Ermittler sprechen beim Tatmotiv von einem Auftragsmord aus eigenntzigen Grnden.
Die Fahndung nach weiteren Personen
gehe weiter. Das Staatsfernsehen zeigte
derweil Interviews von Angehrigen
der Festgenommenen, in welchen diese
die Unschuld der Verdchtigten beteuerten. Gleichzeitig wurde in der Berichterstattung immer wieder die Behauptung der Ermittler wiederholt,
Nemzow habe Drohungen aus islamistischen Kreisen erhalten, da er sich in Zusammenhang mit den islamkritischen
Karikaturen von Charlie Hebdo fr
die Meinungsfreiheit ausgesprochen
habe. Die These von einer Tterschaft
aus dem muslimisch geprgten Nordkaukasus ist entsprechend populr.

Wer sind die Drahtzieher?


Dass der Kreml und seine ihm hrigen
Medien seit Monaten gegen Oppositionspolitiker eine Hexenjagd veranstalten und damit ein Klima des Hasses
und der Intoleranz gegen Andersdenkende schaffen, wird ausgeblendet. Oppositionelle sprechen weiterhin von einem politisch motivierten Mord. Und
auch wenn sich der Tatverdacht gegen
die Festgenommenen bewahrheitet, das
Ansehen der russischen Justiz ist
schlecht. Im Mordfall der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja
dauerte es fast acht Jahre, bis die Tter
zur Rechenschaft gezogen wurden. Die
Hintergrnde und die Drahtzieher der
Tat liegen noch immer im Dunkeln.

Neu Zrcr Zitung

4 INTERNATIONAL

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Fr einen Wechsel in Israel

Der IS zerstrt
weitere Kultursttten

In Tel Aviv demonstrieren Zehntausende gegen die Regierung Netanyahu

Die Truppen des Iraks rcken vor

Etwa 50 000 Menschen haben


am Samstagabend fr eine neue
Politik in Israel demonstriert.
Hauptsprecher war der einstige
Mossad-Chef Meir Dagan.
Ulrich Schmid, Tel Aviv
Sushi-Fresser, verdammte! wre noch
eine nette bersetzung des russischen
Slangs, mit dem Yoni Grinberg, ein
Monteur aus Netanya, die Demonstranten bezeichnet, die an diesem warmen
Samstagabend auf dem grossen RabinPlatz im Zentrum von Tel Aviv zusammengekommen sind, um gegen die
Regierung von Ministerprsident Netanyahu zu demonstrieren. Grinberg, in
Nowosibirsk geboren und mit zwlf Jahren nach Israel gekommen, hat einem
Unternehmer neue doppelverglaste
Scheiben eingesetzt an diesem heiligen
Sabbat, und nun steht er da, raucht,
trinkt eine Cola und gibt den SushiLiebhabern freudvoll ungnstige Prognosen fr die Wahl Mitte Monat.

Ein Land in der Krise


Grinbergs Ausbruch ist nicht nur, aber
auch Verleumdung. Hier sind nicht nur
die begterten Ashkenasi zusammengekommen, die Akademiker, Anwlte
und Kulturschaffenden also, die Netanyahu seit je verabscheuen, sondern auch

viele, die das Existenzminimum aus


nchster Nhe betrachten. Es ist laut,
farbig und eng, Ballons schweben sowohl mit Losungen als auch mit Reklamen ber den Massen. Wohl um die
50 000 Menschen sind gekommen (die
Polizei sprach von 30 000, die Veranstalter von 80 000). Sie tragen Transparente, haben sich mit Stickers beklebt,
schwenken israelische Fahnen und rufen ausdauernd ihre Slogans, die mit
Weg mit Netanyahu! freundlich zusammengefasst sind. Und doch ist der
Gesamteindruck der einer Versammlung Wohlhabender, Gebildeter, und
Meir Dagan, der einstige Mossad-Chef,
verzichtet denn auch weitgehend auf die
Hemdsrmligkeit, die weder ihm noch
Netanyahu, dem Verhassten, fremd ist,
wenn es die Not gebietet.
Dagan ist nicht der geborene Rhetor,
aber an diesem Abend reisst er seine
Zuhrer mit. Israel gehe durch die
grsste Krise seit der Grndung des
Staates, ruft er in die Lautsprecher.
Netanyahu baue auf die Angst. Er aber,
Dagan, frchte viel mehr das Fehlen
von Visionen, von Richtung, Entschlossenheit und exemplarischer Fhrung.
Israel verdiene eine neue Fhrung, eine,
die neue Horizonte suche und die Herzen der Menschen zusammenkommen
lasse, die der Juden und der Araber, der
Skularen und der Religisen. Unter
Netanyahus Herrschaft habe es keinen
einzigen genuinen Prozess gegeben, der
Fortschritt gebracht htte. Niemand be-

streite, dass das iranische Atomprogramm eine Bedrohung Israels sei.


Doch deswegen in einen Krieg mit den
Vereinigten Staaten zu ziehen, sei
nicht der richtige Weg.

Eine Frage des Stils


Diese Bemerkung ist bezeichnend. Es
geht auch hier nicht um das Ob, sondern
um das Wie. Dagan wird von Teheran
beschuldigt, alles getan zu haben, um
das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Auf seinen Befehl hin sollen iranische Atomwissenschafter umgebracht
worden sein. Doch Dagan, als MossadChef abgetreten 2010, stuft im Gegensatz zu Netanyahu das Mullah-Regime
als bedingt rational und lernfhig ein
und scheint wenig zu halten von den
israelischen Prventivschlgen, die in
Regierungskreisen errtert werden. Seine Grundaussage ist die, dass Netanyahus Politik den Bau einer iranischen
Bombe vermutlich beschleunigt.
Weit mehr Emotionen als Dagan entfacht Michal Kesten-Keidar, die Witwe
eines im letzten Gazakriegs umgekommenen Soldaten. Sie beschuldigt Netanyahu, ob seiner Obsession mit Iran den
Konflikt mit den Palstinensern zu vernachlssigen. Vielleicht sei der Krieg im
letzten Sommer ja tatschlich unvermeidlich gewesen. Doch nun msse es
darum gehen, den nchsten zu vermeiden. Dafr msse der von Netanyahu
vernachlssigte Friedensprozess wieder

in Gang gebracht werden. Gegen Ende


der Veranstaltung spottet Yoni Grinberg nicht mehr, da er nun mit Kundgebungsteilnehmern diskutiert, die ihm
klarzumachen versuchen, dass es in seinem ureigenen Interesse sei, die linksliberale Mitte, das zionistische Lager
also von Herzog und Livni, zu whlen.
Als Arbeiter leide er ja selber unter der
Politik Netanyahus. Grinberg hat der
Rhetorik der Gutmeinenden wenig entgegenzusetzen. Aber man hat nicht den
Eindruck, er werde seine Meinung ndern. Auch das ist symptomatisch.

Derbe Politik
Netanyahus Klientel sind nicht die Ashkenasi, sondern die Sephardim (deren
Ahnen von der Iberischen Halbinsel
kommen), die Misrachim, Juden aus
Afrika und den arabischen Staaten und
eben die Russen aus der Sowjetunion.
Deren einstige Partei, die Israel ba-Alija, hat sich lngst mit dem Likud vereint,
whrend die Israel Beitenu von Aussenminister Avigdor Liebermann, eine betont derbe, araberfeindliche, manchmal
auch offen rassistische Politik verfolgt.
Netanyahus antagonistisches Pochen
auf Wehrhaftigkeit und Kompromisslosigkeit kommt an bei diesen Menschen. Die Zahl der Zaudernden, die
sich vielleicht noch von ihm abwenden
knnten (und die die Veranstalter mit
ihrer Kundgebung am Sabbat umwarben), ist dagegen beschrnkt.

(dpa/Reuters) V Der Islamische Staat (IS)


setzt im Irak die Vernichtung altorientalischer Kultursttten fort. Am Sonntag
seien die assyrischen Ruinen bei Khorsabad gesprengt worden, sagte ein Mitarbeiter der Altertumsbehrde von Ninive. Khorsabad liegt zwlf Kilometer
nrdlich von Mosul. In der Ortschaft
befinden sich berreste der um 700 vor
Christus gebauten assyrischen Knigsresidenz Dur Scharrukin, die Aufschlsse ber das Leben der altorientalischen
Kultur der Assyrer liefert. Nach Angaben der Altertumsbehrde haben die
IS-Kmpfer Teile der Ruinen gesprengt
und weitere Kulturgter geplndert.
Am Samstag hatte der IS nach Angaben des irakischen Ministeriums fr
Altertmer und Tourismus Ruinen in
Hatra verwstet. Laut Hamid al-Juburi,
dem Leiter der Abteilung fr Altertmer der Universitt von Mosul, sollen
Kmpfer des Islamischen Staates Ruinen in Hatra mit Sprengstoff in die Luft
gejagt haben. Das stellt einen Verlust
dar, der nicht aufgewogen werden
kann, sagte Al-Juburi.
Die Offensive gegen den IS kommt
laut Militrangaben voran. Regierungstruppen und schiitische Milizen htten
am Sonntag das Zentrum des Ortes alDur in unmittelbarer Nhe von Tikrit
eingenommen, teilten Kommandanten
mit. Tikrit ist die Heimatstadt des frheren Machthabers Saddam Hussein. Die
Rckeroberung der Stadt ist ein wichtiges Etappenziel in der bisher grssten
Offensive gegen den IS.

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Sexuelle Gewalt in Indien


Emprung nach dem Verbot einer BBC-Reportage
Eine brutale Vergewaltigung von
2012 in Delhi hat die Gewalt an
indischen Frauen weltweit in
den Fokus gerckt. Auslndische Berichte ber das Thema
werden aber nicht gerne gesehen.
Volker Pabst, Delhi
In Zeiten des Internets vermag staatliche Zensur eine Debatte nicht zu verhindern, vielmehr wird sie dadurch erst
recht befeuert. Dies musste in den letzten Tagen die indische Regierung erfahren, die durch das Verbot einer Reportage des britischen Senders BBC ber
den brutalen Vergewaltigungsfall in Delhi im Dezember 2012 bewirkte, dass
der diesjhrige internationale Frauentag in Indien ganz im Zeichen der Gewalt an Frauen stand und der anhaltenden Tabuisierung des Problems.

Schockierende usserungen
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Die Reportage der britischen Filmemacherin Leslee Udwin ber die brutale Vergewaltigung einer jungen Frau
in Delhi von Ende 2012, die spter ihren
Verletzungen erlag, htte zum 8. Mrz
in mehreren Lndern ausgestrahlt werden sollen, darunter auch Indien und
die Schweiz. Als Auszge auf Youtube
erschienen, erklrte der indische Sicherheitsminister Singh aber, der Film drfe
nicht in Indien gezeigt werden. Daraufhin beschloss die BBC, die Erstausstrahlung auf ihrem eigenen Kanal BBC
4 auf Mittwoch vorzuverlegen. Als Begrndung fr das Verbot wurde erst angefhrt, Udwin habe ber keine Genehmigung verfgt, das gesammelte Material fr einen Film zu verwenden. Spter
hiess es, die Reportage entwrdige die
Frauen.
Der wahre Grund liegt aber darin,
dass der Film mit schockierenden usserungen der Tter einmal mehr das
Ausmass des Problems der sexuellen
Gewalt in Indien aufzeigt. Einer der
Tter sagt vor der Kamera, Frauen trgen durch unmoralisches Verhalten die
Hauptverantwortung fr Vergewaltigungen. Sein Anwalt erklrt, sollte sich
eine Verwandte durch voreheliche Aktivitten entehren, wrde er sie vor der
ganzen Familie mit Benzin bergiessen

und anznden. In Indien hrt man


immer wieder Klagen, Gewalt gegen
Frauen nehme in der auslndischen Berichterstattung zu viel Raum ein und
werfe ein falsches Licht auf das Land.
Zudem stsst man sich an moralischen
Belehrungen aus dem Westen, die mitunter tatschlich mit einer gewissen
berheblichkeit daherkommen.
Der grausame berfall vom 16. Dezember 2012 auf Jyoti Singh und deren
Freund hat allerdings nicht nur im Ausland, sondern vor allem in Indien selber
fr grsste Emprung gesorgt. In Delhi
und spter in zahlreichen anderen Stdten des Landes kam es zu Protestveranstaltungen. Die aufgebrachte Stimmungslage trug wesentlich zur Verhngung der Todesstrafe fr vier der Tter
bei. Dennoch betrachten immer noch
viele Mnner Gewalt an Frauen als
Kavaliersdelikt.
Dass die Regierung Belege fr diese
landesweit bekannten Missstnde verbieten lsst, statt sie zum Anlass zu nehmen, dagegen effektiv vorzugehen, hat
im Vorfeld des Frauentags landesweit
fr hitzige Debatten gesorgt. Besonders
die wachsende stdtische Mittelklasse,
der sich durch Wirtschaftsaufschwung
und Wohlstand neue Mglichkeiten und
Freiheiten erffnen, will nicht akzeptieren, dass diese durch soziale und geschlechterspezifische Hierarchien wieder eingeschrnkt werden.

Religis-konservativer Kurs
Vielleicht liegt hierin der grsste Widerspruch der zwar wirtschaftsliberalen,
aber in Gesellschaftsfragen konservativen Regierung von Premierminister
Modi. Sie schickt sich an, Hunderte von
Millionen aus der Armut zu befreien
und den Segnungen des modernen Lebens zuzufhren, zementiert mit ihrem
religis-konservativen Kurs aber soziale
Gefge, die durch diese Entwicklung
zwangslufig einen Wandel erfahren.
Das Verbot freilich hat das Interesse
am Film in Indien nur erhht. Zwar hat
der indische Sender NDTV von einer
Ausstrahlung abgesehen, und auch auf
Youtube hochgeladene Kopien wurden
von Google wieder gelscht. Dennoch
haben bereits Hunderttausende von Indern den Film gesehen. BBC verffentlichte sogar nur leicht kaschierte Hinweise, wie der Bann zu umgehen sei.

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

INTERNATIONAL 5

Schlechte Aussichten fr Dilma Rousseff


Die Untersuchungen im Petrobras-Korruptionsskandal drohen die Regierung der Prsidentin zu lhmen

Die politische Elite im Visier

Die brasilianische Prsidentin


Dilma Rousseff kommt immer
strker unter Druck. Viele ihrer
Koalitionspartner im Kongress
stehen wegen der mglichen Beteiligung an einem Korruptionssystem um den Staatskonzern
Petrobras am Pranger.
Alexander Busch, Sao
Paulo
Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat
Untersuchungsverfahren gegen 54 Verdchtige erffnet. Unter ihnen befinden
sich 22 Abgeordnete und 12 Senatoren.
Sie sollen an milliardenschweren Korruptionsfllen beim Staatskonzern Petrobras beteiligt gewesen sein. Dabei
sollen zwischen 2004 und 2012 systematisch illegale Gelder aus dem Konzern
an Politiker abgezweigt worden sein. Es
sei offensichtlich, dass es sich dabei um
die Bildung einer kriminellen Vereinigung gehandelt habe, so begrndete der
Bundesrichter Teori Zavascki die Entscheidung, die Namen der verdchtigten Politiker zu verffentlichen.

Hohe Politiker verwickelt


Der Richter entschied auf der Grundlage einer Liste, welche der ermittelnde
Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot ihm
vorgelegt hatte. Janot sammelte die
Zeugenaussagen, welche ein halbes
Dutzend Beteiligter am Korruptionssystem unter Zeugenschutz seit einem
Jahr gemacht haben. Die wichtigsten
sind ein fhrender ehemaliger Petrobras-Direktor sowie die Topmanager
von zwei Baukonzernen.
Der Petrobras-Korruptionsskandal
drfte die Politik in Brasilien die nchsten Monate und Jahre dominieren und
vor allem die Regierung der gerade zu
ihrer zweiten Amtszeit angetretenen
Prsidentin Dilma Rousseff lhmen.
Denn in den Skandal verwickelt sind
fast ausschliesslich Politiker aus ihrer
Regierungskoalition. Unter ihnen befinden sich auch die mchtigen Prsidenten des Abgeordnetenhauses und
des Senats sowie mehrere frhere Minister. Einen Vorgeschmack darauf, wie
schwierig das Regieren inmitten eines
laufenden Korruptionsverfahrens sein
wird, bekam Rousseff bereits diese Woche. Der Senatsprsident Renan Calheiros, eigentlich ein enger Verbndeter
der Prsidentin, weigerte sich, ein Dekret durchzuwinken, mit dem die Prsidentin den dringend notwendigen
Haushaltsausgleich herstellen wollte.
Der bereits mehrmals in Korruptionsskandale verwickelte Senatsprsident

Der Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot hat wegen Korruption Anzeige gegen hochrangige Politiker erstattet.
soll emprt darber sein, dass die Prsidentin ihn nicht auf dem kurzen Dienstweg von der Liste entfernen liess.

Impeachment-Verfahren?
Vorlufig aufatmen knnen hingegen
Rousseff sowie ihr Vorgnger Luiz Ina
cio Lula da Silva obwohl die Kronzeugen behaupten, dass beide von der
systematischen Korruption gewusst htten. Der Oberstaatsanwalt hatte die
Untersuchungen gegen die beiden ab-

gelehnt, weil die Verdachtsmomente


gegen sie ungengend seien. Dennoch
werden sowohl Lula wie Rousseff knftig von jeder Wendung des Skandals geschwcht: Rousseff war von 2003 bis
2010 Verwaltungsratsvorsitzende von
Petrobras. Lula dagegen hat die meisten
Personalentscheidungen fr die Spitzenpositionen des Konzerns zu verantworten. Die Posten wurden nach der
Bedeutung der Koalitionsparteien verteilt. Entscheidend ist die Frage, wie die
ffentlichkeit auf die Enthllungen re-

UESLEI MARCELINO / REUTERS

agiert. Am 15. Mrz sind Grossdemonstrationen gegen die Regierung Dilma


Rousseff geplant. Sollte es zu Massendemonstrationen gegen die Regierung
kommen, wie Mitte 2013, dann msste
sich die Prsidentin nicht mehr nur Sorgen um ihre niedrigen Popularittswerte und die Wirtschaftskrise machen.
Ihr Verbleiben im Amt stnde auf dem
Spiel. Schon lnger kursieren in der
Opposition berlegungen, ein Impeachment-Verfahren gegen die Prsidentin einzuleiten.

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Risse in der Regierungskoalition


tjb. Sao
Paulo V Die Ermittlungen gegen
eine Reihe von Politikern stellen Rousseffs Regierungskoalition vor die Zerreissprobe. Die von der Staatsanwaltschaft verffentlichte Liste hat besonders
beim wichtigsten Koalitionspartner, dem
Partido do Movimento Democratico

Brasileiro (PMDB), Befremden ausgelst.


Die Prsidenten beider Parlamentskammern, Renan Calheiros und Eduardo
Cunha, die beide dem PMDB angehren
und gegen die ebenfalls ermittelt werden
soll, halten nicht zurck mit Anschuldigungen an die Adresse Rousseffs und den
Partido dos Trabalhadores (PT). Deren

Strategie sei es, von sich selbst abzulenken, wird Senatsprsident Calheiros zitiert. Als Rousseff erfahren habe, dass
gegen den Oppositionsfhrer Aecio

Neves keine Untersuchung erffnet werde,


habe man gezielt die Information durchsickern lassen, dass er und Cunha auf der
Liste stnden. Calheiros wie Cunha werfen der Regierung zudem vor, den Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot bei der Erstellung der Liste beeinflusst zu haben,
um den Fokus der Ermittlungen vom
engsten Regierungskreis abzulenken.
Die usserungen der beiden Kammerprsidenten wirken auf den ersten

Blick wie Trotzreaktionen. Die politische Brisanz ist jedoch enorm. Wendet
sich der PMDB vom PT ab, so fnde
Rousseff im Parlament keine Mehrheiten mehr und wrde regierungsunfhig.
Bereits in den vergangenen Wochen
haben die beiden Kammern rebellische
Zge gezeigt und nicht die von der
Regierung erwartete Agenda verfolgt.
Fr den Montag hat Rousseff eine
dringliche Sitzung mit einzelnen Ministern einberufen. Es drfte darin nicht
nur um die hinkende Wirtschaft Brasiliens gehen, sondern auch um die Regierungskrise, die das Land lhmt.

Gedenkfeier zum Blutigen Sonntag von Selma


Prsident Obama als krftiges Symbol der Erfolge der amerikanischen Brgerrechtsbewegung
Zehntausende haben in Selma
der blutigen Niederschlagung
einer Brgerrechtsdemonstration
vor 50 Jahren gedacht. Prsident
Obama mahnte zu einer differenzierten Sicht auf die immer noch
bestehenden Rassenprobleme.
Peter Winkler, Washington
Prsident Obama und seine Familie
haben am Samstag in Selma (Alabama)
mit mehreren zehntausend, zumeist
schwarzen Gsten der blutigen Niederschlagung einer Brgerrechtsdemonstration vor 50 Jahren gedacht. Damals
hatten Polizisten mit Schlagstcken und
Trnengas auf einer Brcke einen friedlichen Protestmarsch von rund 600 Personen brutal zusammengeknppelt.

Von Alabama nach Missouri


Rund 50 Personen wurden an diesem
Tag, der als Blutiger Sonntag in die
amerikanische Geschichte einging, verletzt. Die Bilder des Polizeieinsatzes

Paukenschlag
in Brasilien

gaben der Brgerrechtsbewegung enormen Auftrieb. Einige Wochen spter erreichte der Protestmarsch im dritten
Versuch unter dem Schutz von Militr
unter dem Kommando der Bundesbehrden, von US-Marshals und FBIBeamten sein Ziel: die Hauptstadt
Alabamas, Montgomery. Nicht mehr ein
paar hundert, sondern rund 25 000 Teilnehmer zogen schliesslich vor das State
Capitol in Montgomery. Der Marsch
half mit, dass der Kongress im gleichen
Jahr ein neues Wahlrecht verabschiedete, das zusammen mit den Brgerrechtsgesetzen von 1964 Rassentrennung und -diskriminierung in den USA
formell beendete.
Obama, der von seinem Vorgnger
George W. Bush beim Gang ber die
Brcke begleitet wurde, rief dazu auf,
die Fortschritte, welche die Brgerrechtsbewegung initiiert habe, gebhrend zu wrdigen. Sie habe die USA zu
grossen Schritten in Richtung einer gerechteren Gesellschaft angespornt, in
der Schwarze Unternehmen dirigierten,
als Richter walteten und in politischen
mtern wirkten vom Kongress im
Capitol bis zum Oval Office.

Nichts knne das amerikanische Ideal besser illustrieren, als dass einfache
und bescheidene Menschen die Namenlosen, Benachteiligten, ohne berhmte Herkunft, Geld oder Privilegien, nicht einer, sondern vielen Religionen angehrten zusammengekommen seien, um den Kurs ihres Heimatlands zu ndern. Der Prsident bemhte sich auch, den Kampf der Brgerrechtsbewegung nicht als isoliertes Ereignis darzustellen, sondern als Teil der
Emanzipationsbestrebungen aller Minderheiten.
Gleichzeitig rumte der erste
schwarze Prsident der USA ein, dass
der Rassismus noch nicht aus Amerika
verbannt sei: Es gengt, unsere Augen,
Ohren und Herzen zu ffnen, um zu erkennen, dass die Rassengeschichte dieser Nation immer noch ihren langen
Schatten auf uns wirft. Die Untersuchung des Justizministeriums ber die
Praktiken von Polizei und Justiz in Ferguson (Missouri) htten jene Missachtung und Verletzung der Grundrechte
wieder in Erinnerung gerufen, welche
die Brgerrechtsbewegung habe entstehen lassen. Obama unterstrich gleich-

zeitig, die Zustnde in Ferguson seien


zwar wohl nicht einzigartig in Amerika.
Aber sie seien nicht mehr vorherrschend oder vom Gesetz geschtzt. Vor
der Brgerrechtsbewegung sei dies
ohne jeden Zweifel der Fall gewesen.

Ferguson ist berall


Zumindest in einer Beziehung scheint
Obamas Einschtzung sehr optimistisch. Das Justizministerium hatte nmlich festgestellt, dass die Justizbehrden
in Ferguson die Bevlkerung vor allem
als eine Art Milchkuh fr die stdtischen Finanzen betrachteten und nicht
als Brger, die Anspruch auf den Schutz
des Gesetzes htten. Dabei nahmen sie
Dunkelhutige mit Vorliebe ins Visier.
Weil diese oft arm sind und Strafen
nicht bezahlen knnen, kriegen sie
schnell ernste Probleme mit der Justiz.
Dies fhrt in der betroffenen, mehrheitlich schwarzen Bevlkerung zu enormen Ressentiments. Laut einer Recherche der New York Times allerdings ist
die gleiche Praxis in den USA weit verbreitet, und Ferguson gehrt nicht einmal zu zu den schlimmsten Fllen.

Werner J. Marti V Die Entscheidung


des Obersten Gerichts in Brasilien, dass
die Staatsanwaltschaft gegen vier Dutzend fhrende Politiker wegen des Petrobras-Skandals ermitteln kann, ist ein
wahrer Paukenschlag fr das Land.
Zwar vermutete man bereits Ende letzten Jahres, dass die Affre auch grssere
Kreise unter Politikern ziehen wrde,
nachdem die Generalstaatsanwaltschaft
Anklage gegen eine Reihe von Fhrungskrften namhafter brasilianischer
Unternehmen erhoben hatte. Die vom
Obersten Gericht gutgeheissene Liste
von Verdchtigen drfte aber die Erwartungen vieler Beobachter deutlich
bertroffen haben. Auf ihr stehen nicht
weniger als 22 aktive Abgeordnete, 12
Senatoren, mehrere ehemalige Minister, Gouverneure und sogar der frhere
Prsident Fernando Collor de Mello.
Die Schadensumme fr Petrobras wird
auf bis zu 4 Milliarden Dollar in einem
Zeitraum von zehn Jahren geschtzt.
Die Entscheidung des Gerichts ist
fr Brasilien zunchst sowohl eine gute
wie auch eine schlechte Nachricht. Eine
gute, weil der brasilianische Staat endlich im grossen Stil gegen die endemische Korruption im Lande vorzugehen
beginnt. Nach dem Mensalao-Prozess,

bei dem 2012 eine Reihe von Persnlichkeiten aus Politik und Wirtschaft
wegen Stimmenkaufs im Kongress verurteilt wurden, ist dies nun bereits der
zweite grosse Schlag der Justiz gegen die
Korruption. Wenn in Zukunft Milliardenbetrge nicht mehr in die Taschen
gieriger Politiker und Unternehmer abgezweigt, sondern fr Bildung, Gesundheit und Infrastrukturaufgaben verwendet wrden, dann wre dies ein namhafter Beitrag zur Entwicklung des Landes.
Eine schlechte Nachricht ist der
jngste Entscheid aber, weil die Petrobras-Untersuchung Brasiliens Politik
ausgerechnet in einem schwierigen Moment weiter zu lhmen droht. Das Land
steckt politisch und wirtschaftlich in der
Krise. Das Wirtschaftswachstum ist zum
Stillstand gekommen, einschneidende
Reformen wren dringend notwendig.
Doch Prsidentin Rousseff, welche im
Oktober nur knapp wiedergewhlt wurde und deren Popularitt seither in den
Keller gesunken ist, wird durch die Ermittlungen weiter geschwcht. Ihr wichtigster Koalitionspartner, der PMDB, ist
besonders stark in den Skandal verwickelt, unter anderem mit den Prsidenten beider Kammern des Kongresses. Bereits zeigen sich erste Absetzbewegungen der Partei in Richtung Opposition. Reformen zu verabschieden,
drfte nun noch schwieriger werden.
Rousseff war bisher nicht im Visier
der Ermittler, doch ist auch sie nicht aus
dem Schneider. Zeugen haben sie der
Mitwisserschaft bezichtigt, doch gibt es
nicht gengend Beweise. Nun soll auch
die Finanzierung ihrer ersten Prsidentschaftskampagne untersucht werden.
Sollten Indizien fr eine Mitverantwortung auftauchen, drften ihre Tage im
Prsidentenamt gezhlt sein.

Einigung mit Farc


ber Minenrumung
Norwegische Vermittlung
(afp) V In dem seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierung und den Farc-Rebellen hat es eine Annherung gegeben.
Beide Seiten einigten sich bei ihren Verhandlungen in Havanna am Samstag auf
umfassende Minenrumungen in den
von den Kmpfen betroffenen lndlichen Regionen. Das Projekt soll von
der Organisation Norwegian Peoples
Aid koordiniert werden, wie die kolumbianische Regierung und die Farc in
einer gemeinsamen Mitteilung in der
kubanischen Hauptstadt erklrten. Die
bereinkunft wurde unter kubanischer
und norwegischer Vermittlung erzielt.

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SCHWEIZ

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Neu Zrcr Zitung

Moderne Familien wollen nicht


Geld mit der Giesskanne Seite 8

Energiestrategie 2050
auf dem Prfstand Seite 8

Nidwaldner besttigen
Frhfranzsisch deutlich

Seite 9

Aus fr die absolute FDP-Mehrheit


in Ausserrhoden Seite 10

Widmer-Schlumpfs Abgaben im Gegenwind


Die Auswirkungen des Neins zur Energiesteuer-Initiative sind umstritten

Auswirkungen auf Energiewende

Die Initiative Energie- statt


Mehrwertsteuer ist klar durchgefallen. Umstritten ist aber, wie
das Verdikt mit Blick auf den
Atomausstieg zu beurteilen ist.
Die Plne von Eveline WidmerSchlumpf fr Lenkungsabgaben
stehen immer mehr in der Kritik.

Eidgenssische Abstimmung zur Energiesteuer-Initiative


Stimmbeteiligung: 41,5 Prozent
Ja-Stimmen-Anteil: 8,0 Prozent

SH
BS

90

TG

8089,9
7079,9

BL

JU

6069,9

ZH
AR
SG

4049,9
3039,9

Martin Bumle, Prsident der Grnliberalen, hatte sich keine grossen Hoffnungen gemacht: Bloss wenn der JaStimmen-Anteil fr die Volksinitiative
Energie- statt Mehrwertsteuer unter
20 Prozent lge, wre dies als Niederlage zu interpretieren, sagte er vor einigen Wochen. Mit einem Ja-StimmenAnteil von gerade einmal 8 Prozent belegt die Initiative der Grnliberalen nun
einen gar unrhmlichen Platz in der Geschichte der direkten Demokratie: Nur
eine Initiative zur Getreideversorgung
erzielte in den 1920er Jahren mit rund 3
Prozent noch weniger Ja-Stimmen als
die GLP-Vorlage. Auffllig ist der Vergleich zu einer Volksinitiative der Grnen, die eine Energiesteuer zur Finanzierung der AHV verlangte und 2001
auf immerhin gut 20 Prozent Ja-Stimmen kam. Die Grnliberalen kmpfen
nun um Schadensbegrenzung. Sie nennen die wirtschaftliche Unsicherheit
rund um die Frankenstrke als Grund
fr die mangelnde fiskalische Experimentierfreudigkeit im Volk. Bumle beteuert, dass sich daraus keine Prognosen
zum Abschneiden der Partei in den
Nationalratswahlen ableiten lassen. Im
Zentrum der Debatte steht nun ohnehin
die Interpretation des Volkswillens im
Hinblick auf die Plne von Bundesrtin
Widmer-Schlumpf fr Lenkungsabgaben. Die fr die nchsten Wochen angekndigte Vorlage umfasst ebenfalls eine
Verteuerung der Energie. Bisher galt
die Sache als mehrheitsfhig.

1019,9

NE

< 10

VD

SZ
GL

NW

BE

OW

AI

ZG

LU

2029,9

Von der Mitte-Links-Koalition zur


Energiewende waren nur die Grnen
und die Grnliberalen fr die Volksinitiative. Fr SP-Energieexperte und
Nationalrat Eric Nussbaumer kommt
das Nein zur Initiative denn nicht unerwartet. Die GLP-Initiative sei mit der
Verknpfung des Energie- und Fiskalziels eine Fehlkonstruktion wre der
Energieverbrauch wie gewnscht eingebrochen, wre auch ein wichtiger Teil
der Staatseinnahmen weggefallen. Daraus nun Schlsse fr die bundesrtliche

AG

SO

5059,9

Davide Scruzzi

Gespaltene Fukushima-Allianz

Fanal gegen
Totalumbau

GR

UR

FR

TI
GE
VS

QUELLE: ABSTIMMUNGSSTATISTIK, BUNDESAMT FR STATISTIK (BFS) / KARTENGRUNDLAGE: THEMAKART, BFS

Die Stnde Appenzell Innerrhoden, Glarus, Basel-Stadt,


Genf, Nidwalden, Obwalden, Uri und Zug kennen keine
administrative Einheit zwischen Kanton und Gemeinde;
in der Bezirkskarte sind fr diese Stnde die
Kantonsergebnisse aufgefhrt.

Kantone
Ja Ja % Nein % Bet. % Kantone
Ja Ja % Nein %
Bet. % Kantone
Ja Ja % Nein % Bet. %
Zrich
39 793 10,86
89,14
41,31 Freiburg
4 888
5,64
94,36
45,05 Aargau
12 608
7,73
92,27
39,85
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Bern
23 844
8,53
91,47
38,40 Solothurn
5 149
7,48
92,52
39,25 Thurgau
5 916
8,26
91,74
44,00
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Luzern
10 099
8,42
91,58
45,04 Basel-Stadt
6 712 14,01
85,99
42,78 Tessin
5 899
6,84
93,16
40,22
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Uri
552
6,00
94,00
35,30 Basel-Landschaft
5 696
8,50
91,50
36,23 Waadt
10 792
5,68
94,32
45,01
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Schwyz
2
697
6,17
93,83
43,10
Schaffhausen
3
364
10,87
89,13
65,00
Wallis
3
970
3,94
96,06
47,68
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Obwalden
674
5,94
94,06
44,42
Appenzell
A.-Rh.
1
463
7,98
92,02
48,00
Neuenburg
2
679
5,90
94,10
41,26
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Nidwalden
927
6,01
93,99
50,92 Appenzell
I.-Rh.
215
5,15
94,85
36,80 Genf
10 291
9,07
90,93
47,19
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Glarus
557
6,39
93,61
33,40
St.
Gallen
9
727
7,34
92,66
42,00
Jura
1
170
5,91
94,09
38,66
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Zug
2 614
7,57
92,43
46,62 Graubnden
3 473
6,94
93,06
37,09 Schweiz
175 769
8,04
91,96
41,50
..................................................................................................................................................................................................................................................................

Energiepolitik zu ziehen, hlt Nussbaumer fr falsch, weil die geplanten bundesrtlichen Lenkungsabgaben ja den
genannten Nachteil nicht aufweisen
wrden und moderater seien.
Anders ist die Interpretation von
Nationalrat Stefan Mller-Altermatt
(cvp., Solothurn), der als energiepolitischer Meinungsmacher in seiner Partei
gilt, die ihrerseits ausschlaggebend fr
die energiepolitischen Mehrheiten im
Parlament ist. Mller-Altermatt hlt die
deutliche Niederlage der GLP-Initiative
fr einen Mahnfinger des Volkes gegenber einem zu radikalen Umbau und
einer Vernachlssigung der Interessen
der Wirtschaft. Trotzdem hlt er wenig
von einem grundstzlichen berdenken

des Atomausstiegs, wenngleich mit


Blick auf die bevorstehende Stnderatsdebatte zur Energiestrategie 2050 kleine Abstriche bei der Hhe der kostrom-Vergtung KEV mglich seien.

Nicht mehrheitsfhig?
Die SVP sieht sich angesichts des jngsten Volksneins in ihrem Widerstand
gegen die Energiepolitik des Bundesrats
bestrkt. Solche Einschtzungen werden auch vom jngsten Volksnein zum
Schaffhauser Energiegesetz genhrt.
Fr FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen hat das Schweizervolk Stopp zu
einer Energiewende gesagt, die alles
anders machen wolle als bis anhin. Sein

Zrcher Amts- und Parteikollege Ruedi


Noser will indes die Energiewende als
Ganzes nicht begraben, weil er darin
einen Prozess mit vielen Facetten erkennt. Doch sei nun klar, dass griffige
Lenkungsabgaben nicht mehrheitsfhig
seien. Die Erfahrungen mit der CO2Abgabe htten gezeigt, dass jede Lenkungsabgabe am Schluss von der Politik
zu einer Steuer umfunktioniert wrde.
Darum habe er sich auch als Prsident
des Vereins zur Stromeffizienz-Initiative
dafr eingesetzt, dass die Einfhrung
von Lenkungsabgaben nicht in den Text
jener Initiative gelangte. Die FDP pldiert in der Energiepolitik fr eine Weiterentwicklung der CO2-Abgabe.
Weiterer Bericht Seite 10

Davide Scruzzi V Die Mitte-LinksAllianz der Befrworter eines Atomausstiegs will zwar das Nein zur Energiesteuer-Initiative nicht als Njet zur
Energiewende verstanden wissen.
Doch die Querbezge liegen auf der
Hand. Das historisch starke Nein fusst
nicht nur auf Bedenken, dass eine Verknpfung eines grossen Teils der Staatseinnahmen mit Lenkungszielen die Finanzierung des Bundeshaushalts gefhrdet htte. Das Volk, das nun zum
ersten Mal nach dem Fukushima-Unglck energiepolitisch Stellung beziehen konnte, hat auch Nein zu einem
radikalen energetischen und wirtschaftlichen Umbau gesagt.
Eine knstliche Verteuerung von
Energie plant auch der Bundesrat in seinem zweiten Massnahmenpaket zur
Energiestrategie
2050.
Einigkeit
herrscht nmlich darber, dass preisliche Lenkung den Verbrauch und die
Hinwendung zu erneuerbaren Energien
effizienter frdert als die heute vorherrschende Subventionswirtschaft. Die
vom Bundesrat vorgesehenen Lenkungsabgaben sind zwar viel moderater
als die von den Grnliberalen anvisierten Anstze, und zudem sollen die Einnahmen der Abgabe zurckerstattet
werden der Zielkonflikt zwischen
Finanzierung des Staates und Lenkungswirkung wrde entfallen. Doch,
was der Bundesrat nicht offen zugibt:
Fr das Erreichen seines Traums vom
kologisch nachhaltigen Atomausstieg
bis 2050 wrde es ab 2030 ungefhr
gleich hohe Abgaben brauchen, wie sie
die GLP vorsah. Das Abstimmungsergebnis ist damit ein Fanal gegen die
bundesrtlichen Plne, die nach dem
Fukushima-Unglck ohne Rcksicht
auf die direktdemokratische und volkswirtschaftliche Realitt entstanden.
Die knstliche Verteuerung von
Energietrgern bleibt ein Knigsweg,
doch mssen die Anstze auf den konkreten kologischen Schden fussen,
woraus eine konsequente Belastung der
CO2-Emissionen im internationalen
Gleichschritt resultiert. Die liberalen
Krfte sind angehalten, eine solche effiziente und ausgewogene Politik der
Lenkung zu definieren. Ihrem Namen
nach htten die Grnliberalen zu Vorkmpfern dieses Wegs gehrt. Doch das
sture Festhalten an der eigenen, vorschnell konstruierten Initiative deutet
darauf hin, dass die erfolgsverwhnte
Kleinpartei noch nicht fr eine tragende
politische Rolle gerstet ist.

Energie-Abgaben ja, aber nicht so

Die Preise sollen steigen

Widmer-Schlumpf erkennt kein generelles Misstrauensvotum gegen Lenkungsabgaben

Auch der Bundesrat plant hohe Energie-Abgaben

Nicht alles
auf den Kopf
stellen.

REUTERS

h. Bern V Die krasse Ablehnung der


Volksinitiative Energie- statt Mehrwertsteuer sei nicht als generelles
Misstrauensvotum gegenber Lenkungsabgaben auf Energietrgern zu
interpretieren. Diese Ansicht hat Finanzministerin
Eveline
WidmerSchlumpf am Abstimmungssonntag vor
den Bundeshausmedien vertreten.
Zwar wolle auch die Landesregierung so wie die Grnliberalen auch
Anreize schaffen fr einen klimafreundlicheren Energieverbrauch. Aus diesem
Grund wolle der Bundesrat das heutige
Frdersystem fr die erneuerbaren
Energien mittelfristig durch ein Lenkungssystem ablsen. Im Unterschied
zu den Grnliberalen wolle der Bundesrat aber nicht alles auf den Kopf stellen, sondern die Umstellung wirtschaftsfreundlich und sozialvertrglich
ausgestalten. So soll die Einfhrung des
Lenkungssystems schrittweise erfolgen
und nicht auf einen Schlag. Zudem

.................................................................................

Eveline
Widmer-Schlumpf
Bundesrtin

.................................................................................

wolle der Bundesrat die Einnahmen aus


den geplanten Energieabgaben vollstndig an die Wirtschaft und an die Privathaushalte zurckerstatten.
Im Unterschied dazu wollte die
GLP-Initiative die heutige Mehrwertsteuer gnzlich durch Energieabgaben
ersetzen. Die Stimmbrger htten eingesehen, dass damit ein wesentlicher
Teil der Staatseinnahmen an den Energiekonsum gekoppelt worden wre, sagte Widmer-Schlumpf. Dies htte zu

grossen Finanzierungsschwierigkeiten
beim Bund und bei den Sozialwerken
gefhrt. Alles in allem liest die BDPBundesrtin den Volksentscheid als
Support fr Plne des Bundesrats. Die
Bevlkerung hat Vertrauen in die Energiestrategie 2050, wie sie aufgegleist
ist. Weiterhin sei die Einfhrung von
Lenkungsabgaben als zweite Etappe
der Energiestrategie 2050 vorgesehen.
Die Finanzministerin bekrftigte,
dass der Bundesrat wie bereits frher
angekndigt in den nchsten Wochen
eine Vorlage zu einem Verfassungsartikel ber Energieabgaben in die Vernehmlassung schicken werde. Spter
soll dann das Volk darber abstimmen.
Im Verfassungsartikel wren die einzelnen Steuerstze zwar noch nicht definiert. Damit das Volk wisse, worber es
abstimme, wolle der Bundesrat jedoch
gleichzeitig mit der Verfassungsabstimmung aufzeigen, wie hoch die Steuerstze spter ausfallen sollten.

dsc. V Der Bundesrat wird in den nchsten Wochen seine konkreten Plne fr
die Umstellung vom heutigen energetischen Frdersystem zu einer Lenkung
des Verbrauchs ber den Preis prsentieren. Die Umrisse dieser Abgaben
wurden in den letzten Jahren in Studien
erarbeitet und sind in den letzten
Wochen von Bundesrtin Eveline Widmer-Schlumpf nochmals skizziert worden. Die energetischen Ziele bis 2030
sollen demnach mit Verteuerungen von
bis zu 26 Rappen pro Liter Benzin, 44
bis 89 Rappen pro Liter Heizl und
maximal 5 Rappen pro Kilowattstunde
Strom erreicht werden. Das ist deutlich
weniger als bei der von den Grnliberalen verlangten Energiesteuer. Diese
htte beim Strom eine Verteuerung zwischen 10 und 15 Rappen pro Kilowattstunde gebracht und beim Liter Benzin
eine Erhhung um etwa 1 Franken 30
aufgrund des sinkenden Verbrauchs
wre die Steuer dann weiter gestiegen.

Die neuen bundesrtlichen Lenkungsabgaben sollen kurz nach 2020


eingefhrt werden. Doch was passiert in
der Zeit nach 2030? Im Departement
von Eveline Widmer-Schlumpf spricht
man von einer noch offenen Entwicklung im Kontext der internationalen
Klimapolitik. Grundlagenarbeiten des
Instituts Ecoplan aus dem Jahr 2012
deuten aber auf die Notwendigkeit weiter steigender Energieabgaben hin: Im
moderaten bundesrtlichen Szenario
politische Massnahmen drften sich
die Abgaben bei etwa 50 Rappen pro
Liter Benzin und Heizl einpendeln.
Wenn man aber das ehrgeizige bundesrtliche Szenario neue Energiepolitik
bis 2050 als Ziel hat, dann mssen die
Abgaben auf 2 Franken 75 pro Liter
Benzin und ber 3 Franken pro Liter
Heizl steigen. Die Verteuerung der
Energie wre demnach hnlich stark
wie langfristig bei einem Ja zur grnliberalen Energiesteuer-Initiative.

Neu Zrcr Zitung

8 SCHWEIZ

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Keine steuerfreien Kinderzulagen


Familieninitiative der CVP wuchtig abgelehnt laut der Partei haben die Gegner die Stimmbrger verwirrt
Mit einem berdeutlichen Nein
von 75,4 Prozent haben die
Stimmberechtigten sowie alle
Stnde die CVP-Familieninitiative abgelehnt. 1 Milliarde an
Steuereinbussen jhrlich waren
dem Stimmvolk offenbar zu teuer.

Eidgenssische Abstimmung zur CVP-Familieninitiative


Stimmbeteiligung: 41,5 Prozent
Ja-Stimmen-Anteil: 24,6 Prozent

SH
BS

90
7079,9

BL

JU

6069,9

Nadine Jrgensen

4049,9

Die CVP hat am Sonntag eine klare


Niederlage eingefahren. Diese war gemss den letzten Umfrageergebnissen
zwar zu erwarten gewesen, allerdings
nicht in dieser Deutlichkeit. Der Partei
sowie den anderen Befrwortern der
Familieninitiative SVP, EVP und
EDU ist es nicht gelungen, gesamthaft
mehr als knapp 25 Prozent Ja-StimmenAnteile zu gewinnen.
Schon am Mittag des Abstimmungssonntags war nach ersten Hochrechnungen klar, dass die Initiative keinesfalls
durchkommen wrde. In den Kantonen
Uri und Glarus gab es gar einen NeinStimmen-Anteil von ber 80 Prozent. In
Bern, Zrich und Appenzell Ausserrhoden waren nahezu 80 Prozent gegen die
Initiative. Bei den meisten Kantonen
votierten ber 75 Prozent der Stimmenden gegen die Vorlage. Etwas weniger
wuchtig, aber immer noch deutlich fiel
die Absage in den CVP-Hochburgen
Freiburg und Wallis aus mit gut 32 Prozent Ja-Stimmenden bzw. knapp 68 Prozent Nein-Stimmenden. Das beste Resultat verzeichneten die Initianten mit
fast 43 Prozent Ja-Anteil im Kanton
Jura, wo die CVP stark vertreten ist.
Alle Stnde haben gegen die Initiative
gestimmt. In absoluten Zahlen haben
rund 537 700 Stimmberechtigte Ja,
1 650 200 Nein gestimmt. Die Stimmbeteiligung lag mit 42 Prozent leicht
unter dem Durchschnitt.

2029,9

Zu den Gegnern der Initiative gehrten


neben FDP, SP, Grnen, BDP und GLP
auch der Bundesrat und die kantonalen
Finanzdirektoren. In einem Communique der CVP im Nachgang zum Abstimmungsresultat schreibt die Partei, die
Gegner htten mit absurden Rechnungen die Bevlkerung verwirrt und
mit den drohenden Steuerausfllen in
Milliardenhhe verunsichert. Gegen
diesen Vorwurf wehrte sich in einer
Stellungnahme der Prsident der kantonalen Finanzdirektoren, Peter Hegglin,
der der CVP angehrt: Die Finanz-

AG

ZH
AR

SO

5059,9

Starke Front der Gegner

TG

8089,9

SG

3039,9

ZG

LU
NE

1019,9
< 10

VD

SZ
GL

NW

BE

OW

AI

GR

UR

FR

TI
GE
VS

QUELLE: ABSTIMMUNGSSTATISTIK, BUNDESAMT FR STATISTIK (BFS) / KARTENGRUNDLAGE: THEMAKART, BFS

Die Stnde Appenzell Innerrhoden, Glarus, Basel-Stadt,


Genf, Nidwalden, Obwalden, Uri und Zug kennen keine
administrative Einheit zwischen Kanton und Gemeinde;
in der Bezirkskarte sind fr diese Stnde die
Kantonsergebnisse aufgefhrt.

Kantone
Ja Ja % Nein % Bet. % Kantone
Ja Ja % Nein %
Bet. % Kantone
Ja Ja % Nein % Bet. %
Zrich
74 963 20,42
79,58
41,35 Freiburg
28 301 32,63
67,37
45,10 Aargau
37 804 23,16
76,84
39,88
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Bern
57 636 20,63
79,37
38,40 Solothurn
17 377 25,21
74,79
39,25 Thurgau
16 242 22,69
77,31
44,00
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Luzern
31 434 26,15
73,85
45,11 Basel-Stadt
11 867 24,64
75,36
42,78 Tessin
25 410 29,39
70,61
40,22
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Uri
2
237
24,37
75,63
35,20
Basel-Landschaft
16
008
23,90
76,10
36,22
Waadt
48
739
25,68
74,32
45,04
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Schwyz
10 813 24,75
75,25
43,10 Schaffhausen
8 517 27,27
72,73
65,00 Wallis
32 427 32,18
67,82
47,72
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Obwalden
2
437
21,39
78,61
44,61
Appenzell
A.-Rh.
3
731
20,35
79,65
48,00
Neuenburg
12
841
28,31
71,69
41,26
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Nidwalden
3 688 23,96
76,04
50,87 Appenzell
I.-Rh.
869 20,84
79,16
36,90 Genf
34 334 30,01
69,99
47,19
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Glarus
1 472 16,92
83,08
33,40 St.
Gallen
31 559 23,78
76,22
42,10 Jura
8 477 42,85
57,15
38,66
..................................................................................
...................................................................................
..................................................................................
Zug
7
655
22,17
77,83
46,63
Graubnden
10
877
21,82
78,18
36,95
Schweiz
537
715
24,58
75,42
41,52
..................................................................................................................................................................................................................................................................

direktoren haben lediglich ber mgliche Steuerausflle informiert. Diese


hatten der Bundesrat und die Finanzdirektoren mit mindestens einer Milliarde Franken jhrlich fr Bund und
Kantone beziffert. Das htte einen Bumerang-Effekt bewirkt, der schliesslich alle Steuerzahler betroffen htte.
Die gewichtigen Argumente in diesem Abstimmungskampf waren vor allem auf der fiskalischen Seite zu finden.
Wer wirklich von der Familieninitiative
profitieren wrde, darber konnten sich
Gegner und Befrworter berhaupt
nicht einigen: Fr die CVP wren es die
Familien des Mittelstandes, fr die Lin-

ken besonders Familien mit hohem Einkommen gewesen.

Diskussion weiterfhren
Die federfhrende Finanzministerin
Eveline Widmer-Schlumpf, die sich mit
Verve im Abstimmungskampf engagiert
hatte, hielt sich an der bundesrtlichen
Pressekonferenz kurz: Aus ihrer Sicht
sei fr die Familienfrderung in den
letzten Jahren sowohl fiskalisch als auch
ausserhalb des Steuersystems bereits
viel getan worden. Bedarf sieht die Bundesrtin allerdings in drei anderen Bereichen: erstens beim Ausbau von Ar-

beitszeitmodellen, mit denen sich Beruf


und Familie besser vereinbaren liessen,
zweitens bei den Tagesstrukturen an
Schulen und Kindergrten sowie drittens bei den Strukturen fr schulfreie
Zeiten, beispielsweise in den Ferien.
Die Diskussion ber die Familienfrderung sei deshalb noch nicht am
Ende, sagte Widmer-Schlumpf. Zudem
stellte sie fr die kommenden Wochen
den schon lange erwarteten Bericht
ber Steuergutschriften statt -abzge
fr jedes Kind in Aussicht. Dieser sei
nun fertig und solle Grundlage sein fr
eine Debatte ber alternative Modelle
der Familienfrderung.

CVP hlt an ihrem Kurs fest

Herbe Enttuschung fr GLP

SVP bedauert, SP und Grne fordern neue Familienpolitik

SVP fordert Denkpause bei der Energiewende

Nach dem deutlichen Nein zur


CVP-Familieninitiative gibt
sich die Partei kmpferisch.
SP und Grne warten derweil
mit neuen Vorschlgen auf.
(sda) V Ein Gefhl der Verunsicherung
in der Bevlkerung habe massgeblich
zur Niederlage an der Urne beigetragen, sagte die St. Galler CVP-Nationalrtin Lucrezia Meier-Schatz. Ausschlaggebend sei aber auch die Diskussion um
mgliche Steuerausflle gewesen. Dennoch zeigte sich die selbsternannte Familienpartei kmpferisch. Wir machen
uns weiterhin stark fr Familie und Mittelstand, schreibt die CVP in einer Mitteilung. Fr die eidgenssischen Wahlen
im Herbst sieht sie kein schlechtes
Omen. Wir haben mehr Stimmen geholt, als unsere jetzige Strke impliziert, sagte Meier-Schatz.
Bedauern ussert auch die zweite
Verliererin, die SVP. Mit dem Entscheid
htten die Stimmbrger eine Chance
vertan, die Familien in einer schwierigen Situation zu strken, sagte die Berner Nationalrtin Nadja Pieren. Angesichts der Frankenstrke wre dies umso
wichtiger gewesen. Fr die Gegner ist

das Volksbegehren vor allem gescheitert, weil es in sich nicht schlssig gewesen sei. Die Initiative entlastet nur
auf den ersten Blick die Familien, sagte
der Zrcher FDP-Nationalrat Ruedi
Noser vom berparteilichen Komitee.
Bei einer Annahme wre die steuerliche
Belastung fr Unternehmen und private Haushalte gestiegen, argumentieren auch die Wirtschaftsverbnde Economiesuisse und der Gewerbeverband.
SP, Grnen und Gewerkschaften war
vor allem die ungerechte Ausgestaltung der Initiative ein Dorn im Auge.
Sie habe nur vorgegeben, den Mittelstand zu entlasten, moniert die SP. Gerade diese Angstmacherei vor einem
Loch in der ffentlichen Kasse stsst
den Befrwortern aber sauer auf. Die
Steuerausflle wren problemlos verkraftbar gewesen, sagte SVP-Nationalrtin Pieren.
Trotz der breiten Kritik an der CVPFamilieninitiative stsst das Anliegen
selbst auf offene Ohren. Fr die SP ist
nun die Zeit reif fr eine moderne
Familienpolitik. Neben Lohngleichheit
zhlen dazu eine Entlastung von Familien bei Krankenkassen-Prmien und
Kindergutschriften statt Steuerabzge.
Die Grnen fordern einen Aktionsplan
und ein Staatssekretariat fr Familien.

Nach dem berdeutlichen Nein


zur Energiesteuer-Initiative
fordert die SVP, der Bundesrat
msse bei der Energiewende
ber die Bcher. Die anderen
Parteien ussern sich
zurckhaltender.
(sda) V Fr GLP-Prsident Martin
Bumle ist das Abstimmungsergebnis
eine Riesenenttuschung. Die Initiative sei als zu radikal beurteilt worden,
sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Wir hatten ein Konzept,
das sehr weitgehend war zu weitgehend fr die Bevlkerung. Das nehmen wir zur Kenntnis. Eine Niederlage
mussten auch die Grnen einstecken,
die als einzige Partei die GLP-Initiative
untersttzt hatten. Diese gehe zwar in
die richtige Richtung, habe aber eine
zu radikale nderung vorgeschlagen
und sei unntig kompliziert gewesen,
sagte Adele
`
Thorens, Co-Prsidentin
der Grnen.
Auch die SP betonte, das Nein zur
GLP-Initiative sei kein Nein zu einer
vernnftig ausgestalteten Energiesteuer
und erst recht kein Nein zur Energiewende, wie sie schrieb. Energie aus

nichterneuerbaren Quellen gehre besteuert, doch mssten die Ertrge daraus an die Bevlkerung rckerstattet
werden. Der Genfer FDP-Nationalrat
Hugues Hiltpold sagte, statt auf Strafen
und Zwang msse man auf Anreize setzen, um erneuerbare Energien zu frdern. Die BDP kndigte an, sich fr ein
effizientes Lenkungssystem einzusetzen. Fr die SVP hingegen ist nach dem
deutlichen Nein klar: Der Bundesrat
muss bei der Energiestrategie ber die
Bcher. Zustzliche Abgaben seien
nicht mehrheitsfhig, sagte der Berner
SVP-Nationalrat Albert Rsti. Der
Bundesrat msse nun bei der Energiewende eine Denkpause einlegen.
Das Energielenkungssystem werde
nicht einfacher nach dem Entscheid
vom Sonntag, sagte Peter Hegglin, Prsident der kantonalen Finanzdirektoren. Er usserte sich skeptisch gegenber den Plnen des Bundesrats: Das
Steuerrecht soll meiner Ansicht nach
nicht fr alle gesellschaftspolitischen
Ziele gebraucht werden. Auch der
Wirtschaftsdachverband
Economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) zeigten sich ber das
Abstimmungsresultat erfreut. Die Vernunft habe sich durchgesetzt, befand
der Gewerbeverband.

Verkalkuliert
Zu hohe Kosten, tiefer Nutzen

Nadine Jrgensen V Das wuchtige Nein


zur CVP-Familieninitiative zeigt vor
allem eines: Eine grosse Mehrheit der
Stimmberechtigten sieht keinen Nutzen
darin, die Kinder- und Ausbildungszulagen von den Steuern zu befreien. Grund
dafr drften vor allem die finanziellen
Folgen gewesen sein: Mindestens eine
Milliarde Franken, die die Familien mit
Kindern an Steuern eingespart htten,
wren Bund und Kantonen an Einnahmen entgangen. Wie die CVP diese
Steuereinbussen kompensieren wollte,
konnte sie whrend des ganzen Abstimmungskampfes nicht schlssig vorrechnen. Dass sich ausgerechnet die eigenen
Finanzdirektoren, prominent angefhrt
vom Zuger CVP-Finanzdirektor Peter
Hegglin, whrend des Abstimmungskampfs auf die Seite der Gegner schlugen, war wohl mit ausschlaggebend fr
die direktdemokratische Pleite.
Aber auch sonst ging die Rechnung
fr die CVP nicht auf. Ihr Argument,
dass alle Familien mit Kindern besonders aus dem Mittelstand von der
Initiative profitieren wrden, dividierten
die linken Gegner mit Genuss auseinander: Es sei ein Steuergeschenk bloss
fr die Reichen, lautete ihre Losung.
Viele Stimmbrger drften beim
Ausfllen ihres Stimmzettels tatschlich
auch mit dem Taschenrechner geprft
haben, ob sich die Annahme der Initiative fr sie lohnen wrde oder nicht.
Rentner und Singles konnten diese Frage auch ohne Rechner beantworten.
Die Angst, dass aufgrund des Spardrucks in den Kantonen auch auf Kosten der Familien gespart werden knnte,
ist zumindest nicht vllig aus der Luft
gegriffen. Sehr real aber waren die Szenarien von Steuererhhungen fr alle
dies drfte auch den einen oder anderen
Kosten scheuenden SVP-Whler veranlasst haben, die befrwortende Parteiparole zu negieren.
Letztlich hat der Abstimmungskampf aber auch gezeigt, dass Familien
sich andere Lsungen von der Politik
wnschen als blosse finanzielle Erleichterungen mit der Giesskanne. Die
selbsternannte Partei der Familie hat
es mit dieser Initiative auf jeden Fall
verpasst, wirkliche Bedrfnisse moderner Familien zu erfllen. Wirklich Bilanz ziehen kann die Partei sowieso erst
nach den Wahlen im Oktober: Dann
wird sich zeigen, ob die Partei sich mit
ihren Initiativen wirklich einen Gefallen
getan hat und ob sich ihre familienpolitische Charmeoffensive auszahlen wird
oder nicht.

Die grssten
Abstimmungsflops
Schwache Energiesteuer-Initiative
(sda) V Das Nein von Volk und Stnden
zur Initiative Energie- statt Mehrwertsteuer der Grnliberalen Partei hat geradezu historische Ausmasse: Nur einmal in der Geschichte der eidgenssischen Abstimmungen hat eine Vorlage
an der Urne ein noch schlechteres Ergebnis erreicht. Nachfolgend die zehn
Vorlagen mit dem tiefsten Ja-StimmenAnteil in einer Aufstellung.

Eidgenssische Abstimmungen
Die zehn am massivsten abgelehnten Vorlagen

Datum
Vorlage
Ja in %
3. 3. 1929 Initiative Getreideversorung
2,7
.................................................................................
8. 3. 2015 Initiative Energiestatt Mehrwertsteuer
8,0
.................................................................................
18.
2. 1923 Initiative Schutzhaft
11,0
.................................................................................
15.
4. 1951 Freigeldinitiative
12,4
.................................................................................
3.12. 1922 Initiative fr die einmalige
Vermgensabgabe
13,0
.................................................................................
20.
2.
1938
Initiative
Private
Rstungsindustrie
13,6
.................................................................................
20.
2. 1938 Dringlichkeitsinitiative
15,2
.................................................................................
5.10. 1952 Bundesbeschluss ber den Einbau
von Luftschutzrumen
15,5
.................................................................................

3.12. 1972 Initiative zur Einfhrung


einer Volkspension

15,6

2.12. 1984 Initiative fr einen wirksamen


Schutz der Mutterschaft

15,8

.................................................................................
.................................................................................

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

SCHWEIZ 9

Ein kluger
Entscheid

WEITERE
ABSTIMMUNGEN

.................................................................................

Harmos-Bilanz bleibt abzuwarten

Baselbieter gegen Wahl-Wildwuchs

(sda) V Die Stimmenden im Baselbiet


haben sich mit fast 90 Prozent Ja-Stimmen fr die zeitliche Begrenzung des
Plakataushangs vor Wahlen und Abstimmungen ausgesprochen. Mit einer
Dreiviertelmehrheit sagten sie auch Ja
zu einer Vorlage, mit der die Gemeinden Bussen gegen Littering aussprechen
knnen. Mit fast 62 Prozent untersttzten sie eine Initiative, welche die
Umfahrung von Allschwil im Strassengesetz als dringlich festschreibt. Mit fast
73 Prozent Nein-Stimmen wandten sie
sich aber gegen eine VCS-Initiative fr
den Langsamverkehr.

Solothurner Ladenschluss bleibt

(sda) V Mit einer Zweidrittelmehrheit


haben sich die Stimmenden im Kanton
Solothurn gegen die Verlngerung der
Ladenschlusszeiten ber 18 Uhr 30 hinaus ausgesprochen. Einer im Rahmen
der Totalrevision des Wirtschafts- und
Arbeitsgesetzes vorgenommenen Verfassungsnderung stimmten sie demgegenber mit 77,7 Prozent Ja-Stimmen
zu. Ferner beschlossen die Solothurner,
dass der Kanton weiterhin 80 und nicht
wie vorgesehen nur noch 70 Prozent des
Bundesbeitrages zur Verbilligung der
Krankenkassenprmien leisten soll.

Bndner Ja zu Kanti-Erweiterung

(sda) V Die Bndner Kantonsschule in


Chur kann saniert und mit einem Ergnzungsbau fr eine Mensa und eine
Mediothek ergnzt werden. Die Stimmenden in Graubnden haben den Kredit von 27 Millionen Franken mit einem
Ja-Stimmen-Anteil von 61,59 Prozent
angenommen.

Kein neuer Marktplatz in St. Gallen

kru. V Auch im zweiten Anlauf haben


die Stimmenden in der Stadt St. Gallen
eine Neugestaltung des Marktplatzes
verweigert. Mit einem Nein-StimmenAnteil von 58,2 Prozent haben sie ein redimensioniertes Projekt abgelehnt, das
21,3 Millionen gekostet htte. 2011 war
bereits ein Projekt ber 40 Millionen
Franken verworfen worden. Ein Konsens, wie der wenig erbauliche zentrale
Platz St. Gallens gestaltet werden soll,
wird seit 20 Jahren vergeblich gesucht.

Weniger Lohn fr Luzerns Stadtrte

(sda) V Den Mitgliedern der Luzerner


Stadtregierung wird der Jahreslohn um
ber 40 000 Franken gekrzt. Die Stimmenden haben mit einem Ja-StimmenAnteil von 62,5 Prozent eine Initiative
der SVP angenommen, die den Lohn
eines Stadtprsidenten auf 220 000
Franken und den eines Stadtrates auf
200 000 Franken reduziert. Die Stimmbeteiligung betrug 40,6 Prozent.

Limitiertes Wachstum in Hochdorf

(sda) V In der Luzerner Gemeinde


Hochdorf wird das Bevlkerungswachstum im Bau- und Zonenreglement limitiert. 54,1 Prozent der Stimmenden
haben bei einer Beteiligung von 47 Prozent die Initiative Hochdorf wchst
langsam angenommen. Das Begehren
verlangt, dass die Bevlkerung in der
9400-Seelen-Gemeinde im fnfjhrigen
Durchschnitt nicht mehr als 0,7 Prozent
pro Jahr steigen darf.

Mehr Lrmschutz in Hergiswil

(sda) V In der Nidwaldner Gemeinde


Hergiswil haben die Stimmenden bei
einer Beteiligung von 50,2 Prozent mit
einem Ja-Stimmen-Anteil von 78,2 Prozent einem Kredit von 12 Millionen
Franken zugestimmt, damit entlang der
Autobahn 2 Lrmschutzwnde realisiert
werden knnen, die einen Schutz ermglichen, der ber das vom Bund finanzierte gesetzliche Minimum hinausgeht.

Ja zu Windpark in Tramelan

(sda) V Die Stimmenden in der bernjurassischen Gemeinde Tramelan haben


mit einer Ja-Stimmen-Mehrheit von
knapp 60 Prozent grnes Licht fr den
Bau von sieben Windturbinen gegeben.
Am Montagabend entscheidet die
Nachbargemeinde Saicourt, in der um
das Projekt aber nicht dieselbe Kontroverse gefhrt wurde wie in Tramelan.

Hier wird nun erst recht weiterhin franzsisch parliert: Blick in ein Deutschschweizer Primarschulzimmer.

CHRISTIAN BEUTLER / KEYSTONE

Signal fr Frhfranzsisch
Nidwalden lehnt Fremdsprachen-Initiative der SVP berraschend deutlich ab
Der Kanton Nidwalden spielt in
der Sprachenfrage nicht den
Winkelried und behlt das Frhfranzsisch in der Primarschule
bei. Die Erleichterung in der
Romandie und bei den
Bildungsdirektoren ist gross.
Erich Aschwanden, Andrea Kucera
Mit einem so deutlichen Resultat hatte
niemand gerechnet: Mit 61,72 Prozent
Nein-Stimmen haben die Nidwaldnerinnen und Nidwaldner eine Initiative der
SVP abgelehnt, die nur eine Fremdsprache in der Primarschule forderte und
der faktisch das Frhfranzsisch zum
Opfer gefallen wre. Nur gerade die
kleinste Gemeinde, Emmetten, befrwortete das Volksbegehren, das auch
von der Regierung untersttzt wurde.

Kollektive Erleichterung
Eine Behauptung sei gewagt: Htte der
Kanton Nidwalden gewissermassen im
stillen Kmmerlein in dieser Frage entscheiden knnen, wre das Resultat
nicht so deutlich ausgefallen. Doch insbesondere in der Romandie, aber auch
im Tessin stiess der erste Volksentscheid, der am Fremdsprachenunterricht nach dem Modell 3/5 gerttelt
htte, auf riesiges Interesse.
Wie der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid (svp.) erklrt, hat der
nationale Fokus auf den Kanton einen

entscheidenden Einfluss ausgebt. Die


Heimat Winkelrieds habe in dieser Frage nicht den Winkelried spielen wollen,
so Schmid.
Kollektive Erleichterung herrschte
nach der Bekanntgabe des Abstimmungsresultates in der Westschweiz.
Die jurassische Erziehungsdirektorin
Elisabeth
Baume-Schneider
(sp.)
sprach von einem grossartigen Resultat:
Fr die franzsischsprachige Schweiz
ist das ein positives Signal: Die Minderheit wird respektiert. Sie hofft, dass das
Verdikt auch anderen Kantonen zu denken geben werde, die das Frhfranzsisch abschaffen mchten.
Nach heute sollten wir endlich aufhren, von einem Sprachenstreit zu
sprechen. Das Resultat aus Nidwalden
zeigt, dass es in der Schweiz keinen
Sprachenstreit gibt, ist der Waadtlnder FDP-Nationalrat Fati Derder
berzeugt. Er hofft, dass die Botschaft
aus Nidwalden zur Beruhigung der Gemter beitrgt. Didier Berberat, Neuenburger SP-Stnderat und Prsident der
Vereinigung fr die Verteidigung des
Franzsischen, erwartet, dass nun eine
fderalistische
Lsung
zustande
kommt, dass sich also die Kantone einig
werden. Die Mglichkeiten fr Austausche unter den Landesteilen mssten
unbedingt ausgebaut werden.

Hoffnung auf Ruhe


Sehr erfreut ber das klare Nein zur
Fremdsprachen-Initiative zeigte sich
der Prsident der Erziehungsdirekto-

renkonferenz (EDK), der Basler Bildungsdirektor Christoph Eymann. Der


EDK-Vorstand sei erleichtert, dass die
Stimmberechtigten des Kantons Nidwalden ein Bekenntnis zur Mehrsprachigkeit des Landes abgegeben htten.
Die Bewohner des kleinen Zentralschweizer Kantons haben ber den kantonalen Tellerrand hinausgeblickt und
eine gute Entscheidung getroffen, erklrte Eymann. Beim Bundesamt fr
Kultur (BAK) nimmt man die Ablehnung der Fremdsprachen-Initiative zur
Kenntnis, wie Sprecherin Anne Weibel
auf Anfrage sagte. Sie will den Entscheid inhaltlich nicht kommentieren.
Das BAK verffentlichte Ende Februar
einen Bericht, in dem es festhielt, im
Streit um den Fremdsprachenunterricht
knne der Bund den Kantonen ntigenfalls vorschreiben, die Kinder bereits in
der Primarschule in einer zweiten Landessprache zu unterrichten.
Am vergangenen Montag hatte Bundesrat Alain Berset in der Antwort auf
eine Interpellation von Stnderat Urs
Schwaller (Freiburg, cvp.) bekrftigt,
dass der Bund, der im Juni entscheiden
soll, die Bilanz der kantonalen Erziehungsdirektoren zum Fremdsprachenunterricht abwarten will. Erst dann
wolle der Bundesrat ber das weitere
Vorgehen und ein allflliges Eingreifen
entscheiden. Das berraschend eindeutige Ja der Nidwaldner drfte das Warten auf diesen Bericht wesentlich leichter machen. Auch EDK-Prsident Eymann hofft, dass auf eidgenssischer
Ebene Ruhe bis zum Sommer einkehre.

Michael Schoenenberger V Die Nidwaldner Stimmbrger haben entschieden: In der Primarschule sollen auch
knftig zwei Fremdsprachen unterrichtet werden. Dieser Entscheid ist zu begrssen. Ein Ja zur Volksinitiative aus
SVP-Kreisen htte unntigerweise die
sprachlichen Minderheiten in diesem
Land weiter provoziert. Romands wie
Tessiner ohnehin in vielen Abstimmungen berstimmt htten sich zu
Recht gefragt, wie ernst es der Deutschschweizer Mehrheit mit dem gedeihlichen Umgang mit Minderheiten ist.
In der Deutschschweiz ist, das machen zahlreiche Initiativen und Vorstsse deutlich, eine Haltung zur Mode geworden, die in einer Sprache nur ein
profanes Verstndigungsmittel sieht. Es
genge doch, rufen die Apologeten des
Englischen, sich landesintern auf diese
weltweite Verkehrssprache zu einigen.
Einfacher sei das und erst noch besser.
Warum also franzsische Vokabeln bffeln und sich mit deutscher Grammatik
abmhen, wenn sich die englische Sprache doch aufdrngt? Die Antwort ist
einfach: Romands sollen frh Deutsch
und Deutschschweizer frh Franzsisch
lernen, weil sie damit Einblick erhalten
in eine andere Kultur und in ein anderes
Denken, was ihnen sonst mit grsster
Wahrscheinlichkeit verborgen bliebe.
Das ist letztlich der staatspolitische
Aspekt von Frhfranzsisch und von
Frhdeutsch an hiesigen Primarschulen.
Wer mit lteren Menschen spricht,
hrt oft einen Einwand: Frher, als noch
kein Franzsisch in der Primarschule
unterrichtet worden sei, sei die Schweiz
auch nicht auseinandergefallen. Das ist
richtig. Nur wird hier verkannt, dass sich
die Schweiz auch gesellschaftlich verndert. Globalisierung, Individualisierung
und gestiegene Mobilitt hinterlassen
Spuren: Die Landesteile sind in den letzten zwanzig Jahren bestimmt nicht nher zusammengerckt. Zum vielzitierten Zusammenhalt kann ein frh einsetzender und guter Unterricht in der zweiten Landessprache ebenso wie ein intensivierter Austausch ber die Sprachgrenzen hinweg beitragen.
Wie geht es weiter? Der Bund wird
die Bilanz der Kantone zur Harmonisierung der Schule abwarten. Sollte sich
zeigen, dass die Bemhungen der Kantone der Bundesverfassung nicht gerecht werden, ist er dazu verpflichtet einzugreifen. Ein denkbarer Weg fhrt ber
das Sprachengesetz. Dieses, so schlgt
das Bundesamt fr Kultur vor, knnte
durch den folgenden Satz ergnzt werden: In der zweiten Landessprache beginnt der Unterricht auf der Primarschulstufe. Besser wre, eine Intervention des Bundes wrde gar nicht ntig.
Immerhin haben die Nidwaldner sich
nun zur Sprachenstrategie der Erziehungsdirektoren bekannt. Das knnte
ein Signal fr andere Kantone sein.

Schwyz whlt mit Pukelsheim

Keine Lust, weiter zu sparen

Majorz-Initiative der SVP scheiterte klar

Aargauer lehnen Leistungsanalyse ab

ase. V Die Schwyzer Kantonsratswahlen


im Jahr 2016 werden bundesrechtskonform ber die Bhne gehen. Dies steht
fest, nachdem die Schwyzer Stimmberechtigten am Sonntag den Vorschlag
der Regierung und des Parlamentes fr
einen Kantonsproporz mit Sitzgarantie angenommen haben. Die Zustimmung zu diesem Verfahren gemss der
Methode Pukelsheim lag bei 53,5 Prozent Ja-Stimmen. Keine Mehrheit fand
demgegenber die Majorz-Initiative der
SVP, die es nur auf 44,3 Prozent Ja-Stimmen brachte. Mit dem klaren Ausgang
dieser Abstimmung geht eine jahrelange Auseinandersetzung zu Ende, die
sogar die Vereinigte Bundesversammlung beschftigte.
Mit seinem Entscheid spreche sich
das Schwyzer Stimmvolk fr die Fortfhrung einer 117-jhrigen Tradition

und fr ein modernes und faires Wahlrecht aus, teilten die sieben Parteien mit,
die sich in einem Komitee zusammengeschlossen hatten. Enttuscht zeigte
man sich demgegenber bei der SVP,
die allein auf weiter Flur fr die Einfhrung des einphasigen Majorz mit nur
einem Wahlgang gekmpft hatte und
sich gegen eine Verkomplizierung der
Wahlen wehrte.
Mit dem Verdikt des Schwyzer
Stimmvolkes sind die Wahlrechtsdiskussionen in verschiedenen Zentralschweizer Kantonen vorerst beendet.
Bereits frher haben Zug und Nidwalden, deren Wahlsysteme vom Bundesgericht ebenfalls kritisiert wurden, das
Verfahren gemss dem doppelten Pukelsheim eingefhrt. Dieses Verfahren
wird nun bereits in sechs Kantonen der
Deutschschweiz angewendet.

ase. V Die Ernchterung bei Finanzdirektor Roland Brogli (cvp.) am Sonntag war gross. berraschend lehnte
nmlich das Stimmvolk des Kantons
Aargau mit 55,85 Prozent Nein-Stimmen ein Sparpaket ab, das Einsparungen von 17 Millionen Franken vorsah.
Die Massnahmen sind Teil einer umfassenden Leistungsanalyse, mit welcher
der Aargau in den nchsten Jahren seinen Staatshaushalt um 120 Millionen
Franken entlasten will. Der Grossteil
der Einsparungen wurde von Parlament
und Regierung in eigener Kompetenz
bereits beschlossen und war damit bereits vor der Abstimmung unter Dach
und Fach.
Der Linken im Verbund mit Gewerkschaften und Personalverbnden
ist es offensichtlich gelungen, ihre Anhngerschaft zu mobilisieren. Nicht zu-

gunsten der vorgeschlagenen Massnahmen hat sich ausgewirkt, dass in den


letzten Wochen im Aargau immer wieder Meldungen ber neue Sparmassnahmen die Runde machten und fr
Verunsicherung sorgten.
Die Ja-Kampagne des in dieser Frage
nicht geschlossenen brgerlichen Lagers wirkte nicht sonderlich berzeugend, sondern wurde eher auf Sparflamme gekocht. Nicht zu unterschtzen
ist auch, dass die SVP nicht geschlossen
hinter dem Sparpaket stand und sich
gegen Mehreinnahmen wehrte. Der
Kanton Aargau steht nun vor der Herausforderung, seinen Staatshaushalt mit
anderen Massnahmen in Ordnung zu
bringen. Harte Budgetverhandlungen
stehen bevor. Finanzdirektor Brogli
schloss in einem Interview mit Tele M1
Steuererhhungen nicht mehr aus.

Neu Zrcr Zitung

10 SCHWEIZ

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Ein Unabhngiger fr Ausserrhoden


Verkleinerte Regierung schon im ersten Wahlgang komplett FDP verliert ihre bisherige Mehrheit
Der Parteiunabhngige Alfred
Stricker zieht in die Exekutive
Appenzell Ausserrhodens ein.
Die vier bisherigen Regierungsmitglieder werden besttigt.
Erstmals stellt die FDP nicht
mehr die absolute Mehrheit.

malige Bundesrtin Ruth Metzler.


Ebenfalls kritisiert wurde Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt, da er sich
gegenber dem VR-Prsidium zu wenig
durchgesetzt habe. Gleichwohl hat das
Stimmvolk Weishaupt nun mit einer
guten Stimmenzahl zum neuen Regierungsprsidenten gewhlt.
Die Exekutive wird ab kommendem
Juni in historisch vernderter Besetzung
tagen. Einerseits ist es das erste Mal,
dass ein Sozialdemokrat in Ausserrhoden der Regierung vorsteht. Anderseits
besteht diese nicht mehr aus sieben Mitgliedern, die im Hauptamt regieren,
sondern nurmehr aus fnf, die im Vollamt ttig sind. Vor kurzem hat das Kantonsparlament die Entlhnung geregelt:
Ein Regierungsrat bezieht knftig ein
Gehalt von 230 000 Franken.

Jrg Krummenacher, Herisau

Kbi Frei im Sog der Kritik


Die vier bisherigen Regierungsmitglieder wurden problemlos wiedergewhlt,
wenn auch mit hchst unterschiedlicher
Stimmenzahl. Der erst seit zwei Jahren

Knappes Ja zu Genfer
Polizeireform
50,02 Prozent Ja-Stimmen
(sda) V Die Stimmenden im Kanton
Genf haben bei einer Stimmbeteiligung
von 47,2 Prozent der Vorlage ber eine
Polizeireform usserst knapp mit 50,02
Ja-Prozent zugestimmt. Die Differenz
betrug gerade einmal 42 Stimmen. Damit erhalten auch die Videoberwachung und prventive Ermittlungen
eine Gesetzesgrundlage. Die Opposition dagegen kam von verschiedenen
Seiten: Das rechtspopulistische Mouvement des citoyens genevois, die SVP, die
Linksparteien Ensemble a` gauche und
die Polizeigewerkschaften hatten das
Referendum ergriffen. Die Zustimmung erfolgte, obwohl das Bundesgericht im letzten Oktober verfassungsrechtliche Mngel moniert hatte. Die
hchsten Richter hatten insbesondere
gergt, dass der Rechtsschutz der berwachten Personen ungengend sei.

kru. V Die bisherige Grossrtin Cornelia Komposch (sp.) ersetzt ihren altershalber zurcktretenden Parteikollegen
Claudius Graf-Schelling in der Thurgauer Exekutive. Die Wahl Komposchs
war unbestritten, ebenso der Anspruch
der SP auf einen Regierungssitz. Eine
Gegenkandidatur blieb aus. Komposch
erhielt 87,9 Prozent der Stimmen. Die
Wahlbeteiligung blieb mit 35,1 Prozent
recht tief.
Die 51-jhrige Cornelia Komposch
tritt ihr Amt Anfang Juni an. Mit ihrer
Wahl stellen die Frauen erstmals eine
Mehrheit in der fnfkpfigen Thurgau.................................................................................

