Dragonerregiment „Liechtenstein“
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Dieser Artikel beschreibt den k u k Kavallierieverband der auch als Cavallerie Regiment Nr 6 bekannt ist Zu den fruheren Ilow Dragonern mit spater ahnlichem Namen siehe k u k Dragonerregiment Furst von Liechtenstein Nr 10 Das Regiment war ein Kavallerieverband der 1682 als Saurau Curassiere fur die kaiserlich habsburgische Armee errichtet wurde und bei seiner Auflosung den Namen Dragoner Regiment Liechtenstein oder auch nur Liechtenstein Dragoner hiess 1 1769 wurde das Regiment als Cavallerie Regiment Nr 6 in die Kavallerie Rangliste eingereiht 2 3 Uniform 1762Inhaltsverzeichnis 1 Formationsgeschichte 2 Friedensgarnisonen 2 1 Regimentsinhaber 2 2 Regiments Kommandanten 3 Gefechtskalender 3 1 Spanischer Erbfolgekrieg 3 2 Osterreichischer Erbfolgekrieg 4 Adjustierung 5 Anmerkung 6 Literatur 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseFormationsgeschichte Bearbeiten1682 Das Regiment wurde laut Patent vom 11 Februar durch den Obristen Graf Saurau in Bohmen aufgestellt 1700 Teile des aufgelosten Dragoner Regiments Glockelsperg ubernommen 1721 Zwei Kompanien des aufgelosten Dragoner Regiments Veterani eingegliedert 1731 wurde die Auctions Kompanie an das Dragoner Regiment Sachsen Gotha spater Ulanen Regiment Nr 8 abgegeben 1768 wurde die Grenadier Kompanie an das neu aufgestellte 1 Carabinier Regiment spater Dragoner Regiment Nr 3 abgegeben dagegen eine Eskadron des aufgelosten Dragoner Regiments Althann ubernommen 1769 wurde dem Regiment die Kavallerie Ranglistennummer 6 zugeteilt 1775 wurde die Einheit aufgelost die Oberst Division zum Dragoner Regiment Coburg 1801 als Dragoner Regiment Nr 6 aufgelost die Majors Division zu den Zweibrucken Dragonern spater Husaren Regiment Nr 15 versetzt Friedensgarnisonen Bearbeiten1698 1701 Innerosterreich 1714 16 Mahren 1718 Siebenburgen 1723 Serbien 1733 34 in den Erblanden 1735 36 Lombardei 1737und 1739 41 Siebenburgen 1748 Raab Neusiedl am See 1751 Pest dann Slawonien 1754 Mahren 1755 56 St Georgen 1763 Prerau 1766 Gaja 1773 Tarnow 1775 TroppauRegimentsinhaber Bearbeiten 1682 Feldmarschall Lieutenant Carl Graf Saurau Serau 1693 Obrist Max Wilhelm Prinz von Braunschweig Luneburg und Hannover 1693 Generalfeldwachtmeister Franz Anton Graf Dietrichstein 1702 Feldmarschall Sigmund Joachim Graf Trautmannsdorff 1706 Feldmarschalleutnant Franz Thomas Graf Reising 1711 Obrist Feldmarschalleutnant Johann Peter von Saint Amour 1725 Feldmarschall Joseph Wenzel Furst Liechtenstein 1772 Feldmarschalleutnant Johann Furst LiechtensteinRegiments Kommandanten Bearbeiten 1682 der Inhaber Obrist Graf Saurau 1686 Obristlieutenant La Lande 1693 der Inhaber Obrist Graf Dietrichstein 1697 Obristlieutenant Max Heinrich Graf Herberstein 1700 Obrist Thomas Graf Reising 1706 Obristlieutenant Johann Peter von Saint Amour 1711 Obrist Inhaber Johann Peter von Saint Amour 1716 Obristlieutenant Sprung 1723 Obrist Franz Rudolph Graf Hohen Ems Hohenembs 1730 Obrist Salzer von Rosenstein 1737 Obrist Graf Locatelli 1739 Obrist Franz Wenzel Graf Desfours 1742 Obrist von Rottern 1747 Obrist Joseph von Scorsin 1754 Obrist Otto Ferdinand Graf Hohenfeld 1757 Oberst Carl Furst Liechtenstein 1759 Oberst Carl Emanuel Tschammer von Bortwitz 1768 Oberst Johann Freiherr von Mittrowsky Nemysl 1773 75 Oberst Franz Graf DesfoursGefechtskalender BearbeitenGrosser Turkenkrieg 1683 85 Sicherungs und Patrouillendienste in Innerosterreich ohne Aktion 1686 Teilnahme an der zweiten Belagerung von Ofen 1687 Mit der Hauptarmee an der Schlacht am Berg Harsany beteiligt 1688 Belagerung von Belgrad 1689 Kampfe mit der Hauptarmee in den Schlachten bei Batocina und Nissa 1690 Kampfe in Serbien Der Obristlieutenant Hompesch des Regiments wurde wegen der Ubergabe von Widdin vor ein Kriegsgericht gestellt 1691 Das Regiment erlitt starke Verluste in den Kampfen vor Szlankamen