Weimarer Republik: Zeitstrahl & Parteien | StudySmarter

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Weimarer Republik

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Weimarer Republik

Demokratie, Freiheit, Wahlen und Parteien – das sind die Werte, auf denen die heutige Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde. Doch bereits zwischen 1918 und 1933 bestanden diese Werte in der ersten parlamentarischen Demokratie Deutschlands: der Weimarer Republik. Hier erhältst Du einen Überblick zu den wichtigsten Stationen dieser Epoche.

Im Anschluss kannst Du, mithilfe von vielen weiteren Erklärungen hier auf StudySmarter, Dein Wissen vertiefen und mehr zu einzelnen Ereignissen und Krisen der Weimarer Republik erfahren.

Weimarer Republik Zusammenfassung

Die Epoche der Weimarer Republik löste die Kaiserzeit und damit auch die Herrschaftsform der konstitutionellen Monarchie in Deutschland ab. Beginnend mit der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wurde Deutschland erstmals zu einer parlamentarischen Demokratie. Der offizielle Staatsname "Deutsches Reich" wurde auch nach dem Regierungs- und Verfassungswechsel beibehalten. Um "Reich" zu vermeiden, wurde der Staat "Deutsche Republik" genannt, denn das klang weniger nach einem Imperium, das danach strebte, sich militärisch auszudehnen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff "Weimarer Republik" geprägt. Dadurch wurde daran erinnert, dass der erste Tagungsort der Verfassungsgebenden Nationalversammlung in der Stadt Weimar war.

Zentrale Prinzipien der Weimarer Verfassung

Damit Du eine grobe Vorstellung von dem System der Weimarer Republik erhältst, sind die zentralen Prinzipien hier für Dich zusammengefasst:

  • Die Volkssouveränität war in Artikel 1 der Weimarer Verfassung festgeschrieben.

  • Gewaltenteilung und Grundrechte galten für jeden Menschen in der Weimarer Republik.

    • Nach Artikel 109 und 119 waren Frauen erstmals staatsbürgerlich und familienrechtlich gleichgestellt mit Männern.

  • Diverse deutsche und internationale demokratische Traditionen wurden in der Weimarer Verfassung zusammengeführt.

  • Die Kompetenzen des Reiches wurden erweitert.

  • Die Bismarck’sche Sozialgesetzgebung wurde ausgebaut.

Positionen und Merkmale der Weimarer Verfassung

In einer parlamentarischen Demokratie (auch repräsentative Demokratie genannt) der Herrschaftsform der Weimarer Republik, werden politische Entscheidungen nicht direkt durch das Volk, sondern durch Abgeordnete getroffen. Die Abgeordneten werden als Volksvertreter gewählt, sie können aber eigenverantwortlich Entscheidungen treffen. Alle Abgeordneten arbeiteten so auch in der Weimarer Republik zusammen in einem Parlament, daher kommt die Bezeichnung "parlamentarische Demokratie".

Weimarer Republik Wappen StudySmarterAbb. 1: Wappen Weimarer Republik

Reichskanzler Weimarer Republik

Der Reichskanzler war der Regierungschef der Weimarer Republik. Bereits im Deutschen Kaiserreich hatte es einen Ministerposten mit diesem Titel gegeben. Die Weimarer Verfassung griff den Titel erneut auf. Da die Weimarer Republik eine parlamentarische Demokratie war, handelte der Reichskanzler als Mitglied der Reichsregierung, er hatte aber durchaus besondere Rechte, die ihn von den Reichsministern abhob.

Der Reichskanzler wurde durch den Reichspräsidenten ernannt. Allerdings konnte der Reichstag die Entlassung jedes Regierungsmitglieds fordern, falls nötig, so auch die des Reichskanzlers.

In der Zeit der Weimarer Republik gab es insgesamt 13 Amtsträger, Friedrich Ebert war der erste Reichskanzler. Der letzte Reichskanzler war Kurt von Schleicher.

Reichspräsident Weimarer Republik

Der Reichspräsident, das Staatsoberhaupt in der Weimarer Republik, wurde direkt vom Volk für sieben Jahre gewählt. Er konkurrierte mit dem Reichstag, hatte den Oberbefehl über die Reichswehr und konnte den Reichstag auflösen, sowie den Reichskanzler ernennen und entlassen. Außerdem war es möglich, dass der Reichspräsident den Ausnahmezustand aussprach und über Notverordnungen ohne den Reichstag regierte. Der erste Reichspräsident, Friedrich Ebert (SPD) setzte sich ab 1919 dafür ein, die demokratische Republik zu gestalten. Sein Nachfolger Paul von Hindenburg nutzte ab 1925 seine Macht, um antidemokratische Strömungen in autoritären Präsidialkabinetten zu unterstützen.