FDP: von fnf auf zwei


Herzlich willkommen: der neue Regierungsrat Alfred Stricker (rechts). E. LEANZA / KEYSTONE
in der Regierung sitzende Paul Signer
(fdp.) erzielte das beste Resultat vor
Marianne Koller (fdp.) und Matthias
Weishaupt (sp.). Abgeschlagen unter
den Bisherigen folgt Kbi Frei (svp.).
Er war in Zusammenhang mit einer
Affre um zu hohe Honorarbezge im
Verwaltungsrat des Ausserrhoder Spitalverbunds, dem er angehrt, in die
Kritik geraten. Die Bezge betrafen
allerdings nicht in erster Linie ihn
selbst, sondern den inzwischen zurckgetretenen VR-Prsidenten Thomas
Kehl und die Vizeprsidentin, die ehe-

Regierungsrat Ausserrhoden
In Anzahl Stimmen (Wahlbeteiligung 44 Prozent)
Paul Signer (fdp.) 14762

Marianne Koller-Bohl (fdp.) 13435


Matthias Weishaupt (sp.) 13283
Kbi Frei (svp.) 9995
Alfred Stricker (unabh.) 9316
Monica Sittaro (fdp.) 6466
Norbert Nf (cvp.) 6284
Gewhlt

Nicht gewhlt

QUELLE: KANTON APPENZELL AUSSERRHODEN

NZZ-INFOGRAFIK / lea.

Neu ist auch, dass die FDP nicht mehr


die absolute Regierungsmehrheit innehat, sondern nur noch zwei von fnf
Mitgliedern stellt. Im noch amtierenden
Siebnergremium zhlt sie fnf Vertreter. Drei davon, Jakob Brunnschweiler,
Rolf Degen und Jrg Wernli, treten
Ende Mai mit Erreichen des Pensionsalters zurck.
Die Ausserrhoder Staatsleitungsreform, die derzeit umgesetzt wird, regelt
auch die Rollenverteilung zwischen Regierung und Kantonsparlament neu.
Dieses wird ab Frhsommer ebenfalls in
vernderter Besetzung antreten. Gewhlt wird die Volksvertretung am
12. April.

Schaffhausen will keinen Energierappen


Kanton darf Strom nicht besteuern Stadt sagt Nein zu Beitrag an neuen Fussballpark
Das Schaffhauser Stimmvolk
lehnt mit deutlichem Resultat
die Einfhrung einer Frderabgabe auf Strom ab. In der Stadt
Schaffhausen stsst zudem ein
Beitrag an einen Fussballpark
auf Ablehnung.

Damit stellt sich der Souvern gegen


Regierung und Parlamentsmehrheit.
Der Kantonsrat hatte das Massnahmenpaket im Rahmen einer Teilrevision des
Baugesetzes mit 42 zu 12 Stimmen genehmigt, es aber der obligatorischen
Volksabstimmung unterstellt.

kru. V Mit grossem Mehr hatte sich der


Schaffhauser Kantonsrat 2012 fr einen
schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bis 2035 ausgesprochen. Nun, da
es um die Umsetzung geht, ist es mit der
Einigkeit vorbei. Das Stimmvolk hat
dem ersten Massnahmenpaket zur Umsetzung der kantonalen Energiestrategie
eine markante Abfuhr erteilt: Der NeinStimmen-Anteil liegt bei 58,1 Prozent.
In keiner Schaffhauser Gemeinde hat
die Vorlage eine Mehrheit erzielt.

Der Widerstand konzentrierte sich auf


den geplanten Frderrappen fr Strom,
das Herzstck der Vorlage. Bis 2020
sollte hchstens ein Rappen pro Kilowattstunde als Steuer erhoben werden.
Fr einen Haushalt htte dies Mehrkosten von rund 35 Franken im Jahr zur
Folge gehabt. Geplant war, die Abgabe
in einen Fonds fliessen zu lassen und
Massnahmen zur Erhhung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien zu untersttzen. Die

Zustzliche Steuer

Gegner kritisierten den Frderrappen


als wettbewerbsschdigend, marktverzerrend und systemwidrig.
Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 65
Prozent wurde die zweite kantonale
Vorlage gutgeheissen. Das Einfhrungsgesetz zum Zivilgesetzbuch kann
revidiert werden: Knftig muss nicht
mehr bei jedem Todesfall ein Erbschaftsinventar erstellt werden.

Stadionbau ungewiss
In der Stadt Schaffhausen hat das
Stimmvolk eine Beteiligung im Umfang
von zwei Millionen Franken am privat
projektierten neuen Fussballpark im
Herblingertal mit 57,5 Prozent NeinStimmen abgelehnt. Ob das Stadion
samt Mantelnutzung dennoch realisiert
wird, wollen die Investoren in den
nchsten Tagen entscheiden.

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Unbestrittene Wahl im Thurgau

PD

Erstmals zieht mit dem 54-jhrigen


Landwirt, Kantonsrat und Oberturner
Alfred Stricker aus Stein ein Parteiloser
oder wie es in Ausserrhoden heisst: ein
Unabhngiger in die Regierung ein.
Er hat sich eher berraschend bereits im
ersten Wahlgang deutlich gegen die beiden weiteren Bewerber um den fnften
Sitz in der Exekutive durchgesetzt. Stricker blieb knapp 2000 Stimmen ber
dem absoluten Mehr von 7445 Stimmen.
Die Kandidatin der FDP, Kantonsrtin
Monica Sittaro aus Teufen, erhielt
knapp 3000 Stimmen weniger als Stricker, dicht folgte ihr der CVP-Kandidat
Norbert Nf, der Gemeindeprsident
von Heiden. Alfred Stricker war von
der SVP zur Wahl empfohlen worden
und halbwegs auch von der SP, bei deren
Nominationsversammlung es zum Patt
zwischen ihm und Nf gekommen war.

Komposch neu
in der Regierung

Cornelia Komposch
Neue Thurgauer
Regierungsrtin (sp.)

.................................................................................

er Regierung. Komposch wuchs in


Graubnden auf und kam vor 24 Jahren
mit ihrer Familie von Chur in den Thurgau. Die ausgebildete Krankenschwester und Buerin ist seit 2006 Frau Gemeindeammann im kleinen Ort Herdern mit tausend Einwohnern auf dem
Seercken. Seit 2004 ist sie Grossrtin,
seit 2012 prsidiert sie die Fraktion von
SP und Gewerkschaften im Kantonsparlament. Komposch gilt ber die Parteigrenzen hinaus als gradlinig, kompetent und gut vernetzt.

Gegen
gnstigeres Wohnen
Voten in Basel und Ausserschwyz
(sda) V Basel-Stadt grndet keine Stiftung gegen die Wohnungsnot. Die Stimmenden habe eine Initiative der SP mit
58 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.
Die mit 50 Millionen Franken zu dotierende Krperschaft htte Genossenschaften frdern sollen. Ja sagten die
Basler mit 63,9 Prozent Ja-Stimmen zu
einem Universitren Zentrum fr
Zahnmedizin, das auch Volks- und
Schulzahnklinik integrieren wird.
Nein zur Realisierung von gnstigem
Wohnraum durch eine Wohnbaugenossenschaft sagten mit einem Nein-Anteil
von 61 Prozent auch die Stimmenden in
der Ausserschwyzer Gemeinde Lachen.
Zur Disposition stand ein Kredit von
200 000 Franken, um eine geeignete
Genossenschaft zu finden, die auf dem
Areal Altes Brgerheim eine berbauung htte realisieren sollen.

ZRICH UND REGION

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

11

Neu Zrcr Zitung

Das Spital Uster wird nicht


in eine AG umgewandelt Seite 12

Sozialhilfe fr den mutmasslichen


Tter von Zrich Affoltern Seite 13

Entspannte Duette: Am Zrcher Opernball erklingen statt Sopran- oder Tenor- eher Publikumsstimmen.

Matt Mullican in der Graphischen


Sammlung der ETH Seite 15

Das Ensemble Concerto Romano


am Festival Alte Musik Seite 15

Kulinarisches Ballett: Ein Baur-au-Lac-Team richtet hinter den Kulissen 600 Menus an.

BILDER KARIN HOFER / NZZ

Glanz, Tratsch und ein Notwalzer


Der 15. Zrcher Opernball bietet Raum fr Tanzfreudige, Selbstdarsteller und Lstermuler
Bei seinem kleinen Jubilum hat
der Zrcher Opernball am Samstag rund 1500 Gste angezogen,
darunter einige bekannte Gesichter. Der Dreivierteltakt aber
wich bald hrteren Rhythmen.
Urs Bhler
Weshalb sollte ein Mann, auch wenn er
nicht Bond heisst, sich eigenhndig eine
Fliege umbinden und sich akkurat im
Dreivierteltakt bewegen knnen? Antworten liefert dem Journalisten, der
beide Disziplinen nicht beherrscht, der
15. Zrcher Opernball in der Samstagnacht. Dafr wirft dieser andere Fragen
auf. Warum etwa werden manche Menschen als Pfauen geboren und andere als
Enten oder Spatzen? Vielen Gsten
jedenfalls bietet sich Gelegenheit, ihren
Passionen zu frnen, nebst dem Tanzen
etwa dem Sehen und Gesehenwerden
oder dem Lstern. Ob nun ein De
collete aufreizend inszeniert ist oder ein
Paar mit besonders augenflligem Altersunterschied vorbeistolziert: Es wird
getratscht, oft sind es rot geschminkte
Muler, die zerrissen werden. Und doch
hat dieser Ball Klasse, der Ort adelt die

Gste und umgekehrt: ber jedes Geschnatter erhaben ist etwa Martina Gedeck, die zehn Gedecke vom Berichterstatter entfernt tafeln wird.

Atemraubend weite Bhne


Der Benefizanlass, dessen Erls diesmal
in die Nachwuchsangebote des Opernhauses fliesst, darf nebst dem kleinen
Jubilum auch eine Premiere feiern:
Erstmals dient der umgestaltete Sechselutenplatz als atemraubend weite Bhne fr die Ouvertre. Der Frhling
spielt mit und steuert seine schnste
Himmelskulisse bei, so dass die 1500
Gste sich wrdig empfangen fhlen.
Gut ein Drittel hat die Diner-Karte fr
950 Franken gelst, die brigen die Flanierkarte fr 290 Franken ohne Essen.
Es treffen viele Ball-Habitues
ein, zu
denen Altregierungsrat Markus Notter
nicht zhlt: Ich bin kein Tnzer, erklrt er sich im Gesprch. Doch nun
msse er als Verwaltungsratsprsident
der Opernhaus Zrich AG doch einmal
vorbeischauen. Auch Adolf Muschg
sieht solche Anlsse nicht als meine
Welt, kennt aber Intendant Andreas
Homoki von Berlin her. Auch ein
Opernhaus brauche halt eine Sauce, in
dem es schwimmen knne, meint der

Dichter lchelnd. Stadtrat Filippo Leutenegger plaudert derweil mit Stilexperte Clifford Lilley, der ihn einst beim
Fernsehen einkleidete, aber vergeblich
zum Verzicht auf Kurzarmhemden zu
bringen versuchte. Inzwischen haben
seine Bemhungen etwas gefruchtet.
Das erfhrt als Leuteneggers Tischnachbar der Journalist, der privat auf
Einladung eines Hauptsponsors samt
Begleiterin an den langen Tafeln im Zuschauerraum der Oper speisen darf. Im
prchtigen Neo-Rokoko-Dekor scheint
es fast schon sekundr, was auf den
Tisch kommt. Doch hinter der Bhne
werden die in der Baur au Lac-Kche
zubereiteten Speisen hergerichtet, 600
Teller pro Gang, die auch als konkrete
Kunst ins Museum passen knnten.
Hbsch angeordnet ist etwa das im Niedergarverfahren zubereitete Kalbsfilet
samt einem Souffle mit Entenleber als
Krnchen. Manches wirkt etwas gesucht, aber die Leistung des Kchenund Serviceteams ist bemerkenswert.
Zehn Teller von dem des Journalisten
entfernt also diniert Martina Gedeck.
Und was fllt der deutschen Schauspielerin an Zrich auf? Die Eleganz. Wie
bitte? Ja, die Eleganz, sie sieht sie in der
Distanz im Umgang der Leute, die sie
wohltuend findet in diesen bergriffi-

gen Zeiten. Die 53-Jhrige mit dem geheimnisvollsten Lcheln weit und breit
fllt nicht nur wegen des leuchtend
roten Kleids auf. Doch die Yellow Press
scheint nur Augen fr eine zu haben, die
sich im Glitzerkostm alle Kameras anlacht und an deren Lippen stndig das
Mikrofon eines Lokalradios hngt. Es
ist die Frau eines Baulwen, gebrtige
Ukrainerin, und die Aufmerksamkeit
streitig macht ihr eine gebrtige Texanerin, die ihre Reize ebenso inszeniert und
einst als feurige Botschaftergattin ein
Liebling der Klatschpresse war.

Ein bisschen Dreivierteltakt


Kurz: Die Quote internationaler Prominenz ist eng begrenzt. Anders als das
Wiener Vorbild hat Zrich keinen Richard Lugner, der eine wie die Loren als
Begleiterin anheuert. Da rckt sich halt
eine Beller oder eine Fielding ins Bild.
Dafr offenbart Homoki Qualitten als
zackiger Entertainer. Und nach Gesangs- sowie Ballettdarbietungen und
dem Auftritt der Debtantinnen und
Debtanten gehrt das Parkett allen.
Zu den Ersten, die es im Dreivierteltakt
erobern, zhlen Gedeck und ihr Partner
Markus Imboden. Das Ehepaar Muschg
macht es ihnen elegant nach, der Jour-

nalist aber muss die Karte Notwalzer


ziehen. So heisst ein Blitzkurs, den er
nachmittags per fnfmintigen Youtube-Clip absolviert hat: etwas nach
links wiegen und nach rechts, einige
Schritte vor und zurck. Da es eng ist
auf der Tanzflche, kann man sich damit
durchmogeln zumal die Walzer-Zeit
nach wenigen Stcken wieder vorbei ist.
Kurz nach Mitternacht tritt im Saal
eine Band namens Boney M. auf, die
nur noch wenig gemein hat mit der
Legende der siebziger Jahre. Aber
Stadtprsidentin Corine Mauch geht zu
Daddy Cool ab wie eine Rakete, und
noch wilder geht es in der Disco auf der
Studiobhne zu. Der Berichterstatter
setzt lieber am Roulette-Tisch, den eine
bekannte Zrcher Spielbank als Sponsorin eingerichtet hat, die jedem Gast
verteilten Chips im Wert von 100 Franken auf die Acht. Es kommt: die Acht.
Jetzt noch verdoppeln, dann ist der
Rekord des Abends und der 4000-Franken-Jackpot gesprengt. Also alles auf
Rot. Alles weg. Bond htte auf Schwarz
gesetzt. Und wre doch Rot gekommen,
er htte unnachahmlich lssig seine
Fliege gelst und baumeln lassen, auf
dass die Nacht richtig beginne. Der
Journalist kann keine Fliege binden, er
trgt zum Smoking eine mit Gummizug.

Klares Ja zur Metallrckgewinnung

Signal auf Grn gestellt

Im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz wird fr 38,9 Millionen Franken eine neue Anlage gebaut

Ja zum Gestaltungsplan Werk 1 in Winterthur

jhu. V Die einzige Frage, die im Vorfeld


der Abstimmung in der Stadt Zrich
zum Umbau der Kehrichtverbrennung
Hagenholz wenigstens noch etwas
Spannung versprach, war folgende: Wie
hoch wird die Zustimmung ausfallen?
Diese Frage ist jetzt geklrt. Bei einer
Beteiligung von 37,5 Prozent haben am
Sonntag 91,6 Prozent der Stimmberechtigten dem Kredit von 38,9 Millionen
Franken zugestimmt. Schon ab kommendem Jahr soll das neue Verfahren
angewandt werden, mit dem der allergrsste Teil des Metalls knftig aus der
Kehrichtschlacke
zurckgewonnen
werden kann.
Jhrlich entstehen bei der Abfallverbrennung im Kehrichtheizkraftwerk
Hagenholz rund 52 000 Tonnen Schlacke, die auf einer Reaktordeponie entsorgt werden mssen. Dabei ist nicht
alles, was in der Schlacke steckt, unbrauchbar. Insbesondere um die wertvollen Metalle ist es schade, die immerhin etwa 12 Prozent des Gesamtgewichts ausmachen, rund 6000 Ton-

nen. Mit der heutigen Methode knnen


lediglich 4000 Tonnen davon rezykliert
werden. Der Rest kommt auf die Deponie. Das soll sich nun dank einer neuen
Technologie ndern, welche das Zentrum fr nachhaltige Abfallnutzung entwickelt hat. Mit der Pilotanlage in Hinwil knnen fast 100 Prozent der Metalle
zurckgewonnen werden. Dabei wer-

Abstimmung in der Stadt Zrich


Stimmbeteiligung: 37,5 Prozent
Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz
Ja Ja %
Nein
Kreis
1+2
7
737
91,9
681
.................................................................................
3
8 673
92,5
701
.................................................................................
4+5
6 589
93,0
497
.................................................................................
6
7 132
93,4
508
.................................................................................
7+8
12 194
92,7
961
.................................................................................
9
8
779
89,8
1
000
.................................................................................
10
8 993
92,2
757
.................................................................................
11
11
178
90,3
1
204
.................................................................................
12
3 725
87,4
536
.................................................................................
Stadt
Zrich
75 000
91,6
6 845
.................................................................................

den zunchst mit Magneten Eisen und


magnetische Oxide aus der Schlacke
entfernt. Danach werden mittels elektrischer Induktionsfelder Nichteisenmetalle von den mineralischen Komponenten getrennt. So lassen sich selbst
kleinste Metallteilchen herausfiltern,
die nur gerade einen Durchmesser von
0,2 Millimetern haben.
Damit diese Methode genutzt werden kann, braucht es aber nicht trockene, sondern nasse Schlacke. Um
diese zu produzieren, wird in der Kehrichtverbrennung Hagenholz nun fr
den gesprochenen Kredit eine neue Anlage gebaut. Das Projekt soll sich selbst
amortisieren, weil es knftig gnstiger
sein wird, die Schlacke in Hinwil abzuliefern als auf der Reaktordeponie.

Metallrckgewinnung Hagenholz
Abstimmungsresultat in Prozent
Ja 91,6
QUELLE: STADT ZRICH

Nein 8,4
NZZ-INFOGRAFIK / lea.

flu. V Die Stimmbevlkerung der Stadt


Winterthur hat die Weichen fr das ehemalige Areal der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik gestellt.
Sie hat mit 17 666 zu 9962 Stimmen Ja
gesagt zum ffentlichen Gestaltungsplan Werk 1. Der Anteil Ja-Stimmen
betrug 63,9 Prozent, die Stimmbeteiligung lag bei 42 Prozent.
Die Vorlage zum Werk 1 galt als
eine der wichtigsten der ganzen Legislaturperiode. Das Gebiet ist nicht nur so
gross wie ein Drittel der Altstadt, es war
auch das letzte auf dem Sulzer-Areal
Stadtmitte, dessen Zukunft noch offen
war. Der Gestaltungsplan war von der
Stadt und dem Grundeigentmer, dem
Baukonzern Implenia, in mehrjhriger
Arbeit ausgehandelt worden. Vorgesehen sind unter anderem das erste 2000Watt-Quartier der Stadt, preisgnstige
Wohnungen und Rumlichkeiten fr
den neuen Hauptsitz der Zrcher Hochschule fr Angewandte Wissenschaften.
Der Gestaltungsplan bietet aber auch
die Grundlage fr drei Hochhuser, von

denen das grsste bis zu 100 Meter hoch


sein darf. Dies war auch der Grund,
warum einige Anwohner des Brhlberg-Quartiers das Referendum ergriffen haben.
Stadtprsident Michael Knzle
(cvp.) sprach gestern von einem Freudentag. Die Stimmberechtigten htten
dem Stadtrat klar und deutlich das Vertrauen ausgesprochen. Das Ergebnis beweise, dass die Stadt bei wichtigen Geschften zusammenstehe und die Reihen schliesse. Tatschlich war die Vorlage sehr breit abgesttzt von den Parteien hatte sich einzig die EDU dagegen
ausgesprochen. Dennoch erreichten die
Gegner mit ihrer Wachstumskritik in
allen sieben Stadtkreisen teilweise deutlich mehr als 30 Prozent Zustimmung.

Gestaltungsplan Werk 1
Abstimmungsresultat in Prozent
Ja 63,9
QUELLE: STADT WINTERTHUR

Nein 36,1
NZZ-INFOGRAFIK / lea.

Neu Zrcr Zitung

12 ZRICH UND REGION

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Neues Gemeindehaus
fr Unterengstringen
Knapper Entscheid
v. V Mit 605 gegen 508 Stimmen hat
das Stimmvolk von Unterengstringen
bei einer Beteiligung von 50 Prozent
den Bau eines neuen Gemeindehauses
gutgeheissen und den dafr vorgesehenen Kredit von 8,8 Millionen Franken
bewilligt. Die Vorlage hatte im Vorfeld
hohe Wellen geworfen, weil die Rechnungsprfungskommission (RPK) das
Projekt von Tilla Theus aus finanziellen
Grnden ablehnte. Ein Dorn im Auge
ist der RPK die anstehende Erhhung
des attraktiven Steuerfusses von heute
94 Prozent.
Auch der Gemeinderat prognostiziert angesichts genereller Kostensteigerungen eine Steuererhhung, allerdings
nicht in dem Mass wie die RPK. Mit seinem Ja hat nun der Souvern den
Schlusspunkt unter eine leidige Geschichte gesetzt, die vor zwlf Jahren begann: 2003 erteilte das Stimmvolk einem
seiner Ansicht nach berdimensionierten Gemeindezentrum eine Abfuhr.

Regensdorf nimmt
Kredit fr Werkhof an
Ja auch zum zweiten Bauprojekt
jhu. V Als Regensdorf 1982 seinen
Werkhof umbaute, hatte die Gemeinde
12 500 Einwohner, bis heute ist ihre Anzahl auf 17 500 angewachsen. Der alte
Werkhof ist aber nicht nur zu klein, sondern auch dringend sanierungsbedrftig. Am Sonntag hat die Gemeinde nun
mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 65
Prozent einen Kredit ber 9 Millionen
Franken fr den Bau eines neuen Werkhofs bewilligt. Das Werkgebude wird
auf gemeindeeigenem Land an der Allmendstrasse errichtet. Bei einer Beteiligung von 36 Prozent haben 57 Prozent
der Stimmenden ausserdem Ja gesagt zu
einem Kredit von 7,9 Millionen Franken
fr einen Neubau an der Watterstrasse.
Auch dieser entsteht auf dem Land der
Gemeinde. Das viergeschossige Gebude wird die Bibliothek beherbergen,
und es entstehen zehn Mietwohnungen.

KENNEN SIE ZRICH?

LUNCH

Sicher nicht nur


fr Milchbubis

Der heutige Zweckverband aus 12 Gemeinden bleibt die Trgerschaft des Spitals Uster mit 1100 Angestellten.

Spital-AG fr Uster gescheitert


3 der 12 Gemeinden im Zweckverband lehnen die Umwandlung der Rechtsform ab
sho. V Er habe erwartet, dass es in Uster
knapp werden wrde, meinte am Sonntag Andreas Mhlemann, Direktor des
Spitals Uster. Dass auch Pfffikon und,
wenn auch nur hauchdnn, Wildberg
die Vorlage abgelehnt htten, habe ihn
aber berrascht. Die Argumente der
Gegner htten emotional verfangen.
Weil die Auflsung des SpitalZweckverbandes die Zustimmung jeder
einzelnen Gemeinde erfordert, ist die
geplante Umwandlung in eine gemeinntzige Aktiengesellschaft gescheitert,
obwohl die Stimmberechtigten aller Gemeinden zusammen bei einer Beteiligung von 39 Prozent mit 53 Prozent Ja
zustimmten. Die zweite Abstimmung

www.nzz.ch/zuerich

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WENDE

WIR BLEIBEN DRAN.


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www.grunliberale.ch

ber die Interkommunale Vereinbarung


(IKV) wurde damit hinfllig.
In der Standortgemeinde Uster lehnten 57 Prozent der Stimmenden die AG
ab. Fr den VPOD ist der Ausgang ein
Nein gegen eine Privatisierung, auch
wenn die Befrworter sie nicht als solche bezeichnet htten. Er fordert mit
dem kantonalen Gewerkschaftsbund
Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger
auf, derartige Plne, etwa im Falle des
Kantonsspitals Winterthur, in den Papierkorb zu werfen. In Uster waren SP
und Grne dagegen angetreten. Letztere sehen im Ausgang eine historische
Schlappe fr die Privatisierungs-Turbos.
Fr SP-Kantonsrat Stefan Feldmann

trug zudem die Aussicht, dass das Volk


zur geplanten Reha-Klinik in Uster
nichts mehr zu sagen gehabt habe, zum
Resultat bei. Die Idee einer AG sei vom
Tisch, Alternativen zum Zweckverband, etwa einer Interkommunalen Anstalt, verweigere sich die SP nicht.
Direktor Mhlemann sieht wenig
Spielraum fr Nachbesserungen. Operativ ndere sich fr das Spital nichts, aber
er hoffe, dass die Gemeinden nun zum
Zweckverband stnden. Das steht nicht
fest. Dietlikon hat der Umwandlung
zwar zugestimmt, die IKV aber wuchtig
verworfen. Es drfte sich jenen Gemeinden anschliessen, die seit 2012 aus dem
Zweckverband ausgetreten sind.

AUS DEN GEMEINDEN

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Egg: Ja zur Einheitsgemeinde

Wir haben im Bildarchiv der Neuen


Zrcher Zeitung und in andern Archiven gewhlt und sind auf ein Sammelsurium von ungewohnten Ansichten gestossen. Testen Sie Ihr Wissen
ber Alt-Zrich, rtseln Sie mit. Die
heutige Frage: Zu welchem Anlass
kamen die Frauen und Mnner auf
dem Bild zusammen? Mit Kommentarfunktion auf www.nzz.ch, via Facebook oder Twitter (]KennenSieZH)
knnen Sie mitrtseln. Ob Sie richtig
liegen, lesen Sie am Dienstag.

ADRIAN BAER / NZZ

sho. V Egg kann die Bildung der Einheitsgemeinde vorantreiben. Die Stimmenden haben die Fusion von Politischer Gemeinde und Schulgemeinde mit
1690 gegen 605 Stimmen klar angenommen. Zu reden geben drfte noch die
gleichzeitig vorgenommene Eingliederung der Sozialbehrde in den Gemeinderat. Der Punkt in der neuen Gemeindeordnung blieb zunchst unbemerkt
und lste im Vorfeld der Abstimmung
unter den Parteien Kritik aus. Stimmbeteiligung: 43 Prozent.

Htten: Wunschpartner Wdenswil

wbt. V Die Stimmberechtigten der 900Seelen-Gemeinde Htten haben sich


mit 301 zu 59 Stimmen sehr deutlich fr
die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit Wdenswil ausgesprochen. Entsprechende Gesprche mit Richterswil
sind dagegen mit 206 zu 140 Stimmen
verworfen worden. In der Stichfrage fr
den Fall der Annahme beider Vorlagen
obsiegte Wdenswil mit 288 zu 57 Stimmen. Fr Wdenswil sprachen vor allem
die bestehende gemeinsame Oberstufe
und die Anbindung mit dem ffentlichen Verkehr. Stimmbeteiligung: 56
Prozent.

Marthalen: Umbau abgelehnt

flu. V Das ehemalige Wirtshaus zur


Stube in Marthalen wird nicht in ein
Wohnhaus umgebaut. Das Stimmvolk
hat einen Kredit von 2,55 Millionen
Franken mit 491 zu 246 Stimmen abgelehnt. Der Gemeinderat hatte sechs
Zwei- bis Dreizimmerwohnungen einbauen wollen und mit dem ausgetrockneten Wohnungsmarkt in Marthalen
argumentiert. Die Rechnungsprfungskommission beurteilte die Wirtschaft-

lichkeit aber als ungengend. Kritik gab


es auch an den vorgesehenen Mieten, die
als eher hoch eingestuft wurden. Die
Stube steht seit zwei Jahren leer, im
Saal finden aber immer noch die Gemeindeversammlungen statt. Stimmbeteiligung: 52 Prozent.

Maur: Wohnprojekt angenommen

sho. V Die Gemeinde Maur investiert in


Mietwohnungen. Der Kredit von 17,6
Millionen Franken fr den Bau von drei
Mehrfamilienhusern mit 22 Wohnungen im Gtsch, Ortsteil Binz, wurde mit
1669 gegen 1023 Stimmen klar angenommen. Das Projekt wird zusammen mit
der Wohnbaugenossenschaft Maur und
der Institution Barbara Keller realisiert.
Stimmbeteiligung: 44 Prozent.

Richterswil: Remise wird umgebaut

wbt. V Die Bahn-Remise neben dem


Seebad Richterswil kann saniert und in
einen Gastrobetrieb, der auch dem Bad
dient, und fr kulturelle Nutzungen umgebaut werden. Das Stimmvolk hat
einem Kredit von 4,1 Millionen Franken
mit 1964 zu 1848 Stimmen zugestimmt.
Die Remise gehrt der Gemeinde. Wegen Zweifeln an der Wirtschaftlichkeit
hatte die RPK ein Nein empfohlen; die
Parteien waren gespalten. Stimmbeteiligung: 46 Prozent.

Schlieren: Ja zur Asylunterkunft

v. V Neben dem Schlieremer Werkhof


wird eine neue Asylunterkunft fr 48
Personen entstehen. Der Souvern hat
den beantragten Kredit von 2,8 Millionen Franken mit 1322 gegen 1146 Stimmen gutgeheissen. Auch der 2,4-Millionen-Franken-Kredit zur Erweiterung
des Werkhofs wurde genehmigt. Stimmbeteiligung: 32 Prozent.

Seuzach: FDP holt Prsidium zurck

flu. V In Seuzach ist Katharina Weibel


(fdp.) zur neuen Gemeindeprsidentin
gewhlt worden. Die bisherige Vizeprsidentin erhielt in der Ersatzwahl 1361
Stimmen, bei einem absoluten Mehr von
1317. SVP-Kandidat Marco Calzimiglia,
der als Schulprsident ebenfalls schon
Mitglied des Gemeinderats ist, kam auf
1252 Stimmen. Die Ersatzwahl wurde
ntig, nachdem Gemeindeprsident
Christian Moos (svp.) Ende August 2014
vllig berraschend verstorben war. Er
hatte das Amt erst wenige Monate zuvor
vom langjhrigen Amtsinhaber Jrg
Spiller (fdp.) bernommen, der zur Erneuerungswahl nicht mehr angetreten
war. Wahlbeteiligung: 52 Prozent.

Urs Bhler V Der Frhling klopft an,


und auch Zrichs ffentliche Innenhfe
blhen auf. Ein malerisches Beispiel ist
der Zentralhof mit seinen Arkaden und
der Milchbar unter selbigen. Sie hatte
jahrzehntelang denselben Geranten, bis
ein Brand in der Backstube ihn aufgeben liess. Dann kam ein Intermezzo
vor einem Umbau, nun weht ein frischer
Wind: Krzlich haben der findige Gastrounternehmer Michel Peclard

und
sein Geschftspartner Florian Weber als
neue Pchter das vllig umgestaltete
Lokal beim Paradeplatz wiedererffnet.
Sie verlassen sich keineswegs nur auf
den Reiz der Tischchen unter den Arkaden: Drinnen ist ein verwinkeltes Angebot auf zwei Etagen entstanden mit vier
Raumtypen. Man setzt hier auf Nostalgie, dort auf shabby look. Manches
wirkt etwas gar inszeniert, aber es ist
eine Fundgrube an Details wie weissen
Kassettendecken. Das kleine Restaurant
im ersten Stock ist ber Mittag oft gut
besucht, etwas eng und nicht ganz ruhig.
Noch etwas enger ist es an den paar
Tischchen im Mini-Laden: Mit Blick auf
Kse und Schinken in der Vitrine und
weitere Delikatessen in den Regalen
fhlt man sich erinnert an den unprtentisen Charme einer Salumeria.
Sehr angetan sind wir bei den zwei
Besuchen vom freundlichen Personal,
whrend die jeweils zwei Tagesmenus
(etwa Felchenfilets, Fr. 28.) nicht restlos berzeugen. Fester Bestandteil der
kleinen Karte sind gerucherte Moules
mit Artischocken (Fr. 23.50), fr unseren Geschmack mit zu dominanter
Rauchnote, die halt gerade en vogue ist.
So gut wie flssig im Einmachglas auf
den Tisch kommt die Panna cotta (Fr.
7.50). Auf Nachfrage heisst es, der Koch
finde, die Spezialitt gerate hierzulande
meist zu fest. Da hat er recht. Das richtige Mass bei der Gelatine aber hat er
zumindest an diesem Tag nicht gefunden: Eine Panna cotta soll auf der Zunge
zergehen, nicht zerrinnen.
Das Herzstck jedoch ist ohnehin die
Caffe-Bar
`
nebenan oder eher ein gemtliches Labor, dessen Instrumente
auf Alchemie schliessen lassen. An den
Siphons und an den Kolben einer La
Marzocco Strada aber hantieren passionierte Barista. Sie brhen aus Bohnen verschiedener Provenienz wirklich
gute Espressi (an der Bar gekippt nur
Fr. 3., sonst Fr. 4.50), aber auch Filterkaffee, der gerade eine Renaissance erlebt. Der Clou ist ein japanisches Konstrukt namens Hario Water Dripper,
das einen beraus milden und doch
aromareichen Kaffee ohne Partikeln in
den Siphon zaubert (Fr. 8.50). Jetzt warten wir nur noch auf den Sommer und
hoffen auf einen tollen Caffe` freddo.
Milchbar, Kappelergasse 16, 8001 Zrich,
Tel. 044 211 90 12. So-Abend geschlossen.

Uitikon: Ja zum Sportplatz

sho. V Freude herrscht, meldete Gemeindeschreiber Bruno Bauder frh am


Sonntag. Die diker, wie man hier sagt,
haben eine Initiative fr den minimalen
Ausbau der Sportanlagen Im Srenloh
mit 1091 gegen 544 Stimmen angenommen. Die Erweiterung um ein Kunstrasenfeld soll den ntigen Platz fr den
Fussballklub schaffen. 2013 scheiterte
ein erstes Projekt. Die Rechnungsprfungskommission hatte die Ablehnung
des abgespeckten Vorhabens mit einem
Kostendach von 2,6 Millionen Franken
empfohlen. Beteiligung: 62 Prozent.

urs. V Die Expovina primavera, die


frhlingshafte kleine Cousine der grossen Zrcher Herbstausstellung, findet
vom 19.26. 3. im Puls 5 statt (Eintritt
Fr. 25.). Angekndigt sind ber 2000
Weine aus aller Welt an rund 90 Stnden, wobei schon erste Tropfen des Jahrgangs 2014 verkostet werden knnen.

Wetzikon: Knappes Nein zu Mensa

90 Weine und diverse Winzer zu Gast

sho. V Die Sekundarschule WetzikonSeegrben hat einen Kredit von 5,4 Millionen Franken fr die Erweiterung der
Berufswahl- und Weiterbildungsschule
Zrcher Oberland mit 2922 Nein zu
2897 Ja knapp abgelehnt. Umstritten
waren vor allem die Kosten fr die neue
Mensa. Stimmbeteiligung: 38 Prozent.

KULINARISCHES

.................................................................................

Die kleine Cousine der Expovina

urs. V Martel Weine aus St. Gallen starten diesen Montag, 9. 3., in Zrich ihre
landesweite Promotionstour: Von 16 bis
20 Uhr gastiert die Tour des Vins im
Hotel Park Hyatt (Eintritt: Fr. 20.).
Prsentiert werden, zum Teil von Winzern selbst, 90 Tropfen aus dem In- und
Ausland, und es gibt 10 Prozent Rabatt.

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Kampf um Friedensrichteramt
Beatrice Hess (fdp.) gewinnt im Wahlkreis 1 und 2
am. V Erneuerungswahlen von Friedensrichtern schaffen es selten in die
Schlagzeilen; hufig stellt sich nur ein
Kandidat zur Wahl. Die Nachfolge von
Hansruedi Lienhard (fdp.) im Stadtzrcher Wahlkreis 1 und 2 hat fr etwas
mehr Aufsehen gesorgt. Dies, weil die
beiden aussichtsreichsten Kandidatinnen einen engagierten Wahlkampf gefhrt haben, der sich eng entlang der
Parteigrenzen abspielte: Beatrice Hess
(fdp.) wurde von FDP, CVP, EVP sowie
SVP- und GLP-Exponenten portiert,
whrend ihre Konkurrentin, die langjhrige Kantonsrtin Sabine Ziegler
(sp.), von SP, Grnen, AL und CSP

untersttzt wurde. Nun hat Beatrice


Hess relativ deutlich das Rennen gemacht. Die Organisationsberaterin wurde mit 3338 von 6262 Stimmen im ersten
Wahlgang gewhlt, Ziegler kam nur auf
2365 Stimmen. Demgegenber wurde
Thomas Marthaler, ebenfalls SP-Kantonsrat und amtierender Friedensrichter im Wahlkreis 3 und 9, ungefhrdet
wiedergewhlt. Er vereinte 9153 von
12 059 Stimmen auf sich, der unabhngige Paul Bhlmann blieb mit 2771
Stimmen chancenlos. Nach dem heutigen Wahltag stellen SP, FDP und CVP
nun weiterhin je zwei der sechs Friedensrichter der Stadt Zrich.

ETH-Neubau nimmt Hrde


Ja zu Gestaltungsplan im Zrcher Gemeinderat ist absehbar
tox. V Die vorberatende Kommission
des Zrcher Gemeinderats hat den Privaten Gestaltungsplan fr den Neubau
der ETH an der Gloriastrasse mit klarer
Mehrheit gutgeheissen. Dagegen gestimmt haben nur die Grnen, die nicht
grundstzlich gegen das Projekt sind,
aber bemngeln, dass die ETH nicht
nach den Grundstzen der 2000-WattGesellschaft baue. Die Hochschule
habe auf diesem Gebiet eine Vorbildfunktion, sagt Karin Rykart, Fraktionschefin der Grnen im Gemeinderat.
Wo heute die Versuchsanstalt fr
Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie

(VAW) steht, soll ein neues Zentrum fr


Medizintechnik entstehen. Erhalten
bleibt beim Neubauprojekt von Boltshauser Architekten einzig der PaulScherrer-Hrsaal, der im Denkmalschutz-Inventar aufgelistet ist. An der
Gloriastrasse soll knftig disziplinbergreifend an Gesundheitsthemen gearbeitet werden. Im Neubau wird ein grosser Innenhof entstehen als Treffpunkt
fr Studierende und Forschende. Die
Wasserbau-Versuchsanstalt wird derweil auf den Hnggerberg verlagert.
Das Projekt ist Teil des Masterplans
Hochschulgebiet 2014.

ZRICH UND REGION 13

Sozialhilfe, teurer Jaguar und Hanfanbau


Nach der Festnahme des mutmasslichen Tters von Zrich Affoltern werden neue Details publik
Der Mann, der in Verdacht steht,
vor einer Woche an der Ttung
eines Trstehers beteiligt gewesen zu sein, ist gefasst. Er
delinquierte mehrfach und bezog
Sozialhilfe, die ihm die Gemeinde
Regensdorf nur teilweise strich.
fbi. V Eine Woche lang suchte die Polizei nach dem 31-jhrigen Mann, der
mutmasslich einen 30-jhrigen Montenegriner in Zrich Affoltern auf offener
Strasse erschossen hatte. Am Samstag
konnten die Ermittlungsbehrden die
Festnahme des 2003 eingebrgerten
Mannes mit Wurzeln in Kosovo bekanntgeben. Bereits am Donnerstag
war ein zweiter involvierter Mann, ein
30-jhriger Russe, verhaftet worden. Es
seien zahlreiche Hinweise auf den Gesuchten eingegangen, heisst es bei der
Kantonspolizei. Die Frage, ob einer dieser Hinweise zur Verhaftung des
Schweizers im Bezirk Dielsdorf fhrte,
konnte ein Sprecher jedoch nicht beantworten. Die Tatverdchtigen wurden
der Staatsanwaltschaft zugefhrt.

usserst renitent
Der 31-Jhrige kam bereits vor dem
Ttungsdelikt in Zrich Affoltern immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.
Im September 2013 wiesen ihm die
Strafverfolgungsbehrden gewerbsmssigen Hanfanbau nach. Im Dezember
des letzten Jahres verurteilte ihn das Be-

zirksgericht Zrich unter anderem wegen Gewaltdelikten und Diebsthlen zu


einer mehrjhrigen Freiheitsstrafe. Weil
er das Urteil ans Obergericht weiterzog,
blieb er jedoch auf freiem Fuss.
Neben den kriminellen Ttigkeiten
lebten der mutmassliche Tter und
seine Familie, die seit 2009 in Regensdorf wohnen, vor allem vom Sozialhilfebezug. Dies machte die NZZ am Sonntag publik. Der Regensdorfer Sozialvorstand Bruno Weder (cvp.) besttigte
auf Anfrage, dass die Familie in der Gemeinde Sozialhilfe bezieht. In den letzten Jahren erhielt die Familie rund
200 000 Franken vom Sozialamt. Dies,
obwohl sich der 31-Jhrige als usserst
renitent erwies und sich laut NZZ am
Sonntag um Arbeitsprogramme foutierte, Abmachungen nicht einhielt und
bevorstehende Gefngnisstrafen verheimlichte. Zudem fuhr der Familienvater einen Jaguar, den er seiner Frau,
einer Verwandten und dann einer
GmbH mit Sitz nahe dem Tatort an der
Wehntalerstrasse berschrieb. Anfang
2013 hatte der Familienvater ein Gesuch um eine Invalidenrente gestellt.
Dieses wurde jedoch abgelehnt.
Die Gemeinde krzte zwar die Sozialhilfegelder um 15 Prozent. Mglich
wre indes in solch gravierenden Fllen
auch, die Leistungen ganz zu streichen
und nur noch Nothilfe zu gewhren.
Sozialvorstand Weder wollte mit Verweis auf das Amtsgeheimnis keine Stellung nehmen, wie dies im Fall des 31-Jhrigen gehandhabt worden sei. Grundstzlich halte man sich an die Skos-

Richtlinien. Diese sehen eine Streichung


der Untersttzung vor, wenn sich eine
Person beispielsweise weigert, eine zumutbare Arbeitsstelle anzunehmen.

Sehr strend
Unklar ist in dem Fall, inwieweit diese
Voraussetzungen bei dem 31-Jhrigen
gegeben waren und ob die Tatsache,
dass auch seine Frau und die Kinder
untersttzt wurden, eine Streichung der
Sozialhilfe verhinderte. Fest steht, dass
der Familienvater wegen seiner kriminellen Machenschaften immer wieder
im Gefngnis sass und die Gemeinde in
dieser Zeit lediglich fr die Frau und die
Kinder zahlte. Fr den Unterhalt des
Mannes hatte der Kanton aufzukommen. Das Dossier des Regensdorfer
Sozialamts lautete jedenfalls auf den
Namen der Gattin.
Es sei mglich, dass man die Mutter
und die beiden Kinder nicht habe bestrafen wollen, sagt der Regensdorfer
Gemeindeprsident Max Walter (svp.).
Die Details des Falls kenne er jedoch
nicht. Die jetzige Situation bezeichnet
er als sehr strend. Der Fall schade all
jenen, die wirklich auf Sozialhilfe angewiesen seien: Der Mann ist das Paradebeispiel eines Gauners. Die Gemeinden mssten bei ihren Entscheidungen
viel mehr Freiheiten haben, sagt Walter.
In die Vernehmlassung fr die Revision
der Skos-Richtlinien hat Regensdorf
den Vorschlag eingebracht, Untersttzungsgelder um bis zu 30 Prozent krzen zu knnen.

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Muss ja nicht gleich die ganze


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Eidgenssische Vorlagen im Kanton Zrich deutlich abgelehnt

Ergebnisse der eidg. Abstimmung


in Stadt und Kanton Zrich

Ergebnisse der eidg. Abstimmung


in Stadt und Kanton Zrich

Stimmbeteiligung: 41,3 Prozent

Stimmbeteiligung: 41,4 Prozent

Volksinitiative Energie
Ja
Ja %
Nein
Kreis
1+2
1 406
16,07
7 341
.................................................................................
3
1 812
18,73
7 862
.................................................................................
4+5
1
738
23,79
5 568
.................................................................................
6
1 519
19,40
6 310
.................................................................................
7+8
2
142
15,76
11
449
.................................................................................
9
1
341
13,30
8
740
.................................................................................
10
1 664
16,64
8 333
.................................................................................
11
1 889
14,86 10 821
.................................................................................
12
593
13,68
3 743
.................................................................................
Stadt
Zrich
15 052
16,58 75 756
.................................................................................

Volksinitiative Familien
Ja
Ja %
Nein
Kreis
1+2
1 677
19,04
7 130
.................................................................................
3
1 759
18,03
7 998
.................................................................................
4+5
1
191
16,11
6 204
.................................................................................
6
1 381
17,56
6 485
.................................................................................
7+8
2
256
16,52
11
397
.................................................................................
9
1
963
19,36
8
174
.................................................................................
10
1 671
16,63
8 378
.................................................................................
11
2 906
22,74
9 871
.................................................................................
12
1 063
24,33
3 306
.................................................................................
Stadt
Zrich
17 234
18,87 74 119
.................................................................................

.................................................................................

Bezirke
.................................................................................
Affoltern
1 573
10,63 13 228
.................................................................................
Andelfingen
870
8,72
9 108
.................................................................................
Blach
2 349
7,43 29 256
.................................................................................
Dielsdorf
1 167
6,10 17 966
.................................................................................
Dietikon
1 366
7,28 17 389
.................................................................................
Hinwil
2
292
9,28 22 397
.................................................................................
Horgen
2 637
8,26 29 291
.................................................................................
Meilen
2 589
8,49 27 888
.................................................................................
Pfffikon
1
423
8,79 14 757
.................................................................................
Uster
3 147
9,81 28 942
.................................................................................
Winterthur
5
328
11,59
40 643
.................................................................................
Stadt
Zrich
15
052
16,58
75 756
.................................................................................
Kanton
Zrich
39 793
10,86 326 621
.................................................................................

.................................................................................

Bezirke
.................................................................................
Affoltern
2 915
19,72 11 866
.................................................................................
Andelfingen
2 229
22,36
7 739
.................................................................................
Blach
6 882
21,76 24 745
.................................................................................
Dielsdorf
4 088
21,38 15 033
.................................................................................
Dietikon
3 905
20,82 14 851
.................................................................................
Hinwil
5
665
22,92 19 050
.................................................................................
Horgen
6 178
19,33 25 785
.................................................................................
Meilen
5 548
18,20 24 941
.................................................................................
Pfffikon
3
516
21,77 12 633
.................................................................................
Uster
6 987
21,74 25 148
.................................................................................
Winterthur
9
816
21,33 36 212
.................................................................................
Stadt
Zrich
17
234
18,87 74 119
.................................................................................
Kanton
Zrich
74 963
20,42 292 122
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Sulimtler Gemeinde legt der gleichzeitig nur halb so hohe Anteil fr die
CVP-Initiative jedoch den Verdacht
nahe, dass die beiden Ergebnisse vertauscht wurden, was sich am Sonntag
aber nicht klren liess. Auch in den Stdten Winterthur und Zrich, die EnergieThemen sonst zugetan sind, lag die Zustimmung nur leicht hher als im kantonalen Schnitt. Dort sagten 14,1 beziehungsweise 16,6 Prozent Ja. Am wenigsten Untersttzung erhielt das Anliegen
in Volken. 1,0 Prozent der Stimmberechtigten legten dort ein Ja in die Urne.
Wenig Zustimmung erhielt auch die
CVP-Initiative Familien strken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen. Die Vorlage blieb deutlich unter
dem nationalen Mittel, das bei 24,6 Prozent lag. Am hchsten fiel die Zustimmung in den lndlichen Gemeinden
Dinhard, Hofstetten und Kyburg aus. In
Winterthur und Zrich lag der Ja-Anteil
bei 20,8 bzw. 18,9 Prozent. Dort legten
jeweils etwas mehr als 27 Prozent der
Stimmberechtigten ein Ja in die Urne.

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fbi. V Die zwei eidgenssischen Vorlagen sind im Kanton Zrich am Sonntag deutlich abgeschmettert worden.
Die Familieninitiative der CVP kam auf
einen Ja-Stimmen-Anteil von lediglich
20,4 Prozent, die Energiesteuer-Initiative der Grnliberalen gar nur auf 10,9
Prozent. In keiner einzigen Gemeinde
erreichten die beiden Initiativen auch
nur annhernd ein Ja. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,3 Prozent.
Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von
10,9 Prozent erhielt die Vorlage der
Grnliberalen im Kanton Zrich zusammen mit Basel-Stadt und Schaffhausen
noch die hchste Zustimmung. Es blieben die einzigen Kantone, die auf einen
zweistelligen Ja-Anteil kamen. Im Wallis
befrworteten mickrige 3,9 Prozent der
Stimmberechtigten die Volksinitiative
Energie- statt Mehrwertsteuer. Gesamtschweizerisch sagten nur 8 Prozent
Ja. Am meisten Rckhalt mit jeweils
mehr als 20 Prozent Ja erhielt das Anliegen im Zrcher Stadtkreis 4+5 sowie
berraschend in Bonstetten. Im Fall der

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14

Neue Zrcher Zeitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Feldmeilen, 5. Mrz 2015

Einschlafen drfen, wenn man mde ist,


und eine Last fallen lassen drfen, das ist
eine kstliche, eine wunderbare Sache.
H. Hesse

Traueradresse:
Maria Kalman
Lndischstrasse 76
8706 Feldmeilen

Nach einem langen, intensiven Leben hat sich sein Lebenskreis geschlossen.

Alfred Tanner, Dr. jur.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem geliebten Ehemann,
Vater und Schwiegervater

Otto Kalman

10. August 1919 bis 5. Mrz 2015


Pflegeresidenz Bethesda, Rietstrasse 25, 8700 Ksnacht
Frher Heslibachstrasse 42, 8700 Ksnacht

25.6.1925 5.3.2015

Nach einem reich erfllten Leben durfte er friedlich einschlafen.


Wir vermissen ihn sehr und sind zutiefst traurig.

Seine Liebenswrdigkeit, seine Weltoffenheit, sein reiches Wissen und sein Humor
werden uns unvergesslich bleiben.

Wir danken Frau Dr. med. Daniela Tyercha, Frau Frieda Habegger und dem Team
der Spitex Meilen fr ihre liebevolle Betreuung.

In Liebe und Dankbarkeit


Priska Tanner, Schwester
Verwandte und Freunde
Traueradresse:

Priska Tanner, Sonnmatt Luzern


Hemschlenstrasse, Postfach, 6000 Luzern 15

Beerdigung:

11.00 Uhr, Friedhof Ksnacht Dorf.

Abschiedsgottesdienst:

11.30 Uhr, Krypta der Pfarrkirche St. Georg,


Heinrich-Wettstein-Strasse 14, 8700 Ksnacht.

In stiller Trauer:
Maria Kalman
Andrea und Norbert Klaus-Kalman
Catherine und Michael Stalker-Kalman
Akos und Totyi Benedek mit Familien
Margrit und Janos Horanyi-Gmri mit Familien
Verwandte und Freunde
Seinem Wunsch entsprechend werden wir im engsten
Familienkreis Abschied nehmen.

Stadthaus
Stadthausquai 17, 8001 Zrich
Telefon 044 412 31 78
www.stadt-zuerich.ch/bestattungsamt
Friedhof-ffnungszeiten:
1. 3. 2015 bis 30. 4. 2015, 7.0019.00 Uhr

Bestattungen und Beisetzungen


vom Montag, 9.Mrz 2015
Camille-Redard-Jacot, Paul Robert, Jg.
1930, von Zrich, Gatte der Camille geb.
Redard-Jacot, Germaine Berthe, 8057 Zrich,
Hofwiesenstrasse 11. 14.00 Uhr Erdbestattung im Friedhof Nordheim, anschliessend
Abdankung in der Friedhofkapelle Nordheim.
Clausen, Walter Anton, Jg. 1926, von Zrich
und Lax VS, verwitwet von Clausen geb. Stettler, Klara, 8004 Zrich, Karl-Brkli-Strasse 8.
10.30 Uhr Urnenbeisetzung im Friedhof etliberg, anschliessend Abdankung in der Friedhofkapelle etliberg.
Gubler, Jacques Henri, Jg. 1918, von Zrich
und Mllheim TG, verwitwet von Gubler geb.
Kunz, Margareta Anna, 8032 Zrich, Biberlinstrasse 39. 14.45 Uhr Urnenbeisetzung im
Friedhof Witikon.
Keller, Karl Rolf, Jg. 1923, von Zrich, Gatte
der Keller geb. Forrer, Melanie, 8038 Zrich,
Studackerstrasse 22. 11.15 Uhr Urnenbeisetzung im Friedhof Nordheim.

Pfister geb. Willener, Doris, Jg. 1930, von


Zrich und Uster ZH, verwitwet von Pfister-Willener, Alessandro, 8055 Zrich, Goldbrunnenstrasse 162. 14.00 Uhr Urnenbeisetzung im Friedhof Sihlfeld D, anschliessend
Abdankung im Krematorium Sihlfeld.
Pitton, Jacqueline, Jg. 1929, von Zrich
und Oppens VD, 8055 Zrich, Birmensdorferstrasse 538. 14.00 Uhr Trauerfeier in
der ref. Kirche Schwamendingen.
Racic, Boris, Jg. 1984, von Montenegro,
8048 Zrich, Baslerstrasse 31. 10.30 Uhr
Abdankung mit Sarg im Krematorium Sihlfeld, anschliessend Erdbestattung im Friedhof
Sihlfeld A.
Schweizer geb. Schweizer, Erna, Jg. 1919,
von Zrich und Amlikon-Bissegg TG, verwitwet von Schweizer, Hans Alfred, 8046 Zrich,
Wolfswinkel 9. 11.00 Uhr Urnenbeisetzung
im Urnenhain beim Krematorium Nordheim,
anschliessend Abdankung im Krematorium
Nordheim, Halle II. Nordheim.
Wthrich, Werner, Jg. 1919, von Zrich und
Trub BE, verwitwet von Wthrich geb. Jaun,
Emma, 8057 Zrich, Gorwiden 2. 14.45 Uhr
Urnenbeisetzung im Friedhof Schwandenholz.

Frick-Bbler, Walter Robert Heinrich, Jg.


1931, von Zrich und Maschwanden ZH, Gatte
der Frick geb. Bbler, Erika Elisabeth, 8006
Zrich, Rigistrasse 56. 14.00 Uhr Trauerfeier
in der ref. Kirche Oberstrass.
Grtner geb. Siegrist, Anna, Jg. 1935, von
Zrich und Meisterschwanden AG, verwitwet
von Grtner-Siegrist, Walter, 8037 Zrich,
Hnggerstrasse 68. 10.30 Uhr Erdbestattung
im Friedhof Nordheim, anschliessend Abdankung in der Friedhofkapelle Nordheim.

Ron haviv / VII

BESTATTUNGEN UND BEISETZUNGEN

Holenstein, Franziska, Jg. 1975, von Zrich,


Gattin des Wais, Volker, 4665 Oftringen,
Zimmereiweg 6. 14.30 Uhr Trauerfeier in
der Friedhofkapelle etliberg.
Knzler geb. Haderer, Martha Luise, Jg.
1917, von Zrich und St. Margrethen SG,
verwitwet von Knzler-Haderer, Emil, 8047
Zrich, Altstetterstrasse 267. 14.00 Uhr
Urnenbeisetzung im Friedhof Albisrieden.
Schulthess, Silvia, Jg. 1924, von Egg ZH.
14.45 Uhr Urnenbeisetzung im Friedhof Sihlfeld D.

Bestattungen und Beisetzungen


vom Dienstag, 10.Mrz 2015

Steiger geb. Greenhill, Iris, Jg. 1922, von


Flawil SG, verwitwet von Steiger, Richard
Willy, 8002 Zrich, Brandschenkestrasse 82.
10.45 Uhr Trauerfeier in der Friedhofkapelle
etliberg.

Bircher geb. Stubli, Rita Hedwig, Jg. 1934,


von Zrich, Gattin des Bircher-Stubli, Hans,
8049 Zrich, Ackersteinstrasse 165. 14.00
Uhr Urnenbeisetzung im Friedhof Hnggerberg, anschliessend Abdankung in der Friedhofkapelle Hnggerberg.

Wehinger-Schfer, Kurt, Jg. 1946, von


Wyssachen BE, Gatte der Wehinger geb.
Schfer, Sonja, 8064 Zrich, Bndliweg 15.
14.00 Uhr Urnenbeisetzung im Friedhof Eichbhl, anschliessend Abdankung in der Friedhofkapelle Eichbhl.

Die Drehscheibe
fr Krebsthemen

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Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

ZRCHER KULTUR 15

Enzyklopdische Bilderflut
Drucke und Zeichnungen von Matt Mullican in der Graphischen Sammlung der ETH
Im Zentrum der Schau zum Werk
des Kaliforniers Matt Mullican
steht der grandiose Zyklus von
554 lkreide-Frottagen zur
Edinburgh Encyclopaedia. Frhe
Zeichnungen und Knstlerbcher ergnzen die Ausstellung.

nete Rechtecke die Grundzge eines


Gesichts ergeben. Auf einer Collage
zeichnet Mullican mit schwarzem Filzstift eine Strichfigur neben die Fotografie eines schreitenden Mannes. In
der Serie Uhr (2010), einer Radierung mit Aquatinta, variiert der Knstler in drei Probedrucken das verspielt
kalligrafisch gemalte Zifferblatt einer
Uhr mit gelber und schwarzer Farbe.
Am Schluss ist die Zeit nicht mehr ablesbar, das Zifferblatt ist grsstenteils
abgedeckt.

Suzanne Kappeler
Seit ber zwanzig Jahren sammelt die
ETH Zrich Werke von Matt Mullican,
der heute in Berlin und New York lebt
und arbeitet. 1993 erwarb die Graphische Sammlung einen Holzkasten mit
sechzehn Kassetten, in welchen 554 lkreide-Frottagen, sogenannte Rubbings, aufbewahrt werden. 1991 wurde
diese Edition in zehnfacher Ausfhrung
von Brooke Alexander in New York
herausgegeben. Den Frottagen zugrunde liegen sechzehn Bnde der zwischen
1808 und 1830 erschienenen Edinburgh
Encyclopaedia, deren Fundus an Abbildungen den Knstler faszinierte.

Grafik in der Edition Cestio

Ein Korpus des Wissens


Die Darstellungen auf den einzelnen
Bildtafeln geben gleichsam den gesamten damals vorliegenden Wissensstoff
wieder. Die Auswahl der in drei bereinanderliegenden Reihen prsentierten Bltter nimmt die ganze eine Lngsseite des Ausstellungsraumes in der
ETH ein. Als singulres kompaktes
Objekt steht der Holzkasten mit den
sechzehn Fchern im Raum, den der
Knstler eigens zur Aufbewahrung der
Bltter anfertigen liess. Dieser Kasten
unterstreicht, dass es Matt Mullican in
seiner Arbeit nicht um die einzelnen
Bildtafeln geht, sondern um den Korpus
aller Bilder, das Enzyklopdische
schlechthin.
Matt Mullican, der gerne mit einer
grossen Menge an Bildmaterial hantiert,
was auch in den in Vitrinen prsentierten Knstlerbchern zu sehen ist, entwickelte fr seine Arbeit ein spezielles
Ordnungssystem, in das er auch die Bildtafeln aus der Edinburgh Encyclopaedia
eingliedert. Dieses reicht von dem, was
der
Mensch
vorfindet
(physical
elements), ber die vom Menschen eingerichtete Welt (world unframed), ber
die knstlerischen Aktivitten (world
framed) bis zu den Bild- und Schriftzeichen (language) und zur hchsten Kategorie der geistigen Aktivitt des Menschen (subjective meaning).

Matt Mullican: Ohne Titel (Uhr), 2010. Radierung und Aquatinta.


Um von den Bildtafeln Abriebe herstellen zu knnen, liess Mullican die Bilder erst fotografieren und stellte davon
Magnesium-Platten mit einem Hochrelief her. Von diesen Klischees wurden
dann Handabriebe mit lkreide angefertigt, insgesamt zehn Exemplare pro
Klischee; der Knstler muss demnach
mit Helfern gearbeitet haben. Den Reiz
der Drucke macht das Handgemachte,
das Unscharfe aus manchmal sind nur
Flecken oder gar nur eine schwarze Flche sichtbar. Betrachtet man die Bltter
von nahem, ist auch ihr Reliefcharakter
erahnbar. Neben Formen aus der Natur
wie Blttern, Blten, Kleinlebewesen,
Kfern und Insekten sehen wir Fische,
Vgel, Sugetiere, aber auch Schdel-

PD

formen und Steine. Auf anderen Blttern sind Architekturdarstellungen,


Grundrisse von Tempeln und ganze
Stdte zu sehen. Alltagsgegenstnde,
Laborgerte und Maschinen aller Art
sind eine weitere Kategorie. Das komplexe Universum, der Korpus des Wissens, prsentiert sich zum einen als geordneter Kosmos, zum andern als Wunderkammer.

Radierungen und Zeichnungen


Am Anfang der Ausstellung werden
einige frhe Zeichnungen aus den
siebziger Jahren gezeigt, etwa die drei
witzigen Bltter Eye, Mouth,
Nose, deren bereinander angeord-

Von den prsentierten Knstlerbchern fllt besonders That Persons


Workbook (2007) auf. In fliessend
organischen Formen, die an Kalligrafie
erinnern, fasst Matt Mullican seine an
Performances unter Hypnose gemachten Erfahrungen zwischen 1997 und
2007 zusammen. In einer ganz anderen
Bildsprache ist das Comic-Heft In the
Crack of the Dawn (1991) gestaltet.
Hier sind es massive, an Baukltze erinnernde Architekturen, die er in einer
dynamisch klaren Farbensprache darstellt. Fr den Ringier-Verlag hat der
Knstler 2004 ein Jahrbuch mit einer
Auswahl aus dem Ringier-Fotoarchiv
gestaltet. Wie bei den Frottagen steht
hier das Enzyklopdische, der uferlose
Bilderkosmos, im Mittelpunkt. 2014
realisierte Matt Mullican fr die Edition Cestio einen exklusiven Grafikverlag, das Blatt Cosmology, Subject,
Model. Es handelt sich dabei um einen
Linoldruck, kombiniert mit lkreideFrottagen, der hnlich wie die Bltter
aus der Edinburgh Enyclopaedia ein
ganzes Universum von organischen
Formen enthlt.
Ergnzend dazu zeigen die Gangvitrinen der Ausstellung Drucke der Edition Cestio. Da entdeckt man etwa den
Holzschnitt Grosser Waldweg von
Franz Gertsch: eine Symphonie in Grn
mit den unregelmssig verteilten hellen
Punkten der Lichtreflexionen im Wald.
Cecile

Hummel ist mit einer Zinkografie aus der Serie Ostia in grnen und
erdigen Tnen vertreten, whrend die
Lithografie von Silvia Buonvicini in
kraftvollen Strichen Insekten- und Vogelmotive zeigt. Martin Assigs Aquatinta Alles noch vor mir zeigt den
Knstlerkopf, umrahmt von einem Kaleidoskop aus Farben und Formen, das
ihn gleichzeitig schtzt und bedrngt.
Zrich, ETH, Graphische Sammlung, bis 29. Mrz.

Die Farben der Dunkelheit

Gang durch die Tradition

Die Mark Lanegan Band im Klub Plaza

Urauffhrung von Isabel Mundrys Cellokonzert in der Tonhalle

Markus Ganz V Wenn Mark Lanegan


am Freitagabend zuerst gesprochen htte, wren wohl selbst einige seiner eingefleischten Fans zusammengezuckt
und htten sich gedacht: Wenn dieser
Mann nur nicht singen msste. Die
wenigen Worte, die der 50-jhrige Musiker zwischendurch ans Publikum im
ausverkauften Plaza richtete, zerbrckelten regelrecht und waren kaum verstndlich. Doch der Snger aus Seattle
begann sein Konzert singend, zunchst
nur von einem Gitarristen begleitet.
Sorgfltig formte er mit seinem mchtigen dunklen Bariton jedes Wort von
When Your Number Isnt Up, dem
Erffnungsstck des grossartigen Albums Bubblegum von 2004. Deshalb
konnte man dem Text bestens folgen,
auch bei den meisten der folgenden
Songs. Die vielen Facetten seines brchig-rauchigen Timbres verstrkten die
Wirkung der Worte noch, verliehen
ihnen Tiefe und Glaubwrdigkeit.
Um was es meistens geht, liessen
schon viele Titel der gespielten Songs
erkennen, die hauptschlich von den
Alben Phantom Radio (2014) und
Blues Funeral (2012) stammten. Ob
Judgement Time, The Gravediggers
Song oder Gray Goes Black: Die
Stcke handeln von den dunklen Seiten
des Lebens. Doch Mark Lanegan brach-

te mit der Intensitt seines Gesangs


auch eine trstliche Wrme hinein, passend zur Zeile black is a color, wie er
im neuen Stck Harvest Home sang.
Mit diesem Song gewann das Konzert
auch an Tempo und rockiger Wucht,
was vom Publikum ebenso begeistert
quittiert wurde wie der Klassiker Hit
The City. Mark Lanegan zeigte sich jedoch nie als prgnanter Rocksnger,
wie er es einst bei der Grunge-Band
Screaming Trees getan hatte, behielt
stets eine gewisse Brchigkeit bei.
So stark die meisten dieser Rocksongs vom Geist des Folk und des Blues
durchzogen sind, so haben bei den
neueren Stcken elektronische Sounds
Einzug gehalten, auch live. Was bei
Ode To Sad Disco eher ironisch wirkte, bereicherte die Songs von Phantom
Radio mit neuen Klangfarben. Dies
gelang auf dem Album so gut, dass Kollegen wie UNKLE und Moby Remixe
der Songs anfertigten, die krzlich auf
dem Album A Thousand Miles Of
Midnight verffentlicht wurden. Das
letzte Stck des Konzerts, The Killing
Season, klang schon fast wie einer dieser Remixe und htte sich durchaus zum
Tanzen geeignet wer htte das bei
Mark Lanegan je gedacht?
Zrich, Plaza, 6. Mrz.

Thomas Schacher V Das Beste beim


jngsten Konzert des Collegium Novum
unter der Leitung von Emilio Pomarico
`
waren nicht die einzelnen Stcke, sondern die Art, wie sich diese aufeinander
bezogen. Wege Stationen hiess die
Klammer, welche die vier Kompositionen miteinander verband. Damit war
einerseits das Wandern im wrtlichen
Sinn gemeint, wie in Luigi Dallapiccolas
Stck Piccola musica notturna, dessen vorangestelltes Motto mit den Worten Ich wandere in diesem alten Dorf
allein, wie ein Gespenst endet. Darber hinaus konnte man diese Kompositionen unschwer als Auseinandersetzungen mit einzelnen Stationen der
Musikgeschichte begreifen.
Im Zentrum des Interesses stand die
Urauffhrung eines Konzerts fr Cello
und Ensemble von Isabel Mundry, das
diese im Auftrag des Collegium Novum
komponiert hatte. Die Tatsache, dass es
sich um ein dreistziges Cellokonzert
handelt, erweckte zwangslufig Erwartungshaltungen betreffend historische
Satztypen, Formmodelle oder Tongebung. Die Komponistin, die eine Professur an der Zrcher Hochschule der
Knste innehat, erklrt offen, dass sie
mit
solchen
Erwartungshaltungen
spielt. Sie erfllt sie einerseits, aber sie
widersteht ihnen auch.

Im ersten Satz hatte die Solistin Martina Schucan einen schweren Stand: Obwohl sie meistens sehr virtuose Passagen zu spielen hatte, wurde sie vom
Ensemble oft zugedeckt. Im zweiten
Satz dagegen stand das Cello klar im
Vordergrund und zeigte immer wieder
Anstze zum Espressivo eines langsamen Satzes. Der dritte Satz gab der
Solistin zunchst Gelegenheit zu zusammenhngendem und virtuosem Spiel,
bevor dann am Schluss starke Verfremdungselemente das Fenster in die Vergangenheit wieder schlossen.
Auch Mundrys Ensemblestck Non
mesure mit Louis Couperin I setzt
sich mit der Tradition auseinander, konkret mit einem rhythmisch offen notierten Cembalostck des Barockkomponisten. Querverbindungen taten sich da
zu Hans Zenders Adonde/Wohin?

fr
Sopran, Violine und Ensemble auf. Zender verbindet darin Schnbergs Kammersinfonie, Debussys offene Formen,
Mikrotonalitt oder die mystischen Texte von Juan de la Cruz zu einem unverwechselbaren Ganzen. Die Sopranistin
Catriona Bhler und die Geigerin Rahel Cunz vergegenwrtigten die Unio
mystica von Seele und Erlser in ergreifender Art.
Zrich, Tonhalle, 6. Mrz.

Ein Mitleiden
mit Leidenschaft
Das Ensemble Concerto Romano
Michelle Ziegler V Das Ensemble Concerto Romano trgt den Fokus seines
Interesses bereits im Namen mit: die
Stadt Rom. Es fhrt mit seinen Konzerten und Aufnahmen mitten in die brodelnde, aufblhende RenaissanceStadt. Seine historischen Erkundungsgnge ermglichen Einblicke in verschiedene soziale Kontexte und Rume,
in denen im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert in Rom Musik erklang.
Im ersten von drei Auftritten beim Festival Alte Musik Zrich konzentrierte
sich das Ensemble auf die musikalische
Tradition der Karwoche in Rom und
deren Auseinandersetzung mit dem Leiden Jesu.

Ausdruck des Leidens


Traditionsgemss versammelte man sich
in Rom am Grndonnerstag, Karfreitag
und Karsamstag nachts zum Gesang der
Trauermette. An deren klar geregelten
Folge von Psalmen, Lesungen und Responsorien orientierte sich Concerto
Romano im ersten Konzertteil mit einer
gesungenen Lesung Giovanni Pierluigi
da Palestrinas, auf die ein Psalm und
Responsorien fr verschiedene Tage
der Karwoche folgten. Wie eindringlich
diese mehrstimmigen Gesnge wirken
knnen, zeigte das achtstimmige Responsorium Plange quasi virgo aus
anonymer Quelle, dessen Kern die Worte Denn es kommt der grosse Tag des
Herrn, der sehr bittere bilden.
Daneben prsentierte das Programm
gemss dem Fokus des Ensembles und
seines Leiters Alessandro Quarta auch
Komponisten, die im historischen Rckblick meist im Schatten anderer Zeitgenossen stehen. An den Kompositionen des wirkungsgeschichtlichen Kolosses Palestrina konnte das Schaffen seiner mehr oder weniger beachteten Vorgnger und Weggefhrten gemessen
werden. Die Reise ging von Cristobal

de
Morales, Palestrinas Vorgnger im Kollegium der Sixtinischen Kapelle, aus
und fhrte zu seinem Nachfolger Ruggero Giovanelli und zu Lorenzo Ratti,
dessen Motetten Quarta in rmischen
Bibliotheken entdeckt hatte und in diesem Konzert erstmals zur Auffhrung
brachte. Mit sauberer Intonation und
geballter Energie brachte das Ensemble
schliesslich Bewegung in seine eigene,
reich verzierte Version von Gregorio
Allegris bekanntem Miserere mei.

Motto Passion
Mit diesen Entdeckungen und kurzweiligen Einblicken in vergangene Traditionen erffnete Concerto Romano die
Frhlingsausgabe des Festivals Alte
Musik Zrich, das am kommenden Wochenende weiteren Spielarten des Mottos Passion nachgehen wird. Beteiligt
werden nebst Studierenden auch die
beiden Ensembles Peregrina und Les
Flamboyants sein.
Zrich, Kirche St. Peter, 6. Mrz. Festival Alte Musik
bis 15. Mrz. Informationen unter www.altemusik.ch.

JETZT
Lesung
Dieter Bachmann liest am Montag in
der Buchhandlung im Volkshaus aus
seinem neuen Roman Die Grten der
Medusa (Limmat-Verlag, erscheint
diesen Monat). Es handelt sich dabei
um eine ebenso sonderbare wie bunte, witzige wie nachdenklich-melancholische, zweifellos aber eminent gedankenreiche, berraschende und unterhaltsame literarische Expedition.
Moderiert wird der Abend von Magnus Wieland (Schweizerisches Literaturarchiv, Bern). sru.
Zrich, Buchhandlung im Volkshaus, Katakombe
(Stauffacherstr. 60), 9. 3., 19.30 h.

www.nzz.ch/nachrichten/kultur

MEINUNG & DEBATTE

16

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

OUT OF AFRICA

Starke Frauen, Zuversicht


und Selbstvertrauen

Ruedi Lthy

LAUREN FLEISHMAN

FOTO-TABLEAU: VOM WESEN DER LIEBE 1/5


Einander zu lieben und zu ehren, bis der Tod uns scheidet was bedeutet dieses Versprechen noch in einem Zeitalter, da
man sich zgerlicher bindet und leichter trennt als einst? Die amerikanische Fotografin Lauren Fleishman hat die Antwort bei
Paaren gesucht, die fnfzig Jahre und lnger miteinander verheiratet sind. Liebe heisse, respektvoll miteinander umzugehen,
sagen Moses und Tessie Rubenstein; Streit kennt das Paar nicht Meinungsunterschiede werden im Gesprch beigelegt.

ZUSCHRIFTEN VON LESERINNEN UND LESERN

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Die WEA-bung
abbrechen
Das Projekt Weiterentwicklung der Armee (WEA) befindet sich seit Jahren
im Labor, schreibt Rene Zeller im Vorfeld der parlamentarischen Debatte im
Stnderat (NZZ 6. 3. 15). Innert zwanzig
Jahren wird nun dem Parlament die
vierte Armeereform vorgesetzt. Warum? Weil die frheren Reformen versagt
haben! Wer ist fr diese Schwchung
unserer schweizerischen Sicherheitspolitik verantwortlich? Es sind dies die brgerlichen Konsenspolitiker, welche
dem Souvern mit einer realistischen
Kompromiss-Armee noch immer Sand
in die Augen streuen. Dazu gehrt auch
die Schweizerische Offiziersgesellschaft,
welche Schande! In der Sicherheitspolitik gibt es keine Kompromisse, sie vertrgt keine Halbheiten. Da ist sogar den
Linksparteien in der Argumentation
recht zu geben, obwohl diese Reihen
andere Ziele verfolgen. Die Vorlage ist
konzeptlos und fehlgeleitet. Die Losung
muss lauten: WEA halt, bung abgebrochen!
Beda Dggelin, Zrich

Altersdurchmischtes
Lernen umstritten
Die Zumiker Schulpflege (NZZ 2. 3. 15,
Unruhe in den Klassen) fhrt als Vorteile altersdurchmischten Lernens aus, die
Team- und Sozialkompetenz werde gefrdert, die Kinder seien selbstndiger und
es herrsche weniger Leistungsdruck. Insbesondere Letztgenanntes als Vorteil zu
sehen, ist nur in einem Land mglich, wo
Wohlstand und Prosperitt als gottgegeben erachtet werden und Leistung den
negativen Beigeschmack von Schweissflecken in den Achselhhlen hat.
Christian Huber, Pfffikon (ZH)
Erstaunt sind wir ber die von der Schulpflege Zumikon erwhnte Studie, wonach dem Unterricht in altersdurchmischten Klassen vor allem im sozialen
Bereich Vorteile bescheinigt werden.
Als Lehrkrfte von altersdurchmischten

Klassen haben wir uns in den letzten Jahren intensiv mit dieser Thematik auseinander gesetzt. Dabei kommt man unter
anderem nicht an der vielbeachteten
Hattie-Studie (NZZ 26. 7. 14, Versuchslabor Volksschule) und der Evaluation
zur Grundstufe/Basisstufe der EDK-Ost
vorbei, welche beide klar zu einem anderen Schluss kommen. Weshalb Befrworter von altersdurchmischten Klassen
trotzdem von Vorteilen im sozialen Bereich berzeugt sind, bleibt ein Rtsel.
Reto Lang, Herrenschwanden,
Hermann Wegmller, Gmligen

Es gibt die Gruppe wie unsere Familie,


die mit dem Fluglrm leben kann und
die von der Gemeinde Zumikon mit all
ihren Vorzgen begeistert ist. Dann
gibt es eine indifferente Gruppe von beruflich mobilen und international ttigen Personen, welche den Lrm strend
finden, die aber die Vorzge eines
nahen Flughafens sehr wohl schtzen.
Und es gibt die unverdrossenen Kritiker, die heute noch immer die in die
Jahre gekommenen gelben Fahnen
hochhalten.
Mit dem Thema Schule verhlt es sich
genau gleich. Es gibt die Kritiker, klare
Verfechter des neues Schulsystems, und
es gibt die Gruppe derjenigen, denen es
egal ist. Fr uns als Familie mit zwei
schulpflichtigen Kindern in der Unterund Mittelstufe in Zumikon zhlt nur
etwas: Die Kinder mssen gerne in die
Schule gehen und Freude am Lernen
haben. Das tun sie jeden Tag mit Begeisterung! Die Schule macht (fast) alles
richtig und hat das Vertrauen unserer
Familie. Strend und bemhend ist der
Lrm der unzufriedenen (besorgten) Eltern und Rentner, die mit einem professionell aufgezogenen Kommunikationsmanagement versuchen, das Rad zurckzudrehen und in der Bevlkerung
sowie in den Medien ein miserables Bild
der Schule zeichnen.
Nicht erwhnt werden die grossen
Bemhungen und Anstrengungen der
Lehrerschaft, die das neue Schulsystem
tagtglich umsetzt. Zumikon hat nun
einmal das altersdurchmischte Lernen.
Finden wir Eltern uns damit ab und
machen das Beste daraus. Widerstand
bindet nur unntige Ressourcen, lsst
Freundschaften in die Brche gehen und

trgt den Schulstreit in die Klassen, wo


er nichts zu suchen hat. Den Kindern ist
es nmlich egal, ob in der Schule nun
AML, ASL, ADL oder was auch immer
unterrichtet wird.
Andreas Brgger, Zumikon

Service public
in den Medien
In der NZZ vom 28. Februar berichtet
Rainer Stadler von einer weiteren Anhrung der Eidgenssischen Medienkommission, wo die unterschiedlichen
Interessen von Journalisten und Verlegern bei der zuknftigen Ausgestaltung des Service public zur Sprache
kamen. Dabei soll Tamedia-Prsident
Pietro Supino die berechtigte Frage
Was wrde tatschlich fehlen, wenn es
keinen Service public gbe? gestellt
haben. Die Frage blieb offenbar unbeantwortet. Die Antwort auf diese Frage
ist jedoch auch im Vorfeld der Abstimmung ber die Finanzierung des Service
public von kardinaler Bedeutung.
Der Schweizerische Gewerbeverband, als Initiant des Referendums, bekmpft die Billag-Mediensteuer vor allem mit dem Argument der Doppelbesteuerung. Es ist in der Tat nicht einzusehen, warum Firmen auch noch besteuert werden sollen, wenn ja bereits alle
ihre Mitarbeiter unabhngig davon, ob
sie das Service-public-Angebot berhaupt nutzen eine Mediengebhr zu
entrichten haben. Aus Sicht des Brgers
und der Medienkonsumenten interessiert aber vor allem die Beantwortung
der vom Tamedia-Prsidenten gestellten
Frage. Dabei ist es wichtig, zu erkennen,
wohin die technische Entwicklung und
die Bedrfnisse und Mglichkeiten der
Mediennutzung gehen: Das Internet beginnt, alle Medien zu dominieren.
Der Konsument will Konnektivitt,
will heissen: unmittelbaren Zugriff auf
alle Informationen in allen Formen (Text,
Audio, Video) zu jeder Zeit an jedem
Ort. Mit der zunehmenden Penetration
des Internets haben die staatlichen Radio- und TV-Netzwerke und damit auch
ein Service public bald einmal ausgedient. Deshalb soll sich der Staat endlich
aus der Medienproduktion weitgehend

Am letzten Dienstag war bei uns in der Newlands Clinic in


Harare ein besonderer Tag: Wir konnten unser neues Zentrum fr Frauengesundheit erffnen. Dies nach vielen Monaten Planung, Umbau und nicht immer einfachen Verhandlungen mit den Behrden. Dass wir in unserer Klinik ein solches
Zentrum erffnen, hngt einerseits mit der HIV-Krankheit,
andererseits mit der weiten Verbreitung von humanen Papillomaviren zusammen. Einige dieser Viren verursachen
nebst anderen Tumoren Gebrmutterhalskrebs. Sie werden
durch Geschlechtsverkehr bertragen, und man findet sie bei
bis zu 80 Prozent der sexuell aktiven Frauen auf der ganzen
Welt. Gesunde Frauen knnen das Virus meistens nach kurzer
Zeit abwehren, die Schwchung des Immunsystems durch
HIV verhindert dies. Das Nebeneinander von HIV und Papillomavirus-Infektion ist der Grund, dass in Entwicklungslndern Gebrmutterhalskrebs die hufigste Krebsart ist, denn
leider sind gynkologische Screening-Untersuchungen und
die HPV-Impfung in unseren Regionen selten.
Seit 2011 bieten wir deshalb fr unsere Patientinnen kostenlose gynkologische Untersuchungen und Behandlungen
mit einfachen Methoden an. Unsere Statistik ist alarmierend:
Rund ein Drittel unserer Frauen weist Vorstufen von Gebrmutterhalskrebs auf! Bis vor kurzem standen uns fr die gynkologische Untersuchung und Behandlung von mehr als 2000
Patientinnen nur zwei kleine Rume zur Verfgung. Dank
einem bedeutenden Legat konnten wir nun das Haus unmittelbar neben der Klinik erwerben und zu einem Zentrum fr
Frauengesundheit umbauen. Dort knnen wir pro Jahr mindestens 3000 Patientinnen behandeln. Gleichzeitig wollen wir
zwei weitere Aktivitten anbieten: Familienplanung und Diagnostik und Behandlung von Geschlechtskrankheiten fr
unsere Patientinnen und ihre Partner.
Damit knnen wir zustzlich Mdchen und Frauen vor ungewollten Schwangerschaften schtzen, die grosse Zahl von
unerkannten Geschlechtskrankheiten reduzieren, was sich
wiederum positiv auf die bertragung von HIV auswirkt. Es
ist tatschlich so: Die Frauen stehen in der sozialen Hierarchie
zuunterst, tragen aber in der Regel die Hauptlast in der Familie: Sie kmmern sich um die Kinder, sorgen dafr, dass die
Familie ein Dach oder zumindest eine Plasticblache ber dem
Kopf hat, und versuchen mit ein paar Dollars pro Tag die
Familie zu ernhren. Oftmals ist ihnen der Mann falls er
noch lebt keine grosse Hilfe, sei es, weil er im nahen Ausland
arbeitet oder weil er gemss traditionellem Frauenbild der
Meinung ist, dies sei Aufgabe der Frau.
An der Erffnungsfeier am letzten Dienstag haben wir
stellvertretend fr Tausende von Frauen hier eine bewegende Geschichte einer 43-jhrigen Witwe gehrt. Sie ist
arbeitslos und verdient mit Frchteverkufen am Strassenrand ein paar Dollars am Tag. Vor drei Jahren stellten wir bei
ihr eine Vorstufe von Gebrmutterhalskrebs fest. Diese
wurde mit Kltetherapie korrekt behandelt, jedoch trat bereits nach 6 und erneut nach 12 Monaten ein Rckfall auf. In
einer solchen Situation kommt nur noch eine Totaloperation
der Gebrmutter infrage. Dafr fehlte aber das Geld, denn die
operativ ttigen Kollegen muss man hier im Voraus bar bezahlen. Dank einem Notfallfonds aus der Schweiz konnten wir
das Honorar und die nachfolgende Bestrahlung bezahlen.
Whrend sie ihre Geschichte erzhlte, wurde wohl allen
Anwesenden bewusst, dass nur eine konsequente gynkologische Vorsorge Aussicht auf Erfolg hat. hnlich verhlt es sich
mit ungeplanten Schwangerschaften bei meist alleinstehenden Mdchen und jungen Frauen, die in ihrem Unwissen um
Verhtung von jngeren, aber vor allem von lteren Mnnern
ausgentzt und im Stich gelassen werden. Im neuen Zentrum
fr Frauengesundheit mchten wir Frauen und Mdchen besser mit Beratung und Therapieangeboten untersttzen und,
sofern wir ihre Partner berzeugen knnen, auch diesen dasselbe Angebot vermitteln. Vor kurzem allerdings noch im
Garten des neuen Zentrums haben wir fr Mdchen und
junge Frauen einen Workshop ber Sexualitt durchgefhrt.
Ich war natrlich nicht zugelassen. Am Ende berichteten mir
beide Diskussionsleiterinnen ihr unfassbares Erstaunen ber
die Naivitt und Dankbarkeit der jungen Zuhrerinnen. Ich
bin zuversichtlich, dass wir neben den medizinischen Ttigkeiten im neuen Zentrum vielen Frauen auch Zuversicht und
Selbstvertrauen vermitteln knnen.
.............................................................................................................................

