1940

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
1940
Durch deutsche Luftangriffe zerstörte Häuser in London
Das Deutsche Reich beginnt mit der Luftschlacht um England.
Deutsche Truppen am Arc de Triomphe
Deutsche Truppen besetzen im Westfeldzug Paris. Die Dritte Französische Republik endet.
Öffnung der Massengräber durch deutsche Truppen, Aufnahme einer Propagandakompanie
Die Sowjetunion begeht
im besetzten Ostpolen
das Massaker von Katyn.
1940 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1388/89 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1932/33 (10./11. September)
Baha'i-Kalender 96/97 (20./21. März)
Bengalischer Solarkalender 1344/45 (Jahresbeginn 14. oder 15. April)
Buddhistische Zeitrechnung 2483/84 (südlicher Buddhismus); 2482/83 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 77. (78.) Zyklus

Jahr des Metall-Drachen 庚辰 (seit 8. Februar, davor Erde-Hase 己卯)

Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch'e 29
Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1302/03 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4273/74 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1318/19 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1358/59 (9./10. Februar)
Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 15;

Kōki 2600

Jüdischer Kalender 5700/5701 (1./2. Oktober)
Koptischer Kalender 1656/57 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1115/16
Minguo-Kalender (China) Jahr 29 der Republik
Seleukidische Ära Babylon: 2250/51 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2251/52 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2482/83 (1. April)
Tibetischer Kalender 1686
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1996/97 (April)