Zu Reichspräsident Hindenburg findest Du eine eigene spannende Erklärung hier auf StudySmarter!

Dies führte zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler, der sich nach Hindenburgs Tod 1934 die Rollen des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers übernahm und so endgültig das Ende der Weimarer Republik herbeiführte. Hitler machte die Verfassung der Weimarer Republik nahezu unwirksam.

Weimarer Republik Parteien

Parteien bildeten einen wichtigen Bestandteil der Weimarer Republik. In Wahlen sollte die Bevölkerung, wie heute auch, die Partei wählen, die den eigenen politischen Interessen am besten entsprach. Im Parlament sollten die Parteien dann gemeinsam politische Entscheidungen treffen. Dabei hatte die Stimme einer Partei so viel Gewicht, wie es dem Anteil ihrer Wählenden entsprach.

Die Deutsche Demokratische Partei (DDP), die Zentrumspartei (Z) und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) bauten in der Weimarer Republik gemeinsam die parlamentarische Demokratie auf und gestalteten diese. Die SPD war mit 39,9 % die politisch einflussreichste Partei in der neuen Regierung. Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) spaltete sich 1917 von der SPD ab, weil sie gegen den Ersten Weltkrieg war.

Verfassungskritische Parteien

Neben den Parteien, die die Republik aufbauen, gestalten und erhalten wollten, gab es auch Parteien, die die neue Verfassung zerstören und umstürzen wollten. Die Deutsch-Nationale Volkspartei (DNVP) und die Deutsche Volkspartei (DVP) bekämpften die Demokratie beziehungsweise standen ihr sehr kritisch gegenüber. Auch die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) versuchten die Weimarer Republik aufzulösen und strebten die ein kommunistisches System (KPD) beziehungsweise eine Diktatur (NSDAP) an. Die KPD versuchte durch Massenstreiks und Protestaktionen Menschen gegen die Demokratie zu mobilisieren. Dabei stand die NSDAP hinter Adolf Hitler und propagierte die antisemitische NS Ideologie.

Weimarer Republik Zeitstrahl

Einen ersten Eindruck von den Geschehnissen in der Weimarer Republik, bekommst Du durch den Zeitstrahl, der die Entwicklungen bis 1933 umfasst:

Etappen in der Weimarer Republik

Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich in vier Abschnitte unterteilen:

  1. Die Gründung

  2. Die Krisenjahre 1919 bis 1923

  3. Die Jahre der Stabilität 1924 bis 1929

  4. Die Phase ab der Weltwirtschaftskrise 1929

Diese wichtigen Stationen geben Dir einen ersten Eindruck davon, was Dich in diesem Themengebiet erwartet. Wenn Du mehr zu den jeweiligen Stichworten erfahren möchtest, klicke Dich durch die anderen Artikel zum Thema Weimarer Republik – dort kannst Du Dein Wissen vertiefen.

Oktoberreformen

Die Oktoberreformen waren eine Reihe von Verfassungs- und Gesetzesänderungen, die gegen Ende des Ersten Weltkrieges umgesetzt wurden. Durch die Oktoberreformen wurde erstmals ein parlamentarisches Regierungssystem in Deutschland eingeführt. Das stärkte auch das Parlament als Organ der Exekutive. Doch noch behielt der Kaiser seine Position als Monarch von Deutschland. Er hatte das Recht, den Reichskanzler zu ernennen und hatte die Kommandogewalt.

Novemberrevolution

Der zentrale Ausgangspunkt für die Gründung der Weimarer Republik war die Novemberrevolution. Diese wurde von meuternden Matrosen zum Ende des Ersten Weltkrieges hin angestoßen und führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zu der Gründung der parlamentarischen Demokratie, die in der Weimarer Verfassung festgeschrieben wurde.