Ruedi Lthy lebt seit elf Jahren in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, wo er eine
Klinik fr mittellose HIV-Patienten aufgebaut hat.

zurckziehen, auch wenn dies den meisten Politikern nicht passt. Die bestehenden und neuen privaten Medienunternehmer sind in der Lage, innovative
Medienprodukte auf den Markt zu bringen. Qualitt im Journalismus kann nicht
staatlich verordnet werden. Dort, wo
mglicherweise der Bercksichtigung
der verschiedenen Kulturen in unseren
Landesteilen zu wenig Beachtung geschenkt wrde, knnte der Staat immer
noch mit gezielten, auf Ausschreibungen
basierenden Programmauftrgen
Inhaltslcken schliessen.
Jrg Dangel, Ksnacht

AN UNSERE LESERINNEN
UND LESER
Wir danken allen Einsenderinnen und Einsendern von
Leserbriefen und bitten um Verstndnis dafr, dass wir
ber nicht verffentlichte Beitrge keine Korrespondenz
fhren knnen. Kurz gefasste Zuschriften werden bei
der Auswahl bevorzugt; die Redaktion behlt sich vor,
Manuskripte zu krzen. Jede Zuschrift muss mit der
vollstndigen Postadresse des Absenders versehen sein.
Redaktion Leserbriefe
NZZ-Postfach
8021 Zrich, Fax 044 252 13 29
E-Mail: leserbriefeNnzz.ch

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Whrend meiner Amtszeit als Bundesrat habe ich


der direkten Demokratie die Reverenz an wichtigsten Ereignissen stets erwiesen. Beim Durchstich des
Gotthardbasistunnels verkndete ich in die Kameras aller Welt: Der heutige Tag beweist, wie nachhaltig, wie konsequent, wie effizient unsere direkte
Demokratie ist, wenn alle Betroffenen beteiligt,
wenn mit ihnen Kompromisse gesucht und gefunden werden, wenn sich also auch Minderheiten in
den Beschlssen wiedererkennen. Dann mssen sie
nicht auf Proteste und Demonstrationen ausweichen, dann kann die Demokratie Berge versetzen.
Bei meinem Rcktritt zumindest fr mich ein
wichtiges Ereignis bekannte ich: Ich habe in meiner Amtszeit kein besseres politisches System kennengelernt als unsere direkte Demokratie. Ich habe
aber auch kein anspruchsvolleres System kennengelernt. Heute, vier Jahre nach dem Rcktritt, sehe
ich unsere Demokratie aus einem etwas anderen
Blickwinkel. Das hat einerseits mit mir zu tun. Im
Amt selber zeichnete ich, vor allem an eidgenssischen Festanlssen, das Idealbild einer direkten
Demokratie, wie ich es mir wnsche, und erlag
gleichzeitig meinen eigenen Beschwrungen und
glaubte, sie entsprchen der Wirklichkeit. Eine
Identifizierung mit dem Amt kann die Unterscheidung von Wunsch und Wirklichkeit zuweilen trben, und ein neuer Standpunkt vermittelt eine kritischere Sicht.
Es hat sich zudem in der Zwischenzeit auch der
ffentliche Umgang mit unseren demokratischen
Instrumenten gewandelt: Es gibt mehr Initiativen,
ihr Inhalt ist qualitativ anders, und die Stimmbrger
folgen neuen Kriterien, wenn sie abstimmen. Das ist
nicht etwa die alte Leier, frher sei alles besser gewesen, die Demokratie, die Bundesrte und die Zukunft. Jede Demokratie muss sich ndern, sonst verkommt sie zum leblosen Ritual.
In Deutschland darf ich relativ hufig zu unserer
direkten Demokratie sprechen. Ich veranschauliche
jeweils den Unterschied unserer beiden Demokratien mit zwei Mauerinschriften: An der Uni Zrich
prangt seit 175 Jahren: DURCH DEN WILLEN
DES VOLKES. Am Deutschen Bundestag steht
seit 1916, also seit wesentlich krzerer Zeit, mit etwa
den gleichen Buchstaben: DEM DEUTSCHEN
VOLKE. Ein Mal, so fhre ich in Deutschland aus,
seien die Stimmbrger das Subjekt, das andere Mal
ein Dativobjekt. Willy Brandts Mehr Demokratie
wagen stelle ich als ngstlich und zgerlich, aber
auch als etwas gnnerhaft infrage. Die Schweizer
Stimmbrger lobe ich als gewissenhafte Citoyens,
die stndig die politischen Antennen ausgefahren
htten, sich permanent ber alle Staatsgeschfte
orientieren und die Folgen ihrer persnlichen
Stimmabgabe hauptschlich nach rationalen Kriterien erwgen.
Bedenken, die mich schon whrend der Amtszeit
plagten, verschweige ich nicht: Unsere Referendumstauglichkeit einer Vorlage fhrt zur Schere im
Kopf manch eines Politikers, der deshalb von kh-

Die Verabsolutierung
einer Mehrheitsmacht
muss im Sinne der
Demokratie selber
begrenzt bleiben.
nen Wrfen absieht. Ich selber habe das an mir beobachtet, als ich mich an Ideen wie neun Bundesrten oder einem Bundesprsidium von zwei oder
mehr Jahren schlicht nicht beteiligt habe, weil ich
eine Volksabstimmung als aussichtslos einschtzte.
Von der realpolitischen Einschtzung zum Opportunismus ist es ein kurzer Weg, den die inflationren
Meinungsumfragen zustzlich ebnen.
Ein weiterer gravierender Mangel unter dem
republikanischen Aspekt einer Demokratie ist die
sehr restriktive Einbrgerungspolitik, die unter
anderem dazu fhrte, dass viele Muslime, die hier
wohnen und arbeiten, nicht ber die Minarettinitiative abstimmen konnten. (Dass die Sklaven in der
griechischen Demokratie keine Stimme hatten,
wurde dort auch als selbstverstndlich angesehen.)
Diese Mngel knnten durch die nderung der
Praxis oder einzelner Gesetze behoben werden.
Was mich mehr beschftigt, sind tiefer liegende politische Vernderungen. Demokratie ist mehr als eine
Organisationsform. Hanna Ahrendt schrieb, mit
dem Tod von Sokrates sei die attische Demokratie
gestorben. Ein menschenverachtendes Staatswesen
kann keine Demokratie sein. Wir haben alle auch
inhaltliche Anforderungen an eine Demokratie. Wir
wollen sie als eine gute Staatsform verstehen, sonst
mgen wir nicht mehr von Demokratie reden, selbst
wenn es Volksabstimmungen gibt: Die Minderheiten sollen geschtzt sein. Die Mehrheit der Stimmbrger hat nicht unumschrnkte Macht. Ein Staat,
der kein Rechtsstaat ist, ist auch keine Demokratie.
Niemand vertritt die Auffassung, ein Gerichtsurteil
solle durch das Volk ergehen. Und: Knnten wir uns
wirklich noch eine Demokratie nennen, wenn wir

MEINUNG & DEBATTE

17

Neu Zrcr Zitung

Von der Idealisierung


zur Ernchterung
Demokratie wollen wir als gute Staatsform verstehen. Doch die Entwicklung
in unserem Land luft diesem Ideal zuwider. Um uns ihm wieder zu nhern,
sollten wir Transparenz der Finanzierung schaffen und den demokratischen
Diskurs frdern. Gastkommentar von Moritz Leuenberger

zur EMRK austreten wrden? Mit Demokratie verbinden viele weit mehr als einen staatsrechtlichen
Begriff, nmlich ein Prinzip, das die Wrde und das
Selbstbestimmungsrecht der Menschen zum Inhalt
hat. So hren wir, die Herrschaft von Google und
Facebook zeige den Tod der Demokratie an. Das
hat etwas, denn unsere Identitt wird ja nicht in erster Linie durch den Staat geprgt, sondern durch
alle Lebensumstnde. Diese werden auch von globalen Kommunikationskonzernen bestimmt.
Aber bleiben wir bei der Staatsform: Wie weit
reicht die Herrschaft des Stimmvolkes? Wer ist
dafr? Wer ist dagegen Demokratie ist ein Segen:
So geisselte Thomas Hrlimann bei den Einsiedler
Festspielen eine rein formale Abstimmungsdemokratie. Oder: Die lsterne Menge wurde gefragt:
Was mache ich mit diesem Mann? Ans Kreuz,
ans Kreuz!, schrie sie, und Pontius Pilatus wusch
sich danach die Hnde in Unschuld.
Demokratie darf nicht zur Mehrheitsdiktatur
werden. Eine Demokratie ist nicht eine Pyramide,
auf deren Spitze das Volk zuoberst thront, sondern
ein Wechselspiel zwischen Parlament, Gericht, Regierung und Volk, so der Staatsrechtler Jrg Paul
Mller. Bundesprsidentin Sommaruga hat ihre
Antrittsrede diesem Gedanken gewidmet: Sie hat
die Demokratie mit einem Orchester und die
Stimmbrger mit einem Chor verglichen. Ich wrde
dem beifgen, dass zu jeder Musik durchaus auch
Disharmonien und Dissonanzen gehren. Dennoch
veranschaulicht das Bild des Orchesters: Eine Initiative ist auf das Zusammenspiel mit vlkerrechtlichen Verpflichtungen und mit allen Teilen der
Bundesverfassung angewiesen und kann sich nicht
ohne weiteres darber hinwegsetzen.
Wir kennen kein Verfassungsgericht. Deswegen
liegt es in der Verantwortung von Bundesrat und
Parlament, die Zulssigkeit einer Initiative gewissenhaft zu prfen und sie allenfalls fr ungltig zu
erklren (was allerdings in erster Linie Aufgabe derjenigen wre, die eine Initiative formulieren). Bis
jetzt wollte man im Zweifel eine Abstimmung ermglichen und hoffte, die Stimmbrger wrden das
notwendige Zusammenspiel mit bergeordneten
Normen bercksichtigen. Wird eine Initiative angenommen, muss anschliessend fr die Umsetzung ein
Ausgleich mit der bestehenden Verfassung oder
dem Vlkerrecht gesucht werden. Wird diese Austarierung unterbunden etwa mit der sogenannten
Durchsetzungsinitiative , fhrt das zu einer Verabsolutierung des Volksmehrs zulasten stabilisierender Ausgleichsmechanismen. Ein gleiches Vorgehen wird bei der Masseneinwanderungsinitiative
angedroht. Ein parlamentarischer Vorstoss fordert
ein Vetorecht gegen bundesrtliche Verordnungen.
Das alles entspricht nicht einer guten Demokratie, nicht einer ausgleichenden, stabilen und
nachhaltigen Staatsform. Die Verabsolutierung einer Mehrheitsmacht muss im Sinne der Demokratie
selber begrenzt bleiben. Das ist nicht einmal nur ein
Anliegen der Demokratie. Machiavelli hat einst die
Ideen gezeichnet, wonach ein Staatsmann eine
Staatsform schaffen msste, die alle Minderheiten
bercksichtigt; danach msste er, um nicht dominant zu werden, abtreten.
Es geht um mehr als Minderheitenschutz und
schon gar nicht um Quoten, obwohl wir solche kennen, zum Beispiel, wenn der bernische Jura einen
Sitz in der Regierung zugesichert bekommt. Es geht

um den inhaltlichen Einbezug von Minderheiten,


darum, ihre Anliegen so aufzunehmen, dass sie ihre
Haltung im Schlussentscheid wiedererkennen knnen. Dem dienen das Vernehmlassungsverfahren,
die Rotation von Prsidien in Regierungen und
Kommissionen sowie das Kollegialittsprinzip. Sie
sind Bestandteil unserer Konsensdemokratie, die
eine Machtballung verhindern will. Das proportionale Wahlverhalten in kantonalen Majorzwahlen
zeigt, dass der Einbezug von Minderheiten durchaus verinnerlicht ist. Im Kanton Graubnden ist die
sprachliche Minderheit der Rtoromanen in Abstimmungen geschtzt worden, obwohl eine Mehrheit deutschsprachig war. Die Pauschalbesteuerung
wurde im Kanton Zrich verworfen, jedoch in Solidaritt mit den Bergkantonen als eidgenssische
Lsung akzeptiert. Umgekehrt wurde mit der Minarettinitiative eine Religionsgemeinschaft diskriminiert. Auch die Ausschaffungsinitiative birgt Unmenschlichkeiten, wrde sie wrtlich umgesetzt.
Und dass in der gegenwrtigen Sprachendifferenz
um das Frhfranzsisch in der Romandie eine eidgenssische Abstimmung aus Angst gescheut wird,
man wrde berstimmt, zeigt, wie auch bei uns Minderheiten um ihre Stellung bangen.
Der Demokratie wohnt eine Tendenz zum Egoismus der Mehrheit inne. Das Streben nach dem eigenen Glck ist in demokratischen Verfassungen ausdrcklich verankert. Verwirklicht eine Mehrheit
ihre individuelle Freiheit, verkommt das zu Egoismus und gefhrdet die Minderheiten, Schwache und
knftige Generationen. Vorlagen, die einen Verzicht auf bisherige Rechte und Ansprche verlangen, wie etwa Reformen der Sozialversicherung
oder ein neues Verhalten gegenber der Umwelt,
haben es besonders schwer. Der Anspruch auf individuelle Mobilitt kostete die Grnen in Deutschland viele Stimmen, weil sie die Idee eines Benzinpreises von 5 Euro thematisierten. Die Energie-

So wird die
Verantwortung nach
oben abgeschoben: Die
da oben finden schon
eine Lsung.

in anderen politischen Systemen unbewusst bernehmen. Wir bewundern die Effizienz im Bildungsoder Bauwesen in Asien. Die Tatsache, dass dort in
Diktaturen Menschenrechte verletzt werden, blenden wir aus. Auch das Verhalten der Staatsbrger in
reprsentativen Demokratien rezipieren wir. So wie
in Frankreich Plebiszite weniger der Sache (EUVertrag) als dem Staatsprsidenten (Chirac) galten,
so stimmten in der Schweiz linke Frauen fr die
Minarettinitiative, weil die Frau im Islam unterdrckt werde. Fr die Masseneinwanderungsinitiative wurde offenbar gestimmt, weil es zu eng sei in
der S-Bahn und weil berhaupt ein Dichtestress
herrsche. So wird die Verantwortung nach oben abgeschoben: Die da oben finden schon eine Lsung. Das ist leicht fr die Stimmbrger. Sie knnen ja nicht abgewhlt werden.
Wir lassen uns von professionellen Populisten
eine Classe politique aufschwatzen, die unsere Feindin sei. Wir lassen uns in eigentlichen Plebisziten
zum Wutbrger degradieren, wo uns doch die Verfassung als Staatsbrger sieht und ein verantwortungsvolles Abstimmungsverhalten voraussetzt.
In Initiativen werden Glaubensbekenntnisse verpackt statt konkrete Anliegen. Konflikte mit dem
Vlkerrecht werden in Kauf genommen, ja gesucht.
Das war schon bei der Alpeninitiative der Fall, wo
dann aber Hand geboten wurde zu einem Kompromiss, der dem Wortlaut der Verfassung nicht entsprach. Bei der Masseneinwanderung wird diese
Hand vorlufig nicht gereicht. Das alles fhrt dazu,
dass sich die Verfassung von der gelebten Politik
unterscheidet, weil die Anliegen gar nicht umzusetzen sind (Verwahrung, Alpeninitiative usw.). Das
wiederum bewirkt eine Politikverdrossenheit: Die
machen ja doch, was sie wollen.
Die Instrumente der Initiative und des Referendums sind fr Minderheiten geschaffen worden,
nicht fr Parteien, die selber in der Regierung vertreten sind. Heute ist es gang und gbe, dass die
grossen Parteien sich ihrer dennoch bedienen. Die
SP tat dies schon seit langer Zeit, weil sie sich als
Minderheit betrachtete, auch nachdem sie in der
Regierung vertreten war. Fr dieses Doppelspiel
wurde sie (nicht immer zu Unrecht) kritisiert, weil
sie ja ihre Anliegen durch ihre Vertreter habe einbringen knnen, zum Beispiel beim Energiemarkt-

Wenn der Generalverdacht besteht, alle


Parteien seien ohnehin
geschmiert, schadet
das der Politik.
gesetz. Heute praktiziert die SVP dasselbe und im
Gegensatz zur SP erreicht gelegentlich Mehrheiten. Volksinitiativen sind zu einem Machtinstrument geworden, mit dem permanenter Wahlkampf
betrieben wird. So wird es immer schwieriger, eine
kohrente Politik in der Regierung und im Parlament zu verfolgen.
Die gute Demokratie, die Good Governance,
die ihr innewohnt, wird zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Dieser innere Gehalt einer Demokratie kann nicht mit technischen Korrekturen gerettet werden. Es wird ber die Erhhung der
Unterschriftenzahlen fr Referendum oder Initiative gesprochen, es wird eine Mindestbeteiligung an
einer Abstimmung diskutiert, damit diese gltig sei
(Jrg Paul Mller nennt 40 Prozent). Annemarie
Huber-Hotz schlug ein Verbot fr Regierungsparteien vor, Initiativen zu lancieren, weil diese fr
Minderheiten geschaffen wurden. Abgesehen von
der schieren Unmglichkeit, fr solche Vorschlge
Mehrheiten zu finden, sind sie auch fragwrdig, weil
vor allem diejenigen Minderheiten betroffen wren,
deren demokratische Rechte eben gerade geschtzt
und gestrkt werden sollen.
Statt quantitative Restriktionen wren qualitative nderungen ntiger, etwa die Transparenz der
Wahl- und Abstimmungsfinanzierung. Wir haben
keinerlei entsprechende Vorschriften, was auch
schon von der OECD gergt wurde. Dabei geht es
um die Glaubwrdigkeit der Demokratie als solche:
Wenn der Generalverdacht besteht, alle Parteien
seien ohnehin geschmiert, schadet das der Politik
im Allgemeinen. Notwendig ist auch die gewissenhafte berprfung der Verfassungsmssigkeit und
der Vlkerrechtsvertrglichkeit einer Initiative
durch Bundesrat und Parlament und damit verbunden der Mut, sie ganz oder teilweise fr ungltig zu
erklren. Das wird zwar immer heftig umstritten
sein, doch beflgelt es den politischen Diskurs, und
es ist vor allem dieser, der das demokratische Bewusstsein schrft und die Demokratie zu einer
guten Demokratie macht. Mein Glaube an den aufgeklrten Citoyen und die aufgeklrte Citoyenne
bleibt eben doch ungebrochen.

wende bedeutet auch Verhaltensnderungen


(Raumtemperaturen, Verzicht auf Fleischkonsum
usw.). Um sie nicht zu gefhrden, wird nur von technischen Neuheiten gesprochen, die der Wirtschaft
zugleich neue Mrkte erschliessen sollen.
Und noch ein Gedanke: Wird die Reproduktion
der Menschen nur gerade als eine Freiheit des Einzelnen verstanden, werden also bei der Primplantationsdiagnostik (PID) Menschen wegen Abweichungen zur Normalitt oder wegen ihres Geschlechtes im Labor verhindert, werden die Rechte ........................................................................................................
dieser Menschengruppen verletzt.
Moritz Leuenberger war von 1995 bis 2010 Mitglied des Schweizer
Wir leben in einem globalen Kommunikations- Bundesrats. Der Text ist ein berarbeitetes Referat, das er am 6. Dezemraum, in welchem wir das Verhalten von Menschen ber 2014 am Zentrum fr Demokratie in Aarau hielt.

Neu Zrcr Zitung

18 PANORAMA

Mers-Virus
im Reisegepck

Ein Begegnungsort fr vielerlei Reisende


In Wien wird ein neues Hotel gemeinsam mit Flchtlingen betrieben

65-jhriger Deutscher infiziert


Die Ferien wurden zum Albtraum: Ein Mann aus Niedersachsen fhlt sich nach seiner
Rckkehr aus den Vereinigten
Arabischen Emiraten krank. Die
Diagnose: Er hat sich mit dem
Coronavirus Mers infiziert.
(dpa) V Zum dritten Mal in Deutschland
behandeln Mediziner einen am potenziell tdlichen Coronavirus Mers erkrankten Patienten. Der 65 Jahre alte
Niedersachse hatte sich whrend einer
Ferienreise mit dem Erreger angesteckt.
Weitere Flle sind aber bisher nicht aufgetreten. Rund 50 Personen aus dem
Umfeld des Patienten wrden getestet,
dies sei eine reine Sicherheitsmassnahme, sagte ein Sprecher der Klinik am
Sonntag. Der Mann liegt auf der Isolierstation des Marienhospitals Osnabrck.
Sein Zustand sei unverndert, er werde
intensivmedizinisch behandelt und beatmet, berichtete eine Sprecherin des
Gesundheitsministeriums.

Aus Abu Dhabi mitgebracht


Die Erkrankung beginnt in der Regel
mit grippehnlichen Beschwerden wie
Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Bei
schweren Verlufen kann sich eine Lungenentzndung entwickeln. In einigen
Fllen wurde auch Nierenversagen beobachtet. Der 65-Jhrige war Anfang
Februar von einer Urlaubsreise aus Abu
Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate)
nach Deutschland zurckgekehrt. In
Mnchen war im Mrz 2013 ein 73 Jahre
alter Mers-Patient aus den Vereinigten
Arabischen Emiraten gestorben. Ein
anderer, in Essen behandelter Patient
aus Katar berlebte die gefhrliche
Krankheit. Der Erreger von Mers (Middle East Respiratory Syndrome) gehrt
zu den Coronaviren, zu denen auch der
Sars-Erreger und viele Erkltungsviren
zhlen. Weltweit erstmals tauchte er
2012 auf. Experten vermuten aber, dass
es auch schon zuvor Mers-Flle gegeben
haben knnte.

Dromedare als Quelle


Bis zum 6. Mrz 2015 wurden der WHO
1040 Mers-Flle aus aller Welt gemeldet, etwa 40 Prozent der Infizierten starben. Die Erkrankungen kommen vor
allem auf der Arabischen Halbinsel vor.
Reisende brachten den Erreger auch in
die USA und in europische Lnder wie
Frankreich, Grossbritannien, Italien,
die Niederlande, sterreich und die
Trkei. Einen Impfstoff gibt es nicht.
Nach Angaben des Berliner RobertKoch-Instituts gibt es immer mehr wissenschaftliche Hinweise darauf, dass
Dromedare die Quelle fr menschliche
Infektionen bilden.

ZAHLENRTSEL NR. 56

SPIELREGELN GEBIETSSUMME: Die Ziffern 1


bis 7 sind so einzutragen, dass sie in jeder Zeile und
jeder Spalte einmal vorkommen. Die kleinen Zahlen
in den umrandeten Gebieten geben die Summe im
jeweiligen Gebiet an. Innerhalb eines Gebiets knnen Ziffern mehrfach vorkommen.

Auflsung:
Zahlenrtsel Nr. 55

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

In einem krzlich erffneten


Hotel in Wien beherbergen
Flchtlinge Touristen. Das Projekt bietet bisher Ausgegrenzten
neue Perspektiven, hat aber auch
eine politische Stossrichtung.

In der lichtdurchfluteten, grosszgigen Bar hantiert Majid hinter dem Tresen mit Geschirr. Er ist Jeside aus dem
Irak und vor drei Jahren wegen der kriegerischen Konflikte ber die Trkei
nach sterreich geflohen. Er schtzt
sich glcklich, inzwischen seien nmlich
auch seine Frau und der Sohn hier. Nach
wie vor sehr schwierig sei aber die
Wohnsituation, alles sei sehr teuer in
Wien. Auch wenn ihm finanziell nicht
viel mehr bleibe als vorher, als ihn die
Sozialhilfe untersttzte, ist er froh um
den Job im Magdas. Zu einem normalen Leben gehre Arbeit schlicht dazu,
findet Majid. Wenn ich jetzt nicht
arbeiten kann, wann dann?, fragt der
25-Jhrige mit einem Lcheln. Als gelernter Bcker empfindet er den Barbetrieb manchmal als hektisch, aber es
mache Spass. Mitarbeiter und Gste
seien sehr nett und hilfsbereit, erzhlt
er. Mit Deutsch, Trkisch, Arabisch und
Kurdisch spricht er vier Sprachen, will
aber sein Englisch noch verbessern.

Meret Baumann, Wien


Im Gang riecht es nach frischer Farbe,
und noch fehlen die Lampenschirme.
Sonst lsst das schlicht, aber zweckmssig eingerichtete Zimmer jedoch
keine Wnsche offen. Der weisse Sekretr besteht aus Elementen eines alten
Nachtkstchens, ein lterer bordeauxroter Sessel ldt zum Ausspannen vor
einem Flachbildschirm-TV, und im Bad
mit Regenwasserdusche erinnern einige
gelbe Fliesen an das Seniorenheim, das
zuvor in diesem Gebude untergebracht
war. Es ist dieser Mix aus Alt und Neu,
der den besonderen Chic der 78 Zimmer im Wiener Hotel Magdas ausmacht
oder Upcycling und Vintage, wie es
der Manager Sebastiaan de Vos nennt.
Viele verfgen zudem ber Balkon oder
Terrasse mit Blick auf die Bume des
Praters und das Riesenrad, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Ein politisches Anliegen

Jahrelanges Warten
Dass man im Magdas nur einige Gehminuten vom Zentrum entfernt im hip
gewordenen Zweiten Bezirk schon ab
80 Euro bernachten kann, ist sicher ein
Grund dafr, dass das Hotel nur zwei
Wochen nach der Erffnung Mitte
Februar erstmals ausgebucht war, wie
de Vos nicht ohne Stolz erzhlt. Fr
viele Gste zhle aber etwas anderes als
trendiges Design zu gnstigen Preisen,
betont er. Denn das Magdas ist das
erste Hotel in sterreich, das mehrheitlich von anerkannten Flchtlingen betrieben wird. Zusammen mit fnf Branchenprofis und einem Job-Coach kmmern sich hier 20 Flchtlinge um das
Wohl der Gste und erhalten damit die
fr sie usserst seltene Gelegenheit,
einer Arbeit nachzugehen.
Manchmal warteten Asylsuchende
jahrelang auf einen Entscheid, und
selbst wenn dieser positiv ausfalle und
sie eine Arbeitserlaubnis erhielten, fnden sie kaum Stellen, erzhlt der Generalsekretr der Caritas, Klaus Schwertner. Der Organisation gehrt die Liegenschaft, sie finanzierte deren Umbau,
und eine Tochtergesellschaft betreibt
das Hotel. Die Talente dieser Menschen liegen brach, das kann psychisch
zermrben, betont Schwertner. Die
Marokkanerin Maryam etwa ist bereits
seit 13 Jahren in sterreich und spricht

Sebastiaan de Vos, Hotelmanager des Hotels Magdas in Wien. DEUTSCH GERHARD / APA / KEYSTONE
mehrere Sprachen fliessend, doch sie
verfgt nun im Magdas erstmals ber
einen legalen Job im Service.

Motivierte Mitarbeiter
Mitarbeiter aus insgesamt 16 Nationen
arbeiten im Magdas. Man merke die
unterschiedlichen Kulturen, doch die
Zusammenarbeit funktioniere erstaunlich reibungslos, sagt de Vos. Man msse
die Menschen etwas mehr motivieren,
als er es von frheren Arbeitsstellen gewohnt ist. Und sicherlich wrden die
Gste etwa an der Reception ein paar

IN KRZE

.........................................................................................................................................................................

Taucher im Bodensee verunglckt

(sda) V Ein 41-jhriger erfahrener Taucher ist am Sonntagmorgen im Bodensee


vor Bottighofen im Kanton Thurgau tdlich verunfallt. Der Deutsche war zusammen mit einem Kollegen zum Wrack der
Jura vor Bottighofen getaucht. Aus
bisher ungeklrten Grnden kehrte er
nicht mehr an die Oberflche zurck.
Gegen Mittag entdeckten Taucher der
Thurgauer Seepolizei den leblosen
Mann einige Meter neben dem Schiffswrack und bargen ihn.

in London herumspaziert. Der 23-Jhrige habe ungefhr acht Stunden auf


dem Westminster-Palast verbracht, teilte
die Polizei am Sonntag mit. Er sei am
Samstagabend auf dem Dach entdeckt
worden, woraufhin Polizei, Feuerwehr
und Krankenwagen zum Ort des Geschehens rasten. Auch Verhandlungsexperten der Polizei waren anwesend,
trotzdem dauerte es bis Sonntagmorgen,
bis der Mann schliesslich vom Dach kam
und festgenommen wurde. Die Motive
des 23-Jhrigen blieben unklar.

Dreifachmord in Schweden

Eine Tochter namens Himmelblau

(dpa) V Auf einem Parkplatz in einem


Wohngebiet in der schwedischen Stadt
Uddevalla sind am Samstag die Leichen
von drei jungen Personen gefunden worden. Die Polizei ist ratlos. Es habe bisher
keine Festnahmen gegeben, sagte der
Polizeisprecher am Sonntag. Es handelt
sich laut der Polizei um eine Frau und
zwei Mnner im Alter zwischen 18 und
22 Jahren. Sie wurden erschossen.

(dpa) V Die Moderatorin Michelle Hunziker (38) ist zum dritten Mal Mutter geworden. Die zweite gemeinsame Tochter
der Schweizerin und des ModehausErben Tomaso Trussardi (31) heisst
Celeste (deutsch: Himmelblau) und kam
am Weltfrauentag zur Welt, wie Hunziker am Sonntag via Facebook mitteilte.
Trussardi und Hunziker haben im Oktober in Bergamo geheiratet, gemeinsam
haben sie die 2013 geborene Tochter
Mann auf dem Westminster-Palast
Sole (Sonne). Hunzikers erste Tochter
(afp) V Stundenlang und mitten in der Aurora (Morgenrot) kam 1996 zur Welt
Nacht ist ein Brite auf dem Dach des und stammt aus der Ehe mit Ex-Mann
eigentlich streng bewachten Parlaments und Snger Eros Ramazzotti.

Minuten mehr Geduld brauchen als in


gewhnlichen Hotels. Doch die Reaktionen seien bisher ausschliesslich positiv. Auch wenn fr viele Gste der
soziale Mehrwert wichtig ist entscheidend ist fr de Vos, dass das Hotel als
Dienstleistungsbetrieb funktioniert. Es
bietet einen Veloverleih, Kinderbetreuung, eine Bibliothek und ist mit einem
Seminarraum, kostenlosem WLAN sowie einem Arbeitsraum auch auf Geschftsreisende ausgerichtet. Dass es
sich um ein Sozialprojekt handelt, soll
man nicht sofort merken, sagt de Vos.
Wir verstecken es aber auch nicht.

In der Auslage werden sterreichische


Mehlspeisen angeboten, auf der Karte
stehen neben einem Dutzend Teesorten
und Kaffee auch Weine und In-Getrnke wie Hugo oder Aperol Spritz. Hier
treffen sich nicht nur Hotelgste, sondern auch Anwohner und am Projekt
Interessierte zum Austausch. Als Begegnungsort ist der Raum auch gedacht
es hat nicht nur finanzielle Grnde,
dass nur Zimmer der beiden hheren
Standards ber ein Fernsehgert verfgen. Im Unterschied etwa zu Flchtlingsheimen stiess das Magdas in der
Nachbarschaft kaum auf Widerstand,
wie Schwertner erzhlt. Im Gegenteil,
Leute aus der Nachbarschaft brachten
Bcher fr die Bibliothek, und eine
Strickgruppe arbeitet derzeit an den
noch fehlenden Lampenschirmen.
In der Lobby hngen Portrtbilder
aller Flchtlinge, die im Hotel arbeiten.
Demnchst sollen als Lehrlinge noch
einige
unbegleitete
minderjhrige
Flchtlinge dazukommen eine besonders verletzliche Gruppe. Zur Dekoration erinnern in manchen Ecken alte
Koffer, wie sie derzeit von Trendbewussten auf Flohmrkten wieder gesucht werden, daran, dass im Magdas
freiwillig und unfreiwillig Reisende aufeinandertreffen. Fr Schwertner geht
der Sinn des Projekts aber darber hinaus. Es soll das Anliegen vieler Nichtregierungsorganisationen
unterstreichen, dass Asylsuchende arbeiten drfen. Das diene der Integration und dem
Selbstwertgefhl der Menschen. Denn
die allermeisten Flchtlinge htten den
Wunsch, fr sich selbst zu sorgen.

PHILATELIE

Bedrohte irakische Kultursttten


Briefmarken als Mahnmal
ku. V Seit der Irak im Jahre 2004 die
volle Souvernitt wiedererlangt hat,
werden die Briefmarken nur noch selten fr die politische Propaganda eingesetzt. Das kriegsgeschttelte Land liegt
im Kernbereich des alten Mesopotamien, wo einige der frheren Hochkulturen der Menschheit entstanden
sind. So erstaunt es nicht, dass sich der
Irak immer wieder an diese Zeiten erinnert und zu archologischen Sttten,
historischen Sehenswrdigkeiten, Moscheen, Tempeltrmen und Grabmlern
Briefmarken herausgibt.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS)
bekmpft in Syrien und im Irak nicht nur
Andersglubige mit radikalen Mitteln,
sondern sie zerstrt auch jahrtausendealte Kulturgter. In Mosul wurden mehrere assyrische Statuen und Reliefs zertrmmert, und in Ninive wurde eine 2600
Jahre alte Grabungssttte verwstet. Das
erklrte Ziel der Extremisten ist es, die
kulturelle Identitt des Landes zu zerstren. Die irakische Post hat im Jahre 2012
wie in Vorahnung eine sieben Werte um-

Kulturschtze im Irak.

PD

fassende Serie mit historischen Sehenswrdigkeiten, die auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgefhrt sind,
herausgegeben. Die Marken zeigen etwa
archologische Sttten in Babylon, Hatra
und Ninive sowie die Zikkurat von Ur
und das Spiralminarett von Samarra. Auf
einem Sonderblock sind auf einer irakischen Landkarte, quasi als Vermchtnis,
die wichtigsten historischen Sehenswrdigkeiten abgebildet.

WIRTSCHAFT

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

GRIECHENLAND-KRISE

Athens Staatsfinanzen
vllig ausser Kontrolle
Wirtschaft, Seite 20

19

Neu Zrcr Zitung

DROHENDE KAPITALVERLUSTE

Die EZB expandiert monetr


krftig, trifft aber auf Hrden
Brsen und Mrkte, Seite 21

SPORT

Die menschliche Schwche


als Goldgrube Wirtschaft, Seite 23

Anzeichen fr Aderlass bei


Schweizer Skifahrerinnen
Seite 32

Dem Schatten Moskaus entkommen


Der Russland-Handel ist fr das Baltikum wichtig, aber nicht mehr spielentscheidend
Die baltischen Republiken sind
zwar von den Russland-Sanktionen strker betroffen als andere
EU-Staaten. Doch vom Handel
mit Moskau sind sie inzwischen
nicht mehr existenziell abhngig,
auch wenn derzeit einige ihrer
Sektoren stark leiden.
Rudolf Hermann, Stockholm
Mit ihrer Geschichte und Geografie
sind die drei baltischen Republiken
Estland, Lettland und Litauen natrliche Handelspartner des grossen stlichen Nachbarn Russland. Dies umso
mehr, als sie zu Sowjetzeiten sogar Teil
des gemeinsamen nationalen Wirtschaftsraums gewesen waren. Doch in
den 25 Jahren, die seit dem Zusammenbruch der UdSSR vergangen sind,
haben sich die baltischen Staaten in
mehreren Etappen aussenwirtschaftlich neu orientiert namentlich auf die
EU, von der sie seit 2004 Teil sind. In
einer freundlichen Grosswetterlage
bietet der Russland-Handel baltischen
Unternehmern zwar noch immer naheliegende
Verdienstmglichkeiten.
Doch wenn Sand im Getriebe ist, wie
jetzt angesichts der Sanktionen und
Gegensanktionen zwischen der EU
und Russland, kann Volatilitt bei den
Geschften mit Moskau immer besser
verkraftet werden.

Reduzierte Abhngigkeiten
Verwundbar war der baltische Wirtschaftsraum lange auf der Importseite
durch seine weitgehende Abhngigkeit
von russischen Energietrgern wie
Strom, Erdgas oder Erdl, auf der
Exportseite sodann durch eine noch aus
sowjetischer Zeit stammende Fokussierung der Lebensmittelindustrie (namentlich Milchwirtschaft) auf den russischen Markt. Hier pflegte Moskau bei
Verstimmungen jeweils den Hebel anzusetzen. An den Pipelines wurden
technische Probleme registriert oder
bei importierten Lebensmitteln Verunreinigungen festgestellt, wenn es
galt, einen aufmpfigen baltischen Staat
in den Senkel zu stellen.
Ganz weggekommen von diesen Abhngigkeiten sind Litauen, Lettland und
Estland auch jetzt noch nicht, doch existenzbedrohend ist die Lage nicht mehr.
Ende letzten Jahres hat Litauen unter
betrchtlichem Kostenaufwand einen
schwimmenden Terminal zum Import
von Flssiggas (LNG) in Betrieb genommen. Dessen Kapazitt wre mit

4 Mrd. m3 pro Jahr ausreichend, um die


gesamte baltische Region mit Erdgas zu
versorgen. Whrend bisher keine kommerziellen Abnahmevertrge in diesem
Umfang bestehen, hat im Dezember
eine kleine Probelieferung ber Lettland nach Estland gezeigt, dass die Versorgung technisch mglich ist.
Auch bei Erdl verfgt Litauen ber
einen Import-Terminal, und im Bereich
der Elektrizitt nhert sich die Erstellung des NordBalt-Tiefseekabels dem
Ende, wodurch Litauen Zugriff auf nordischen Strom aus Wasserkraft erhlt.
Estland ist bereits mit zwei Estlink-Kabelverbindungen an das finnische Netz
angeschlossen.

Aus Erfahrungen gelernt


Was die landwirtschaftlichen Exporte
angeht, haben die baltischen Staaten
bereits wiederholt Erfahrungen mit einem pltzlich wegbrechenden russischen Markt gemacht. Krass war der
Schock im Zug der Rubelkrise von 1998,
als Litauen, Lettland und Estland noch
nicht Mitglieder der EU waren. Trotzdem schafften sie es in einem bemerkenswerten Kraftakt, ihre Produkte zu
verbessern und neue Exportmrkte zu
erschliessen.
Einige Produzenten wendeten sich
in der Folge ganz vom unberechenbaren russischen Markt ab und nutzten
die erweiterten Mglichkeiten fr Exporte nach Westen im Zuge der EUIntegration. Andere kehrten zum Russland-Geschft zurck, allerdings immer
im Wissen darum, wie unstet es sein
konnte. Wenn Litauen, das von allen
EU-Lndern die grsste Abhngigkeit
von Russland-Exporten aufweist, laut
diversen Prognosen trotz Sanktionsregime im laufenden Jahr gegen 3%
Wirtschaftswachstum erreichen drfte,
relativiert dies die Rolle Russlands als
Ausfuhr-Destination. Die RusslandSchwche drfte laut der litauischen
Nationalbank knapp einen halben Prozentpunkt Wirtschaftswachstum kosten. Auch Lettland und Estland knnen
laut Prognosen der norwegischen Bank
DNB 2015 mit rund 2,5% Wachstum
rechnen, namentlich dank anziehendem Privatkonsum.

Transportgewerbe betroffen
Dass die baltischen Volkswirtschaften
inzwischen flexibel auf Schwankungen
in ihrem Russland-Handel zu reagieren
vermgen, kann jedoch nicht darber
hinwegtuschen, dass gewisse Sektoren, Produzenten und Dienstleister von
der Volatilitt schwer betroffen sind.

Noch deutlich kritischer als fr die


Lebensmittelindustrie, fr die ein Untersttzungsprogramm aus Brssel
luft, ist die Lage dabei fr das Transportgewerbe, namentlich in Lettland
und Litauen. Es ist indes weniger die
Sanktionspolitik als vielmehr die allgemeine russische Wirtschaftsschwche,
die sich hier negativ niederschlgt.
ber Transportleistungen von und
nach den baltischen Hfen luft ein
substanzieller Teil des russischen Handels mit der Welt.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Beobachtung der skandinavischen Grossbank Nordea. Diese stellte
vor Jahresfrist fest, dass Russland 2013
zwar 20% aller litauischen Waren- und
25% der Dienstleistungsexporte absorbiert habe. Allerdings seien nur 3% der
Warenausfuhren aus litauischer Produktion selbst gekommen. Beim Rest
habe es sich um den Re-Export von
Gtern gehandelt, die Litauen aus anderen EU-Lndern erreicht htten.
Dass der Export litauischer Dienstleistungen nach Russland laut der NordeaStudie zu drei Vierteln auf das Konto
von Transportleistungen geht, hat vor
diesem Hintergrund seine Logik.
Mutatis mutandis gilt dies auch fr
die beiden anderen baltischen Staaten.
Die Russland-Exporte beliefen sich
2013 jedoch sowohl in Estland wie Lettland bloss auf je 11% des Gesamtvolumens der jeweiligen Ausfuhren.

Exponiertes Baltikum
Lebensmittelhandel von EU-Staaten mit Russland
Anteil am BIP in %
Litauen
Lettland
Estland
Polen
Ungarn
Niederlande
Dnemark
Finnland
Belgien
Bulgarien
EU-28
Deutschland

0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5


Wachstum trotz Sanktionen
Vernderung des BIP gegenber Vorjahr, in %*
2014

2015

2016

Litauen

2,8

2,6

3,0

Lettland

2,4

2,5

3,5

Estland

1,7

2,0

3,0

* Prognosen
QUELLEN: EUROSTAT, DNB

NZZ-INFOGRAFIK / e.

Holcim-Aktionre wollen mehr


Grsster Anteilseigner und Ethos fordern besseres Angebot

Wir glauben, dass wir als inhabergefhrtes


Familienunternehmen mit unbeschrnkt
haftenden Partnern die richtige Struktur
gefunden haben, um unseren Kunden
Kontinuitt und Stabilitt zu geben.
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cri. V Bei der im April des Jahres 2014


angekndigten Fusion auf Augenhhe zwischen dem Schweizer Zementkonzern Holcim und dem franzsischen Pendant Lafarge zeichnen sich
immer deutlicher Nachverhandlungen
ber die Details der Transaktion ab.
Hatten in den vergangenen Wochen
schon auseinanderlaufende Notierungen zwischen den Aktien der beiden
Unternehmen darauf schliessen lassen,
dass manche Anleger aufgrund der besseren operativen Entwicklung darauf
spekulierten, Holcim-Aktionre wrden eine hhere Entschdigung als bisher vorgesehen erhalten, so verdichteten sich zuletzt entsprechende Hinweise. Whrend die russische Firma Eurocement, mit einem Anteil von 11% an
Holcim zweitgrsste Einzelaktionrin,
das vorgesehene Austauschverhltnis

WIRTSCHAFT IM GESPRCH

Bristows Gespr fr Gold


Der Randgold-Chef grbt dort, wo sich andere nicht trauen
Claudia Brll, Kapstadt V Er sei wie
eine Maschine, die luft und luft, sagt
die Pressedame, als sie die Tr zum
Konferenzraum ffnet. Der so beschriebene Mark Bristow hat am Vormittag
auf der Rohstoffmesse Mining Indaba in
Kapstadt viele Hnde geschttelt. Jetzt
empfngt er im Halbstundentakt Investoren, Analytiker, Journalisten auch
dann noch, wenn sich andere Messebesucher in der Abendsonne lngst dem
Sauvignon blanc widmen.

Afrika als Antriebsmotor

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VERANTWORTUNGSVOLL

ILLUSTRATION CHRISTOPH FISCHER

schon lnger kritisierte, so haben sich


laut Medienberichten auch die Aktionrsvereinigung Ethos und Thomas
Schmidheiny, mit 20% grsster Aktionr, der Kritik angeschlossen.
Mglich seien aus dessen Sicht zwei
Varianten, schreibt die Sonntags-Zeitung mit Verweis auf Informationen aus
dem engsten Umfeld des Industriellen.
Entweder werde das bisher angesetzte
Tauschverhltnis von 53% Holcim-Anteilen zu 47% Lafarge-Anteilen verbessert, oder es werde eine Sonderdividende
erforderlich. Fr Letztere spreche die
Tatsache, dass sie aus Sicht der Franzosen eher akzeptiert werden knne als
eine Nachbesserung der Tauschverhltnisse. Das Risiko sei erheblich, dass die
Lafarge-Aktionre schlechtere Tauschverhltnisse ablehnen wrden. Es drohe
sogar eine Blamage, heisst es.

Der 55 Jahre alte Sdafrikaner fhrt


den Goldfrderer Randgold Resources.
Mit einer kleinen Mine irgendwo in
Mali fing es an. Heute ist der in London
kotierte Konzern der viertgrsste Goldschrfer der Welt. Beim Brsengang
1997 war er 200 Mio. wert, mittlerweile sind es 4,7 Mrd. . Es ist eine aussergewhnliche Erfolgsgeschichte, basierend auf geschicktem Management,
Geologen-Gespr und einer Portion
Glck. Bristow sieht dort Potenzial, wo
sich andere nicht hintrauen, in der
Demokratischen Republik Kongo, in
Senegal, in Cote
dIvoire, in Mali.
Gestreiftes Hemd, hochgekrempelte
rmel, nach der Begrssung bleibt er
stehen, lehnt sich lssig an die Stuhllehne. Dass er nicht mit seinem sitzenden Gast auf Augenhhe spricht,
scheint ihn nicht zu stren. Auf die Eingangsfrage, ob er sich freue, in seiner
Heimat zu sein, winkt er ab: Einmal im
Jahr zur Messe reicht. Hier spielt die
Musik schon lange nicht mehr.
Bristow ist an der Indaba auf einer
Mission; er will den Investoren beweisen, dass man in Afrika WeltklasseUnternehmen aufbauen kann. Der
Kontinent sei daran, ein Kraftwerk zu
werden, sagt er. Wenn nur jeder frh
aufstehen und endlich aufhren wrde,
die Kolonialmchte fr alles verantwortlich zu machen. Er kennt die Risiken: Brgerkriege, Putsche, Terroristen,
Ebola. Aber kein anderer Goldfrderer hat fr die Aktionre so viel Geld
verdient wie wir.
Solche Stze sind auch Imagepflege:
grossspurig, ein bisschen wahnsinnig,
aber unbestritten erfolgreich. Wer sich
unter Geschftspartnern umhrt, bekommt solche Beschreibungen zu hren. So mancher Fondsmanager zitterte,
als Bristow vor einigen Jahren einen
schweren Motorradunfall hatte. Mit seinen Shnen war er von Kapstadt nach
Kairo unterwegs. Doch noch im Krankenhaus plante er bereits den nchsten
halsbrecherischen Trip.
Bis heute fhrt er Randgold wie der
Grnder eines Familienunternehmens.
Er habe ein starkes mittleres Management, sagt er. So knne er zwischendurch Bffel jagen oder sich auf das
Motorrad schwingen. Dass er jedoch
das Sagen hat, daran lsst er keinen

Zweifel. Selbst auf dem Motorrad habe


er auf einem Bildschirm seine E-Mails
vor sich, wirft die Pressedame ein.
Bristow hatte in den achtziger Jahren
fr Sdafrikas Armee in Namibia gekmpft. Danach stieg der promovierte
Geologe ins Minengeschft ein, kurz
vor der Freilassung Nelson Mandelas.
Ungeahnte Mglichkeiten taten sich fr
einen tatendurstigen Berufsmann wie
ihn auf. Zuvor seien die Sdafrikaner
gechtet worden und htten nicht einmal reisen knnen, erinnert er sich.
In Sdafrikas Goldbranche waren zu
jener Zeit nicht alle positiv gestimmt.
Viele Bergwerke hatten das Ende ihrer
Lebensdauer erreicht. Auch aus Sorge
ber den politischen Wandel gliederten
Konzerne die Goldsparten aus. Neue
kleinere Unternehmen entstanden. Eines war Randgold & Exploration, sein
erster Arbeitgeber. Die Bergwerke in
Westafrika waren grossenteils zerstrt.
Doch Bristow fing in Mali an zu graben
und zu analysieren. Was er fand, machte
ihn sprachlos. Er berzeugte das Management, Randgold Resources zu
grnden, kaufte eine Mine zu gnstigen
Konditionen. Und dann kam der Fund
seines Lebens: 7,5 Mio. Feinunzen Gold.
Morila heisst das Bergwerk in Mali,
auch Morila, the Gorilla genannt.

Korruption ein Fremdwort


Im Gesprch wird schnell klar, dass
Bristow ein Freund klarer Prinzipien ist.
Sich auf wenige Minen konzentrieren,
lautet ein Grundsatz, und zwar dort, wo
man Expertise hat. Ein weiteres Prinzip
besteht darin, nur einheimische Leute
in den Bergwerken zu beschftigen. Das
habe sich whrend der Ebola-Krise als
enormer Vorteil erwiesen; kein Expat
sei geflohen, weil sie gar keine gehabt
htten, sagt Bristow. Kompromisslos ist
er nach eigenen Worten auch beim
Thema Korruption. Randgold habe hervorragende Beziehungen zu den Regierungen, habe aber nie bestochen und
werde es nie tun. Es sei eine Mr, dass
man in Afrika keine Geschfte ohne
Geldkoffer machen knne.
Bristow ist verheiratet, wohnt in
Mauritius, und Geldsorgen hat er keine
mehr. Eigentlich knnte er sich zurckziehen. Doch nichts liegt ihm ferner. Er
sei nicht der Typ, der auf einer Terrasse
auf den Sonnenuntergang warte. Er will
es noch einmal wissen. Der niedrige
Goldpreis, die Nte hochverschuldeter
Konkurrenten darin wittert er die
nchste Chance. Randgold hat die Kassen gut gefllt und ist schuldenfrei. Eine
Liste von interessanten Goldlagersttten liegt bereits vor. Eine Entdeckung,
ein grosses Geschft, das msse noch
sein, sagt er, als der nchste Besucher an
der Tr klopft. Dann gehe ich, mache
etwas anderes. Im Verwaltungsrat hnge ich sicher nicht herum. Keine halben Sachen. Wieder ein Prinzip.

Neu Zrcr Zitung

20 WIRTSCHAFT

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Tiefer Erdlpreis
belastet Kanada

Athens Staatsfinanzen ausser Kontrolle

Wirtschaft wchst noch robust

Bedrohliche Ebbe in den ffentlichen Kassen ein neues Hilfspaket im Juni scheint unumgnglich

Fdr. Vancouver V Die Bank of Canada


liess am Mittwoch den Diskontsatz unverndert, nachdem sie ihn im Januar
berraschend gesenkt hatte. Gleichzeitig meldet das Statistische Amt, dass die
kanadische Wirtschaft im vierten Quartal des Vorjahres auf Jahresbasis um
berraschend starke 2,4% gewachsen
sei. Das ist zwar etwas weniger als von
offizieller Stelle erwartet, aber mehr, als
man in der Privatwirtschaft vorhergesagt hatte. Im Gesamtjahr drfte das
Wirtschaftswachstum rund 2,5% betragen. Man ist sich indessen im Klaren
darber, dass es angesichts der rcklufigen Erdlpreise kaum im gleichen
Tritt weitergehen wird, weil sich der
Effekt mit zeitlicher Verzgerung erst
im ersten Halbjahr 2015 zeigen wird.
Viele konomen rechnen auf Jahressicht dennoch mit einem Wachstum in
Kanada von insgesamt noch rund 2%.
In der Energieprovinz von Alberta
sieht das Bild weniger freundlich aus.
Die Energieindustrie trgt dort ungefhr einen Viertel zur Wirtschaftsleistung der Provinz bei. Reduzierte Investitionen und Entlassungen schlagen so
relativ schnell auf das Gesamtergebnis
durch. Das Finanzdepartement der Provinz rechnet bis zum Jahresende mit
einer Einbusse von rund 32 000 Stellen,
nachdem zwischen September und Januar bereits 13 000 Personen ihre Position verloren haben. Die Korrektur der
Erdlpreise wird auch die Steuereinnahmen der Regierung beschneiden.
Laut Provinzpremier Jim Prentice
sind sie bisher um rund 7 Mrd. kan. $ gefallen. Die Wirtschaft wird nach einem
geschtzten Wachstum von 3,5% im
Vorjahr im laufenden Jahr wohl nur
knapp im positiven Bereich verbleiben.

Konnte Griechenland in den


letzten zwei Jahren gesetzte
Finanzziele bertreffen und
hhere Primrberschsse frher
als geplant erwirtschaften, so ist
es damit vorbei. Die Staatsfinanzen sind fr die neue Regierung
zum grssten Problem geworden.
Panagis Galiatsatos, Athen
Die Staatsfinanzen stellen fr die neue
Regierung Griechenlands eine Gefahrenquelle von explosiver politischer Brisanz dar und zwar in doppelter Hinsicht. Einerseits sind die Kassen leer,
und der griechische Staat ist vom internen Bankrott bedroht. Andererseits ist
die makrokonomische Entwicklung so
schlecht, dass an einem dritten Hilfspaket fr Athen, verbunden mit harten
Auflagen, kein Weg vorbeizufhren
scheint. Dann aber wre es endgltig
vorbei mit dem Wahlversprechen, die
Austerittspolitik zu beenden.

Geringe Steuereinnahmen
Der Notstand in der Kasse des griechischen Staates ist akut und die Entwicklung gefhrlich. Die Steuereinnahmen
fielen im Januar um 936 Mio. geringer
als geplant aus. Auch fr Februar sind
die Anzeichen nicht ermutigend. Denn
die Steuerpflichtigen halten sich mit
Zahlungen zurck, vor allem, was ihre
Altschulden dem Finanzamt gegenber
betrifft. Sie warten auf die im Wahlkampf versprochene, grosszgige Regelung zur Ratentilgung, die aber frhes-

tens Anfang April in Kraft treten wird.


Zudem gehen infolge der wachsenden
Unsicherheit in der Wirtschaft auch die
indirekten Steuereinnahmen zurck.
Schwer wiegt, dass die Evaluation
des auslaufenden Hilfsprogramms fr
Griechenland noch aussteht. Schliesslich haben die Glubiger die Auszahlung der letzten Tranche in Hhe von
7,2 Mrd. an ihr Ergebnis gebunden.
Die griechische Regierung versucht,
diese Evaluation zu umgehen. Denn in
ihrem Rahmen msste die verhasste
Troika wieder zur Inspektion nach
Athen kommen. Zudem mssten auch
Bedingungen erfllt werden, die die
linksgerichtete Syriza stets ablehnte.
Das wren fr Athen bittere Pillen.
Die jngsten Reform-Vorschlge des
Finanzministers Janis Varoufakis sind
angesichts der Sitzung der Finanzminister der Euro-Gruppe am Montag weiterhin darauf ausgerichtet, Schmerzliches mglichst zu vermeiden. Varoufakis nahm in Kauf, dass seine Vorschlge
nicht gut ankommen wrden, und drohte in einem Interview mit dem Corriere
della Sera sogar mit einem Referendum oder mit Neuwahlen, falls man sich
nicht einigen knne. Er bemhte sich
zwar danach um Schadenbegrenzung,
allerdings ist unter diesen Umstnden
kaum zu erwarten, dass die Glubiger
helfen werden, Athens angespannte
Kassenlage zu verbessern.
Die Regierung in Athen hat bereits
alle Zahlungen gestoppt und auf die Zukunft verschoben, sei es die Rckerstattung von Mehrwertsteuern oder die Bezahlung von Staatslieferanten. Sie hat
auch auf die Kassenbestnde staatlicher
Organisationen zugegriffen, unter ande-

rem auf 450 Mio. vom Bankenrettungsfonds. Sie bt zudem Druck auf
die Verwaltungsrte der Sozialversicherungskassen aus, sich an der nchsten
Auktion fr T-Bonds zu beteiligen,
stsst aber noch auf Widerstand. Am
Freitag laufen T-Bills in Hhe von 1,6
Mrd. aus, die refinanziert werden mssen. Es ist denkbar, dass die Kassen per
Dekret zur Teilnahme an der Auktion
gezwungen werden.
Athen konnte in der vergangenen
Woche noch mit Mhe dem IMF geschuldete 1,2 Mrd. begleichen und
T-Bonds in Hhe von 1,6 Mrd. refinanzieren. Allerdings musste dabei die
Zentralbank einspringen, die im Auftrag von staatlichen Sozialversicherungskassen 250 Mio. zeichnete. Dies
knnte sich am Freitag wiederholen.
Denn die EZB verbietet griechischen
Banken, mehr T-Bills zu halten, als
diese bisher in ihren Bilanzen hatten.
Bei nun auslaufenden T-Bills wren dies
1,3 Mrd. das heisst, es mssten noch
Kufer fr 300 Mio. gefunden werden.
Die griechische Regierung mchte erreichen, dass die griechischen Banken
mehr T-Bills erwerben drften, und sie
ist sauer, weil das nicht mglich ist. Laut
Regierungsquellen soll Ministerprsident Alexis Tsipras diese Bitte EZBChef Mario Draghi vorgetragen haben.
Er habe sich beklagt, dass seine Regierung nicht gleich wie die Vorgngerregierungen behandelt werde.
Die Not, jegliche Liquiditt fr die
Staatsfinanzen in Anspruch zu nehmen,
hat negative Folgen. Faktisch ist die
Wirtschaftsttigkeit eingefroren, wie die
rcklufigen Staatseinnahmen bei den
indirekten Steuern zeigen. Ein Wachs-

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Firmen zu internationalem Wachstum verhelfen:


Auch das ist die Post.
Die Post macht viel mehr, als man denkt. Wir bieten zum Beispiel international ttigen Firmen massgeschneiderte Versandlsungen. Egal, ob es dabei um Briefe, Kleinwaren, Printmedien oder
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Wachstumschancen und berwinden Sie mit der Post Grenzen: post.ch/gelb-bewegt

tum von 2,9% des Bruttoinlandprodukts (BIP), wie es bei der Budgetplanung unterstellt wurde, ist zu optimistisch. Experten rechnen mit einem
Plus von hchstens 1,5%. Dies wrde
zustzlich ein Loch von 1 Mrd. im
Staatshaushalt verursachen.

Weitere Hilfen unumgnglich


Seit Dezember sind die Staatseinnahmen um 1 Mrd. niedriger als geplant
ausgefallen, der Primrberschuss lag
deswegen 2014 bei 0,5% des BIP statt
bei 1,5% wie angestrebt. Zudem ist der
Liquidittsfluss in die Realwirtschaft
vllig versiegt. Die Einlagen bei den
Banken sind auf 135 Mrd. gefallen
und liegen um 28 Mrd. tiefer als noch
im Dezember. Der Zahlungsstopp und
das Aufsaugen der Kassenbestnde
und der Bankenliquiditt, um die staatliche Refinanzierung zu gewhrleisten,
verschlechtern die Lage immer weiter.
Die Investitionsplne der Banken, die
im laufenden Jahr Kredite in Hhe von
10 Mrd. gewhren wollten, sind wegen
Einlagenflucht und der notwendig gewordenen ELA-Finanzierung berholt.
Nach Ansicht von Athener FinanzFachleuten ist nicht ausgeschlossen, dass
das laufende Hilfsprogramm vllig entgleist und Griechenland bald wieder Primrdefizite erwirtschaftet. Bis August
wird Athen auch mit Verbindlichkeiten
in Hhe von 20 Mrd. konfrontiert, die
unter diesen Umstnden nicht refinanziert werden knnen. Obwohl die neue
Regierung in Athen noch nichts davon
hren will, macht die Entwicklung wohl
ein neues Hilfspaket, verbunden mit
harten Auflagen, unumgnglich.

BRSEN UND MRKTE

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

21

Neu Zrcr Zitung

Die menschliche Schwche


als Goldgrube fr Anleger Seite 23

Ab wann droht am teuren USAktienmarkt die Korrektur? Seite 24

Aussicht auf Kursgewinne


mit Skandinavien-Anleihen

Versicherer bieten sehr attraktive


Konditionen fr Hypotheken Seite 25

Seite 24

FINANZMARKT RUSSLAND

WELTWIRTSCHAFT UND FINANZMARKT

Moskauer
Parallelwelt

Krftige monetre Expansion mit Hrden

Investoren feiern Lichtblicke


bet. Moskau V In Russland ist vieles
mglich, sogar ein Brsenhoch trotz
heraufziehender Wirtschaftskrise. Der
Moskauer Leitindex Micex, der die 50
wichtigsten und liquidesten Aktien des
Schwellenlandes abbildet, steht auf dem
hchsten Niveau seit rund vier Jahren.
Dahin war es ein weiter Weg, zuletzt ist
das Barometer im Dezember 2014 wegen des Zerfalls von Rubel und Erdlpreis unter Druck geraten. Doch seit
Jahresbeginn hat der Micex etwa ein
160
140
120
100
80
60
40
Die russischen Indizes
Indexiert Mrz 2014 = 100
QUELLE: BLOOMBERG

RTS und

2014
2015
Micex
NZZ-INFOGRAFIK / lea.

Viertel zugelegt. Dahinter stecken sowohl eine leichte Erholung der Erdlnotiz von rund 50 $ auf 60 $ je Fass
(Brent) wie auch eine gewisse Entspannung im Ukraine-Konflikt. Angesichts
der weiterhin bestehenden Risiken sind
Analytiker allerdings skeptisch, und
auch auslndische Anleger sollten es
sein denn sie haben noch das Problem
des Whrungseffekts.

Schwacher Rubel als Last


Der Micex beruht auf Aktien, die in
Rubel kotiert sind. Relevanter fr internationale Investoren ist aber der RTSIndex, der sich auf Dollar-Aktien russischer Firmen sttzt und so das Whrungsrisiko fr auslndische Anleger
einbezieht. Diese Wertpapiere reagieren auf den Rubel-Wechselkurs, und
deshalb ist das Bild beim RTS nicht so
rosig wie beim Micex: Der RTS hat den
Einbruch im letzten Quartal 2014 noch
nicht berwunden und notiert mehr als
ein Drittel unter dem Stand von Anfang
2014. Das berrascht kaum, denn ein
Dollar ist seither von 33 Rbl. auf 60 Rbl.
gestiegen (und stand im Dezember kurz
bei knapp 80 Rbl.). Eine baldige Rckkehr der russischen Whrung zum alten
Niveau gilt als unwahrscheinlich, denn
es wrde eine Erholung des Erdlpreises, eine Beilegung der Ukraine-Krise
und das Ende aller westlichen Sanktionen voraussetzen.
Darber hinaus ist Russland in einer
Wirtschaftsschwche, die 2015 wahrscheinlich in eine Rezession mndet. Im
Januar lag das Bruttoinlandprodukt nach
ersten Schtzungen 1,5% unter dem
Vorjahresniveau. Die Reallhne sanken
um 8%, die Investitionen um 6,3%.
Doch an der Aktienbrse herrscht relativer Sonnenschein. In Relation zu den erwarteten Unternehmensgewinnen fr
2015 sind die russischen Papiere heute so
teuer bewertet wie zuletzt 2012, als die
Wirtschaft noch halbwegs rund lief.

Drohende hohe Kapitalverluste fr die Europische Zentralbank


Das QE-Programm der EZB
kann zu einer sehr flachen Renditekurve im oder nahe dem
Minusbereich und zu einem noch
viel tieferen Euro-Kurs fhren.
Andreas Uhlig
Rund neun Jahre nachdem die USA und
Grossbritannien ihre ersten Programme
der quantitativen Lockerung im Rahmen der Bekmpfung der Finanzkrise
und ihrer Folgen begonnen haben und
elf Jahre nach den ersten umfangreichen
japanischen Ankufen von Staatsanleihen ist nun auch die Euro-Zone bereit:
Die Europische Zentralbank (EZB)
startet ihr lang angekndigtes Programm zum Kauf von Staatsanleihen,
Bonds staatsnaher Emittenten und Papieren supranationaler Adressen. Um
das EZB-Programm in den Kontext zu
stellen: Die geplanten Kufe von
1,14 Bio. entsprechen laut der Investmentbank Morgan Stanley 12% des
Bruttoinlandprodukts der Euro-Zone,
der Hlfte des jhrlichen Bruttoemissionsvolumens von Anleihen und dem
Doppelten der Nettoemissionen.

Konvergenz der Renditen


Lngst bemerkbar hat sich das Kaufprogramm schon vor dem eigentlichen
Start gemacht. Die Renditen der Anlei-

hen der meisten Euro-Staaten haben


einen sinkenden Trend. Ein wachsender
Prozentsatz dieser Anleihen handelt
nun mit einer negativen Rendite. Dies
trifft fr ber einen Drittel der fast 350
Anleihen im Bloomberg-Euro-ZoneSovereign-Bond-Index zu. In sieben
Euro-Lndern haben Anleihen mit
zweijhriger Laufzeit negative laufende
Zinsen, in vier Lndern Deutschland,
sterreich, den Niederlanden und Finnland verzinsen auch fnfjhrige Papiere negativ. Und Marktteilnehmer erwarten, dass der sinkende Trend bei den
meisten Laufzeiten anhalten wird.
Es zeichnet sich ein Konvergenzprozess der Renditen ab. Da die EZB keine
Anleihen mit einer Rendite von niedriger als minus 0,2% erwerben wird und
von einzelnen Anleihen hchstens 25%
und von der jeweiligen Staatsschuld
nicht mehr als 33% aufkaufen darf,
sagen Marktbeobachter eine tendenzielle Nivellierung der Kapitalmarktrenditen in Richtung von minus 0,2%
voraus. Sobald die EZB mit ihrer Nachfrage (und untersttzt durch mitreisende Anleger) bei einer Anleihe die Renditeschwelle erreicht hat, muss sie auf
andere ausweichen und drckt dort die
Verzinsung. Alberto Gallo, Chef der
Abteilung Macro Credit Research der
Royal Bank of Scotland, erwartet deshalb eine wachsende Nachfrage nach
Anleihen sdlicher Euro-Lnder, da
deren Renditen noch den relativ grssten Spielraum nach unten aufweisen.

Fraglich ist, wie lange die gute Stimmung anhlt. Zu den grssten Gewinnern seit Jahresanfang zhlen Konsumtitel von Detailhndlern wie Magnit
oder Dixy. Viele Analytiker sind sich
aber einig, dass die Wirtschaft knftig
mehr von den Exporten als von der Inlandnachfrage befeuert wird. Die war
bisher der wichtigste Treiber, verliert
angesichts der hohen Teuerung aber an
Schwung. Potenzial knnte daher in den
Kursen von Rohstoffkonzernen abseits
des l- und Gassektors stecken, die
vom schwachen Rubel als Exporthilfe
profitieren, einem geringen Sanktionsrisiko ausgesetzt sind und nicht unter
der relativ tiefen Erdlnotiz leiden.

Weltindex
1780
1730

Der Erwerb von Anleihen zu Kursen


ber par fhrt zwangslufig zu Kapitalverlusten, wenn die Papiere bis zur Tilgung gehalten werden. Je ausgeprgter
die Differenz zwischen Coupon und laufender Rendite und je lnger die Restlaufzeit ist, desto hher ist das Verlustpotenzial. Die EZB ldt sich also, wie
viele Marktbeobachter hervorheben,
von vornherein hohe Verluste auf: ber
den Daumen gepeilt bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 120% des
Nennwertes ber 200 Mrd. . Hufig
wird auch die Frage gestellt, wer eigentlich bereit sein wird, Anleihen aus dem
eigenen Portfolio zu verussern. Es sei
wegen der Flle der regulativen Bestimmungen kaum zu erwarten, dass sich
Banken und Versicherungen in grsserem Stil von Anleihen trennten.

Druck auf den Euro


Ein delikates Thema ist die Wirkung des
EZB-QE auf den Euro-Wechselkurs,
die von einigen Beobachtern durchaus
als der eigentliche Grund des Experiments angesehen wird. Mark Chandler,
der Devisenchef von Brown Brothers
Harriman, geht sogar so weit, dass er fr
die zweite Jahreshlfte von 2016 einen
Fall des Euro auf nur noch 85 US-Cent
vorhersieht. Triebkraft dieser Entwicklung werden die Unterschiede zwischen
der immer expansiveren Geldpolitik in
der Euro-Zone und dem langsamen Anziehen der Geldzgel in den USA sein.

1680
1630
1580

Neu emittierte Eurobonds


Betrag in Mio. Whrung Zins in %
Schuldner/Garant
ISIN
Verfall
Moodys*
S&P*
Ausgabepreis in %
Liberierung
3
750

4
Berkshire
Hathaway
Inc.
XS1200670955
16.
03.
23
Aa2

99,6140
16. 03
..................................................................................................................................................................................................................................................................
1000

158
Berkshire Hathaway Inc.
XS12006796867
16. 03. 35
Aa2

99,6110
16. 03
..................................................................................................................................................................................................................................................................
700
$
10
Comstock Resources Inc.
USU2038JAC19
15. 03. 20
Ba3
B+
100,0000
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
500
$
534
Pilgrims Pride Corp.
USU72068AB24
15. 03. 25
B2

99,5940
11. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
500

0,308
Cie de Saint-Gobain
XS1200288048
14. 09. 16

100,0000
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
750

1
GdF
Suez
FR0012602761
13.
03.
26
A1
A
99,2360
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
500

0
GdF Suez
FR0012602746
13. 03. 17
A1
A
99,7410
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
1
750

2
GdF Suez
FR0012602753
13. 03. 22
A1
A
99,2620
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
500

112
GdF Suez
FR0012602779
13. 03. 35
A1
A
98,6370
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
255
$
0
Deutsche Bank/Singapore
XS1200785696
24. 03. 45

100,0000
24. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
600
$
2
Roche
Holding
Inc.
XS1197832089
13.
03.
20
A1

99,5920
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
1250

0,236
BPCE SA
FR0012601342
10. 03. 17
A2
A
100,0000
10. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
750
$
558
Antero Resources Corp.
USU0018LAC47
01. 06. 23
Ba3
BB
100,0000
17. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
500
$
312
Jaguar Land Rover Autom.
USG5002FAE63
15. 03. 20
Ba2
BB
100,0000
06. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
300

318
Arion Bank HF
XS1199968303
PerpNC5

99,7630
12. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
1
750

4
Governor
&
Co
of
the
Ban
XS1198677897
09.
04.
20
Ba1
BB+
99,6540
09. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
1500
$
712
Bombardier Inc.
USC10602BA41
15. 03. 25
B1
B+
100,0000
13. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
300

1
Infineon Technologies AG
XS1191115366
10. 09. 18

99,6190
10. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
1
500

2
Infineon
Technologies
AG
XS1191116174
10.
03.
22

99,4800
10. 03.
..................................................................................................................................................................................................................................................................
* Die Bewertungen beziehen sich auf die bisher ausgegebenen Anleihen dieses Schuldners bzw. Garanten.

M A M J

J A S O N D J

Weltindex

990

1770

985

1760

980

1750

975

1740

2.

Emerg. Markets

1780

4.

6.

970

2.

4.

Schluss Schluss
27.02.
06.03.
Weltindex
1772.86 1741.99
Emerg. Markets 990.66
973.14
Emerging-Markets-Regionen
Asien
479.26
477.29
Lateinamerika 2654.03 2463.40
Osteuropa
135.60
134.06

6.

% absolut
06.03. 06.03.
-1.74 -30.88
-1.77 -17.52
-0.41
-1.98
-7.18 -190.63
-1.13
-1.54
Quelle: MSCI

GELD- UND KAPITALMRKTE


World-Government-Bond-Index
215
210
205
200
195

M A M J

WGBI

Emerg. Markets

212.8

695.5
694.5

212.4

693.5

212.0
211.6

A S O N D

692.5
27.

3.

5.
Schluss
27.02.

High Yield
Market Index (SB) 859.27
Welt
World Gov. (SB) 212.62
Gl. Em. Mk. S. (SB) 695.02
Euro-Raum
EMU Gov. Bd. (SB) 228.24
EMU Pfandbr. (ML) 199.53

691.5

27.

Schluss
05.03.

3.

5.

% absolut
05.03. 05.03.

857.68

-0.18

-1.59

211.93
691.73

-0.32
-0.47

-0.68
-3.29

228.03
192.86

-0.09
-3.34

-0.21
-6.67

QUELLE: CREDIT SUISSE

ROHWARENMRKTE
Rohl (Brent)

AGENDA

120

Konjunktur und Politik

Unternehmen und Mrkte

9. 3.

9. 3.

Sentix-Investorenvertrauen Euro-Zone
Mrz (E): 15,0 (i. V.: 12,4)
Bruttoinlandprodukt Japan
4. Quartal (E). 0,5% (i. V.: 0,6%)

.............................................................................

10. 3.

Arbeitslosenquote Schweiz
Februar (E): 3,5% (i. V.: 3,5%)
Industrieproduktion Frankreich
Januar (i. V.: 0,1%)

11. 3.

.............................................................................

.............................................................................

13. 3.

Industrieproduktion Grossbritannien
Januar (E): 1,2% (i. V.: 0,5%)
MBA-Hypothekenantrge USA
Mrz (i. V.: 0,1%)

.............................................................................

12. 3.

Industrieproduktion Euro-Zone
Januar (E): 0,1% (i. V.: 0,2%)
Konsumentenpreisindex Deutschland
Februar (E): 0,1% (i. V.: 0,1%)
Importpreisindex USA
Februar (i. V.: 8,0%)

Verbrauchervertrauen Michigan
Mrz (E): 96,0. (i. V.: 95,4)
Industrieproduktion Japan
Januar (i. V.: 2,6%)

.............................................................................

16. 3.

Detailhandelsumsatz Schweiz
Februar (i. V.: 2,2%)
Industrieproduktion USA
Februar (i. V.: 0,2%)

.............................................................................

Lindt & Sprngli GJ 2014


G/A (E): Fr. 149.08 (i. V.: Fr. 132.53)
Geberit GJ 2014
G/A (E): Fr. 13.09 (i. V.: Fr. 11.59)
Galenica GJ 2014
G/A (E): Fr. 42.57 (i. V.: Fr. 45.71)
Huber + Suhner GJ 2014
G/A (E): Fr. 2.88 (i. V.: Fr. 1.67)
Peach Property
Jahresergebnis 2014

.............................................................................

11. 3.

.............................................................................

13. 3.

Alpiq GJ 2014
G/A (E): Fr. 2.06 (i. V.: Fr. 9.05)
SIX
Jahresergebnis 2014
Mikron GJ 2014
G/A (E): Fr. 0.11 (i. V.: Fr. 0.14)

Schmolz + Bickenbach GJ 2014


G/A (E): 0.03 (i. V.: 0.15)
Gategroup GJ 2014
G/A (E): Fr. 1.75 (i. V.: Fr. 1.09)
Dufry Galenica GJ 2014
G/A (E): Fr. 5.91 (i. V.: Fr. 6.45)
Egon Zehnder
Jahresergebnis 2014

10. 3.

.............................................................................

Zieht der Export an?

AKTIENMRKTE

Adecco GJ 2014
G/A (E): 3.77 (i. V.: . 3.22)
Ascom GJ 2014
G/A (E): Fr. 1.10 (i. V.: Fr. 1.06)
Edmond de Rothschild
Jahresergebnis 2014

.............................................................................

12. 3.

Lufthansa/Swiss
Jahresergebnis 2014
Swatch GJ 2014
G/A: Fr. 25.47 (i. V.: Fr. 29.88)
Tamedia GJ 2014
G/A (E): Fr. 11.53 (i. V.: Fr. 10.68)

UBS GJ 2014
G/A (E): Fr. 1.20 (i. V.: Fr. 1.52)
Schlatter
Jahresergebnis 2014
Mobilezone GJ 2014
G/A (E): Fr. 0.76 (i. V.: Fr. 0.61)

.............................................................................

16. 3.

Helvetia GJ 2014
G/A (E): Fr. 41.98 (i. V.: Fr. 40.89)
Calida GJ 2014
G/A (E): Fr. 2.20 (i. V.: Fr. 1.36)
Schweiter GJ 2014
G/A (E): Fr. 29.27 (i. V.: Fr. 21.14)
Tornos GJ 2014
G/A (E): Fr. 0 (i. V.: Fr. 2.44)
BFW Liegenschaften
Jahresergebnis 2014
Aryzta HJ 2014/2015
G/A: 4.22 (i. V.: 3.60)

.............................................................................
E: Erwarteter Wert; G/A: Gewinn pro Aktie; GJ: Geschftsjahr; i. V.: in
der Vorperiode; Q: Quartal.
QUELLE: BLOOMBERG, REUTERS, SDA, DIVERSE BANKEN.
(OHNE GEWHR UND ANSPRUCH AUF VOLLSTNDIGKEIT)

100
80
60
40

M A M J

Heizl Zrich

Rohl (Brent)

85

61.8
61.4

80

61.0

75

60.6
60.2

A S O N D

2.

4.

6.

70

06. 07. 08. 09. 10.