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterkrieg zwischen Sowjetunion und Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Verlauf der finnischen Mannerheim-Linie
Teil der Mannerheim-Linie, im Vordergrund Draht- und Steinhindernisse, links im Hintergrund Bunker
  • 12. Februar: Sowjetische Truppen erobern den „Millionen-Bunker“ in der Mannerheim-Linie. Am 15. Februar beginnt der Großangriff auf die Mannerheim-Linie.
  • 17. Februar: Nach zweimonatigen Kämpfen gelingt der Roten Armee der Durchbruch durch die Mannerheim-Linie mit der Eroberung des „Poppius-Bunkers“.
  • 1. März: Die Stadt Viipuri wird von den sowjetischen Truppen sowohl von Land als auch von der See her eingeschlossen.
Stellungen der sowjetischen und finnischen Truppen zum Kriegsende
  • 13. März: Finnland verzichtet im Frieden von Moskau auf Karelien, das in die Karelo-Finnische Sozialistische Sowjetrepublik umgewandelt wird. Rund 420.000 Menschen fliehen aus den verlorenen Gebieten. Weiterhin abgetreten werden müssen zahlreiche strategisch wichtige Inseln im Finnischen Meerbusen sowie die Fischerhalbinsel am Nordmeer. Hanko in Südwestfinnland wird für dreißig Jahre an die Sowjetunion als Flottenstützpunkt verpachtet. Außerdem muss Finnland sich bereit erklären, eine Eisenbahnverbindung zwischen der schwedischen Grenze bei Tornio und Murmansk zu bauen und zu betreiben. Ein militärisches Bündnis verlangen die sowjetischen Unterhändler im Gegensatz zu 1939 nicht mehr.
  • Trotz des Sieges wird die geringe Leistung der Roten Armee im Winterkrieg von anderen Großmächten wahrgenommen und diese in der Folge unterschätzt.
Polen/Baltikum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Deportation ins Ghetto Litzmannstadt
Berias Exekutionsbeschluss, S. 1
Trümmer des Chopin-Denkmals
Konstantin Päts als Häftling in einem sowjetischen Gefängnis
Der Angriff auf Dänemark und Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Altmark Anfang 1940 im norwegischen Jøssingfjord
Zerstörer an der Columbuskaje vor dem Auslaufen nach Norwegen
  • 7. April: Ein deutscher Flottenverband legt mit Ziel Narvik und Trondheim von der Columbuskaje und der Zerstörerkaje am Marinestützpunkt Bremerhaven ab.
  • 8. April: Im Zuge der Operation Wilfred beginnen britische Einheiten, die Gewässer zwischen dem norwegischen Festland und seinen Inseln mit Seeminen zu versehen, um deutsche Transporte von Eisenerz aus Schweden durch norwegische Gewässer zu verhindern. Im Fall einer deutschen Reaktion soll Plan R 4 in Kraft treten, der die alliierte Invasion des neutralen Norwegens vorsah.
Weserübung in Dänemark
  • 9. April: Deutsche Truppen beginnen das Unternehmen Weserübung Süd mit dem Einmarsch in Dänemark. Die dänische Armee leistet nur stellenweise Widerstand. Bereits am Abend ist das Land vollständig besetzt.
  • 9. April: Deutsche Einheiten unter Eduard Dietl besetzen ohne Gegenwehr den norwegischen Hafen Narvik. Auch Trondheim und andere Hafenstädte werden planmäßig besetzt. Nur in Oslo kommt es zu Verzögerungen bis zum folgenden Tag, was der Königsfamilie Gelegenheit gibt, mit den gesamten Goldreserven des Landes in Richtung Tromsø zu entkommen.
Die Schlacht um Narvik
  • 10. April: Die britische Marine führt in der Schlacht um Narvik ihren ersten Angriff auf deutsche Invasionstruppen durch. Die deutsche Kriegsmarine erleidet schwere Verluste. Am 13. April kommt es zu einem neuerlichen Gefecht, das für die deutschen Schiffe neuerlich mit einer Niederlage endet.
  • 12. April: Britische Truppen besetzen die zu Dänemark gehörenden Färöer.
  • 14. April: Die alliierten Truppen beginnen mit der Landung in der Nähe von Narvik.
  • 24. April: Josef Terboven wird als Reichskommissar für Norwegen eingesetzt. Am gleichen Tag beginnen norwegische Truppen die deutschen Einheiten in Narvik anzugreifen, die sich in den folgenden Wochen einer fünffachen Übermacht der Alliierten gegenübersehen.
  • 25. April: Die Flagge der Färöer wird von Großbritannien international anerkannt. Seitdem ist der 25. April auf den Färöern ein Feiertag.
Winston Churchill als Premierminister
Narvik am 2. Juni