Hitlerputsch 1923

Unter dem Hitlerputsch, der manchmal auch der Bierkeller-Putsch genannt wird, wird der gescheiterte Putschversuch vom 8. und 9. November 1923 verstanden. Durchgeführt wurde der Hitlerputsch von der NSDAP unter Adolf Hitler und Erich Ludendorff. Ziel des Putsches war, mithilfe der rechtskonservativen bayerischen Landesregierung und Verwaltung die Reichsregierung in Berlin nach dem Vorbild Mussolinis zu stürzen.

Dabei erklärte Hitler die Regierung des Deutschen Reichs und Bayern für abgesetzt und ernannte sich selbst zum Reichskanzler. Die Demonstration, der "Marsch zur Feldherrnhalle", wurde aber von der Polizei aufgelöst und Hitler wurde verhaftet.

Die Goldenen Zwanziger

Nach der erfolgreichen Währungsreform verbesserte sich der Lebensstandard in der Weimarer Republik. Es kam zum Aufleben der Massenkultur und auch im Bereich der Kunst etablierten sich avantgardistische (fortschrittliche) Strömungen. Diese Ära wird oft "die goldenen Zwanziger" genannt. Vor allem in der Freizeit gab es für die Bürgerinnen und Bürger durch die normalisierte politische und wirtschaftliche Lage und neue Erfindungen wie das Kino oder Radio neue Möglichkeiten. In der Bevölkerung wurden kulturelle Freiheit und Vergnügen immer wichtiger.

Nicht nur zu den Goldenen Zwanzigern, sondern auch zur Währungsreform findest Du hier auf StudySmarter eine interessante Erklärung!

Weltwirtschaftskrise 1929

Im Oktober 1929 begann die Weltwirtschaftskrise und immer mehr Deutsche wurden arbeitslos. Das soziale System, das aufgrund der Sozialdemokraten eine wichtige Rolle in der politischen Gestaltung der Weimarer Republik spielte, brach zusammen.

Scheitern der Weimarer Republik

Die allgemeine Stimmung der Gesellschaft spiegelte sich schließlich in den folgenden Reichstagswahlen im Jahr 1932 wider. Die NSDAP, unter der Führung von Adolf Hitler, welche sich offen für den Sturz des sozialen parlamentarischen Systems aussprach, erhielt 37 % der Stimmen. Auch die KPD, ebenfalls kritisch dem parlamentarischen System gegenüber, konnte 14 % erreichen. Über die Hälfte der Bevölkerung hatte damit gegen die alten Parteien und das demokratische System gestimmt. Es begannen riesige Protestmärsche gegen die Republik.

Weimarer Republik – Das Wichtigste

  • Zwischen 1918 und 1933 bestand die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland: die Weimarer Republik.
  • In der Herrschaftsform der parlamentarischen Demokratie, manchmal auch repräsentative Demokratie genannt, werden politische Entscheidungen nicht direkt durch das Volk, sondern durch Abgeordnete getroffen.
  • Der Reichskanzler war der Regierungschef der Weimarer Republik. Als Staatsoberhaupt ernannte und entließ der Reichspräsident den Reichskanzler. Der Reichspräsident wurde direkt vom Volk für sieben Jahre gewählt.
  • Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich in vier Abschnitte unterteilen: die Gründung, die Krisenjahre 1919 bis 1923, die Jahre der Stabilität 1924 bis 1929, die Phase ab der Weltwirtschaftskrise 1929.
  • 1933 scheiterte die Weimarer Republik mit der Machtübernahme Hitlers. Er hebelte die Demokratie aus und machte eine Diktatur daraus. Die Zeit des Nationalsozialismus begann.

Nachweise

  1. Bundestag. Abgerufen unter: https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/parlamentarismus/weimar
  2. Lebendiges Museum Online. Abgerufen unter: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik
  3. Abb. 1 - "Wappen Weimarer Republik" by David Liuzzo (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:David_Liuzzo) by the original from Emil Doepler (1919) licensed under Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Weimarer Republik

Die Weimarer Republik war von Instabilität geprägt. Die Wirtschaft erholte sich nur langsam nach dem ersten Weltkrieg und die Arbeitslosigkeit war groß. Zusätzlich konnte die Demokratie durch eine schwache Verfassung nicht aufrecht gehalten werden.

Die Weimarer Republik beschreibt den deutschen Staat und seine Staatsform zwischen 1918 und 1933. Die Republik enstand am Ende des Ersten Weltkrieges durch die Novemberrevolution. Die Weimarer Republik stellte sich als instabil heraus.

Die Weimarer Republik war eine förderative Republik und bildete somit erstmals eine Demokratie in der deutschen Geschichte. Dennoch war die Republik von politischen Unruhen geprägt.