Kalenderwochen

Schluss Schluss
% absolut
27.02.
06.03. 06.03. 06.03.
Heizl (3000-6000 l; Fr./100 Liter, extra leicht)
Zrich (Vt.)
81.60
81.50 -0.12
-0.10
Basel (Vt.)
77.00
77.10
0.13
0.10
St. Gallen (Vt.)
78.80
79.60
1.02
0.80
Bern (Vt.)
85.10
85.80
0.82
0.70
Genf (Vt.)
77.52
77.20 -0.41
-0.32
Tessin (Vt.)
77.10
77.10
0.00
0.00
Heizl-Termin (3000-6000 l; Fr./100 L., extra leicht)
Zrich 2 Monate
81.30
82.60
1.60
1.30

Rscannzz-S1KH

<wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2NzU0MwcATert8g8AAAA=</wm>

<wm>10CFXKIQ6AMAwF0BN1-e3-ukElmSMIgp8haO6vCDjEc29doyR8lr4dfQ-FkpJrUa_RjKk1CzXWZAxkuEHL_C6j49eFNCcw3iLIAh8KURP6mHJN93k91MfwIXEAAAA=</wm>

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

HOCH BEWERTETER AKTIENMARKT

In den USA luft eine Erosion


der Unternehmensgewinne
Brsen-Radar, Seite 24

IMMOBILIENFINANZIERUNG

GESPRCH MIT CHRIS WATLING

Versicherungsgesellschaften
als Alternative zu Banken

Swiss-Market-Index

Monetre Insulinschbe
machen Aktien sehr teuer
Standpunkt, Seite 25

Private Finanzen, Seite 25

9080.03

0.73%

-0.01

-0.05

1 Euro in Franken

1.0688

0.16%

Goldpreis ($/Unze)

1167.40

-2.41%

10-jhriger Eidgenosse

Die menschliche Schwche als Goldgrube


Die grossen Bierbrauer der Welt wachsen weiter den Tabakherstellern dagegen fehlen die Perspektiven
Manche meiden Alkohol- und
Tabakfirmen aus moralischen
Grnden, andere bejubeln sie als
krisensichere Werte. Die beiden
scheinbar verwandten Bereiche
unterscheiden sich in ihrer
Dynamik aber deutlich.
Eugen Stamm
Auf einem Plan des Klosters St. Gallen
aus dem Jahr 820 sind drei Brauereien
eingezeichnet: Die erste produzierte das
beste Bier, es war fr noble Gste reserviert. Die zweite braute fr Arme und
vorbeiziehende Pilger und die dritte fr
die dort lebenden Mnche selbst. Diese
lebten nach der Vorschrift, alles, was sie
zum Leben brauchen, innerhalb der
Klostermauern herzustellen.

Vielfalt nur im Kleinen


Was vor Jahrhunderten eine lokale Tradition war, ist es auch heute wieder: Die
Zahl der registrierten Brauereien in der
Schweiz nimmt seit einem Vierteljahrhundert stark zu und erreichte Ende
2014 gemss Angaben der Zollverwaltung 483. Die grosse Vielfalt der Kleinbrauereien begeistert neugierige Konsumenten und lsst sie die triste Zeit vor
1991 vergessen, als ein Bierkartell von
rund 30 Brauereien die Schweiz beherrschte. Craft Beers, handwerklich
gebraute, ausdrucksstarke Biersorten,
sind weltweit gefragt und geniessen viel
Aufmerksamkeit.
Die jhrlich produzierte Menge Bier
wchst stetig. Sie hat gemss dem Statistikportal Statista innert zehn Jahren um
einen Drittel zugenommen und liegt
derzeit bei etwa 2 Mrd. Hektolitern (hl).
Ein zunehmend bedeutender Teil des
Ausstosses wird aber von wenigen globalen Konzernen hergestellt. Die vier
grssten haben ihren Weltmarktanteil
seit dem Jahr 2000 von 25% auf 45%
ausgedehnt. Sie haben die Welt untereinander aufgeteilt: Anheuser-Busch
InBev, der grsste von ihnen, dominiert
Nord- und Sdamerika. Der Branchenprimus produzierte im vergangenen
Jahr 459 Mio. hl Bier, tausendmal so
viel, wie in der Schweiz getrunken
wurde. SABMiller, der zweitgrsste und
international am breitesten aufgestellte
Hersteller, ist in Afrika und Australien
fhrend. Heineken ist in Europa, Indien
und einzelnen Lndern Afrikas der
wichtigste Anbieter, Carlsberg fhrt in
Nord- und Osteuropa.

Viele Marken, wenige Anbieter


Der durstige Konsument merkt von dieser Konzentration nichts. Neben den
wenigen weltbekannten Marken haben
die Konzerne Hunderte lokale Spezialitten in ihren Portfolios. Egal, ob der
Kufer sich fr ein australisches Fosters
entscheidet,
ein
niederlndisches
Grolsch oder ein italienisches Peroni,
den Umsatz verbucht in jedem Fall
SABMiller. Die fhrenden Konzerne
sind so gross geworden, weil sie laufend
Firmen zugekauft haben. In der vergangenen Dekade fanden gemss der Nachrichtenagentur Bloomberg bernahmen fr fast 200 Mrd. $ statt. Die
Aktienkurse reagieren meist positiv auf
die regelmssig auftauchenden Spekulationen, wer als Nchstes wen bernehmen knnte. Die Aktie von SABMiller
legte vergangenen September um 12%
zu, weil sich dem Vernehmen nach AB
InBev interessiert zeigte. Heineken dementierte zur selben Zeit, dass sich die
Firma von SABMiller kaufen lassen
will. Die einzige Grenze des Strebens
nach Grsse scheint von den Wettbewerbsbehrden gezogen zu werden.

Das Laster des einen ist die Freude des anderen: Aktien von Bier- und Tabakunternehmen haben ihre Reize.
Importe spielen im hiesigen Markt
eine bedeutende Rolle, sie machen ein
Viertel des Gesamtkonsums aus. Die
Schweizer trinken gerne auslndisches
Bier. Es ber weite Strecken zu transportieren, kostet aber schlicht zu viel
und lohnt sich nur bei teuren Premiumprodukten. Der grenzberschreitende
Handel macht darum gemss einer Studie des American Antitrust Institute
nur 5% der weltweiten Produktion aus.
In den wichtigsten Konsumlndern
haben sich im Biermarkt Duopole herausgebildet, einer der grossen vier gehrt meist dazu. Es ist kein Zufall, dass
in Deutschland, einem Land mit einer
starken und lebendigen Biertradition,
kein einzelner Anbieter dermassen dominant ist. Gemss dem Buch The
Economics of Beer hatte in den USA
das Aufkommen der Fernsehwerbung
nach dem Zweiten Weltkrieg einen
grossen Beitrag zum Niedergang der
lokalen Brauereien geleistet. Die vier
grssten Anbieter steigerten in dieser
Zeit ihren Anteil von 20% auf 90%.
In den westlichen Lndern stagniert
der Bierkonsum oder nimmt ab, whrend er in China, Brasilien, Russland
und Mexiko stark zunimmt. Die hohe

Bewertung der Braukonzerne ist Ausdruck der intakten Wachstumsaussichten und der wohl weiter andauernden
Konsolidierung. In China liegt der ProKopf-Konsum erst halb so hoch wie in
den USA, und trotzdem ist der Gesamtkonsum doppelt so hoch. Die Biermarke Snow, ein Joint Venture zwischen
China Resources Enterprises und SABMiller, drfte kaum jemandem im Westen ein Begriff sein und doch ist es die
meistgetrunkene Marke der Welt.

Krisenresistent
Ebenso unbekannt drfte hierzulande
die Zigarettenmarke Hongtashan sein,
die eine rote Pagode auf einem Hgel
zeigt. Sie gilt als wertvollste Marke aller
Konsumgter in China und wird vom
Staatsbetrieb CNTC hergestellt, der
eine Monopolstellung innehat. Er stellt
dreimal so viel Zigaretten her wie der
amerikanische Branchenriese Philip
Morris International (PMI), der die
internationalen Markenrechte an Marlboro besitzt.
Jhrlich werden Zigaretten im Wert
von ber 700 Mrd. $ an etwa 1 Mrd.
Raucher weltweit verkauft. In den ver-

Starke Zusammenballung in den Mrkten fr Genussmittel


Kotierte Zigarettenhersteller
Marktkapital KGV Dividenden(Mrd. Fr.)
2014 rendite
Philip Morris International
Altria
British American Tobacco
Japan Tobacco
Imperial Tobacco Group
Reynolds American

112
91
89
48
37
31

17
21
18
16
20
20

4,8%
3,8%
4,4%
3,0%
4,8%
3,9%

Brauereien und Brennereien

Anteil am Weltmarkt fr Zigaretten

17
5

43

9
12

14

China National Tobacco


Corporation
Philip Morris International
British American Tobacco
Japan Tobacco
Imperial Tobacco Group
Andere

Anteil am Weltmarkt fr Bier

Marktkapital KGV Dividenden(Mrd. Fr.)


2014 rendite
Anheuser-Busch InBev
SAB Miller
Diageo
Heineken
Pernod Ricard
Brown-Forman
Carlsberg

162
78
63
36
27
16
10

22
21
20
21
21
28
14

2,1%
2,1%
3,0%
1,4%
1,6%
1,4%
1,7%

19,7
44,7

9,6
9,2

4,4 6,2

6,2

Anheuser-Busch InBev
SAB Miller
Heineken
Carlsberg
China Resources Enterprise
Tsingtao Brewery
Andere

*Markenrechte auf die USA beschrnkt.


QUELLEN: BLOOMBERG, EUROMONITOR, WEBSITES DER UNTERNEHMEN

NZZ-INFOGRAFIK / tcf.

ILLUSTRATION AUREL MRKI

gangenen zehn Jahren sind die Absatzzahlen in Asien, dem Mittleren Osten
und Afrika gestiegen, in allen anderen
Regionen jedoch gefallen. Insgesamt
bewegt sich das verkaufte Volumen gemss Angaben von Euromonitor seit
mehreren Jahren seitwrts.
Die Schdlichkeit von Zigaretten
schreckt ab. In Deutschland hat sich die
Zahl der verkauften Zigaretten innerhalb von 25 Jahren halbiert, in Amerika
ist der Anteil der Raucher an der Bevlkerung seit 1965 von 45% auf 18% gesunken. Weil der Gesamtmarkt nicht
mehr wchst und das Eldorado China
abgeschottet ist, kmpfen die Konzerne
intensiv um Schwellenlnder wie die
Philippinen. Schtzungen gehen davon
aus, dass die Hlfte der Bevlkerung
von 100 Mio. Personen raucht.

Defensive Dividendentitel
Den Aktien von Zigarettenherstellern
werden defensive Qualitten zugesprochen, sie sollten sich also in Krisenzeiten besser halten als andere. Ein
Artikel des Journal of Financial Economics besttigt, dass die Korrelation
der Preisentwicklung von Tabak-Aktien
mit dem Gesamtmarkt in den Jahren
1926 bis 2006 nur 0,6 betragen hat, der
niedrigste Wert aller Industriezweige.
Die Bierindustrie weist ein sogenanntes
Beta von fast 1 auf.
Als weiterer Grund fr die Attraktivitt der Aktien wird die hohe Dividendenrendite genannt. Diese kommt zustande, weil die Konzerne den erwirtschafteten Cashflow fast vollstndig
ausschtten. Gleichzeitig haben sie ihre
Schuldenlast erhht, um substanzielle
Aktienrckkaufprogramme durchzufhren. Auf diesem Weg steigern sie den
Gewinn pro Aktie trotz stagnierendem
Markt. Die Schuldenlast muss irgendwann aber wieder abgebaut werden.
Hhere Zinsen drften die Dividendenrenditen schon bald nicht mehr als ausschlaggebend erscheinen lassen.
Unklar ist schliesslich, welche Bedeutung E-Zigaretten und andere weniger schdliche Alternativen eines Tages
erlangen werden. Derzeit ist sie noch
verschwindend gering. Die grossen Hersteller investieren selber in verschiedene Technologien. Der blaue Dunst
wird so schnell aber nicht ersetzt.

WOCHENVERNDERUNG
STAND: 06.03.15

GELDANLAGE

MRKTE UND MEINUNGEN

Keynesianischer
Endpunkt
Michael Ferber V Japan schafft es einfach nicht, die seit mehr als zwei Jahrzehnten dauernde Deflation zu berwinden trotz der ultraexpansiven
Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ).
Die Notenbank hat mittlerweile in ihrer
Bilanz einen riesigen Bestand an japanischen Staatsanleihen angehuft, laut
einer Studie der Landesbank BadenWrttemberg hielt die Bank of Japan
jngst fast 29% aller umlaufenden
Staatspapiere bei weiterhin steigender
Tendenz.
Dies lsst darauf schliessen, dass
Japan lngst an einem keynesianischen
Endpunkt angekommen ist, ab dem
die expansive Geldpolitik nicht mehr
wirkt. Der BoJ gelingt es nicht, mit ihrer
Geldschwemme Inflation zu schaffen,
obwohl gleichzeitig auch die Fiskalpolitik in Japan in den letzten Jahrzehnten
sehr expansiv gewesen ist. Gleichzeitig
steigt die Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandprodukt weiter.
Wie die Studie der Bank zeigt, ist die
Nachfrage der japanischen Wirtschaft
nach zustzlicher Liquiditt relativ
klein. Letztlich verlsst das viele aus
dem Nichts geschaffene Geld die BoJ
kaum, da die Geschftsbanken die
Liquiditt auf Konten bei der Notenbank bunkern.
Mit der Anhufung eines immer
grsseren Bestands an japanischen
Staatsobligationen ist die Bank of Japan
derweil dabei, die Staatsschulden zu
monetisieren. Kauft die Notenbank
weiterhin den Grossteil der Neuemissionen des japanischen Staats, so droht
auch kein Zahlungsausfall auf dessen
Obligationen. Die Verbindung zwischen
Regierung und Notenbank gilt in Japan
als eng. Auslnder halten lediglich rund
9% aller ausstehenden japanischen
Staatsobligationen. Die Analytiker der
Landesbank Baden-Wrttemberg gehen davon aus, dass die BoJ weiterhin
stark japanische Staatsanleihen kaufen
und irgendwann mit diesen unkonventionell verfahren wird. Sie halten es fr
denkbar, dass die Staatspapiere im Besitz der Notenbank zum Beispiel in eine
hundertjhrige Anleihe mit niedrigem
Zinssatz gewandelt werden.
Da die Verschuldung Japans in
Fremdwhrungen gering ist und der
Staat ber sehr hohe Devisenreserven
verfgt, knnte auch ein Ausfall bei
Fremdwhrungsverbindlichkeiten vorerst weiter vermieden werden. Das
grosse geldpolitische Experiment mit
Japan als (schlechtem) Beispiel dafr,
was der Euro-Zone blhen knnte,
drfte also noch eine gute Zeit lang weitergehen.

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Neu Zrcr Zitung

24 GELDANLAGE

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56


EQUITY

BRSEN-RADAR

OBLIGATIONEN

Erosion der Unternehmensgewinne knnte Rally in den USA gefhrden

Aussicht auf Kursgewinne


mit Skandinavien-Anleihen

Hohe Bewertung des Aktienmarkts


Der amerikanische Aktienmarkt
ist, gemessen am KGV, inzwischen hoch bewertet. Doch trotz
erodierenden Unternehmensgewinnen und unter den Erwartungen liegenden Konjunkturdaten hlt das Rally an. Ab wann
droht nun eine Korrektur?
Michael Rasch
Die Rekordjagd an den internationalen
Brsen hlt an, wenngleich es Mitte vergangener Woche einen ersten kleinen
Rckschlag gab. Dann trieben am Donnerstag jedoch Aussagen von EZB-Prsident Mario Draghi zum geplanten
Staatsanleihe-Kauf-Programm die Aktienkurse wieder nach oben. Ein Allzeithoch nach dem anderen in den
USA sagt allerdings noch nichts darber aus, ob der Markt nun teuer oder
gar berteuert ist. Ein Massstab dafr
ist jedoch das Kurs-Gewinn-Verhltnis
(KGV), in Grafik 1 gemessen am breiten S&P-500-Index. Danach hat die Bewertung dieses US-Indexes einmal
mehr ein stattliches Niveau erreicht.

Vorzeichen einer Rezession?


Alteingesessene Marktbeobachter wie
etwa Dennis Gartman, Herausgeber des
Brsenbriefs The Gartman Letter,
weisen zwar darauf hin, dass derlei einfache Massstbe ihre Probleme aufweisen, rumen aber ein, dass das KGV fr
den S&P 500 ein bisschen hoch erscheine, wenngleich es derzeit noch
nicht unerhrt hoch sei.
Frhere Spitzenwerte des KGV, etwa
whrend der Rezession 1920/21, der
Grossen Depression, der New-Economy-Blase oder der Finanzkrise von
2008/09 lagen zwar teilweise massiv hher. Doch dabei muss beachtet werden,
dass es sich um Spitzenwerte im Verlauf
der Krise handelte. In einer Rezession
oder einer Finanzkrise brechen die Unternehmensgewinne in der Regel stark
ein, was die Kurs-Gewinn-Verhltnisse,
die vielleicht schon vor der Krise recht
hoch waren, dann durch die Decke
schiessen lsst. Insofern knnte ein starker Gewinneinbruch auch diesmal die
KGV nochmals stark nach oben treiben.
Sorgen ber die Entwicklung der
Unternehmensgewinne in den Vereinigten Staaten sind durchaus berechtigt.
Wie Grafik 2 zeigt, vollzieht sich derzeit
eine deutliche Erosion der Unternehmensgewinne. Laut den Experten der
franzsischen Societ
e Gen
erale

ist ein
derartiger Einbruch der Vernderung
der erwarteten Unternehmensgewinne
ber eine Sechs-Monate-Periode in der
Vergangenheit typischerweise mit einer
Rezession der amerikanischen Wirtschaft einhergegangen.
Optimistische Beobachter knnten
einwenden, dass fr die Erosion der
Unternehmensgewinne vor allem der
Erdlsektor verantwortlich ist, da der
einbrechende lpreis auf die Unternehmen dieser Branche starke Auswirkungen hat, andere Sektoren jedoch von
einem niedrigeren Erdlpreis profitieren. Ob diese Theorie mit der Praxis
bereinstimmt, wird man sehen. Die
deutliche Erstarkung des Dollars drfte
jedenfalls auch bei Unternehmen aus-

Nordische Notenbanken bleiben auf expansivem Kurs

Der US-Aktienmarkt erscheint bereits recht teuer


Kurs-Gewinn-Verhltnis (KGV) des S&P-500-Indexes seit dem Jahr 1900

150

Finanzkrise 2008/09

100
80
60

Grosse Depression
Rezession
1920/21

40
30

New-Economy-Blase
Hohe Bewertung

20
10
5
1900

Niedrige Bewertung
1910

1920

1930

1940

1950

1960

1970

1980

1990

2000

2010

2 Einbruch der US-Unternehmensgewinne deutet auf Rezession hin


50
40
30
20
10
0
10
20
30
40
50
1986

1990
1995
2000
2005
2010
2015
6-Monate-Vernderung des annualisierten zwlfmonatigen Gewinns pro Aktie, in Punkten (linke Skala)
Reales Wachstum des US-Bruttoinlandprodukts, in Prozent (rechte Skala)

6
5
4
3
2
1
0
1
2
3

3 Deutlicher Rckgang der erwarteten Unternehmensgewinne


2000

1000
900
800
700

Erodierende
Gewinne

150
125
100
75
50

2003
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
S&P-500-Index, in Punkten
Konsensprognose des operativen Gewinns pro Aktie fr den S&P-500-Index, in Dollars
QUELLEN: THE GARTMAN LETTER, WWW.CHARTOFTHEDAY.COM, SOCIT GNRALE, YARDENI RESEARCH, BLOOMBERG

serhalb des Energiesektors auf die Gewinne drcken.


In die gleiche Kerbe in Sachen
Schwche des Erdlpreises und Strke
des Dollars schlagen auch der unabhngige konom Edward Yardeni sowie
zahlreiche weitere Beobachter. Laut
Yardeni ist die durchschnittliche Schtzung von Analytikern fr den Gewinn
pro Aktie beim S&P 500 seit vergangenen September von $ 133.04 auf derzeit
$ 120.58 (9%) fr 2015 angepasst worden. Die Schtzungen fr 2016 wurden
von den Prognostikern im gleichen
Zeitraum von $ 145.94 auf $ 136.68
(6%) korrigiert. Insofern stammt das
Hoch der erwarteten Gewinne vom
10. Oktober, als der Rekordwert von
$ 129.57 erreicht wurde. Der Entwicklung der Aktienkurse konnte diese
signifikante Korrektur der Gewinnerwartungen allerdings bisher nichts anhaben, wie das fortdauernde Rally der
US-Indizes zeigt.
Das Gleiche gilt fr den Einfluss der
weitgehend unter den Erwartungen
ausfallenden Konjunkturdaten auf den
amerikanischen Aktienmarkt. So weist
der fr seinen ausgeprgten Pessimismus bekannte Albert Edwards von der
Societ
e Gen
erale

darauf hin, dass die


negativen berraschungen bei den
amerikanischen Konjunkturdaten mas-

14

15

NZZ-INFOGRAFIK / lea.

siv zugenommen haben. Zuletzt bertrafen lediglich fnf Konjunkturbarometer die Erwartungen der Analytiker,
whrend ber dreissig diese verfehlten.

Stark berkaufter Stoxx 600


Nach dem Rally der letzten Wochen
rechnen einige Beobachter mit einer
Korrektur der Indizes bis etwa Ende
Mrz oder Anfang April. Dies gilt vor
allem fr die stark berkauften europischen Aktienbarometer. Doch auch in
den USA ist es mindestens Zeit fr eine
Verschnaufpause. Bei zahlreichen Indikatoren haben sich inzwischen Divergenzen zu den Indizes eingestellt. Diese
deuten ebenfalls darauf hin, dass ein
Rckschlag in der Luft liegt. Mittelfristig bleiben die allermeisten Beobachter
allerdings usserst optimistisch fr den
Aktienmarkt, was nicht zuletzt auch an
der mangelnden Attraktivitt des Anleihesektors liegt.
In Europa ist vor allem der breite
Stoxx-600-Index rekordhoch berkauft.
In den letzten 40 Jahren gab es nur zwei
Rallys, die hnlich steil verliefen, nmlich 1998 und 2000. In beiden Fllen
stellte sich danach eine Korrektur zwischen 7% und 9% ein, bevor der Index
seinen Aufschwung fortsetzte und ein
lngerfristig gltiges Hoch erzielte.

Anne-Barbara Luft V Die schwedische


Notenbank hat Mitte Februar im Kampf
gegen die deflationren Tendenzen zu
einer radikalen Massnahme gegriffen:
Der Leitzins wurde auf 0,1% und damit erstmals in den negativen Bereich
gesenkt. Die Riksbank folgt mit diesem
Schritt dem Vorbild der Europischen
Zentralbank (EZB) sowie der Notenbanken Dnemarks und der Schweiz.
Gleichzeitig wollen Schwedens Zentralbanker Mitte dieses Monats ein Anleihekaufprogramm mit einem Volumen von 10 Mrd. sKr. (1,15 Mrd. Fr.)
starten. Im Januar sind die Konsumentenpreise in dem skandinavischen Land
um 0,3% gefallen. Genau wie in der
Euro-Zone strebt auch die Zentralbank
Schwedens eine Inflationsrate von
knapp 2,0% an.

Deflation in Schweden
Fr dieses Jahr sind die Schtzungen fr
die Teuerung aber davon noch weit entfernt. Die Prognose der Riksbank fr
die Inflation liegt auf Jahressicht bei
0,1%. Beobachter erwarten daher, dass
die schwedischen Notenbanker an ihrem expansiven Kurs festhalten und sowohl die Leitzinsen weiter senken als
auch ihre Anleihekufe noch ausweiten
und verlngern werden. Viel Spielraum
haben sie jedoch nicht, da das Volumen
ausstehender schwedischer Staatsanleihen mit 800 Mrd. sKr. (93 Mrd. Fr.)
nicht riesig ist.
Hinsichtlich der Konjunkturerholung knnen die Schweden zufrieden
sein, das BIP-Wachstum lag 2014 bei
2,1%, fr dieses Jahr erwarten konomen ein Wachstum von 2,5%. Dies wird
zu einem grossen Teil den Exporten zugeschrieben, die sich aufgrund der
schwachen Krone noch ausweiten drften. Seit einigen Wochen ist die Krone
zum Euro aufgrund des bevorstehenden Anleihekaufprogramms der EZB
aber wieder strker geworden dasselbe gilt fr die norwegische Krone
(siehe Grafik). Analytiker halten es daher fr sehr wahrscheinlich, dass die
Riksbank an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten wird.
Ein erneuter Rckgang der Anleiherenditen ist daher mglich und knnte
Anlegern Kursgewinne bescheren. Auf
Sicht von zwlf Monaten erzielten Investoren mit schwedischen Staatsanleihen einen Ertrag von fast 13%. Damit
schnitten diese Zinstitel besser ab als
Staatsanleihen von Norwegen, die gemessen am Anleiheindex des Datenlieferanten Bloomberg einen Ertrag von
gut 10% brachten. In den vergangenen

Wochen sind die Renditen in den skandinavischen Staaten allerdings gestiegen (vgl. Grafik). Am klarsten war diese
Entwicklung in Norwegen. Dort legten
10-jhrige Staatsanleihen auf Monatssicht 16 Basispunkte zu. Schwedische
Titel stiegen um 13 Punkte.
Doch dieses Jahr knnte der Ertragsausweis norwegischer Staatspapiere
besser ausfallen als derjenige schwedischer Zinstitel: Auch von der Norges
Bank, der Notenbank Norwegens, erwarten Analytiker nmlich weitere Lockerungsmassnahmen. Zwar wuchs das
BIP im letzten Jahr um 2,2%, was dem
privaten und dem staatlichen Konsum
zu verdanken war. Doch wegen der fallenden Energiepreise ist fr dieses Jahr
damit zu rechen, dass sich das Konjunkturwachstum verlangsamen wird. konomen warnen vor steigender Arbeitslosigkeit und einem Rckgang der Exporte. Grosse norwegische Erdlkonzerne wie Statoil oder Conoco Philips
knnten in den kommenden Monaten
bis zu 40 000 Stellen streichen.

Steigende Preise in Norwegen


Analytiker der grssten skandinavischen
Bank, Nordea, rechnen bereits fr diesen
Monat mit einer Senkung der Leitzinsen.
Ziel der Notenbanker ist es, mit der
Massnahme neben der Untersttzung
der Binnenwirtschaft die Aufwertung
der norwegischen Krone zu bremsen.
Eine Bodenbildung des Erdlpreises und
das Anleihekaufprogramm der EZB
knnten zu einer weiteren Aufwertung
der Krone zum Euro fhren. Weitere
Zinsschritte der Norges Bank drften daher schon im Lauf des Jahres folgen, weshalb Beobachter auf fallende Renditen
am norwegischen Kapitalmarkt hoffen.
In einer Rede von Mitte Februar usserte sich Notenbank-Chef Oeystein
Olsen dahingehend, dass eine schwchere Krone ein ntiger Schritt zur Eindmmung der Exportrckgnge aufgrund der fallenden Gas- und Erdlpreise sei. Das ist Grund genug fr
Marktbeobachter, mit einem Zinsschritt
zu rechnen. Erst im Dezember hatte die
Notenbank Norwegens den Leitzins um
25 Basispunkte auf 1,25% gesenkt, was
im europischen Vergleich hoch ist. Bei
der Gelegenheit sagte Norges-BankChef Olsen, die Wahrscheinlichkeit fr
einen weiteren Zinsschritt im ersten
Halbjahr 2015 liege bei 50%. Anders als
im Rest von Europa gibt es in Norwegen
keine Sorgen wegen sinkender Konsumentenpreise. Die Inflationsrate liegt
mit 2,4% nur knapp unter dem Zielwert
der Notenbank von 2,5%.

Steigende Renditen und Whrungen im hohen Norden


Rendite 10-jhriger Staatsanleihen, in %

Entwicklung skandinavischer Whrungen

2,5

9,8
9,6
9,4
9,2
9,0
8,8
8,6
8,4
8,2
8,0

2,0
1,5
1,0
0,5
0
2015

2014
Norwegen

Schweden

Dnemark

9,7
9,6
9,5
9,4
9,3
9,2
9,1
9,0
8,9
8,8

2015

2014
in norwegischer Krone
in schwedischer Krone (rechte Skala)

QUELLE: BLOOMBERG

NZZ-INFOGRAFIK / lea. / e.

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Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

GELDANLAGE 25

EQUITY

Versicherungsgesellschaften als Alternative zu Banken


Versicherer bieten sehr attraktive
Konditionen fr Hypotheken mit
langen Laufzeiten. Ob sie im
Einzelfall bessere Hypothekargeber sind als die Banken, hngt
aber von vielen Umstnden ab.
Michael Schfer
Die Einfhrung von Negativzinsen
durch die Schweizerische Nationalbank
hat nicht nur einigen Wirbel an den
Finanzmrkten ausgelst, sondern auch
Banken in ihrer Funktion als Hypothekargeber vor neue Herausforderungen
gestellt. Die Ausgangslage hat sich fr
die Banken nun insofern massgeblich
verndert, als diese Absicherung in dem
neuen Umfeld deutlich teurer geworden
ist (vgl. NZZ vom 12. 2. 15). Das hat
eine zweite Gruppe von Anbietern an
Terrain gewinnen lassen, die von dieser
Vernderung nicht betroffen sind, die
Versicherungsgesellschaften.

Vorteil bei langen Laufzeiten


Fr diese stellen Hypotheken eine Anlageklasse dar im derzeitigen Umfeld
sogar eine sehr attraktive. Neben dem
Diversifikationseffekt und tiefen Risiken verspricht sie relativ hohe Renditen, etwa im Vergleich zu Pfandbriefen.
Versicherer bieten aber nicht fr alle
Laufzeiten gute Konditionen an. Wegen
ihrer langfristigen Verbindlichkeiten gegenber den Begnstigten prferieren
sie ebensolche Anlagen. Deshalb gilt
die Faustregel: je lnger die Laufzeit
einer Hypothek, umso attraktiver die
von ihnen offerierten Stze.
Gemss einer Studie des Finanzdienstleisters Moneypark finden sich in
der Regel ab einer Laufzeit von fnf
Jahren immer mehr Versicherer unter
den gnstigsten Anbietern. Dies gilt
auch in diesen Tagen. Whrend sich im
Hypothekenvergleich des Vermgenszentrums bei einer Laufzeit von sechs
Jahren nur drei Versicherungsgesellschaften unter den zehn billigsten Anbietern befinden (Pltze zwei bis vier),
dominieren sie das Bild bei zehnjhrigen Hypotheken. Nur auf Platz fnf
durchbricht dort ein Kreditinstitut die
Phalanx der sechs Versicherer.
Fokussiert man auf die Richtstze
der Anbieter und die derzeitige Prferenz der Immobilienkufer, langfristige
Festhypotheken abzuschliessen, fllt
das Urteil eindeutig aus: Die Versicherer haben hier die Nase vorn. Seit der
Einfhrung der Negativzinsen erhhten
sich die Abstnde zum Teil nochmals
markant. Fr zehnjhrige Hypotheken
etwa verlangt die gnstigste Bank (Appenzeller KB) rund 0,4 Prozentpunkte
mehr als der gnstigste Versicherer
(Zurich). Bei einer Kreditsumme von
1 Mio. Fr. betrgt der Unterschied im-

merhin 4000 Fr. pro Jahr. Verirrt man


sich zu einer noch teureren Bank, kann
sich die Differenz leicht verdoppeln.
Ebenfalls im Vorteil sind Versicherer,
wenn Kunden eine noch lnger laufende
Hypothek abschliessen wollen. Whrend die meisten Banken hier die Segel
streichen, bieten immerhin fnf von
sechs Assekuranzen solche Laufzeiten
an und das wiederum zu gnstigeren
Konditionen.
Die Wahl des Anbieters auf die
Richtstze von Hypotheken einer bestimmten Laufzeit zu reduzieren, wre
jedoch zu kurz gegriffen. Bei dieser Entscheidung sollte eine Reihe anderer
Faktoren bercksichtigt werden. Teilweise tun sich hier schon sprbare
Unterschiede zwischen den Banken auf,
noch grsser sind sie aber zwischen diesen und den Versicherern. Je nach Prferenzen der Kreditnehmer fallen diese
mehr oder minder ins Gewicht.
Produktpalette: Alle Versicherer bieten variable und feste Hypotheken an.
Laufzeiten ber 10 Jahre gibt es bei der
Zrich (bis 12 Jahre), Axa Winterthur
und Allianz Suisse (bis 15 Jahre, bei
Letzterer ab 1 Mio. Fr.), Helvetia (20
Jahre) sowie Swiss Life (bis 25 Jahre).
Libor-Hypotheken fhren nur die Axa
Winterthur (ab 1 Mio. Fr.) und Swiss
Life im Programm. In der Regel offerieren die Versicherer auch die Mglichkeit, eine Hypothek bis zu einem Jahr im
Voraus zu fixieren (Forward), Generali und Helvetia gar ohne Zuschlag.
Finanzierte Objekte: Im Vergleich mit
den Banken ist der Kreis der finanzierten Objekte bei den Versicherern wegen
Regelungen zur Solvenz deutlich enger
gezogen. In der Regel fokussieren Letztere auf die Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum, die Zrich
vergibt darber hinaus auch Hypotheken fr als Renditeliegenschaft erworbene Mehrfamilienhuser und fallweise
fr Gewerbeliegenschaften. Ausgeschlossen sind Baukredite und z. B. sogenannte Liebhaber- und Luxusobjekte,
Ferienwohnungen, angefangene Bauten, Bauland oder Objekte im Ausland.
Mehrere Versicherungsgesellschaften finanzieren Wohneigentum nur bis zu
einer maximalen Summe.

Gnstigste Anbieter Festhypotheken


Stand 3. 3. 2015; Versicherer halbfett

Fnfjhrige Laufzeit in % Zehnjhrige Laufzeit in %


Bernerland Bank
1,15 Zrich
1,27
.................................................................................
Genfer
KB
1,18
Axa
Winterthur
1,43
.................................................................................
Appenzeller
KB
1,20
Helvetia
1,55
.................................................................................
Bank
EKI
1,20 Allianz Suisse
1,65
.................................................................................
Lienhardt
&
Partner
1,20
Appenzeller
KB
1,65
.................................................................................
Migros
Bank
1,20 Generali
1,65
.................................................................................
Swiss
Life
1,20 Swiss Life
1,65
.................................................................................
Axa
Winterthur
1,23
Bank
EKI
1,70
.................................................................................
Zrcher
KB
1,24 Hypi Lenzburg
1,75
.................................................................................
Clientis
Zrcher RB 1,25 Raiffeisen
1,76
.................................................................................
Quelle: VZ Vermgenszentrum

Immobilienbewertung: So manche Finanzierung scheitert daran, dass das


Objekt vom kreditgebenden Institut so
tief bewertet wird, dass das Eigenkapital
der Kaufinteressenten nicht ausreicht.
Die Bewertungsmodelle der Anbieter
differieren jedoch, und Versicherer haben bei Experten den Ruf, eher zu hheren Ergebnissen zu gelangen.
Aufstockungen: Alle Versicherer geben an, Aufstockungen der Kredite fr
Renovationen zu gewhren. Zum Teil
legen sie hier jedoch strengere Regeln
an als Banken (etwa ein Hchstalter des
Hypothekarnehmers). Falls der Punkt
von hoher Relevanz ist, sollte er im Vorfeld genau abgeklrt werden.
Amortisationen: Analog zu Banken
fordern auch Versicherer innerhalb von
15 Jahren eine Amortisation der Hypothek auf zwei Drittel des Belehnungswerts. Darber hinaus muss dies zum
Zeitpunkt der Pensionierung bzw. bei
Erreichen eines gewissen Alters des
Kreditnehmers (60 oder 65 Jahre) der
Fall sein. Die meisten Versicherer erlauben es, vor Abschluss des Vertrags zustzliche Amortisationen zu vereinbaren. Im Fall einer vorzeitigen Rckzahlung der Hypothek gelten bei den
Versicherern die gleichen Regeln wie
bei den Banken. Eine Vorflligkeitsentschdigung wird besonders dann fllig,
wenn die Zinsen seit Abschluss der
Hypothek gesunken sind.
Abwicklung: Da Versicherer bei der
Kaufabwicklung in der Regel nur ein
Zahlungsversprechen in Hhe des Kreditbetrags abgeben, kann fr den Kufer
ein oft mit Mehrkosten verbundener Zusatzaufwand entstehen. Gleiches gilt,
wenn Eigenkapital in Form von Geldern
der zweiten oder dritten Sule eingebracht wird. Hufig msse der Kufer
die einzelnen Betrge auf einem Konto
bei seiner Bank konsolidieren, damit
diese ein Zahlungsversprechen ber den
gesamten Kaufpreis ausstellen knne,
sagt Michael Hartmann von Moneypark.

Wichtiges Abwgen
Ob ein Versicherer aus Sicht eines Hypothekarnehmers die bessere Wahl ist,
hngt stark vom jeweiligen Fall ab. Wer
die gnstigen Konditionen und die Planungssicherheit langfristiger Festhypotheken schtzt, findet dort in der Regel
die besten Konditionen. Zugleich muss
man aber bereit sein, die damit verbundenen Risiken zu tragen (muss eine
Hypothek entgegen der Planung frher
zurckgezahlt werden, drohen umso
hhere Vorflligkeitsentschdigungen,
je lnger die Restlaufzeit ist).
Schnell kann sich das Blatt wenden,
wenn man einen hohen Anteil der
Finanzierung mit einer kurzen Laufzeit
oder mit einer Libor-Hypothek bestreiten will. In jedem Fall sollte man sich gut
informieren, wie andere wichtige Vertragsbedingungen ausgestaltet sind.

SIE WRDEN KEINEN


BERG MIT FAST DER
RICHTIGEN AUSRSTUNG
ERKLIMMEN.

Standpunkt
...............................................................................................................................................................

Monetre Insulinschbe
machen die Aktien sehr teuer
Christof Leisinger V In den westlichen
Industriestaaten ist die Stimmung derzeit ziemlich gut. Die politischen Institutionen reden Probleme klein und
sehen die Zukunft rosig wie immer.
Die von ihnen gemeinhin optimistisch
interpretierten Konjunkturdaten werden auch von den Anlegern goutiert.
Vom Kursaufschwung der vergangenen
Jahre verwhnt und im Vertrauen auf
die Erfahrung, dass die Zentralbanken
bei Schwierigkeiten regelmssig stabilisierend intervenieren, kann sie derzeit
ohnehin kaum etwas schocken. Kursrckschlge gelten nicht als Drama,
sondern als gnstige Gelegenheit, um
in die Mrkte einzusteigen oder um bestehende Positionen zu erhhen.
Das sei zumindest kurzfristig eine
etwas bedenkliche Einstellung, meint
Chris Watling. Der CEO und Chefstratege des unabhngigen Beratungsunternehmens Longview Economics
macht darauf aufmerksam, dass sich
die internationalen Investoren verhielten wie die Passagiere eines
Kreuzfahrtschiffs. Sie verschben ihre
Liegesthle auf dem Deck jeweils genau dorthin, wohin die Zentralbanken
gerade die monetren Sonnenstrahlen richteten. Das habe in den vergangenen Monaten dazu gefhrt, dass
sie sich tendenziell von amerikanischen Papieren verabschiedet und europischen Aktien und Bonds zugewandt htten. Betrachte man die
Kursentwicklung jeweils in lokaler
Whrung, sehe sie oft beeindruckend
aus. Rechne man dagegen in Dollars,
htten die meisten Mrkte die Hochs
des letzten Jahres noch nicht wieder
erreicht. Rekordstnde seien lediglich
dort zu beobachten, wo die Zentralbanken die Binnenwirtschaft beflgeln wollten, indem sie die Whrungen auf Kosten der umliegenden Regionen schwchten.
Betrachte man die Entwicklung
der Gewinnschtzungen fr die Unternehmen in aller Welt in Dollars, so
htten sich diese in den vergangenen
Monaten verschlechtert. Die Gewinnerwartungen seien zum Teil sogar
richtig deutlich zurckgegangen. Das
sei sehr ungewhnlich fr einen zyklischen Bullenmarkt und habe in
der Vergangenheit oft auf einen Abschwung hingedeutet, sagt Watling.
Die Anleger ignorierten das Phnomen. Getrieben von monetren Insulinschben, tendierten die europischen Mrkte zwar immer noch
dynamisch nach oben, dabei verdichteten sich weltweit die Anzeichen fr
wenigstens eine kurzzeitige Korrektur. Watling verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene technische Indikatoren, wie etwa Marktbreite, Struktur der Volatilittskur-

ven, relative Strke oder auch die auf


sehr hohem Niveau stagnierenden
Wertpapierkufe auf Kredit an der
New York Stock Exchange.
Kurzfristig regten technische Faktoren wie diese zum Nachdenken darber an, ob man als Anleger weiterhin
Aktien bergewichtet haben sollte.
Mittelfristig seien die Preisentwicklung bei Rohstoffen, die zunehmende
Renditedifferenz bei Anleihen und
die relative Schwche in wichtigen
Schwellenlndern wie etwa Brasilien,
China, Russland und der Trkei bedenklich. Dazu kommt die hohe Bewertung amerikanischer Aktien in
Verbindung mit ausserordentlichen
.................................................................................

Wir mssen
von dem
keynesianischen Denken
wegkommen.
PD

Wer sind die


besten Anbieter von Hypotheken?

Chris Watling
Longview Economics

.................................................................................

Ertragsmargen, welche bei steigenden


Lhnen rasch unter Druck geraten
wrden, wie Watling befrchtet.
Die USA und China seien im Kern
verantwortlich fr das Wirtschaftswachstum in der Welt, und Europa
werde davon auf passive Weise ber
den internationalen Handel beeinflusst, argumentiert er. In diesem Sinne sei die amerikanische Zentralbank
auf der monetren Seite die wichtigste
Institution der Welt auch wenn die
Europische Zentralbank ber mehrere Monate hinweg Wertpapiere in
betrchtlichem Umfang erwerben
werde. Eine flacher werdende Renditekurve in den USA sei fr die kommenden Monate, sptestens fr 2016
ein kritisches Zeichen.
Anleger sollten die nchste Zeit
nutzen, um sich defensiver zu positionieren, rt Watling und denkt dabei
unter anderem an den Kauf von Gold.
Wichtig sei derzeit, whlerisch zu sein.
Chinesische Aktien knnten aufgrund
der Liquidittssituation taktisch interessant werden, in Indien lasse sich in
einem etwas teuren Markt auf den Erfolg von Strukturreformen wetten.
Grundstzlich werde der globale
Whrungskrieg nicht fr mehr Wachstum sorgen, solange das Finanzsystem
nicht ausgemistet worden sei, ussert
Watling seine Befrchtung. Man msse weltweit vom keynesianischen
Denken wegkommen und zu Rahmenbedingungen gelangen, in welchen der Zusammenhang zwischen
Schulden und konomischen Zyklen
bercksichtigt werde.

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Diese Information ist fr professionelle Anleger bestimmt (einschlielich geeignete Gegenparteien gem der Definition der FCA), die in Sachen Anlagen als fachkundig und erfahren gelten. SPDR ETFs ist die ETF-Plattform von State Street Global
Advisors, zu der Fonds gehren, die von den europischen Aufsichtsbehrden als offene OGAW zugelassen wurden. ETFs (Exchange Traded Funds) werden wie Aktien gehandelt, sind Anlagerisiken ausgesetzt und unterliegen Schwankungen des
Marktwerts. Der Wert der Anlage kann sowohl steigen als auch fallen, daher ist die Rendite Schwankungen unterworfen. Vernderungen der Wechselkurse knnen nachteilige Auswirkungen auf den Wert, den Kurs oder den Ertrag einer Anlage haben.
Darber hinaus gibt es keine Garantie, dass ein ETF sein Anlageziel erreicht. SPDR ETFs sind unter Umstnden nicht fr Sie verfgbar oder geeignet. Die hier zur Verfgung gestellte Information ist keine Anlageberatung i.S.d. EU-Richtlinie (2004/39/EC MiFID) und sollte auch nicht als solche verstanden werden. Sie sollte weder als
Aufforderung zum Kauf noch als Angebot zum Verkauf eines Wertpapiers angesehen werden und bercksichtigt weder die spezifischen Anlageziele, Strategien und Steuerposition noch den Anlagehorizont eines einzelnen Anlegers. SPDR ETFs drfen nur in Gerichtsbarkeiten angeboten oder verkauft werden, in denen dies zulssig ist, unter
Einhaltung der geltenden Vorschriften. Vor der Anlage sollten sich vor einer Anlageentscheidung den fr die SPDR ETFs relevanten Emissionsprospekt sowie die wesentliche Anlegerinformationen (KIID) beschaffen und diese lesen. Weitere Informationen sowie Anlageprospekt und KIIDs, in denen die Merkmale, Kosten und Risiken von
SPDR ETFs beschrieben sind, stehen allen Personen mit Wohnsitz in den Lndern, in denen SPDR ETFs zum Vertrieb zugelassen sind, unter www.spdrseurope.com zur Verfgung, knnen aber auch bei einer rtlichen SSGA Niederlassung angefordert werden. SPDR ist eine eingetragene Marke von Standard & Poors Financial Services
LLC (S&P) und wurde fr die Nutzung durch State Street Corporation lizenziert. Kein von State Street Corporation oder dessen verbundenen Unternehmen angebotenes Finanzprodukt wird von S&P oder dessen verbundenen Unternehmen gesponsert, untersttzt, verkauft oder beworben, und S&P und seine verbundenen Unternehmen
bernehmen keinerlei Gewhr fr die Zweckmigkeit eines Kaufs, Verkaufs oder Besitzes von Anteilen an solchen Produkten. 2015 State Street Corporation Alle Rechte vorbehalten. IBGE-1154

26

Neue Zrcher Zeitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Einladung der Aktionre/-innen zur

20. ordenTliChen generalVersaMMlung

Dienstag, 31. Mrz 2015, um 10.30 Uhr, Kongresszentrum der Messe Basel, Messeplatz 21, 4058 Basel

TrakTanden und anTrge


des VerwalTungsraTes

unTerlagen/adMinisTraTiVe
anordnungen

1. geschftsbericht, Jahresrechnung und


konzernrechnung der Clariant ag fr das
geschftsjahr 2014
2. entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der geschftsleitung
3. Verwendung des Bilanzgewinns der
Clariant ag und ausschttung aus
reserven aus kapitaleinlagen
4. wahlen
5. genehmigung von Vergtungen

geschftsbericht 2014
Der Geschftsbericht 2014 einschliesslich Vergtungsbericht, Jahresrechnung der Clariant AG und Konzernrechnung, die Berichte der Revisionsstelle sowie die
Traktanden und Antrge des Verwaltungsrates liegen ab
dem 10. Mrz 2015 am Sitz der Gesellschaft zur Einsichtnahme durch die Aktionre/-innen auf. Ein PDF
kann ber www.clariant.com abgerufen werden. Zudem
kann der Geschftsbericht 2014 von den Aktionren/
-innen bei der Gesellschaft oder via Investor Web Service
auf www.sherpany.com (Sherpany) bestellt werden.

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<wm>10CFXKsQ6DMAxF0S9y9J5jJw4eERtiQOxZqs79_6ktG9K929n39IL7dTuu7UwfPigddSgy1EqEpnUUdyYqqoK-sHEguvLhxUybgfNvBPXXZBOGmE5jK5_X-wsSCgCDcgAAAA==</wm>

Der vollstndige Wortlaut der Traktanden und Antrge


erreicht die Aktionre/-innen mit der persnlichen
Einladung und wird im Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB am 9. Mrz 2015 publiziert.

Zutrittskarten
Die Zutrittskarten und das Stimmmaterial knnen bei der
Clariant AG, Aktienregister, c/o ShareCommService AG,
Europastrasse 29, 8152 Glattbrugg, Schweiz, oder via
Investor Web Service auf www.sherpany.com (Sherpany)
bestellt werden. Zutrittskarten mit entsprechendem
Stimmmaterial werden ab dem 13. Mrz 2015 verschickt.

Stimmberechtigt sind die bis und mit 25. Mrz 2015


im Aktienregister eingetragenen Aktionre/-innen. Hinweis: Vom 26. bis 31. Mrz 2015 bleibt das Aktienregister fr Eintragungen und Austragungen geschlossen.
Verkauf von Aktien: Im Falle eines Verkaufes aus dem
auf der Zutrittskarte aufgefhrten Bestand der Aktien
ist der/die Aktionr/-in fr diese Aktien nicht mehr
stimmberechtigt. Die ihm/ihr zugestellte Zutrittskarte
und das Stimmmaterial sind deshalb vor Beginn der
Generalversammlung am Schalter des Aktienbros berichtigen zu lassen.

VollMaChTerTeilung
Aktionre/-innen, die an der Generalversammlung
nicht teilnehmen, knnen sich vertreten lassen durch:
ihren gesetzlichen Vertreter,
eine/-n andere/-n Aktionr/-in,
den unabhngigen Stimmrechtsvertreter
Herrn Dr. Balthasar Settelen, Rechtsanwalt,
SwissLegal Duerr + Partner, Centralbahnstrasse 7,
CH-4010 Basel, Schweiz.

Alternativ kann der unabhngige Stimmrechtsvertreter


auch via Investor Web Service auf www.sherpany.com
(Sherpany) instruiert werden. Weisungen und Weisungsnderungen knnen auf Sherpany bis sptestens
29. Mrz 2015 um 23.59 Uhr MEZ erfolgen.

korrespondenZ
Smtliche die Generalversammlung betreffende
Korrespondenz bitten wir an das Aktienregister zu
richten: ShareCommService AG, Europastrasse 29,
8152 Glattbrugg, Schweiz.

Trffnung und apro


Trffnung ist um 09.30 Uhr; die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr. Im Anschluss an die Generalversammlung laden wir Sie herzlich zu einem Apro ein.
Mit freundlichen Grssen
Fr den Verwaltungsrat der Clariant AG

Dr. Rudolf Wehrli, Prsident

OFFICE DES FAILLITES DE LARRONDISSEMENT


DE LA BROYE ET DU NORD VAUDOIS

Ventes aux enchres


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9 h 12 h, puis l'aprs-midi de 14 h 16 h 30, dans les
locaux de VHF-Technologies SA, Flexcell, (halle de
production) rue Edouard-Verdan, 1400 Yverdon-les-Bains,
lofce des faillites susmentionn procdera la vente aux
enchres publiques, au comptant (chques non admis), sans
aucune garantie, au plus offrant, des biens suivants:
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mesure, palan, compresseurs, gnrateurs, pompes,
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FINANCIAL INDUSTRY

Neu Zrcr Zitung

9. Mrz 2015 V Nr. 56

SWISS-PERFORMANCE-INDEX 27

EQUITY

SPI

9083,83
1.82%

SLI

Schluss
06.03.

1345,81
1.16%

Vol. in
% absolut
Stck 27.02.15 27.02.15

SPI SEIT VORWOCHE

Relative Gewinner und Verlierer der Branchen im SPI


Das Vier-Felder-Diagramm illustriert die Performance der Branchen-Indizes im Swiss-Performance-Index (SPI) in zwei
verschiedenen Zeitrumen. Die vertikale Achse zeigt die Vernderung in den vergangenen 4 Monaten, die horizontale
Achse die Vernderung des vergangenen Monats. Die Branchen mit der relativ gesehen besten Performance benden
sich in dem Quadranten rechts oben, die Branchen mit der relativ gesehen schlechtesten Performance links unten. Die
Grsse der Kreise, mit denen die Branchen dargestellt sind, richtet sich nach der 100-Tage-Volatilitt der Branchen.

1.01
0.04
65.25
18.40
56.00
1.45
17.10
0.09
0.49
4.80

145.00
92.50
4.28
92.35
7.00
6.59
13.35
14.45
265.00
13.30

23t
4830
17t
407t
2559
536t
2267t
12t
3959
855

-9.38
-7.08
-6.96
-6.72
-6.67
-5.86
-5.65
-5.56
-5.02
-5.00

-15.00
-7.05
-0.32
-6.65
-0.50
-0.41
-0.80
-0.85
-14.00
-0.70

schlechter

Schluss
06.03.

Automobil (+25,40% seit 4 Wochen)


Reisen u. Freizeit

Finanzdienste

+10

Chemie

Versicherungen

Bau und Materialien

Medien

Technologie

Nahrung

Industrie
Gesundheit

Detailhandel

Energie

Banken

0.11
1.35
17.36
20.56
23.30
76.15
96.20
0.90
1.70
13.35

17348t
16049t
11752t
6667t
4948t
4313t
4097t
3295t
2689t
2267t

57.14
297.06
3.64
0.54
0.13
2.35
-1.28
-2.17
1.80
-5.65

0.04
1.01
0.61
0.11
0.03
1.75
-1.25
-0.02
0.03
-0.80

Medien
Automobil
Reisen u. Freizeit
Technologie
Finanzdienste
Telekommunikation
Bau und Materialien
Small Caps
Nahrung
Mid Caps
Gesundheit
Chemie
SPI
Large Caps
Versicherungen
SPI (Preisindex)
Energie
Industrie
Detailhandel
Banken
Konsumgter
Erdl u. Erdgas
Rohstoffe

598.11
1638
1136
609.21
1292
1740
2471
18286
3888
11002
2263
2514
9084
8886
1133
566.20
1578
1569
1436
869.87
3814
80.18
462.84

52 Wochen
Hoch
Tief
23.35
16.75
18.00
11.46
125.10
80.60
5.24
1.28
79.80
56.60
218.70
163.60
30.20
15.55
1.80
1.05
11.50
6.99
150.20
120.20
0.18
0.0400
58.85
47.55
44.80
22.12
369.50
269.00
88.65
64.40
18.85
11.45
209.30
130.50
52.60
41.55
131.20
101.60
45.65
40.00
533.00
455.50
1250
857.00
961.00
885.00
124.10
79.75
80.10
60.00
559.00
472.75
2540
1950
2575
1950
16.85
11.65
219.50
173.50
33.50
26.25
33.85
26.10
47.40
26.55
900.00
650.00
130.75
88.00
231.00
208.00
67.90
58.00
4.39
1.65
47.95
13.05
317.00
215.20
487.00
266.00
108.00
74.90
347.00
295.50
39.90
30.60
269.00
185.50
62.85
47.50
274.00
209.00
18.90
10.25
24.50
2.85
38.90
31.55
18.83
13.50
72.50
49.65
717.50
463.50
52.00
36.00
3803
2044
193.70
99.00
1265
925.00
100.50
92.50
29.75
18.57
3.10
0.0900
147.20
102.00
81.45
62.50
168.00
120.50
51.00
21.60
12.25
8.61
402.00
367.75
390.00
274.25
426.50
314.00
1.72
1.07
108.00
74.25
696.50
537.50
1082
758.50
959.00
694.00
18.70
14.45
31.80
17.90
362.20
271.70
738.00
494.75
1948
1303
19.25
16.45
21.60
15.50
2.41
0.97
1552
1170
380.00
297.00
510.00
318.00
505.00
402.50
92.25
75.40
18.75
14.40
141.50
106.90
86.05
56.50
52.45
38.45
738.50
548.00
4345
3980
68.35
47.30
339.50
250.00
583.00
429.00
393.00
329.50
155.00
102.20
46.56
33.77
82.80
67.25
574.00
396.25
48.50
38.50
165.30
118.00
16.70
10.05
142.90
113.20
415.00
217.70
7.59
3.44

S
S
S

S
S

ABB N
Accu N
Actelion N
Addex Therapeutics
Adecco N
Adval Tech N
AFG Arb. Forster N
Airesis N
Airopack Tech.
Allreal N
Alpha Petrovision
Also Holding
AMS I
APG SGA N
Aryzta N
Ascom N
Autoneum N
Bachem N
Bloise N
Bank Coop
Bank Linth N
Barry Callebaut N
Baselland PS
Basilea Pharmac. N
Basler KB PS
BCV N
Belimo N
Bell N
Bellevue N
Berner KB N
BFW Liegensch. N
BKW
Bobst N
Bondpartners I
Bossard N
Bq. Cant. Geneve I
Bq. Canton du Jura I
Bq. Prol de Gestion I
Bravoy Rumbo Grp.
Bucher Ind. N
Burckhardt Comp. N
Burkhalter
BVZ N
Calida Holding N
Carlo Gavazzi I
Cembra Money Bank
Cham Paper N
Charles Vgele I
CI Com I
Cicor Technologies N
Clariant N
Coltene N
Comet N
Comp. Fin. Tradition I
Conzzeta
Cosmo Pharmac.N
CPH N
Crealogix N
Credit Suisse Group N
Cytos Biotechn. N
Dtwyler
DKSH Holding
Dufry N
Edisun Power N
EFG N
Elma Electronic N
Emmi N
EMS-Chemie N
Evolva Holding N
Feintool Intern. N
Flughafen Zrich N
Forbo N
Galenica N
GAM N
Gategroup N
Geberit N
Georg Fischer N
Givaudan N
Glarner KB
Goldbach Group N
Gottex Fund N
Graubndner KB PS
Grp. Minoteries SA
Gurit I
Helvetia N
HIAG Immobilien
Highlight Ev. and Ent.
Hochdorf N
Holcim N
Huber + Suhner N
Hgli I
Hypo Lenzburg N
Implenia N
Incon N
Interroll N
Intershop I
IVF Hartmann Hold.
Julius Br N
Jungfraubahn N
Kaba N
Kardex N
Komax N
Kudelski I
Khne + Nagel N
Kuoni N
Leclanch N

18.95
15.04
11.32
6.08
5.90
5.85
5.19
4.55
4.42
4.25
3.42
2.95
2.56
2.25
2.11
1.55
1.51
1.24
-0.98
-1.14
-3.77
-10.90
-13.68

WWWWWWWWW
95.27
WWWWWWWW
214.19
WWWWWW
115.52
WWW
34.94
WWW
71.97
96.20
WWW
WWW
121.87
WW
796.41
WW
164.73
WW
448.52
WW
74.75
WW
72.14
W
226.80
W
195.65
W
23.45
W
8.66
W
23.52
W
19.24
W
-14.22
W
-10.06
WW
-149.21
WWWWWW
-9.81
WWWWWWW
-73.37

2013

2014

Medien

10

220

SPI (+7,27% seit 4 Wochen, +4,97% seit 4 Monaten)

180

Rohstoffe

140
20
4

+2

+4

+6

+8

+10

+12

100-Tage-Volatilitt

+14

100

+16

60

2011

QUELLE: VWD / SIX SWISS EXCHANGE

2012

SPI

Medien

ANALYSE DES SWISS-PERFORMANCE-INDEXES (SPI)


52-Wochen-Vergleich
Tief
Hoch

absolut zu
30.12.14

Konsumgter

Telekommunikation

Erdl u. Erdgas

MEISTGEHANDELTE TITEL
Therametrics
Cytos Biotechn. N
UBS Group
ABB N
Credit Suisse Group N
Nestl N
Novartis N
Schmolz+Bickenb. N
Evolva Holding N
Logitech Intern. N

% zu
30.12.14

ENTWICKLUNG SEIT JAHRESBEGINN

besser als der SPI

+20

besser

297.06
57.14
26.20
10.82
10.82
9.76
9.61
8.41
8.32
7.19

schlechter als der SPI

16049t
17348t
26t
5032
22t
192t
17t
12t
20t
1226

In den vergangenen 4 Monaten (%)

1.35
0.11
314.25
188.40
573.50
16.30
195.00
1.16
6.38
71.60

VERLIERER
Siegfried N
Feintool Intern. N
Tornos N
PSP Swiss Prop. N
CI Com I
Meyer Burger N
Logitech Intern. N
Orascom N
Schaffner N
Accu N

BRANCHEN-INDIZES SPI

Gewinner
in 4 Wochen
in 4 Monaten
aufholende Werte
in 4 Wochen
in 4 Monaten

In den vergangenen 4 Wochen (%)

GEWINNER
Cytos Biotechn. N
Therametrics
Leonteq
VZ Holding N
Kaba N
Ascom N
Autoneum N
Airesis N
Micronas N
Coltene N

zurckfallende Werte
in 4 Wochen
in 4 Monaten
Index
Verlierer
in 4 Wochen
in 4 Monaten

Schluss
%
06.03. 27.02.
20.56
0.54
13.30 -5.00
112.60 -1.31
3.14 -1.26
75.15
0.20
180.90
0.56
18.45 -0.54
1.16
8.41
10.55 -4.09
144.30 -1.30
0.0500
0.00
56.05 -4.35
44.80
6.29
368.00
5.14
77.90
2.23
16.30
9.76
195.00
9.61
48.30
2.33
129.50
4.44
43.00
2.14
531.00
0.19
983.50 -0.51
906.00 -1.47
120.90 -0.49
67.90
0.30
548.50
0.46
2310
1.32
2320 -2.03
15.30 -1.29
204.20
2.10
33.50
0.00
31.00
0.65
30.60 -0.81
720.00 -2.04
116.60
1.48
229.00
1.78
64.95
4.67
1.68 -4.00
16.40
4.79
238.70 -4.90
367.25 -1.54
106.40
3.10
335.00 -0.07
39.90
5.56
210.00 -2.55
59.50
0.00
240.00
0.42
13.75 -2.83
7.00 -6.67
35.50
0.85
17.49
1.33
71.60
7.19
697.00
4.65
46.10
5.73
3391
0.36
175.80 -0.51
1000
0.40
92.50 -0.54
23.30
0.13
1.35 297.06
130.60
4.48
79.65
1.46
137.10 -0.44
35.60
1.14
11.35
2.25
386.50
0.00
339.00 -1.45
418.25 -0.18
1.70
1.80
92.50 -7.08
686.50
0.59
1013 -0.30
840.00
1.57
18.40 -1.08
31.20
3.65
343.30
1.09
698.50
2.05
1827 -0.22
18.15
2.25
17.80
0.00
1.12 -0.88
1506 -0.99
322.00
1.02
420.00 -1.87
495.00
3.34
89.80 -0.77
15.50
1.97
128.30
1.02
74.40
1.16
43.00 -2.49
732.00
0.90
4341
0.95
66.45
3.26
328.50
1.00
515.50
3.20
381.00 -0.65
149.00 -1.32
45.70
3.84
78.90 -0.38
573.50 10.82
47.70
2.36
163.20
6.25
12.45 -2.73
142.40
2.59
349.75
5.43
4.30
6.17

%
2015
-2.74
-14.19
-2.34
35.34
9.15
0.84
-25.15
-11.45
36.13
5.25
-37.50
8.10
23.59
26.90
1.23
6.89
15.04
-1.43
1.33
0.94
3.81
-3.77
1.17
31.20
6.01
1.76
0.00
-5.23
6.99
12.51
6.35
5.26
-20.31
-10.00
6.68
6.96
9.16
-23.29
9.70
-4.10
-3.55
23.22
8.59
8.28
-0.47
8.18
-0.41
9.13
-28.93
-0.14
4.61
13.65
7.89
9.24
0.18
19.75
-11.43
-6.47
-7.10
486.96
2.27
4.80
-7.99
1.71
-2.16
0.52
-3.42
3.59
28.79
-9.14
3.00
1.86
6.06
2.22
9.86
1.45
11.05
1.90
4.31
-1.11
-22.76
7.57
-5.29
9.23
4.43
7.61
-3.13
-7.03
4.27
-9.28
1.17
4.35
15.06
6.57
-1.90
7.02
10.37
-0.24
4.50
14.13
3.14
12.94
2.89
5.25
16.10
-10.97

%
1 Jahr
-10.06
16.06
24.90
40.18
-1.51
7.04
-37.03
-32.56
19.89
16.37
-72.22
12.55
87.13
26.46
4.77
-9.19
25.32
-3.40
13.60
-3.26
16.38
-9.69
-2.58
-2.26
-14.70
5.89
-4.51
-3.13
-7.55
-4.36
26.89
4.38
-13.07
-17.71
3.64
0.00
-4.13
-48.47
-12.96
-20.16
42.82
6.77
27.68
-4.81
-1.73
8.40
27.91
94.44
4.57
-6.72
35.73
39.12
-1.91
63.46
69.36
-19.16
-6.57
-18.10
-52.63
-3.90
16.36
-8.29
28.06
-6.58
-3.56
8.13
22.65
11.84
6.44
20.23
28.63
-12.18
13.58
6.12
22.08
-0.78
31.63
-10.10
-54.29
22.94
4.46
-17.57
7.96
-9.36
15.07
1.43
-12.24
27.97
5.54
0.76
1.86
-6.02
11.89
44.24
9.72
14.68
29.60
22.78
16.07
-1.58
14.75
-7.96
3.12

%
3 Jahre
14.60
-8.28
234.03
-52.57
64.44
-1.52
-13.38
-21.09
19.34
13.88
42.08
330.77
135.44
76.24
75.27
276.45
25.62
85.93
-29.51
21.37
10.94
-30.84
162.83
-39.21
17.20
33.53
21.98
-10.00
-19.13
19.43
-15.53
24.39
-27.27
87.31
11.27
-1.59
-56.92
24.58
60.51
114.52
-15.88
42.50
-0.99
38.01
-31.25
118.07
6.29
45.27
110.59
299.43
-36.81
112.32
745.19
-28.57
-5.61
2.33
-21.63
82.79
26.59
-17.21
40.99
-10.89
68.66
148.96
254.17
43.63
101.91
74.96
54.13
55.93
9.47
83.39
71.20
119.06
-25.83
-58.82
29.83
-34.22
-16.08
57.77
-21.49
68.70
28.83
-6.52
24.70
-1.36
131.53
71.09
58.49
16.60
71.26
34.00
37.70
57.99
222.30
96.51
91.54
24.80
24.02
-66.92

SPI:1.82% zum 27.02.


% gezahlte
5 Jahre
Div.
-8.87
0.70
15.65
135.56
1.20
-73.94
30.70
1.80
-11.32
-24.69
0.30
-25.16
51.80
35.12
5.50
23.19
1.40
655.48
0.21
250.48
12.00
91.87
0.53
41.74
0.40
1.30
-25.98
1.75
41.30
4.75
-38.08
1.80
6.20
8.00
53.07
15.50
-15.33
34.00
46.63
-44.98
3.10
16.02
32.00
101.92
65.00
45.00
60.00
-62.41
1.00
-13.47
5.50
45.97
0.56
-60.76
1.20
-19.05
0.75
-28.00
30.00
276.43
3.00
-1.51
4.50
8.16
1.80
-82.57
82.07
6.50
78.28
10.00
294.07
4.40
-23.86
10.00
110.00
0.80
50.00
12.00
2.85
11.16
3.00
-67.34
-22.05
4.72
0.30
38.59
0.36
20.74
2.20
378.05
8.00
-61.90
2.50
125.82
93.74
757.56
1.00
-34.12
13.00
42.31
-53.48
0.70
-88.62
112.36
2.80
1.10
84.03
-54.36
-28.62
0.20
-8.52
154.89
3.80
214.00
11.00
-38.85
91.04
1.20
104.93
10.00
168.70
14.00
105.38
14.00
43.19
0.65
-13.57
0.30
79.64
7.50
99.57
103.00
47.00
-41.83
0.80
-87.89
26.13
38.00
14.80
5.00
-16.67
7.50
47.54
17.50
-32.07
3.20
-2.49
1.30
-0.69
0.80
36.82
14.00
-3.96 110.00
149.34
123.47
14.00
63.65
8.80
24.92
20.00
100.00
2.05
27.41
0.60
72.46
1.80
108.55
11.00
32.50
2.65
86.51
4.50
-58.00
0.30
31.85
5.85
-1.32
7.50
-89.63
-

erwartete 100-Tage
Div. Div.Rend. Vola.
0.74
3.65
0.26
0.57
1.32
1.17
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KGV
2015
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19.89
-31.95
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-15.20
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1.87
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-

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Tief
Hoch

52 Wochen
Hoch
Tief
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115.70
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65.70
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1.11
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37.55
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18.95
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14.90
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13.10
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1725
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33.10
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1395
1150
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323.50
244.20
441.25
227.00

S
S

S
S

S
S

S
S
S

S
S

Lem N
Leonteq
Liechtenst. Lbk. I
Lifewatch N
Lindt & Sprngli N
Lindt & Sprngli PS
Loeb Holding PS
Logitech Intern. N
Lonza N
Looser N
Luzerner KB N
MCH Group N
Metall Zug N
Meyer Burger N
Micronas N
Mikron N
Mobilezone
Mobimo N
Molecular Partners
Myriad N
Nestl N
Newron Ph. N
Novartis N
OC Oerlikon N
Orascom N
Orell Fuessli N
Orior N
Panalpina N
Pargesa I
Partners Group N
Pax Anlage Basel N
Peach Property N
Perfect N
Perrot Duval Hold.
Phoenix Mecano I
PSP Swiss Prop. N
Repower PS
Richemont N
Rieter N
Roche GS
Romande Energie N
Santhera Pharma. N
Schaffner N
Schindler N
Schindler PS
Schlatter N
Schmolz+Bickenb. N
Schweiter Techn. I
SFS Group
SGS N
SHL Telemedicine N
Siegfried N
Sika I
SNB N
Sonova N
St. Galler KB N
Starrag Group
Straumann N
Sulzer N
Sunrise Comm.
Swatch I
Swatch N
Swiss Fin. & Prop.
Swiss Life N
Swiss Prime Site N
Swiss Re N
Swisscom N
Swissmetal
Swissquote N
Syngenta N
Tamedia N
Tecan N
Temenos N
Therametrics
Thurgauer KB PS
Titlisbahnen N
Tornos N
Transocean Inc. N
U-Blox N
UBS Group
USI Group N
Valartis Group I
Valiant N
Valora N
Vd. Assurance N
Vetropack
Villars N
Von Roll I
Vontobel N
VP Bank I
VZ Holding N
Walliser KB I
Walter Meier
Warteck Invest N
Zehnder I
Zblin N
Zug Estates Hold.
Zuger KB I
Zurich Insur. Grp
Zwahlen I

Schluss
06.03.
782.00
314.25
37.80
12.20
62755
5320
188.00
13.35
123.10
60.70
353.25
64.95
2501
6.59
6.38
6.30
11.85
222.10
22.90
4.23
76.15
30.90
96.20
11.95
14.45
86.00
60.10
135.30
71.45
294.75
1230
12.35
0.0800
61.00
480.00
92.35
73.35
85.55
152.30
260.00
1010
95.30
265.00
159.60
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100.00
0.90
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1938
8.14
145.00
3404
1035
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142.50
17.36
11.70
13.40
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1441
509.00
1.22
41.50
75.00
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700.00
42.40
1969
43.00
1.04
1377
4640
309.70
252.75

%
27.02.
1.30
26.20
1.07
-1.61
1.02
1.43
-0.53
-5.65
4.77
0.91
0.43
2.04
4.56
-5.86
8.32
1.29
0.00
-1.29
-0.43
-1.63
2.35
-4.48
-1.28
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-5.56
-1.94
1.69
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-0.42
0.68
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2.49
0.00
-3.17
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-6.72
-4.12
1.85
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-3.53
-0.73
-5.02
3.10
4.70
-1.96
-2.17
1.51
-1.67
0.47
-4.24
-9.38
1.07
0.58
2.20
0.44
6.19
-1.81
-2.24
3.41
-2.09
-2.26
2.05
5.08
-3.97
1.94
1.28
-3.51
3.89
-1.73
-0.67
-0.35
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57.14
0.00
-1.14
-6.96
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-1.11
3.64
0.00
-2.55
5.63
2.70
2.63
-1.64
-2.12
-4.69
6.41
-1.32
10.82
-0.71
-2.53
0.46
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-3.70
-0.22
2.38
1.61
0.00

%
2015
6.03
30.94
-5.50
-0.81
9.79
7.87
3.01
-0.74
9.71
-5.82
0.71
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2.17
12.32
-10.64
12.32
11.50
-8.95
-0.94
4.39
17.94
4.17
-4.40
-19.94
-7.28
9.47
1.35
-7.27
1.81
13.36
-13.64
0.00
-19.74
4.35
7.63
-18.04
-3.66
-7.98
-3.67
0.80
12.05
-8.07
11.92
14.38
-28.57
-16.67
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-10.87
-5.23
-9.56
-10.49
15.94
-2.36
-8.10
-4.57
-4.26
2.59
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-4.23
-4.59
5.12
0.59
14.18
6.81
5.93
-23.61
-10.10
3.13
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-1.41
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0.63
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0.00
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-2.10
3.67
8.84
4.12
-18.11
10.69
3.76
-0.64
-12.84

%
1 Jahr
11.24
80.78
-11.27
50.62
18.60
20.12
3.58
-8.87
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-20.13
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1.26
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-12.00
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13.83
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-21.38
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-6.48
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13.89
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-6.08
-11.44
13.52
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-1.67
-21.66
-1.22
-2.60
2318.78
-0.38
18.93
23.83
-26.90
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0.00
-46.67
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-1.88
14.53
-39.79

%
3 Jahre
74.55
-4.18
79.41
101.11
90.61
-1.05
84.65
175.89
2.02
13.22
51.05
1.46
-46.06
-31.03
9.38
18.50
3.01
4.93
37.70
1145.97
96.09
57.24
-22.52
-18.48
23.16
34.36
9.50
80.39
38.20
-5.00
-52.94
-21.29
-12.17
18.02
-71.24
58.28
-14.68
64.04
-19.20
2213.11
0.00
51.42
55.08
-37.89
-51.24
46.55
16.75
42.81
60.04
77.02
-3.27
35.14
-4.57
1.40
82.19
-10.08
6.06
16.55
132.91
21.05
65.46
57.33
-60.71
-17.62
15.63
31.98
52.75
115.38
-66.67
106.45
-54.22
-66.32
217.73
42.88
-44.42
-18.54
-24.95
-5.07
91.17
-19.59
-2.12
-57.64
76.60
-9.37
89.35
-17.65
16.49
7.30
-28.33
-54.78
-8.75
36.07
-54.05

% gezahlte
5 Jahre
Div.
148.25
40.00
2.08
-46.38
1.50
-27.81
151.42 650.00
142.59
65.00
10.59
-24.41
0.26
42.48
2.15
3.58
1.80
22.66
11.00
81.79
0.50
45.68
61.00
-67.70
45.66
0.05
0.00
0.15
44.51
0.60
21.70
9.50
1.55
43.95
2.15
65.68
64.87
2.60
146.79
0.27
-80.21
-36.76
1.93
69.23
2.20
-18.01
2.64
107.86
7.25
49.09
16.00
-70.37
-6.87
1.05
15.00
37.84
3.25
-79.04
2.00
116.58
1.40
-29.37
3.50
43.96
8.00
-43.92
30.00
273.73
61.59
4.50
81.16
2.20
84.02
2.20
-60.63
-88.84
49.26
40.00
29.72
65.00
8.68
59.34
1.50
106.30
57.00
-3.72
15.00
-0.15
1.90
-31.10
15.00
13.30
1.80
-6.45
3.75
16.92
3.20
32.19
7.50
36.07
1.50
3.00
67.35
5.50
34.13
3.60
77.46
8.00
47.44
22.00
-94.50
-43.67
0.60
8.95
10.00
96.05
4.00
50.43
1.50
19.05
0.35
-99.04
183.19
5.00
-46.63
285.14
1.00
5.60
0.25
-90.17
-62.25
-59.69
3.20
-13.59
12.50
145.96
11.00
-16.66
37.50
-1.17
-82.19
27.69
1.30
-33.69
3.50
138.48
3.00
6.87
27.00
95.80
16.51
68.00
12.34
0.55
-75.12
16.50
2.50 175.00
16.96
17.00
-38.20
-

Stand: 06.03.15 Erluterungen: Beim 52-Wochen-Vergleich zeigt das Dreieck an, wie nah der derzeitige Kurs am Hchst- bzw. Tiefststand der vergangenen 52 Wochen liegt. Mit einer Raute gekennzeichnete Titel gehren zum SLI, das KGV stellt den erwarteten Gewinn dar. Die ausgewiesenen Unternehmenskennzahlen (Quelle
nchsten 12 Monate. Copyright 2015 FactSet Research Systems Inc. All rights reserved.

erwartete 100-Tage
Div. Div.Rend. Vola.
38.99
5.03
0.22
3.82
1.32
0.46
1.55
4.18
0.22
0.09
0.65
0.38
833.99
1.35
0.18
82.57
1.57
0.24
0.08
0.30
2.16
0.35
2.51
2.14
0.44
2.09
3.39
0.25
11.00
3.12
0.13
0.22
65.00
2.63
0.22
0.00
0.00
0.78
0.06
0.88
0.38
0.02
0.29
0.41
0.60
5.08
0.12
9.50
4.22
0.10
0.00
0.00
0.41
0.30
2.27
3.01
0.22
0.00
0.00
0.68
2.68
2.82
0.28
0.31
2.66
0.35
0.00
0.00
0.48
0.34
2.05
3.38
0.19
2.79
2.23
0.28
2.76
3.88
0.29
8.95
3.08
0.38
0.22
0.50
4.13
0.41
1.16
0.68
16.45
3.62
0.25
3.32
3.44
0.17
0.32
1.61
1.92
0.37
4.14
2.80
0.37
8.33
3.20
0.28
0.30
0.37
8.14
2.84
0.34
2.64
1.71
0.20
2.65
1.67
0.24
0.55
0.01
0.66
0.39
40.00
5.01
0.24
1.42
2.03
0.30
68.35
3.58
0.28
0.00
0.00
0.42
1.93
1.22
0.24
79.46
2.34
0.51
0.22
2.28
1.67
0.33
15.00
4.37
0.13
2.07
3.45
0.27
3.75
1.46
0.50
3.36
2.98
0.31
0.19
7.77
1.86
0.36
1.54
1.90
0.38
0.15
7.51
3.25
0.27
3.60
4.19
0.13
4.56
5.17
0.18
22.13
4.03
0.23
0.54
0.86
3.04
0.37
11.56
3.52
0.26
4.59
3.06
0.20
1.71
1.49
0.31
0.43
1.28
0.40
1.36
2.78
3.48
0.12
0.34
0.04
0.85
0.44
1.06
6.42
0.56
1.66
1.18
0.42
0.79
4.66
0.33
0.27
0.37
3.22
3.95
0.21
12.50
5.81
0.25
14.17
2.92
0.19
35.10
2.42
0.29
0.23
0.38
1.72
4.15
0.29
3.47
4.54
0.32
4.09
2.26
0.31
0.09
2.50
5.88
0.25
0.15
0.97
2.34
0.35
0.29
18.17
1.31
0.12
0.14
17.04
5.58
0.22
0.62

KGV
2015
21.95
38.08
13.36
23.12
37.74
32.05
16.75
18.73
9.42
16.36
17.63
0.00
62.16
0.00
15.09
24.56
-38.79
22.41
34.10
19.19
16.53
22.71
13.22
25.45
16.47
22.41
9.70
14.89
25.49
21.04
14.64
18.55
10.09
25.01
25.99
14.98
24.10
21.10
24.57
19.53
11.46
17.67
23.43
15.46
14.51
27.89
21.54
16.70
16.08
9.34
22.31
11.36
17.00
11.35
18.29
11.65
22.66
22.59
16.15
45.91
11.22
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12.36
23.39
10.06
13.84
14.16
11.10
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28.88
11.95
-

KBV
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5.31
4.68
3.99
2.75
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0.93
1.24
1.35
2.24
1.63
0.68
12.67
1.15
3.30
3.43
11.75
3.24
1.72
0.76
1.51
3.64
0.84
6.61
0.68
1.59
1.12
3.08
1.49
8.98
2.21
5.26
5.40
0.84
1.84
1.48
6.87
1.37
1.40
3.16
4.55
0.91
0.96
4.85
1.53
1.93
1.87
0.61
1.25
0.94
4.50
1.36
3.42
1.13
3.10
5.34
1.17
0.42
3.88
1.24
1.10
0.97
0.90
1.58
0.51
3.80
7.84
1.55
1.03
1.35
-

) basieren auf den Analytiker-Erwartungen der

28

Neue Zrcher Zeitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Verkauf Wohneigentum
Kanton Zrich

Stellungnahme des Verwaltungsrates der LECLANCH SA

14 Terrassenwohnungen
Schwizerberg, Uster

zum Gesuch der Precept Gruppe um Feststellung des Nichtbestehens einer Angebotspflicht.
Am 4. Februar 2015 hat Precept Fund Management SPC ( Precept ) handelnd im Namen der Precept Gruppe (bestehend
aus Oakridge Global Energy Solutions Inc. ( Oakridge ), Prescient Fund Segregated Portfolio und Precept Fund
Segregated Portfolio, Venice Investments Group Corp., RIDAS AK-TIENGESELLSCHAFT, PMServices Aktiengesellschaft,
Foundation Prinz Michael, Precept Asset Management Limited und Herr Stephen Barber ( Precept Gruppe ) mit Gesuch
an die bernahmekommission beantragt, es sei festzustellen, dass basierend auf der opting-up Klausel in den Statuten
von Leclanch S.A. (Leclanch oder die Gesellschaft) keine Transaktion, bei der die Precept Gruppe oder ein Mitglied
der Precept Gruppe im Ergebnis den Schwellenwert von 33 Prozent, nicht aber den Schwellenwert von 49 Prozent der
Stimmrechte berschreitet, die Pflicht der Precept Gruppe oder eines Mitglieds der Precept Gruppe auslst, ein ffentliches
bernahmeangebot gemss Art. 32 Bundesgesetz ber die Brsen und den Effektenhandel zu unterbreiten.