Danach Verlegung nach Slawonien 1692 Zur Hauptarmee abgestellt Belagerung von Grosswardein 1693 Zum Korps Heissler bei Semlin detachiert Kampfe unter General Hofkirchen bei Gyula 1694 95 Sicherungs und Patrouillendienste in Niederungarn Verlegung nach Siebenburgen 1697 Verlegung nach Ungarn Teilnahme an der Schlacht bei Zenta 1698 Mit der Hauptarmee im Feldzug gegen TemesvarSpanischer Erbfolgekrieg Bearbeiten Hauptartikel Spanischer Erbfolgekrieg 1701 Verlegung nach Italien Kampfe bei Capri und Chiari Ein Detachement war dem Korps Guttenstein in Sudtirol zugeteilt 1702 Kampfe vor Mantua und bei Luzzara 1703 Sicherungs und Patrouillendienste bei Ostiglia in der Lombardei 1704 Gefecht bei Bastiglia Obristlieutenant Saint Amour zeichnete sich durch Einnahme der Verschanzungen von Zevio aus Dann Ruckzug nach Tirol Zwei Eskadronen wurden nach Piemont verlegt und befanden sich bis 1705 im Lager bei Crescentino 1705 Kampfe bei Gazzuolo und Teilnahme an der Schlacht bei Cassano 1706 Schlacht bei Turin in der Armee Prinz Eugen Einnahme von Lodi 1707 Feldzug in die Provence Kampfe bei Toulon 1708 Verlegung zuerst zum Rhein dann in die Niederlande Beteiligung an der Belagerung von Lille 1709 Schlacht bei Malplaquet 1710 Zu den zur Deckung von Bethune verwendeten Truppen abgestellt 1711 Vorubergehend zur Reichsarmee kommandiert Sicherungs und Patrouillendienste am Rhein ohne Aktion 1712 Wieder in den Niederlanden fuhrte das Regiment ein Gefecht bei Denain 1713 Verlegung an den Rhein Sicherungs und Patrouillendienste Keine GefechtstatigkeitVenezianisch Osterreichischer Turkenkrieg 1716 Teilnahme an der Schlacht von Peterwardein und der Belagerung von Temesvar 1717 Verlegung nach Siebenburgen eine Abteilung unter Hauptmann Gessel war am Gefecht bei Ilva mika beteiligt1733 Sicherungs und Patrouillendienste in SchlesienPolnischer Erbfolgekrieg 1734 Verlegung nach Italien Kampfe bei Quistello Schlacht bei Parma und Schlacht bei Guastalla 1735 Sicherungs und Patrouillendienste in Oberitalien dann Verlegung nach Tirol Gefecht bei Campara 1737 Kommandierung zur Hauptarmee in Bosnien Beteiligung an den dortigen Operationen 1738 Kampfe bei Kornia und Mehadia 1739 Verlegung nach Siebenburgen mit Sicherungs und Patrouillendiensten erst gegen Ende des Feldzuges stiess das Regiment wieder zur HauptarmeeOsterreichischer Erbfolgekrieg Bearbeiten Hauptartikel Osterreichischer Erbfolgekrieg 1741 Zur Armee in Schlesien detachiert Eine Abteilung fuhrte ein Scharmutzel bei Gratz das Regiment nahm an der Schlacht bei Mollwitz teil 1742 Bei der Hauptarmee in Bohmen Teilnahme an der Schlacht bei Caslau und der Belagerung von Prag 1743 Bei der Hauptarmee in Bayern Die Grenadier Kompanie war bei der Einnahme von Dingolfing eingesetzt Danach Vormarsch zum Rhein 1744 Teilnahme an den Operationen in Bohmen 1745 Kampfe in der Schlacht bei Hohenfriedeberg und der Schlacht bei Trautenau Soor Verlegung in die Niederlande 1746 47 Teilnahme an der Schlacht bei Rocourt und der Schlacht bei LauffeldtSiebenjahriger Krieg 1756 Kampfe in der Schlacht bei Lobositz 1757 zeichnete sich Oberstlieutenant Furst Liechtenstein im Scharmutzel bei Hirschfeld aus Das Regiment kampfte dann im Gefecht bei Reichenberg und der Schlacht bei Prag 1758 Zur Reichsarmee abgestellt Hauptmann Joseph Graf Kinsky zeichnete sich im Scharmutzel bei Sebastiansberg aus 1759 Kampfe im Gefecht bei Asch spater zum Korps Loudon kommandiert kampfte das Regiment in der Schlacht bei Kunersdorf 1760 Gefechte bei Gotha und Bautzen im Korps Lacy am Streifzug nach Berlin beteiligt Nur geringfugiger Einsatz in der Schlacht bei Torgau 1760 Sicherungs und Patrouillendienste in Sachsen ohne Aktion 1762 Kampfe im Gefecht bei Peilau 1763 bis zur Auflosung keine Kampfhandlungen mehr Sicherungs und Patrouillendienste in den jeweiligen Garnisonsbereichen Adjustierung Bearbeiten1738 blauer Rock rote Aufschlage 1757 dunkelblauer Rock und Hosen