Something to Believe in

Review aus The Film Music Journal No. 28, 2002

Ein mir unbekannter Film von 1997; zum Glück ist in Schifrins Liner-Notes dieser Aleph Veröffentlichung zu lesen, dass es sich um eine Liebesgeschichte mit übernatürlichem Touch handelt; das alleinige Hören der Musik hülfe diesbezüglich nicht weiter, denn der stilistische Mischmasch lässt einen ratlos zurück.

Das Titellied singt Placido Domingo, einmal in Englisch, einmal in Italienisch, wobei letzteres eher dem Idiom der Musik entspricht. Da ein klassischer Pianist im Zentrum des Filmes steht, präsentiert Schifrin sein komplettes Klavierkonzert Nr. 2 „The Americas». Gemässigt modern und in seiner Mischung aus Klassik und Jazz zeitweise an Gershwin erinnernd, verdient es lobende Erwähnung, aber leider bilden die drei Sätze, die zusammen immerhin 42 Minuten dauern, einen einzigen Track.

Dann gibt es einen Schifrin-Song im Seventies-Stil und einen Titel von Simply Red. So bleiben von dem, was wir als eigentlichen Score bezeichnen würden, gerade noch drei Tracks mit einer Dauer von gut 8 Minuten übrig. Und davon würde man nun wirklich gerne noch etwas mehr hören, denn diese Musik ist in einer für Schifrin sehr untypischen Art gehalten, sehr leicht und fragil, sphärisch und entrückt.

Der besondere Track: The Miracle, ein vom Klavierkonzert stammendes Thema, in mildes Licht getaucht und losgelöst von allem Irdischen in lichte Höhen entschwebend.

Andi  |  2002

SOMETHING TO BELIEVE IN
Lalo Schifrin
Aleph 008
67:29 / 9 Tracks