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Der Verwaltungsrat der Gesellschaft nimmt zum Gesuch in bereinstimmung mit Art. 61 Abs. 3 bernahmeverordnung wie
folgt Stellung :
1. Ausgangslage

An der ordentlichen Generalversammlung vom 10. April 2013, hat der Verwaltungsrat mehrere Vorschlge im
Zusammenhang mit der finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft unterbreitet. Einer der Vorschlge war, eine optingup Klausel in den Statuten aufzunehmen. In der Einladung zur Generalversammlung gab der Verwaltungsrat folgende
Erklrung dazu ab :
Der Verwaltungsrat schlgt vor, den Grenzwert fr die Verpflichtung zur Abgabe eines ffentlichen Kaufangebots gemss
Artikel 32 Bundesgesetz ber die Brsen und den Effektenhandel vom gesetzlichen Schwellenwert von 33% auf 49% zu
erhhen (sogenanntes Opting-up ). Hintergrund : Im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Gesellschaft und der
Umsetzung der vom Verwaltungsrat an der ordentlichen Generalversammlung vorgeschlagenen Massnahmen, knnte ein
Finanzinvestor oder ein strategischer Investor nur dann bereits sein, in die Gesellschaft zu investieren, wenn dieser Investor
von der Verpflichtung zur Abgabe eines ffentlichen Kaufangebots befreit wird, d.h. von der Pflicht, ein Angebot an alle
Aktionre der Gesellschaft zu unterbreiten, ihre Aktien zu einem Mindestpreis zu erwerben. Dabei gilt als Mindestpreis
der hhere der folgenden Werte : (i) Brsenkurs (volumengewichteter Durchschnittspreis des Tagesschlusskurses in
der Zeitspanne von 60 Tagen vor der Bekanntgabe des Angebots bzw. der Voranmeldung des Angebots) und (ii) dem
hchsten Preis, welcher dieser Investor in den 12 dem Angebot vorangegangen Monaten fr Aktien der Gesellschaft
bezahlt hat. Bitte beachten Sie, dass bis heute kein Investor oder potentieller Investor die Aufnahme einer opting-up
Klausel in die Statuten gefordert hat. Der Zweck dieses Vorschlags ist es, dem Verwaltungsrat mehr Flexibilitt bezglich
der Restrukturierung der Gesellschaft zu gewhren.

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Der Vorschlag wurde von der Generalversammlung angenommen.

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2. Stellungnahme des Verwaltungsrates


Der Verwaltungsrat hat einstimmig beschlossen, dass er angesichts der in den Statuten enthaltenen 49% opting-up
Klausel, keine Einwnde gegen den Antrag der Precept Gruppe hat.

Dienstleistungen

3. Potenzielle Interessenkonflikte
Der Verwaltungsrat besteht aus folgenden Mitgliedern : Herr Jim Atack, Herr Antoine Spillmann, Herr Stefan Mueller, Herr Bryan
Urban, Herr Scott Campbell Macaw und Herr Robert Aron Robertsson. Herr Jim Atack und Herr Bryan Urban wurden auf Antrag
der Precept fr die Wahl an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 27. August 2013 vorgeschlagen. Herr Urban
hatte eine informelle Arbeitsbeziehung mit Precept und war auch im Verwaltungsrat der Oak Ridge. Die Zusammenarbeit wurde
jedoch zu Beginn des letzten Jahres beendet und Herr Urban trat am 31. Juli 2014 aus dem Verwaltungsrat der Oak Ridge
zurck. Herr Atack hatte nie eine wirtschaftliche oder rechtliche Beziehung oder Verbindung mit Precpt. Herr Anil Srivastava,
der CEO von Leclanch, war von Februar 2014 bis Juli 2014 Mitglied des Verwaltungsrates von Oak Ridge.

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4. Verfgung der bernahmekommission


Mit Verfgung vom 20. Februar 2015 (publiziert auf www.takeover.ch) hat die bernahmekommission wie folgt entschieden :
1. Die opting-up Klausel in Artikel 5 der Statuten von LECLANCH SA ist gltig.
2. Die Antrge 1 und 2 des Gesuches der Precept Gruppe werden im Sinne der Erwgung 1.3 zugelassen. Die Precept
Gruppe hat die bernahmekommission umgehend ber das Eintreten der in den Antrgen 1 und 2 des Gesuches
vorgesehenen Ereignisse zu informieren.
3. Der Verwaltungsrat der LECLANCH SA hat seine Stellungnahme im Sinne der Art. 6a und 6b bernahmeverordnung
bis sptestens am 9. Mrz 2015 zu verffentlichen.
4. Diese Verfgung wird am Tag der elektronischen Publikation der Stellungnahme des Verwaltungsrates von LECLANCH
SA auf der Website der bernahmekommission verffentlicht.
5. Die Gebhr zu Lasten der Precept Gruppe betrgt CHF 30000., unter solidarischer Haftung aller Gesellschaften und
Personen der Precept Gruppe (Erwgung B).
5. Einspracherecht
Aktionre, welche eine Beteiligung von mindestens 3 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft haben, ob ausbbar oder nicht
(qualifizierte Aktionre), knnen Einsprache gegen die in Absatz 4 des vorliegenden Berichts genannte Entscheidung erheben.
Die Einsprache muss bei der bernahmekommission (Selnaustrasse 30, Postfach, CH-8021 Zrich, counsel@takeover.ch,
Fax : +41 58 499 22 91) innerhalb von fnf Brsentagen nach der Verffentlichung dieser Stellungnahme in den Zeitungen
eingereicht werden. Die Frist beginnt am ersten Brsentag nach der Verffentlichung. Die Einsprache muss einen Antrag, eine
summarische Begrndung sowie den Nachweis der Beteiligung gemss Artikel 56 bernahmeverordnung enthalten.

Fr kompetente
Wirtschaftsbcher
nzz-libro.ch

Yverdon-les-Bains, 9 Mrz 2015


Fr den Verwaltungsrat :
Jim Atack, Prsident

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Fr telefonisch oder schriftlich, per E-Mail, Brief oder Fax eingehende Umleitungen wird wie bisher eine Gebhr verrechnet. Im Falle von
Lieferunterbrchen, die mehr als sechs aufeinanderfolgende Ausgabetage umfassen, wird die Neue Zrcher Zeitung ab der 7. Ausgabe
angerechnet. Bei der NZZ am Sonntag wird bei mehr als zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen ab der 3. Ausgabe gutgeschrieben.

Geld
spare
n

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

MRKTE-PANORAMA 29

AUSWERTUNG DER COMMITMENT-OF-TRADERS-REPORTS

BERNER BRSE UND NICHTKOTIERTE


Schluss
06.03.

Vol. in
Stck

%
Woche

absolut
Woche

13
4000
20

5.06
3.33
1.98
0.23

13.00
80.00
0.25
0.05

GEWINNER DER WOCHE


AP Altern. Portf.
ImmoMentum N
Fundam. Real Estate
ART + Fragrance N

270.00
2480
12.90
21.90

VERLIERER DER WOCHE


Dual Real Estate
SE Swiss Estates PS
Novavest Real Est.
Acron Helvetia I
Acron Helvetia II
Acron Helvetia III

25.00
5.57
33.00
4.50
63.05
40.00

80
2100
-

-1.19
-0.89
-0.75
0.00
0.00
0.00

BERNER BRSE

-0.30
-0.05
-0.25
0.00
0.00
0.00

BIRW: 1.76

52 Wochen
Hoch

Tief

Geld

Brief | letzter Abschl.

6.68

3.01 Acron Helvetia I

4.50

5.99

4.50 (17.02.)

81.90

57.50 Acron Helvetia II

63.50 79.00

63.05 (18.02.)

65.00

40.00 Acron Helvetia III

42.00 45.00

40.00 (17.02.)

105.00

82.55 Acron Helvetia VII

83.50 87.25

87.25 (24.02.)

315.00 257.00 AP Altern. Portf.

261.00 270.00 270.00 (05.03.)

23.80 21.00 ART + Fragrance N

21.00 21.90

21.90 (06.03.)

8745

6500 Biella-Neher

6400

6450

6500 (26.02.)

8.75

5.50 BV Holding

8.75

8.60

8.30 (25.02.)

69.00 30.00 CBC Schweiz

25.00 49.95

49.95 (29.12.)

25.30 22.80 Dual Real Estate

25.50 26.50

25.00 (03.03.)

13.15 12.20 Fundam. Real Estate 12.85 12.90

12.90 (06.03.)

2480

1980 ImmoMentum N

2480 (06.03.)

8.90

2480

2490
8.00

4.61 KKW Birseck

7.75

10.60 10.00 Matador Priv.

10.25

10.00 (24.06.)

7.55 (16.02.)

36.00 27.00 Novavest Real Est.

32.50 33.00

33.00 (06.03.)

17.85 12.05 Pretium N

15.20 15.95

15.20 (27.02.)

30.10 28.00 Q Capital

27.20 28.70

28.50 (05.01.)

11.90 29.90

12.00 (12.02.)

12.00

8.25 Qino Cap. Part.

1.55

0.57 Qino Flagship

0.11

1.36

0.80 (17.02.)

8.05

5.80 SE Swiss Estates

5.29

5.90

6.00 (26.02.)

4.50 SE Swiss Estates PS

5.60

5.87

5.57 (06.03.)

1.43 Wockhardt Bio

3.20

9.95

3.40 (17.10.)

38.30
9.80

Gute Stimmung auch


bei den Nebenwerten
cri. V Die Anleger greifen derzeit aufgrund der extremen geldpolitischen
Strategien der Zentralbanken und mangels Alternativen nicht nur bei den
liquide gehandelten Aktien etablierter
Unternehmen zu, sondern auch bei den
Nebenwerten. Der ZKB-KMU-Index
ist im Vergleich mit der Vorwoche um
gut ein halbes Prozent gestiegen und hat
sich ber der 1000-Punkte-Marke etabliert. Auf Wochensicht waren die Papiere der Raststtte Thurgau AG mit
einem Plus von 11,8% fhrend, vor den
Werten der Pilatus-Bahnen, der Thurella AG, des Parkhotels Giessbach, des
Hofs Weissbad, der Schilthornbahn und
der Holdigaz SA. Sie legten zwischen
2,6% und 10,2% zu. Nachdem die Pilatus-Bahnen im Vorjahr Besucherrekorde verbucht haben, setzen Anleger auf
eine Wiederholung.

INDIZES NICHTKOTIERTE
52 Wochen
Hoch
Tief
3716.68 3459.10
981.16 939.54
1025.91 985.31
2010.07 1910.37
1770.31 1729.69
932.83 877.14
2517.52 2229.94
1466.69 1397.56
4220.37 3703.14
14566.8 12531.7
1966.37 1667.22
3934.20 3485.79
2280.20 2107.28

Schluss Schluss
OTC-X Indizes
27.02. 06.03.
All Share
3504.63 3509.29
Liquidity
958.69 955.72
Premium IDX
991.72 987.05
TOP50
1933.11 1924.69
Banken
1761.13 1758.51
Beteiligungsges. 909.76 901.69
Energie
2327.21 2306.57
Immobilien
1449.94 1451.62
Industrie
3773.58 3807.12
Medien
12706.74 12563.73
Nahr. & Getrnke 1838.04 1826.10
Tour./Freiz../Sonst.3566.08 3571.04
Transp./Verk./Log.2144.74 2166.13

%
Woche
0.13
-0.31
-0.47
-0.44
-0.15
-0.89
-0.89
0.12
0.89
-1.13
-0.65
0.14
1.00

%
2015
-3.93
-1.05
-1.38
-3.43
0.38
-2.16
-2.23
1.66
-7.35
-3.75
-0.28
-8.16
-1.46

Kommerzielle
Netto-Pos.
nd. Vorw.

Moodys
Rating

Laufzeit

Briefkurs

Rendite

S&P 500
Nasdaq 100
Nikkei

NICHTKOTIERTE
52 Wochen
Hoch Tief
1165 1090
460.00 425.00
15000 12000
8.00 8.00
119.10 82.00
415.00 350.00
2500 2190
135.00 120.00
460.00 430.00
13200 11500
1800 1700
290.00 259.00
9300 8000
245.00 205.00
148.90 130.20
5000 4300
235.00 140.00
1100 750.00
160.00 135.00
860.00 765.00
449.00 410.00
290.00 240.00
20500 18700
29.50 22.45
2600 2050
6400 5400
480.00 390.00
5.15 4.30
6160 5325
1750 1500
4700 3700
505.00 425.00
3990 3100
175.00 130.00
980.00 800.00
1380 1060
103.00 80.00
4700 4300
4825 4400
1485 1400
2125 2030
630.00 480.00
680.00 86.00
340.00 270.00
11600 10200
4100 3360
442.00 410.00
39.45 25.00
25.00 20.80
6000 5350
1165 978.00

Geld
Acrevis Bank N
1100
Alpha Rheintal Bank
455.00
Aluminium Laufen
12200
Andermatt Gotthard
5.00
Arosa Bergbahnen
80.00
Auto Holding
350.00
Bad Schinznach
2200
BBO Bk Brienz-Oberh. 125.00
Bernerland Bank
455.00
Brauerei Falken St.
12500
BS Bank
1750
CasaInvest Rheintal
285.00
Cendres+Mtaux Hold. 8050
Davos Klosters Bergb.
Espace Real Estate
147.50
EW Jona-Rapperswil
4700
Gotthard Raststtte
220.00
Griesser
760.00
Holdigaz
136.00
Klinik Linde
820.00
Kongress- und Kursaal 440.00
Kursaal Casino
252.00
Lagerhuser Central.
19000
Lenzerheide Bergb. N 24.00
LZ Medien Holding
1905
Menzi Muck
6500
Messeholding Bern
415.00
Montana Tech
4.65
NZZ
5655
Pilatus-Bahnen
1660
Plaston Holding
3700
Rapid Holding
470.00
Regiobank Solothurn N 3675
Rheintal-Assets
135.00
Sntis-Schwebebahn 820.00
Schilthornbahn
1190
Seilbahn Weissenstein 95.00
Sia-Haus
4250
SLK Bucheggberg
4400
SLK Mnsingen N
1465
Spar- u. Leihk. Frutigen 2050
Stadtcasino Baden
495.00
Thurella N
100.00
Victoria-Jungfrau-C.
290.00
Wasserwerke Zug
11400
Welinvest
3850
WIR Bank
433.00
Zuckerfabriken Aarberg 27.00
Zur Rose
20.50
Zrcher Freilager
5550
Zrcher Oberland Med. 980.00

%
%
Brief Woche 2015
1170 0.00 0.92
475.00 -0.22 0.00
15500 -1.21 -1.21
15.00 0.00 0.00
100.00 0.00 -20.00
373.00 0.00 -1.41
2380 0.00 0.00
130.00 0.00 0.00
0.00 0.00
0.00 0.00
1830 0.00 0.00
300.00 0.71 2.52
8100 0.00 -5.29
200.00
149.00 -0.34 9.42
5000 0.00 -2.49
234.90 -0.90 -0.45
770.00 1.33 2.56
150.00 0.00 -1.45
880.00 0.00 1.23
460.00 0.00 7.32
280.00 0.00 0.00
21000 0.00 4.34
25.00 0.00 0.00
2295 -7.30 -4.99
1.56 7.44
424.00 3.75 4.80
4.80 0.00 2.20
5980 -1.65 -5.75
0.30 -5.14
3900 0.00 -6.92
495.00 0.00 0.00
3750 0.00 -2.65
145.00 0.00 22.73
900.00 2.50 -1.20
1380 0.85 3.48
100.00 0.00 18.75
4550 -0.23 -1.73
4650 0.00 -5.38
1490 0.00 1.03
2150 0.00 2.50
520.00 0.00 1.02
106.00 5.26 11.11
300.00 0.00 -4.92
11800 -1.30 3.35
4150 -2.28 -2.78
437.00 0.93 1.17
32.00 0.00 -10.00
22.50 1.99 -10.87
6170 -5.13 -4.31
0.00 -12.11

Quelle: Berner Kantonalbank

US Dollar
0.450
5.125
4.750
3.000
4.000
5.125
1.125
6.500
3.750
5.125
2.900
2.800
5.125
1.750
1.000
5.000
2.000
4.375
4.875
4.000
2.625
2.125
1.000
6.500
2.000
2.000
1.250
1.000
1.125
3.000
3.875
6.000
0.875
3.125
4.750
5.000

Apple
BNG
BP Capital
Caisse dAmort dette Soc.
Council of Europe
Council of Europe
Council of Europe
EDF
EIB
EIB
GECC
Glaxosmithkline
IADB
IADB
IBRD
ICO
KFW
KFW
KFW
KFW
KFW
KFW
Landwirtsch Rentenbk
Lloyds TSB Bank Plc
Neder Waterschapsbank
Nestle
Nestle
Netherland
OKB
Province of Ontario
Rabobank NL
Roche Holdgs Inc
Sweden
Total Capital SA
US-Treasury
US-Treasury

Aa1
Aaa
A2
Aa1
Aa1
Aa1
Aa1
Aa3
Aaa
Aaa
A1
A2
Aaa
Aaa
Aaa
Baa2
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Baa2
Aaa
Aa2
Aa2
Aaa
Aa2
Aa2
A1
Aaae
Aa1

03/05/2016
05/10/2016
10/03/2019
26/10/2020
15/04/2015
20/04/2017
29/05/2018
26/01/2019
15/04/2015
13/09/2016
09/01/2017
18/03/2023
13/09/2016
24/08/2018
15/09/2016
10/04/2017
01/06/2016
15/03/2018
17/06/2019
27/01/2020
25/01/2022
17/01/2023
04/04/2018
14/09/2020
09/09/2015
28/11/2016
16/01/2018
24/02/2017
29/05/2018
16/07/2018
08/02/2022
01/03/2019
23/01/2018
02/10/2015
15/08/2017
15/05/2037

100.1
107.0
110.0
106.0
100.4
108.9
99.6
116.8
100.4
106.8
103.8
99.7
106.8
101.4
100.7
107.2
101.9
109.4
113.9
110.9
104.2
100.4
99.3
117.6
100.9
102.1
100.0
100.4
99.4
105.1
107.4
115.7
99.3
101.5
109.4
141.3

0.36
0.63
2.12
1.88
-0.05
0.88
1.27
1.99
0.19
0.62
0.81
2.84
0.59
1.33
0.57
1.47
0.49
1.21
1.50
1.67
1.98
2.07
1.23
3.01
0.30
0.79
1.27
0.82
1.32
1.44
2.70
1.87
1.12
0.45
0.84
2.55

1.14
1.52
3.67
5.13
n/a
1.96
3.14
3.47
0.10
1.43
1.79
7.04
1.43
3.35
1.49
1.92
1.21
2.79
3.87
4.45
6.27
7.18
3.00
4.60
0.50
1.69
2.78
1.94
3.14
3.18
6.07
3.61
2.82
0.55
2.32
14.74

Kanadischer Dollar
4.000
0.500
3.250
2.125
2.375

ANZ
BNG
CBA
Nederlandse Waterschapsbank
Rabobank NL

Aa2
Aaa
Aa2
Aaa
Aa2

28/04/2016
27/06/2018
05/05/2015
22/01/2018
25/03/2019

103.3
98.4
100.3
103.2
103.6

1.11
0.99
1.26
0.99
1.45

1.10
3.26
0.15
2.78
3.77

A2
Aaa
A3
A3
Aa1
A1
A1
Aaa
A2
A3
A3
Aa2
Aa2
Aa2
Aa2
Aa2
Aa1
Aa1
A2
Aaa

20/07/2015
21/11/2019
21/05/2021
01/02/2017
29/07/2015
14/06/2016
23/08/2017
21/10/2019
18/12/2019
18/08/2017
19/09/2016
28/01/2016
09/07/2015
29/10/2015
19/09/2018
21/08/2020
20/01/2016
06/09/2018
08/08/2019
15/02/2017

101.1
108.2
105.9
103.8
101.2
102.8
105.9
113.9
101.5
101.9
102.3
102.8
100.6
102.1
104.4
100.2
103.4
104.2
103.3
107.1

2.48
2.75
3.55
2.79
2.41
2.46
2.75
2.55
3.17
2.56
2.47
2.27
2.60
2.60
2.81
3.21
2.52
2.72
3.19
2.24

0.35
4.18
5.18
1.80
0.38
1.19
2.31
4.03
4.34
2.29
1.45
0.87
0.32
0.62
3.21
4.84
0.84
3.19
4.02
1.84

Australischer Dollar
5.500
4.625
4.625
4.875
5.625
4.750
5.250
5.750
3.500
3.375
4.000
5.500
4.500
6.000
4.125
3.250
6.500
4.000
4.000
6.000

BMW Fin.
BNG
Coca-Cola Amatil LTD
Coca-Cola Amatil LTD
Euroma
GE CAP Australia Funding
GE CAP Australia Funding
IBRD
John Deere
Mercedes-Benz Australia
Mercedes-Benz Australia
Nestle
Rabobank NL
Rabobank NL
Rabobank NL
Rabobank NL
Total Capital SA
Total Capital SA
Wells Fargo
Worldbank Green Bond

Neuseelndischer Dollar
5.125
4.625
4.750
3.750
4.500
3.750
4.250
5.000
4.625

ANZ
EIB
EIB
IBRD
KFW
KFW
Nederlandse Waterschapsbank
Rabobank NL
ROYAL BANK OF CANADA

Aa2
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aa2
Aa3

08/12/2019
30/07/2020
22/01/2019
10/02/2020
20/08/2020
14/06/2018
26/07/2017
05/08/2018
17/01/2020

103.7
104.4
104.3
99.7
103.2
100.4
101.4
102.9
101.2

4.26
3.71
3.54
3.82
3.83
3.61
3.62
4.06
4.35

4.12
4.61
3.49
4.44
4.67
2.95
2.18
3.01
4.25

Apple
Areva SA
Austria
BASF SE
BMW
BMW FINANCE NV
BNG
BNG
BNG
CADES
Caisse dAmort dette Soc.

Aa1

10/11/2022
23/09/2016
15/03/2037
01/10/2018
04/09/2020
05/09/2018
14/07/2015
15/11/2017
14/01/2020
25/05/2023
25/04/2015

102.5
103.9
164.5
104.9
108.5
100.8
100.8
106.9
117.7
100.7
100.5

0.66
1.33
0.91
0.13
0.43
0.28
-0.05
-0.05
0.09
0.42
-0.33

7.35
1.48
16.02
3.47
5.19
3.45
n/a
n/a
4.53
8.00
n/a

Euro
1.000
3.875
4.150
1.500
2.000
0.500
2.125
2.500
3.750
0.500
3.625

Aaa
A1
A2
A2
Aaa
Aaa
Aaa
Aa1e
Aa1

Moodys
Rating

Duration

1.250
2.375
2.000
4.750
2.125
3.500
2.875
1.125
1.875
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2.000
2.625
3.875
2.625
1.750
1.500
5.375
1.250
2.250
2.500
2.250
3.875
5.500
0.050
1.000
3.125
4.125
5.500
1.250
3.875
4.550
4.000
4.125
4.125
2.000
4.125
3.500
3.000
3.375
3.125
1.125

CARREFOUR
Coca-Cola Enterprises
Coca-Cola Enterprises
Credit Suisse London
Daimler AG
Deutsche Bahn Fin. BV
Deutsche Bahn Fin. BV
Deutsche Lufthansa AG
Deutsche Post AG
E.ON Int
EFSF
EIB
EIB
EIB
Finland
GDF Suez
GE Capital Euro Funding
GECC
GECC
Heineken
KFW
KFW
KFW
Kingdom of Sweden
Land Hessen
Linde Finance BV
Neder Waterschapsbank
Nederland (Dom)
Nestle
OKB
Pzer
Poland
Rabobank NL
Rabobank NL
Roche Finance Europe BV
Sano - Aventis
SAP AG
SLOVAKIA
Swedbank AB
Total Capital SA
Volkswagen Bank GmbH

A2
A1
Aa1
A3

Laufzeit
06/03/2025
07/05/2025
05/12/2019
05/08/2019
27/06/2018
10/06/2020
30/06/2016
12/09/2019
11/12/2020
02/10/2017
15/05/2017
15/03/2018
25/10/2016
15/03/2016
15/04/2016
20/07/2017
23/01/2020
15/10/2015
20/07/2020
19/03/2019
21/09/2017
21/01/2019
22/01/2018
12/02/2020
27/04/2018
12/12/2018
23/01/2017
15/01/2028
04/05/2020
15/09/2016
15/05/2017
23/03/2021
14/01/2020
12/01/2021
23/06/2018
11/10/2019
08/04/2017
28/02/2023
09/02/2017
16/09/2022
08/02/2018

Briefkurs
101.5
109.0
106.1
118.5
106.2
117.1
103.8
101.6
108.2
113.4
104.6
108.2
106.4
102.8
102.2
103.2
123.5
100.8
109.2
108.9
106.0
115.3
116.0
100.3
103.2
110.9
107.9
160.7
105.6
106.1
109.7
121.7
117.0
119.6
106.1
118.1
106.9
120.2
106.2
117.8
102.5

Rendite
1.10
1.42
0.70
0.49
0.24
0.23
0.01
0.76
0.43
0.27
-0.08
-0.09
-0.03
-0.09
-0.20
0.14
0.49
0.00
0.51
0.29
-0.11
-0.07
-0.07
0.00
-0.02
0.21
-0.09
0.58
0.17
-0.11
0.10
0.37
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0.69
0.15
0.16
0.20
0.42
0.14
0.69
0.26

Duration
9.35
8.91
4.52
4.00
3.17
4.80
1.28
4.37
5.48
2.42
n/a
n/a
n/a
n/a
n/a
2.32
4.42
0.60
5.03
3.79
n/a
n/a
n/a
n/a
n/a
3.58
n/a
10.20
4.97
n/a
2.06
5.35
4.48
5.30
3.17
4.24
1.98
7.25
1.89
6.75
2.88

A2
Aaa
Aa1
Aa1
A3
Aaa
Aaa
Aaa
A1
A1
A1
Aaa
Aa2
Aa2
Aa2
Aa1
Baa1
A3

14/12/2018
18/01/2019
07/12/2015
15/10/2018
09/12/2015
07/09/2016
07/12/2015
07/12/2016
08/06/2015
28/09/2017
18/01/2016
07/12/2017
30/11/2023
13/01/2021
01/11/2017
14/12/2018
05/12/2017
23/05/2016

107.0
116.5
101.3
108.4
102.3
106.4
101.9
104.5
100.8
107.1
103.3
100.0
101.3
113.5
105.1
108.8
110.0
100.6

1.46
1.33
0.56
1.34
0.97
0.60
0.50
0.68
-0.77
1.28
0.82
1.02
2.08
2.14
1.29
1.47
1.61
0.79

3.53
3.52
0.74
3.35
0.74
1.44
0.74
1.70
n/a
2.41
0.85
2.69
7.82
5.16
2.52
3.51
2.56
1.19

Aaa

15/11/2016

105.7

-0.84

n/a

A3
A3
A1
A3
Aa1
Aa1
Ba1
A3
A3
Aa1
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
A1
A1
A1
A1
Baa1
Aaa
Aaa
Aaa
A2
Aaa
Aaau
Aa2
A1
A2
Aa2
Aa2
A1
A1

Britisches Pfund
3.375
5.750
2.250
3.750
4.000
4.875
3.000
3.250
2.250
4.125
4.625
1.000
2.250
4.625
3.250
3.875
5.375
1.250

BMW Finance NV
BNG
Caisse dAmort dette Soc.
Caisse dAmort dette Soc.
Danske Bank A/S
EIB
EIB
EIB
GE
GE Capital UK Funding
GECC
KFW
Nestl
Rabobank NL
Rabobank NL
Total Capital SA
Vodafone Group Plc
Volkswagen Fin Serv NV
Kingdom of Denmark

Norwegische Krone
3.500
2.375
2.500
2.375
3.000
3.375
2.750
3.375
2.500

BMW Finance NV
BNG
EIB
KFW
Kommunalbanken AS
Neder Waterschapsbank
Nestle
Province of Ontario
Rabobank NL

A2
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
Aa2
Aa2
Aa2

17/07/2015
20/12/2018
17/01/2018
22/01/2018
02/09/2016
03/04/2017
15/04/2020
20/01/2016
04/09/2020

100.8
103.9
104.8
104.2
102.8
104.6
105.9
101.8
104.8

1.20
1.32
0.79
0.89
1.08
1.11
1.55
1.27
1.58

0.35
3.60
2.76
2.78
1.44
1.95
4.65
0.85
5.06

Aaa
Aaa
Aaa
Aa2

16/02/2016
12/03/2019
11/09/2015
21/12/2016

103.8
107.0
101.3
103.6

0.01
0.48
0.28
0.25

0.94
3.78
0.51
1.76

Aaa
Aaa
Aa2

21/12/2018
25/01/2016
11/09/2020

105.3
99.0
100.6

7.34
6.22
8.09

3.10
0.83
4.14

Schwedische Krone
4.000
2.250
2.750
2.250

BNG
EIB
Kommunalbanken AS
Rabobank NL

Sdafrikanischer Rand
9.000
5.000
8.250

EIB
NORDIC INVESTMENT BANK
Rabobank NL

Open Interest
Abs. Pos.
nd. Vorw.

Garantiert; Duration = Modied Duration; AAAe = erwartetes Rating.


Alle Angaben ohne Gewhr
1

Quelle: Bank Vontobel AG, Zrich

-24859
-17287
-4378

6410
-1435
1240

1247
13477
886

-5501
1417
-1127

23612
3809
3492

-910
18
-113

754597
87354
59068

25578
903
2786

5664
254923

9314
64509

-1659
-139474

-10354
-29764

-4005
-115449

1040
-34745

426420
2602234

-164194
-64803

-86444
224647
15718
93430
35400

1428
-2314
3737
6057
2350

67218
-172389
-6062
-52521
-26908

-939
5347
-977
-5009
-5038

19226
-52258
-9656
-40909
-8492

-489
-3033
-2760
-1048
2688

123981
440733
40861
210611
165737

5052
9516
6096
8173
-4047

-123387
-39712
-26518
-22705
31934

12307
2435
206
-2501
-8334

115820
31207
23541
21222
-22811

-10351
-6132
-641
1959
7492

7567
8505
2977
1483
-9123

-1956
3697
435
542
842

405124
164018
68794
32935
163020

5817
-2658
-225
-63
-8500

-270400
182836
3844
-75335

9934
16139.75
-9147
-5969

262289
-212210
-15408
71744

-7548
-12146.25
9373
3575

8111
29374
11564
3591

-2386
-3994
-226
2394

1687908
2019558
375130
352478

-7529
-70849.25
6260
4835

-31261
37204
70819
-4877
-64572
4894

11523
4747
-7273
8641
-2226
42828

147750
-29107
4711
4083
58868
-6935

-16061
-5839
17777
-9298
1736
-40237

-116489
-8097
-75530
794
5704
2041

4538
1092
-10504
657
490
-2591

1249063
404555
671988
184961
215131
819751

-45462
2813
-5959
11112
14611
-16446

Anleihen
US-Staatsanleihen
10-jhrige US-Staatsanleihen

Whrungen
U.S. Dollar Index
Euro
Franken
Yen
Pfund

Metalle
Gold
Silber
Platin
Palladium
Kupfer

Energie
Erdl (Sorte Crude)
Erdgas
Heizl
Benzin

Agrarprodukte
Mais
Weizen
Sojabohnen
Kaffee
Kakao
Zucker

Quelle: www.wellenreiter-invest.de

Nasdaq 100

Mais

4000

200

800

200

3000

150

600

150

2000

100

400

100

1000

50

200

50

2011

2012

2013

Nasdaq 100

2014
HIRE-Index 26 Wochen

Die Einteilung der einzelnen Hndlergruppen


erfolgt nach ihrer Geschftsttigkeit und nach
ihrer Kapitalkraft. Kommerzielle Marktteilnehmer
(Commercials) handeln mit einem Basiswert zur
Absicherung ihres originren Geschftsbetriebs
(z.B. nutzt ein Anbauer von Kaffee Futures, um
einen Teil der Produktion zu einem bestimmten
Termin zu einem festen Preis zu verkaufen). Die
Spekulanten werden nach ihrer Kapitalkraft in
Grospekulanten (Large Speculators) und Klein-

2011

2012

2013

Mais

2014
HIRE-Index 26 Wochen

spekulanten (Small Speculators) eingeteilt. Ihre


Investitionen unterliegen ausschlielich spekulativen Interessen. Fr die Bestimmung des Preistrends sind Extrempositionierungen der Commercials blicherweise ein Indiz fr einen Trendwechsel oder fr eine Phase der Preiskorrektur.
Erschpft sich die Kaufkraft der trendfolgenden
Spekulanten, entsteht ein Liquidationsdruck, der
zu einem Trendwechsel fhrt. Die COT-Daten
werden wchentlich freitags von der US-Regie-

ANZEIGE

rungsbehrde CFTC (Commodity Futures Trading


Commission) verffentlicht. Wellenreiter-Invest
produziert aus den Rohdaten Tabellen und
Graken.
Der HIRE-Index stellt eine Stochastik auf die kombinierte Positionierung der Commercials und der
Kleinspekulanten (letztere invers) dar. Ein Wert
nahe 100 symbolisiert eine berverkaufte Situation, ein Wert nahe null zeigt blicherweise, dass
der betreffende Markt berkauft ist.

KENNZAHLEN UND INDIZES


Schluss Schluss
+/- +/27.02. 06.03. Woche 2015

SWISS REFERENCE RATES


Swiss Current Rate ON
Swiss Average Rate TN
Swiss Average Rate SN
Swiss Average Rate 1W
Swiss Average Rate 2W
Swiss Average Rate 3W
Swiss Average Rate 1M
Swiss Average Rate 2M
Swiss Average Rate 3M
Swiss Average Rate 6M
Swiss Average Rate 9M
Swiss Average Rate 12M
Swiss Average Rate MAR
Swiss Average Rate JUN
Swiss Average Rate SEP
Swiss Average Rate DEC
Swiss Average Index ON
Swiss Current Rate TN
Swiss Current Rate SN
Swiss Current Rate 1W
Swiss Current Rate 2W
Swiss Current Rate 3W
Swiss Current Rate 1M
Swiss Current Rate 2M
Swiss Current Rate 3M
Swiss Current Rate 6M
Swiss Current Rate 9M
Swiss Current Rate 12M
Swiss Current Rate MAR
Swiss Current Rate JUN
Swiss Current Rate SEP
Swiss Current Rate DEC

Berghilfe-Projekt
Nr.4221:
Neue Hngebrcke
verbindet Gemeinden.

PK 80-32443-2

-0.6700 -0.7250
-0.7312 -0.7170
-0.7550 -0.7411
-0.8283 -0.7543
-0.7500 -0.7775
-0.7675 -0.7550
-0.7636 -0.8188
0.0400
-0.6500
0.0300
-0.0075
0.0500
0.0000
0.0000
0.0000
0.0000
112.9628 112.9467
-0.7600 -0.7400
-0.7600 -0.7400
-0.8100 -0.7500
-0.7500 -0.7800
-0.7600 -0.7500
-0.7500 -0.8000
0.0400
-0.6500
0.0300
-0.0050
0.0500
0.0000
0.0000
0.0000
0.0000
-

-0.06
0.01
0.01
0.07
-0.03
0.01
-0.06
-0.02
0.02
0.02
0.06
-0.03
0.01
-0.05
-

-0.70
-0.74
-0.73
-0.76
-0.80
-0.78
-0.84
-0.11
-0.76
-0.70
-0.76
-0.80
-0.78
-0.82
-

ZINSEN
06.03.2015

Dnische Krone
2.500

Kleine Spekulanten
Netto-Pos. nd. Vorw.

Aktienindizes

FREMDWHRUNGSANLEIHEN
Kurse vom 6.3.2014

Grosse Spekulanten
Netto-Pos.
nd. Vorw.

1 Mt.

2 Mte.

3 Mte.

6 Mte.

12 Mte.

Kundenfestgelder (ab 100 000 Franken)


Bank Coop
0.000
Clientis
0.000
Credit Suisse auf Anfr.
Migros Bank
0.000
Raiffeisen 1) auf Anfr.
Postnance
0.000
UBS
auf Anfr.
Zrcher KB
0.000
2 J.

0.000
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
3 J.

4 J.

0.000
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
5 J.

0.000
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
6 J.

0.000
0.100
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000
auf Anfr.
0.000

7 J.

8 J.

Kassenobligationen
Bank Coop
0.000 0.000 0.000 0.000 0.000 0.000
Clientis
0.250 0.300 0.350 0.450 0.500 0.600
Credit Suisse 0.125 0.125 0.250 0.375 0.375 0.500
Migros Bank 0.000 0.100 0.200 0.300 0.400 0.500
Raiffeisen 1)
0.000 0.100 0.125 0.125 0.200 0.300
Postnance
0.000 0.000 0.000 0.000 0.000 0.000
UBS
0.000 0.000 0.000 0.000 0.125 0.250
Zrcher KB
0.000 0.000 0.000 0.000 0.000 0.000
1)
Empfehlungen von Raiffeisen Schweiz an seine Mitgliedinstitute

03.03.2015/Anbieter

3 J.

5 J.

0.000
0.750
0.500
0.500
0.400
0.000
0.375
0.000

8 J. 3.5 u. 8 J.

VZ Hypoindex
3.0
2.5
2.0
1.5
1.0

2012

2013

Geldmarkt-Hypothek

Quelle: VZ VermgensZentrum

gltig seit

Zielband
-1,250,25
Hauptrenanzierungsatz
0,05
Fed Funds Rate
0,25

06.03.2015
10.09.2014
01.05.2011

LEITZINSEN
Schweiz
Euro-Zone
USA

Europische Lnder

Basellandschaftliche KB
Credit Suisse (CS)
Luzerner KB
Migros Bank
Raiffeisen Schweiz
St. Galler KB
Valiant
Zrcher KB (ZKB)
der Angebote

Dnemark
Grossbritannien
Norwegen
Polen
Rumnien
Schweden
Schweiz
Tschechien
Ungarn

1.40
1.34
1.37
1.20
1.25
1.25
1.32
1.24
1.30

1.75
1.74
1.60
1.55
1.65
1.73
1.72
1.68

1.42
1.38
1.28
1.31
1.35
1.42
1.36
1.36

Hypothekarinstitute (die acht gnstigsten von 40)


Appenzeller KB
1.05
1.20
1.45
AXA Winterthur
1.13
1.23
1.35
Migros Bank
1.05
1.20
1.60
Lienhardt & Partner AG, Zrich 1.10
1.20
1.57
Swiss Life
1.20
1.20
1.47
Glarner Kantonalbank
1.10
1.25
1.55
Raiffeisen Schweiz
1.14
1.25
1.55
Postnance
1.10
1.25
1.60
der Angebote
1.11
1.22
1.52
Gesammelt und ausgewertet vom VZ Vermgenszentrum.

1.23
1.24
1.28
1.29
1.29
1.30
1.31
1.32
1.28

http://www.vermoegenszentrum.ch

Satz in %

Hypothekaranbieter (die acht grssten / alphabetisch)


1.10
1.06
1.21
1.05
1.14
1.15
1.20
1.11
1.13

2014
variable Hypotheken

Diskontsatz
Repo Satz
Deposits Rate
Diskontsatz
Reference Rate
Pensionssatz
3M Libor (Vortag)
Diskontsatz
Base Rate

0,00
0,50
1,25
1,75
2,25
-0,10
-0,79
0,05
2,10

06.07.2012
09.01.2012
12.12.2014
05.03.2015
04.02.2015
18.02.2015
05.03.2015
02.11.2012
23.07.2014

2,25
0,50
0,10
0,75
5,38
9,25
0,75

04.02.2015
30.01.2012
01.05.2011
21.01.2015
01.05.2011
18.07.2014
01.05.2011

Aussereuropische Lnder
Australien
Hongkong
Japan
Kanada
Singapur
Sdafrika
Vereinigte Staaten
* Primary Credit

Target-Cash Rate
Prime Rate
Diskontsatz
Overnight Rate
Prime Rate
Prime rate
Diskontsatz*

Neu Zrcr Zitung

30 SPORT

SKI NORDISCH

SKI ALPIN

Sundby steht als Gesamtsieger fest

Jansrud mit Sieg zur Kristallkugel

Lahti. Langlauf. Mnner. Sonntag. 15 km (klassisch/


Intervall-Start): 1. De Fabiani (It) 34:51,2. 2. Poltoranin
(Kas) 3,0 Sekunden zurck. 3. Jauhojrvi (Fi) 4,6. 4.
Lwestrm Nyenget (No) 6,5. 5. Dario Cologna (Sz) 9,7.
6. Nckler (It) 13,0. 7. Northug (No) 15,3. 8. Rnning (No)
16,9. 9. Bauer (Tsch) 20,3. 10. Sundby (No) 21,5.
Samstag. Sprint (1,5 km/Skating): 1. Brandsdal (No)
2:42,75. 2. Bjrnestad Skar (No) 0,21 Sekunden zurck. 3.
Jouve (Fr) 0,52. 4. Taugbl (No) 0,77. 5. Gros (Fr) 0,84. 6.
Jay (Fr) 3,29. In den Viertelfinals ausgeschieden: 29.
Schaad (Sz). in der Qualifikation ausgeschieden: 31.
Kindschi (Sz). 39. Hediger (Sz). 49. Gianluca Cologna (Sz).
52. Kser. 54. Dario Cologna (Sz). Weltcup-Stand
(26/28): 1. Sundby 1244 (Sieger im Gesamt-Weltcup). 2.
Northug 922. 3. Dario Cologna 921.
Frauen. Sonntag. 10 km (klassisch/Intervall-Start):
1. Bjrgen (No) 25:27,8. 2. Weng (No) 17,3. 3. Kalla (Sd)
25,3. 4. Uhrenholdt Jacobsen (No) 32,6. 5. Johaug (No)
32,7. 6. Niskanen (Fi) 34,4. 15. von Siebenthal (Sz)
1:45,8. Samstag. Sprint (1,5 km / Skating): 1. Bjrgen 2:59,79. 2. stberg (No) 0,14. 3. Randall (USA) 0,24.
4. Diggins (USA) 0,38. 5. Herrmann (De) 2,49. 6. Falk (Sd)
3,64. in den Viertelfinals ausgeschieden: 13. Van der
Graaff (Sz). Weltcup-Stand (26/28): 1. Bjrgen 1968
(Gesamt-Weltcup-Siegerin). 2. Johaug 1248. 3. Weng
1181. 37. Van der Graaff 174.

Boner luft aufs Podest

Mora (Sd). Wasalauf (SlenMora, 90 km). Mnner:


1. Eliassen (No) 4:01:48,3. 2. Aukland (No) 0:05 zurck. 3.
Rezac (Tsch) 0:24. Frauen: 1. Kowalczyk (Pol) 4:41:02.
2. Norgren (Sd) 4:16. 3. Boner (Sz) 8:14.

Tschernoussow gewinnt Engadiner

S-chanf. 47. Engadin Skimarathon (MalojaS-chanf


42 km / Skating). Mnner: 1. Tschernoussow (Rus)
1:34:50,1. 2. Duvillard (Fr) 0,1 Sekunden zurck. 3. Furger
(Schattdorf) 0,9. 4. Resch (Davos) 1,1. 5. Poirrier (Fr) 3,0.
6. Gaillard (Fr) 5,0. 7. Collombes (Fr) 5,4. 8. Chauvet (Fr)
5,8. 9. Leccardi (Davos) 6,0. 10. Marschall (De) 9,1.
Frauen: 1. Faivre Picon (Fr) 1:39,35,3. 2. Roponen (Fi)
0,8. 3. Gregg (USA) 7,6. 4. Dabudyk (Fr) 1:41,7. 5. Brooks
(USA) 1:53,3. 6. Confortola Wyatt (It) 1:55,1. 7. Anger
(De) 1:56,5. 8. Imoberdorf (Sz) 4:11,4.

Ammann fllt im 2. Durchgang zurck


Lahti. Skispringen. Weltcup. Sonntag. Schlussklassement: 1. Kraft () 284,5 (127,0/133,5). 2. Freund (De)
273,2 (126/126,5). 3. Fannemel (No) 268,0 (127,5/122). 4.
Prevc (Sln) 266,2 (123,5/124,5). 5. Kasai (Jap) 263,2
(124,5/127,5). 6. Bardal (No) 262,5 (124,5/125). 7. Schlierenzauer () 259,2 (123/123,5). 8. Mtt (Fi) 255,6
(122/123). 9. Haybck () 253,0 (118/122,5). 10. Jacobsen (No) 252,9 (121,0/125). 25. Ammann (Sz) 232,4
(123/114). 30. Deschwanden (Sz) 220,9 (113,5/114).
Stand nach dem 1. Durchgang: 1. Fannemel 143,1
(127,5). 2. Kraft 139,7 (127). 3. Freund 137,6 (126). 4.
Prevc 134,2 (123,5). 5 Kasai 132,1 (124,5). 6. Schlierenzauer 131,8 (123). 11. Ammann 124,8 (123). 30.
Deschwanden 111,2 (113,5). Weltcup-Stand (25/31):
1. Prevc 1315.2. Kraft 1308. 3. Freund 1243. 4. Fannemel
1118. 11. Ammann 562. Samstag. Team: 1. Norwegen 1069,1. 2. Deutschland 1040,2. 3. Japan 1031,7.
12 Teams klassiert, keine Schweizer.

TRIATHLON
Sven Riederer luft in die Top Ten

Abu Dhabi. WM-Serie (Saisonauftakt). Sprintdistanz (750 m Schwimmen / 20 km Radfahren /


5 km Laufen). Mnner: 1. Mola (Sp) 52:32. 2. Luis (Fr)
0:13 zurck. 3. Murray (SA) 0:18. 4. Silva (Por) 0:30. 5.
Jonathan Brownlee (Gb) gleiche Zeit. 6. Gomez (Sp) 0:39.
10. Riederer (Sz) 0:56. 33. Salvisberg (Sz) 1:50.
Frauen: 1. Jorgensen (USA) 58:59. 2. Hursey (USA) 0:16.
3. Duffy (Bermudas) 0:24. 4. Riveros (Chile) 0:38.
5. Hewitt (Neus) 0:39. 6. Jerdonek (USA) 0:41. 39.
Annen (Sz) 2:11. 48. Schrer (Sz) 2:58.

Steffen verpasst den Saisonstart

(si) V Wegen einer Lebensmittelvergiftung musste Caroline Steffen auf den Start am Ironman 70.3 in Subic Bay
auf den Philippinen verzichten. Besser lief es der zweiten
Schweizer Pro-Athletin Emma Bilham, die Vierte wurde.

SRF 2 22.25 Sportlounge.

www.co-operaid.ch

Eurosport. 14.00 Rad: ParisNizza.

Enttuschung fr Weger

Die Mnner in Kvitfjell

Die WM im finnischen Kontiolahti

Abfahrt: 1. Reichelt () 1:29,65. 2. Osborne-Paradis (Ka)


0,30 zurck. 3. Heel (It) 0,38. 4. Fayed (Fr) 0,40. 5. Kng
(Sz) 0,41. 6. Ganong (USA) 0,48. 7. Jansrud (No) 0,54. 8.
Streitberger () 0,57. 9. Paris (It) 0,60. 10. Baumann ()
0,62. 16. Feuz (Sz) 0,75. 19. Mayer () 0,81. 20. Franz
() 0,90. 26. Defago (Sz) 1,13. 30. Schmed (Sz) 1,23.
35. Mani (Sz) 1,44. 36. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,51. 37.
Janka (Sz) 1,53. 38. Weber (Sz) 1,54. 46. Mauro Caviezel
(Sz) 1,84. 58 Fahrer gestartet, 56 klassiert.

Mnner. Samstag. Sprint (10 km): 1. Johannes Thingnes B (No) 24:12,8 (1 Strafrunde nach Schiessfehler). 2.
Smith (Ka) 12,1 Sekunden zurck (1). 3. Tarjei B (No)
25,3 (0). 4. Simon Fourcade (Fr) 29,5 (1). 5. Lesser (De)
30,3 (1). 6. Garanitschew (Rus) 35,6 (2). 13. Weger (Sz)
54,9 (2). 19. Bjrndalen (No) 1:08 (3). 28. Dolder (Sz) 1:29
(2). 29. Wiestner (Sz) 1:30 (2). 36. Joller (Sz) 1:40 (2).
Sonntag. Verfolgung (12,5 km): 1. Lesser 30:47,9 (0). 2.
Schipulin (Rus) 17,0 (1). 3. Tarjei B 18,7 (1). 4. Slesingr
(Tsch) 20,4 (1). 5. Bjrndalen 43,9 (2). 6. Iliew (Bul) 45,9
(2). 32. Dolder 2:46 (4). 33. Weger 2:54 (7). 50. Wiestner 4:24 (7). 55. Joller 4:50 (4). Weltcup (20/25): 1.
Martin Fourcade 842. 2. Schipulin 761. 3. Fak (Sln) 709.
- 14. Weger 406. 46. Dolder 97. 69. Wiestner 25. 77. Finello (Sz) 15. 84. Joller 6.

Super-G: 1. Jansrud (No) 1:37,44. 2. Kriechmayr () 0,24


zurck. 3. Cook (Ka) 0,33. 4. Paris (It) 0,48. 5. Weibrecht
(USA) 0,49. 6. Baumann () 0,53. 7. Kng (Sz) 0,64.
8. Janka (Sz) und Franz () 0,86. 10. Defago (Sz) 0,89.
12. Mauro Caviezel (Sz) 1,15. 14. Pinturault (Fr) 1,39. 15.
Tumler (Sz) 1,51. 16. Feuz (Sz) 1,52. 25. Schmed (Sz) 2,12.
30. Mani (Sz) 2,42. 38. Silvan Zurbriggen (Sz) 3,97. 59
Fahrer gestartet, 38 klassiert. Ausgeschieden u. a.:
Weber (Sz), Reichelt (), Mayer (), Streitberger (), Theaux (Fr), Striedinger (), Clarey (Fr), Nyman (USA).
Weltcup-Zwischenstnde. Gesamtwertung (nach
31 von 37 Rennen): 1. Hirscher () 1128. 2. Jansrud
(No) 1076. 3. Pinturault (Fr) 762. 4. Paris (It) 745. 5. Neureuther (De) 742. 6. Mayer () 699. 9. Janka (Sz) 612.
18. Kng (Sz) 348. 19. Feuz (Sz) 347. 23. Defago (Sz) 304.
Abfahrt (9/10): 1. Jansrud (No) 505. 2. Reichelt ()
485. 3. Paris (It) 386. 4. Mayer () 368. 5. Fayed (Fr) 344.
6. Feuz (Sz) 277. 9. Kng (Sz) 244. 15. Janka (Sz) 168.
17. Defago (Sz) 148. Super-G (6/7): 1. Jansrud (No)
476 (Super-G-Weltcup-Sieger). 2. Paris (It) 353. 3. Mayer
() 274. 4. Reichelt () 207. 5. Kriechmayr () 176. 6.
Janka (Sz) 168. 7. Defago (Sz) 156. 17. Kng (Sz) 104.

Maze und Fenninger im Gleichschritt

Die Frauen in Garmisch-Partenkirchen

Abfahrt: 1. Weirather (Lie) 1:40,94. 2. Fenninger () 0,51


zurck. 3. Maze (Sln) 0,91. 4. Hosp () 0,94. 5. Stuhec
(Sln) 1,06. 6. Nadia Fanchini (It) 1,27. 7. Vonn (USA) 1,40.
8. Gut (Sz) 1,51. 9. Dominique Gisin (Sz) 1,61. 10. Grgl
() 1,68. 15. Fabienne Suter (Sz) 2,02. 23. Jnglin-Kamer
(Sz) 2,64. 29. Nufer (Sz) 3,16. 35. Flury (Sz) 3,82. 36. Abderhalden (Sz) 3,89. 45 Fahrerinnen gestartet, 38 klassiert. Ausgeschieden u. a.: Ross (USA).
Super-G: 1. Vonn (USA) 1:16,65. 2. Maze (Sln) 0,20 zurck. 3. Fenninger () 0,36. 4. Htter () 1,10. 5. Gut (Sz)
1,28. 6. Brignone (It) 1,51. 7. Grgl () 1,53. 8. Bailet (Fr),
Dominique Gisin (Sz) 1,55. 10. Hosp () 1,57. 11.
Fabienne Suter (Sz) 1,64. 18. Weirather (Lie) 2,05. 31.
Nufer (Sz) 2,84. 45 Fahrerinnen gestartet, 42 klassiert.
Ausgeschieden u. a.: Flury (Sz).
Weltcup-Zwischenstnde. Gesamtwertung (nach
26 von 32 Rennen): 1. Maze (Sln) 1285. 2. Fenninger ()
1241. 3. Vonn (USA) 842. 4. Shiffrin (USA) 750. 5. Zettel
() 586. 6. Rebensburg (De) 573. 7. Gut (Sz) 565.
10. Weirather (Lie) 509. 14. Dominique Gisin (Sz) 342. 22.
Holdener (Sz) 276. Abfahrt (7/8): 1. Vonn (USA) 402. 2.
Fenninger () 367. 3. Maze (Sln) 306. 4. Rebensburg (De)
269. 5. Gut (Sz) 260. 6. Grgl () 257. 8. Weirather (Lie)
243. 10. Fabienne Suter (Sz) 192. 14. Dominique Gisin
(Sz) 149. Super-G (6/7): 1. Vonn (USA) 440. 2. Fenninger () 432. 3. Maze (Sln) 330. 4. Gut (Sz) 261. 5. Htter
() 254. 6. Grgl () 214. 8. Weirather (Lie) 145. 16.
Dominique Gisin (Sz) 95. 19. Fabienne Suter (Sz) 67.
Nationen (nach 57 von 70 Wertungen): 1. sterreich
9744. 2. Italien 4941. 3. Schweiz 4408. 4. USA 4277.

BASKETBALL
Houston Rockets punkten auswrts

NBA. Atlanta (Sefolosha verletzt) - Cleveland 106:97.


Houston - Detroit 103:93. Charlotte - Toronto 103:94.
Indiana - Chicago 98:84. Orlando - Sacramento 119:114.
Philadelphia - Utah 83:89. Washington - Miami 99:97.
Brooklyn - Phoenix 100:108 n. V. Memphis - LA Lakers
97:90. New Orleans - Boston 98:104. San Antonio - Denver 120:111. Golden State - Dallas 104:89. New Orleans
- Memphis 95:89. Cleveland - Phoenix 89:79. Miami Sacramento 114:109 n. V. NY - Indiana 86:92. Philadelphia - Atlanta (Sefolosha) 92:84. Minnesota - Portland
121:113. Milwaukee - Washington 91:85. Denver - Houston (Capela) 100:114. San Antonio - Chicago 116:105.

HANDBALL
SPORT AM FERNSEHEN

BIATHLON

Pfadi schafft keine berraschung

Europacup. EHF-Cup. Gruppe A. 4. Runde. Sonntag:


Velenje (Sln) - Pfadi Winterthur 30:26 (15:11). Samstag:
HSV Hamburg - Haslum (No) 36:26 (17:8). Rangliste: 1.
Velenje 4/6 (127:106). 2. HSV Hamburg 4/6 (127:110). 3.
Pfadi Winterthur 4/2 (104:114). 4. Haslum 4/2 (104:129).
Modus: Top 2 pro Gruppe in den Viertelfinals.

Frauen. Samstag. Sprint (7,5 km): 1. Dorin Habert (Fr)


22:16,8 (1). 2. Nowakowska-Ziemniak (Pol) 9,6 (0). 3. Semerenko (Uk) 19,7 (1). 4. Dahlmeier (De) 29,1 (3). 5. Guzik
(Pol) 39,7 (1). 6. Schumilowa (Rus) 48,8 (2). 13. Elisa
Gasparin (Sz) 1:13 (1). 25. Domratschewa (Wruss) 1:58
(5). 28. Hcki (Sz) 2:03 (4). 35. Mkrinen (Fi) 2:20 (5).
64. Volken (Sz) 3:23 (5). 81. Aita Gasparin (Sz) 4:02 (5).
Sonntag. Verfolgung (10 km): 1. Dorin Habert 30:07,7
(3). 2. Dahlmeier 15,3 (2). 3. Nowakowska-Ziemniak (Pol)
31,6 (3). 4. Schumilowa 48,7 (0). 5. Soukalova (Tsch) 58,0
(1). 6. Hildebrand (De) 1:00 (2). 12. Mkrinen 1:28 (3).
15. Elisa Gasparin 1:39 (3). 36. Hcki 4:06 (6). Weltcup
(20/25): 1. Domratschewa 889. 2. Mkrinen 862. 3.
Semerenko 680. 30. Elisa Gasparin 231. 58. Hcki 60.
73. Aita Gasparin 18.

RAD
Cancellara versptet in Siena

ParisNizza. Prolog in Maurepas (6,7 km): 1. Kwiatkowski (Pol) 7:40 Minuten. 2. Dennis (Au), gleiche Zeit.
3. Martin (De), 0:07 Minuten zurck. 4. Sanchez (Sp)
0:10. 5. Boom (Ho). 6. Degenkolb (De). 7. Sylvain Chavanel (Fr), alle gleiche Zeit. 11. Van Garderen (USA) 0:14.
12. Wiggins (Gb) 0:15. 13. Porte (Au), gleiche Zeit. 48.
Dillier (Sz) 0:28. 60. Frank (Sz) 0:29. 93. Albasini (Sz)
0:36. 111. Schr 0:40. 139. Rast (Sz) 0:47. 160 Fahrer
am Start.
Strade Bianche. San GimignanoSiena (200 km, davon 45 km auf Naturstrassen): 1. Stybar (Tsch) 5:22:13.
2. Van Avermaet (Be) 0:02 zurck. 3. Valverde (Sp) 0:18.
4. Vanmarcke (Be) 0:46. 5. Rosa (It) 0:56. 6. Gatto (It)
0:59. 19. Cancellara (Sz) 1:26. 31. Sagan (Slk) 5:13. 40.
Nibali (It) 7:35. 150 gestartet, 90 klassiert.

PFERDESPORT
Fuchs mit Clooney auf Platz 2

Dortmund. 3-Stern-CSI. Springen, Grosser Preis


(S/A mit Stechen, 155 cm): 1. Allen (Irl), Romanov 0/
33,73. 2. Stevens (De), Brooklyn, 0/34,39. 3. Oppermann
(De), Che Guevara, 0/35,01. Championat: 1. Nieberg
(De), Galippo, 0/39,00. 4. Muff (Sz), Saphyr des Lacs,
4/41,36.
Doha. Grand Prix (2 Runden und Stechen): 1. TopsAlexander (Au), Lintea, 0/38,86. 2. Fuchs (Sz), Clooney,
0/48,34. 3. Gaudiano (It), Admara, 4/38,97. 4. Deusser
(De), Cornet dAmour, 4/40,05. 5. Diniz (Por), Fit for Fun,
4/42,78, 6. Guerdat (Sz), Nino des Buissonnets, 8/42,78,
alle im Stechen. 36. Schwizer (Sz), Amira, 12/79,77.

VOLLEYBALL
Klare Siege fr Volero und Kniz

Nationalliga A. Frauen. Finalrunde. 6. Runde: Kanti


Schaffhausen - Volero Zrich 0:3 (21:25, 13:25, 22:25).
Kniz - Aesch-Pfeffingen 3:0 (25:18, 25:15, 27:25).
Franches-Montagnes - Neuchatel UC 0:3 (20:25, 20:25,
24:26). Rangliste: 1. Volero Zrich 4/15 (12:2). 2. Kniz
5/14 (12:5). 3. Neuchatel UC 4/11 (12:3). 4. Aesch-Pfeffingen 6/6 (9:13). 5. Franches-Montagnes 6/3 (6:17). 6.
Kanti Schaffhausen 5/2 (4:15). Abstiegsrunde.
6. Runde: Cheseaux - Toggenburg 3:0 (25:14, 25:19,
25:17). Ddingen - FC Luzern 3:0 (25:18, 25:22, 25:17).

BOB
Schweizer ohne Medaille

Winterberg. WM. Vierer. Schlussklassement nach


4 Durchgngen: 1. Arndt/Rdiger/Korona/Heber (De)
3:34,89. 2. Walther/Bredau/Hbenbecker/Poser (De) 0,02
zurck. 3. Melbardis/Dreiskens/Vilkaste/Strenga (Lett)
0,12. 4. Friedrich/Bauer/Grothkopp/Margis (De) 0,17. 5.
Deen/Simons/Tasker/Matthews (Gb) 0,62. 6. Peter/van
der Zijde/Amrhein/Friedli (Sz) 0,67.

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

TENNIS

LEICHTATHLETIK

Die Achtelfinals im Davis-Cup

Bchel gewinnt Gold ber 800 Meter

Kanada - Japan 2:1 (in Vancouver / Hart, Halle, Zwischenstand). Raonic s. Ito 6:2, 6:1, 6:2. Pospisil u.
Nishikori 4:6, 6:7 (5:7), 3:6. Nestor/Pospisil s. Soeda/Uchiyama 7:5, 2:6, 6:3, 3:6, 6:3.

Sonntag. Mnner. Finals. 60 m: 1. Kilty (Gb) 6,51.


2. Blum (De) 6,58. 3. Reus (De) 6,60. 4. Tumi (It) 6,61.
5. Mancini (Sz) 6,62. 6. Jakubczyk (De) 6,62. Nach Fehlstart disqualifiziert: Chijindu Ujah (Gb). 800 m:
1. Lewandowski (Pol) 1:46,67. 2. English (Irl) 1:47,20.
3. Kupers (Ho) 1:47,25. 1500 m: 1. Holusa (Tsch)
3:37,68. 2. zbilen (Tr) 3:37,74. 3. OHare (Gb) 3:38,96.
Hoch: 1. Zyplakow (Rus) 2,31. 2. Chesani (It) 2,31.
3. Mastoras (Gr) 2,31. Siebenkampf: 1. Schkurenjow
(Rus) 6353 Punkte 2. Abele (De) 6279 3. Sintnicolaas (Ho)
6185. 4400 m: 1. Belgien 3:02,87. 2. Polen 3:02,97. 3.
Tschechien 3:04,09.

Belgien - Schweiz 3:2 (in Lttich / Hart, Halle). Bemelmans u. Laaksonen 6:1, 7:6 (8:6), 4:6, 0:6, 2:6. Darcis
s. Lammer 6:3, 6:1, 6:3. Bemelmans / Desein - Bossel /
Lammer 1:6, 6:3, 6:2, 6:2. Darcis u. Laaksonen 3:6, 6:3,
6:3, 6:7 (5:7), 1:6. Goffin s. Bossel 6:4, 6:0, 6:4.

Serbien - Kroatien 5:0 (in Kraljevo / Hart, Halle). Djokovic s. Delic 6:3, 6:2, 6:4. Troicki s. Coric 4:6, 1:6, 6:3,
6:2, 6:1. Djokovic/Zimonjic s. Skugor/Draganja 6:3, 6:4,
6:1. Krajnovic s. Skugor 6:4, 6:2. Troicki s. Delic 6:4, 6:3.
Argentinien - Brasilien 2:2 (in Buenos Aires, Sand,
Zwischenstand). Berlocq u. Souza 4:6, 6:3, 7:5, 3:6, 2:6.
Mayer s. Bellucci 6:4, 6:3, 1:6, 6:3. Schwartzman/Berlocq
u. Melo/Soares 5:7, 3:6, 4:6. Mayer s. Souza 7:6 (7:4),
7:6 (7:5), 5:7, 5:7, 15:13.
Kasachstan - Italien 3:2 (in Astana / Hart, Halle).
Kukuschkin s. Bolelli 7:6 (8:6), 6:1, 6:2. Golubew u. Seppi
3:6, 3:6, 7:6 (7:5), 2:6. Golubew/Nedowjessow u. Bolelli/
Fognini 6:7 (4:7), 3:6, 7:6 (15:13), 4:6. Kukuschkin s. Seppi
7:6 (10:8), 6:0, 6:4. Nedowjessow s. Fognini 7:6 (7:5), 3:6,
4:6, 6:3, 7:5.
Tschechien - Australien 2:3 (in Ostrava / Hart,
Halle). Rosol u. Kokkinakis 6:4, 6:2, 5:7, 5:7, 3:6. Vesely
u. Tomic 4:6, 3:6, 6:7 (5:7). Vesely/Pavlasek - Groth/
Hewitt 1:6, 7:6 (7:2), 3:6, 7:6 (7:4), 6:2. Rosol u. Tomic 6:7
(4:7), 3:6, 6:7 (5:7). Mertl s. Groth 6:3, 6:2.
Grossbritannien - USA 3:2 (in Glasgow / Hart,
Halle). Andy Murray s. Young 6:1, 6:1, 4:6, 6:2. Ward s.
Isner 6:7 (4:7), 5:7, 6:3, 7:6 (7:3), 15:13. Inglot / Jamie
Murray u. Bob Bryan / Mike Bryan 3:6, 2:6, 6:3, 7:6
(10:8), 7:9. Andy Murray s. Isner 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:4).
Ward u. Young 7:5, 0:1 w. o. (Verletzung).
Deutschland - Frankreich 2:3 (in Frankfurt / Hart,
Halle). Struff u. Simon 6:7 (4:7), 6:2, 7:6 (7:1), 2:6, 8:10.
Kohlschreiber u. Monfils 4:6, 5:7, 6:7 (4:7). Becker/Begemann - Benneteau/Mahut 4:6, 3:6, 2:6. Kohlschreiber s.
Simon 7:6 (7:5), 6:4. Struff s. Mahut 7:6 (8:6), 6:3.
Viertelfinals vom 17.19. Juli. Verlierer im Auf-/Abstiegs-Play-off vom 18.20. September.

Bacsinszky zieht in den Final ein

Monterrey (Mex). WTA-Turnier (500 000 Dollar /


Hart). Viertelfinals: Bacsinszky (Sz/4) s. Radwanska
(Pol) 6:4, 6:2. Ivanovic (Ser/1) s. Mladenovic (Fr) 6:3, 6:2.
Errani (It/2) s. Pawljutschenkowa (Rus/5) 7:5, 6:4. Garcia
(Fr/3) s. Rybarikova (Slk/8) 7:5 w. o. (Knchelverletzung
Rybarikova). Halbfinals: Bacsinszky s. Errani 6:0, 4:6,
7:6 (7:3). Garcia s. Ivanovic 6:1, 6:4. Final (Montag ab
1.00 Uhr Schweizer Zeit): Bacsinszky - Garcia.

Kuala Lumpur. WTA-Turnier (250 000 Dollar / Hart).


Halbfinals: Wozniacki (D/1) s. Hsieh Su-Wei (Taiwan)
6:2, 6:2. Dulgheru (Rum) s. Gajdosova (Au/4) 5:7, 7:5, 7:6
(7:4). Final: Wozniacki s. Dulgheru 4:6, 6:2, 6:1.

SNOWBOARD
Schweizer neben dem Podest
World Tour. US Open in Vail

Halfpipe. Mnner: 1. Hiraoka (Jap) 90,99. 2. Longo (Fr)


84,99. 3. Hirano (Jap) 84,75. 4. Scherrer (Sz) 78,62.
5. Podlatchikov (Sz) 73,25. 6. Haller (Sz) 67,87. 10. Habltzel (Sz) 24,87. Frauen: 1. Clark (USA) 91,00. 2. Kim
(USA) 88,74. 3. Gold (USA) 83,87.
Slopestyle. Mnner: 1. Kadono (Jap) 90,05. 2. McMorris (Ka) 87,80. 3. Nicholson (Ka) 77,20. Frauen: 1.
Anderson (USA) 90,95. 2. Gasser () 82,55. 3. OBrien
(Ka) 82,05. 6. Candrian (Sz) 66,50.

Zogg bernimmt Weltcup-Fhrung

Moskau. Parallelslalom. Mnner: 1. Reiter (USA).


2. Karl (). 3. Fischnaller (It). 5. Galmarini (Sz).
Frauen: 1. Riegler (). 2. Zogg (Sz). 3. Kummer (Sz).
4. Jenny (Sz).

SCHWINGEN
Schwinger treten Swiss Olympic bei

(si) V Der Eidgenssische Schwingerverband (ESV) hat an


der Jahresversammlung in Basel den Beitritt zu Swiss
Olympic beschlossen. Dadurch wechselt die Zustndigkeit der Dopingkontrolle vom ESV zu Antidoping
Schweiz. Der Beitritt erfolgt 2015 vorerst provisorisch,
bis der ESV in einem Jahr die Statuten revidiert hat. Die
rund 230 Ehrenmitglieder und Delegierten bestimmten
zudem Zug einstimmig zum Festort des Eidgenssischen
Schwing- und lplerfestes 2019.

Hallen-Europameisterschaften in Prag

Frauen. 60 m: 1. Schippers (Ho) 7,05. 2. Asher-Smith


(Gb) 7,08. 3. Sailer (De) 7,09. 4. Okparaebo (No) 7,10.
5. Kambundji (Sz) 7,11 (Schweizer Rekord, zuvor Kambundji 7,15). 6. Povh (Uk) 7,11. 800 m: 1. Bchel (Sz)
2:01,95. 2. Poistogowa (Rus) 2:01,99. 3. Lupu (Uk)
2:02,95. 1500 m: 1. Hassan (Ho) 4:09,04. 2. Cichocka
(Pol) 4:10,53. 3. Del Buono (It) 4:11,61. Stab: 1. Sidorowa (Rus) 4,80. Drei: 1. Konewa (Rus) 14,69.
4400 m: 1. Frankreich 3:31,61. 2. Grossbritannien
3:31,79. 3. Polen 3:31,90.
Samstag. Mnner. Finals. 400 m: 1. Maslak (Tsch)
45,33. 2. Dylan Borlee (Be) 46,25. 3. Omelko (Pol) 46,26.
3000 m: 1. Kaya (Tr) 7:38,42. 2. Emanuel (Gb) 7:44,48.
3. Ingebrigtsen (No) 7:45,54. Stab: 1. Lavillenie (Fr)
6,04. Drei: 1. Evora (Por) 17,21.
Frauen. 400 m: 1. Pyhyda (Uk) 51,96. 2. Terrero (Sp)
52,63. 3. Bundy-Davies (Gb) 52,64. 3000 m: 1. Korobkina (Rus) 8:47,62. 2. Kudselitsch (Wruss) 8:48,02. 3.
Koster (Ho) 8:51,64. Hoch: 1. Kuschina (Rus) 1,97. 2.
Trost (It) 1,97. 3. Licwinko (Pol) 1,94. Weit: 1. Spanovic
(Ser) 6,98. 2. Moguenara (De) 6,83. 3. Marincu (Rum)
6,79. Kugel: 1. Marton (Un) 19,23.

GOLF
berlegener Heimsieg Fishers

East London (SA). Europa-PGA-Tour (1,2 Mio. Fr. /


Par 72): 1. Fisher jun. (SA) 264. 2. Ford (Eng) 269. 3.
Madsen (D), De La Riva (Sp) und Campillo (Sp) je 272.
Cut verpasst: 105. Bossert (Sz) 146 (75/71).

Erster Sieg des Jungprofis Rusch

(si) V Nur wenige Wochen nach seinem Wechsel zu den


Profis hat der 25-jhrige Thurgauer Golfer Benjamin
Rusch den ersten Sieg errungen. Er gewann in Marokkos
Hauptstadt Rabat ein Turnier der in Deutschland beheimateten Pro Golf Tour, eines Circuits der dritten Kategorie. In der Gesamtwertung der Tour ist er nach verschiedenen Spitzenergebnissen an die 2. Stelle vorgestossen.
Die besten fnf erhalten am Ende der Saison ein Spielrecht auf der Challenge Tour, der zweiten Stufe im europischen Profi-Golfsport.

In-Albon Zweite

(si) V Die 28-jhrige Zuger Profigolferin Fabienne InAlbon bereitet sich an Turnieren in Australien auf die
europische Tour-Saison 2015 vor. Beim New South
Wales Open in Outlands belegte sie nach Runden von
69, 68 und 69 Schlgen den 2. Rang. Zum Sieg fehlte ihr
nur ein Schlag. Sie konnte ein Preisgeld von 6200 Franken entgegennehmen.

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Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

FUSSBALL SCHWEIZ
Super League

23. Runde: Basel - Thun 3:0 (1:0). GC - Luzern 1:0 (1:0).


Vaduz - Zrich 2:2 (0:0). Young Boys - Sitten 3:2 (2:0).
Aarau - St. Gallen 0:2 (0:1).
1. Basel
23 16 3 4 51 :25 51
2.
Young
Boys
23
13 5 5 42 :28 44
.................................................................................
3. Zrich
23 12 5 6 41 :25 41
.................................................................................
4. Thun
23 9 8 6 27 :25 35
.................................................................................
5.
St.
Gallen
22 9 7 6 34 :31 34
.................................................................................
6. Grasshoppers
23 6 5 12 29 :42 23
.................................................................................
7.
Vaduz
23 5 8 10 18 :33 23
.................................................................................
8. Sitten
22 4 8 10 25 :33 20
.................................................................................
9. Luzern
23 3 10 10 28 :35 19
.................................................................................
10.
Aarau
23 3 9 11 17 :35 18
.................................................................................
.................................................................................

Vaduz - Zrich 2:2 (0:0). 4216 Zuschauer. Schiedsrichter: Studer. Tore: 74. Nef 0:1. 83. Schrpf 1:1. 86.
Gavranovic 1:2. 87. Manuel Sutter 2:2. Vaduz: Jehle;
Von Niederhusern, Stahel, Grippo, Aliji; Hasler, Muntwiler (80. Kuzmanovic), Ciccone: Schrpf, Neumayr (89.
Burgmeier), Lang (68. Manuel Sutter). Zrich: Da
Costa; Nef, Buff, Djimsiti; Francisco Rodriguez (83.
Rikan), Kajevic, Christian Schneuwly, Schnbchler;
Chikhaoui; Chermiti (80. Gavranovic), Sadiku (68. Philippe
Koch). Bemerkungen: Vaduz ohne Pergl, Cecchini und
Untersee (alle verletzt), Abegglen und Pak (beide nicht
im Aufgebot). Zrich ohne Kecojevic (gesperrt), Chiumiento, Etoundi, Kukeli, Raphael Koch, Oberlin und Yapi
(alle verletzt) und Elvedi (krank). 8. Pfosten-Kopfball von
Schrpf. 34. Tor von Sadiku wegen Abseits aberkannt.
Verwarnungen: 72. Stahel (Foul, im nchsten Spiel gesperrt). 86. Sutter (Foul). 90. Da Costa (Unsportlichkeit).
Young Boys - Sitten 3:2 (2:0). 14 630 Zuschauer.
Schiedsrichter: Amhof. Tore: 40. Gerndt 1:0. 45. Hoarau 2:0. 69. Konate 2:1. 74. Hoarau 3:1. 79. Carlitos 3:2.
Young Boys: Mvogo; Sutter (80. Brki), Vilotic, Von
Bergen (60. Rochat), Lecjaks; Gajic, Bertone; Steffen,
Gerndt (67. Kubo), Nuzzolo; Hoarau. Sitten: Vanins;
Zverotic, Vanczak, Ndoye (46. Lacroix), Pa Modou; Salatic, Kouassi; Follonier (60. Carlitos), Fernandes, Ziegler
(78. Herea); Konate. Bemerkungen: YB ohne Hadergjonaj und Sanogo (verletzt) und Vitkieviez (rekonvaleszent). Sitten ohne Ferati (krank), Assifuah, Akolo und
Christofi (alle verletzt). 3. Pfostenschuss Hoarau. Verwarnungen: 23. Steffen (Foul). 51. Vanins (Unsportlichkeit).
59. Gerndt (Foul). 74. Fernandes (Foul). 87. Mvogo 89.
Kouassi (Foul). 92. Salatic (Foul).

sperrt), Mudrinski nicht im Aufgebot. St. Gallen ohne


Karanovic (verletzt) und Kapiloto (gesperrt). 2. Pfostenschuss von Treand. 32. Lattenkopfball Magyar. 48. Jaggy
lenkt Corner an die eigene Latte. Verwarnungen: 42.
Sliskovic (Foul). 58. Mathys (Foul). 76. Everton (Foul).
Basel - Thun 3:0 (1:0). 26 354 Zuschauer. Schiedsrichter: Erlachner. Tore: 45. Gashi 1:0. 53. Streller 2:0.
58. Gashi 3:0. Basel: Vaclik; Xhaka, Schr, Suchy,
Safari; Frei, Elneny; Derlis Gonzalez (79. Kakitani), Zuffi,
Gashi (62. Hamoudi); Streller (68. Embolo). Thun: Faivre; Glarner, Siegfried, Sulmoni, Wittwer; Hediger, Sutter
(70. Munsy); Ferreira (62. Alexander Gonzalez), Karlen
(59. Frontino), Rojas; Sadik. Bemerkungen: Basel
ohne Iwanow (verletzt) und Delgado (krank). Thun ohne
Causi, Reinmann, Schindelholz, Schirinzi und Zino (alle
verletzt). 16. Freistoss Freis ans Lattenkreuz. 39. Ferreira,
42. Xhaka (beide Foul).
GC - Luzern 1:0 (1:0). 4500 Zuschauer. Schiedsrichter:
Hnni. Tor: 40. Caio 1:0. GC: Vasic; Lang, Wthrich,
Grichting, Pavlovic; Abrashi, Dingsdag, Fedele (91. Vadocz); Ngamukol (18. Ravet), Caio (81. Ben Khalifa); Dabbur. Luzern: Zibung; Thiesson (74. Ianu), Rogulj, Puljic,
Lustenberger; Winter (46. Bozanic) Wiss, Hyka, Freuler;
Lezcano, Marco Schneuwly (83. Mobulu).

Challenge League

23. Runde: Servette - Winterthur 2:1 (0:0). Wil - Chiasso


0:0. Lausanne-Sport - Wohlen 0:1 (0:0). Lugano - Le Mont
3:0 (0:0). Montag: Biel - Schaffhausen 19.45 Uhr.
1. Servette
23 15 3 5 32 :21 48
2.
Wohlen
20
13 4 3 32 :16 43
.................................................................................
3. Lugano
22 11 8 3 34 :17 41
.................................................................................
4. Winterthur
22 10 5 7 39 :28 35
.................................................................................
5. Lausanne-Sport
22 8 5 9 26 :27 29
.................................................................................
6.
Wil
23 7 6 10 32 :37 27
.................................................................................
7. Schaffhausen
21 6 5 10 33 :38 23
.................................................................................
8. Chiasso
22 5 6 11 19 :34 21
.................................................................................
9.
Biel
20 3 6 11 21 :31 15
.................................................................................
10. Le Mont
21 3 6 12 17 :36 15
.................................................................................
.................................................................................

Die nchsten Spiele

Super League. 14. Mrz: Luzern - Vaduz (17.45 Uhr),


Thun - GC (20.00). 15. Mrz: Zrich - Sitten, Aarau YB (beide 13.45), St. Gallen - Basel (16.00).
Challenge League. 11. Mrz: Le Mont - Wohlen (18.30
Uhr). 14. Mrz: Winterthur - Lausanne-Sport, Wohlen
- Biel (beide 17.45). 15. Mrz: Le Mont - Servette,
Schaffhausen - Wil (beide 15.00). 16. Mrz: Chiasso Lugano (19.45).