ponceaurote Aufschlage 1765 roter Rock lichtblaue Egalisierung weisse Hosen gelbe Knopfe 1767 weisser Rock hellblaue Egalisierung weisse Hosen gelbe KnopfeAnmerkung BearbeitenEin Regiment bestand in der Osterreichisch Ungarischen Kavallerie in der Regel aus drei bis vier in der Ausnahme auch mehr Division Jede Division hatte drei Eskadronen deren jede wiederum aus zwei Kompanien bestand Die Anzahl der Reiter in den einzelnen Teileinheiten schwankte lag jedoch normalerweise bei etwa 80 Reitern je Kompanie Die einzelnen Divisionen wurden nach ihren formalen Fuhrern benannt die 1 Division war die Oberst Division die 2 Division war die Oberstlieutenant Oberstleutnant Division die 3 Division war die Majors Division die 4 Division war die 2 Majors DivisionBis zum Jahre 1798 wurden die Regimenter nach ihren jeweiligen Inhabern die nicht auch die Kommandanten sein mussten genannt Eine verbindliche Regelung der Schreibweise existierte nicht z B Regiment Graf Serbelloni oder Regiment Serbelloni Mit jedem Inhaberwechsel anderte das betroffene Regiment seinen Namen Nach 1798 galt vorrangig die nummerierte Bezeichnung die unter Umstanden mit dem Namen des Inhabers verbunden werden konnte Bedingt durch diese standige Umbenennung sind die Regimentsgeschichten der osterreichisch ungarischen Kavallerie nur sehr schwer zu verfolgen Hinzu kommt die standige und dem Anschein nach willkurliche zu Teil mehrfache Umklassifizierung der Verbande Zum Beispiel K u k Bohmisches Dragoner Regiment Furst zu Windisch Graetz Nr 14 Literatur BearbeitenHans Bleckwenn Die Regimenter der Kaiserin Gedanken zur Albertina Handschrift 1762 des Heeresgeschichtlichen Museums Wien in Schriften des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien Band 3 Maria Theresia Beitrage zur Geschichte des Heerwesens ihrer Zeit Graz Wien Koln 1967 S 25 53 Hans Bleckwenn Reiter Husaren und Grenadiere d Uniformen d kaiserl Armee am Rhein 1734 Harenberg Dortmund 1979 ISBN 3883791253 S 17ff Bertrand Michael Buchmann Osterreich und das Osmanische Reich Wien WUV Univ Verl 1999 ISBN 9783851144796 Hermann Meynert Geschichte der K K Osterreichischen Armee ihrer Heranbildung und Organisation so wie ihrer Schicksale thaten und Feldzuge von der fruhesten bis auf die jetzige Zeit C Gerold und Sohn Wien 1854 online bei google books Georg Tessin Die Regimenter der europaischen Staaten im Ancien Regime des XVI bis XVIII Jahrhunderts 3 Bande Biblio Verlag Osnabruck 1986 1995 ISBN 3 7648 1763 1 S 152ff Alphons von Wrede Die Geschichte der k u k Wehrmacht Die Regimenter Corps Branchen und Anstalten von 1618 bis Ende des XIX Jahrhunderts Wien 1898 1905 Teil III 1 Teil Cavallerie 2 Teil Aufgeloste Truppenkorper zu Pferde Personenverzeichnis Regimentschefs im Werk von Wrede PDF 325 kB Weblinks Bearbeiten nbsp Commons Uniformen der Osterreichischen Kavallerie 1762 Sammlung von Bildern Videos und AudiodateienEinzelnachweise Bearbeiten Im 17 und 18 Jahrhundert fuhrten Regimenter nur den Namen des Regimentsinhabers Zur Systematik wurden nachtraglich auch folgende Nummerierungen eingefuhrt 1682 7 nach Tessin Tessin 1986 Bd 1 40 Dragonerregiment D II Bleckwenn Kavallerieregimenter der kaiserlich habsburgischen Armee bis 1769 Kurassierregimenter K 1 K 2 K 3 K 4 K 5 K 6 K 7 K 8 K 9 K 10 K 11 K 12 K 13 K 14 K 15 K 16 K 17 K 18Dragonerregimenter D I D II D III D IV D V D VI D VII D VIII D IX D X D XI D XII D XIIIHusarenregimenter H 1 H 2 H 3 H 4 H 5 H 6 H 7 H 8 H 9 H 10 H 11 H 12Grenzhusarenregimenter H I H II H III H IVNavigationsleisten bis 1769 1769 1798 1798 1802 1802 1867 1867 1918Kavallerieregimenter der kaiserlich habsburgischen Armee 1769 1798 Cavallerieregiment Nr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43Navigationsleisten bis 1769 1769 1798 1798 1802 1802 1867 1867 1918 Infanterieregimenter 1769 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Dragonerregiment Liechtenstein amp oldid 237607686