Der Name von der Weimarer Republik stammt von der Stadt ab, in der die Verfassung der Republik 1919 beschlossen wurde.

Finales Weimarer Republik Quiz

Frage

Was waren demokratische Errungenschaften der Weimarer Republik im Vergleich zum Kaiserreich?

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Antwort

  • allgemeines Verhältniswahlrecht für Männer und Frauen
  • Wahl des Reichspräsidenten direkt durch das Volk
  • Volksbegehren und Volksentscheid als plebiszitäre Elemente
  • parlamentarische Verantwortlichkeit der Regierung, Misstrauens-votum
  • Katalog liberaler und sozialer Grundrechte

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Frage

Wieso war die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten ein Wendepunkt der Weimarer Republik?

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Antwort

Die alten, konservativen Eliten erlangten damit die zentrale Machtposition der Republik

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Frage

Welche wirtschaftlichen Probleme gab es in der Weimarer Republik nach 1924?

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Antwort

  • Hohe Abhängigkeit von ausländischen Krediten (v.a. aus der USA) 
  • Geringe Binnennachfrage und entsprechend hohe Abhängigkeit von Exporten 
  • Dauerkrise der Landwirtschaft, die wegen fehlender Modernisierung international wenig konkurrenzfähig, hoch verschuldet und abhängig von Staatshilfen war.

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Frage

Was ist der Black Friday und wann fand dieser statt?

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Antwort

Am 25. Oktober 1929, dem sog. Black Friday, platzte an der New
Yorker Börse eine gewaltige Spekulationsblase. Damit fand der wirtschaftliche Boom der Nachkriegszeit ein abruptes Ende.

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Frage

Was war die Reaktion der USA auf den Börsencrash?

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Antwort

  • Rücknahme kurzfristiger Kredite an das Ausland
  • Schutzzölle um heimische Unternehmen zu schützen 


Beide Maßnahmen führten dazu, dass sich die Wirtschaftskrise nicht nur auf die USA sondern auf die gesamte Welt auswirkte

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Frage

Welche Folgen hatte die Weltwirtschaftskrise für die deutsche Demokratie?

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Antwort

Die Weltwirtschaftskrise destabilisierte die Weimarer Republik, weil es den Regierungen nicht gelang, die wirtschaftlichen Probleme und deren katastrophale soziale Auswirkungen zu entschärfen. Diese Entwicklung führte bei großen Teilen der Bevölkerung zu einem Legitimationsverlust der Demokratie.

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Frage

Wieso konnte zwischen 1930 und 1933 keine parlamentarische Mehrheit für eine Regierung gefunden werden?

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Antwort

Dies lag vor allem an den Stimmenzuwachs der antidemokratischen Parteien (Nationalsozialisten und Kommunisten) 

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Frage

Wieso hatte Präsident Hindenburg eine entscheidende Rolle zwischen 1930 und 1933?

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Antwort

Er setzte von seinem Vertrauen abhängige Reichskanzler und Minderheitenregierungen ein, was zu einem Bedeutungsverlust des Parlaments führte. Als großes Problem erwies sich, dass Hindenburg immer stärker unter den Einfluss antidemokratischer Berater aus dem Kreis der alten Eliten geriet, von denen er zum Übergang zur autoritären Präsidialherrschaft gedrängt wurde

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Frage

Wann und wieso wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt?

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Antwort

  • NSDAP war 1932 stärkste Partei und wurde Hitler wurde als Parteivorsitzender Reichskanzler mit der Bildung einer Regierung beauftragt
  • Die Regierung bestand aus NSDAP, DNVP und parteilosen Konservativen - Hoffnung Hitler mit einer Koalition zu zähmen 

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Frage

Wieso gab es November 1932 Neuwahlen?

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Antwort

Hitler verlangte nach der im Juli 1932, in der die NSDAP mit 37% der Stimmen als stärkste Kraft hervorging, die Reichskanzlerschaft.

Diese wurde Ihm von Hindenburg verwehrt und unterstütze die Regierung von Franz von Papen. Diese verlor am ersten Tag des neuen Reichstag ein Misstrauensvotum und der Reichstag wurde von Hindenburg aufgelöst, so dass es am 6. November 1932 erneut Wahlen statt fanden

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Frage

Wer wurde vor Hitler als Reichskanzler im Jahr 1932 ernannt?