EISHOCKEY
Nationalliga A, Play-offs

Biel - ZSC Lions 2:3 (0:0, 2:0, 0:2, 0:1) n. V. 6200 Zuschauer (ausverkauft). Schiedsrichter: Eichmann/Mollard, Abegglen/Mauron. Tore: 27. Herburger (Arlbrandt) 1:0. 33. Arlbrandt (Herburger, Jelovac) 2:0. 43.
Cunti (Brtschi, Wick) 2:1. 60. (59:00) Keller (Ausschlsse
Fey; Blindenbacher, Siegenthaler) 2:2 (ohne Goalie). 70.
(69:15) Knzle (Schppi, Trachsler) 2:3. Strafen: 2-mal
2 Minuten gegen Biel, 8-mal 2 plus 10 Minuten gegen
die ZSC Lions. Biel: Rytz; Untersander, Jelovac; Cadonau, Fey; Wellinger, Gossweiler; Steiner, Jecker; Arlbrandt, Olausson, Herburger; Samson, Kamber, Spylo;
Tschantre, Peter, Rossi; Wetzel, Haas, Berthon. ZSC:
Fleler; Geering, Bergeron; Tallinder, Siegenthaler; Blindenbacher, Schnyder; Schmuckli; Knzle, Shannon, Wick;
Keller, Cunti, Schppi; Brtschi, Trachsler, Nilsson; Baltisberger, Fritsche, Neuenschwander; Malgin.
Lausanne - Bern 1:2 (0:0, 1:1, 0:1). 7600 Zuschauer
(ausverkauft). Schiedsrichter: Prugger/Vinnerborg, Progin/Zosso. Tore: 27. Froidevaux (Lardi, Antonietti) 1:0.
34. Holloway (Gerber, Gragnani) 1:1. 48. Joensuu (Blum,
Scherwey) 1:2. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Lausanne, 6-mal 2 Minuten gegen Bern. Lausanne: Huet;
Gobbi, Leeger; Stalder, Lardi; Genazzi, Rytz; Nodari;
Genoway, Hytnen, Deruns; Louhivaara, Mieville, Pesonen; Neuenschwander, Froidevaux, Herren; Antonietti,
Conz, Augsburger; Ulmann. Bern: Bhrer; Randegger,
Blum; Jobin, Furrer; Gragnani, Gerber; Kreis, Wiedmer;
Holloway, Ritchie, Moser; Alain Berger, Rfenacht,
Scherwey; Pascal Berger, Plss, Joensuu; Mller, Gardner, Reichert.
Genf/Servette - Lugano 2:7 (0:0, 2:5, 0:2). 7135 Zuschauer (ausverkauft). Schiedsrichter: Koch/Wiegand,
Borga/Kng. Tore: 22. (21:25) Pettersson (Hirschi, Filppula) 0:1. 22. (21:54) Pettersson (Klasen) 0:2. 27. (26:04)
Chiesa (Fazzini, Steinmann) 0:3. 27. (26:51) Filppula (Klasen, Vauclair) 0:4. 29. Sannitz (Kostner) 0:5. 31. (30:37)
Taylor Pyatt (Loeffel / Ausschluss Chiesa) 1:5. 32. (31:45)
Vukovic (Almond / Ausschluss Rubin) 2:5. 58. (57:50)
Reuille (Kostner / Ausschlsse Picard, DAgostini) 2:6.
59. (58:49) Walker (Chiesa, Kienzle / Ausschlsse
DAgostini, Gerber) 2:7. Strafen: 8-mal 2 Minuten
gegen Servette, 4-mal 2 Minuten gegen Lugano. Servette: Mayer (26:51 Descloux); Vukovic, Iglesias; Loeffel,
Bezina; Antonietti, Mercier; Trutmann; DAgostini, Tom
Pyatt, Almond; Wick, Picard, Taylor Pyatt; Rubin, Kast,
Rod; Jacquemet, Rivera, Gerber; Douay. Lugano: Manzato; Kienzle, Vauclair; Andersson, Hirschi; Chiesa, Kparghai; Maurer, Sartori; Pettersson, Filppula, Klasen;
Simek, McLean, Bertaggia; Kostner, Sannitz, Reuille;
Walker, Steinmann, Fazzini.

Aarau - St. Gallen 0:2 (0:1). 4368 Zuschauer.


Schiedsrichter: Klossner. Tore: 30. Bunjaku 0:1. 93.
Rodriguez 0:2. Aarau: Mall; Nganga, Jckle, Magyar;
Burki; Andrist (66. Radice), Lscher (80. Feltscher), Costanzo, Jaggy; Senger, Sliskovic (71. Djuric). St. Gallen:
Lopar; Mutsch, Russo, Besle, Facchinetti; Everton,
Mathys; Tafer, Bunjaku (77. Cavusevic), Treand (61.
Roberto Rodriguez); Sikorski (70. Janjatovic). Bemerkungen: Aarau ohne Gauracs (verletzt) und Wieser (ge-

Super League. Nach der 23. Runde: 1. Gashi (Basel/


+2) 16. 2. Hoarau (Young Boys/+2), Sadik (Thun) und
Marco Schneuwly (Luzern) je 9. 5. Dabbur (Grasshoppers)
und Streller (Basel/+1) je 8. 7. Chikhaoui (Zrich) und
Etoundi (Zrich) je 7.

Davos - Zug 3:4 (1:1, 1:3, 1:0). 6800 Zuschauer (ausverkauft). Schiedsrichter: Stricker/Brgi, Wehrli/Kohler.
Tore: 15. Diem (Lammer, Alatalo) 0:1. 19. Axelsson 1:1.
22. Brgler (Sutter) 1:2. 23. Ambhl (Corvi, Du Bois) 2:2.
29. Diem (Herzog) 2:3. 38. Earl (Bouchard, Martschini/
Ausschluss Ambhl, Sciaroni; Schlumpf) 2:4. 46. Samuel
Walser (Forster) 3:4. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen

DEUTSCHLAND

ENGLAND

ITALIEN

Auswrtssieg Leverkusens

1. Bundesliga. 24. Runde: Augsburg - Wolfsburg 1:0.


SC Freiburg - Werder Bremen 0:1. Hamburger SV Borussia Dortmund 0:0. Hannover 96 - Bayern Mnchen
1:3. Schalke 04 - Hoffenheim 3:1. Mainz - Borussia Mnchengladbach 2:2. 1. FC Kln - Eintracht Frankfurt 4:2.
Paderborn - Bayer Leverkusen 0:3.
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1. Bayern Mnchen
24 19 4 1 66 :11 61
2.
Wolfsburg
24
15 5 4 53 :28 50
.................................................................................
3. Mnchengladbach
24 11 8 5 33 :20 41
.................................................................................
4. Bayer Leverkusen
24 10 9 5 40 :29 39
.................................................................................
5.
Schalke
04
24 11 5 8 35 :28 38
.................................................................................
6. Augsburg
24 12 2 10 33 :30 38
.................................................................................
7.
Hoffenheim
24 9 6 9 37 :38 33
.................................................................................
8. Werder Bremen
24 9 6 9 40 :49 33
.................................................................................
9. Eintracht Frankfurt
24 8 7 9 44 :49 31
.................................................................................
10.
Borussia
Dortmund
24
8 5 11 31 :31 29
.................................................................................
11. 1. FC Kln
24 7 7 10 25 :31 28
.................................................................................
12. Hannover 96
24 7 6 11 27 :37 27
.................................................................................
13. Mainz
24 5 11 8 32 :35 26
.................................................................................
14. Hertha Berlin
24 7 4 13 28 :42 25
.................................................................................
15.
Hamburger
SV
24 6 7 11 16 :33 25
.................................................................................
16. Paderborn
24 5 8 11 23 :46 23
.................................................................................
17.
SC
Freiburg
24 4 10 10 24 :33 22
.................................................................................
18.
VfB
Stuttgart
24 4 8 12 24 :41 20
.................................................................................
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Paderborn - Leverkusen 0:3 (0:0). 14 905 Zuschauer.


Tore: 73. Papadopoulos 0:1. 84. Son 0:2. 93. Son 0:3.
Leverkusen mit Drmic (bis 68.).
Kln - Eintracht Frankfurt 4:2 (1:0). 50 000 Zuschauer. Tore: 28. Deyverson 1:0. 58. Meier 1:1. 72.
Risse 2:1. 79. Osako 3:1. 82. Ujah 4:1. 93. Meier (Foulpenalty) 4:2. Frankfurt mit Seferovic.
Augsburg - Wolfsburg 1:0 (0:0). 28 721 Zuschauer.
Tor: 63. Kohr (Nachschuss Foulpenalty) 1:0. Augsburg
mit Hitz. Wolfsburg mit Benaglio und Rodriguez, ohne
Klose (Ersatz). 63. Benaglio hlt Foulpenalty von Werner.
Schalke - Hoffenheim 3:1 (2:0). 60 607 Zuschauer.
Tore: 12. Fuchs 1:0. 41. Meyer 2:0. 54. Meyer 3:0. 73.
Volland 3:1. Schalke mit Barnetta. Schwegler und
Zuber (bis 62.).
Freiburg - Bremen 0:1 (0:1). 24 000 Zuschauer.
Tor: 35. Di Santo 0:1. Freiburg mit Brki und Mehmedi.
Hannover - Bayern Mnchen 1:3 (1:1). 49 000 Zuschauer. Tore: 25. Kiyotake 1:0. 28. Xabi Alonso 1:1.
61. Mller (Foulpenalty) 1:2. 72. Mller 1:3.
Mainz - Mnchengladbach 2:2 (0:1). 34 000 Zuschauer. Tore: 27. Raffael 0:1. 67. Raffael 0:2. 73. Geis
1:2. 77. Okazaki 2:2. Gladbach mit Sommer und Xhaka.

Leverkusen fordert Bayern

Cup. Auslosung Viertelfinals (7. und 8. April): Bayer


Leverkusen - Bayern Mnchen, Bielefeld (2.) - Mnchengladbach, Dortmund - Hoffenheim, Wolfsburg - Freiburg.

Cup-Viertelfinal. 11. Mrz: Buochs - St. Gallen (20.15


Uhr).

Torschtzenliste

Spurs nhern sich Europacup-Rngen

Premier League. 27. Runde: Nachtrag: Queens Park


Rangers - Tottenham Hotspur 1:2.
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1. Chelsea
27 19 6 2 57 :22 63
2. Manchester City
28 17 7 4 59 :27 58
3. Arsenal
28 16 6 6 53 :30 54
.................................................................................
4. Manchester United
28 15 8 5 47 :26 53
.................................................................................
5.
Liverpool
28 15 6 7 42 :30 51
.................................................................................
6. Tottenham Hotspur
28 15 5 8 46 :39 50
.................................................................................
7. Southampton
28 15 4 9 39 :20 49
.................................................................................
8.
Stoke
City
28 12 6 10 33 :34 42
.................................................................................
9. Swansea City
28 11 7 10 33 :37 40
.................................................................................
10. West Ham United
28 10 9 9 39 :34 39
.................................................................................
11. Newcastle
28 9 8 11 32 :43 35
.................................................................................
12.
Crystal
Palace
28
7 9 12 31 :39 30
.................................................................................
13. West Bromwich
28 7 9 12 26 :36 30
.................................................................................
14. Everton
28 6 10 12 33 :41 28
.................................................................................
15.
Hull
City
28
6 9 13 26 :37 27
.................................................................................
16. Sunderland
28 4 14 10 23 :39 26
.................................................................................
17. Aston Villa
28 6 7 15 15 :38 25
.................................................................................
18. Queens Park Rangers 28 6 4 18 29 :49 22
.................................................................................
19. Burnley
28 4 10 14 25 :47 22
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20.
Leicester
City
27 4 6 17 24 :44 18
.................................................................................
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Aston Villa erster Cup-Halbfinalist

Cup. Viertelfinals: Bradford (3.) - Reading (2.) 0:0; wird


damit wiederholt. Aston Villa (ohne Senderos/verletzt) West Bromwich 2:0 (0:0). Am Sonntag: Liverpool Blackburn (2.) 0:0; wird damit wiederholt. Am Montag: Manchester United - Arsenal.

2:2 zwischen Napoli und Inter

Serie A. 26. Runde. Sampdoria - Cagliari 2:0. AC Milan


- Hellas Verona 2:2. Cesena - Palermo 0:0. Chievo Verona
- AS Roma 0:0. Empoli - Genoa 1:1. Parma - Atalanta
Bergamo 0:0. Udinese - Torino 3:2. Napoli - Inter 2:2.
Montag: Lazio Rom - Fiorentina und Juve - Sassuolo.
.................................................................................

1.
Juventus
25 17 7 1 52 :14 58
.................................................................................
2.
AS
Roma
26 13 11 2 38 :19 50
.................................................................................
3. Napoli
26 13 7 6 46 :33 46
.................................................................................
4. Lazio Rom
25 13 4 8 43 :27 43
.................................................................................
5.
Fiorentina
25 11 9 5 37 :24 42
.................................................................................
6. Sampdoria
26 10 12 4 34 :28 42
.................................................................................
7.
Genoa
25 9 10 6 37 :30 37
.................................................................................
8. Torino
26 9 9 8 30 :28 36
.................................................................................
9. Inter Mailand
26 9 9 8 41 :34 36
.................................................................................
10.
Palermo
26 8 11 7 38 :39 35
.................................................................................
11. AC Milan
26 8 11 7 37 :32 35
.................................................................................
12.
Udinese
25 8 7 10 29 :34 31
.................................................................................
13. Sassuolo
25 6 11 8 29 :38 29
.................................................................................
14. Empoli
26 5 14 7 26 :28 29
.................................................................................
15.
Hellas
Verona
26 7 8 11 31 :46 29
.................................................................................
16. Chievo Verona
26 6 8 12 18 :30 26
.................................................................................
17.
Atalanta
Bergamo
26 5 9 12 22 :37 24
.................................................................................
18. Cagliari
26 4 8 14 32 :49 20
.................................................................................
19. Cesena
26 4 8 14 24 :47 20
.................................................................................
20.
Parma*
24 3 3 18 20 :47 11
.................................................................................
*1 Punktabzug wegen finanzieller Unregelmssigkeiten

AC Milan - Hellas Verona 2:2 (1:1). 40 000 Zuschauer. Tore: 18. Toni (Foulpenalty) 0:1. 41. Menez
(Penalty) 1:1. 47. Tachtsidis (Eigentor) 2:1. 95. Lopez 2:2.
Udinese - Torino 3:2 (2:1). 10 000 Zuschauer. Tore:
16. Quagliarella 0:1. 18. Di Natale 1:1. 26. Molinaro
(Eigentor) 2:1. 49. Wague 3:1. 69. Benassi 3:2. Udinese
mit Widmer.

STERREICH
Leader Salzburg verliert Heimspiel

Bundesliga. 24. Runde: Sturm Graz - Wolfsberg 2:0.


Ried - Grdig 2:1. Salzburg - Altach 0:1. Wiener Neustadt - Admira Wacker Mdling 0:0. Austria Wien Rapid Wien 2:1. Rangliste: 1. Salzburg 48. 2. Rapid
Wien 39. 3. Altach 39. 4. Sturm Graz 35. 5. Wolfsberg
33. 6. Austria Wien 32. 7. Ried 31. 8. Grdig 24. 9. Wiener Neustadt 23. 10. Admira Wacker Mdling 21.

Champions League
Qualifikation Champions League
Qualifikation Europa League
Abstieg
Aufstieg
Barrage

Napoli - Inter 2:2 (0:0). 34 000 Zuschauer. Tore: 51.


Hamsik 1:0. 63. Higuain 2:0. 72. Palacio 2:1. 87. Icardi
(Penalty) 2:2. Napoli mit Inler, Inter mit Shaqiri.

SPORT 31

Davos, 2-mal 2 Minuten gegen Zug. Davos: Genoni;


Du Bois, Kindschi; Heldner, Forster; Jan von Arx, Guerra;
Schneeberger, Paschoud; Ambhl, Corvi, Paulsson; Marc
Wieser, Lindgren, Axelsson; Sciaroni, Redenbach, Dino
Wieser; Simion, Samuel Walser, Jrg. Zug: Stephan;
Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Alatalo, Erni;
Morant; Martschini, Holden, Suri; Zangger, Earl, Bouchard; Brgler, Sutter, Fabian Schnyder; Lammer, Diem,
Herzog; Christen.

Nationalliga A, Placierungsrunde

Samstag: Ambri-Piotta - Kloten Flyers 1:3 (1:0, 0:1, 0:2).


Freiburg - Rapperswil-Jona Lakers 4:1 (2:0, 1:1, 1:0).
Rangliste: 1. Freiburg 3/66. 2. Kloten 3/62 (122:150).
3. Ambri 3/62 (133:176). 4. Rapperswil 3/46.
Freiburg - Rapperswil-Jona 4:1 (2:0, 1:1, 1:0). 5897
Zuschauer. Schiedsrichter: Fischer/Kurmann, Kovacs/
Wst. Tore: 4. Mauldin (Kamerzin) 1:0. 16. Kamerzin
(Sprunger, Bykow / Ausschluss Sataric) 2:0. 32. Dube
(Fritsche) 3:0. 40. (39:12) Profico (Ausschluss Merola)
3:1. 52. Kamerzin (Granak / Ausschluss Weisskopf) 4:1.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gotteron,
3-mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Freiburg-Gotteron:

Conz; Ngoy, Kwiatkowski; Helbling,


Abplanalp; Kamerzin, Schilt; Granak; Mauldin, Pouliot,
Vauclair; Fritsche, Dube, Hasani; Sprunger, Bykow, Mottet; Merola, Ness, Monnet; Botta. Rapperswil-Jona:
Wolf; Walser, Blatter; Weisskopf, Sven Berger; Profico,
Sataric; Geyer; Rapuzzi, Johansson, Sieber; Kuonen,
Walsky, Rizzello; Ryser, Hrlimann, Schommer; Pedretti,
Flavio Schmutz, Thibaudeau; Reto Schmutz.
Ambri-Piotta - Kloten Flyers 1:3 (1:0, 0:1, 0:2). 6015
Zuschauer. Schiedsrichter: Kng/Massy, Fluri/Kaderli. Tore: 12. Duca (Dostoinow) 1:0. 37. DuPont 1:1. 45. Kellenberger (Stancescu) 1:2. 55. Vandermeer (Back,
Lemm / Ausschluss Hall) 1:3. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Ambri, 2-mal 2 Minuten gegen Kloten.
Ambri: Zurkirchen; Gautschi, Kobach; O Byrne, Zgraggen; Trunz, Chavaillaz; Moor, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Lthi, Lhotak; Dostoinow, Schlagenhauf, Bianchi. Kloten: Gerber; Vandermeer, Back; Randegger, DuPont; Frick, Schelling; Praplan,
Mueller, Hollenstein; Guggisberg, Bieber, Bodenmann;
Stancescu, Lemm, Murray; Casutt, Kellenberger, Bhler.

Sundby Gesamtsieger
Langlufer Cologna auf Platz 5
(si) V In den Distanzrennen luft es
Dario Cologna auch in der Endphase
der Weltcup-Saison klar besser als im
Sprint. An den Weltcup-Rennen in
Lahti resultierte am Samstag im Sprint
nur Rang 54, am Sonntag ber 15 Kilometer hingegen Platz 5. Der erst 21-jhrige Italiener Francesco De Fabiani lief
erstmals aufs Podest und feierte gleich
einen Weltcup-Sieg. Eine Niederlage
mussten fr einmal die Norweger einstecken, wenn auch eine Niederlage der
besonderen Art. Sie brachten zwar vier
Lufer in die Top Ten, aber keinen aufs
Podest. Der WM-Dominator Petter
Northug wurde Siebenter, Martin
Johnsrud Sundby Zehnter. Dieser Platz
reichte Sundby aber, um sich wie 2014
vorzeitig den Gesamtweltcup-Sieg zu
sichern. In der Distanzwertung hingegen fhrt ein Rennen vor Ende Cologna
mit 83 Punkten Vorsprung vor Sundby.

Ilja Tschernoussow,
alter Fuchs
Sieg am Engadin-Skimarathon

NHL. Freitag: Carolina - Minnesota (mit Niederreiter /


Assist zum 1:0) 1:3. Detroit - Calgary (mit Diaz und Hiller / 33 Paraden) 2:5. New Jersey - Columbus 2:3. Ottawa
- Buffalo 3:2. Chicago - Edmonton 2:1 n. P. Anaheim Pittsburgh 2:5. Samstag: Boston - Philadelphia (mit
Streit / Assist zum 1:1) 3:2 n. V. Nashville (Josi) - Winnipeg 1:3. San Jose (mit Mller) - Vancouver (mit Sbisa und
Weber) 2:3. Columbus - Colorado (ohne Berra) 0:4.
Washington - Buffalo 6:1. Toronto - St. Louis 1:6. Arizona
- Montreal 0:2. Tampa Bay - Dallas 5:4. Florida - New York
Islanders 4:3 n. P. Los Angeles - Pittsburgh 0:1 n. V.

(si) V Ilja Tschernoussow nahm am


Sonntag erstmals am Engadin-Skimarathon teil dennoch ist der 28-jhrige
Russe auf der 42 Kilometer langen Strecke von Maloja nach S-chanf ein alter
Fuchs. Tschernoussow, verheiratet mit
der Schweizer Biathletin Selina Gasparin und seit anderthalb Wochen Vater,
wohnt fnf Minuten vom Zielgelnde
entfernt. Er kannte den Schlussabschnitt bestens, bog als Dritter auf die
Zielgerade ein und spurtete zum Sieg,
0,1 Sekunden vor Robin Duvillard. Der
Schweizer Roman Furger verpasste als
Dritter die Wiederholung des Sieges
2012 um 0,8 Sekunden. Das Rennen der
Frauen gewann die Franzsin Anouk
Faivre Picon; die beste Schweizerin,
Rahel Imoberdorf, wurde Achte.

FRANKREICH

SPANIEN

Nationalliga B, Play-offs

Halbfinals. 4. Runde: Langenthal (6.) - SCL Tigers (1.)


4:5; Endstand 0:4. Olten (5.) - Martigny (2.) 2:0; Stand
3:1. Nchstes Spiel am Dienstag.

Nashville weiterhin im Tief

PSG und Lyon mit klaren Erfolgen

Ligue 1. 28. Runde: Paris St-Germain - Lens 4:1. Bastia


- Nizza 2:1. Caen - Bordeaux 1:2. Evian TG - Monaco 1:3.
Reims - Nantes 3:1. Rennes - Metz 1:0. St-Etienne Lorient 2:0. Guingamp - Lille 0:1. Montpellier - Lyon 1:5.
.................................................................................

1.
Lyon
28 17 6 5 56 :22 57
.................................................................................
2. Paris St-Germain
28 15 11 2 50 :24 56
.................................................................................
3.
Marseille
28 16 5 7 56 :31 53
.................................................................................
4.
Monaco
27 13 8 6 29 :20 47
.................................................................................
5. St-Etienne
28 12 10 6 32 :22 46
.................................................................................
6.
Bordeaux
28 12 9 7 34 :33 45
.................................................................................
7. Montpellier
27 12 6 9 36 :30 42
.................................................................................
8. Lille
28 10 8 10 24 :24 38
.................................................................................
9.
Rennes
28 10 8 10 28 :34 38
.................................................................................
10. Bastia
28 9 9 10 30 :31 36
.................................................................................
11.
Nantes
28 9 9 10 22 :29 36
.................................................................................
12. Reims
28 9 8 11 34 :44 35
.................................................................................
13.
Guingamp
28 11 2 15 30 :40 35
.................................................................................
14. Caen
28 9 7 12 43 :42 34
.................................................................................
15. Nizza
28 9 7 12 30 :34 34
.................................................................................
16.
Evian
TG
28 10 2 16 30 :44 32
.................................................................................
17. Lorient
28 9 4 15 31 :37 31
.................................................................................
18.
Toulouse
28 8 5 15 29 :47 29
.................................................................................
19. Lens
28 5 7 16 26 :43 22
.................................................................................
20. Metz
28 5 7 16 20 :39 22
.................................................................................
Paris St-Germain - Lens 4:1 (1:0). 45 000 Zuschauer.
Tore: 43. David Luiz 1:0. 60. Ibrahimovic (Foulpenalty)
2:0. 69. Touzghar 2:1. 80. Matuidi 3:1. 82. Pastore 4:1.
Evian TG - Monaco 1:3 (0:2). 10 000 Zuschauer.
Tore: 18. Martial 0:1. 35. Abdallah (Eigentor) 0:2. 61.
Toure 0:3. 79. Sougou 1:3.
Rennes - Metz 1:0 (1:0). 18 000 Zuschauer. Tor: 20.
Ntep 1:0. Rennes mit Fernandes.
Montpellier - Lyon 1:5 (1:2). Tore: 6. Barrios 1:0. 30.
Lacazette (Foulpenalty) 1:1. 40. Fekir 1:2. 72. Fekir 1:3.
92. Tolisso 1:4. 94. Lacazette 1:5.

Barca siegt hoch und berholt Real

Primera Division. 26. Runde: La Coruna - FC Sevilla


3:4. Athletic Bilbao - Real Madrid 1:0. Elche - Almera
1:0. Granada - Malaga 1:0. FC Barcelona - Rayo Vallecano 6:1. San Sebastian - Espanyol Barcelona 1:0. Villarreal - Celta Vigo 4:1. Atletico Madrid - Valencia 1:1.
Am Montag: Cordoba - Getafe.
.................................................................................

1.
FC Barcelona
26 20 2 4 76 :16 62
.................................................................................
2. Real Madrid
26 20 1 5 75 :24 61
.................................................................................
3.
Atletico
Madrid
26 17 4 5 51 :23 55
.................................................................................
4. Valencia
26 16 6 4 46 :22 54
.................................................................................
5.
FC
Sevilla
26 15 4 7 46 :33 49
.................................................................................
6.
Villarreal
26 14 6 6 43 :24 48
.................................................................................
7. Malaga
26 12 5 9 29 :30 41
.................................................................................
8.
Athletic
Bilbao
26 9 6 11 23 :31 33
.................................................................................
9. Espanyol Barcelona
26 9 5 12 32 :37 32
.................................................................................
10. Celta Vigo
26 8 8 10 27 :29 32
.................................................................................
11.
San
Sebastian
26 7 9 10 29 :36 30
.................................................................................
12. Rayo Vallecano
26 9 2 15 29 :49 29
.................................................................................
13.
Eibar
26 7 6 13 26 :36 27
.................................................................................
14. Elche
26 7 6 13 23 :45 27
.................................................................................
15.
Getafe
25 7 5 13 22 :35 26
.................................................................................
16. La Coruna
26 6 7 13 23 :42 25
.................................................................................
17. Levante
26 6 7 13 23 :49 25
.................................................................................
18. Almeria
26 6 6 14 22 :40 24
.................................................................................
19. Granada
26 4 10 12 17 :40 22
.................................................................................
20.
Cordoba
25 3 9 13 18 :39 18
.................................................................................
Athletic Bilbao - Real Madrid 1:0 (1:0). 39 000 Zuschauer. Tor: 26. Aduriz 1:0.
FC Barcelona - Rayo Vallecano 6:1 (1:0). 87 151
Zuschauer. Tore: 6. Suarez 1:0. 49. Pique 2:0. 56.
Messi (Penalty) 3:0. 63. Messi 4:0. 68. Messi 5:0. 81.
Bueno (Penalty) 5:1. 91. Suarez 6:1. 55. Gelb-rote Karte
gegen Tito (Rayo). 80. Rote Karte gegen Alves (Barca).
Atletico Madrid - Valencia 1:1 (1:0). 51 180 Zuschauer. Tore: 33. Koke 1:0. 78. Mustafi 1:1.

WEITERER FUSSBALL
Serie A knftig mit Hawk Eye

(si) V In der italienischen Serie A wird ab der kommenden


Saison das Hawk-Eye-System verwendet. Die 20 Klubs
sagten Ja zur Torlinientechnologie aus England. Das
Falkenauge wird bereits in der Premier League eingesetzt und soll ab Sommer auch in der Bundesliga angewendet werden.

Ausschreitungen in Stuttgart

(si) V Gewaltbereite Fans des VfB Stuttgart haben bei


Ausschreitungen vor und nach dem Heimspiel gegen
Hertha BSC (0:0) zwlf Polizisten verletzt. Die Beamten

seien von einer Gruppe aus rund achtzig Menschen in


einen Hinterhalt gelockt worden. Einer der Polizisten
habe drei Signalschsse abgegeben, um Kollegen auf die
Lage aufmerksam zu machen. Die Angreifer seien geflchtet. Die beiden Streifenpolizisten erlitten den Angaben nach Wunden am Kopf durch geworfene Steine.

Lange Sperren gegen Cisse und Evans

(si) V Der englische Verband hat Newcastles Strmer Papiss Cisse und den Manchester-United-Verteidiger Jonny
Evans fr mehrere Wochen gesperrt. Weil sie sich am
Mittwoch beim 1:0-Sieg der United in der ersten Halb-

zeit gegenseitig angespuckt hatten, wurde Cisse nachtrglich fr sieben, Evans fr sechs Spiele ausgeschlossen. Das Vergehen der beiden Spieler war von den Unparteiischen nicht bemerkt worden.

Debt von Emeghara in den USA

(si) V Der neunfache Schweizer Internationale Innocent


Emeghara hat seine ersten Minuten in der Major League
Soccer absolviert. Der Strmer wurde bei der 0:1-Niederlage seiner San Jose Earthquakes in Dallas in der
89. Minute eingewechselt. San Jose war in der letzten
Saison das zweitschlechteste Team der Liga.

Neu Zrcr Zitung

32 SPORT

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Zurck in den
Niederungen

Vergoldet
Bchel EM-Erste ber 800 Meter
(si) V 13 Jahre nach dem zweiten Rang
Andre Buchers ber 800 Meter haben
die Schweizer Leichtathleten wieder
eine EM-Medaille in der Halle gewonnen. Der Coup gelang der Toggenburgerin Selina Bchel, die in Prag ebenfalls ber 800 Meter sogar siegte.
Im letzten Jahr hatte Bchel an den
Hallen-WM in Sopot als Vierte eine
Medaille noch knapp verpasst, in Prag
holte sie am Sonntag das Versumnis
nach. Bis sich die 23-Jhrige ber den
Triumph freuen durfte, musste sie nach
dem Zieldurchlauf einige Sekunden
bangen. Erst nach Auswertung des Zielfilms stand fest, dass Bchel das Rennen
gewonnen hatte. Es war ein merkwrdiger Moment. Ich htte mich auch ber
Silber gefreut, aber mein Ziel heute war
der Sieg. Im Final zeigte Bchel ein
taktisch hervorragendes Rennen. Wie
im Halbfinal griff sie nach 550 Metern
an und setzte in der letzten Runde von

Davis-Cup-Team vor Neuaufbau

.................................................................................

AP

Es war ein
merkwrdiger
Moment.

Selina Bchel
Leichtathletin

.................................................................................

der Spitze aus zum Endspurt an. Den


Krfteverschleiss von drei Rennen innert dreier Tage liess sie sich nicht anmerken, Bchel zog ihr Tempo bis zum
Schluss durch. Auf der Zielgeraden
wehrte sie die Angriffe der Russin Jekaterina Poistogowa und der Ukrainerin
Natalja Lupu ab und siegte in 2:01,95
Minuten vier Hundertstelsekunden vor
Poistogowa. Im Final kam Bchel zudem entgegen, dass die europische Jahresbeste Jenny Meadows auf einen Start
verzichtete. Die Britin hatte lediglich
wegen der Disqualifikation einer Gegnerin einen Platz in den Top 6 zugesprochen erhalten.
Im Gegensatz zu Bchel blieb Mujinga Kambundji und Pascal Mancini in
den Finals ber 60 Meter der Sprung
aufs Podest vergnnt. Mit fnften Pltzen rundeten die beiden aber eine gute
Schweizer EM-Bilanz ab.

Schweizer Hallen-EM-Medaillen
1985
3. Werner Gnthr (Kugel).
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1986
1. Gnthr (Kugel).
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1987 1. Sandra Gasser (1500 m).
2. Werner Gnthr (Kugel).
.................................................................................
1988 2. Markus Hacksteiner (3000 m).
3. Gert Kilbert (800 m).
.................................................................................
1989
2. Regula Aebi (200 m). 3. Anita Protti (400 m).
.................................................................................
1990
2. Sandra Gasser (1500 m).
.................................................................................
2002
2. Andre Bucher (800 m).
.................................................................................
2015
1. Selina Bchel (800 m).
.................................................................................

Premiere Jansruds
Disziplinensieg im Super-G
(si) V Dem Frust folgte die Freude.
Nachdem Kjetil Jansrud am Samstag in
der Abfahrt von Kvitfjell nur Rang 7
belegt hatte, gewann er tags darauf den
Super-G. Damit sicherte sich der Norweger erstmals eine kleine Kristallkugel
fr den Sieg in einer Disziplinenwertung. Vor dem letzten Super-G der Saison am Weltcup-Final in Meribel

baute
Jansrud den Vorsprung vor dem ersten
Verfolger, Dominik Paris, auf uneinholbare 123 Punkte aus. Im Gesamtweltcup
verringerte Jansrud den Rckstand auf
den Leader Marcel Hirscher auf 52
Punkte. Diese Hypothek drfte am
nchsten Wochenende allerdings wieder anwachsen. In Kranjska Gora finden ein Riesenslalom und ein Slalom
statt, Hirschers Paradedisziplinen.
Die Schweizer verpassten Podestpltze. Schnellster des Teams war in beiden Rennen der Abfahrtsweltmeister
Patrick Kng, in der Abfahrt belegte er
Rang 5, im Super-G Rang 7. Im Super-G
schieden ber 35 Prozent der Fahrer
aus, darunter auch Hannes Reichelt, der
Super-G-Weltmeister und Sieger der
Abfahrt vom Samstag.

Viel Fleiss und Schweiss, zu wenig Preis: Henri Laaksonen berrascht in Lttich mit zwei Siegen.

LAURENT GILLIERON
/ KEYSTONE

Farbtupfer Laaksonen
Zwei Einzelsiege im Davis-Cup trotzdem unterliegt die Schweiz den Belgiern 2:3
Belgien meistert zum Auftakt der
Weltgruppe den Davis-Cup-Titelhalter Schweiz 3:2. Der als Joker
eingesetzte Teamleader David
Goffin sichert den fnften und
entscheidenden Punkt.
gel. V In der Sart-Tillmann-Halle von
Lttich verlor das Licht am Sonntagabend an Kraft, es mussten Reparaturarbeiten durchgefhrt werden. Sportlich vermieden die Belgier das Lichterlschen. Der gastgebende Verband setzte fr das vierte und entscheidende Einzel den zuvor geschonten Leader David
Goffin (ATP 21) ein, der den im Ranking ber 300 Rnge schlechter klassierten Freiburger Adrien Bossel 6:4,
6:0, 6:4 bezwang.
Die Spannung bis zum Schluss war
nicht budgetiert gewesen, schon gar
nicht bei den Schweizern, die auf ihre
Top-Ten-Helden Roger Federer und

Stan Wawrinka verzichten mussten.


Beide geben dem nchsten Start in der
Tour in Indian Wells (Kalifornien) den
Vorrang. Den im Schweizer Team frei
gewordenen Raum ntzte Henri Laaksonen aus, ausgerechnet er, der in den
letzten 15 Monaten kaum substanzielle
Resultate erzielt hatte und vor zwei Jahren im Davis-Cup gegen Ecuador in
Neuenburg wegen mangelnder Trainingsleistung vom Captain Severin Lthi bestraft worden war.
Wie bereits am Freitag gegen Ruben
Bemelmans (ATP 116) berzeugte
Laaksonen am Sonntag ber fnf Stze
mit physischer Prsenz gegen Steve
Darcis (ATP 102), einen Mann, der in
Wimbledon schon Rafael Nadal ausgebootet hat. Auch bei Rckstnden liess
der Rechtshnder nie locker. Dabei profitierte er zweimal davon, dass seine
Gegner mit Krmpfen in der Muskulatur kmpften eine typische Gefahr im
Davis-Cup, wenn ber drei Gewinnstze die krperliche Abntzung eine

Rolle spielt. Den Marathon gegen Darcis gewann Laaksonen nach drei Stunden und 58 Minuten 6:3, 3:6, 3:6, 7:6, 6:1.
Weniger gut war es Swiss Tennis am
Samstag gelaufen. Die Belgier gewannen gegen das erstmals nominierte
Doppel Bossel / Michael Lammer 1:6,
6:3, 6:2, 6:2 und fhrten vor den letzten
Einzeln 2:1. Die Schweizer Hoffnungen
wurden eine Stunde lang aufrechterhalten, bis der Debtant Bossel im zweiten
Satz seinen Aufschlag bei 3:3-Games
nicht mehr durchbrachte.
Der Auftakt zur Weltgruppe stand
im Zeichen der Absenzen von Stars. So
verlor Tschechien ohne Tomas Berdych
prompt. In Serbien brachte der Weltranglistenerste Novak Djokovic einen
Schub mit Siegen im Einzel und im
Doppel gegen Kroatien. Mit der zweiten Garde liess Frankreich Deutschland
keine Chance. Ironie der Geschichte:
Spanien fehlte. Europas Nation mit der
grssten Leistungsdichte war 2014 ohne
Nadal und David Ferrer abgestiegen.

Jrg Vogel V Die dezimierte Schweizer


Davis-Cup-Mannschaft vom Format eines guten Interclub-Teams hat in Lttich die leistungsmssigen Erwartungen
bertroffen, obwohl am Schluss die erwartete Niederlage resultierte. Damit
muss der Titelhalter im ltesten Mannschaftswettbewerb des Tennis im September in den Play-offs gegen den Abstieg aus der Weltgruppe ankmpfen.
Dannzumal knnten der Schweiz heikle
Gegner zugelost werden, unangenehm
wren zum Beispiel Auswrtspartien in
Sdkorea, Usbekistan oder Kolumbien.
Ob der Leader Stan Wawrinka im
Herbst nach dem US Open, vor der
Asien-Turnieretappe und dem IndoorsStart in Europa zur Verfgung stehen
wird, bleibt offen.
Trotz der Rckkehr in die Niederungen erlebte das Schweizer Mnnertennis in Lttich einen nicht erwarteten
Lichtblick. Dem 22-jhrigen Henri
Laaksonen gelangen dank einer der
besseren Leistungen seiner Karriere
zwei Siege im Einzel. Der Rechtshnder
spielte wesentlich effizienter, als es sein
ATP-Ranking 344 vermuten liesse. Vor
zwei Jahren war der finnisch-schweizerische Doppelbrger schon einmal als
ATP-Nummer 187 klassiert gewesen.
Die Personalie Laaksonen liefert das
Stichwort fr eine Neuordnung im
Schweizer Team, sofern die Stars Roger
Federer und Wawrinka in Zukunft abseitsstehen wollen. Der Verband hat gar
keine andere Wahl, als auf die Youngsters zu setzen. Dabei knnten auch
Kandidaten, die noch nicht 20 Jahre alt
sind, ins Kader vorstossen. Nicht mehr
ins Nationalteam gehrt der Walliser
Yann Marti, der aus Verrgerung ber
seine Nichtselektion in Lttich vorzeitig
nach Hause gereist war.
Der Verband ist gut beraten, in diesem Fall keine Nachsicht walten zu lassen und den Walliser fr mindestens
ein Jahr fr alle Schweizer Auswahlteams zu sperren. Ein Aufgebot frs
Nationalteam bedeutet auch eine Frage der Ehre und des Respekts gegenber dem Tennissport egal, ob in der
Weltgruppe oder in der Europazone.
Martis kantiger Werdegang im Tennis
ist zu respektieren, aber der Mangel an
Fairplay gegenber dem Team ist unentschuldbar.

Anzeichen fr einen Aderlass


Die Schweizer Speed-Frauen haben eine schwierige Saison hinter sich das ehemals breit aufgestellte Team wird immer kleiner
Samuel Burgener, Garmisch-Partenkirchen V Das Bild zeigte einen letzten
gemeinsamen Moment. Im Zielraum
der Kandahar-Strecke in Garmisch
standen am Samstag Dominique Gisin,
Nadja Jnglin-Kamer, Fabienne Suter
und Marianne Abderhalden in einer
Reihe. Gisin hielt den Arm um Abderhaldens Schulter. Und etwas ausserhalb
whlte Lara Gut in ihrem Rucksack.
Seit Freitag und dem Rcktritt Abderhaldens ist klar, dass es das Schweizer Speed-Team in dieser Konstellation
nicht mehr geben wird. Es war eine gute
Zusammensetzung: eine solide, eingeschworene Gruppe und die Siegfahrerin
Gut, die oft eigene Wege ging.

Abderhaldens Knie
Bei Abderhalden, die erst 28-jhrig ist,
lsst das Knie den Spitzensport nicht
mehr zu. Im Zielgelnde erhielt sie Geschenke und Trost. Sie verdrckte Trnen. Es ist ein zu frher Abschied und
eine mittlere Katastrophe fr das
Speed-Team, wie der Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher gar dramatisch sagte. Die Equipe wird immer kleiner,
Frnzi Aufdenblatten und Martina
Schild traten schon in der vergangenen
Saison zurck, Andrea Dettling ist
dauerverletzt. Vielleicht wird manchen
erst jetzt klar, wie gut aufgestellt dieses
Team lange war.

Man erinnert sich an die Abfahrt in


Beaver Creek im November 2013. Gut
siegte berragend, fnf Schweizerinnen
klassierten sich in den besten Zwlf.
Abderhalden und Jnglin-Kamer waren
damals in einem Reifeprozess, der Erfolg versprach. Gisin, Suter und Aufdenblatten fuhren selten ganz nach vorne, aber sehr oft gut. Die Geschlossenheit im Team federte die Launen und
Sonderwnsche von Gut ab. Mit der
Liechtensteinerin Tina Weirather war
eine Fahrerin im Team, die im Training
ein Massstab war. Die Arbeit des Trainers Roland Platzer wurde geschtzt.
16 Monate spter ist vieles anders.
Man weiss nicht, ob Abderhaldens
Rcktritt der Anfang eines Aderlasses

ist. Jnglin-Kamer sagte in Garmisch, sie


entscheide im Frhjahr, ob sie die Karriere fortsetze. Wie Abderhalden leidet
sie unter Knieschmerzen. Sie muss in
der Vorbereitung und teilweise in den
Rennen die Belastung beschrnken. Sie
sagt: Ich weiss, dass ich bleiben sollte.
Aber ich will nicht Invalidin werden.
Meine Gesundheit geht vor.
Auch Fabienne Suter gab kein Bekenntnis ab fr eine Zukunft im Spitzensport. Sie werde spontan entscheiden. Sie ist technisch stark, summiert im
Weltcup vier Siege und 15 Podestpltze.
Nach dem Markenwechsel zu Dynastar
hatte sie in der Vorbereitung Aufwind
versprt, doch die Resultate waren
nicht gut in diesem Winter.

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Ein Wochenende fr Tina Maze


sbr. V Die Rennen in Garmisch boten
Spektakel: Die Liechtensteinerin Tina
Weirather fuhr am Samstag furios und
siegte erstmals in der Abfahrt. Die Amerikanerin Lindsey Vonn gewann am
Sonntag den Super-G und zum 65. Mal
im Weltcup. Noch mehr interessiert das
Duell in der Gesamtwertung zwischen
Tina Maze und Anna Fenninger.
Mit dem zweiten Rang in der Abfahrt
verkrzte Fenninger den Rckstand auf
Maze vorbergehend auf 24 Punkte;
Maze war Dritte geworden. Weil sich die

Athletinnen am Sonntag im Super-G in


umgekehrter Reihenfolge klassierten,
betrgt Mazes Vorsprung wieder 44
Punkte. So war es ein Wochenende fr
die Slowenin. Fenninger hatte zuvor in
Maribor und Bansko drei Rennen gewonnen, wollte die Form nutzen und
Maze in den Speed-Rennen berholen.
Am Wochenende folgen ein Slalom

und ein Riesenslalom in Are,


eine Woche darauf je ein Rennen in jeder Disziplin am Final in Meribel.

Ob Fenninger
in den Slaloms startet, liess sie offen.

Hinter den Arrivierten klaffen Lcken. Priska Nufer, Mirena Kng und
Jasmina Flury knnen keine Spitzenresultate im Weltcup vorweisen. Die
Hoffnungen ruhen auf der 20-jhrigen
Corinne Suter. Sie ist Juniorenweltmeisterin und fuhr im Europacup mehrfach
auf das Podest. Derzeit ist sie verletzt.

Im Schatten lernen
Flatscher sagt, ein grosses, starkes Team
sei wichtig, damit die Nachwuchsfahrerinnen im Schatten die Erfahrungen
sammeln knnten, die im Speed so
wichtig seien. Was Flatscher nicht sagt,
aber offensichtlich ist: Mglicherweise
wird das Speed-Team auf Jahre hinaus
abhngig sein von Gut, die mit Rang 5
im Super-G das beste Schweizer Resultat in Garmisch erreichte.
In zwei Wochen findet in Meribel

das
Weltcup-Finale statt. Nur Gut, Gisin
und Fabienne Suter sind vom SpeedTeam qualifiziert. Gut ist derzeit nicht
in Bestform. Gisin tastet sich nach einer
Verletzung heran und stand letztmals
vor drei Jahren auf einem WeltcupPodest. Es knnte das schwierige Ende
einer Saison werden, die schlecht begonnen hatte und nach einem Aufbumen in Val-dIsere
` harzig verlief.
Flatscher sagt: Es ist zum Jammern.
Aber wir haben so viel Arbeit, dass wir
keine Zeit haben zum Jammern.

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

SPORT 33

Eine Woche voller Leiden


Mit Mh und Not gelingt es den ZSC Lions, ihren Viertelfinal wenigstens ausgeglichen zu halten
Die Zrcher tun sich schwer mit
der Favoritenrolle gegen Biel.
Im vierten Spiel berzeugen sie
wenigstens mit einer Qualitt:
Dank unbeugsamem Siegeswillen
gelingt ihnen der Sieg doch noch.

OVERTIME

rger mit den


Schiedsrichtern

Der Status des Qualifikationssiegers ist


generell mehr Brde denn Garantie fr
einen angenehmen Einstieg in den Endspurt um den Titel geworden (vgl.
Tabelle). In den ersten Jahren nach der
Einfhrung der Play-offs auf die Saison
1985/86 hin kam Platz eins fast schon
einem Freipass fr den Finaleinzug
gleich. Diese Zeiten sind lngst vorbei.
Wenn alles schiefluft und man trotz-

2014
ZSC Lions
Lausanne
4:3
.................................................................................
2013
Freiburg
Biel
4:3
.................................................................................
2012
Zug
Biel
4:1
.................................................................................
2011
Davos
Freiburg
4:0
.................................................................................
2010
Bern
Lugano
4:0
.................................................................................
2009
Bern
Zug
2:4
.................................................................................
2008
Bern
Freiburg
2:4
.................................................................................
2007
Davos
ZSC
Lions
4:3
.................................................................................
2006
Bern
Kloten
2:4
.................................................................................
2005
Lugano
Bern
1:4
.................................................................................

Daniel Germann V Grundstzlich gelten fr Qualifikations- und Play-offSpiele dieselben Regeln. Und doch
scheinen die Massstbe in der entscheidenden Meisterschaftsphase zu ndern.
Wer beispielsweise gesehen hat, wie der
Zrcher Marc-Andre Bergeron den
Bieler Pr Arlbrandt eine Minute vor
Schluss mit dem Stock in den Rcken
checkte, der musste sich fragen, weshalb
es berhaupt Schiedsrichter auf dem Eis
hat, wenn sie doch nicht pfeifen.
Zur Verteidigung der Schiedsrichter
sei gesagt: Es ist nicht ganz einfach, Eishockeyspiele zu leiten nicht im Winter
whrend der langen Qualifikationsmonate, und schon gar nicht im Frhling,
wenn es wirklich um etwas geht. Fr
irgendjemanden machen sie immer irgendetwas falsch. Dumm ist, wenn ihre
Fehler wie am Samstag Spiele entscheiden. Htte das Schiedsrichterduo
das offensichtliche Foul von Bergeron
geahndet, htte Biel die 2:1-Fhrung in
doppelter berzahl wohl ber die Zeit
gebracht. Htten die Referees in Davos
Samuel Ernis hohen Stock im Gesicht
von Gregory Sciaroni gepfiffen, htte
Nolan Diem im Gegenzug nicht zum 2:1
fr Zug getroffen und der HCD das
Spiel womglich gewonnen.
Der ehemalige Trainer Kent Ruhnke
rgerte sich im Teleclub-Studio weniger
ber die ungeahndeten Fouls als darber, dass die Gefoulten liegen blieben.
Ruhnke ist das, was die Kanadier einen
Smoke Eater, einen Rauchfresser,
nennen. Fr ihn gehrt die Schiedsrichterpfeife in den Play-offs in die Hose und
nicht in den Mund. Die Meinung ist vertretbar. Das Problem ist, dass ausgerechnet Ruhnkes Landsleute an der
Bande am lautesten schreien, wenn ein
Schiedsrichter ausnahmsweise ein vermeintliches oder tatschliches Vergehen
bersieht. Die Bilder sind prsent und
wiederholen sich: der tobende Guy
Boucher, der schumende Chris McSorley oder Marc Crawford, der am Plexiglas klebt und seinen Gegenspieler mit
einer Schimpftirade berzieht. Crawford brigens hat in Biel gleich dreimal
falsch gewechselt. Weshalb regt sich
darber eigentlich niemand auf?

Feine Risse
im System

Der HC Lugano findet


das richtige Rezept

Die Angst vor


den Lakers motiviert

Lausanne gibt den Vorteil preis

Servette gert unter Torlawine

Kloten gewinnt in Ambri 3:1

gen. V Auch im vierten Duell der Serie


der kleinen Differenzen entschieden
Millimeter: Bud Holloway lenkte in der
34. Minute einen Schuss von Beat Gerber mit dem Stockschaft in die nahe
Ecke von Cristobal Huets Tor. Es war
ein Treffer aus dem Nichts und das 1:1 in
einem Spiel, das der Lausanne HC bis
zu diesem Moment dominiert hatte. Der
vermeintliche Aussenseiter war schneller, entschlossener und auch im Zweikampf strker gewesen. Zum mglicherweise vorentscheidenden Vorsprung in Spiel und Serie fehlte nur
etwas mehr Effizienz.
Diese zeichnete an diesem Abend
der SCB aus. Nach vier Spielen mit je
zwei Siegen und fnf Toren steht die
Serie 2:2. Der Lausanner Trainer Heinz
Ehlers sagte, htte man ihm diese Ausgangslage vor dem Viertelfinal offeriert,
er htte bedenkenlos eingeschlagen.
Die Schlsselfiguren waren bisher die
beiden Torhter, die sich ein Duell auf
hchstem Niveau lieferten. Cristobal
Huet hat bisher 95,19 Prozent der
Schsse abgewehrt, Marco Bhrer sogar 95,56 Prozent.
Huet zeigte bei den beiden Gegentreffern am Samstag erste leichte Unsicherheiten. Beide Male war er nicht
frei von Schuld. Die feinen Risse im System kosteten Lausanne den Sieg. Ob
das aber bereits eine Trendwende ist?

ped. V Spieler wie Fans trieb in der Genfer Les-Vernets-Halle eine Frage um:
Wie kam es so weit? Wie konnte eine
Equipe, die defensiv in den drei vorangegangenen Partien berzeugt und das
erste Drittel des vierten Matchs dominiert hatte, pltzlich auseinanderfallen?
Die Antwort lautete: Fredrik Pettersson. Der vorher vielkritisierte Schwede,
der Liga-Topskorer in der Qualifikation, schoss zu Beginn des zweiten Drittels innert 29 Sekunden zwei Tore; mit
Ilari Filppula und Linus Klasen bildete
er die strkste Sturmlinie. Und der Doppelschlag war nur der Anfang: Die Genfer wurden berrollt, 7:2 lautete das
Endresultat, in der Serie steht es 2:2.
Der Servette-Captain Goran Bezina
sprach aus, was alle gesehen hatten:
Wir haben sie zehn Minuten lang spielen lassen, Fredriksson war ja ganz allein
vor dem Goalie. Das darf nicht vorkommen. Als Erkenntnis fr die Zukunft
fgte Bezina an: Keiner darf die Abwehrzone verlassen, ehe der Puck herausgespielt wird. Die Tessiner waren
vorne kreativer und hinten zupackender; sie schlossen den Slot nach frherem Genfer Vorbild. Zudem schlug sich
der Keeper Daniel Manzato hervorragend. Zwei Bravourstcke gegen den
Genfer Topskorer Matt DAgostini, einmal bei einem Penalty, nahmen den
Gegnern die letzte Hoffnung.

tay. V Sie knnen es also doch noch, die


Kloten Flyers: gewinnen. Sogar, wenn
sie mssen, wie am Samstag in Ambri.
Dank dem hart erkmpften 3:1-Sieg bewahren sie sich die Chance, den Playout-Final aus eigener Kraft zu vermeiden. Es war ein Charaktersieg, sagte
der Nationalstrmer Simon Bodenmann erleichtert. Sie htten sich durch
den 0:1-Rckstand nicht verunsichern
lassen, sondern blieben positiv und erzwangen das Glck und die Tore, wie es
ihnen heuer noch kaum gelungen war.
Vielleicht haben die Flyers nun tatschlich verstanden, worum es im Abstiegskampf geht. Wie viel der Sieg in
Ambri wert war, zeigt sich sptestens
am Dienstag im Heimspiel gegen denselben Gegner. In den zehn Heimspielen unter Simpson gelang den Klotenern noch kein Dreipunktesieg.
Die Motivation der Flyers ist klar:
die Lakers. Nur ja keinen Play-out-Final
gegen die darin erfahrenen Rapperswiler, die seit Wochen darauf warten
und entsprechend vorbereitet sind. In
Kloten ist es nicht unbemerkt geblieben, dass der Lakers-Coach Anders
Eldebrink einem Duell gegen den ehemaligen Arbeitgeber gar nicht abgeneigt wre. Dessen Mannschaft punktete in der Placierungsrunde souvern
gegen Kloten, verlor aber mit unzhligen Ersatzkrften gegen alle anderen.

Ulrich Pickel
Vielleicht wird man noch feststellen,
dass die vierte Partie in der Serie zwischen den ZSC Lions und dem EHC
Biel ein Wendepunkt war: 80 Sekunden
waren noch zu spielen, Biel fhrte 2:1,
die Zrcher hatten vier Mann auf dem
Eis und zwei auf der Strafbank, Lukas
Fleler hatte sein Tor verlassen; auch
die Bieler spielten zu viert, einer sass
auf der Strafbank, im Tor stand Simon
Rytz. Die Lions gewannen das wichtige
Bully im Bieler Drittel, die Scheibe kam
vors Tor, und dort konnte Keller, der bis
anhin nur durch vergebene Chancen
aufgefallen war, den Abpraller noch
zum Ausgleich versenken, 60 Sekunden
vor Schluss. Zehn Minuten spter lagen
sich die Lions wieder in den Armen, im
Stil eines Baseballspielers nahm Knzle
den Puck in der Luft ab 3:2.

Im spielerischen Loch
Die artistische Einlage war das Ende
eines Spiels, das nach allen Massstben
der Logik htte verloren gehen mssen:
Allein drei Strafen hatten die Zrcher
wegen unkorrekter Spielerwechsel kassiert, was bis dato in der 85-jhrigen Geschichte des Stadtklubs vermutlich noch
nie vorgekommen ist. Doch die Aussetzer blieben unbestraft. Und alle anderen Mngel ebenfalls.

PLAY-OFF-VIERTELFINALS
Nationalliga A
Best of Seven

ZSC Lions (1.)


Biel (8.)

0
5

3
1

2
3

3
2

2
2

Bern (2.)
Lausanne (7.)

1
0

1
2

1
2

2
1

2
2

Lugano (3.)
Genf/Servette (6.)

2
3

1
2

2
0

7
2

2
2

Zug (4.)
Davos (5.)

1
6

1
0

3
4

4
3

2
2

Weitere Spieldaten: 10. Mrz, 12. Mrz, 14. Mrz.

Ein Aussenseiter beschftigt mehrere Favoriten: Raphael Herburger (rechts) trifft gegen die Lions.
Die ZSC Lions blicken auf eine erste
Play-off-Woche zurck, die zwar ein
glckliches Ende nahm, ihnen aber vor
allem Verdruss bereitete. Kein einziges
Mal hatten sie ihren Gegner wirklich
unter Kontrolle, im Gegenteil, sie knnen froh sein, dass die Serie wenigstens
ausgeglichen ist. Jede Mannschaft erlebt
Schwankungen, doch beim Qualifikationssieger kommt derzeit viel zusammen: eine miserable Chancenauswertung, eine anfllige Defensive, eine
Spielkultur, die kaum zusammenhngende Aktionen zustande brachte. Noch
kurz vor Ende der Qualifikation schien
die Form zu stimmen. Doch nun befindet sich das Team pltzlich in einem
spielerischen Loch. Vor allem bei den
Strmern spielt fast keiner auf dem gewohnten Niveau, stellvertretend fr die
Probleme im kreativen Bereich steht
Robert Nilsson, der Mann mit dem
wahrscheinlich grssten Potenzial im
Team. Schon in den letztjhrigen Playoffs betitelte der Blick einmal eine

MISTER PLAY-OFF

Ein Welscher macht Stimmung


Der Zuger Center Nolan Diem in Davos im Rampenlicht
.................................................................................

Auch Zug tut


es gut, einen
Welschen
im Team
zu haben.
PD

phb. V Dass Nolan Diem im Februar in


der Slowakei im Nationalteam debtiert
hat, knnte einem entgangen sein. Oder
man hat es schon wieder vergessen. Aufgebote fr Testlnderspiele werten regelmssig Spieler zu Nationalspielern
auf, bevor sich diese Neo-Internationalen in der NLA einen Namen gemacht
haben. Doch am Samstag in Davos
spielte sich Diem ins Rampenlicht. Er
war als zweifacher Torschtze eine
Schlsselfigur beim 4:3-Sieg des EV
Zug zum 2:2 in der Serie.
Schlsselfigur? Oder sogar Matchwinner? Diem winkte ab. Wenn es
einen Matchwinner gab, dann war das
Tobias Stephan, sagte der 21-jhrige
Center. In der Tat hatte der EVZ-Goalie die Akkordarbeiter im HCD-Angriff
mit seinen Interventionen an den Rand
der Verzweiflung gebracht. Whrend
Stephan fr die Dauer der ViertelfinalSerie ein selbstauferlegtes Schweigegelbde gegenber Medien praktiziert,
plaudert Diem munter drauflos. Auch
dem EV Zug tut es gut, einen Welschen
im Team zu haben, nur schon der Stimmung wegen, sagt er in flottem Schweizerdeutsch. Diem ist Waadtlnder, sein
erster Verein war der HC Villars, spter
wechselte er in den Nachwuchs des HC
Lausanne. 2011 holte ihn der Trainer
Leo Schumacher zu den Elite-Junioren

Nolan Diem
Strmer EV Zug

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des EVZ, nun ist Diem im zweiten Jahr


NLA-Stammspieler. Wenn er sagt, der
Betrieb in Zug laufe eine Spur professioneller als im Welschland, bedient er
augenzwinkernd ein altes Klischee.
Diem erlebt aufregende Play-offTage. In den ersten beiden Spielen vertrat er den gesperrten Josh Holden als
Center zwischen den prominenten Flgeln Reto Suri und Lino Martschini. Seit
der streitbare Kanadier zurck ist, fhrt
Diem wieder den vierten Sturm mit
Dominic Lammer und Fabrice Herzog.
Beim ersten Torerfolg bewies der
Bully-Spezialist am Samstag viel Durchsetzungskraft. Es war zwar nicht klar, ob
Diem den HCD-Goalie Leonardo Genoni behindert hatte oder umgekehrt.
Jedenfalls behauptete sich Diem im Slot,
und er gab sich den entscheidenden Pass
gleich selber mit dem Schlittschuh.

Analyse mit einer Frage, die nun wieder


aktuell ist: Wo ist Herr Nilsson?
Augenfllig ist eine weitere Parallele
im Vergleich mit dem letzten Jahr: Die
Zrcher tragen schwer an der Favoritenrolle, viel schwerer, als sie dies zugeben wollen. Das Gewinnen-Mssen
erdrckt in dieser beraus talentierten
Mannschaft jede Leichtigkeit, der Viertelfinal ist ein Spiessrutenlauf, whrend
der Gegner in der dankbaren Rolle des
Underdogs aufspielen kann.

Wendepunkt oder Episode?

MARCEL BIERI / KEYSTONE

dem gewinnt, zeigt dies aber auch eine


Qualitt: unbeugsamen Siegeswillen.
Dies war in den Play-offs schon oft
mehr wert als alles andere. Und in dieser Hinsicht haben die Zrcher am
Samstag berzeugt. Spiele wie dieses 3:2
knnen Wendepunkte sein, die Blockaden lsen, in einer Serie, aber auch darber hinaus. Bleibt nur noch die Frage,
was die Lions jetzt daraus machen.

3 klare Siege in 10 Jahren


Die Mhen der Qualifikationssieger

34 SPORT

Neu Zrcr Zitung

Frhlingserwachen im Wald
Auf dem Eschenberg in Winterthur wird die Lauf-Saison erffnet. Bilder Adrian Baer

Das Ende des Winters ist in Sicht: In der Abgeschiedenheit des Waldes, ohne Zuschauer, rennen die meisten Luferinnen und Lufer 11 Kilometer.

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

SPORT 35

MATCHBLATT

Goodbye, Joe
Stephane Grichting tritt zurck
fcl. V Er war immer ein schweigsamer
Typ, fast so wie der Cowboy Joe in Sergio Leones Film Fr eine Handvoll
Dollar. Stephane

Grichting ist ein


Mensch, den man sich jung kaum vorstellen kann, er sah immer lter aus, als
er war; Grichting spielte zehn Jahre in
Auxerre, dort nannte man ihn Grandpere,
`
obwohl er kaum 30 Jahre alt war.
Und dann ist da stets dieser Ernst in seinem Gesicht, das ihn wie einen nachdenklichen Walliser Bergfhrer aussehen lsst. Hat man Grichting eigentlich
je richtig lachen sehen?
Grichting war der unprtentiseste
Fussballer der Schweiz in den letzten
Jahren, ein Anti-Star, bertroffen vielleicht nur von Silvan Aegerter, der
heute wieder als Elektriker auf dem
Bau arbeitet. In ein paar Tagen wird
Grichting 36-jhrig, Ende Saison wird er
seine Karriere bei den Grasshoppers
beenden, er hat das fast beilufig erwhnt, mit einem Satz in einem Interview im Tages-Anzeiger am Samstag.
Grichting hat mehr Lnderspiele fr
die Schweiz gespielt als Marco Streller,
aber dessen angekndigter Rcktritt
war ein Ereignis, Grichtings Abschied
ist mehr eine biologische Unabwend-

INSIDE/OFFSIDE

Hoarau und die


Sngerknaben

Erst der grosse Jubel, dann die kleine Enttuschung: Gavranovic trifft, aber der FCZ gewinnt nicht.

ARNO BALZARINI / KEYSTONE

Zu viel Euphorie

.................................................................................

KEYSTONE

Gavranovic trifft nach Verletzungspause fr den FCZ zum Sieg gengt das nicht

Stephane

Grichting
GC-Spieler

.................................................................................

barkeit: Es ist einfach Zeit fr ihn. Zeit,


den Fussball ruhen zu lassen und nach
Hause zu gehen, zurck ins Wallis, dorthin, wo er vor vielen Jahren einmal
Schreiner gelernt hat, in Chalais. Grichting mag es, die Kuhglocken zu hren,
hat er einmal erzhlt, ein Haus hoch
ber dem Tourbillon-Stadion das war
immer sein Traum fr die Zeit danach.
Grichting war einer, der den Fuss
hingehalten hat, wenn es sein musste,
er verhielt sich auf dem Fussballplatz
nicht anders als daneben; er spielte so,
als wrde er auf einem Bauernhof arbeiten, ohne Aufgeregtheit, ohne Tricks.
Die Parallelwelt des Fussballs mochte er
nicht, das hat er oft nur angedeutet,
aber man wusste es von ihm. Er ist
immer der Bergler geblieben, der sich
oft gewundert hat, was fr seltsame Geschichten in den Fussball eingeschleppt
werden, warum Menschen in diesem
Geschft zu Stars werden. Er hat es nie
verstanden, weil er so anders war.
Grichtings Rcktritt ist auch eine
Chance fr die Grasshoppers, einen
Spieler zu verabschieden, der ihnen in
den letzten Jahren geholfen hat und der
erst ganz am Schluss sein Alter zu spren begann; es ist die Gelegenheit fr
den Klub, zu wrdigen, was fr ein besonderer Spieler GC am Ende der Saison verlassen wird; und es ist die Chance, es besser zu machen als damals vor
einigen Jahren, als mit Ricardo Cabanas
und Boris Smiljanic zwei verdiente
Fussballer zurcktraten und niemand
bei GC das angemessen honorierte.
Bald wird Grichting also gehen, und
bis dahin bleibt nur noch eine Sache zu
klren, die einfach nicht recht in sein
uneitles Leben passt: Weshalb hat er
sich entschieden, dieses teure Auto zu
fahren, einen Jaguar? Obwohl er doch
einmal gesagt hatte, im Fussball lauerten berall Versuchungen, Mdchen,
Autos, Geld. Vielleicht fragen wir ihn
das noch. Bevor er endgltig losfhrt,
zurck in die Walliser Berge.

Super League, 23. Runde

Samstag

Sonntag

Vaduz
- Zrich
2:2
......................................
YB
Sitten
3:2
......................................
Aarau - St. Gallen
0:2
.................................................................................
6. GC
23/23
1.
Basel
23/51 ......................................
......................................
2.
YB
23/44 ......................................
7. Vaduz
23/23
......................................
8. Sitten
22/20
3.
Zrich
23/41 ......................................
......................................
4.
Thun
23/35
9.
Luzern
23/19
......................................
......................................
5.
St. Gallen
22/34 10. Aarau
23/18
.................................................................................

GC
- Luzern
1:0
......................................
Basel
Thun
3:0
......................................

Die Zrcher gehen gegen den


Aufsteiger zweimal in Fhrung.
Dennoch verdienen sich die
Vaduzer mit dem 2:2 den wichtigen Punkt im Abstiegskampf.
Hansjrg Schifferli, Vaduz
Bei Halbzeit musste sich der FCZ glcklich schtzen, die offensichtliche berlegenheit des Aussenseiters aus dem
Lndle schadlos berstanden zu haben.
Auch der Zrcher Trainer Urs Meier gestand hinterher, dass wir Mhe hatten,
unseren Motor zu starten. Aber der
Gegner war auch gut auf uns eingestellt. So war es. Der FC Vaduz war
nicht nur gut organisiert, wie es fr ihn
blich ist. Er wirkte auch frischer, prsenter und initiativer als der FCZ. Dieser wiederum trat auf, als wolle er allen
beweisen, wie hart er am Mittwoch gearbeitet hat, um in 120 Minuten in die
Cup-Halbfinals vorzustossen.
Das Defizit der Vaduzer bestand darin, ihre Vorzge gegen diesen ach so
mden Gegner nur in ein Chancenplus,
nicht aber in Tore umgesetzt zu haben.

Auch deshalb entwickelte sich das Spiel


in der zweiten Halbzeit in eine fr sie gefhrliche Richtung. Der FCZ wurde
nach Wechseln doch strker. Er besass
individuelle Qualitt und musste weniger Aufwand betreiben als vorher der
Aussenseiter, um Tore zu erzielen: das
1:0 eine Viertelstunde vor Schluss nach
einem Freistossball Oliver Buffs, den
Alain Nef mit dem Kopf verwertete; und
das 2:1 in der 86. Minute durch Mario
Gavranovic, der kurz zuvor eingewechselt worden war erstmals in der Meisterschaft seit dem Kreuzbandriss, den er
an der WM in Brasilien erlitten hatte.
Wre es dabei geblieben, htte der
Trainer Meier mit der Leistung seiner
Mannschaft sehr gut leben knnen. Ein
Auswrtssieg am Ende einer harten
Woche wre zumindest in Zahlen eine
gute Sache gewesen. Aber dann, stellte Meier fest, ist die Euphorie ber
Gavranovics Tor gleich beim ersten Einsatz offenbar berbordet. Auf jeden
Fall fehlte im Gegenzug die Aufmerksamkeit in der Defensive, und der Gegner glich wieder aus.
Zwei Unentschieden vor und nach
dem Cup-Sieg gegen GC seien natrlich
weniger als erhofft, gab Meier zu, aber

wir berstanden die Woche doch ungeschlagen, und wir sind weiter im Kampf
um Platz 2, der unser Ziel ist. Der FCZ
sieht sich also weiterhin auf gutem Weg,
trotz den Kritiken an seiner Spielweise
der vergangenen Wochen. Schliesslich
msse er seine Mannschaft immer wieder umstellen; mit Asmir Kajevic und
Christian Schneuwly bildeten zum Beispiel zwei andere Spieler als ehedem
vorgesehen das zentrale Mittelfeld, das
Herz der Mannschaft.
Aber Fakt ist auch, dass der FCZ zurzeit nicht berzeugt und deshalb zuletzt
selbst den Abstiegskandidaten aus Aarau und Vaduz je einen Punkt berliess.
Dass der Trainer das teilweise anders
sieht, hat er im Rheinpark wortreich
kundgetan. Sein Vaduzer Kollege Giorgio Contini lobte den Charakter meiner Mannschaft, denn sie gab auch nach
zwei Rckstnden nie auf. Er sieht sich
im Kampf um den Klassenerhalt auf
dem richtigen Weg und sprach von
einem sehr guten Punkt. Das durfte
er auch nach einer Runde, in der Vaduz
neben GC als einziges Team aus der
unteren Tabellenhlfte punktete und im
siebten Anlauf erstmals in der Vereinsgeschichte gegen den FCZ nicht verlor.

Benjamin Steffen V Fr einmal ist den


Berner Fussballfans zum Frohlocken
zumute. Ein Turm geht, aber der ihre
bleibt. Marco Streller, 1 Meter 95 gross,
33 Jahre alt, lst den Vertrag mit dem
FC Basel per Ende Saison auf und tritt
zurck. Guillaume Hoarau hingegen,
kleiner und jnger, 1 Meter 92 gross, 31
Jahre alt, hat den Vertrag mit den Young
Boys verlngert und hegt die gute Absicht, bis 2018 in Bern zu bleiben. Doch
kein Deal ohne Gegengeschft. Die
Berner sind Fans von Hoarau, Hoarau
ist Fan von Bob Marley also sagte er
nach der Vertragsunterzeichnung, er
hoffe, die YB-Zuschauer sngen ihm im
Stade de Suisse einmal ein ReggaeStndchen, ein Marley-Medley quasi.
Die Auswahl an passendem Liedgut
ist erstaunlich gross; es scheint, die
Young Bobs und Guillaume Marley htten nur darauf gewartet, endlich zusammenzukommen. Da wre zum Beispiel
aus dem Marley-Fundus: So Much Trouble in the World kaum ein anderer Klub
wlzte in den letzten Jahren so viele Sorgen wie YB. Oder: Keep on Moving in
Bewegung bleiben, nicht aufgeben, es
ist wahrscheinlich, dass es in den nchsten 20 Jahren eine Saison gibt, in der
dem FCB der Meistertitel verwehrt
bleibt. Oder: Natural Mystic niemand
weiss so richtig, warum bei YB immer
etwas schiefgeht, es ist ein Mysterium,
es sind die Launen der Natur. Oder: Sun
Is Shining ja, gewiss, liebe Berner,
jeden Tag geht die Sonne auf. Oder: Stop
the Train das einzig wahre Motto, um
den FCB aufzuhalten. Oder: Redemption
Song nichts wre passender, um eines
Tages die Erlsung zu feiern, wenn YB
eventuell irgendeinmal nach 1986 wieder den Meistertitel gewinnen wird.
Oder: Exodus ein Trostlied, um der
nchsten Abgnge zu gedenken, wenn
etwa Renato Steffen in die Bundesliga
wechselt, Sekou

Sanogo nach England,


Yvon Mvogo nach Frankreich. Oder so.
Und was ist mit Hoarau? Bleibt er
wirklich in Bern? Sucht nicht der FCB
einen Ersatz fr Streller? Einen Turm,
kleiner als Streller, wenns denn sein
muss, aber auch jnger? Wre lustig,
wenn sich die Basler einen Schabernack
leisteten wie 2010, als sie YB Gilles Yapi
abluchsten und die Berner im Meisterrennen in Schockstarre versetzten. Hoarau zum FCB? Auch Basler Mtter
haben holde Sngerknaben.

Riesengross

Wenn das Tor klein wird

Erleichterte Grasshoppers nach dem 1:0 gegen Luzern

Der Tabellenletzte Aarau trifft nicht St. Gallen siegt 2:0

ram. V Eine Viererkette in der Abwehr


mit Michael Lang als Rechtsverteidiger
und Stephane

Grichting im Zentrum
das waren die wichtigsten von vielen
personellen und taktischen Wechseln
gegenber dem verlorenen Cup-Viertelfinal gegen den FCZ, die der GCCoach Pierluigi Tami gegen Luzern vorgenommen hatte. Safety first, lautete
die Botschaft. Schon am Freitag hatte
Tami nach vier Niederlagen und einem
Remis jene Parolen ausgegeben, die auf
Not und Elend grnden: Einsatz,
Kampf, Charakter.
Das fhrte gegen den Konkurrenten
im Abstiegskampf zu einem Match, von
dem nichts in Erinnerung bleiben wird
ausser die drei Punkte, die Tami und seinem Team nun wieder etwas Sauerstoff
zufhren fr die kommenden Wochen.
Caio hatte kurz vor der Pause den einzigen Treffer erzielt nach einer ersten
Halbzeit, in der Luzern im Tiefschlaf
verharrt war und GC mit bescheidenem
Erfolg versucht hatte, vor das gegnerische Tor zu gelangen. Nach der Fhrung
gerieten die Zrcher in Bedrngnis; der
Goalie Vasic hatte ein Eigentor von
Abrashi zu verhindern, nach einem
Schuss von Bozanic half der Pfosten.

Dann war bei GC nur noch Erleichterung ber den ersten Erfolg in dieser
Rckrunde, der auch die Drei-PunktePremiere fr Tami bedeutete.
Es war ein wichtiger Sieg zur richtigen Zeit, sagte der Tessiner und liess
damit durchblicken, dass er nach den
ersten Wochen in Niederhasli bereits in
erheblicher Bringschuld stand. Auch
der GC-Sportchef Axel Thoma, der den
Neuaufbau mit Tami verknpft hat, liess
seinem Innern einen tiefen Seufzer der
Erleichterung entfahren, als er die
Grsse des Steines beschrieb, der ihm
vom Herzen gerollt war. Riesengross
sei er gewesen, der Stein.
So drfen Tami, Thoma und das Team
wenigstens aus der Statistik Mut schpfen. Denn es ist nicht nur der Punktezuwachs in der Tabelle, sondern auch das
erste Spiel ohne Gegentor, das GC gelang. Nach je vier Gegentreffern gegen
YB und Basel, zwei gegen den FCZ, je
einem gegen St. Gallen und den FCZ im
Cup scheint die Abwehrarbeit nun solider. Die kommenden Spiele bieten nun
Gelegenheit, auch andere Aspekte ins
Auge zu fassen. Einer dieser Aspekte
wre zum Beispiel, Fussball nicht nur zu
arbeiten, sondern auch zu spielen.

cov. Aarau V Tglich frage er sich etwa


15 Mal, wieso der Ball nicht ins Tor
wolle, sagt Petar Sliskovic. Seit der Winterpause spielt er in Aarau, und seine 54
Tore in 73 Partien fr Mainz II scheinen
weit weg zu sein. Denn im neuen Klub
steht die Null. Sechs Spiele sind nicht
viele. Das Kopfzerbrechen ist dennoch
begrndet. Gross waren seine Chancen.
Sie htten Spiele und Tabellenlage Aaraus verndern knnen. Gegen Thun
und Zrich schoss er am leeren Tor vorbei. Am Mittwoch im Cup gegen Sitten
starb die Aarauer Hoffnung, als Sliskovic den Pfosten traf. Und dann gestern
Sonntag: Er wuchtete sich bis vor den
St.-Gallen-Goalie Daniel Lopar und
schoss ihn an.
Sliskovic muss sich auch diese Woche
jeden Tag andauernd die Frage stellen:
Wieso? Aber er ist in guter Gesellschaft.
Gegen St. Gallen hatten auch Moreno
Costanzo und Dante Senger nur noch
Lopar vor sich und schoben oder kpfelten den Ball am Tor vorbei. Statt 1:1
hiess es nach dem Treffer Roberto
Rodriguez in der Nachspielzeit 0:2. In
unserer Situation wird das Tor kleiner
und der Goalie grsser, sagt der Aarauer Captain Sandro Burki.

Dem permanent labilen FCA ist der


Stress des Abstiegskampfes aber nicht
nur an der Offensive anzusehen, die in
dieser Rckrunde erst ein Tor und in
den letzten 12 sieglosen Runden nur
drei zustande gebracht hat. Am Sonntag
fehlte auch defensiv die Konsequenz.
Der Tabellenletzte konnte einmal panisch den Ball ins Aus schleudern oder
ihn so unbeholfen wie Igor Nganga abschirmen und damit Albert Bunjaku
zum vorentscheidenden 1:0 verhelfen.
Trotzdem: Aarau zeigte auch viel
Herz. Niemand hatte das Gefhl, das
Team spiele gegen den Trainer, sagte
der Prsident Alfred Schmid. Er macht
nicht den Eindruck, Sven Christ vor der
nchsten Partie gegen YB absetzen zu
wollen. Man habe Ideen, sagt Schmid,
sie betrfen aber nicht den Trainer. Betreffen sie den Staff? Wer weiss. Nicht
zum ersten Mal erblickte man im Stadion Raimondo Ponte mit Petar Alexandrow. Der Erste wird als Nachfolger
Christs gehandelt. Der Zweite als Assistent. Alexandrow ist Strmertrainer in
St. Gallen und war einst Torschtzenknig; mit Aarau wurde er Meister.
Vielleicht knnte er dem Namensvetter
Petar Sliskovic weiterhelfen.

SPORT

36

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Neu Zrcr Zitung

Eine Niederlage und ein Lichtblick


im Davis-Cup-Team Seite 32

Selina Bchel bertrumpft an den


Hallen-EM Andre Bucher Seite 32

Immer wieder rger mit den


Eishockey-Schiedsrichtern Seite 33

Der FC Zrich in Vaduz


zu euphorisch Seite 35

Die Wiege des Strategen


Am Dienstag gastiert der Trainer Paulo Sousa mit dem FC Basel in Porto etwas weiter sdlich wuchs er auf, in der Idylle von Viseu
Paulo Sousa ist der beste Fussballer, den Viseu je gesehen hat.
Doch es gibt Leute, die sagen, er
sei kein Hiesiger. Sousa zog frh
weg und sah die halbe Welt.

fhrt, dem Gegner abnimmt. Und


schliesslich: das Dribbling, ausgerechnet. Das Dribbling ist diese Kunst, von
der Sousa schon frh wenig hielt. Er
ordnete das Spiel, bei ihm fhlte sich
der Ball wohl, doch er gab ihn lieber
weiter, als auf eigene Faust nach vorne
zu strmen. Sousa war ein Stratege,
Viseu ist die Wiege des Strategen. Paulo
Manuel Carvalho Sousa kam Ende August 1970 zur Welt, nur ein gutes Jahr
spter bekam er einen Bruder, die beiden waren oft allein, die Eltern verliessen frh das Haus, der Vater arbeitete
als Mechaniker, die Mutter als Schneiderin. Sousa sagte einst, die Lehrerin sei
zur wichtigsten Bezugsperson geworden
und doch vergisst er nie zu erzhlen,
wenn er denn ber seine Jugend spricht,
wie die Garage des Vaters zu einem zentralen Trainingsort geworden war. Sousa markierte Punkte, die er treffen
musste; und er bte nicht das Dribbling,
sondern die Ballannahme. Annehmen
und weiterspielen, Sousa, der Stratege.

Georg Bucher, Viseu


Viseu, ein Ort, um zu bleiben, msste
man meinen. Dem Besucher sticht ein
Plakat ins Auge, ein Werbeplakat der
stdtischen Marketingabteilung. Viseu
wird als beste Stadt zum Leben gepriesen und der Slogan ist nicht einmal
bertrieben, Statistiken der letzten Jahre sttzen ihn. In Rankings punkto
Lebensqualitt belegte Viseu stets einen vorderen Rang. Wer aus der Metropole Porto anreist, 120 Kilometer nrdlich gelegen, sprt die Entschleunigung.
Gepflegte ffentliche Pltze, Parks, kleine Lden, Cafes,
Flaneure, Enten, Studenten in schwarzen Trachten. Idylle.
Von hier stammt Paulo Sousa, der
Trainer des FC Basel. Hier war er daheim, doch am Dienstagabend wird er
Gast sein, 120 Kilometer nrdlich, in
Porto, die Idylle weit weg. Stattdessen:
Champions League, Achtelfinal-Rckspiel, das Hinspiel endete 1:1; der FCB
ist gefordert, Sousa ist gefordert.

Selten hier

Annehmen und weiterspielen


Auf dem Trainingsplatz unterhalb des
Stadions Fontelo geniessen Jugendliche
des Zweitligaklubs Academico

de Viseu
die Mrzsonne und demonstrieren portugiesische Kunst am Ball. Sie trumen
davon, der Idylle zu entfliehen, doch
auch ihnen ist bewusst: Einen Spieler
wie Sousa werden die Leute in Viseu so
schnell nicht wieder sehen. Er ist der berhmteste Fussballsohn des Orts, 51
Lnderspiele, zweimal ChampionsLeague-Sieger mit Juventus und Dortmund (1996, 1997). Aber vor allem gehrte er zur goldenen Generation des
portugiesischen Fussballs, der Generation mit Luis Figo, Rui Costa, Vitor
Baia, die Ende der achtziger Jahre so
viel versprochen hatte und mit dem
Nationalteam spter so wenig gewann,
keinen einzigen grossen Titel.
In der Nhe des Platzes, auf dem die
Jugendlichen trainieren und trumen
und wissen, dass sie kein Sousa sind in
der Nhe dieses Platzes residiert die AF
Viseu, der regionale Fussballverband.
In der Eingangshalle hngen Bilder an
den Wnden, auf denen gezeigt und erklrt wird, wie man den Ball annimmt,

Als er noch jung, aber doch schon aufgebrochen war: Paulo Sousa, der junge Mann aus Viseu, im Benfica-Dress.