Westfeldzug und Krieg gegen England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 10. Januar: Der deutsche Major Helmut Reinberger transportiert befehlswidrig die von Hitler ausgearbeiteten Pläne für den am 17. Januar geplanten Fall Gelb per Flugzeug. Als der Pilot sich verfliegt und bei Maasmechelen in Belgien notlanden muss, fallen die Pläne in die Hände des belgischen Generalstabs. Der Mechelen-Zwischenfall hat zur Folge, dass der Termin für die Invasion Frankreichs für mehrere Monate aufgeschoben wird, und die bisherige dem Schlieffen-Plan aus dem Ersten Weltkrieg entsprechende Strategie zugunsten eines von Erich von Manstein entwickelten später so genannten Sichelschnittplans zur Bildung eines Angriffsschwerpunkts in den Ardennen aufgegeben wird.
  • 18. März: Adolf Hitler und Benito Mussolini treffen sich am Brennerpass in den Alpen und vereinbaren die Allianz gegen Frankreich und Großbritannien.
  • April: Beginn der Stationierung britischer und französischer Flugzeuge für die Operation Pike, der geplanten aber nicht zur Ausführung gelangten Bombardierung russischer Erdölfelder.
Eroberung der Niederlande und Angriff durch die Ardennen
Niederländische Verteidigungslinien 1940
  • 10. Mai: Mit dem Beginn des deutschen Westfeldzugs endet der sogenannte „Sitzkrieg“: Die deutsche Wehrmacht besetzt die neutralen Länder Niederlande, Belgien und Luxemburg, um die Maginot-Linie zu umgehen. Die Regierungen der drei Länder fliehen nach Großbritannien. Der Widerstand der niederländischen Armee ist gering, nur die Festung Holland um die Städte Leiden, Den Haag, Rotterdam, Dordrecht und Utrecht wird verbissen verteidigt.
  • 10. Mai: Die Regierung Chamberlain tritt zurück: ein Kriegskoalitionskabinett unter Churchill übernimmt die Führung Großbritanniens. Am gleichen Tag beginnt die Royal Air Force mit dem Angriff auf deutsche Städte. 35 Bomber greifen Mönchengladbach an.
  • 12. Mai: Die deutsche Wehrmacht überschreitet die französische Grenze.
  • 13. Mai: Der britische Premier Winston Churchill hält seine bekannte Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede vor dem britischen Parlament. Die niederländische Königin Wilhelmina geht mit ihrer Familie in britisches Exil.
  • 13. bis 15. Mai: In der Schlacht von Sedan gelingt deutschen Panzertruppen der Durchbruch in die strategische Tiefe der alliierten Einheiten. Der Westfeldzug entwickelt sich damit für alle Beteiligten überraschend zum Blitzkrieg. Am 20. Mai stehen deutsche Panzer bei Abbeville am Ärmelkanal.
Rotterdam nach dem Luftangriff
Kapitulation der Niederlande durch General Winkelmann
Westfeldzug 21. Mai bis 4. Juni
Ankunft von in Dünkirchen eingeschifften britischen Truppen in Dover
  • 26. Mai: Die Schlacht von Dünkirchen beginnt. Die nordfranzösische Stadt Dünkirchen ist der letzte Evakuierungshafen der British Expeditionary Force. Es gelingt den Briten und Franzosen, den Brückenkopf solange zu verteidigen, bis in der Operation Dynamo vor der Einnahme der Stadt am 4. Juni durch die Deutschen knapp 340.000 alliierte Soldaten nach England evakuiert worden sind. Gleich im Anschluss an die Schlacht beginnt Fall Rot, die „Schlacht um Frankreich.“
  • 27. Mai: Beim Massaker von Le Paradis werden 97 britische Kriegsgefangene von Deutschen hingerichtet.
  • 28. Mai: Leopold III., der König der Belgier, kapituliert mit seinen Truppen gegenüber dem Deutschen Reich, ohne über politische Befugnisse zu verfügen. Er beruft sich auf die Handlungsunfähigkeit der nach London geflohenen Regierung Hubert Pierlots.
  • 28. Mai: Das französische Passagierschiff Brazza wird an der Westküste Portugals von dem deutschen U-Boot U 37 versenkt. Von den 576 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kommen 379 ums Leben.
  • 4. Juni: Premierminister Winston Churchill hält vor dem britischen Unterhaus und danach im Rundfunk eine Rede unter dem Leitsatz We Shall Fight on the Beaches. Darin stärkt er den Verteidigungswillen der Briten gegenüber dem NS-Regime.
  • 10. Juni: Italien erklärt Frankreich und Großbritannien den Krieg. Der italienische Diktator Mussolini spekuliert darauf, bei Friedensverhandlungen Land (z. B. eine französische Kolonie) zugesprochen zu bekommen.
  • 10. Juni: Die französische Regierung – Ministerpräsident ist seit dem 21. März Paul Reynaud – verlässt Paris Richtung Bordeaux und erklärt Paris zur offenen Stadt.
  • 12. Juni: Nachdem deutsche Truppen die Maginot-Linie durchbrochen haben, räumen die französischen Einheiten Lothringen.
Deutsche Siegesparade auf der Avenue Foch vor dem Arc de Triomphe
Hitler besucht Paris
  • 14. Juni: Deutsche Truppen besetzen Paris.