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Antwort

Hindenburg ernannte Kurt von Schleicher am 3. Dezember 1932 als neuen Reichskanzler. 


Schleicher beabsichtigte in seinem sogenannten Querfront-Konzept, durch ein Bündnis von Reichswehr, berufsständischen Organisationen und der Arbeiterschaft quer zum Parteiensystem eine breite Basis in der Bevölkerung zu gewinnen. 


Durch die Weigerung der Gewerkschaften an einer Zusammenarbeit war dessen Konzept bereits Anfang Januar 1933 gescheitert.

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Frage

Welche Rolle spielte Franz von Papen bei der Ernennung von Hitler als Reichskanzler?

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Antwort

Papen führte Sondierungsverhandlungen mit Hitler, um in die Regierung zurückzukehren (mit Zustimmung von Hindenburg)

Papen überzeugte Hindenburg davon, dass ein von einer konservativen Kabinettsmehrheit "eingerahmter" und neutralisierter NSDAP-Führer als Träger der Regierungsgewalt eine überschaubare Gefahr bedeute.

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Frage

Welches Gerücht führte zur Ernennung Hitlers als Reichskanzler?

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Antwort

Gerüchts über einen unmittelbar bevorstehenden Militärputsch in einer hektischen Atmosphäre. 


Angeblich plante der damals amtierende Reichskanzler Schleicher mit der Verhaftung Hindenburgs, die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zu verhindern.

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Frage

Gab es nur einen Grund für das Scheitern der Weimarer Republik?

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Antwort

Nein, es gab mehrere Gründe für das Scheitern.

Dazu gehören u.a. der Terror der NSDAP, die Wirtschaftskrise, der Versailler Vertrag und die linksextreme KPD.

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Frage

Was waren Gründe für die Parlamentisierung des Reichs?

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Antwort

  • Druck des US Präsidenten Wilsons mit dem "14 Punkte Plan"
  • Vermeidung einer „Revolution von unten“ wie in Russland durch die „Revolution von oben“;
  • Abwälzen der Verantwortung für die Niederlage auf die Politiker; damit konnten die Militärs behaupten, das Heer sei unbesiegt geblieben, aber die Heimat sei der kämpfenden Truppe in den Rücken gefallen („Dolchstoßlegende“).

Frage anzeigen

Frage

Wer wurde 1918 zum Reichskanzler ernannt?

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Antwort

Am 3. 10. 1918 ernannte Wilhelm II. Prinz Max von Baden zum Reichskanzler. Er bildete die erste parlamentarische Regierung des Reichs aus MSPD, Zentrum und Fortschrittspartei

Frage anzeigen

Frage

Was war der Auslöser der November-Revolution?

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Antwort

Trotz des Eingeständnisses der militärischen Niederlage befahl die Marineleitung das Auslaufen der Flotte. Die Matrosen weigerten sich, ein Matrosenrat übernahm in Wilhelmshaven die Macht (5.11.1918)

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Frage

Was passierte am 9. November 1918 in Deutschland? 

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Antwort

Am 9.11.1918 übertrug Reichskanzler von Baden die Regierung an Friedrich Ebert (MSPD) und verkündete die Abdankung des Kaisers

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Frage

Was waren die Ziele der MSPD um Friedrich Ebert?

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Antwort

Die MSPD wollte einen geordneten Übergang zu neuen Verhältnissen. Ebert vereinbarte mit der OHL, das Militär zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung einzusetzen („Ebert-Groener-Pakt“, 10. 11.). Zunächst sollte eine Nationalversammlung gewählt werden, die über die künftige Staatsform entscheide. Die bisherigen Mehrheits- parteien des Reichstags (Zentrum, Fortschrittspartei, SPD) sollten die Übergangsregierung bilden.

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Frage

Was waren die Ziele der USPD?

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Antwort

Die USPD und besonders der Spartakusbund strebten eine grundlegende revolutionäre Umgestaltung an, eine Räterepublik nach russischem Vorbild. Alle Macht im Staat sollte auf die Arbeiter- und Soldatenräte übergehen, ein Zentralrat sollte die oberste Gewalt ausüben.

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Frage

Was passierte auf dem Spartakus-Aufstand im Januar 1919?

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Antwort

Den so genannten Spartakus-Aufstand (Januar 1919) ließ der Volksbeauftragte Noske (MSPD) durch Freikorps niederschlagen. Die Spartakus-Führer Liebknecht und Luxemburg wurden dabei ermordet.