PINTEREST

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Unbedrngt gegen Thun, bedrngt in Porto

Porto
Atlantischer
Ozean

Viseu

PORTUGAL
SPANIEN
Lissabon

100 Kilometer

NZZ-INFOGRAFIK / lea.

bir. V Der Thun-Trainer Urs Fischer bemhte sich am Samstag, den FC Basel
nicht allzu gut- und die Konkurrenz nicht
allzu schlechtzureden. Das ist nicht einfach, vor allem, wenn man in Basel nach
einer Stunde ohne Hoffnung 0:3 zurckliegt und danach zu warten hat, bis alles
zu Ende ist. Aber der Versuch sei dennoch gewagt. Er habe vor zwei Wochen
YB - Basel (4:2) gesehen, sagte Fischer,
die Teams seien nicht weit voneinander

entfernt. Das ist eine Frage der Optik


und auch ein Zeichen der Ratlosigkeit,
weil die Basler in der Schweiz vieles sind,
aber sicher nicht bedrngt. Auf der anderen Seite hatte der Trainer Paulo Sousa
eine simple Botschaft: Alles war gut
gegen Thun, so muss es sein, so will er
das sehen. Das Champions-League-Spiel
am Dienstag in Porto kann kommen.
Nach dem Achtelfinal-Hinspiel (1:1) ist
der FCB dort sicher eines: bedrngt.

Ein lterer Funktionr der AF Viseu erlebte das Talent noch live. Die Gabe
zum Strategen sei bereits sichtbar gewesen, sagt der Mann. Als Bub trat
Sousa einem lokalen Klub bei, Repesenses, dem Verein in Repeses, einer
lndlich geprgten Gemeinde, die administrativ zu Viseu gehrt. Hier wird die
Nachwuchsschulung traditionell grossgeschrieben; whrend das A-Team in
der Kreisklasse dmpelt, befinden sich
drei von fnf Jugendmannschaften in
der zweiten nationalen Liga.
Doch schon inmitten der TeenagerJahre zog Sousa weiter, nicht nur nach
Porto, weiter weg in den Sden, nach
Lissabon, in die Nachwuchsabteilung
von Benfica. Und so ists so weit gekommen, dass ein Sportjournalist des Dia
rio de Viseu heute sagt, im Grunde sei
Sousa ja Lissabonner. Im Diario

des
Viseu erscheint kein Hintergrundbericht ber Sousa, kein Interview mit ihm.
Es heisst, er komme selten nach Repeses, wo die Eltern ein schnes Anwesen
bewohnen, das der Sohn bezahlt hat.
1994 wechselte Sousa ins Ausland,
seither arbeitete er in vierzehn Klubs in
zehn Lndern, Italien, Deutschland,
Griechenland, Spanien, Portugal, England, Wales, Ungarn, Israel, Schweiz. Es
ist schon fast ein Leben in portugiesischer Kolonial-Tradition, heute hier,
morgen da. Aber um die Champions
League auch als Trainer zu erobern,
muss er in die Heimat kommen.

IM SCHAUFENSTER

Der Zwist im Schweizer Bobsport ist mehr als eine Posse


Samuel Burgener V Die Bob-WM in Winterberg
sind am Sonntag ohne Medaille fr die Schweiz zu
Ende gegangen. Mehr zu reden als die Leistungen
im Eiskanal geben derzeit die Geschehnisse abseits. Es rumort im Bobverband wie so oft.
Der Verbandsvorstand um den Prsidenten
Christian Meili hat dem Geschftsfhrer und ehemaligen Spitzenfahrer Reto Gtschi auf Ende Juni
gekndigt. Zudem wird er sich an der Delegiertenversammlung im Sommer in corpore nicht zur Wiederwahl stellen. Interessant und irritierend ist, dass
der Vorstand zufrieden ist mit Gtschi und die Zusammenarbeit gerne fortgesetzt htte.
Es waren die wichtigsten Schweizer Bobklubs,
die in einem Brief an den Vorstand einen neuen
Geschftsfhrer forderten. Federfhrend waren
der Zrcher Bobclub, der Bobclub St. Moritz und
der Bobclub Zrichsee, den Gtschi bis 2012 prsidiert hatte. Weil die Delegiertenversammlung das
hchste Organ im Verband ist, haben die Klubs viel
Macht und einen nicht zu unterschtzenden Einfluss aufs operative Geschft.

Angefangen hatte die Arbeit des gegenwrtigen


Verbandsvorstandes nach den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. Die Schweizer verpassten
die Medaillenrnge. Der nationale Bobsport erlebte die grsste Krise der Geschichte. Der Verband hatte Schulden, kaum Sponsoren, keinen
Vorstand, kaum mehr Nachwuchsleute und mit
Beat Hefti nur noch einen Weltklassefahrer. Christian Meili bildete mit Vertrauensleuten eine TaskForce zur Rettung des Schweizer Bobsports. Diese
stellte an der DV im Sommer 2010 einen Vorstand,
der gewhlt wurde. Meili verzichtete darauf, Personen aus den Bobklubs um sich zu scharen. Er
wollte einen unabhngigen Vorstand, der sich fr
den Verband einsetzt und nicht fr die Vereine.
Der Vorstand fand bald einige Sponsoren, bezahlte Schulden und gab dem Verband erstmals
professionelle Strukturen mit einer strategischen
und einer operativen Fhrung. Die Arbeit wurde
geschtzt, doch die Klubs und Fahrer bten bald
Kritik am Geschftsfhrer Gtschi. Mittlerweile
haben sich die Meinungsverschiedenheiten zu

einem Zwist entwickelt. Athleten wie Beat Hefti,


Rico Peter und andere beklagten sich offen ber
Gtschis Arbeitsweise und Kommunikation. Der
Nationaltrainer Eric Alard und der Mechaniker
Hansueli Schiess verliessen den Verband nach
Olympia 2014 im Unfrieden, weil sie nicht mehr
mit Gtschi zusammenarbeiten wollten. Die Vorwrfe an ihn waren und sind vielfltig. Er habe sich
zu sehr in den Sport eingemischt, zu wenig Sponsoren gefunden, zur falschen Zeit Ferien gemacht,
dies und das. Zudem mangle es ihm an organisatorischen und administrativen Fhigkeiten.
Dass sich Gtschi fr die sportlichen Belange
interessierte, ist zu erklren. Er war phasenweise
Sportchef ad interim. Auch die anderen Vorwrfe
teilt der Vorstand nur bedingt. Er appellierte lange
an die Selbstverantwortung der Teams und Klubs.
Nun ist er ihrem Willen nachgekommen. Dass er
sich im Sommer nicht zur Wiederwahl stellt, ist
auch als Trotz zu werten. Christian Meili sagt:
Jetzt sind die Klubs in der Verantwortung. Doch
diese bezeichnen den Entschluss als berreaktion.

Dass alle Mitglieder abtreten, ist unprofessionell, sagt Rene Zwicky, Sportchef des Bobclubs
St. Moritz. Unsere Kritik war immer sachlich.
Derzeit leitet der Vorstand ein Einstellungsverfahren. Mehrere Personen aus dem Umfeld der
Klubs werden sich als Geschftsfhrer bewerben.
Gut mglich, dass sich auch Gtschi bewirbt fr
seine alte Stelle. Im skurrilsten Fall wrde er vom
gleichen Vorstand wieder eingestellt, von dem er
entlassen wurde, nur weil es keinen besseren Kandidaten gab. Es wre ein schlechter Witz.
So passiert derzeit, was immer passiert, wenn
zwei Gruppen streiten: Es wird gemauschelt, kritisiert, interpretiert, aufgebauscht, gemutmasst, instrumentalisiert. Die Geschichte ist mehr als eine
Posse. Sie spiegelt die unprofessionellen Zustnde
in einer Sportart, die in der Schweiz erfunden
wurde und im Land eine lange Tradition hat.
Die Verlierer in der Sache sind die Fahrer. Sie
mchten die neue Saison planen. Aber sie wissen
nicht, wem sie ab Sommer unterstellt sind. Es sind
keine guten Voraussetzungen fr Erfolg.

FEUILLETON

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

37

Neu Zrcr Zitung

VON GESTERN, FR HEUTE

MAUT UND ZOLL

NO-GO-AREA FR ANTISEMITEN

CAMPUS

Feuilleton, Seite 38

Feuilleton, Seite 38

Feuilleton, Seite 39

Seite 45

Giuseppe Verdis Traviata


an der Oper in Wiesbaden

Zur sprachgeschichtlichen
Herkunft der beiden Wrter

Warum die Israelin Yael


Eine Projektwoche in Zrich
Ronen in Berlin Theater macht regt zum Nachdenken an

Die Puppen sind nicht lebendig, aber frei


ber die Fotografien von Liu Xia, der Ehefrau von Liu Xiaobo, anlsslich einer Ausstellung in Berlin. Von Liao Yiwu
Am Ende des letzten Jahrhunderts, kurz bevor Liu
Xiaobo zum dritten Mal aus dem Gefngnis entlassen wurde, fand Liu Xias allererste Fotoausstellung
statt, und zwar im Art Archive, das Ai Weiwei und
der niederlndische Investor Hans van Dyck gegrndet hatten. Heimlich wurde ein grosser Haufen von Dissidenten eingeladen. Ich trieb mich damals irgendwo herum und bekam einen Anruf von
Liu Xia. Ich sprang sofort aus dem Zug, berquerte
viele Geleise und krabbelte in einen anderen Zug.
Der Himmel war bewlkt, die Landschaft war
schwarz-weiss, wie die Fotos von Liu Xia. Aus meiner Sicht eines Landstreichers hat die SchwarzWeiss-Fotografie den grossen Vorteil, das sie den
Schmutz herausfiltert. Sogar Mll, Misthaufen
oder faulende Leichen, in Schwarz-Weiss kommt
da auch Poesie heraus. Als hielte Gott seine Hand
ber alles, und wir knnten nur durch die Ritzen
zwischen seinen Fingern sehen, das ist unsere
Wirklichkeit und unser Traumland.

Unsichtbares Gefngnis
Liu Xias Schlaflosigkeit ist allgemein bekannt. In
ihrer Wohnung brennt oft bis zum frhen Morgen
Licht, das ist ihr Markenzeichen bei den Polizisten,
die sie berwachen, genauso wie in ihrem Freundeskreis. Schlaftabletten und Alkohol im Wechsel
bringen ihr wohl einige Traumfetzen zwischen die
Finger. Und dann nimmt sie entweder einen Stift
und schreibt ein Gedicht, oder sie greift sich ihre
Kamera und nimmt ein Bild auf. Das ist eine alte
Kamera, mit einem Film im Innern. Der Auslser
macht jedes Mal ein Gerusch. Als Liu Xiaobo da
war, kam er oft vom Computer herber, hielt seiner Frau die Lampe und arrangierte fr die Bilder
den Hintergrund und die Requisiten. In ihrer Wohnung sind lauter Bcher, obwohl bei Durchsuchungen vieles beschlagnahmt wurde, aber die beiden
fllten die Regale immer wieder auf. Deshalb sind
Bcher und chinesische Zeichen sehr hufig Bestandteile der Fotos, aber die wichtigsten Requisiten sind Puppen. Alle mit grossen und leeren
Augen und Mndern, wie Fische, die aus dem Wasser schauen. Aus den Bildern scheinen wir zu
hren, wie sie keuchen und klagen.
Der Friedensnobelpreistrger Liu Xiaobo sitzt
in einem sichtbaren Gefngnis. Seine Frau Liu Xia
aber ist in einem unsichtbaren Gefngnis. Und so
kommt es zu ihrer Fotografie. Mit Puppen in vielerlei Formen, aus allen Ecken der Erde. Die Puppen
sind nicht lebendig, aber dafr sind sie frei. Liu Xia
hat Leben, aber sie hat keine Freiheit. Sie war
schon frher lange Zeit von ihrem Mann getrennt,
aber auch mit ihm zusammen zu Hause eingesperrt. Von daher kommen diese Puppen, sie bringen Freiheit in ihre Bilder. Es gibt keinen natrlichen Hintergrund, das ist fr jeden Fotograf sehr
schade aber es geht gar nicht anders. Und in ihrer
Liebe gibt es auch keine Kinder, es ging sich zwischen den Gefngnisaufenthalten nicht aus. Deshalb gibt es noch einen Schmerz, eine tiefe weibliche Enttuschung, die durch diese Puppen in den
Bildern zum Ausdruck kommt.
Jetzt ist es schon viele Jahre her, dass ich vom
Unterlauf des Jangtse mit dem Zug zurck nach
Peking geeilt bin, zu Liu Xias erster Fotoausstellung. Die Ausstellung war im Art Archive Warehouse, die Decke war sehr hoch, die Wnde auch,
aber ziemlich heruntergekommen. Es war nicht
wie in einer Galerie, sondern eher wie im Getreidespeicher einer Volkskommune. Ungefhr zehn
Fotografien hingen irgendwie verstreut an den
Wnden. Ein paar andere Leute und ich umringten
Liu Xia, da waren Zhong Zhong, Meng Huang, Ma
Shaofang und Huang Feng und rundherum lauter
Dissidenten, aussen lauter Polizisten, und unter
den Dissidenten wahrscheinlich auch nicht wenige
von der Staatssicherheit in Zivil. Niemand moderierte die Erffnung, niemand hielt eine Rede, aber
alle redeten laut durcheinander, nicht wie auf einer
Ausstellung, sondern wie auf irgendeinem Treffen
von Propheten und Philosophen. Der Schriftsteller
Wang Lixiong schlug dann vor, dass ich auf meiner
Bambusflte spiele, dies sei der beste Kommentar.
Ich zgerte, aber Liu Xia drngte: Macht schnell!
Bringt uns das echte Publikum herein! Also trank
ich eine halbe Flasche Schnaps und holte die Bambusflte aus meinem Sack. Aber ich blies zu stark,
und die Bambusflte bekam einen Sprung! Ich
drehte mich um, starrte auf die Wand und begann
verzweifelt zu brllen: Geh nur, geh nur, geh, lass
die Heimat, Freiheit such! Freiheit, wo bist du? Im
Untergrund ein armer Hund . . .

Die Mglichkeit, Kinder zu haben, war Liu Xia nicht gegeben. Es ist auch dieser tiefe Schmerz, der in ihren Fotos zum Ausdruck kommt.
Nach ein paar Minuten tat mir die Kehle weh
und wollte auch auseinanderspringen. Die Leute
standen ganz starr. Jemand von der Verwaltung
kam und beschwerte sich. Also zogen wir uns zurck. Damals ist sogar ein Bild verkauft worden,
das htten wir gar nicht gedacht. Ein westlicher
Sammler, mit Fokus auf Menschenrechte in China.
Liu Xia war irrsinnig glcklich. Dann kam Liu
Xiaobo aus dem Gefngnis, und wir trafen uns alle
noch einmal. Nach dieser Ausstellung hat Liu Xia
ihre Werke mit Rahmen an uns verschenkt. Auf
meinem Bild waren als Hintergrund fr die Puppen
Drachenknochen-Inschriften, ein paar tausend
Jahre alt, wie von einer Ausgrabung. Das Bild hing
ber zehn Jahre bei mir daheim, bis Liu Xiaobo
zum vierten Mal ins Gefngnis kam, bis ich Hals
ber Kopf aus China geflohen bin.
Von 1999 bis 2008 war Liu Xiaobo neun Jahre
draussen. Die meiste Zeit war er zwar unter Hausarrest, aber die beiden waren eben stets beisammen.
Liu Xia sagte, sie wolle eine Portrtserie machen
ihre engen Freundinnen und Freunde immer mit
einer Puppe. Schwarz und weiss im Kontrast, lebendig und leblos, Denken und keine Gedanken. Aber
sie wurden so lange berwacht, es wurde nichts aus
der Serie von verschiedenen Portrts, sie hatte nur

ein einziges Modell, ihren Mann, den Staatsfeind Liu


Xiaobo. Er ist ziemlich gross, und sie liess ihn eine
ganz kleine Puppe auf der Schulter tragen. Eine
kleine, zarte Puppe, aber die ist auch schrecklich, sie
presst mit allem, was sie kann, diesen lautlosen
Schrei heraus. Liu Xiaobo hatte dieses Bild sehr
gern, er hat mir gesagt, diese Puppe, dieser kleine
Teufel, ist immer in seinen Trumen aufgetaucht,
und dann hat es ihn geschaudert bis auf die Knochen,
auch wenn gerade die Sommersonne den dicken
Vorhang durchdrungen und ihm aufs Bett geschienen hat. Ich habe ihn verstanden, es war ein Albtraum, und der hrt erst wirklich auf, wenn China ein
demokratisches Land wird, wenn die Seelen der Getteten von 1989 endlich Ruhe finden knnen.

Dylan Thomas auf Chinesisch


In seinen Augen seh ich das erste Licht funkeln,
das auf diese Welt kam . . . Er legt sich ganz leicht
nieder, ber die Gipfel, unter das Gras, erst die
Liebe, dann wchst er auf . . . Jedes Stck Holz im
Haus gehrt ihm, so wie sein Buch ihm gehrt,
doch er ist gestorben, nur vom Herzeleid . . . Alle
Katastrophen auf dieser Welt sind wie Eiderdaunen von Schnee . . . decken seine Schultern zu . . .

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Hssliche Babys Liu Xias Inszenierungen der Angst


Mathias Blinger V Ein alter Dachstuhl, darin zwei
Puppen. Eine von ihnen hat sich an einem Balken
erhngt. Eine andere Szene: Eine Puppe sitzt inmitten einer Flut von Papier Briefe, offizielle Dokumente. Sie schreit, die Augen sind vor Angst geweitet. Eine weitere liegt auf einem Schieferdach, der
Kopf ragt ber den Rand des Dachs, sie droht zu
strzen. Die Schwarz-Weiss-Fotos aus Liu Xias
Serie Ugly Babies sind aus der Einsamkeit und
aus der stndigen Bedrohung entstanden, mit der
die Knstlerin als Ehefrau von Chinas berhmtestem Dissidenten Liu Xiaobo seit vielen Jahren lebt.
Es sind Inszenierungen der Angst, die manchmal
ironisch gebrochen sind. Etwa wenn sie eine ihrer
schreienden Puppen auf die Schulter ihres Mannes
setzt, der sie dann beruhigend ttschelt.
Liu Xiaobo sitzt seit 2008 im Gefngnis, bereits
zum vierten Mal. 2010 erhielt er in Abwesenheit den
Friedensnobelpreis. Seitdem steht seine Frau Liu
Xia unter Hausarrest. Kontakt zur Aussenwelt ist ihr
weitgehend verboten. Videoaufnahmen, die ent-

standen, als Aktivisten einmal bis in ihre Wohnung


vordringen konnten, zeigen eine schwer verngstigte Frau. Man weiss, dass sie unter Depressionen
leidet und Herzprobleme hat. Ihre derzeitige Situation ist der traurige Hhepunkt eines Lebens, das
seit Jahrzehnten von stndiger Angst begleitet wird.
Die Werke, die dieses Leben hervorgebracht hat,
waren bisher nur selten zu sehen. In China kann Liu
Xia schon lange nicht mehr ausstellen. Im Ausland
war ihr Werk kaum bekannt. Die Berliner Ausstellung im Martin-Gropius-Bau gewhrt nun Einblick
in die Werke einer ausdrucksstarken Knstlerin, die
zu Unrecht vor allem als Ehefrau wahrgenommen
wird. Zu sehen ist nur ein kleiner Teil ihres Schaffens, rund 50 Fotos aus den neunziger Jahren, deren
Negative sich im Besitz eines amerikanischen
Sammlers befinden. Sie werden begleitet von einigen ihrer Gedichte und von Videos, die von ihr und
Liu Xiaobo erzhlen. Nicht zu sehen ist ihre umfangreiche Malerei. Es war nicht mglich, sie aus
China herauszubekommen. (Bis 19. 4.)

LIU XIA, COURTESY OF GUY SORMAN

Das ist von Dylan Thomas, nein, das bin ich, wenn
ich getrunken habe und Zeilen von Dylan Thomas
in mein eigenes wirres Chinesisch bertrage. Liu
Xiaobo liess mich Hunderte Male Dylan Thomas
auf Chinesisch vortragen. Er und Liu Xia schrieben
auch viele Trauerlieder, manche in dessen Stil, bis
dann die Charta 08 herauskam und er wieder ins
Gefngnis kam, fr viele Jahre. Die Katastrophe
der ganzen Welt wie Eiderdaunen von Schnee, auf
seinen Schultern.
Und auch Liu Xia ist schon viele Jahre weg.
Nein, sie ist noch am gleichen Ort, nur abgeschirmt
von der Welt. Seit Liu Xiaobo 2010 den Friedensnobelpreis erhielt, hat der Staat auch um sie herum
eine hohe Mauer aufgerichtet. In dieser Schau gibt
es eine Videoaufnahme, ein geheimes Interview
mit der Dokumentarfilmemacherin Ai Xiaoming,
nicht lange nachdem Liu Xiaobo verhaftet wurde.
Hast du gewusst, dass etwas passieren wird?,
fragt Ai.
Ich habe es schon lange geahnt, sagt Liu Xia,
seit der Entwurf der Charta 08 in meiner Wohnung war. Xiaobo hat sich den ganzen Tag darin
vergraben, ich wusste, es wird etwas Schlimmes
passieren.
Hast du die Charta gelesen?
Ich hatte kein Interesse, aber ich wusste, es
wird etwas passieren. Ich warnte Xiaobo, es hat
nichts genutzt, es war wie die Male davor, ich
konnte nur warten.
Das ist das Leben einer Knstlerin. Die Diktatur hat sich nicht gendert, so geht es immer weiter,
auf diese Art leben die Leute.
Die Fotos werden gelb, die Erinnerung wird undeutlich, die Erinnerung in den Fotos wird immer
verschwommener. Wie soll sie erhalten bleiben?
Eines Tages macht die alte Kamera ein Gerusch,
aber sie klickt nicht fr ein neues Bild, sie kracht
auf den Boden, sie bricht auseinander . . .
Liu Xia hat eine Herzkrankheit, sie ist auch
schon ins Krankenhaus eingeliefert worden. Aber
Liu Xiaobo hat davon keine Ahnung. Dieser
Depp im Gefngnis, sagt Liu Xia lchelnd, der
ist der glcklichste Mensch in unserer Familie!
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Liao Yiwu, Jahrgang 1958, wurde fr sein Gedicht Massaker ber


die Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz 1989 fr vier Jahre inhaftiert.
Er lebt seit 2011 in Berlin im Exil. Beim abgedruckten Text handelt es
sich um eine leicht gekrzte Fassung der Rede, die der Autor zur
Erffnung der Berliner Ausstellung vorgetragen hat. Aus dem Chinesischen von Martin Winter.

Neu Zrcr Zitung

38 FEUILLETON

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

STICHWORT

Maut und Zoll

Mit krftigen Theatermetaphern arbeitende Inszenierung Heather Engebretson als Violetta und Ioan Hotea als Alfredo.

MONIKA UND KARL FORSTER

Von gestern, fr heute


Oper in Wiesbaden zum Beispiel mit Giuseppe Verdis Traviata
Braucht es das wirklich: eine Traviata
in Wiesbaden? So gegenwrtig und berhrend, wie die Oper Giuseppe Verdis in der
Hessischen Staatsoper gezeigt wird, auf
jeden Fall.
Peter Hagmann
In nchster geografischer Nhe stehen sie beieinander, die staatlichen oder stdtischen Opernhuser von Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und
Frankfurt. Und allerorten wird Abend fr Abend
Theater gespielt wie Theater geschaut, einmal mit
mehr, einmal mit weniger Profil, berall jedoch in
einer Weise, dass in den (natrlich hoch subventionierten) Husern pulsierendes Leben herrscht. In
Wiesbaden zum Beispiel, wo sich der deutsche Kaiser Wilhelm II. um 1900 eine reprsentative Oper
mit einem unglaublich prunkvollen Foyer erbauen
liess im Dreispartenhaus von Wiesbaden hat zu
Beginn dieser Saison der aus Kln vertriebene
Regisseur Uwe Eric Laufenberg als Nachfolger des
lange und erfolgreich ttigen Intendanten Manfred
Beilharz das Heft in die Hand genommen. Er hat
die Fenster geffnet und fr Durchzug gesorgt. In
dem von Andrea Vilter geleiteten Schauspiel etwa
gab es zur Saisonerffnung ein szenisches Rechercheprojekt von Clemens Bechtel mit dem Titel
Die Trume der Armen, die ngste der Reichen,
zu dem ein fr die gesellschaftlichen Strukturen
der Stadt bemerkenswertes Magazin mit aufschlussreichen Informationen erschien.

Sngerische Entdeckungen
Auch in der von Laufenberg selbst geleiteten Oper
ist frischer Wind aufgekommen. Nicht, dass der
Spielplan durch besonderen Wagemut auffiele, da
herrscht vielmehr das Repertoire Brittens Turn
of the Screw und Bernsteins Candide bilden da
nicht mehr als zwei nette Feigenbltter. Doch im
Interpretatorischen werden ungewohnte Wege gesucht. Die Regisseure drfen das Altvertraute in

Neue Zrcher Zeitung


UND
SCHWEIZERISCHES HANDELSBLATT
Gegrndet 1780
Der Zrcher Zeitung 236. Jahrgang
REDAKTION
Chefredaktion ad interim:
Rene Zeller (rz.), Luzi Bernet (lzb.), Colette Gradwohl (C. G.)
International: Eric Gujer, Cyrill Stieger, Andres Wysling,
Andreas Resch, Werner J. Marti, Beat Bumbacher, Stefan
Reis Schweizer, Nicole Anliker, Nina Belz, Marie-Astrid
Langer, David Signer
Schweiz: Rene Zeller, Claudia Baer, Markus Hofmann,
Paul Schneeberger, Simon Gemperli, Davide Scruzzi,

neues Licht stellen (Vorsicht: Regietheater!). Und


das Ensemble ist was wie stets zu einiger Unruhe
gefhrt hat stark verndert und verjngt worden:
mit einigem Erfolg, wie die Premiere von Verdis
Traviata gezeigt hat.
Ob eine so kleingewachsene, zartgliedrige Sngerin auf der Bhne wrde bestehen knnen, das
durfte man sich fragen und konnte sich in Wiesbaden gleich eines Besseren belehren lassen: Die
junge Amerikanerin Heather Engebretson, eine
Schlerin von Edith Wiens an der New Yorker Juilliard School, weiss sich zu behaupten. Krperlich
usserst agil, wuselt sie durch die Mnner in Gehrock und Zylinder, die mit ihren Stielaugen nicht
genug von ihr bekommen knnen.

Minimalistische Inszenierung
Was aber an Stimme, selbst an Bruststimme, aus
diesem zierlichen Krper heraustritt, ist von umwerfender Wirkung. Es deckt das ganze Ausdrucksspektrum in der Partie der Violetta ab, von
der trotzigen Arroganz ber das unglubige Entdecken und den Frhling der Hingabe bis hin zur
ultimativen Verzweiflung da durfte gestaunt werden. Ihr zur Seite steht der 1990 geborene
Rumne Ioan Hotea als Alfredo. Eine herrliche
Stimme mit festem Kern und glanzvollen Obertnen, auf der Bhne zudem eine strahlende Erscheinung voll Kraft und Vitalitt. Am Premierenabend trat aber auch die bei hohen Stimmen verbreitete Neigung heraus, die Intonation nach oben
hin zu schrfen, was bisweilen geradezu schmerzhafte Verzerrungen zur Folge hatte. Dann jedoch:
Alejandro Marco-Buhrmester als Alfredos Vater,
ein keineswegs in die Jahre gekommener, in normativer Strenge und gesellschaftlicher Ambition
verhrteter, sondern seinerseits noch ausgesprochen vitaler Giorgio Germont wozu das helle
Timbre dieses vorzglich gefhrten Baritons das
Seine beitrug.
Hart geraten Vater und Sohn aneinander, in
einem erschreckenden Moment schlgt der Alte
den Jungen mit dem Silberknauf seines eleganten
Gehstocks nieder, im darauffolgenden Ringkampf

Feuilleton: Martin Meyer, Roman Hollenstein, Angela


Schader, Peter Hagmann, Barbara Villiger Heilig, Andreas
Breitenstein, Claudia Schwartz, Andrea Khler, Uwe Justus
Wenzel, Roman Bucheli, Susanne Ostwald, Samuel Herzog

Sport: Elmar Wagner, Peter Jegen, Flurin Clalna, Andreas


Kopp, Benjamin Steffen, Daniel Germann, Anja Knabenhans
Meinung & Debatte: Martin Senti, Elena Panagiotidis
Panorama: Katja Baigger (Leitung), Manuela Nyffenegger,
Susanna Ellner, Ruth Spitzenpfeil
Nachrichtenredaktion: Anja Grnenfelder (Leitung), Marc
Ronner, Mich`ele Schell, Roman Sigrist
Data-Journalismus: Alice Kohli
Reporter: Marcel Gyr, Alois Feusi
Wissenschaft: Christian Speicher, Alan Niederer,
Stephanie Kusma, Lena Stallmach
Beilagen (Bildung und Gesellschaft / Mobil _ Digital /
Reisen und Freizeit, Campus): Walter Hagenbchle,
Stefan Betschon, Susanna Mller, Claudia Wirz, Michael
Baumann, Henning Steier, Anna Chudozilov, Barbara
Ehrensperger, Robin Schwarzenbach

Zrich: Thomas Ribi, Christina Neuhaus, Dorothee Vgeli,


Ir`ene Troxler, Urs Bhler, Walter Bernet, Brigitte Hrlimann,
Stefan Hotz, Adi Klin, Natalie Avanzino, Andreas Schrer
Zrcher Kultur: Urs Steiner, Philipp Meier, Ueli Bernays

Produktverantwortung: Colette Gradwohl, Christoph


Fisch, Thomas Stamm. Leitung Art-Direction/Bild:
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Michael Schoenenberger, Valerie Zaslawski, Frank Sieber,


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Bundesgericht: Katharina Fontana
Medien: Rainer Stadler
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Giorgio V. Mller, Michael Ferber, Lucie Paska, Hansueli
Schchli, Thomas Schrpf, Zoe Ines Baches Kunz, Natalie
Gratwohl, Werner Grundlehner, Daniel Imwinkelried,
Christof Leisinger, Anne-Barbara Luft

GESTALTUNG / PRODUKTION

wirft der Junge den Alten dann aber klar zu Boden


ohne dass das dem Drama freilich eine gnstigere
Entwicklung gesichert htte.
So ist es in der minimalistischen, aber mit krftigen Theatermetaphern arbeitenden Inszenierung,
die Nicolas Brieger entworfen hat. Sie siedelt La
traviata im Hier und Jetzt an, wie es Verdi ausdrcklich gewollt hat weshalb der Salon Violettas
durch die Party-Szene von heute ersetzt ist,
Stretchlimo, Kindsmissbrauch und Sadomaso inbegriffen. Die Landhaus-Idylle zu Beginn des zweiten
Akts wird durch nichts als einen Stapel Gartensthle angezeigt, ergnzt aber durch einen Himmel
voller Seifenblasen, die so rasch platzen knnen,
wie sich Alfredos und Violettas Traum ins Nichts
auflst. Eine Grossform der Seifenblase hngt den
ganzen Abend lang ber dem Geschehen; sie zeigt
von Anfang an, Verdi hat das so komponiert, das
Ende der Geschichte: Violetta kahlgeschoren, mit
offenem Mund, zuckend am Tropf. Auf der kargen
Bhne Raimund Bauers, in den expliziten Kostmen Andrea Schmidt-Futterers und in den scharfen Lichtwirkungen von Andreas Frank findet das
alles schneidende, aber auch bewegende Wirkung.

Instrumental bedenklich
Das Konzept wre noch besser aufgegangen, htte
sich die Partitur in den Hnden eines seiner Sache
sicheren Dirigenten befunden. Zsolt Hamar
scheint keinen Draht zu Verdis Traviata gefunden zu haben. Durchwegs zu langsam waren die
Tempi, es gab auch nicht jene unmerklichen Nuancierungen des Grundzeitmasses, die Leben in die
Musik bringen. Manche Passage blieb daher zh
kleben, und auch klanglich stellte sich nicht der
volle Reiz dessen ein, was die Noten hergeben: Das
Hessische Staatsorchester Wiesbaden erreichte
nicht die rhythmische Flexibilitt, die hier vonnten ist, blieb vielmehr bei jenem harschen Skandieren stehen, das sich in deutschen Landen bei
Verdi so rasch einstellt. Der Dirigent musste denn
auch ein deutliches Buh einstecken, whrend der
Regisseur vom eher konservativen Wiesbadener
Publikum fr seine forsche Deutung gelobt wurde.

Blattplanung: Philipp Mller. Produktionsleitung:


Hansruedi Frei. Korrektorat: Yvonne Bettschen. Archiv:
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Klaus Bartels V Im Zoll und im Strassen- und


Brckenzoll der Maut, die jetzt in Bayern wieder
zum Hieb- und Stichwort geworden ist, begegnen
einander ein griechisch-lateinisches und ein gotisch-germanisches Wort. Der Zoll hat die weitaus lngere und buntere Wortgeschichte, die von
Homer ber diverse Sprachgrenzen und Zollschranken ins Deutsche herberfhrt. Aber dafr
kann die Maut eine Art Heimatort benennen,
das Stdtchen Mautern an der Donau in Niedersterreich: Irgendwo dort muss das Wort einmal
die blaue Grenze vom Gotischen zum Bairischen
passiert haben.
Hinter dem Zoll steckt das griechische Substantiv telos, das eigentlich die Erfllung oder
Vollendung eines Geschehens, zumal eines natrlichen Entwicklungsprozesses, und in einer seiner vielerlei bertragenen Bedeutungen eine abschliessende Zahlung und speziell eine staatliche
Abgabe bezeichnet. Daraus ist ber einen telones,
Zolleinnehmer, und ein sptantikes teloneon,
latinisiert teloneum, Zollstation, zunchst mit
einem Ablaut von e zu o das englische toll,
darauf mit einer Lautverschiebung von t zu z
ein mittelhochdeutscher zol und unser Zoll geworden.
Die Bedeutungsvielfalt dieses alten telos findet
sich in unserem Euro-Wortschatz kaleidoskopisch
bunt gebrochen. Die Grundbedeutung hat sich
durch Aristoteles in dem zielorientierten teleologischen Denken und der vollendeten Form der
Entelechie erhalten, auf die Goethe in den Urworten orphisch deutet: . . . und keine Zeit und
keine Macht zerstckelt / geprgte Form, die
lebend sich entwickelt. Das griechische telesma,
eigentlich wiederum eine staatliche Abgabe, im
bertragenen Sinn eine kultische Weihgabe, ist
ber das Arabische zum Talisman geworden.
Und jngst hat sich zu dem Philosophen und
dem Philologen, den Freunden des Wissens und
des Wortes, noch der Philatelist gesellt: wortwrtlich ein Freund der ateleia, der Abgabenfreiheit oder vielmehr, im Gegenteil, eben der Porti
und gezackten Marken, die den Briefen diese Freiheit weltweit sichern.
In einer Urkunde aus dem frhen Mittelalter
stehen das lateinische, mit einem pseudogriechischen th aufgeputzte theloneum, Zoll, und die
gotische, mit einer lateinischen Endung aufgezumte muta, Maut, gleichbedeutend beieinander. Kein theloneum , heisst es da, solle an dem
Ort erhoben werden, auch nicht, was in gotischer
Sprache muta genannt wird nullum theloneum
neque quod lingua theodisca muta vocatur. In der
Vlkerwanderungszeit, die ja auch eine grosse
Wrterwanderungszeit war, ist diese gotische
Maut von Sdosten her ber die Donau zunchst
ins Bairische bergewechselt. In der Folge erscheint im Alt- und Mittelhochdeutschen neben
dem griechischstmmigen zol eine gotischstmmige mute, Zoll, neben dem zolnaere ein mutaere,
ein Zolleinnehmer, neben dem Verb zollen ein
muten, Zoll zahlen.
Jenes Donaustdtchen Mautern in Niedersterreich, das Mutaren des Nibelungenliedes,
erinnert mit seinem Namen von fernher an eine
gotisch-bairische Mautstation jener dunklen Jahrhunderte.
Von dem sprechenden Namen zu einem einschlgigen sprechenden Stein: Am Ponte Sisto in
Rom bezeugt eine Inschrifttafel zur Rechten die
Restaurierung der Brcke mit grosser Sorgfalt
und grossem Aufwand durch Papst Sixtus IV. zum
Heiligen Jahr 1475; mit einem gelufigen Wortspiel
heissen der Stifter und seine Brcke da griechisch
Xystus, der oder die Gehobelte, Geglttete.
Und die Inschrift gegenber fordert den Passanten
auf, einen Brckenzoll der besonderen virtuellen
Art zu entrichten: Der du hinbergehst dank Xystus des Vierten Stiftung, bitte Gott, dass er diesen
Papst, den besten, uns noch lange heil erhalte und
wohl bewahre! Lebe wohl, wer immer du bist, sobald du nur dies erbeten hast!
Heute, nach einer neuerlichen Restaurierung
des nun nur noch den Fussgngern dienenden
Ponte Sisto zum Heiligen Jahr 2000, treiben die
Strassenmusikanten da ihren Brckenzoll ein, und
den, versteht sich, in harter Whrung.

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Verbreitete Auflage: 124 043 Ex. (Wemf 2014)

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Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

FEUILLETON 39

No-go-Area fr Antisemiten
Wie Yael Ronen, die israelische Regisseurin, Theater macht und warum sie es in Berlin tut
Ihr Stck ber Ex-Jugoslawien wird am
diesjhrigen Theatertreffen zu sehen sein.
Yael Ronens Ensembleprojekte gehen den
Problemen nicht aus den Weg, im Gegenteil. Trotzdem wollen sie auch unterhalten.
Barbara Villiger Heilig
Was, schon fertig? Schade! Lange ging es mir nicht
mehr so im Theater, jetzt gleich mehrmals hintereinander dank Yael Ronens Inszenierungen.
Spritzig und witzig, momentweise sogar pathetisch,
bringen sie einen andauernd zum Lachen und
manchmal zum Weinen. Sie sind das, was man sexy
nennt, und zwar nicht einfach, weil es darin gern
unverblmt um Sex geht. Ein Grund dafr, warum
sie unterhalten, ohne oberflchlich zu werden: Sie
greifen Themen auf, die hier und jetzt interessieren. Deshalb ist jede Vorstellung ausverkauft.
Gerade wurde Common Ground, das zweite
und vorletzte von Yael Ronen am Berliner GorkiTheater herausgebrachte Stck, zum Theatertreffen und zu den Mlheimer Theatertagen eingeladen. Vorher schon war Dritte Generation
(2008), eine Koproduktion der Schaubhne Berlin
und des Habima-Nationaltheaters Tel Aviv, von
der Zeitschrift Theater heute zum besten Stck
des Jahres gekrt worden, und das 2012 in Graz uraufgefhrte Hakoah Wien hatte den NestroyPreis bekommen. Was bedeuten solche Erfolge der
38-jhrigen Regisseurin, deren Laufbahn in ihrem
Herkunftsland Israel begann? Not much.

Lokale Handlung, globale Wirkung


Die rotblonde Lockenpracht versteckt sich an diesem sonnigen, aber tckisch khlen Vorfrhlingstag unter einer dicken Mtze; die Amy-WinehouseWimpern, ohne deren Erwhnung kaum ein Artikel ber Yael Ronen auskommt, fehlen wegen Inkompatibilitt mit dem unbersehbar grippeartigen Zustand? Doch die Fingerngel leuchten erwartungsgemss neonfarben. Ronen heisst
frhlich auf Hebrisch. Nomen est omen. Mit
entschuldigender Grimasse relativiert die lebhafte
Theaterfrau, was sie eben sagte: Als Auslnderin
sei sie mit hiesigen Rangordnungen eher unvertraut, doch selbstverstndlich wisse sie Auszeichnungen und Einladungen zu schtzen. In erster
Linie, weil ihre Produktion so eine grssere Plattform erhalte. Mehr Echo erzielen, eine Debatte
auslsen knne. Nicht nur knstlerisch. Politisch.
Common Ground dreht sich um den Balkankrieg der neunziger Jahre. Mit Schauspielern, die
den Krieg als Kinder erlebt hatten und als Flchtlinge nach Deutschland gelangt waren, reiste sie
fr ihre Recherche nach Ex-Jugoslawien. Diese
Reise habe unglaubliche Emotionen zutage gefrdert, erzhlt sie. Pltzlich brachen Wunden auf.
Yael Ronen & Ensemble, wie der Spielplan
regelmssig vermerkt, klingt nach Branding. Tatschlich bezeichnet die Formel aber EnsembleArbeiten, die prozesshaft entstehen: Gemeinsame
Erinnerung an erlebte Konflikte liefert den Stoff,
aus dem Auffhrungen entstehen, zu denen das
Ensemble auch mit dem Schreiben von Texten beitrgt. Diese Methode der Stckentwicklung
braucht naturgemss mehr Zeit als das Proben fr
eine herkmmliche Inszenierung. Yael Ronen,
Hausregisseurin an Shermin Langhoffs GorkiTheater, kann sich die ntige Zeit nehmen.
Den Startschuss zu ihrer Karriere in Deutschland markierte Dritte Generation. Darin blickten israelische, palstinensische und deutsche
Nachgeborene Enkelinnen und Enkel von
Opfern und Ttern aus persnlicher Perspektive
auf die eigene Familiengeschichte, also auf Holocaust und Nakba. Das Stck lste polemische
Reaktionen aus, sowohl in Israel als auch in Berlin,
wo eine Autoritt der Jdischen Gemeinde dagegen protestierte, die Shoah und die Vertreibung
der Palstinenser auf gleicher Ebene verhandelt zu
sehen. Yael Ronen winkt ab: Jener offene Brief sei,
glaubt sie, ferngesteuert gewesen. Sein Verfasser
habe die Auffhrung gar nicht gesehen. Damals
stellte sie klar, ihr gehe es um den Dialog der
Enkelgeneration, welcher sich satirisch den Umgang mit Tabus vorknpfe im Sinn einer Auseinandersetzung. Der Sturm legte sich umgehend,
denn nach dem Besuch des Stcks zeigten sich Vertreter der Jdischen Gemeinde delighted, wie
die Regisseurin sie spricht kein Deutsch erzhlt.
Es ist in der Tat schwer vorstellbar, dass Yael
Ronen die Grenzen des Geschmacks ignorieren
knnte. Ihre Inszenierungen scheinen ber ein unendliches Reservoir von Ironie zu verfgen, die
sich schlagfertig einbringt, in sketchartigen Szenen
Form annimmt, keine Fettnpfchen scheut und mit
Positionen oder Argumenten derart kunstvoll jongliert, dass alles in quirliger Bewegung bleibt, bis
dem Publikum leicht schwindlig wird. Die spezifische Reflexion ber ein ortsbezogenes Problem, so

In Israel ist alles ein politisches Statement, sagt Yael Ronen, die deshalb wenigstens momentan Berlin als Lebens- und Arbeitsbasis vorzieht.
exakt als mglich, will Yael Ronen nachvollziehbar
machen. Nur so erzielten ihre Stcke letztlich eine
Wirkung, die ber sie hinausgehe vom Lokalen
ins Globale, idealerweise. Den common ground,
sowohl geografisch als auch mental verstanden,
setzt sie fr das Erarbeiten der Stoffe voraus.

Israelkritik und Antisemitismus


Dass man auch in Israel als Verrter gilt, sobald
man eine kritische Stimme und sei sie konterkariert durch andere vernehmen lsst, braucht
niemanden zu erstaunen; Nestbeschmutzer-Vorwrfe mssen sich schliesslich nicht nur Israeli gefallen lassen. Unangenehmer ist Applaus von der
falschen Seite. Ihn weist die Theatermacherin zurck: Meine Stcke sind nichts fr Antisemiten.
Das sagt sie am Tag, an dem Josef Schuster, Prsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,
davor warnt, in gewissen Gegenden Berlins die
Kippa zu tragen, zum Beispiel in Neuklln. Dort,
wo Yael Ronen mit ihrem Mann, einem Palstinenser, und dem gemeinsamen Sohn wohnt. Auf
Schusters usserung reagierte eine jdische Berlinerin, befragt vom Fernsehen, mit der Replik, Nogo-Areas in der Stadt gebe es nur fr Antisemiten.
Das entspricht ungefhr der Haltung von Yael Ronen, die allerdings als fast atheistische Person,
der Religionen generell suspekt sind, nichts mit
dem orthodoxen Judentum zu tun hat und deshalb
auch keine etwaigen Gefahrenzonen wie Synagogen oder koschere Supermrkte frequentiert.
Sie ist pragmatisch. Trotz den Anschlgen von
Paris und Kopenhagen weigere sie sich, ein paranoides Leben zu leben; die Wahrscheinlichkeit
eines Autounfalls sei in Berlin ungleich hher als
die einer Terrorattacke, wenn es um potenzielle
Todesarten gehe. Aber, rumt sie ein, die kleine
Blase aus Liebe, mit der sie sich im Familien- und
Berufsalltag umgebe, erlaube ihr wohl keinen allzu
scharfen Blick auf die wahren Verhltnisse. Krzlich kamen Handwerker ins Haus: Palstinenser;
und bei der Gelegenheit stellte sich auch heraus,
dass der Hauseigentmer ein Israeli war. Dass
mittlerweile zwischen zwanzig- und dreissigtausend Israeli nach Berlin gezogen sind, beeinflusst
die Stimmung positiv. Knstler suchen die inspirierende Atmosphre hier; Lebensknstler profitieren von den Lebenshaltungskosten, die sich, so hat
ein Expat ausgerechnet, auf dreimal weniger als
dort belaufen. Aber auch die Politik kann den Anstoss zum Auswandern geben. Ihren Sohn mchte
Yael Ronen nicht daheim in Israel aufziehen. Sie
verfolgt genau, was dort passiert. Mit Besorgnis.
Ihr Grossvater, ein zionistischer Pionier, wanderte 1936 nach Palstina aus, weil er als Jude in
Wien von der Universitt flog. Auf der Theaterbhne trifft er nun seinen Enkel Michael, der im
Stck es heisst, wie der historische Sportklub,
Hakoah Wien den transparenten Nachnamen
Frhlich trgt und als Soldat in sterreich Vor-

trge hlt, um das Image der israelischen Armee


aufzupolieren. Unverhofft stsst er auf seinen Vorfahren: Fotos, Zeitungsartikel, ein Fussball und ein
Pokal bezeugen die Triumphe des Grossvaters als
Spieler der berhmten Hakoah-Mannschaft.
Ausgehend von realen Fakten, nimmt Yael Ronen die familire Spurensuche auf. Ihr jngerer
Bruder Michael spielt den Soldaten, mit dem ihn
biografische Umstnde eng verbinden. Wie sich die
Puzzleteile dann ineinanderfgen, Andenken, Dokumente, Fakten; Vergangenheit, Gegenwart,
Zeitgeist; Wien, Israel das vom Einwanderungsland des Grossvaters zum Auswanderungsland des
Enkels wird und, last but not least, Fussball: Man
muss es gesehen haben. Irrsinnig lustig, tief berhrend. Eine heisse Mischung, deren Esprit so doppelbdig ist wie der Witz, den Michael einmal zum
Besten gibt. Wie immer in solchen Fllen lautet die
Frage: Kann auch jemand, der nicht jdisch ist, so
einen Witz erzhlen, so ein Stck inszenieren? Als
Antwort zuckt Yael Ronen die Achseln.
Heute besitzen Yael und Michael Ronen nebst
dem israelischen einen sterreichischen Pass. Ihr
Vater sieht das mit gemischten Gefhlen. Ilan Ronen, Leiter des Habima-Nationaltheaters der unlngst in Berlin Eine Familie von Tracy Letts inszenierte , wuchs im Kibbuz auf. Dass sich diese
ursprnglich kommunistisch oder jedenfalls von
der Idee des Kollektivs geprgte Institution seither
zu einer kapitalistischen Organisation verndert
habe, ussert er in einem lesenswerten Gesprch
(abgedruckt im Grazer Programmheft zu Hakoah
Wien). Die Visionen der Grnder, aus berlebensangst geboren, legt er seinem Sohn dort dar,
der seinerseits den vernderten Blick auf die Rea.......................................................................................................

DAS LEBEN DER ANDEREN


vil. V Michael Ronen zieht eine Art Riesen-Skibrille hervor, befestigt sein Smartphone am Glas
und stlpt mir das Gadget ber den Kopf. Jetzt bin
ich nicht mehr in der Kantine, sondern mitten im
Gorki-Theater. 360 Grad Sichtradius: Je nach
Kopfdrehung sehe ich Saal oder Bhne; sogar
Backstage wandert der Blick. Oder ich nehme die
Perspektive eines bestimmten Schauspielers ein.
Dieses Tool, von Michael Ronen mit Freunden entwickelt, will er einsetzen, um Interessierten alle
Aspekte des theatralischen Vorgangs zu vermitteln, und so fr mehr Theaterkompetenz werben.
Das versteht er emphatisch. Mit den Augen eines
anderen schauen, in dessen Rolle schlpfen, knne
helfen, ihn zu verstehen. Menschliche Beziehungen strken: Nicht weniger als das will der 33-jhrige IT-Freak. Und wer ihn als Schauspieler in Hakoah Wien vom Aktivdienst in der israelischen
Armee erzhlen hrt, wo der Andere, dem er
gegenberstand, der sogenannte Feind war, kann
sich leicht vorstellen, dass sein Horizont ber die
Bhne hinausgeht. Er holt die Welt ins Theater.

LENA AMUAT

litt ins Feld fhrt: Wir fangen an, uns zu fragen,


wie lange wir noch fr eine Idee kmpfen sollen?
Der ewige Krieg. Im Stck schleudert Michael
einem sterreichischen Fussballfanatiker dessen
sweet life ins Gesicht. Inwiefern knnen sich die
beiden Burschen mit ihrem fundamental anderen
Hintergrund berhaupt verstndigen? Auf einen
Schlag fhle ich mich unbehaglich im allzu gepolsterten Parkettsitz meines eigenen sssen Lebens.

Ein Schauspieler
Kohlhaas heisst Yael Ronens nchstes Projekt.
Ihr Vater brachte Kleists Novelle einst auf die
Bhne und reiste damit durch Westdeutschland,
die Tochter begleitete ihn und empfand den Osten,
wo die Geschichte spielt, als exotische Dimension.
Diese erste Begegnung mit der deutschen Gesellschaft steht am Ursprung ihrer jetzigen Beschftigung mit dem Text, den sie als Ausgangspunkt fr
eine assoziative theatralische Diskussion ber
Recht und Unrecht nimmt. Es wird um Gesetzessysteme gehen; darum, wie Gesetze gebrochen
werden; um die Verletzung von Menschenrechten;
um Rache. Als Israeli, man sprt es, ist Yael Ronen
hypersensibilisiert auf die Thematik.
Fr die Theaterfrau war indessen auch jener
Schauspieler ausschlaggebend, den sie in Kohlhaas zentral besetzt: Thomas Wodianka inspiriert
sie. Er spielt in ihrer Dramatisierung von Olga
Grjasnowas Der Russe ist einer, der Birken liebt
Sami, den rezyklierten Ex-Freund der Protagonistin Mascha einen Araber, wie alle sagen. Am
Gorki-Theater, welches sich postmigrantische Besetzungen auf die Fahne schreibt, mag das einigermassen verblffen, denn dem waschechten Bayer
fehlt jeglicher Migrationshintergrund. Er ersetzt
ihn mit der Kunst, eine Rolle zu verkrpern. Obercoole Lssigkeit und eklatanter Mangel an Empathie sind das Outfit dieses verwhnten Machos, der
sich zusammen mit der kleinen Jdin und dem
schwulen Moslem das Kompliment anhren
darf, sie alle seien perfekt integrierte Vorzeigearschlcher. Sicher, dem komdiantischen Frotzeln ber solche Stereotypen lsst sich Harmlosigkeit vorwerfen. Doch trifft der Ton einen Nerv.
Den Tiefsinn denken wir uns selber dazu.
In Erotic Crisis, Yael Ronens jngster GorkiProduktion, kehrt der Macho sein Inneres nach
aussen. Als Vater gewordener Ehemann muss sich
Wodianka sexuelle Ratlosigkeit eingestehen, nachdem er, ein akademischer Gendertheoretiker, mit
seinen nicht lupenrein korrekten Sexphantasien
geprahlt hat. Auch die unpolitische Beziehungskomdie beherrschen Yael Ronen und ihr Ensemble, das endlose Zerreden von Peinlichkeiten, welches zur Eskalation fhrt oder am Schluss, wenn
der professorale Gatte Ernst macht und geht zu
einer gar nicht mehr komischen Generalpause.
Berlin-oriented sei das Stck, erklrt die Regisseurin. Ein Kompliment fr ihre Wahlheimat?

40

Neue Zrcher Zeitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

KONZERTE IN DER TONHALLE

THEATER IN ZRICH
SCHAUSPIELHAUS

Pfauen, Rmistrasse 34, 8001 Zrich


Schiffbau, Schiffbaustrasse 4, 8005 Zrich
Tel. 044 258 77 77, schausppielhaus.ch
10.00 11.00
MO SCHIFFBAU/MATCHBOX
19.00 20.00 (18.15 Einfhrung)
09 sowie
Fratelli nach Carmelo Samon

Regie: Antonio Vigan. Letzte Vorstellungen


PFAUEN/KAMMER 10.00 Weltbhne Zrich:
Kurt Hirschfeld und das deutschsprachige Theater im Schweizer Exil
Konferenz mit Ursula Amrein, Wendy Arons,
Andreas Kilcher, Jacques Picard, Julian Schtt
und Werner Wthrich
Anmeldungen erforderlich. Eintritt frei
PFAUEN 20.00 21.15
Der diskrete Charme der Bourgeoisie
nach Luis Buuel. Regie: Sebastian Nbling
Zum vorerst letzten Mal
Untersttzt von der G+B Schwyzer Stiftung
SCHIFFBAU/HALLE 20.00 21.45
Yvonne, die Burgunderprinzessin
von Witold Gombrowicz. Regie: Barbara Frey
Zum letzten Mal
Untersttzt von Credit Suisse

DI
10

PFAUEN 20.00 Wer rettet die Demokratie?


Ein Streitgesprch anlsslich 20 Jahre EthikZentrum Universitt Zrich. Mit Dr. Barbara
Bleisch, Prof. Francis Cheneval, Dr. Beat
Kappeler, Roger de Weck, Dr. Hans Widmer

MI
11

PFAUEN/KAMMER 19.30 20.30


Brauchst du mich noch? Ein Projekt von
Klaus Brmmelmeier und Sibylle Burkart
PFAUEN 20.00 22.30 Schweizer Schnheit
von Dani Levy. Regie: Dani Levy
Mittwoch Abo 5A & Abo A
Untersttzt von der Dr. Georg und Josi
Guggenheim Stiftung

DO
12

FR
13

SA
14

SCHIFFBAU/MATCHBOX 18.00 19.15 Titus


von Jan Sobrie. Regie: Enrico Beeler
Gastspiel. Anschl. Publikumsgesprch
PFAUEN/KAMMER 20.30 club diskret # 17:
Stadtmagazin Vol. 3 von Sonja Streifinger
Bar ab 19.30 geffnet
Anschl. Party mit Karaoke
SCHIFFBAU/MATCHBOX 14.00 15.15 Titus
von Jan Sobrie. Regie: Enrico Beeler. Gastspiel
PFAUEN/KAMMER 19.30 20.30
Brauchst du mich noch? Ein Projekt von
Klaus Brmmelmeier und Sibylle Burkart
PFAUEN 20.00 22.30 Schweizer Schnheit
von Dani Levy. Regie: Dani Levy
Freitag Abo 5A & Abo A. Untersttzt von der
Dr. Georg und Josi Guggenheim Stiftung
SCHIFFBAU/MATCHBOX 19.00 20.15 Titus
von Jan Sobrie. Regie: Enrico Beeler
Gastspiel. Anschl. Publikumsgesprch
PFAUEN 20.00 21.45 Roberto Zucco
von Bernard-Marie Kolts
Regie: Karin Henkel. Carte Blanche

OPERNHAUS

Sechselutenplatz 1, 8001 Zrich


Tel. 044 268 66 66
oppernhaus.ch

DI
10

19.00 21.15 Strings


Choreografien von Christian Spuck,
William Forsythe und Edward Clug
Musik von Franz Schubert, Luciano Berio,
Milko Lazar u. a.
UBS Exklusiver Partner Ballett Zrich

MI
11

19.00 20.45 Rote Laterne


Oper von Christian Jost
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung: Nadja Loschky
Mit Claudia Boyle und Rod Gilfry

DO
12

19.00 21.15 Strings


Choreografien von Christian Spuck,
William Forsythe und Edward Clug
Musik von Franz Schubert, Luciano Berio,
Milko Lazar u. a.
UBS Exklusiver Partner Ballett Zrich

FR
13

19.00 20.50 Leonce und Lena


Ballett von Christian Spuck nach dem
Lustspiel von Georg Bchner
Musik von Johann Strauss, Bernd Alois
Zimmermann, Martin Donner, u. a.
Musikalische Leitung: Pavel Baleff

SA
14

19.00 20.45 Rote Laterne


Oper von Christian Jost
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung: Nadja Loschky
Mit Claudia Boyle und Rod Gilfry

SO
15

MI
18
FR
20

SA
21

20.00 21.50 Leonce und Lena


Ballett von Christian Spuck nach dem
Lustspiel von Georg Bchner
Musik von Johann Strauss, Bernd Alois
Zimmermann, Martin Donner, u. a.
Musikalische Leitung: Pavel Baleff
19.30 21.15 Rote Laterne
Oper von Christian Jost
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung: Nadja Loschky
Mit Claudia Boyle und Rod Gilfry
19.00 22.15 Anna Bolena
Wiederaufnahme
Oper von Gaetano Donizetti
Musikalische Leitung: Andriy Yurkevych
Inszenierung: Giancarlo del Monaco
Mit Anna Netrebko und Luca Pisaroni
19.00 20.45 Rote Laterne
Oper von Christian Jost
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung: Nadja Loschky
Mit Claudia Boyle und Rod Gilfry

DER DISKRETE CHARME


DER BOURGEOISIE

WEITERE THEATER

BERNHARD THEATER ZRICH

THEATER AM HECHTPLATZ

Hechtplatz 7, Tel. 044 415 15 15, theaterhechtplatz.ch

Mi,11.bisFr,13.Mrz, 20.00+Sa, 14.Mrz, 16.30+


20.00,So,15.Mrz, 20.00AllesufChrankeschii
Erich Vock und Ensemble Weiter bis 29. Mrz, Mi bis So
So,15.Mrz, 11.30Buchpremiere:JrgSchneiderliest
ausseinemBuchxgsi!ModerationSandraStuder

MILLERS STUDIO

millers-studio.ch

Di, 10. Mrz, 20.00 Sascha Korf


Wer zuerst lacht, lacht am lngsten
Mi, 11. Mrz, 20.00 Ursus Wehrli Kunst aufrumen
Do, 12. Mrz, 20.00 The Singing Pinguins
Music-Entertainment

Mo, 9. + Di, 10. Mrz, 20.00 Hutzenlaub & Stubli


Reif fr den Oscar! Zusatzvorstellungen
Mi, 11. Mrz, 20.00, Zrcher Premiere
Dominic Deville Bhnenschreck
Weiter bis So, 15. Mrz, Mi bis Sa, 20.00 + So, 18.30
Mo, 16. Mrz, 20.00 Manuel Stahlberger
Innerorts Neu geladen
Mi, 18. Mrz, 20.00 Die Exfreundinnen Mit A. Donth,
I. Flachsmann, M. Lory und S. Fchslin Weitere Daten:
Do, 19. bis Sa, 21. Mrz, Mi bis Sa, 20.00, So, 18.00
Mo, 23. + Di, 24. Mrz, 20.00
Margrit Bornet Bornet Identity
Sa, 14. Mrz, 14.00, So, 15. Mrz, 11.00 + 13.30,
Mi, 18. Mrz, 14.30 Die kleine Hexe

THEATERNEUMARKT.CH

PIAZZA, IDAPLATZ 2 Mo, 9. Mrz, 20.00 Tafel


Heimat und Verbrechen mit Nicola Forster,
Iris Ritzmann, Silvia Tschui, Nora Zukker, u. a.
CHORGASSE Mo, 9. Mrz, 20.30 Out of the Dark
Ein Abend mit Falco, Regie: Johann Kuithan
Di, 10. + Do, 12. Mrz, 20.00 Alpen nach einem
Film von Yorgos Lanthimos, Regie: Tom Khnel
Mi, 11. Mrz, 19.30 Jakobs Ross von Silvia Tschui,
Regie: Peter Kastenmller, im Anschluss
Publikumsgesprch Einfhrung, 20.00
Fr, 13. + Fr, 27. Mrz, 20.00, Premiere Lawine 97
Von und mit Simon Brusis
CHORGASSE Fr, 13. + Mo, 16. Mrz, 20.30 Lady
Shiva Regie: Tancredi Gusman und Leonie Sess
Sa, 14. Mrz, 20.00 Alpen

<wm>10CAsNsja1NLU01DU3MDYxMQcATcfFAg8AAAA=</wm>

<wm>10CFXKIQ7DQAwEwBf5tPbt2U4Mq7CooAo_EgXn_6hqWMGw2fcaDY_X9j62T41lLCqBTkalsWVaBbK5a6HDDTpWpaaCPf6-kOYE5u8IusCnUjTEbBq93ef1BYLsouNyAAAA</wm>

THEATER-STADELHOFEN.CH

Stadelhoferstrasse 12, Tel. 044. 252 94 24


Do, 12. Mrz, 20.15 Das 1. eidgenssische
Mrchen-Battle: 2. Runde Gastgeberin: Andrea
Fischer Gste: Boni Koller, Lukas Roth, Annette Wunsch

THEATER STOK

la-lupa.ch

Mi, 11. Mrz, 20.30 La Lupa Ars Amandi


Die Kunst des Liebens nach Ovid
Flte H. Schdler/Regie E. Hnssler
Weiter bis Sa, 4. Apr, Di, bis Sa, Abendkasse/Bar 19.00

COMEDYBHNE WEISSER WIND

tischendorf.ch, Tel. 0900 325 325 (CHF 1.19/Min)


Sa, 14. + Fr, 27. Mrz, Do, 9. Apr, 20.00 Caveman
Von Rob Becker, mit Siegmund Tischendorf Kasse 18.00

THEATER WINKELWIESE

Tel. 044 261 21 79, winkelwiese.ch


Di, 10. Mrz, 20.30 Sarbacher erzhlt:
Gustave Flaubert, Madame Bovary (Teil 1)
Do, 12. Mrz, 20.30 Ich mchte nur noch spielen
Max Frisch /collectif barbare /ensemble fr neue
musik zrich Weiter bis So, 15. Mrz
Di, 17. Mrz, 20.30 Politik am Stehtisch:
Wie sicher ist unser Geld?
Mit Andreas Zumach und Harald Schumann

MAHLER SECHSTE SINFONIE

Sa, 19.30 ca. 21.30


So, 17.00 ca. 19.00
Tonhalle-Orchester Zrich
Krzysztof Penderecki, Leitung
Maciej Tworek, Assistenz
Lszl Feny, Monika Leskovar,
Maja Bogdanovic, Violoncello
Olga Pasichnyk, Sopran; Lioba Braun, Mezzosopran
Thomas E. Bauer, Bariton; Zrcher Sing-Akademie
Tim Brown, Einstudierung
Penderecki Concerto grosso (2000/01)
Sinfonie Nr. 8 Lieder der Vergnglichkeit
(2004/05): Schweizer Erstauffhrung
Sa, 18.30 Einfhrung mit Margit Klusch
So, 16.00 Einfhrung mit Margit Klusch
So, nach dem Konzert Ausklang
mit Ilona Schmiel und ihren Gsten

SO
15

DO
19

11.15 ca. 12.15 Kammermusik-Matinee


Michael Reid, Klarinette; Matthias Rcz, Fagott
Mischa Greull, Horn
Peter McGuire, Christopher Whiting, Violine
Antonia Siegers-Reid, David Greenlees, Viola
Alexander Neustroev, Violoncello
Samuel Alcntara, Kontrabass
Bruch Septett Es-Dur op. posth.
Hindemith Oktett fr Blser und Streicher
10.30 Einblicke mit Jens-Peter Schtte
11.00 Kinder-Matinee mit Sabine Appenzeller
fr die Kinder der Konzertbesucher (ab 4 J.)
12.15 ca. 13.15
Kammermusik-Lunchkonzert
Elisabeth Harringer-Pignat, Violine
Cathrin Kudelka, Violine
Katja Fuchs, Viola
Thomas Grossenbacher, Violoncello
Luciano Jungman, Bandoneon
Schulhoff Fnf Stcke fr Streichquartett
Cobian Mi refugio fr Bandoneon solo
Piazzolla Tango sensations & Libertango
17.00 ca. 18.00
Schulprojekt-Schlusskonzert
Tonhalle-Orchester Zrich
Christopher Morris Whiting, Leitung
Das Tonhalle-Orchester Zrich erleben
Das Tonhalle-Orchester Zrich spielt
fr Primarschulklassen der Stadt Zrich
Freier Eintritt

MEISTERINTERPRETEN IN ZRICH

caecilia.ch
Fr, 13. Mrz, 19.30
Klavier-Rezital Alexander Gavrylyuk
Mozart Rondo D-Dur KV 485
Brahms Paganini-Variationen op. 35
Liszt Totentanz, Konsolation Nr. 3, Isoldes Liebestod,
Mephisto-Walzer Nr. 1, Tarantella, Ungarische
Rhapsodie Rakoczy-Marsch

VULCAIN JAZZ CLASSICS

VVK: Kasse Tonhalle, Tel. 044 206 34 34


Mo, 16. Mrz, 20.00
Dianne Reeves First Lady of Jazz
Dianne Reeves, vocals & band

MIGROS-KULTURPROZENT-CLASSICS

migros-kulturprozent.ch, Tel. 044 206 34 34


Fr, 20. Mrz, 19.30
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra
Sakari Oramo, Leitung
Patricia Kopatchinskaja, Violine
Peter Tschaikowski
Konzert fr Violine und Orchester D-Dur op. 35
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39
ArthurHoneggerRugbyMouvementsymphoniqueNr.2

ZRCHER KAMMERORCHESTER

zko.ch
Di, 10. Mrz, 19.30
Richard Egarr Cembalo und Leitung
Zrcher Kammerorchester
Bach Brandenburgische Konzerte Nr. 4 und 5
Orchestersuiten Nr. 1 und 2
Di, 17. Mrz, 19.30
Truls Mrk Violoncello
Zrcher Kammerorchester
Schumann Cellokonzert a-Moll
Tschaikowsky Streicherserenade C-Dur
Mozart Adagio und Fuge c-Moll

KRZYSZTOF PENDERECKI

Sa 14. Mrz, 19.30 Uhr


So 15. Mrz, 17.00 Uhr

OPERNHAUS
So, 22. Mrz, 19.30 Uhr

Zum vorerst letzten Mal!

SA
14
SO
15

NEUE KONZERTREIHE ZRICH

hochuli-konzert.ch
Heute, 17.00
Building Bridges Sir Andrs Schiff prsentiert:
Kuok-Wai Lio Klavier
Werke von Haydn und Schubert
Heute, 19.30
Camerata Bern
Radovan Vlatkovi Horn
Luis Vieira, Horn
Mozart Sinfonie g-Moll KV 183
Rosetti Konzert Es-Dur fr 2 Hrner
Haydn Sinfonie D-Dur Mit dem Hornsignal
Mozart Hornkonzert Nr. 3 Es-Dur KV 447

Zu Gast der Komponist von Musik


zu Shining

Mikko Franck, Dirigent


Philharmonia Zrich

SCHAUSPIELHAUS/PFAUEN
Heute, 20.00 Uhr

14.00 ca. 15.00


Kammermusik fr Kinder
Das magische Rohr
Isaac Duarte, Kaspar Zimmermann, Oboe
Martin Frutiger, Englischhorn
Rico Grandjean, Schauspieler
Christine Faissler, Konzept und Regie
Eine heitere musikalische Geschichte
fr Kinder ab 5 Jahren

Tel. 044 361 80 51, theater-rigiblick.ch


Mo, 9. + Di, 10. Mrz, 20.00 flowingdancecompany
Vol doiseaux Ein poetisches Tanztheater fr drei
Tnzerinnen und zwei Gitarristen.
Mi, 11. Mrz, 20.00 To the Dark Side of the Moon
MitDanielRohr,ErikoKagawaunddemGalateaQuartett
Do, 12. Mrz, 20.00 Azzurro
Ein dramma giocoso con grandi emozioni.
Mit Daniel Rohr und Dietmar Loeffler
Fr,13.Mrz,20.00MontyPythonSongsundSketches
S. Schneebeli, A. Furrer, S. Krhenbhl, R. Sommer,
S. Streiff, K. Mallor
Sa, 14. Mrz, 20.00 Leonard Bernstein
Eine amerikanische Chronik von Armin Brunner.
Mit D. Schnyder, G. Rossi, M. Grochowina, H. Vogel
So, 15. Mrz, 11.00 20 Jahre Berg & Ruosch
Jubilumstour Mit Lisa Berg, David Ruosch, u. a.
So, 15. Mrz, 17.00 Blaubart CD-Taufe
Eine freie Adaption der Oper Herzog Blaubarts
Burg von Bla Bartok
So, 15. Mrz, 20.00 Falda spielt Difledideldum
Birgit Hauser, Veronika Ehrensperger-Leutschacher
Mo, 16. Mrz, 20.00 Uwe Kropinsky und Jerry Rojas
Berlin trifft Zrich.

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Tel. 044 267 64 64

5. Philharmonisches Konzert

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Tel. 044 206 34 34
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Tel. 044 268 66 99, bernhard-theater.ch

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Hirschengasse 6: Aprokonzert
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Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

RADIO UND FERNSEHEN 41

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Rtl

5.35 Schneebabys berleben in Klte und Eis (W). 6.30


News-Schlagzeilen und Meteo. 7.30 Wetterkanal. 9.00
Tod Eine Reise durchs Leben. (1). 10.00 nano. 10.30
Kulturzeit. 11.15 Riwkas Stamm (W). 12.15 Mini Beiz,
dini Beiz (W). 12.45 Tagesschau. 13.05 Meteo. 13.15 In
aller Freundschaft. 14.05 Potzmusig (W). 14.45 SRF bi de
Lt (W). 15.35 Giacobbo / Mller (W). 16.30 Best Friends.
16.55 myZambo. Magazin. 17.30 Guetnachtgschichtli.
17.40 Telesguard. 18.00 Tagesschau. 18.10 Meteo. 18.15
Mini Beiz, dini Beiz. Solothurn Tag 1 Landgasthof
Kreuz Kappel. 18.40 glanz & gloria. 19.00 Schweiz aktuell.
19.25 SRF Brse. 19.30 Tagesschau. 19.55 Meteo.

5.05 Tacho (W). 5.30 Roboclip. 6.00 Drei auf zwei. 9.00
Best Friends. 9.20 myStory. 9.45 Roboclip Selection.
9.50 Last Man Standing. 10.10 Rules of Engagement
(W). 10.30 In aller Freundschaft. 11.20 Wege zum Glck.
12.05 Tessa Leben fr die Liebe. 12.55 Rules of Engagement. 13.20 Magnum. 14.05 Emergency Room. 14.55
Royal Pains. Comedy-Serie. 15.35 Magnum. Action-Serie.
Sherlock Holmes auf Hawaii. 16.25 SOKO Wien. KrimiSerie. Erbschuld. 17.15 Der Knochenjger. Das verlassene
Aymarakind. 18.05 Pawn Stars Die drei vom Pfandhaus.
Hitlers Silber. 18.30 Mission Surprise. Doku-Soap. 19.05
Die Proto-Typen Werkstatt fr Erfinder.

5.30 Morgenmagazin. 9.00 Tagesschau. 9.05 Rote Rosen


(W). 9.55 Sturm der Liebe (W). 10.45 Um Himmels Willen.
Unterhaltungs-Serie. Grsse aus dem Jenseits. 11.35 Giraffe, Erdmnnchen & Co. 12.00 Tagesschau. 12.15 ARDBuffet. 13.00 Mittagsmagazin. 14.00 Tagesschau. 14.10
Rote Rosen. Telenovela. 15.00 Tagesschau. 15.10 Sturm
der Liebe. Telenovela. 16.00 Tagesschau. 16.10 Das
Waisenhaus fr wilde Tiere. Abenteuer Afrika. 17.00 Tagesschau. 17.15 Brisant. Boulevardmagazin. 18.00 Live:
Quizduell. Show. 18.50 Grossstadtrevier. Krimi-Serie.
Wiedersehen mit einer Toten. 19.45 Wissen vor acht
Zukunft. 19.50 Wetter vor acht. 19.55 Brse vor acht.

5.30 Live: Morgenmagazin. 9.00 heute. 9.05 Volle Kanne Service tglich. Magazin. U.a.: Top-Thema Zweite
Karriere nach Krankheit; PRAXIS tglich Neue Therapie
bei Glaukom. 10.30 Die Rosenheim-Cops. Krimi-Serie.
Der Stachel des Todes. 11.15 SOKO Wismar. Krimi-Serie.
Endstation Rot. 12.00 heute. 12.10 drehscheibe. 13.00
Mittagsmagazin. 14.00 heute in Deutschland. 14.15
Die Kchenschlacht. 15.00 heute. 15.05 Topfgeldjger.
16.00 heute in Europa. 16.10 SOKO Kitzbhel. KrimiSerie. Der Gtterbote. 17.00 heute. 17.10 hallo deutschland. 17.45 Leute heute. 18.05 SOKO 5113. Krimi-Serie.
Rattenfnger. 19.00 heute. 19.20 Wetter. 19.25 WISO.

5.05 Morgenprogramm 12.15 sonntags. 12.45 Schtze


der Welt (W). 13.00 ZIB. 13.15 SRF bi de Lt. Show. 14.00
unterwegs. 14.45 Meine Traumreise in die Dolomiten.
15.10 Auf Goldgrberspuren durch Nordalaska. 15.30 Der
letzte Trapper und das l. 16.00 Mit Tomahawk und Narrenkappe. Die Lebensknstler von Quebec. 16.30 Der letzte Ritt des Huptlings. Mit Indianern auf den Spuren ihrer
Ahnen. 17.00 Reisen in ferne Welten. Der Santa-F-Trail:
Vom Missouri in den Wilden Westen. 17.45 ZDF-History.
Die Akte Mensch: Wie viel Steinzeit steckt in uns? 18.30
nano. 19.00 heute. 19.20 Kulturzeit. Der Himmel voller
Geigen die Spekulation mit den Stradivaris.

7.45 Die neuen Paradiese (W). 8.30 X:enius. 9.00 Ich,


Leonardo da Vinci. Dokumentarfilm (GB/CDN 2013).
(W). 10.25 Kleine Abfallgeschichte(n) (W). 11.10 Reisen
fr Geniesser. 11.40 fernOst Von Berlin nach Tokio
(W). 12.25 360 Geo Reportage. 13.20 ARTE Journal.
13.55 Toto der Held. Tragikomdie (B/F/D 1991). Mit
Michel Bouquet, Jo De Backer, Thomas Godet. 15.20
Wie das Land, so der Mensch. 15.50 Wie das Land, so
der Mensch. 16.15 fernOst Von Berlin nach Tokio. 17.00
X:enius (W). 17.30 Frst Pckler (W). 18.25 Unsere Ozeane (W). 19.10 ARTE Journal. 19.30 Unterwegs auf dem
Nordseekstenradweg. Dokumentationsreihe.

5.10 Explosiv Weekend (W). 6.00 Live: Guten Morgen


Deutschland. Magazin. 8.30 Gute Zeiten, schlechte
Zeiten (W). 9.00 Unter uns (W). 9.30 Betrugsflle.
Doku-Soap. 10.00 Die Trovatos Detektive decken auf.
Doku-Soap. 12.00 Punkt 12. Das RTL-Mittagsjournal.
14.00 Verdachtsflle. Doku-Soap. 17.00 Betrugsflle.
Doku-Soap. 17.30 Unter uns. Soap. 18.00 Explosiv Das
Magazin. 18.30 Exclusiv Das Star-Magazin. 18.45 RTL
aktuell. 19.05 Alles was zhlt. Soap. 19.40 Gute Zeiten,
schlechte Zeiten. Soap. Chris wird mit einem Durchsuchungsbeschluss konfrontiert und muss nun ernsthaft
frchten, dass er berfhrt wird.

20.05 1 gegen 100. Show.


Mit Susanne Kunz.
21.05 Puls. Gesundheitsmagazin.
Mit Corinne Waldmeier.
21.50 10vor10.
22.15 Meteo.
22.25 ECO. Das Wirtschaftsmagazin.
Mit Reto Lipp.
22.55 Schawinski. Gast: Markus
Somm (Chefredaktor und Verleger
BaslerZeitung).
23.30 Tagesschau Nacht.
23.45 Magic City. Krimi-Serie.
Natrliche Auslese.
00.40 Barneys Version. Drama
(CDN/I 2010). Mit Paul Giamatti,
Rosamund Pike, Dustin Hoffman.
Regie: Richard J. Lewis.
02.40 1 gegen 100. (W).
03.35 ECO. (W).

20.00 Greys Anatomy.


Spitalserie. Risiko.
20.50 Chicago Fire.
Drama-Serie. Der freie Fall /
Eine schwere Last.
22.25 Sportlounge. U.a.: Dopingstadt
Freiburg im Breisgau / Tina
Maze - die letzte Skiallrounderin
im Gesprch / Surferin Alena
Ehrenbold reitet die Big Wave /
Tscheggsch de Pgg - Wie die
Zeitmessung beim Skifahren
funktioniert .
23.05 The Americans. Krimi-Serie.
Eine kleine Nachtmusik.
00.00 CSI: Miami. (1/22).
Krimi-Serie. Gefallen.
00.45 Greys Anatomy. (W).
01.25 Chicago Fire. (W).
02.45 The Americans. (W).

20.00 Tagesschau.
20.15 Werbe-Check. Reportagereihe.
Der Reiseveranstalter Tropo
verspricht die schnsten Hotels
und die herrlichsten Strnde;
Ob heiss oder eiskalt ElmexZahncreme; Ein Autoscheinwerfer, der galaktisch weit scheint.
21.00 Live: Hart aber fair.
22.15 Tagesthemen.
22.45 Die Story im Ersten. Dokumentationsreihe. Die Spur der
Troika Macht ohne Kontrolle.
23.30 Geheimnisvolle Orte. (3/3).
Die Schorfheide
Das Jagdrevier der Mchtigen.
00.15 Nachtmagazin.
00.35 Tatort. Krimireihe (A 2015).
Grenzfall. (W).
02.10 Hart aber fair. (W).

20.15 Nord Nord Mord Clvers


Geheimnis. Krimikomdie
(D 2014). Mit Robert Atzorn,
Julia Brendler, Oliver Wnuk.
Regie: Anno Saul.
21.45 heute-journal.
22.15 Blood Mord am Meer.
Thriller (GB 2012). Mit Mark
Strong, Paul Bettany, Brian Cox.
Regie: Nick Murphy.
23.40 heute nacht.
23.55 Abschied von den Frschen.
Dokumentarfilm (D 2011).
01.25 ZDF-History. (W).
02.10 SOKO 5113. (W).
02.55 WISO. (W).
03.40 Versagt die Mietpreisbremse?
Warum Wohnen immer
teurer wird. (W).
04.10 SOKO Kitzbhel. (W).

20.00 Tagesschau.
20.15 Universum. Dokureihe. Grand
Canyon Amerikas Naturjuwel.
21.00 Universum. Dokumentationsreihe. Death Valley Die Schnheit
des Wilden Westens.
21.45 Reiseziel. New Mexico.
22.00 ZIB 2.
22.25 Die Gunter Sachs Story. Doku.
23.15 Vis--vis. Gast: Yvonne Hofstetter (Unternehmerin und Expertin
fr knstliche Intelligenz).
00.15 Reporter. Reportagereihe.
00.40 10vor10.
01.05 Willkommen sterreich. Gste:
Josef Hader, Mathilde Schwabeneder. Mit Dirk Stermann,
Christoph Grissemann.
01.55 Panorama. Reportagereihe. Fr
immer jung! Mit Nina Horowitz.