  • 16. Juni: Paul Reynaud tritt als Ministerpräsident zurück, nachdem er im Parlament mit der Abstimmung über die Fortsetzung des Krieges und den Abschluss der von Winston Churchill vorgeschlagenen französisch-britischen Union in der Minderheit geblieben ist. Der französische Staatspräsident Albert Lebrun betraut daraufhin seinen Stellvertreter, den populären Henri Philippe Pétain, den „Helden von Verdun“, mit der Regierungsbildung und der Einleitung von Waffenstillstandsverhandlungen. der wenig später das Ende der Dritten Republik besiegelt.
  • 17. Juni: Deutsche Bomber versenken vor der französischen Küste bei Saint-Nazaire den zur Evakuierung britischer Truppen aus Frankreich eingesetzten Passagierdampfer Lancastria mit 6.000 bis 9.000 Menschen an Bord. 2.477 werden gerettet; die übrigen sterben. Es handelt sich um den verlustreichsten Schiffsuntergang der britischen Geschichte; er wird auf Befehl Winston Churchills geheim gehalten.
  • 18. Juni: Der französische General Charles de Gaulle ruft von London aus zum Widerstand auf („Appell des 18. Juni“) und bildet das Comité national français als provisorische Exilregierung.
  • 18. Juni: Premierminister Winston Churchill hält im britischen Unterhaus seine Rede This Was Their Finest Hour, um die Motivation der Briten zum Widerstand nach den deutschen Erfolgen im Westfeldzug des Zweiten Weltkriegs zu stärken.
  • 21. Juni: Mussolini lässt die italienische Armee eine Offensive in den Alpen beginnen, um die eigene Verhandlungsposition zu stärken, kann aber nur minimale Geländegewinne erzielen.
Überreichung der Waffenstillstandsbedingungen
Besetztes Frankreich und Vichy-Regime
  • 22. Juni: Am gleichen Ort und im gleichen Eisenbahnwagon wie 1918 wird in Compiègne der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet. Die De-facto-Kapitulation bringt unter anderem die Teilung Frankreichs in einen unter deutscher Militärverwaltung stehenden Nord- und Westteil unter dem Befehl von Alexander von Falkenhausen sowie einen unbesetzten Südteil (etwa 40 % der Landesfläche) mit Vichy als Sitz der französischen Regierung.
  • 3. Juli: Um eine befürchtete Übergabe französischer Kriegsschiffe an die Deutschen zu verhindern, greifen in der Operation Catapult britische Verbände im französischen Kriegshafen Mers-el-Kébir in Algerien liegende Flottenverbände an. Militärisch ist die Operation, bei der rund 1300 französische Seeleute ums Leben kommen, nur teilweise ein Erfolg. Zwar können zwei Schiffe versenkt werden, doch entkommt die restliche Flotte in Richtung der südfranzösischen Häfen.
  • 10. Juli: Die Luftschlacht um England setzt mit Angriffen der deutschen Luftwaffe auf Konvois im Ärmelkanal und küstennahe britische Marineeinrichtungen ein. Das Deutsche Reich möchte mit diesen Angriffen die Kapitulation Großbritanniens erzwingen.
  • 11. Juli: Philippe Pétain gründet in Vichy den État français. Am Tag zuvor hat die in Vichy versammelte Nationalversammlung ihn dazu bevollmächtigt. Damit endet die Dritte Französische Republik.
  • 12. Juli: Philippe Pétain verkündet die ersten drei Konstitutionsakte, in denen er sich unter anderem selbst zum Chef d’État mit Weisungsrecht gegenüber der Exekutive, Legislative und Judikative erklärt. Mit Konstitutionsakt Nummer 4 erklärte er überdies Pierre Laval zu seinem Stellvertreter.
Plan des Unternehmens Seelöwe
  • 16. Juli: Adolf Hitler gibt den Befehl, das Unternehmen Seelöwe, die Invasion Großbritanniens, vorzubereiten.
  • 19. Juli: Adolf Hitler richtet in einer Reichstagsrede einen Friedensappell an die britische Regierung.
  • 2. August: Das CdZ-Gebiet Luxemburg wird gegründet. Das bisherige Großherzogtum wird einer deutschen Zivilverwaltung unterstellt und damit praktisch deutschem Reichsgebiet gleichgestellt. Der Gebrauch der französischen Sprache wird kurz darauf verboten. Am 22. Oktober werden die luxemburgische Abgeordnetenkammer und der luxemburgische Staatsrat, die noch als Landesverwaltung im Amt geblieben sind, aufgelöst.
  • 2. August: Auch der deutsche Teil Lothringens erhält durch Führererlass eine Zivilverwaltung. Chef der Zivilverwaltung mit Sitz in Saarbrücken wird Josef Bürckel.
  • 11. August: Beginn der Operation Razzle zur Vernichtung der deutschen Ernte durch Massenabwurf von Brandplättchen
  • 13. August: Die deutsche Luftwaffe beginnt in der Luftschlacht um England mit einer Serie von Großangriffen auf Einrichtungen der britischen Royal Air Force.
London am 7. September 1940
  • 7. September: In der Luftschlacht um England beginnt der London Blitz, eine 57 Tage dauernde Bombardierung Londons durch die Luftwaffe.
  • 17. September: Hitler verschiebt das Unternehmen Seelöwe gegen Großbritannien „bis auf weiteres“.