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Frage

Welche territorialen Veränderungen enthielt der Versailler Vertrag?

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Antwort

Im Westen fiel Elsass-Lothringen an Frankreich und Eupen-Malmedy an Belgien. 


Das Saargebiet wurde für 15 Jahre dem Völkerbund unterstellt. 


Die Verfügungsgewalt über die Kohlegruben erhielt Frankreich. Das Rheinland wurde „entmilitarisiert"

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Frage

Was waren die militärischen Einschränkungen des Versailler Vertrags?

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Antwort

Zudem wurde Deutschland entmilitarisiert: Alle Waffen mussten ausgeliefert werden, die Stärke des Heeres und der Marine wurden stark begrenzt. Die Wehrpflicht wurde verboten, Luftwaffe und Unterseeboote durften nicht unterhalten werden, die Flotte war auszuliefern und alle Festungen zu schleifen.

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Frage

Was war der Kriegsschuldartikel im Versailler Vertrag?

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Antwort

Der „Kriegsschuldartikel“ (Art. 231) machte Deutschland als Urheber des Kriegs für alle Schäden verantwortlich und sollte dazu dienen, alle Wiedergutmachungsleistungen rechtlich zu begründen

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Frage

Was war schnell Hauptziel der deutschen Außenpolitik?

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Antwort

Die Revision des Vertrags von Versailles

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Frage

Was begünstigte das Enstehen von Splitterparteien in der Weimarer Republik?

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Antwort

Das Verhältniswahlrecht

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Frage

Was war ein gesellschaftliches Problem in der Weimarer Republik?

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Antwort

Die große personelle Kontinuität vom Kaiserreich zur Republik in den wichtigen Staatsorganen – in Beamtenschaft, Justiz – und im Militär, die der Republik mehrheitlich distanziert bis feindlich gegenüberstanden und – vor allem bei Angriffen von rechts – der jungen Republik wenig Schutz gewährten

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Frage

Welche politischen Probleme erfuhr die Weimarer Republik?

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Antwort

Politische Probleme entstanden durch eine Parteienlandschaft, deren stetig wachsende linke und rechte Flügel nicht mit den Prinzipien der parlamentarischen Demokratie übereinstimmten und deren Ziel es war, die Regierung – auch gewaltsam – zu stürzen

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Frage

Wie hoch waren die Reparationsleistungen für Deutschland nach dem 1. Weltkrieg?

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Antwort

132 Milliarden Mark

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Frage

Was war der Ruhrkampf?

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Antwort

Einen Rückstand bei den deutschen Reparationsleistungen nahm Frankreich zum Anlass, das Ruhrgebiet als „produktives Pfand“ zu besetzen (1923) und die geförderte Kohle zu beschlagnahmen. Die Reichsregierung rief den passiven Widerstand aus

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Frage

Was führte zur hohen Inflation nach dem 2. Weltkrieg?

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Antwort

  • Kriegsfinanzierung über Kredite, zusätzliche Kosten für Reparationen, die Versorgung der Kriegsopfer sowie die Verzinsung und Tilgung der Anleihen nach Kriegsende hatten zu einer hohen Staatsverschuldung
  • Deutsche Kapitalbesitzer legten ihr Geld im Ausland an und verschlechterten den Wechselkurs


-> Folge war dass mehr Papiergeld ausgegeben wurde

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Frage

Welche zwei Faktoren führten zum Erfolg der Währungsreform?

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Antwort

  • Zum einen übernahm die neu geschaffene Rentenbank die Kontrolle über das Zahlungsmittel und legte die Geldnotenpresse still. 
  • Zum anderen gewannen die Bürger wieder Vertrauen in das Geld.

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Frage

Wann wurde Deutschland in den Völkerbund aufgenommen?

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Antwort

1926

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Frage

Was war der Young Plan (1930)?

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Antwort

Festsetzung der endgültigen Höhe und der Jahresraten der Reparationen; vertragliche Regelung für die Räumung des Rheinlandes.

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Frage

Was waren die Folgen des Börsencrash?

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Antwort

  • Der Zusammenbruch der amerikanischen Hochkonjunktur verringerte den internationalen Warenaustausch;
  • Schutzzölle in Europa verschärften den Rückgang des Handels;
  • die Rückforderung amerikanischer Auslandskredite vor allem aus Europa beschleunigte die Rezession;
  • das nachfolgende Übergreifen der Wirtschaftskrise auf Europa verstärkte die Talfahrt der amerikanischen Wirtschaft.