20.15 Serpico. Kriminalfilm


(USA/I 1973). Mit Al Pacino,
John Randolph, Jack Kehoe.
Regie: Sidney Lumet.
22.20 Der glserne Schlssel.
Gangsterfilm (USA 1942).
Mit Brian Donlevy, Veronica Lake.
23.45 Borgen Gefhrliche Seilschaften. Drama-Serie. Schatten
der Vergangenheit.
00.45 Borgen Gefhrliche Seilschaften. Drama-Serie. Das Desaster.
01.45 Borgen Gefhrliche Seilschaften. Drama-Serie. Der Verrat.
02.40 Borgen Gefhrliche Seilschaften. Drama-Serie. Die Debatte.
03.40 28 Minuten. Magazin. Mit
lisabeth Quin.
04.20 (Fast) Die ganze Wahrheit.
Reportagereihe. Julian Assange.

20.15 Wer wird Millionr?


Show. Mit Gnther Jauch.
21.15 Das Jenke-Experiment. (4/4).
Organspende. Mit Jenke von
Wilmsdorff.
22.15 Extra Das RTL Magazin.
Mit Birgit Schrowange.
23.30 30 Minuten Deutschland.
Reportagereihe. Gewappnet
fr den Ernstfall Das Leben
mit der Angst.
00.00 RTL Nachtjournal.
00.30 10 vor 11. Magazin.
Die schne Schlferin im
Busch Ein unbekanntes Melodram von Engelbert Humperdinck.
00.55 Extra Das RTL Magazin. (W).
02.05 Die Trovatos Detektive decken
auf. Doku-Soap.
03.00 RTL Nachtjournal. (W).

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5.00 Morgenprogramm 11.35 Seehund,


Puma & Co. 13.15 Planet Wissen. 14.15
Eisenbahn-Romantik. 14.45 Lnder
Menschen Abenteuer (W). 15.30 Land
und lecker. 16.00 Landesschau aktuell.
16.05 Kaffee oder Tee. 17.00 Landesschau
aktuell. 17.05 Kaffee oder Tee. 18.00 Landesschau aktuell. 18.15 Mensch, Leute!
18.45 Landesschau BW. 19.30 Landesschau aktuell. 20.00 Tagesschau. 20.15 Die
Sache mit der Wahrheit. Drama (D 2014).
Mit Christiane Paul. 21.45 Landesschau
aktuell. 22.00 Sag die Wahrheit. 22.30
Meister des Alltags. 22.55 Meister des
Alltags. 23.25 Die Besten im Sdwesten.
23.55 Schlauberger Quizzen, was Spass
macht! 0.25 Die Montagsmaler.

8.05 Morgenprogramm. 11.30 Ski alpin.


12.05 Gilmore Girls. 12.45 Drop Dead Diva.
13.30 Die Nanny. 13.55 Mike & Molly.
14.35 Scrubs (W). 14.55 Malcolm (W).
15.20 Two and a Half Men (W). 15.40 How
I Met Your Mother (W). 16.20 ZIB Flash.
16.25 Malcolm. 16.50 Scrubs. 17.10 Die
Simpsons. 17.55 ZIB Flash. 18.00 How
I Met Your Mother. 18.55 The Big Bang
Theory. Comedy-Serie. 19.20 Two and a
Half Men. 19.45 ZIB Magazin. 19.54 Wetter. 20.00 ZIB 20. 20.15 Vorstadtweiber.
(10/10). Drama-Serie. 21.10 Greys Anatomy. Spitalserie. 21.55 ZIB Flash. 22.05
Mistresses. Drama-Serie. 22.50 Smash.
Drama-Serie. 23.35 ZIB 24. 23.55 Hawthorne. Drama-Serie. 0.35 Supernatural.

5.30 Live: Sat.1-Frhstcksfernsehen.


10.00 Teletip Shop. 11.00 Richterin Barbara Salesch. 12.00 Richter Alexander
Hold. 14.00 Auf Streife. 15.00 Im Namen
der Gerechtigkeit Wir kmpfen fr Sie!
16.00 Anwlte im Einsatz. 17.00 Mein
dunkles Geheimnis. 17.30 Schicksale
und pltzlich ist alles anders. 18.00 In
Gefahr Ein verhngnisvoller Moment.
19.00 Newtopia. 19.55 Sat.1 Nachrichten.
20.15 Detective Laura Diamond. KrimiSerie. Laura und das trgerische Kunstwerk. 21.15 The Mentalist. Krimi-Serie.
Halb neun. 22.15 Castle. Krimi-Serie.
Parallelwelt. 23.15 Navy CIS. Krimi-Serie.
Die Snden meines Vaters. 0.10 Criminal
Minds. Krimi-Serie. Die letzte Schlacht.

5.30 Morgenprogramm. 14.00 Flirt oder


Fiasko. 15.00 Shopping Queen. 16.00
Schrankalarm. 17.00 Mein himmlisches
Hotel. 18.00 mieten, kaufen, wohnen.
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Drama-Serie. Harte Zeiten / Der freie Fall.
22.10 King & Maxwell. Drama-Serie. Lsegeld. 23.00 The Closer. Krimi-Serie. 23.50
vox nachrichten. 0.10 Chicago Fire. (W).

18.00 Tagesschau. 18.10 Telesguard. 18.20


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Tagesschau. 19.00 Telesguard. 19.10 Telesguard. 19.30 Tagesschau und Meteo.
20.00 Tagesschau. 20.30 Schweiz aktuell.
20.50 SRF Brse. 21.00 Tagesschau. 21.30
Schweiz aktuell. 21.50 SRF Brse. 22.00
Telesguard. 22.10 SRF Brse. 22.15 glanz
& gloria. 22.30 10vor10. 23.00 10vor10.
23.25 Sportlounge. 0.00 10vor10.

18.05 Le court du jour. 18.10 Top Models.


18.35 La roue de la chance. 18.55 Couleurs
locales. 19.20 Mto. 19.30 Le 19h30.
20.00 Mto. 20.10 TTC (Toutes taxes
comprises). 20.45 Taken II. Film daction (F
2012). 22.15 Game of Thrones. Srie fantastique. Les lois des dieux et des hommes.
23.10 Sleepy Hollow. Srie daventures.
23.55 Witches of East End. Srie fantastique. 0.35 Couleurs locales (W).

13.45 Mto. 13.55 Les feux de lamour.


Soap. 15.15 Le choix de ma vie. Drame
(USA 2014). 17.00 4 mariages pour 1 lune
de miel. 18.00 Bienvenue chez nous. 19.00
Le juste prix. 20.00 Le 20h. 20.30 Loto.
20.40 Nos chers voisins. Srie comdie.
20.45 Cest Canteloup. 20.55 Clem. Srie
comdie. Comment lui dire adieu ? 22.55
New York, unit spciale. Srie policire.
1.55 Au Field de la nuit. 3.15 Reportages.

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5.00 Morgenprogramm 11.40 Schuhbecks


(W). 12.10 In aller Freundschaft. 12.55
Elefant, Tiger und Co. 13.45 freizeit (W).
14.15 Grosser Elefant kleiner Elefant.
15.05 Polizeiinspektion 1. Krimi-Serie.
Geldsorgen. 15.30 Wir in Bayern. 16.45
Rundschau. 17.00 Dorfgeschichten. 17.30
Frankenschau aktuell. 18.00 Abendschau.
18.45 Rundschau. 19.00 Querbeet. 19.45
Dahoam is Dahoam. Soap. Tu es fr Lansing! 20.15 Jetzt mal ehrlich. Dokureihe.
Arbeiten ja, verdienen nein: Behinderte in
der Armutsfalle. 21.00 Lebenslinien. 21.45
Rundschau-Magazin. 22.00 Faszination
Wissen. 22.30 Vor Ort. 23.00 Nachtlinie.
23.30 Rundschau-Nacht. 23.40 LeseZeichen. 0.10 Dahoam is Dahoam (W).

5.35 Morgenprogramm. 10.20 Soko Donau. Krimi-Serie. Blind vor Liebe. 11.05
Sturm der Liebe. Telenovela. 11.50 Brgeranwalt. (W). 12.35 Bewusst gesund. (W).
13.00 ZIB. 13.15 heute mittag. 14.00 Frisch
gekocht. 14.25 Bianca. Telenovela. 15.10
Sturm der Liebe. Telenovela. 16.00 Die
Barbara-Karlich-Show. 17.00 ZIB. 17.05
heute sterreich. 17.30 heute leben. 18.30
heute konkret. 18.51 heute infos und tipps.
19.00 Bundesland heute. 19.23 Wetter aus
dem Bundesland. 19.30 Zeit im Bild. 19.49
Wetter. 19.55 Sport aktuell. 20.05 Seitenblicke. 20.15 Die Millionen-Show. 21.10
Thema. 22.00 ZIB 2. 22.30 Kulturmontag.
0.00 Tatort. Krimireihe (A 2015). Grenzfall.
(W). 1.30 Kulturmontag. (W).

5.25 Morgenprogramm. 11.30 Mike &


Molly. Comedy-Serie. 12.15 Two and a
Half Men. 14.00 2 Broke Girls. 14.25 The
Big Bang Theory. 15.40 How I Met Your
Mother. Zur richtigen Zeit am richtigen
Ort / Hilfe wider Willen / Der Absprung.
17.00 Live: taff. 18.00 Newstime. 18.10
Die Simpsons. Die Farbe Grau / Wtender Dad Der Film. 19.05 Live: Galileo.
20.15 Die Simpsons. Zeichentrick-Serie.
Ziemlich beste Freundin / Homer mit den
Fingerhnden. 21.10 The Big Bang Theory. Comedy-Serie. Der Champagnerpakt /
Armer Astronaut. 22.10 Circus Halligalli.
23.15 TV total. 0.15 The Big Bang Theory
(W). 1.05 Fringe. Mystery-Serie. Der letzte
Sam Weiss / Der Tag, an dem wir starben.

5.35 Morgenprogramm. 14.05 Navy CIS.


15.00 The Mentalist. 15.55 Live: News.
16.00 Castle. 17.00 Mein Lokal, dein Lokal.
18.00 Abenteuer Leben Tglich neu entdecken. 19.00 Achtung Kontrolle Spezial
Die Super-Reinemacher. 20.15 Takers
The Final Job. Actionthriller (USA 2010).
22.20 Kiss of the Dragon. Actionthriller
(USA/F 2001). 0.15 Takers The Final Job.
Actionthriller (USA 2010). (W).

12.25 Die Maus. (W). 12.50 Sherlock Yack.


13.15 High 5 Auf Siegestour. 13.40 Die
Pfefferkrner. 14.10 Schloss Einstein
Erfurt. 15.00 Der Sleepover Club. 15.25
Lenas Ranch. 15.50 Pippi Langstrumpf.
16.15 logo! 16.20 Garfield. 16.45 Marsupilami. 17.10 Das Dschungelbuch. 17.35
Simsalagrimm. 18.00 Shaun, das Schaf.
18.15 Die Biene Maja. 18.40 Lauras Stern.
18.50 Unser Sandmnnchen.

15.45 Temps prsent. 16.45 Toute une histoire (W). 18.00 Lhistoire continue... (W).
18.35 Alerte Cobra. 19.30 Le 19h30. 20.00
Trio Magic & Banco. 20.10 Le kiosque
musiques. 20.40 Classe politique. 21.45
De la cuisine au parlement. 22.55 Le court
du jour. 23.05 Outre-zapping. 23.30 Ligue
des champions UEFA. 23.55 Un il sur
vous Citoyens sous surveillance (W).
1.25 TTC (Toutes taxes comprises).

12.00 Tout le monde veut prendre sa place.


13.00 13 heures. 13.55 Consomag. 14.00
Toute une histoire. 15.10 Lhistoire continue. 15.40 Comment a va bien! 17.10
Mon food truck la cl. 18.15 Joker. 18.50
Noubliez pas les paroles! 19.25 Noubliez
pas les paroles! 20.00 20 heures. 20.50
Rizzoli & Isles. 22.15 Rizzoli & Isles : autopsie dun meurtre. (15/15). 22.55 Mots
croiss. 0.15 Dans quelle ta-gre.

Rtl 2

3+

Rsi lA 1

tv 5

5.35 Morgenprogramm.12.20 Kln 50667.


(W). 13.15 Berlin Tag & Nacht. (W).
14.15 Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt
... 15.15 Der Trdeltrupp. 17.05 Die Geissens. 18.00 Kln 50667. 19.00 Berlin
Tag & Nacht. 20.00 RTL II News. 20.15 Die
Geissens. 21.15 Sarah & Pietro ... bauen
ein Haus. (1). 22.05 Sarah & Pietro bauen
ein Haus. 23.05 Die Kochprofis. (W). 0.05
Marvels Agents of S.H.I.E.L.D. (W).

6.00 ESO.TV. 8.00 HSE24. 9.00 ESO.TV.


16.00 How I Met Your Mother. Sitcom.
Nur Theater / Arrivederci, Fiero / Der Abschlepp-Wagen / Pikante Partys / Showdown / Hochzeit mit Harfe. 18.30 The Big
Bang Theory. Comedy-Serie. (W). 18.55
The Big Bang Theory. Comedy-Serie. (W).
19.25 The Big Bang Theory. Comedy-Serie.
Planet Bollywood / Homo Novus Automobilis. 20.15 Notruf. 0.30 Notruf. (W).

14.15 Last Cop Lultimo sbirro. 15.00


White Collar Fascino criminale. 16.00
Telegiornale Flash. 16.05 Il commissario
Kress. 17.10 Piattoforte. 18.00 Telegiornale Flash. 18.10 Zerovero. 19.00 Il quotidiano. 19.45 Il rompiscatole. 19.55 Meteo regionale. 20.00 Telegiornale. 20.35 Meteo.
20.40 Black Jack. 21.10 Zero Dark Thirty.
Film thriller (USA 2012). 23.45 Meteo notte. 23.55 Segni dei tempi. 0.20 The Closer.

18.30 Linvit. 18.40 Meurtres au Pays


Basque. Tlfilm policier (F 2014). 20.15
On nest pas que des cobayes. 20.25 Got
de France Good France. 20.30 Journal
France 2. 21.00 La poubelle province.
21.55 Qubec grandeur nature. 22.20
Qubec grandeur nature. 22.40 Echologis. 23.00 Journal suisse. 23.25 Journal
dAfrique. 23.45 Linvit. 23.55 Mto. 0.00
La chatte. Drame (F 1958).

Aus den RAdioPRogRAmmen


AKTUELL / HINTERGRUND
8.30 Was heute geschah (BRKlassik) 09.03.1960: Yves
Kleins Sinfonie Monoton
Silence, die nur aus einem
einzigen Akkord besteht, wird
uraufgefhrt.
9.05 radioWissen (BR2)
Das spte Osmanische Reich.
U.a.: Mythos Lawrence von
Arabien. Spion, Schriftsteller,
Aufschneider. Von Frank
Halbach; Mustafa Kemal
Atatrk. Der Vater der modernen trkischen Republik. Von
Brigitte Kohn.
10.05 Notizbuch (BR2)
Chlorhhnchen und Hormonfleisch aus den USA ist
unsere Gesundheit in Gefahr?
10.05 Tandem (SWR2) ... und dann
ist die Zellentr zu! Szenen im
Alltag einer JVA.
11.40 Radiogeschichten (ORF1)
Deborah Levy: Schlaglicht
und Ein Anruf.
14.30 Fortsetzung folgt (SWR2)
Meg Wolitzer: Die Interessanten (46/50).
15.05 radioWissen am Nachmittag (BR2) Wohnmodelle
gestern und heute. U.a.: Die
Mietskaserne. Wenigstens ein
Dach berm Kopf. Von Sylvia
Schopf; Wohngemeinschaft im
Palazzo. Stdtebau in der Renaissance. Von Anja Msing.
17.55 Betrifft: Geschichte (ORF1)
650 Jahre Universitt Wien.
Zu ihrer Geschichte und Entwicklung. Mit Kurt Mhlberger
(ehemaliger Leiter des Archivs
der Universitt Wien).
19.05 Dimensionen (ORF1)
Grosse Rume, wenig Freiheiten. ber die Geschichte der
Brolandschaft und die Zukunft
des idealen Arbeitens.

21.00 Tonspuren (ORF1)


Als Kind wr ich am liebsten
ein Pferd gewesen. Anna Weidenholzers Geschichten ber das
Leben von Aussenseiter/innen.
22.03 Essay (SWR2)
Die Sorge um die Technik. Vom
Weltbezug unserer Maschinen.
KLASSIK
9.05 Philharmonie (BR-Klassik)
Das Konzert am Vormittag.
Werke von G. Philipp Telemann,
Grieg, A. Scarlatti, Milhaud, Glasunow, Mendelssohn, Berwald,
Webern, Chopin
9.05 Musikstunde (SWR2) Fit frs
Abi. Die Sternchenthemen Musik
(1). Eine Venedigreise mit Folgen.
Giovanni Gabrieli und sein
Schler Heinrich Schtz.
10.05 Konzert am Vormittag (ORF1)
Werke von Enescu, R. Strauss,
Bartk. Aufgenommen am 13.
September 2014 in der Oper Graz,
Saison-Erffnungskonzert
13.05 Mittagskonzert (SWR2)
Werke von Glinka, Jancek,
Reinecke, W.A. Mozart, de Falla
15.05 Cluster (SWR2)
Ca. 15.45 Uhr: Die Klanginsel;
Musikthema des Tages: Berichte
und Reportagen aus dem Musikleben; Musikmacher: Portrts
von Musikinitiativen, Festivals,
Instrumentenbauer und Musiker
im SWR-Sendegebiet; Serie:
Musikwissen kompakt.
16.00 Passagen (ORF1) Tacheles:
Bundestheater und Festspiele eine Staatsverpflichtung?
Gesprch mit Wolfgang Zinggl
(Kultursprecher der Grnen),
Hans-Dieter Roser (Musikdramaturg und u.a. Knstlerischer
Betriebsdirektor der Wiener
Staatsoper). Aufgenommen am 4.
November 2014 im KlangTheater

20.00 Diskothek (Radio SRF 2 Kultur) Robert Schumann: Sinfonie


Nr. 3 Es-Dur op. 97, Rheinische.
Gste: Jenny Berg (Musikjournalistin), Moritz Weber (Pianist).
20.03 Konzertabend (BR-Klassik)
Mit Carlo Maria Giulini (Leitung).
Werke von L. van Beethoven,
Chopin, R. Schumann
20.03 Abendkonzert (SWR2) Mit Lydia Jeschke. Festival Beethoven
plus. Werke von L. van Beethoven, R. Strauss. Konzert vom 12.
Januar im E-Werk Freiburg
23.03 JetztMusik (SWR2)
Was sind und wie klingen die
Zahlen? Numerische Verwicklungen der Neuen Musik..
JAZZ / POP / ROCK
12.05 Mittagsmusik (BR-Klassik)
Brittens Holzfller singen im Chor;
Schubarts Hunde beissen in Moll;
Augusts Haare fallen ihm aus.
23.05 Jazztime (BR-Klassik)
Jazztoday. Zum 85. Geburtstag
von Ornette Coleman: Henning
Sieverts feiert den amerikanischen Altsaxofonisten und
Freejazz-Pionier in Aufnahmen
aus allen Phasen seiner Karriere.
HRSPIEL
23.04 Der letzte Winter (Radio
SRF 1) Mit Siegfried Meisner
(Erzhler), Ingeborg Arnoldi (Mrs.
Coleman), Jupp Saile (George).
Regie: Rainer Zur Linde
KINDER
14.55 Rudi! Radio fr Kinder (ORF1)
18.30 radioMikro (BR2)
19.03 Zambo (Radio SRF 1)
19.10 Zambo Geschichten
(Radio SRF 1)
19.17 Zambo (Radio SRF 1)
19.50 Zambo Charts Mix
(Radio SRF 1)

RAdio- und tv-tiPPs

RAdio sRf 1

RAdio sRf 2

5.05 Nachtclub. 5.32 Nachtclub. 6.00 HeuteMorgen. 7.00 HeuteMorgen. 7.32 Regionaljournal. 7.43 Morgenstund hat Gold im
Mund. 8.00 HeuteMorgen. 8.13 Espresso.
8.40 Morgengeschichte. Langlauf von
Achim Parterre. 9.00 HeuteMorgen. 10.03
Treffpunkt. 11.08 Ratgeber. 11.40 point.
12.03 Regionaljournal. 12.30 Rendez-vous.
13.00 Tagesgesprch. 13.40 3 vo 5. 14.06
Das kleine Lexikon der Provinzliteratur.
16.00 Heute um Vier. 16.15 Aufsteller.
16.25 VeranstaltungsTipps. 16.30 Regional Diagonal. 17.00 Heute um Fnf. 17.12
Sport. 17.30 Regionaljournal. 18.00 Echo
der Zeit. 18.45 Sport. 19.03 Zambo. 19.10
Zambo Geschichten. 19.17 Zambo. 19.50
Zambo Charts Mix. 20.03 Wunschkonzert.
21.03 Wunschkonzert. 22.08 Nachtclub.
23.04 Der letzte Winter. 23.10 Nachtclub. 0.06 Nachtclub. 0.52 Nachtclub.

6.10 Frh-Stck. 6.20 100 Sekunden


Wissen. 6.30 HeuteMorgen. 7.30 HeuteMorgen. 7.50 Blick in die Feuilletons.
8.30 HeuteMorgen. 9.02 Kontext. 10.03
Reflexe. 11.30 Lyrik am Mittag. Kathy
Zarnegin: Her/z/tlich daneben... 11.45
SRF 4 News Tageschronik. 12.10 Kultur
kompakt. Die wichtigsten Themen und
Ereignisse aus Kultur, Gesellschaft und
Wissenschaft in Krze. 12.30 Rendezvous. 13.00 Klassiktelefon. 13.45 Concerto. Grigory Sokolov: the Salzburg
Recital. 15.03 Kultur-Stammtisch. 18.30
Kontext (W). 19.00 Echo der Zeit. 19.45
Klangfenster. 20.00 Diskothek. Robert
Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op.
97, Rheinische. Mit Lislot Frei. 22.06
Reflexe (W). 22.35 Fiori musicali. Charpentier & Co. mit dem Ensemble Correspondances. 0.06 Notturno.

sWR 2

dlf

6.00 Am Morgen. 6.36 Zeitwort. 6.44


Globales Tagebuch. 6.52 Pressestimmen.
7.07 Tagesgesprch. 7.17 Meinung. 7.32
Heute in den Feuilletons. 7.45 Kulturgesprch. 8.10 Journal am Morgen. 8.30
Wissen. 9.05 Musikstunde. 10.05 Tandem. 10.30 Treffpunkt Klassik. 12.00 Aktuell mit Nachrichten. 12.33 Journal am
Mittag. 13.05 Mittagskonzert. 14.30 Fortsetzung folgt. 15.05 Cluster. 16.05 Impuls.
17.05 Forum. 17.50 Jazz vor Sechs. 18.00
Aktuell mit Nachrichten. 18.30 Aktuell
Wirtschaft. 18.40 Kultur aktuell. 19.05
Kontext. 19.20 Tandem. Sayonara Tokyo.
Eine Flucht nach Hiroshima. 20.03 Abendkonzert. Festival Beethoven plus. 22.03
Essay. Die Sorge um die Technik. Vom
Weltbezug unserer Maschinen. 23.03
JetztMusik. Was sind und wie klingen die
Zahlen? Numerische Verwicklungen der
Neuen Musik. 0.05 ARD-Nachtkonzert (I).

5.35 Presseschau. 6.35 Morgenandacht. 7.05 Presseschau. 7.35 Brse.


8.35 Wirtschaft. 8.50 Presseschau.
9.05 Kalenderblatt. 9.10 Europa heute. 9.35 Tag fr Tag. 10.10 Kontrovers.
11.35 Umwelt und Verbraucher. 11.55
Verbrauchertipp. 12.10 Informationen
am Mittag. 12.50 Internationale Presseschau. 13.35 Wirtschaft am Mittag.
13.55 Wirtschafts-Presseschau. 14.10
Deutschland heute. 14.35 Campus und
Karriere. 15.05 Corso. 16.10 Bchermarkt. 16.35 Forschung aktuell. 17.05
Wirtschaft und Gesellschaft. 17.35
Kultur heute. 18.10 Informationen am
Abend. 18.40 Hintergrund. 19.05 Kommentar. 19.15 Andruck. 20.10 Musikszene. 21.05 TonLagen Hellerau 2014.
22.50 Sport aktuell. 23.10 Das war der
Tag. 0.05 Deutschlandfunk Radionacht.
0.05 Fazit (W). 1.05 Kalenderblatt.

Radio SRF 2 Kultur, 10.03/22.06

Reflexe: Wie sich Schriftsteller ffentlich inszenieren

Literaten haben es schwer. Fr werbewirksame Kapriolen gelten sie in der Regel als nicht realittsschtig genug. Was also
bleibt den Schriftstellern(-innen), um sich ins mediale Rampenlicht zu rcken? Caroline John-Wenndorf nimmt Sie mit
auf den Weg durch eine Kulturgeschichte dichterischer
Selbstinszenierung. Sie hat visuelle, verbale und performative
Muster untersucht, womit sich Autoren mglichst attraktiv
gebrden wollen. Mit dem ntigen Augenzwinkern.

SRF 3, 20.03

Focus: Michael Herzig, Krimiautor.

Michael Herzig verhandelt in seinen Krimis Themen, die er


aus seinem Alltag kennt als Bewohner des Zrcher Langstrassenquartiers und als Zrichs ehemaliger Mister Drogen. Er war Plattenverkufer, Musikjournalist, Punkmusiker. Seinen Job als Chefbeamter hat er mittlerweile an den
Nagel gehngt. Nebenbei begann Michael Herzig, Krimis zu
schreiben. Es sind dstere Geschichten aus dem Zrcher Sexund Drogenmilieu. Wie viel aufklrerische Mission steckt in
seinen Romanen? Und wie erklrt sich sein sonderbarer
Lebenslauf? Michael Herzig ist zu Gast und erzhlt.

SRF 1, 21.05

Puls

Rund 1,2 Millionen Menschen leiden in der Schweiz unter


chronischen Schmerzen.Viele Patientinnen und Patienten haben eines gemeinsam: Nach vielen Therapien und Arztbesuchen sind die Schmerzen immer noch da und gehen nicht weg.
Gibt es trotz kontinuierlichen Schmerzen eine Chance auf ein
normales Leben? Und wie lernt man, mit den Schmerzen umzugehen? Puls gibt Antworten.Weitere Themen: Darmkrebstests schmerzfrei und sinnvoll; Gert gegen das Wundliegen.

SRF 1, 22.25

ECO

Twint: Bezahlen mit dem Smartphone; Sika: Kampf um den


Mrtelmarkt;Tunesien: Enttuschte Hoffnungen. Moderiert
wird das Wirtschaftsmagazin von Reto Lipp.

42

Neue Zrcher Zeitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Cinema

KINOPROGRAMM Montag, 9. Mrz 2015


AbAtON 110, A+b

kitag.com
am Escher-Wyss Platz 0900 556 789 CHF 1.50/Anruf + CHF 1.50/Min., ab Festnetz

Chappie 14.15/20.15 D 17.15 E/d


Premiere 14/12 J
Actionreicher Sci-Fi ber einen Kampfroboter,
der seine Intelligenz und Menschlichkeit entdeckt.
14.30/20.30 D 17.30 E/d/f
Premiere 14/12 J
Seventh Son 3D
Ein mystisches Fantasy-Abenteuer mit Jeff Bridges und Julianne Moore!
FoCuS 15.00/18.00/21.00 D
Premiere 12 J
Gauner-Thriller mit Will Smith als langjhrigem Meister der Irrefhrung.
aFrika DaS magiSChe knigreiCh 3D 17.15 D Prem. 8/6 J
Dokumentation, welche die Vielfltigkeit und Schnheit Afrikas nher bringt.
14.15/17.15 Mo/Di 20.15 Mi 20.30 D
2. Wo. 16 J
Bradley Cooper in
ameriCan Sniper
Ein packender Film von Clint Eastwood
ber den przisesten Scharfschtzen der US-Militrgeschichte.
aSterix im LanD Der gtter 3D 14.15 D
2. Wo. 8/6 J
Die Kult-Gallier kehren mit ihrem unverkennbaren Witz
auf die grosse Leinwand zurck!
aSterix im LanD Der gtter 16.30 D
2. Wo. 8/6 J
Samba 17.30/20.15 D
2. Wo. 12 J
Mit Omar Sy (Intouchables), Charlotte Gainsbourg.
Ein Film mit viel Herz, Humor und Menschlichkeit.
ouija Mo/Di 20.30 D
2. Wo. 16 J
Entdecke das Geheimnis des bernatrlichen!
traumFrauen 14.30 Mo/Di 20.30 D
3. Wo. 12 J
Mit Elyas MBarek.
Ausgelassene Komdie um die Beziehungswirren dreier Freundinnen.
Spongebob SChwammkopF 3D 14.00 D
4. Wo. 8/6 J
Der Held aus der TV-Serie in seinem neuesten Kinospass!
14.15/17.15/20.15 E/d/f
4. Wo. 16 J
14.45/17.45 Mo/Di 20.45 Mi 20.30 D
Jetzt ist er da! Der meisterwartete Film des Jahres!
FiFty ShaDeS oF grey
john wiCk 20.00 D
4. Wo. 16 J
Mit Keanu Reeves.
Ein Action-Kracher erster Klasse!
jupiter aSCenDing 3D 20.00 E/d/f
5. Wo. 14/12 J
Channing Tatum und Mila Kunis in Lana und Andy Wachowskis
epischem Science-Fiction-Abenteuer.
FnF FreunDe 4 14.00 D
6. Wo. 10/6 J
Die fnf Freunde erleben in der mystischen Welt der Pharaonen
ein neues, turbulentes Abenteuer!
14.30/20.30 E/d/f 17.30 D
7. Wo. 12 J
the imitation game
Eindringliches Portrt ber den Wissenschaftler Alan Turing,
der im Zweiten Weltkrieg den geheimen Code der Nazis knackte.
baymax rieSigeS robowabohu 3D 16.30 D 7. Wo. 10/6 J
OSCAR-Gewinner: Bester Animationsfilm.
honig im kopF 17.15 D
11. Wo. 10/6 J
Der neue Film von und mit Til Schweiger!
Der kLeine DraChe kokoSnuSS 14.15 D
12. Wo. 4 J
Mi 20.15 D Mi 20.45 E/d/f
Vorpremiere 14/12 J
kingSman: the SeCret ServiCe
Moderner Agentenfilm mit rasantem Tempo und berraschenden Szenen!

ouija Spiel nicht mit dem teufel Mo/Di 21.00 D


2. Wo. 16 J
into the wooDS 17.20 D mit Meryl Streep, Johnny Depp 3. Wo. 6/10 J
traumFrauen 18.10/20.55 D
3. Wo. 12 J
Mit Elyas MBarek, Iris Berben, Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung.
14.10/17.00 Mo/Mi 20.10 Di 20.30 D
4. Wo. 16 J
FiFty ShaDeS oF grey Geheimes Verlangen ...
Spongebob SChwammkopF 3D 15.50 D
4. Wo. 6 J
john wiCk Mo/Mi 20.30 D
4. Wo. 16 J
Mit Keanu Reeves, Michael Nyqvist, Alfie Allen.
uSFahrt oerLike 15.40 Dialekt
6. Wo. 12/14 J
FnF FreunDe 4 Mo/Di 16.00 D
6. Wo. 6 J
14.15 D
7. Wo. 6/10 J
baymax rieSigeS robowabohu 3D
Mo/Di 18.20 D
7. Wo. 12 J
the imitation game ein Streng geheimeS Leben
9. Wo. 16 J
96 hourS taken 3 21.00 D mit Liam Neeson
bibi & tina voLL verhext! Mo/Di 13.30 D
11. Wo. 6 J
honig im kopF 13.45/17.00 Mo/Di 20.15 D
11. Wo. 6/10 J
Mit Til Schweiger, Emma Schweiger, Dieter Hallervorden.
Der kLeine DraChe kokoSnuSS 13.30 D
12. Wo. 4 J
naChtS im muSeum 3 15.40 D
12. Wo. 6/10 J
Die pinguine auS maDagaSCar 3D 13.30 D 15. Wo. 6/10 J
Die biene maja Der kinoFiLm 13.35 D
26. Wo. 4 J
monSieur CLauDe unD Seine tChter 18.00 D 28. Wo. 12 J
CinDereLLa Di 20.30 D mit Cate Blanchett Vorpremiere 6/10 J
kingSman: the SeCret ServiCe Mi 20.30 D Vorpremiere 16 J

ARthOuse AlbA

arthouse.ch
044 250 55 40

am Central

14.00/18.30 D
3. Wo. 16 J
Dora oDer Die SexueLLen neuroSen unSerer eLtern von Stina Werenfels
16.00/20.30 E/d/f
6. Wo. 14/12 J
birDman or (the unexpected virtue of ignorance)
4 Oscars!

ARthOuse le PARIs

arthouse.ch
044 250 55 60

Stadelhoferplatz

StiLL aLiCe 15.00/17.45/20.30 E/d/f


Oscar fr die grossartige Julianne Moore!
Mit Alec Baldwin und Kristen Stewart.
La FamiLLe bLier 12.15 F/d

Premiere 12 J

LunchKino 10/6 J

ARthOuse MOvIe 1+2


Ngelihof 4

nationaL gaLLery 14.00 E/d


Mitreissend: was Kunst mit unserem Leben zu tun hat.

arthouse.ch
044 250 55 10

4. Wo. 16 J

DanCing arabS 17.30/20.00 Ov/d/f


Premiere 14/12 J
Von Eran Riklis (Lemon Tree). Ein feinfhliger, bewegender Film.
CitizenFour 15.00/18.00 E/d
3. Wo. 14/12 J
Oscar prmierter Doku-Thriller ber den Whistleblower Edward Snowden.

14.00/20.00 Mo/Mi 17.00 D


Premiere 12/14 J
Hugh Jackman, Sigourney Weaver, Sharlto Copley in
Chappie
Die letzte Hoffnung der Menschheit ist kein Mensch.
18.10/20.55 D
Premiere 12 J
FoCuS mit Will Smith, Margot Robbie
18.10 D
Premiere 6/10 J
StreiF one heLL oF a riDe
14.00/17.10/20.20 D
2. Wo. 16 J
20.25 E/d/f
Bradley Cooper, Sienna Miller in
ameriCan Sniper
Die Geschichte des Scharfschtzen Chris Kyle.
Ein weiteres Meisterwerk von Clint Eastwood.
Mo/Di 14.20 Mi 13.30/15.50 D
2. Wo. 6/8 J
aSterix im LanD Der gtter 3D

inherent viCe 20.30 E/d/f mit Joaquin Phoenix


4. Wo. 16 J
P.T. Andersons Romanverfilmung mit Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon.

Sihlcity

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044 250 55 50

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aDieu au Langage Mo 21.00 Mi 19.00 F/d
maiDan Di/Mi 21.00 Ov/d
rennSChwein ruDi rSSeL Mi 14.30 D

Der groSSe trip wiLD 17.45 E/d/f

7. Wo. 12 J
8. Wo. 14/12 J

hOudINI 15

cAPItOl 16

Aufgrund des Brandes vom 17. Februar bleibt das Houdini


vorbergehend geschlossen. Zwischenzeitlich wird das Riffraff
mit ausgebautem Programm betrieben.
Aktuelle Informationen: www.kinohoudini.ch

beim Central

kitag.com
0900 556 789 CHF 1.50/Anruf + CHF 1.50/Min., ab Festnetz

StiLL aLiCe 13.45/18.30 E/d/f 16.00/21.00 D


Premiere 12 J
OSCAR fr Beste Hauptdarstellerin (Julianne Moore).
Berhrend, bewegend und voller Hoffnung
nach dem Bestseller Mein Leben ohne Gestern von Lisa Genova.
14.45/17.45/20.45 D
2. Wo. 12 J
Omar Sy (Intouchables), Charlotte Gainsbourg in
Samba
Ein Film mit viel Herz, Humor und Menschlichkeit.
16.45 D
2. Wo. 8/6 J
aSterix im LanD Der gtter
Die Kult-Gallier kehren mit ihrem unverkennbaren Witz
auf die grosse Leinwand zurck!
traumFrauen 14.00/17.00/20.15 D
3. Wo. 12 J
Mit Elyas MBarek.
Ausgelassene Komdie um die Beziehungswirren dreier Freundinnen.
SeLma 17.15 E/d
3. Wo. 12 J
Ein messerscharfes Portrt des Civil Rights Movements.
FnF FreunDe 4 14.15 D
6. Wo. 10/6 J
Die fnf Freunde erleben in der mystischen Welt der Pharaonen
ein neues, turbulentes Abenteuer!
uSFahrt oerLike 20.30 Dialekt
6. Wo. 14/12 J
Jrg Schneider und Mathias Gndinger
vereint im neuen Film von Paul Riniker.
honig im kopF 14.00/17.00/20.15 D
11. Wo. 10/6 J
the theory oF everything 20.30 E/d/f
11. Wo. 10/6 J
OSCAR-Gewinner: Bester Darsteller (Eddie Redmayne).
paDDington 14.15 D
14. Wo. 6 J
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am Bellevue

kitag.com
0900 556 789 CHF 1.50/Anruf + CHF 1.50/Min., ab Festnetz

14.30/17.30 Mo/Di 20.30 Mi 21.00 E/d/f


Premiere 12 J
FoCuS
Gauner-Thriller mit Will Smith als langjhrigem Meister
der Irrefhrung.
14.00/17.00/20.00 E/d/f
2. Wo. 16 J
Bradley Cooper in
ameriCan Sniper
Ein packender Film von Clint Eastwood
ber den przisesten Scharfschtzen der US-Militrgeschichte.
14.00/17.00/20.00 F/d
Omar Sy (Intouchables), Charlotte Gainsbourg in
Samba
Ein Film mit viel Herz, Humor und Menschlichkeit.

2. Wo. 12 J

15.00/18.00 Mo/Di 21.00 E/d/f


Jetzt ist er da! Der meisterwartete Film des Jahres!
FiFty ShaDeS oF grey

4. Wo. 16 J

Mi 20.30 E/d
kitag opera Live: La traviata

FIlMPOdIuM

filmpodium.ch
044 211 66 66

Nschelerstr. 11

iraqi oDySSey Mo 17.30 Ov/d

uSFahrt oerLike 13.30 Dialekt


6. Wo. 14/12 J
Samba 15.30/18.00/20.30 F/d
2. Wo. 12 J
Die neue Erfolgskomdie mit Omar Sy & Charlotte Gainsbourg.
buoni a nuLLa 14.00 I/d/f
7. Wo. 16 J
reD army 16.45 E/d So schn war Eishockey im Kalten Krieg. 2. Wo. 10/6 J
tu veux ou tu veux paS 18.45 F/d
2. Wo. 16 J
Sophie Marceau, Patrick Bruel in der frechen Liebeskomdie von T. Marshall.
wiLD taLeS relatos salvajes 21.00 Sp/d/f
8. Wo. 14/12 J

whipLaSh 20.45 E/d/f


3. Wo. 12 J
Gewinner von 3 OSCARS: inkl. Bester Nebendarsteller (J.K. Simmons).

Frau mLLer muSS weg 18.00 D


8. Wo. 12 J
Smarte Komdie mit Anke Engelke, Justus von Dohnnyi u.a.

cORsO 14

AReNA cINeMAs 110

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14.45/17.45 Mo/Di 20.45 Mi 20.15 E/d


Premiere 14/12 J
Chappie
Actionreicher Sci-Fi ber einen Kampfroboter,
der seine Intelligenz und Menschlichkeit entdeckt.
ameriCan Sniper 14.15/17.15 Mo/Di 20.15 E/d/f
2. Wo. 16 J
Ein packender Film von Clint Eastwood
ber den przisesten Scharfschtzen der US-Militrgeschichte.
kingSman: the SeCret ServiCe Mi 20.45 E/d/f Vorprem. 14/12 J
Moderner Agentenfilm mit rasantem Tempo und berraschenden Szenen!

RIFFRAFF 14
Langstr./Neugasse

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riffraff.ch
044 444 22 00

21.00 Mo 14.00/19.20 Di/Mi 18.20 Dialekt/d/f Premiere 14/12 J


DriFten
von Karim Patwa, mit Max Hubacher und Sabine Timoteo
Ein berzeugender Beweis dafr, dass es auch anders geht. NZZ
Mo 16.10 Di/Mi 15.00 D
Premiere 12 J
*iraqi oDySSey 3D
Samirs Familiensaga macht Weltgeschehen lebendig
14.30/18.30 Dialekt
*unter Der haut mit Ursina Lardi
Reif, intelligent, menschlich SRF2 Kultur

2. Wo. 16 J

13.50/18.40/21.10 E/d/f
whipLaSh
Ein Film wie ein Paukenschlag 3 OSCARS!

3. Wo. 12/10 J

14.10 Ov/d
*get Der prozeSS Der viviane amSaLem
16.30 D
Die bhmS arChitektur einer FamiLie

4. Wo. 16 J
4. Wo. 10/6 J

8. Wo. 10/6 J

16.30 Ov/d/f
8. Wo. 14/12 J
a pigeon Sat on a branCh reFLeCting on exiStenCe
20.30 Sp/d/f
wiLD taLeS reLatoS SaLvajeS

9. Wo. 14/12 J

12.10 E/d/f
yaLomS Cure

23. Wo. 14/12 J

Di 20.45 Dialekt
Chrieg

Vorpremiere mit Gsten 14/12 J

Mi 21.00 Port/e
bLue SurF FiLm naCht

Special 16 J

unter Der haut Mo 21.00 Dialekt/f

stssIhOF 1+2

Gesamtprogramm siehe www.filmpodium.ch

the zero theorem 18.30/21.00 E/d


Premiere 16 J
Von Terry Gilliam, mit Christoph Waltz
unter Der haut 20.45 D
2. Wo. 16 J
petterSSon unD FinDuS 13.45 D
3. Wo. 4 J
homo Faber (Drei Frauen) 16.00/18.15 D
3. Wo. 10 J
Die Buchverfilmung von Max Frisch.
baymax rieSigeS robowabohu 13.30 D
7. Wo. 6/10 J
the SaLt oF the earth Das Salz der erde 15.45 Ov/d 9. Wo. 10/8 J

FROsch studIO 1+2


beim Predigerplatz

kitag.com
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14.45 E/d
3. Wo. 10/6 J
into the wooDS
Stephen Sondheims Broadway-Erfolg
erstmals mit grosser Starbesetzung auf der Kinoleinwand!

Stssihofstatt 13

steRNeN OeRlIKON
Franklinstr. 9

WAlche

Neumhlequai 26

stuessihof.ch
044 542 49 34

Der erfahrene Schwindler Nicky verliebt sich in die NachwuchsGaunerin Jess, eine Newcomerin auf dem Gebiet des Trickbetrugs.
Sie kommen sich nher, doch genau das wird ihnen zum Verhngnis,
denn das Tagesgeschft als Gauner, bei dem alle lgen und fr das
liebe Geld betrgen, ist gefhrlich.

IRAqI Odyssey

Anhand der Migrationsgeschichte seiner eigenen Familie, die


seit ber 50 Jahren durch den Irak zieht, zeichnet der irakische
Filmemacher Samir eine Hommage an sein Heimatland, das
immer wieder durch Diktatur, fremde Besetzung und enttuschte
Hoffnungen auf Demokratie gekennzeichnet wurde

seveNth sON

Vor langer Zeit drohte das Bse den Krieg zwischen den Menschen
und den Mchten des Bsen erneut zu entfachen. Darum hat der
Ritter Meister Gregory (Jeff Bridges) die heimtckische Hexe Mutter
Malkin (Julianne Moore) vor Jahrhunderten eingesperrt. Doch jetzt
ist sie entkommen und will Rache.

stIll AlIce

Zunchst versucht Dr. Alice Howland (Julianne Moore), eine


anerkannte Sprachwissenschaftlerin, noch ihre Krankheit zu
verheimlichen. Ihr liebender Ehemann John (Alec Baldwin) ist
genauso schockiert wie ihre drei erwachsenen Kinder, als sie von
ihrer seltenen Form von Alzheimer erfahren.

aLterSkategorien:
e, 16 j ab 16 Jahren j/12, j/14, 12 j, 12/14 j
zugelassen ab 12 Jahren, empfohlen ab 12 bzw. 14 Jahren
k/6, k/8, k/10, 6 j, 6/8 j, 6/10 j zugelassen ab 6 Jahren,
empfohlen ab 6, 8, 10 Jahren Sb zugelassen ab 4 Jahren,
unter 6 Jahren Erwachsenenbegleitung obligatorisch.
Copyright Zrcher Kinoverband

Info-Abend:
Donnerstag
26. Mrz 2015
18.00 19.30 Uhr

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<wm>10CAsNsja1NLU01DU3MDIzsQAA12lCKQ8AAAA=</wm>

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Freier Eintritt.
Keine Platzreservation mglich.
Diskussion nach jedem Vortrag.

Hulls School, Falkenstrasse 28a


CH-8008 Zrich
Phone 044 254 30 40
college@hullschool.ch
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Zwischen Himmel und Erde der Tanz der Derwische

Schweizerisches Institut fr Auslandforschung


Augustinergasse 15 CH-8001 Zrich
Tel. +41 (0)44 212 13 13 Fax +41 (0)44 212 78 54
info@siaf.ch www.siaf.ch

Spenden Sie 25 Franken:


SMS an 488 mit Text
HEKS SPENDE 25, danke.

Derwische drehen sich um ihre Achse, dass die weissen Rcke fliegen. Ihr Tanz ist
ein Gebet / Wenn die Schweizer Tnzerin Maya Farner allein auf der Bhne oder
mit andern in der Kirche wirbelt, berhrt ihre Innigkeit. Auf der Suche nach den
Wurzeln begegnet man Derwischtnzern als Touristenattraktion in der Trkei / Der
verbotene Orden der drehenden Derwische / Die Grabsttte des Dichters und
Mystikers Rumi in Konya, der sich aus Freude um sich selber drehte.
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Bitte schicken Sie mir gegen Rechnung: Zwischen Himmel und Erde
der Tanz der Derwische 30 Min. (84253)
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Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

SchwEiz

Europa

Temperatur heute:
Minimum / Maximum

1005

-1 / 12

Windrichtung
heute

1000

Prognose fr Montag, 9. Mrz, 13 Uhr

995

980

bermorgen

Luzern

-2 / 12

Freiburg

0 / 9

Interlaken

-2 / 12

Glarus

0 / 9

0 / 11

London 12

1 / 12

Paris 15

1025

St. Moritz

4 / 12

Locarno

Lissabon 23

Madrid 20

17

Allgemeine Lage. Der Alpenraum liegt


weiterhin im Einflussbereich einer ausgedehnten Hochdruckbrcke, welche
sich von den Azoren ber Mitteleuropa
bis nach Russland erstreckt.
Prognosen bis Montagabend. Nordschweiz, Wallis, Nord- und Mittelbnden: Im Allgemeinen sonnig, zeitweise
vorberziehende hohe Wolkenfelder.
Am Morgen im Flachland Dunst, lokal
auch Nebelfelder mglich. In den Bergen gute Fernsicht und mssiger Nordostwind. Im Flachland schwache Bise.
Alpensdseite und Engadin: Ziemlich
sonnig, trotz zeitweise vorberziehenden Wolkenfeldern.
Aussichten bis Sonntag. Im Norden: Am
Dienstag meist sonnig. Am Morgen im
Flachland lokale Nebel- oder tiefe
Hochnebelfelder. Am Mittwoch meist
sonnig, trotz Durchzug einiger Wolkenfelder, sonst recht sonnig mit zeitweise
dichteren Wolkenfeldern, ganz im Osten nur teilweise sonnig. Am Donnerstag meist sonnig mit einigen Schleierwolken. Am Freitag recht sonnig, zeitweise dichtere Wolkenfelder. Am Wochenende ziemlich sonnig trotz zeitwei-

BErgwEttEr
km/h
40 - 50
10 - 30
5 - 10

C
-1
5
7

heute

morgen

heute

morgen

Zrichsee

vari 1-2

vari 1-2

Vierwsee

vari 1-2

vari 1-2

Obersee

vari 1-2

vari 1-2

Urnersee

vari 1-2

N 1-2

Greifensee

NE 1-2

vari 1-2

Thunersee

vari 1-2

vari 1-2

Walensee

vari 1-2

vari 1-2

Bielersee

NE 1-2

NE 1-2

Bodensee

vari 1-2

vari 1-2

Neuenbsee

NE 1-3

NE 1-2

Untersee

vari 1-2

vari 1-2

Genfersee

vari 1-2

vari 1-2

Konst. B.

vari 1-2

vari 1-2

Petit Lac

NE 1-2

NE 1-2

Zugersee

vari 1-2

vari 1-2

Silvaplsee

NE 1-2

NE 1-2

Windstrke in Beaufort, vari = variabel

Athen 12

16

Delhi 24

Schanghai 10

Vancouver 13
Toronto 3
Los Angeles 22

Gewitter

Schneefall

Nebel

Wassertemperatur

Jakarta 30

Windrichtung

Tokio 10

Wenn Kinder spielen,


gewinnt die Welt

Darwin 32

Miami 26

Perth 32

Mexiko-Stadt 24

diE nchStEn viEr tagE


Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Ostschweiz

SDAMERIKA

-1 / 12

0 / 11

-1 / 11

AFRIKA / NAHER OSTEN

0 / 9

Caracas 27

Marrakesch 26

Bogot 18

Westschweiz

Manaus 30
-2 / 11

-1 / 11

-1 / 11

Rio de Janeiro 28
Santiago 32

4 / 15

4 / 16

in g/m

Tel Aviv 22

Teheran 14
Dubai 29

Sanaa 24

Lagos 30

Lima 28

0 / 9

Sdschweiz

4 / 14

Sydney 30
Wellington 21

Kananga 31

Buenos Aires 28

Herzlichen Dank fr Ihre Spende!

Mombasa 34

IBAN: CH92 0877 9001 3544 7602 4

www.righttoplay.ch

Johannesburg 25

5 / 14

Right To Play nutzt Sport und


Spiel als Werkzeug fr Entwicklung und Frieden.

Kapstadt 31

Right To Play, Seefeldstr. 162, 8008 Zrich

intErnational

Zrich

Bern

Feinstaub (PM10)

20

32

31

19

22

18

Stickstoffdioxid

60

58

55

56

63

35

Ozon

20

39

37

18

gestern

Genf St. Gallen Basel Lugano

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162 Ihre Nummer fr jedes Wetter

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CHF .50 + CHF .50/Min.

SonnE und mond


Aufgang
Sonne
6:52
Mond abnehmend 22:16

Hchststand Untergang
12:37
18:22
2:49
8:22

Europa
Amsterdam
Athen
Barcelona
Berlin
Bordeaux
Brssel
Budapest
Dublin
Frankf./M.
Hamburg
Helsinki
Istanbul
Kopenhagen
Las Palmas

13
13
15
13
11
15
9
7
10
14
5
8
10
25

s
w
s
s
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s
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s

morgen
10
12
17
12
14
11
12
9
11
10
3
9
9
21

w
s
s
w
b
w
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s
w
w
S
w
w
s

Lissabon
London
Madrid
Mlaga
Moskau
Mnchen
Nizza
Oslo
Palma
Paris
Prag
Rom
Stockholm
Warschau
Wien

gestern
20 s
12 w
15 s
16 s
2 s
8 s
15 s
5 b
14 s
14 s
10 s
14 s
16 s
12 s
9 s

morgen
20 s
11 w
20 s
19 s
7 w
13 s
15 s
9 s
16 s
12 w
12 s
14 s
9 Rs
12 s
12 s

gestern
Nordamerika
Chicago*
6 w
Denver*
10 s
L. Angeles* 27 s
Miami*
25 w
New York*
8 s
San Franc.* 17 s
Toronto*
-1 w
Vancouver* 10 s
Washington* 2 s
Lateinamerika
Bogot*
19 w
B. Aires*
25 s
Caracas*
31 w
Mexiko-St.* 19 s

morgen
12
13
26
26
11
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9
14
9

w
s
w
Rs
b
w
w
w
R

17
29
26
20

G
s
Rs
G

Santiago*
So Paulo*
Afrika
Dakar
Johannesb.
Kairo
Kapstadt
Lagos
Marrakesch
Nairobi
Tunis
Naher Osten
Dubai
Teheran
Tel Aviv

gestern
26 s
26 w

morgen
33 s
24 G

21
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9

24
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24
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30
26
29
14

w
s
s
s
w
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s
R

29 s
14 w
27 s

s
Rs
Rs
s
Rs
s
s
w

30 s
4 S
21 w

b = bedeckt; E = Eis (Vereisung); G = Gewitter; N = Nebel; R = Regen; Rs = Regenschauer; s = sonnig; S = Schneefall; Ss = Schneeschauer; w = bewlkt

gestern morgen
Asien
Bangkok
34 w
35 s
Delhi
21 G
24 s
Hongkong
23 w
17 w
Manila
31 w
30 s
Peking
11 s
9 s
Seoul
13 w
2 s
Schanghai
10 R
6 w
Singapur
32 w
30 Rs
Tokio
9 R
12 Rs
Australien, Neuseeland
Auckland
21 Rs 25 Rs
Melbourne 20 w
22 s
Perth
29 s
31 s
Sydney
23 w
25 Rs
* Erste Kolonne Daten des Vortages

Sonderbeilagen zur Aus- und Weiterbildung


Sonderbeilage

Erscheinen

Titel

Bildung

29. April

Neue Zrcher Zeitung

Magazin NZZ Campus

13. Mai

Neue Zrcher Zeitung

7. Juli

Neue Zrcher Zeitung

Bildung

Regenschauer

ANZEIGE

Bangkok 35

New York 10

bedeckt

22

1020

17

ASIEN/AUSTRALIEN

Chicago 9

bewlkt

nzz.ch / wetter

Die entsprechenden Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung lauten:


50, 80, 120, der EU-Ozon-Alarmwert 240 g/m.

windrichtungEn/-StrkEn

NORDAMERIKA

leicht
bewlkt

Ankara 17

1020

Houston 16

SchadStoffE

Wind
NE
NE
vari

3000 m
2000 m
1000 m

se dichter Wolkenfelder. Im Sden: Am


Dienstag sonnig. Am Mittwoch meist
sonnig, zeitweise hohe Wolkenfelder.
Am Donnerstag sonnig. Am Freitag
ziemlich sonnig, besonders am Nachmittag zunehmende Bewlkung. Am Wochenende wechselnd bewlkt und teilweise sonnig. Isolierte Schauer mglich.
Meteo Schweiz

Las Palmas 22

Tbilissi 7

Rom 16

Palma 17

1025

1020

13

sonnig

Kiew 11

Bukarest 9

Nizza 15

T
Tief

1030

Wien 12

H
Hoch

Moskau 5

Stockholm 10

Berlin 12 Warschau 13

-12 / 6

-1 / 13

-1 / 11

Oslo 9
6

Chur

-1 / 3

1025

Helsinki 8

1015

Gotthard

Sitten

Genf

Okklusion

1020

Bern

1010

1 / 10

-2 / 12

4
Lausanne

St. Gallen

-3 / 12

Kaltfront

1005

Zrich

Biel

990

Warmfront

990

0 / 13

985

Reykjavik 0

Basel

morgen

980

990

Troms 1

Schaffhausen

-2 / 11

WETTER 43

Magazin NZZ Campus

23. September

Neue Zrcher Zeitung

Bildung

30. September

Neue Zrcher Zeitung

Bildung

18. Oktober

NZZ am Sonntag

Magazin NZZ Campus

25. November

Neue Zrcher Zeitung

Die Neue Zrcher Zeitung und die NZZ am Sonntag haben


berdurchschnittlich viele Leserinnen und Leser, die aus privaten
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Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

CAMPUS 45

Die Sache mit der Nachhaltigkeit


Eine Projektwoche von Studierenden stellt unser Alltagsverhalten infrage
Konsumgesellschaft auf Abwegen? Die Nachhaltigkeitswoche in Zrich bot Gelegenheit,
eigene Gewohnheiten zu hinterfragen. Es zeigte sich aber auch:
Trotz guten Absichten berlisten
wir uns am Ende hufig selbst.

Umweltschutz (IPU): Der Mensch ist,


so zeigen es mehrere Studien, durchaus
in der Lage, sich an Zielen zu orientieren, die keinen direkten persnlichen
Nutzen, wohl aber einen langfristigen,
weitergehenden Gewinn versprechen;
etwa, wenn man statt mit dem Flugzeug
mit dem Nachtzug nach Berlin reisen
mchte, was fnf- bis zehnmal weniger
CO2-Emissionen verursacht. Das Problem: Dieser Nutzen ist abstrakt, wohingegen die unmittelbaren Vorteile
einer Flugreise recht konkret sein knnen. Flge sind schneller und unter Umstnden auch bequemer und gnstiger.
So knnen sich Prioritten verschieben.
Nachhaltiges Verhalten hat nicht nur
mit einer Einstellung, sondern auch mit
Selbstkontrolle zu tun.

Robin Schwarzenbach
Montagmorgen, Kick-off-Brunch der
Zrcher Nachhaltigkeitswoche im
Lichthof der Universitt Zrich: Das
Urteil ber die geschnittenen Rebli
auf den beiden Tellern ist schnell gemacht: Die einen Stcke leuchten in
einem starken Orange, die anderen tragen einen leichten Grauton auf sich.
Also scheint noch vor dem ersten Bissen alles klar: Die optisch attraktiveren
Exemplare mssen vom Detailhndler
sein, die anderen vom Markt. Doch es
ist genau umgekehrt. Das kommt berraschend und macht nachdenklich. Sollte man den Rebli vom Markt vielleicht
doch einmal eine Chance geben?

48 Events, 2500 Besucher

Fnf Hochschulen machen mit


Luca Bronzini sagt, Saisongemse kaufe er immer in einem kleinen Laden um
die Ecke. Das klingt gut, doch der
Reflex, dass das sicher teurer sei als in
einer Migros- oder Coop-Filiale, lsst
nicht lange auf sich warten. Bronzini
hingegen betont: Die Frischwaren in
dem Geschft sind gnstig. Auch das
kommt unerwartet.
Bronzini ist 21 Jahre alt und studiert
Umweltnaturwissenschaften an der
ETH. Zusammen mit Flora Mrki bildet er das Kernteam der diesjhrigen
Nachhaltigkeitswoche, einer Veranstaltungsreihe, die Studierende der Universitt und der ETH Zrich initiiert haben
und die vergangene Woche zum dritten
Mal ber die Bhne gegangen ist. Nachhaltigkeit ist in manchen studentischen
Kreisen ein wichtiges Anliegen: Workshops, Debatten und Vortrge zum Thema wurden dieses Jahr erstmals auch an
der Pdagogischen Hochschule Zrich,
an der Zrcher Hochschule der Knste
und an der Zrcher Hochschule fr Angewandte Wissenschaften durchgefhrt.
Treibende Kraft dahinter waren auch
hier Studierende.
Bronzini sagt: Viele Leute zeigen zu
wenig Interesse gegenber den langfris-

TOMAS FRYSCAK

tigen Problemen unserer Gesellschaft.


Mit dieser Einschtzung drfte der
ETH-Student nicht ganz danebenliegen. Zum Kick-off-Brunch haben sich
etwa 25 Personen eingefunden, viele
sind in der Projektwoche selber engagiert. Der grosse Rest der Studierenden
im Lichthof nimmt von dem langen
Tisch und den Plakaten und Broschren
zum Programm wenig Notiz. Nachhaltigkeitswoche? Dafr habe ich keine
Zeit, sagt eine Studentin und zieht hastig weiter.

Thema ohne Mehrheit


Nachhaltigkeit ist kein mehrheitsfhiges Thema, sagt Niko Paech, Professor
fr Produktion und Umwelt an der Universitt Oldenburg, mit dem sich NZZCampus vor einigen Wochen unterhalten hat. Paech gilt als einer der profiliertesten Kenner auf dem Gebiet im
deutschsprachigen Raum. Der Nachhaltigkeitsforscher sagt aber auch, dass
unter Studierenden eine kleine soziale
Welle eingesetzt habe; eine Bewegung,

die sich mit den verdrngten Wahrheiten der Wachstums- und Konsumgesellschaft in einer globalisierten Welt auseinandersetze. Paech sagt: Es gehrt
zur Lebenslge des blauen Himmels in
Europa, dass wir unsere Umweltverschmutzung lngst nach China ausgelagert haben.
Ein weiteres Statement, das nachdenklich macht. Doch auch hier meldet
sich nach einer Weile ein zweiter Gedanke: Die meisten Smartphone-Nutzer
beispielsweise wollen Gerte, die
schnell verfgbar, bezahlbar, cool sowie
allenfalls kompatibel mit anderen Devices der gleichen Marke sind. An die
Produktionsbedingungen in China drfte dabei nur eine kleine Gruppe denken. Und eine noch kleinere Gruppe
drfte sich am Ende tatschlich fr ein
Produkt eines Herstellers entscheiden,
der fr sich in Anspruch nimmt, fair zu
Umwelt und Fabrikarbeitern zu sein.
Dieses Phnomen kommt in der
Nachhaltigkeitswoche am Dienstag zur
Sprache, in einem Workshop der studentischen Initiative Psychologie im

Schwer fassbare Ziele, die Disziplin verlangen und mitunter wenig persnliche
Glcksgefhle versprechen: Matthias
Lthi, IPU-Vorstand und Doktorand
der Biopsychologie an der Universitt
Zrich, lsst im Gesprch durchblicken,
dass hier eine der zentralen Herausforderungen der Bemhungen um mehr
Nachhaltigkeit liege. Lthi sagt das
nicht mit Blick auf die Kerngruppe der
bereits Interessierten und Engagierten,
sondern mit Blick auf jene, die dem vieldiskutierten Schlagwort beschmt oder
gar skeptisch gegenberstehen.
Luca Bronzini und Flora Mrki sind
sich dieser Problematik bewusst. Doch
sie wissen, dass Nachhaltigkeit auch
Spass machen kann. Mrki, die ebenfalls Umweltnaturwissenschaften studiert, hat sich in einem Workshop an der
Pdagogischen Hochschule aus einem
alten Veloschlauch einen Grtel gebastelt. Und sie trgt ihn auch. Am Freitag
ziehen die beiden Hauptverantwortlichen Bilanz: 5 Tage, 48 Veranstaltungen,
rund 2500 Besucher. Gedanken ber
nachhaltiges Verhalten drften sich viele gemacht haben. Nicht alle werden
diesen Gedanken Taten folgen lassen,
das sieht auch Bronzini so. Doch es sei
bereits etwas gewonnen, wenn das Thema weiter bearbeitet werde, sagt er.
Laut Bronzini sind Studierendenvertreter aller Hochschulen in Zrich dabei,
konkrete Forderungen in Sachen Nachhaltigkeit in der Lehre auszuarbeiten.
www.nzzcampus.ch

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KPFE UND FAKTEN

.................................................................................

Nachhaltigkeitstag an der HSG

Am Mittwoch, 18. Mrz, geht an der


Universitt St. Gallen (HSG) ein Sustainable University Day ber die Bhne. Gleichzeitig handelt es sich um die
Jahrestagung eines Programms zur nachhaltigen Entwicklung an Schweizer Universitten, das von den Akademien der
Wissenschaften Schweiz getragen wird.
Wie es sich fr die HSG gehrt, ist Nachhaltigkeit an dieser Veranstaltung vor
allem im Sinne der Verantwortung der
kommenden Fhrungskrfte in Wirtschaft und Verwaltung zu verstehen:
Wie knnen Universitten Absolventen
hervorbringen, die wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Gerechtigkeit und
einem schonenden Umgang mit natrlichen Ressourcen zu verbinden wissen?
In einem Workshop am Vormittag sind
auch Studierendenorganisationen vertreten, die sich fr Nachhaltigkeit engagieren. Am abschliessenden Podium am
Nachmittag sprechen unter anderem
Thomas Bieger, Rektor der Universitt
St. Gallen, Dominique Arlettaz, Rektor
der Universitt Lausanne, und Lino
Guzzella, Prsident der ETH Zrich. Es
stehen Fragen der Lehre, Forschung und
Strategie von Universitten im Zentrum. Die Tagung ist auf Englisch. Eine
Anmeldung bis 11. Mrz ist obligatorisch, ein Formular findet sich unter
untenstehendem Link.
R. Sc.
http://sd-universities.ch/index.php

China zieht die Schrauben an

An chinesischen Universitten stehen


die Zeichen auf Winter. Wie der Economist schreibt, wurden Hochschulen
angewiesen, mehr fr die Verbreitung
der Ideologie der Kommunistischen
Partei (KP) zu tun sowie feindlichen
das heisst westlichen Einflssen zu
widerstehen. KP-Verantwortliche an
Universitten forderten marxistisches
Denken auf der ganzen Linie: in Lehrbchern, in Hrslen, in allen Kpfen.
Der chinesischen Fhrung bereiten
Hochschulen seit je Kopfzerbrechen,
gelten sie doch als Nhrboden fr Unruhe und Kritik am Regime. So drfen
sich Studierende weder mit der Tibetfrage noch mit den Protesten auf dem
Tiananmenplatz 1989 befassen. Offen
ist allerdings, ob die neueste Welle der
Parteipropaganda nachhalten sein wird.
Bildungsminister Yuan Guiren, der sich
jetzt mit markigen Worten hervortut,
hat in der jngeren Vergangenheit immer wieder signalisiert, dass er Lehrmethoden befrworte, die kritisches
Denken befrderten.
R. Sc.

BILDUNG UND GESELLSCHAFT

46

Neu Zrcr Zitung

Montag, 9. Mrz 2015 V Nr. 56

Der nonverbale Dialog zwischen Mensch und Pferd


Warum die Reitstunde ohne militrischen Kommandoton besser wird
Nach wie vor herrscht in den
meisten Reithallen ein militrischer Kommandoton vor. Doch
weil sich Reiten leichter ber
das Fhlen als ber reine Anweisungen erlernen lsst, sollte der
Unterricht handlungsorientiert
erteilt werden.

lehrt wird. Und nicht umsonst wird von


Reitkunst gesprochen, nicht jedoch von
Tennis- oder Golfkunst. Reiten ist eben
ein stndiger nonverbaler Dialog, wie
ein Pferd zu fhren ist. Es lsst sich nicht
nachahmen wie ein Handgriff, um ein
Racket oder einen Schlger richtig zu
halten. In einem ersten Ausbildungsschritt muss der Reiter am besten mit
einem gut ausgebildeten Schulpferd lernen, um die dreidimensionalen Bewegungen zu fhlen und sich passiv anzupassen. Aktives Reiten folgt erst spter.

Thomas Frei
Was mchten Sie mit Ihrem Pferd erreichen, wenn Sie zu mir in die Reitstunde kommen? Mit dieser Frage begrsst die Reitlehrerin Mirjam Krasensky jeden neuen Reitschler und sucht
gleichzeitig mit einer Berhrung den
Kontakt zum Pferd. Denn soll der
Unterricht erfolgreich werden, muss sie
zu beiden Individuen den Draht finden.
Verfgt ein neuer Schler bereits ber
Reitkenntnisse, will nicht nur er weiterkommen, auch das Pferd soll Fortschritte machen. Genussvoll wird Reiten erst,
wenn der Mensch gekonnt feine Hilfen
anwenden kann und ein Pferd unter sich
hat, das diesen Wnschen sensibilisiert
nachkommt.

Selbstndigkeit als Ziel

Arbeit und Kunst


Wie sich Mensch und Tier in ein und
derselben Unterrichtsstunde gleichzeitig ausbilden lassen, gehrt zu den besonderen Herausforderungen im Pferdesport. Ein Reiter ohne Pferd ist nur
ein Mensch, ein Reitpferd ohne Reiter
aber auch nur ein Pferd. Wie sich ein
Mensch zum Reiter und ein Pferd zum
Reitpferd formen lassen, darber werden seit Xenophon (400 v. Chr.) Bcher
herausgegeben und neue Theorien aufgestellt.
Dass Reitschler vor der Reitstunde
nach ihrem Lektionsziel befragt werden, ist die Ausnahme. Zu lange war der
Reitunterricht durch die militrische
Reiterei geprgt worden, wo die Soldaten innert weniger Monate dahin gebracht werden mussten, sicher von A
nach B zu kommen. Was blieb den Reitlehrern anderes brig, als mit militrischem Drill den Sitz, die Haltung und
die Zgelfhrung einheitlich zu schulen,
um die militrischen Vorgaben zu erreichen?
Von Reitkunst konnte in diesem Umfeld keine Rede sein, vielmehr handelte
es sich um ein Arbeitsreiten wie bei den
Cowboys in Amerika oder den Csikos

in Ungarn. In den Armeen haben die

Kommunikation zwischen Mensch und Tier.


Pferde zwar lngstens ausgedient, die
militrisch geprgten Unterrichtsmethoden herrschen in der landesblichen
Reitweise noch in vielen Reithallen vor,
als gbe es nach wie vor nur ein Ausbildungsziel zu erreichen. Der Winterthurer Psychiater Christian Weber, selber
begeisterter Reiter, hat hingegen nicht
weniger als 17 Beweggrnde definiert,
die Menschen im 21. Jahrhundert zum
Pferd bringen. Reiten ist vor diesem
Hintergrund nicht mehr einfach zu
Pferd sitzen.
Msste ein Ausbilder allerdings nur
auf die reiterlichen Wnsche eingehen
knnen, htte er es beim Unterricht einfach. Anspruchsvoll wird seine Aufgabe, wenn er die Lektionen auf die
individuellen anatomischen Eigenheiten von Mensch und Pferd abstimmen
muss. Wie will ein Reiter mit kurzen
Beinen Schenkelhilfen geben knnen
auf einem Pferd mit ausgeprgter Rippenwlbung? Der Wille kann noch so
gross sein, aber den Unterschenkel
bringt er nicht ans Pferd. Den korrekten
Sitz fr den Reiter gibt es deshalb so

VALERIA STREUN

wenig wie eine allgemein gltige Haltung fr das Pferd.

Was heisst schon korrekt?


Als Erster hat der deutsche Sportpdagoge Eckart Meyners auf dieses
Problem hingewiesen und mit der Aussage Den korrekten Sitz gibt es nicht!
die traditionelle Reiterwelt herausgefordert. Es brauchte Jahre, bis seine
Feststellung akzeptiert wurde und die
Hippo-Koryphen zu verstehen begannen, was er damit meinte. Meyners
stellte nicht die Reitlehre infrage, sondern liess nur Wissen aus der Bewegungslehre in die Reiterei einfliessen.
Ziel seiner Methode war, dem Reiter
zu vermitteln, wie der Krper funktioniert und wie der Krper mit den Bewegungen des Pferdes korrespondieren
muss. Seine Anweisungen erstaunten
ganze Hrsle, wenn er das von Reitlehrern geforderte Kopf hoch zuerst
ber Becken aufrichten einleitete und
sichtbar besseren Erfolg hatte. Ob Reiter nun eine Herausforderung im Sport

suchen oder stilles Glck und Erholung


in der Freizeit auf einem gemtlichen
Ausritt die bereinstimmung von
Mensch und Pferd in feiner Bewegungsharmonie gehrt zur Faszination des
Reitsports. Ist im Springsport ein zentaurhaftes Verschmelzen geradezu eine
Voraussetzung, um zu einer Chance auf
einen Platz auf der Ehrenrunde zu kommen, sehnt sich der Freizeitreiter nicht
weniger danach. Zweifellos bemhen
sich viele Reitlehrer landauf, landab mit
Herzblut, ihren Schlern das Reiten
beizubringen. Die Prinzipien des Reitens scheinen aber viele nicht verstanden zu haben, weil sie selten genug ber
den lernenden Menschen und seine biologischen Voraussetzungen wissen. Mit
dem Resultat, dass sich das erhoffte
Glck der Erde auf dem Rcken der
Pferde nicht einstellen will.
Reiten lernen hat in Schritten zu erfolgen und stellt ungleich hhere Anforderungen als eine andere Sportart. Vielleicht ist das der Grund, weshalb Reitsport obwohl eine olympische Disziplin an keiner Sporthochschule ge-

Sportpdagoge Meyners beurteilt Reiten nicht als eigentlichen Sport, vielmehr sieht er darin eine Lebensform
und fordert von den Reitlehrern, ihre
Schler zur Selbstndigkeit zu fhren.
Es msse das Ziel sein, dass sie fr sich
und das Pferd mglichst in jeder Situation eigenstndig Entscheidungen treffen und sich durchsetzen knnten. Reitunterricht muss fr ihn handlungsorientiert sein und sich nicht auf reaktiv umzusetzende Anweisungen beschrnken.
Handlungsorientierten Reitunterricht sieht Meyners als einen schleraktiven und ganzheitlichen Unterricht,
ganzheitlich verstanden als ein gefhlsmssiges und psychomotorisches Lernen, wobei Reitlehrer und -schler den
Unterrichtsprozess gemeinsam organisieren. Freilich knnen Reiter allein oft
schwer abschtzen, was sie sich und
ihren Pferden zumuten knnen. Um gewnschte Ziele anvisieren zu knnen,
haben Lehrer und Schler als Erstes im
Dialog eine Bestandesaufnahme als
Ausgangspunkt vorzunehmen.
Wrde vermehrt handlungsorientiert
unterrichtet, ist sich Meyners sicher,
gbe es weniger frustrierte Reiter, die
sich jahrelang fleissig unterrichten lassen und doch nicht vorankommen in
ihren reiterlichen Fhigkeiten. Im anweisungsorientierten Unterricht wird er
in eine Form gepresst, lernt nicht, Funktionen zu erfhlen und zu erleben. Die
Erklrung dazu liefern die Funktionen
der beiden Gehirnhlften: analytisches
Denken und logische Vorgnge passieren links, die Fhigkeiten der rechten
Gehirnhlfte liegen unter anderem bei
Gefhlen, beim Krperbewusstsein und
beim Erkennen von Bildern. Sie interessiert sich fr das Ganzheitliche. Handlungsorientierter Unterricht bringt den
Reiter dazu, allein sachgerechte Entscheidungen fr sein Pferd und sich zu
treffen.

Reiten ist die komplexeste Sportart berhaupt


Der Dozent fr Sportpdagogik Eckart Meyners ber die Ausbildung von Mensch und Pferd

Beim Reiten sind Mensch und Pferd


gleichzeitig in Bewegung. Worauf ist im
Unterricht besonders zu achten?
Viele Reitlehrer verstehen viel von den
Bewegungsablufen der Pferde, oft aber
relativ wenig von den ganzheitlichen
krperlichen Zusammenhngen beim
Menschen. Doch das ist fr den Reitlehrer nur eine Schwierigkeit beim Erteilen von Reitunterricht. Jedes PferdReiter-Paar ist individuell, das wegen
den gegebenen anatomischen Eigenheiten nicht einmal unbedingt zusammenpasst. So verwundert es nicht, wenn das
Pferd bei offensichtlichen Schwchen
des Reiters das erhoffte Ziel nicht erreichen und weder der Reiter vom Pferd

noch das Pferd vom Reiter etwas lernen


kann. Diese gegenseitige Abhngigkeit
erschwert den Unterricht zustzlich.
Weil Reitlehrer zu diesen Zusammenhngen sehr wenige Anhaltspunkte hatten, sah ich vor bald vierzig Jahren fr
meine Bewegungslehre fr Reiter eine
Chance. Der moderne Mensch verfgt
nicht ber gengend Kompetenz, mit
seinem Krper umzugehen. Ein wichtiger Grundsatz der Bewegungslehre lautet schliesslich: Die Ursache eines Fehlers ist nie dort zu finden, wo sie gesehen wird. Ein Reiter muss sich heranfhlen, wie seine kleine Masse die viel
grssere Masse Pferd unter ihm in Bewegung zu setzen versteht.
Wo liegen die Grnde dafr, dass ausgerechnet beim Reitunterricht Methodik
und Didaktik so lange keine Bercksichtigung fanden?
Wer in frheren Zeiten ritt, entstammte
vorwiegend einem Umfeld, in dem Pferde den Alltag bestimmten. Der Umgang
mit dem Pferd musste bei diesen Vorgaben also nicht erst beigebracht werden. Die Didaktik war deshalb schon in
der Methodik enthalten. Heute dagegen
unterscheiden sich die Reiter fundamental von ihren Vorgngern, was von
den Ausbildern nicht oder zu wenig bemerkt wurde.

Es gibt verschiedenste Grnde, weshalb


man heute zum Pferd kommt. Wie sind
diese im Unterricht zu bercksichtigen?
Das ist eine der zentralen Nahtstellen.
Die wenigsten wollen noch sportiv reiten, die Mehrheit will einfach Spass am
Umgang mit den Pferden haben. In diesem Fall ist Empathie beim Reitlehrer
besonders wichtig, um eine Symbiose
zwischen Mensch und Pferd entstehen
zu lassen. Diese Leute sind, weil sie das
.................................................................................

Mensch und
Pferd sind eine
Einheit.

PD

Sie bezeichnen das Reiten als die komplexeste Sportart. Was unterscheidet Reiten denn von anderen Sportarten?
Der Unterschied zu einer anderen
Sportart ist schon darin zu sehen, dass
wir es beim Reiten mit zwei beseelten
Lebewesen zu tun haben. Der Reiter
muss deshalb ber sehr viel Sensibilitt
verfgen, um im richtigen Augenblick
agieren oder reagieren zu knnen. Und
diese Fhigkeit sollte er erst noch in
relativ kurzer Zeit entwickeln. Doch es
dauert Jahre, bis man in der Lage ist, das
Pferd zu fhlen, um danach ber Reiterhilfen auf es einwirken zu knnen.

Eckhart Meyners
Sportpdagoge

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Pferd als ihr kostspieliges Hobby ausgewhlt haben, meistens emotional hochmotiviert, auch wenn sie nicht unbedingt gute Beweger sind. Trotzdem mssen die Pferde richtig bedient werden.
Damit dies aber mglich wird, hat der
Ausbilder nun dem Reiter Aufgaben zu
stellen, damit er als Erstes die bewegungsmssige Verwobenheit zwischen
Pferd und Reiter zu fhlen versteht.

Sie propagieren ein handlungsorientiertes Unterrichtskonzept. Ist das erst ab


einer gewissen Stufe mglich oder bereits
von Anfang an?
Bei einem handlungsorientierten Unterricht wird die Selbstttigkeit des Lernenden von Beginn an als Einheit von
Kopf, Herz und Hand, wie Johann Heinrich Pestalozzi schon vor 200 Jahren
sagte, in den Mittelpunkt gestellt. Leider ist diese Unterrichtsmethode nie in
der Reiterei angekommen es ging ja
auch anders. Bei dieser Methode wird
der Reitschler vom Ausbilder so bald
als mglich aktiv in den Unterrichtsprozess einbezogen und soll erst gar nicht
lernen, auf meistens zu viele und gleichzeitig erteilte Instruktionen zu reagieren. Dazu habe ich meine Ausbildungsskala fr den Reiter erstellt. Als Erstes
muss er die Bewegungen fhlen lernen.
Der nchste Schritt ist, sich der Bewegung des Pferdes anzupassen. Aktives
Reiten erfolgt erst sehr viel spter.
Handlungsorientierten Reitunterricht sehen Sie unter anderem als praktizierten
Tierschutz. Weshalb?
Eine Reitlehre muss auf einer tierschutzorientierten Ausbildung basieren.
Wenn man diese aber nicht in den Mittelpunkt stellt, gibt es Probleme mit
dem Tierschutz. Der Schler muss fr

sich und sein Pferd sachgerechte Entscheidungen treffen knnen. Zudem


dient ein verbessertes Bewegungsgefhl
des Reiters vor allem dem Pferd: Reiter
knnen besser mit dem Pferd verschmelzen und stren weniger dessen
Bewegungen. Beide entwickeln sich
leichter zur Einheit und lassen ein harmonisches Gesamtbild entstehen.
Und wenn im Unterricht das Hauptaugenmerk auf die Ausbildung des Pferdes gerichtet ist wie ist da vorzugehen?
Nicht anders. Beim Reiten sind Mensch
und Pferd als Einheit zu sehen. Ein Reiter, der sich vor dem Reiten oder Turniereinsatz am Boden vorbereitet, erleichtert dem Pferd die Arbeit, weil er
gefhlvoller und gezielter einwirken
kann. In meiner jahrelangen Arbeit
konnte ich bei fast jedem Pferd sofort
deutliche positive Vernderungen erkennen, wenn mit dem Reiter zuvor gebt wurde. Die Pferde gehen mit mehr
Gelassenheit ans Werk und knnen teilweise Lektionen vollziehen, die sie vorher nicht zeigen konnten, weil der Reiter sie blockierte.
Interview: Thomas Frei
Eckart Meyners ist Bewegungswissenschafter und
beschftigt sich seit ber 40 Jahren mit dem Reitersitz
und einem handlungsorientierten Unterricht.