  • 18. September: Der britische Ozeandampfer City of Benares wird vor der Rockall-Sandbank vom deutschen U-Boot U 48 ohne Vorwarnung torpediert und versenkt. Unter den 248 Todesopfern sind 77 Kinder eines britischen Kinderrettungsprogramms.
  • 22. Oktober: Deportation von etwa 6.500 jüdischen Bürgern aus Baden, der Pfalz und dem Saarland nach dem südfranzösischen Gurs (Camp de Gurs)
Pétain und Hitler in Montoire
  • 24. Oktober: Bei einem Treffen mit Hitler in Montoire lehnt Philippe Pétain einen Kriegseintritt an der Seite der Achsenmächte ab und erklärt Frankreichs Neutralität. Jedoch hält er eine Kollaboration mit dem Deutschen Reich für notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, Art und Umfang der materiellen, personellen und industriellen Ausbeutung des Landes in Grenzen zu halten und die Rückführung der fast zwei Millionen französischer Soldaten aus deutscher Kriegsgefangenschaft zu erreichen.
  • 28. Oktober: Vor der irischen Nordwestküste sinkt der kanadische Ozeandampfer Empress of Britain nach Bombardierung durch einen deutschen Seefernaufklärer und Torpedierung durch ein deutsches U-Boot; 45 Menschen sterben.
  • 29. Oktober: Die Großangriffe auf London bei Tag werden eingestellt, die Nachtangriffe gehen jedoch weiter.
Die zerstörte Innenstadt Coventrys
Balkan und „Unternehmen Barbarossa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Krieg in Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Mittelmeerraum vor Beginn des Afrikafeldzugs
Italienische Piloten in Ägypten
Rodolfo Graziani 1940
  • 16. September: Die italienischen Truppen erobern Sidi Barrani. Die italienische Invasion Ägyptens endet ohne größere Kampfhandlungen mit den Alliierten. Das Ergebnis bleibt dabei weit hinter Mussolinis Erwartungen zurück. Rodolfo Graziani ignoriert in den nächsten Wochen alle Aufforderungen, die Invasion fortzusetzen.
  • 23. bis 25. September: Britische und freifranzösische Verbände versuchen in der Operation Menace vergeblich, den Hafen von Dakar in Französisch-Westafrika und die dort vor Anker liegenden Schiffe der Vichy-Flotte unter ihre Kontrolle zu bringen.
  • 11./12. November: Durch den britischen Angriff auf Tarent verliert die italienische Regia Marina auf einen Schlag rund die Hälfte ihrer Schlachtschiffe.
Britischer Matilda-II-Panzer während der Operation Compass
  • 8. Dezember: Unter der Leitung von Richard O’Connor beginnt mit einer Reihe von Luftschlägen die Operation Compass, eine britische Gegenoffensive gegen die Italiener in Ägypten. Bis zum 15. Dezember rückt die Western Desert Force über den Halfaya-Pass weiter vor und kann schließlich Sollum und Fort Capuzzo einnehmen. Der rasche Vormarsch über die libysche Grenze wird allerdings verlangsamt, weil große Truppenteile für den Kampf in Italienisch-Ostafrika abgezogen werden.
Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zweites Kabinett Konoe
Weitere Kriegshandlungen in Asien und Ozeanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Beschädigte Phosphat-Ladestation auf Nauru nach dem Beschuss
  • 6. bis 8. Dezember/27. Dezember: Deutsche Hilfskreuzer führen einen Angriff auf Nauru. Sie versenken fünf Handelsschiffe der Alliierten und beschädigen die Phosphat-Verladestationen auf der Insel schwer. Obwohl die Verladestationen und die Lieferung von Dünger für die Wirtschaft für Australien und Neuseeland auf Nauru und Ocean Island von großer Bedeutung sind, sind die Inseln militärisch ungeschützt und die angreifenden Deutschen können ihre Angriffe ohne Verluste durchführen. Die beiden Angriffe auf Nauru sind während des Zweiten Weltkriegs die wirkungsvollsten Attacken der deutschen Hilfskreuzer im Pazifik. Die Phosphatlieferungen nach Australien, Neuseeland und Japan müssen nach dem Angriff für die Dauer von zehn Wochen eingestellt werden.
Bündnispolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Ereignisse weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Arbeitszimmer, in dem Leo Trotzki ermordet wurde
  • 20. August: Stalins Agent Ramón Mercader verübt in Mexiko-Stadt ein Attentat auf den russischen Revolutionsführer Leo Trotzki. Dieser erliegt am folgenden Tag seiner Verletzung.
  • 16. September: In den Vereinigten Staaten wird die Wehrpflicht eingeführt.
  • 10. Oktober in Kuba tritt eine der für die damalige Zeit progressivsten Verfassungen in Kraft. In die konkrete Tat umgesetzt wird sie jedoch praktisch nie.
Karte der Wahl 1940