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Frage

Wie griff die amerikanische Krise auf Deutschland über?

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Antwort

  • Drohende Zahlungsunfähigkeit deutscher Banken durch die Kündigung europäischer Gelder nach den Reichstagswahlen 1930;
  • Nach Kündigung privater Einlagen zeitweise Schließung der Banken;
  • Leitzinserhöhung durch die Reichsbank, Verbot der Kapitalausfuhr.

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Frage

Wie reagierte Reichskanzler Brüning auf die Wirtschaftskrise?

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Antwort

Reichskanzler Brüning hoffte, mit der Kürzung der Beamtengehälter, Herabsetzung der Arbeitslosenhilfe, Zurückstellung von öffentlichen Investitionen sowie Steuererhöhungen die Krise zu meistern und die Streichung der Reparationen wegen Zahlungsunfähigkeit zu erreichen. Dies verschärfte die Wirtschaftskrise

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Frage

Was waren die wesentlichen Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik?

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Antwort

  • Mangelnde Akzeptanz der Demokratie in Justiz und Beamtenschaft autoritäre Tradition des Staatsdenkens: „Republik ohne Republikaner“;
  • Verfassungsdualismus: parlamentarische Regierungsverantwortung und plebiszitär gewählter Reichspräsident mit großer Machtfülle;
  • keine stabile Mehrheit für systemtragende Parteien, zudem Verantwortungsscheu und -unfähigkeit der Parteien
  • Vertrauensverlust der Bevölkerung aufgrund von Inflation und wirtschaftlichem Niedergang mit Massenarbeitslosigkeit;
  • Belastungen infolge des Versailler Vertrags;
  • Spaltung der linken Parteien in Feinde und Stützen der Republik.

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Frage

Welche Parteien waren gegen und welche waren für die Demokratie in der Weimarer Republik?

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Antwort

+ SPD, DDP, Zentrum, DVP
- KPD, DNVP, NSDAP

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Frage

Wann fand der Hitlerputsch statt? 

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Antwort

8. und 9. November 1923

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Frage

Was war die strafrechtliche Folge für Adolf Hitler nach dem Scheitern des Hitlerputsches?

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Antwort

Hitler wurde zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt, mit der Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung schon nach 6 Monaten.


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Frage

Wie gelang Adolf Hitler nach dem Hitler Putsch an deutschlandweiter Berühmtheit?

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Antwort

Hitler konnte sich im Laufe des nun folgenden „Hitler-Prozesses“ aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten vom Angeklagten zum Ankläger hochstilisieren. 


Dabei deutete er unter anderem das Ereignis und Gedenken der Kriegsniederlage zum „eigentlichen Hochverrat“ um und instrumentalisierte es in seinem Sinn als „Aufruf zum Putsch und Auflehnung gegen die Landesverräter

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Frage

Woran scheiterte der Hitlerputsch? 

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Antwort

Die Bayerische Landespolizei schritt gegen den „Marsch zur Feldherrnhalle“ in München ein

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Frage

Wie viele Menschen starben beim Hitlerputsch?

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Antwort

  • 4 bayerische Polizisten
  • 1 Schaulustiger
  • 15 Putschisten  

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Frage

Was passierte mit der NSDAP nach dem Scheitern des Hitlerputsches?

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Antwort

Die NSDAP wurde im ganzen Deutschen Reich verboten

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Frage

Was war die Zielsetzung des Hitlerputsch?

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Antwort

Das Ziel war die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung eines nationalsozialistischen Diktatorialregimes

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Frage

Wo fand der Hitlerputsch statt?

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Antwort

In München 

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Frage

Was war das Vorbild für den "Marsch nach Berlin" beim Hitlerputsch?

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Antwort

Mussolinis "Marsch auf Rom" gegen die Reichsregierung.

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Frage

Wann wurde die Weimarer Republik gegründet?

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Antwort

6. Februar 1919 

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Frage

Welche 3 Phasen der Weimarer Republik gab es?

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Antwort

  • Gründung und Nachkriegskrise 1919 –1923
  • Stabilisierung 1923 –1929 („Goldene Zwanzigerjahre“),
  • Weltwirtschaftskrise und Scheitern 1929 –1933.

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