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3. März: Die RMS Queen Elizabeth läuft wegen des Krieges insgeheim in Liverpool zu ihrer Jungfernfahrt aus. Das zu dieser Zeit weltweit größte Passagierschiff steuert New York City an.
  • 15. Mai: Der Chemiekonzern DuPont beginnt mit dem Verkauf von fünf Millionen Paar Nylonstrümpfen in ausgewählten Geschäften in US-amerikanischen Metropolen (N-Day).
  • 15. Mai: Das erste McDonald’s-Restaurant wird von den Brüdern Richard und Maurice McDonald im kalifornischen San Bernardino an der Route 66 eröffnet.
  • 26. Mai: Die von Nationalsozialisten zur Beeinflussung deutscher Intellektueller geschaffene Wochenzeitung Das Reich erscheint mit der Erstausgabe.
  • 5. Juni: Im deutsch besetzten Amsterdam erscheint erstmals die Deutsche Zeitung in den Niederlanden.
  • 7. Juni: Die 1927 gegründete spanische Fluggesellschaft Iberia (Líneas Aéreas de España) wird verstaatlicht.
  • 7. September: In Wien nimmt die Vugesta, eine Einrichtung zur Umverteilung geraubten Privateigentums jüdischer Österreicher während der Zeit des Nationalsozialismus, ihre Tätigkeit auf.
  • Da die kriegsbedingte Verknappung der Rohstoffe die Produktion von Coca-Cola in Deutschland erschwert, entwickelt der deutsche Coca-Cola-Chefchemiker Wolfgang Schetelig in Essen Fanta als Ersatzprodukt, so dass Coca-Cola nicht auf das Geschäft in Deutschland verzichten muss. Das Getränk besteht anfangs hauptsächlich aus Molke und Apfelresten sowie verschiedenen aus Italien bezogenen Fruchtsaftkonzentraten.

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Atombombe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • März: Die emigrierten Physiker Otto Frisch und Rudolf Peierls verfassen an der Universität Birmingham das Frisch-Peierls-Memorandum über die Möglichkeit des Baus einer „Super-Bombe“ mittels Ausnutzung der bei Kernspaltung freiwerdenden Energie. Frisch und Peierls übergeben das Memorandum, in dem sie ihrer Sorge Ausdruck verleihen, dass eine solche Waffe in Nazi-Deutschland entwickelt werden könnte, unter dem Siegel strenger Geheimhaltung an ihren australischen Kollegen Mark Oliphant, der es wiederum an Henry Tizard, einen hohen Luftwaffenoffizier weiterleitet.
  • 10. April: Die britische MAUD-Kommission bestehend aus sechs Wissenschaftlern tritt erstmals zusammen, um über die mögliche Herstellung einer Atombombe zu beraten. Bei dieser konstituierenden Sitzung wird ein Forschungsprogramm zur Isotopentrennung und Kernspaltung beschlossen.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldmaske des Amenemope
Höhlenmalerei aus Lascaux

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehre und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der US-amerikanische Maler Edward Hopper malt in Öl auf Leinwand sein Gemälde Gas.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelbild von Pinocchio

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brand der Orazio: Matrosen mit Schwimmwesten
  • 21. Januar: Vor der französischen Mittelmeerküste kommt es nach einer Explosion an Bord des italienischen Passagierschiffs Orazio zu einem unkontrollierbaren Brand. Das Schiff brennt aus und sinkt; 106 Menschen kommen ums Leben, obwohl schnell Hilfe vor Ort ist.
  • 13. August: Bei einem Flugzeugabsturz in Canberra, Australien, kommen drei australische Kabinettsmitglieder und der Generalstabschef Brudenell White ums Leben. Insgesamt sterben 10 Menschen.
  • 31. August: Die Flugzeugkatastrophe von Lovettsville kostet 25 Menschen das Leben. Unter den Toten ist auch der US-Senator von Minnesota, Ernest Lundeen.
  • 22. Oktober: Nach der Kollision mit einem Frachtschiff sinkt der kanadischen Zerstörer „Margaree“ im Nordatlantik. 140 Tote
  • 23. Oktober: Der Hurtigruten-Passagierdampfer Prinsesse Ragnhild wird kurz nach dem Ablegen in Bodø vor der Insel Landegode von einer Explosion erschüttert und sinkt. Die Ursache ist bis heute unklar, 299 Menschen sterben.
  • 10. November: Erdbeben der Stärke 7,3 in Rumänien, ca. 1.000 Tote
  • 12. Dezember: Unfall beim Bau der späteren Theodor-Heuss-Brücke, 30 Tote

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nobelpreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nobelpreise werden nicht verliehen.

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Januar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Februar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubert Burda, 2008
Peter Fonda, 2009

März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 01. März: David Broome, britischer Springreiter
  • 01. März: Gene Perla, US-amerikanischer Jazzbassist
  • 01. März: Erich Schleyer, deutsch-österreichischer Schauspieler und Autor († 2021)
  • 01. März: Lothar Schruff, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
  • 01. März: Ralph Towner, US-amerikanischer Jazzmusiker
  • 02. März: Juraj Beneš, slowakischer Komponist, Lehrer und Pianist († 2004)
  • 02. März: Joyce Green, US-amerikanische Rockabilly-Musikerin
  • 02. März: Lothar de Maizière, deutscher Politiker, 1990 Ministerpräsident der DDR
Lothar de Maizière, 2011
Chuck Norris, 2006

April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Clement, 2004
  • 07. Juli: Ringo Starr, britischer Musiker (The Beatles)
Ringo Starr, 2011
Patrick Stewart, 2012

August[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Sheen, 2008
Marie-Luise Marjan, 2012
Dirk Sager, 2009

September[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linda Gray, 2013

Oktober[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cliff Richard, 2013
  • 15. Oktober: Isabella Ackerl, österreichische Historikerin, Germanistin und Autorin
  • 15. Oktober: Peter Doherty, australischer Mediziner und Immunologe
  • 15. Oktober: Benno Ohnesorg, Student, der auf einer Demonstration in Berlin erschossen wurde († 1967)
  • 15. Oktober: Edwin Skinner, Leichtathlet und Olympiateilnehmer aus Trinidad und Tobago
  • 16. Oktober: Aleksandar Anđelić, jugoslawischer Eishockeyspieler und -trainer († 2021)
  • 16. Oktober: Dave DeBusschere, US-amerikanischer Basketballspieler († 2003)
  • 17. Oktober: Jürgen Abraham, deutscher Unternehmer
  • 17. Oktober: Marion Michael, deutsche Schauspielerin († 2007)
  • 18. Oktober: Uzi Even, israelischer Hochschullehrer
  • 18. Oktober: Ruth Wagner, deutsche Politikerin
  • 18. Oktober: Cynthia Weil, US-amerikanische Komponistin
  • 19. Oktober: Bettina von Arnim, deutsche Malerin, Zeichnerin und Grafikerin
  • 19. Oktober: Michael Gambon, irischer Schauspieler
  • 20. Oktober: Yossi Mar-Chaim, israelischer Komponist
  • 21. Oktober: Peter Maurice Arnison, australischer Offizier und Politiker
  • 21. Oktober: Rainer Christlein, deutscher Prähistoriker († 1983)
  • 21. Oktober: Natalja Makarowa, russische Balletttänzerin
  • 21. Oktober: Manfred Mann, südafrikanisch-britischer Rockmusiker
  • 21. Oktober: Marita Petersen, erste weibliche Regierungschefin der Färöer († 2001)
  • 21. Oktober: Roy Woods, US-amerikanischer Automobilrennfahrer und Rennstallbesitzer († 2004)
  • 22. Oktober: José Colángelo, argentinischer Tangopianist und -komponist
  • 23. Oktober: Adolf Fehr, liechtensteinischer Skirennläufer
  • 23. Oktober: Ellie Greenwich, US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin († 2009)
  • 23. Oktober: Edson Arantes do Nascimento, genannt Pelé, brasilianischer Fußballspieler
Pelé

November[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 01. November: Larry Kusche, US-amerikanischer Pilot, Fluglehrer, Bibliothekar und Sachbuchautor
  • 02. November: Vincenzo Cerami, italienischer Schriftsteller und Drehbuchautor († 2013)
  • 02. November: Phil Minton, britischer Jazz-Sänger und -Trompeter
  • 02. November: Carolin Reiber, deutsche Journalistin, Fernsehansagerin und Moderatorin
Carolin Reiber (links) mit Hannelore Kohl, 1986
Elke Sommer
Qabus ibn Said

Dezember[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Zappa, 1977

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Januar/Februar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

März/April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selma Lagerlöf, 1908
Carl Bosch, 1931

Mai/Juni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Klee, 1911
  • 29. Juni: Paul Klee, Schweizer Maler der abstrakten Malerei (* 1879)
  • 00. Juni: Willi Münzenberg, deutscher Friedensaktivist (* 1889)

Juli/August[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leo Trotzki (um 1929)
  • 21. August: Leo Trotzki, russischer Revolutionär (* 1879)
  • 22. August: Oliver Lodge, britischer Physiker (* 1851)
  • 22. August: Rudolf Medek, tschechischer Schriftsteller und Soldat (* 1890)
  • 24. August: Hermann Fischer, deutscher Bankier und Politiker (* 1873)
Paul Nipkow
Joseph John Thomson

September/Oktober[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

November/Dezember[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manuel Azaña

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 1940 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien